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Nach einer gefühlten Dekade konnte ich heute nun endlich das neue Buch vom “Meister der auf den Punkt gebrachten Bücher” in der Hand halten. In Steve Krugs neuem Buch beschreibt er auf nicht mal 160 Seiten zufälliger Weise genau das, was wir dieses Jahr als Vortrag für die webinale eingereicht haben: wie man mit vielen kleinen, qualitativen(!) Tests sein Produkt mehr “usable” machen kann.
Mit seinem lockeren und extrem reduzierten Schreibstill habe ich das Buch heute schon fast durchgelesen und kann es jedem nur empfehlen. Wunderbar pragmatisch, mit einfachen Anleitungen, Checklisten und genauen Vorgehensweisen zeigt er auf, wie wirklich jeder seine Webseite prozessbegleitend testen kann. Und in Krug’scher Philosophie will ich es auch gleich auf den Punkt bringen: kaufen!
Um die Welt wieder ein wenig einfacher zu machen, verlosen wir unter allen Kommentatoren dieses Beitrages, am 1. Februar um 23:59 ein Exemplar dieses tollen Buches!
UPDATE
Herzlichen Glückwunsch Guido!
Der Zufallsgenerator hat entschieden, aus 9 Kommentaren hat der Zufallsgenerator entschieden, das es der 3. Eintrag sein soll. Insofern herzlichen Glückwunsch an den Glücklichen, das Buch ist dann unterwegs.
Eine der größten Quellen für menschlichen Erfindergeist ist seine Bequemlichkeit. So gibt es aktuell wieder neue Entwicklungen für die Kontrolle unseres liebsten Lebensraums.
Zum einen hat das Media Interaction Lab der University of Applied Science in Oberösterreich eine Arbeit mit dem Namen CRISTAL (Control of Remotely Interfaced Systems using Touch-based Actions in Living spaces) vorgestellt. Diese bildet mittels Gestensteuerung eine Brücke zwischen allen Geräten im Wohnzimmer:
Das Thema „bloss nicht aufstehen“ bzw. Fernbedienung ist ja von je her eins DER Themen im Interaction Design. So wundert es nicht, dass nun ein „Universal Remote Control Framework“ geschaffen wurde, auf dem die Geräteanbieter und Fernbedienungshersteller aufsetzen können. Erster Unterstützter der Plattform: der amerikanische Dienst TiVo. Mit der iPhone-App “i.TV” (wie auch sonst) wurde somit eine wunderbare Brücke zwischen Programmzeitschrift und Fernbedienung Fernsehsteuerung geschaffen:
Mehr Infos unter: http://i.tv/
Siehe auch: www.schroeder-wendt.com/blog/index.php?s=fernbedienung
Tags: apple, einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, GUI, HCI, interface, iphone, TV, UID, Usability, visualisierung
Seit den ersten Stunden des Touchscreens wird an ihm rumgemäkelt, das er zwar einerseits quasi unendliche viele Buttons und Interaktionsformen anbieten kann, aber ihm doch jegliches haptisches Feedback fehlt.
Dies könnte nun bald ein Ende haben. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University (in Pittsburgh, Pennsylvania) haben dafür einen Lösungansatz gefunden.
Aufgebaut ist das System aus einer Acryl-Platte, in die möglichen Button-Formen ausgespart sind. Auf Seiten des Nutzer liegt darüber eine Latex-Schicht und auf der anderen Seite eine Kammer in die Luft gepumpt oder rausgesogen werden kann. Somit kann man dann Erhöhungen oder Vertiefungen schaffen. Das Bild wird per Rückprojektion auf den Latex projiziert. Mittels einer kleinen Kamera auf höhe des Miniprojektor ist auch die Aufnahme der Finger möglich, so das die ganze Einheit auch Multitouch-Funktionalitäten beherrscht.
