Veröffentlicht am 13. November 2015 von Nadine Kempe

Mittelstand vs. Usability – eine Studie, die viele Fragen stellt und mindestens genauso viele beantwortet

Welche Rollte spielt Usability für Klein- und Mittelständische Unternehmen? Wie wichtig nehmen sie das Thema? Und wie wichtig sollten sie es nehmen?  Diesen Fragen ist ein umfangreiches Forschungsprojekt zum Thema „Gebrauchstauglichkeit von Anwendungssoftware als Wettbewerbsfaktor für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ nachgegangen.

Um das mal vorwegzunehmen:  der Abschlussbericht der Studie zeichnet ein sehr genaues Bild der aktuellen Situation, wie wir sie in vielen KMUs vorfinden und gibt auch direkt eine Richtung vor, die KMUs beim Thema Usability einschlagen sollten.

Die ganze Studie an dieser Stelle auseinanderzunehmen würde den Rahmen dieses Blogs sprengen (immerhin umfasst das Werk über 350 Seiten), aber einige aus unserer Sicht besonders relevante Erkenntnisse sollen hier doch wiedergegeben werden – vielleicht ja als Anlass des ein oder anderen, doch mal einen genaueren Blick in das Thema im allgemeinen und die Studie im speziellen zu werfen.

Zunächst einmal ein kurzer Überblick über die Grundlage: Für die Studie wurden unter anderem 160 mittelständische Softwarehäuser und 182 sogenannte Anwenderunternehmen befragt – also ebenfalls Mittelständler, bei denen Softwareprodukte im Arbeitsalltag zum Einsatz kommen.

Eine der Fragestellungen, die die Studie untersucht, lautet „Stellt Usability aus Sicht mittelständischer Software-Kunden einen Entscheidungsfaktor bei der Softwarebeschaffung dar?“. Das (kurz zusammengefasste) Ergebnis lautet: ja, tut sie. Vor dem Hintergrund der Unzufriedenheit mit aktuell eingesetzter Software und gleichzeitig vielen alltäglich sichtbaren Beispielen guter Usability im Consumer Bereich (Stichwort Mobile Apps, Apple etc.) ergibt sich eine Nachfragelücke. Dabei verschwimmt vor den Augen der Entscheider das funktionale Angebot einer Software immer mehr mit der Usability zu einem Gesamturteil.

Aus unserer Praxis lässt sich das nur bestätigen: eine Software kann noch so technisch brillant ausgeklügelte Funktionen haben – wenn die Funktion von den Nutzern nicht gefunden wird oder nur sehr schwer bedienbar ist, sinkt der Wert der Funktion für den Anwender gegen Null.

Ein weiterer Bereich der Studie befasst sich mit der Seite der Softwarehersteller und untersucht den Zusammenhang zwischen deren Erfolg (in Form von Umsatz und Kundenzufriedenheit) und der Usability ihrer Produkte. Hierzu lässt sich sagen, dass die (selbsteingeschätzte) Usability der  Produkte tatsächlich einen positiven Zusammenhang mit dem Umsatz, vor allem aber der  Kundenzufriedenheit hat.

Auch das wiederum deckt sich 1:1 mit unserem Arbeitsalltag – nicht zuletzt weil die Zufriedenheit der Nutzer ja eines der ausgemachten Ziele von Usability ist. Wir erleben das tagtäglich, wenn wir z.B. in Usability Tests die neuen Oberflächen mit Testnutzern evaluieren oder auch wenn wir direkt selbst die Einführung der überarbeiteten Produkte auf Messen o.ä. begleiten. Was mit einem Lächeln auf den Lippen des Testers auf der Messe beginnt endet nicht selten als gewinnbringender Abschluss für unseren Kunden.

Natürlich lassen sich noch viele weitere spannende Erkenntnisse aus der Studie ableiten – u.a. beschäftigt sich ein ganzes Kapitel mit Handlungsempfehlungen. Wer Interesse an dem Thema hat, findet die Studie selbst hier.

Für einen Einstieg in das Thema Usability empfehlen wir unseren kostenlosen Usability Leitfaden.

Für kleinere Projekte und Budgets haben wir außerdem Festpreis-Pakete für Usability-Optimierungen von digitalen Produkten, wie Software, Mobile Apps und Webseiten im Angebot. Schauen Sie mal rein.

Gerne bieten wir Ihnen auch individuelle Pakete für Usability-Testing und eine anschließende User-Interface Optimierung an. Dazu freuen wir uns über einen Anruf unter +49 391 53 85 64 10 oder eine E-Mail an mail@ucdplus.com