Veröffentlicht am 20. Januar 2020 von Robert Klank

Mit dem „Certified Professional for Usability and User Experience (CPUX)“ eine gemeinsame Sprache sprechen

Unsere beiden Designer Christian und Robert haben sich vor einiger Zeit nach Berlin begeben, um ihr Wissen über Gebrauchstauglichkeit und Nutzungserlebnisse zu erweitern und zu zertifizieren. Hier geben sie einen kurzen Einblick in ihre Erfahrungen mit dem Kurs und der Prüfung.

Lerninhalte und Ablauf

Das UXQB®-Zertifikat auf dem Foundation Level behandelt vor allem die Grundlagen, Richtlinien und Begrifflichkeiten der Branche. Wichtigste Aspekte sind dabei die Schritte und Methoden des menschzentrierten Gestaltungsprozesses, welcher unserer Arbeitsweise (User Centered Design) sehr nahe kommt. Teilnehmer sollen vor allem den Gesamtzusammenhang der Themen verstehen und darüber hinaus ein grundlegendes Verständnis vom Themenfeld Usability & User Experience erhalten.

Das dreitägige Vorbereitungsseminar von artop in Berlin vermittelt die notwendigen Kenntnisse in einer Mischung aus praxisorientierter Kleingruppenarbeiten und fundierten Theorieteilen. Außerdem werden die vorgeschriebenen Themen durch Erfahrungswissen aus der Agenturwelt gerahmt.

Methoden und Begriffe geordnet auf einem Tisch
Die Lernkarten von artop dienten nicht nur der Nachbereitung der Seminare, sondern wurden auch zur individuellen Einordnung und anschließenden Besprechung der Begriffe und Methoden genutzt.

Die abschließende Prüfung dauert 75 Minuten und umfasst 40 multiple choice Fragen aus allen Themenbereichen. Nach den Seminartagen sind die Aufgaben innerhalb der Zeit durchaus machbar, beinhalten aber nicht zu unterschätzende Formulierungsfeinheiten. Insbesondere der vorherige Wissenstransfer sollte in seiner komprimierten Art nicht unterschätzt werden und benötigt schon ein wenig Vorerfahrung, um gut verdaut zu werden.

Doch wofür mehrere Tage pauken?

Zuallererst konnte unser  Wissensstand im Bereich Usability und User Experience konsolidiert und wo nötig ergänzt werden. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Inhalten trug dabei sehr zur Findung einer gemeinsamen Sprache bei. 

Der Punkt ist nicht zu unterschätzen. Gerade wenn verschiedene Teammitglieder aus diversen “Schulen” stammen, kommt es doch immer wieder vor, dass vermeintlich gemeinsam genutzte Fachbegriffe und Methoden jeweils ganz anders gemeint und verstanden werden. Das führt zu Missverständnissen und Reibungsverlusten in der Kommunikation. Hier helfen die gemeinsam erarbeiteten Grundlagen und tragen letztendlich auch zu mehr Anerkennung und Wertschätzung zwischen den Kollegen aus den verschiedenen Designdisziplinen bei. 

Der zweite Grund, der unbedingt für die Teilnahme an dieser oder einer anderen CPUX-Zertifizierung spricht ist die Außenwirkung. 

Mit der Schaffung und Verbreitung der Reihe “Certified Professional for Usability and User Experience” hat die German UPA einen großen Beitrag zur Zertifizierung unseres Berufsstandes geleistet. Das sorgt für vergleichbare Qualitätsstandards und trägt zum “Erwachsenwerden” der gesamten Branche vor den Augen unserer Kunden bei.

Das heißt, am Ende profitieren wir als Agentur mit neu sichtbar gewordenen Wettbewerbsvorteilen und jeder einzelne Designer über eine Erweiterung seines Portfolios.


Die Weiterbildung wurde im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, wobei die Abwicklung von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt übernommen wurde.