Sicherlich noch ein sehr sperriges System für Anwendungen, wo die Bautiefe keine große Rolle spielt (z.B. Fahrkartenautomaten), aber einer guter erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Entwicklung von flexiblen Displays auch weiter so zügig vorangeht, so ist vielleicht in zehn Jahren dann auch das Rückprojektionsproblem gelöst und man könnte die Erhöhung auch durch Mini-Sifte (á la TouchTable) realisieren. Wir werden‘s erleben …
Mehr Infos unter www.technologyreview.com/computing/22550/
Tags: 3D, bedienung, design, display, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interaction design, interaktion, interface, jeff_han, MMI, UID, Usability, User Experience, UX, visualisierung
Meiner Meinung nach wird einer der großen Trends in den nächsten Jahren: Objekte vor die Webcam halten, diese werden dann erkannt und in eine virtuelle Umgebung integriert.
Wie das aussehen kann, war schon einmal gut hier in diesem Beitrag zu sehen – nämlich bei Sonys angekündigtem Spiel “EyePet”.
Wer den Erscheinungstermin nicht mehr abwarten kann, dem sei das Spiel Mightier empfohlen, das diese Technologie schon heute zeigt – und vor allem kostenfrei als Freeware. Einen kleinen Eindruck davon im folgenden Video:
Herunterladen kann man das Spiel unter folgender Adresse:
www.ratloop.com/?games/mightier
Auf den ersten Blick etwas einfacher, aber trotzdem nicht minder effektvoll ist die Technologie der japanischen Firma MotionProtrait. Diese haben sich darauf spezialisiert Fotos Leben einzuhauchen. Um mal einen Eindruck davon zu bekommen, habe ich für euch mal bei einer Webseite, die diese Technik einsetzt mitgefilmt. Und was bietet sich bei mir Glatzkopf nicht besser an, als die japanische Webseite von Schwarzkopf, auf der man Frisuren testen kann:
An der Bewegung sieht man toll, wie die Kopfform, Augen etc. erkannt werden und so animiert werden können. Wer das mal selber testen möchte, hier die URL: https://virtual-preview.com/LE/
Wer’s lieber in deutsch mag, dem sei die Seite von AXE Instinct empfohlen, wo euer Foto in ein Live Rock-Video integriert wird – inklusive Mimik-Änderung! Sehr beeindruckend:
Selber testen unter:
Tags: 3D, applikation, augmented reality, bedienung, echtzeit, eingabesystem, interaction design, interaktion, interface, Live, software, sony, UID, virtuell, visualisierung
Über das mehr oder minder gelungene GUI, des in Kürze erscheinenden Windows 7 haben wir nun schon mehrfach berichtet. Wie wichtig diese „äußeren Werte“ eines Betriebgssymstems sind, zeigen nicht zuletzt auch solche “Ersatzoberflächen” wie Bumptop (siehe letzter Blogeintrag).
Es gibt aber noch andere tolle Ideen, auf die Microsoft dann für die Version 8 mal einen Blick werfen sollte. Die folgenden stammen von dem 17 Jahre alten „Windows Liebhaber“ Cullen Dudas. In seiner Freizeit hat dieser unter dem Projektnamen „Copenhagen“ seine Vision für ein Interface visualisiert:
Somit mein Vorschlag an Microsoft: Cullen einen Ausbildungsplatz verschaffen
Wer übrigens mal die nicht verwirklichten Windows 7 Ideen von Microsoft sehen möchte, also quasi den Papierkorb in der Redmonder Entwicklungsabteilung, dem sei ein Blick auf techradar.com empfohlen:
Tags: apple, bedienung, desktop, einfach, GUI, HCI, icon, interaction design, interaktion, interface, Microsoft, MMI, software, steve-jobs, UID, Usability, vista, visualisierung, windows
Seit Sommer 2006 begleiten wir nun schon die Entwicklung von BumpTop und so sollte hier natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, das der Desktop-Ersatz seinen Beta-Status verlassen und in einer kostenfreien und einer Pro-Version für 29 US Dollar (bisher nur für Windows) erhältlich ist.
Schöpfer Anand Agarawala stellt im folgenden Video die Funktionen und Möglichkeiten mit einen Touchscreen Computer vor:
Mehr Infos und Download unter: www.bumptop.com
Tags: 3D, desktop, eingabesystem, forschung, GUI, icon, interaction design, interaktion, interface, MMI, software, UID, virtuell, visualisierung, windows
Leider etwas spät, aber Dank der Mediathek kann man sich die heute auf Phoenix gesendete Diskussion noch online anschauen. In der Reihe Wissenschaftsforum Petersberg diskutieren unter Moderation von Ranga Yogeshwar vier Experten zum Thema “Vom täglichen Kampf – Wie viel Technik braucht der Mensch?”. Der Videostream kann auf der Webseite des Fernsehsenders aufgerufen:
Die Gäste sind Prof. Klaus Kornwachs (Technikphilosoph, Technische Universität Cottbus), Dr. Annette Hoppe (Psychologin, Technische Universität Cottbus), Christoph Huß (BMW und Präsident der FISITA Weltvereinigung der Automobilingenieure) und der allseits bekannte Prof. Marc Hassenzahl (GermanUPA-Vorstandsmitglied und aktuell an der Folkwang Hochschule Essen).
Die zuweilen sehr kontrovers geführte Diskussion, zeigt sehr schön die unterschiedlichen Denkweisen / Aspekte der Akteure und Herangehensweisen bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittelle. Mein persönliches Resümee aus der Sendung ist eigentlich eine Maxime, nach der auch wir versuchen alle unsere Produkte zu entwickeln: Es gibt nicht DIE Lösung für DEN Nutzer, sondern nur Menschen mit unterschiedlichen Motivationen und Bedürfnissen. Somit kann ein Gerät / Interface das versucht allen gerecht zu werden, immer nur ein Kompromiss sein, mit dem der eine mehr und der andere weniger zufrieden ist – Also, ein hoch auf das individualisierbare User Interface! (Was dann allerdings wieder an anderen Stellen Probleme bringt
)
Mehr Infos zur Sendung gibt’s unter: www.phoenix.de/…
Tags: bedienung, BMW, design, einfach, eingabesystem, forschung, interaction design, interaktion, interface, MMI, mobiltelefon, software, UID, Usability, User Experience, UX
Ihr erinnert euch noch an das alternative Desktop GUI „BumpTop“? (Wenn nicht dann am besten hier oder hier noch mal nachlesen)
Für alle „Nicht-Ordner-Speicherer“ und „Schreibtischzumüller“ habe ich gute Nachrichten, denn dieser Betriebssystem-Aufsatz hat nach fast zwei Jahren nun das Demo-Stadium verlassen und ist als Beta für PC und Mac erhältlich.
(Allerdings habe ich bisher nur eine Beta-Version für PC bekommen, insofern lässt sich über den Entwicklungsstand für Mac nur spekulieren).
Bei der Version für Windows wurden jedoch fast alle Funktionen, die in der ursprünglichen Demo zu sehen waren umgesetzt. Es wurden sogar noch zusätzliche Features hinzugefügt, wie zum Beispiel ein Perspektivwechsel.
Hier im Video ist der aktuelle Stand sehr gut zu sehen:
Tja, und jetzt ist mal wieder eine Frage die sich nicht pauschal beantworten lässt: Was ist besser, die normale Betriebssystemoberfläche oder BumpTop?
Sicherlich ist das Navigieren durch Ordner- und Dateilisten mit Spalten, verschiedenen Ordnungsmöglichkeiten und Vorschauansichten in vielen Situationen bedeutend(!) effizienter, aber beim Spaßfaktor siegt natürlich mit uneinholbarem Vorsprung BumpTop. Letztendlich ist es eine Sache der persönlichen Arbeitsweise. Wer im wirklichen Leben auch einen völlig zugekramten Schreibtisch hat und trotzdem mit einem Griff weiß wo das gesuchte Dokument zu finden ist, für den wird dies genau die gesuchte Lösung sein. Schon allein wegen den tollen Individualisierungsmöglichkeiten (Einzelne Dokumente größer anzeigen, Stapel erstellen etc.)
Hier kann man sich für die Beta registrieren: www.bumptop.com
Tags: 3D, desktop, eingabesystem, forschung, GUI, icon, interaction design, interaktion, interface, MMI, software, UID, virtuell, visualisierung, windows
Im letzten Eintrag hatten wir gerade über die schleppende Weiterentwicklung bei Microsoft geschrieben und das man mittlerweile auch bei mobilen Betriebssystemen den Anschluss verpasst hat. Ähnlich wie bei den Browsern haben sich hier Redmonder zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und die Konkurrenz an sich vorbeiziehen lassen. Bei den Browsern war es Firefox der den Markt ordentlich aufgemischt hat, bei den mobilen Geräten Apple. Dabei hat Apple nicht mal ein tolles Gerät. Im Vergleich zum Mittbewerb hat das iPhone in vielen Gebieten bedeutend schlechtere Geräteeigenschaften und zwingen einem dazu noch in einem „nicht gerade günstigen“ Vertrag bei einem einzigen Netzanbieter. Es verkauft sich schlichtweg über das Nutzungserlebnis / User Experience (UX), welche mit Multitouch-Spielereien und innovativen, zentral zu findenden und simpel installierbaren Applikationen eine Begehrlichkeit weckt. Und in punkto Spaßfaktor vor allem doch eins hat: ein konsistentes und einfaches GUI.
Unter diesem Konkurrenzdruck ziehen nun alle Hersteller mit neuen Geräten und vor allem neuen Oberflächen nach. Bei Windows Mobile (WM) passierte von Seiten Microsofts ersteinmal gar nichts. Gerätehersteller HTC erkannte 2007 die Zeichen der Zeit und stülpte dem System ein eigenes GUI über: TouchFLO (und mittlerweile TouchFLO 3D). Aber spätestens bei den Systemeinstellungen war man wieder in der winzigen und schwer verständlichen WM-Welt:
Sicherlich, Microsoft redete sich immer damit raus, das ihr OS für Business-Anwender ist und nicht für die breite Masse. Aber hey, wie kann man nicht!=weg auf die Idee kommen, das!s Manager und „I‘m a PC“-Typen nicht auch gerne ein einfaches System haben möchten das Spaß macht? Zudem war das Zusammenwachsen von Mobiltelefon und PDA spätestens seit der Jahrtausendwende absehbar. Und wer schleppt schon gern zwei Geräte mit, auf denen zudem auch noch jeweils die gleichen Kontakte gespeichert werden?
Jedenfalls, nach etwa zwei Jahren Stillstand (und 9 Jahren nach der ersten WM-Version) gibt es nun diese Woche, auf dem Mobile World Congress in Barcelona, die neue Version zu sehen. Und wie zu erwarten war, gibt es im Internet natürlich schon vorher ein Video, welches diese vorstellt:
Tja, was soll ich sagen. Ich kann nur hoffen, das dies nicht wirklich das neue Release sein soll. Ansonsten lässt es sich aus meiner Sicht mit ein paar kurzen Worten zusammenfassen: Man hat in den letzten zwei Jahren absolut nichts kapiert!
Sicherlich, der Startscreen, die Übersicht der Kommunikationseinstellungen und die wichtigsten Applikationen (Browser, Kontakte etc.) wurden leicht überarbeitet, aber man sieht nichts, was Dritthersteller (wie z.B. Opera, Spb Mobile Shell, TouchFLO usw.) schon lange bieten. Das eigentliche Problem, eine konsistente Oberfläche, die mit einer oder wenigen Bedienungsmetaphern und einem klaren Gestaltungsraster klarkommt wurde wieder verfehlt. Wieder habe ich winzige Auswahlfelder, bestätige ich eine Seite mal mit „OK“ oben in der rechten Ecke oder „Fertig“ unten links, habe lange Erklärungstexte ohne Gewichtungsabstufung bei Auswahlfeldern und habe nur sehr schwer die Möglichkeit auch ohne Stifte durch die Einstellungen zu kommen. Ok, dafür wurde jetzt aber die Programmliste in Waben angeordnet, die ich so auch noch mit den dicksten Daumen bedienen kann. Das man durch Waben allerdings auch 20 bis 40 Prozent des Platzes auf den „riesigen“ Displays von mobilen Geräten verschenken kann (wie man an Stelle 8:51 gut sehen kann), wurde beim konzipieren wohl vergessen.
Somit ist wohl die einzige Hoffnung, nochmals etwa ein Jahr auf Windows Mobile 7 zu warten …
… aber ob dann noch genügend Nutzer dafür da sind? (die 3. Generation des iPhones wird in diesem Sommer erwartet, Googles Android ist gerade frisch erhältlich, Palm bringt ein neues (vorab schon hochgelobtes) OS raus, Nokia hat auch völlig neue OS-Pläne usw.). Somit ist der letztendliche Nutznießer der ganzen Situation der Endkunde. Dieser kann sich, durch den nun schnell bewegenden Markt, zwischen ähnlichen Geräten aber unterschiedlichen GUIs (z.B. HTC mit WM oder Android) und somit mit unterschiedlichen User Experiences entscheiden.
Vorabinfos zu Windows Mobile 7 gibt es übrigens hier: http://pocketpccentral.net/windows_mobile_7_brief.htm
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Windows 7 ist gerade in aller Munde und auch wir möchten da nicht außen vor sein und ein paar Worte über ein paar wichtige Interface-Neuerungen im weltweit verbreitetsten GUI verlieren.
Sicher musste Microsoft, nach dem geflopten Vista, nun eine Schippe nachlegen und hat vor allem an dem gearbeitet, was der Endbenutzer als erstes sieht: das User Interface. (Wir sprechen auch gerne von der eigentlichen Visitenkarte eines Softwareunternehmens
)
Ein paar Sachen sind hier ganz gut im Video zu sehen:
Eine der wohl größten Frischzellenkuren erhält auch gleich unsere seit 1995 so lieb gewonnene Taskleiste. Nun ist sie quasi eine Kombination aus dem Mac OS Dock und der Windows Schnellstartleiste plus Tunning! So ist es zum Beispiel durch kleine Vorschaubilder möglich, direkt zu dem Fenster zu wechseln, welches man sucht. Beziehungsweise sogar zu dem jeweiligen Tab.
Zusätzlich gibt es dann noch bei einigen Programmen die Möglichkeit Funktionen direkt aus der Taskbar aufzurufen. Wie zum Beispiel das öffnen der letzten Dateien usw.
Die andere große Neuerung ist Aero Peek. Was als erstes wie eine Luftnummer klingt, ist bei näherer Betrachtung eine sehr nützliche Funktion, um nicht im Fensterdschungel unterzugehen. Denn wenn man nämlich in der Taskbar auf die kleine Vorschau eines Programmes geht, das man vielleicht öffnen möchte, werden alle anderen Fenster transparent und nur diese Applikation kommt zum Vorschein.
Für Mac User nichts neues, aber unter Windows wird es nun auch möglich sein, mit einem Klick auf den Schreibtisch zu schauen. Hier allerdings grafisch nicht über einen Wegschieben-Effekt gelöst, sondern ebenfalls über transparent werdende Fenster. Ich freue mich schon, diese Funktion selber testen zu können und persönlich vergleichen zu können welche Metapher mehr Vorteile bietet.
Neben der Möglichkeit sein GUI selber durch diverse visuelle Themen und Themenportale zu verschlimmbessern, gibt es viele kleine Verbesserungen bei der Bedienung und natürlich beim Look & Feel des gesamten Systems. Vieles offensichtlich vom Mac inspiriert (Verknüpfungen mit Live Maps) aber auch einige Sachen die sich die Redmonder gut überlegt haben (auf den ersten Blick wohl (der Assistent für) die Einrichtung eines Heimnetzwerkes). Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen gibt es im übrigen hier:
www.microsoft.com/germany/windows/windows-7/
Alles in allem endlich ein guter Schritt in die richtige Richtung, um wieder Anschluss an das User Interface vom Mac zu gewinnen und nicht mehr wie auf allen anderen wichtigen Gebieten (Browsern, Mobiles OS) den Alternativen meilenweit hinterherzuhecheln.
Aber, um frei aus einer berühmten Präsentation zu zitieren, unter der verbesserten Oberfläche ist es immer noch die alte „.dll Hell“
Trotzdem viel Erfolg Microsoft! Ehrlich.
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Wer seinen MP3-Player bedienen möchte, der tut dies mehrheitlich wohl durch eine Interaktion mit der Hand. Da das gute Teil allerdings meistens in einer Tasche steckt, ist dies ein verhältnismäßig unbequemer Ansteuerungsprozess: Ertasten des Geräts, dann der richtigen Knöpfe usw. Es gibt zwar schon alternative Eingabemöglichkeiten, wie zum Beispiel die Shake Control …
… aber diese ist nicht wirklich hilfreich. Ist doch eine Tastenbedienung x-mal komfortabler und meist schneller. Es sei denn, man hat Lust beim Musikhören (heute ja meistens auf der Straße) ab und zu mal zu hüpfen.
Die Forscher von NTT DoCoMo arbeiten allerdings gerade an einer Steuerung die wirklich Sinn macht und die genau da statt findet, wo sie gebraucht wird: Nämlich über die Kopfhörer. Die Entwicklung basiert auf dort angebrachte Sensoren, die die Augenbewegung erfassen können. Wie das ganze dann ausschaut ist hier gut im Video zu sehen:
Worauf im Bericht nicht näher eingegangen wird, was aber gut zu sehen ist: Man kann diese Technik gut mit einer am Kopf befestigten Kamera kombinieren und so eine grobe Computersteuerung realisieren. Dies wäre natürlich auch für körperlich stark eingeschränkte Personen interessant, die so (im Gegensatz zum „klassischen“ BCI) eine einfachere Schnittstelle zur Verfügung hätten.
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Ich kann mich nicht erinnern, dass ein größeres deutsches Magazin “unser Lieblingsthema” mal zu einem Schwerpunkt einer Ausgabe gemacht hat. Nun ist es aber so weit und das aktuelle Heft der Technology Review befasst sich ausgiebig mit den “neuen Benutzer-Schnittstellen”. Auf etwa 15 Seiten wird dabei von Sprachschnittstellen, über Mutlitouch bis hin zu Brain-Computer-Interfaces ein guter Überblick über die aktuellen Entwicklungen gegeben. Also, in jedem Fall einen Kauf wert.
Mehr Infos unter: www.heise.de/tr/
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Thematik in einer populären Zeitschrift wieder mal so einen Stellenwert bekommt …
Übrigens, für alle die es nicht so “populärwissenschaftlich” mögen, zwei Empfehlungen für Fachmagazine
1. die deutschsprachige i-com: www.i-com-media.de
2. die englischsprachige Interactions: interactions.acm.org
Tags: BCI, desktop, display, Don Norman, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, Handy, HCI, interaction design, interaktion, interface, internet, iphone, jakob-nielsen, jeff_han, MMI, mobiltelefon, software, spracherkennung, touchscreen, UID, Usability, virtuell, visualisierung, ·schroeder-wendt
Vielen Dank an Jan vom Augmented Reality Blog für den Hinweis, auf ein brandaktuelles Video zu der im letzten Beitrag erwähnten Premiere auf der Buchmesse.
In diesem ist das von metaio für den Verlag Wissen Media / arsEdition entwickelte AR-Buch „Aliens & UFOs“ zu sehen:
Mehr Infos dazu bei
metaio
wissenmedia
oder direkt zum Buch bei amazon.de
Tags: 3D, applikation, Assistenzsystem, augmented reality, bedienung, bedienungsanleitung, desktop, echtzeit, eingabesystem, eLearning, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, software, UID, virtuell, visualisierung
… also, genau wörtlich genommen ist es ab dem 19. Oktober bei Amazon (Japan), für rund 73 Euro „im Lager“. Die Rede ist von dem ersten Augmented Reality Spiel für den Massenmarkt/normalen PC: ARis (Alice)
Das aus „westlicher Sicht“ eher sehr befremdliche Spiel, benötigt dafür nur einen normalen PC mit Webcam, der Rest geschieht über den mitgelieferten Würfel plus eine Art Zeigestock und noch drei Aktionskarten.
Das Konzept basiert auf einer virtuellen Spielfigur, die durch die Webcam auf bzw. um den Würfel erscheint und mit der man interagieren kann. Also eine Art „Sims“ auf dem eigenen Schreibtisch:
Zwar nicht für den Massenmarkt, aber dafür schon bedeutend früher, hatte Sony ein Spiel für Playstation-Besitzer veröffentlicht: Eye Of Judgement. Hier gibt es keinen Würfel, sondern „nur“ Karten auf einen Spielbrett, die „zum Leben erweckt“ werden können:
Ab 2009 legt dann Sony mit EyePet in punkto AR richtig los, hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack darauf:
Also, wie man sieht, zieht die „Erweiterte Realität“ langsam ins Wohnzimmer ein.
Wer so etwas mal selber erfahren möchte, dem sei ein Besuch auf der morgen beginnenden Frankfurter Buchmesse empfohlen. Auf dieser wird Metaio, ein auf Augmented-Reality-Lösungen spezialisiertes Unternehmen, zusammen mit dem Bertelsmann-Verlag/Wissen Media Verlag den„Großen Weltatlas“ mit AR-Möglichkeiten vorstellen. Das sieht dann ungefähr so aus:
Den nächsten Schritt hat Metaio auch schon präsentiert: Die Steuerung von Grafiken:
… und in Verbindung mit Abenteuer-Büchern, mal in die Rolle des Helden zu schlüpfen:
Ich denke, das ist wirklich eine Nische in die gedruckte Lexika gut gehen können. Diese schlagen somit eine Brücke zwischen On- und Offline-Welt und werden zum „Interaktionsbuch“. Somit kann ich mit physisch vorhandenen Gegenständen, die auf meinem Schreibtisch zu virtuellen Welten werden, interagieren. So ein „Erlebnis“ zur Wissensvermittlung kann eine Webseite nur schwer bieten.
… und an der Stelle sind dann wir Interaction Designer wieder gefragt, denn bisher ist es ja oft nur Effekthascherei. Wenn dieser erste WOW-Effekt vorbei ist, wird die didaktische Aufbereitung und Wissenvermittlung über die kleinen Pappkarten gefragt sein.
… ich könnte mir da zum Beispiel sehr gut einen virtuellen Chemiebaukasten vorstellen, in dem dann auch mal die Sachen drin sind, die man sonst nicht frei vertreiben darf
PS. … und was gibt es bei der mobilen AR neues?. Aktuell plant das französische Unternehmen „int13 production“ auch gerade ein AR-Spiel, welches allerdings auf einem Mobiltelefon laufen soll:
Wer den WOW-Effekt übrigens mal selber auf seinem Handy haben möchte, dem sei das „Virtual Sculpture Project“ empfohlen. Nähreres dazu auf dieser (leider nur englischen) Seite ganz unten.
Dort ist dann auch der Link zu der Seite http://virtual.extra.hu/ zu finden, auf der ihr die Applikation und den Marker runterladen könnt.
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Wer kennt das nicht, es ist Sonntagabend, man liegt entspannt auf dem Sofa, hat gerade eine spannende „Terra X“ – Doku geschaut und dann beginnt die Nachfolgesendung: Rosamunde Pilcher! … und die Fernbedienung liegt natürlich absolut unerreichbar (genauer gesagt, es fehlen 20 Zentimeter Armlänge) auf dem Couchtisch.
Nun hatte man bisher zwei Möglichkeiten:
1. Man begeistert sich für „Melodie der Liebe“ oder
2. man bewegt sich runter von seinem sooo bequemen Liegebett.
Ok, in diesem Fall ist die Entscheidung einfach … aber das ist ja nicht immer so.
Den Forschern von Toshiba, JVC und Panasonic muss es wahrscheinlich ähnlich gegangen sein, denn alle drei Firmen haben ganz verschiedene Ansätze zur Ablösung oder Ergänzung der klassischen Fernbedienung entwickelt.
So stellte Toshiba jüngst einen Prototypen vor, bei dem mittels Gesten der Kanal gewechselt oder ein Video gesteuert werden kann. Eine Kamera scannt dazu permanent den Raum und sobald eine Faust erkannt wird, kann diese zur Navigation genutzt werden:
JVC hatte bereits schon vorher ein ähnliches Konzept präsentiert, bei dem jedoch noch zusätzlich ein Mikrofon zum Einsatz kommt, so dass man durch Klatschen das Kanal- und Lautstärke-Menü aufrufen kann:
Bereits ausgezeichnet wurde der Prototyp von Panasonic. Auf der am Samstag zu Ende gegangenen CEATEC (Combined Exhibition of Advanced Technologies) in Japan, erhielten die Entwickler nicht nur den Award in der Katergorie „Interface Design“, sondern auch den „Award for Best of Show“.
Bei der Lösung handelt es sich zwar nicht um einen Ersatz der physischen Fernbedienung, dafür aber um ein enorm flexibles Multitouch-Interface. Für die wichtigsten Funktionen (Kanalwechsel, Lautstärke) gibt es physische Tasten – der Rest wird über ein sich individuell anpassendes „Trackpad“ gesteuert. Besonders interessant dabei: die Bedienung wurde auch für die Verwendung beider Hände konzipiert … Aber seht am besten selbst:
Aber wem das noch nicht weit genug geht und wer wirklich mal ein „ganz tolles“ Interface sehen möchte, der sollte einfach noch mal 45 Jahre zurückblicken
Tags: einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, GUI, HCI, interface, JVC, MMI, Panasonic, toshiba, TV, UID, Usability, visualisierung
Und wieder einmal mehr ist des die Spieleindustrie, die mit neuen Eingabegeräten vorprescht.
Auch eine Sache die auf der E3 vorgestellt wurde, war das Zusatzmodul für die Wii – MotionPlus. Mit dem kleinen Würfel, der einfach an den Wii Remote Controller angesteckt wird, ist es nun möglich Bewegungen noch genauer und vor allem die Position der Wii Remote im Raum festzustellen. Daraus ergeben sich völlig neue Steuerungs- und Spielmöglichkeiten:
Wie gut zu erkennen ist, kann man somit viel besser innerhalb eines dreidimensionalen Raums interagieren. Erreicht wird das durch das Zusammenspiel des bereits vorhanden Beschleunigungssensors sowie Infrarotkamera und einem neuen Zwei-Achsen-Kreisel/Neigungssensor, der die Lage (also wie dat Ding jehalten wird) erfassen kann. … auch wenn das noch nicht soooo hundertprozentig genau funktioniert.
Aus den tollen neuen Möglichkeiten ergibt sich allerdings auch ein kleines Problem: Fehlendes Feedback. Wie man im Video sehen kann, wir das Laser-Schwert von der Spielfigur gestoppt, allerdings kann der Nutzer den Controller ja weiterbewegen … was somit zu einer Synchronisierungsdifferenz führt, die ja dann irgendwie ausgeglichen werden muss.
Aber im Frühjahr 2009 können wir uns dann ja selber von „dem neuen Spielgefühl“ überzeugen lassen, wenn dann neue Versionen von „Wii Sports“ und „Red Steel“ speziell für die MotionPlus veröffentlicht werden.
Mehr (leider nur englische) Infos auf der Seite der Kooperationsfirma von Nintendo: AiLive
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… genießt aktuell ja großes Medieninteresse (siehe hier)
Bei diesem „neuartigen Interface“ wurde das sehr beachtenswerte technische Prinzip von Global Imagination verwendet und dafür eine Oberfläche (die stark an Microsoft Surface erinnert) erstellt.
Leider erschließen sich mir die im Video genannten Vorteile nicht ansatzweise. Ohne Zweifel ist das eine ganz tolle Möglichkeit kugelförmige Körper (wie z.B. Planeten) abzubilden und damit zu interagieren, aber für (wie im Video genannt) Präsentationen und Kollaboration?
Mal abgesehen davon, das flache Objekte völlig verzerrt dargestellt werden, haben alle drumherum Stehenden doch ein extrem kleines und vor allem jeder ein anderes Blickfeld. Ziel beim gemeinschaftlichen Arbeiten sollte es doch sein, das man möglichst genau dasselbe sieht wir die Mitarbeiter. Im schlimmsten Fall sehen bei dieser Lösung die meisten gegenseitig gar nichts von dem Dargestellten.
Im Video ist auch sehr schön das Menü zu sehen … kann es etwas besseres geben, als ein Menü, bei dem man nicht alle Punkte sehen kann und erst drum herumlaufen muss?
Ich weiß auch nicht, was die sich dabei gedacht haben …
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Bleiben wir mal wieder noch ein wenig beim Thema Augmented Reality …
Auf der kürzlich zu Ende gegangen Electronic Entertainment Expo (kurz E3), wurde ein AR Game mit sehr interessanten Interaktionsformen vorgestellt: levelHead
Wie gut zu sehen ist, ist die Basis des Spiels einer bzw. mehrere Würfel, deren Seiten mit AR Tag versehen wurden. Hält man diese vor die Webcam werden durch die Software virtuelle Räume geschaffen, durch die man (mittels kippen des Kubus) eine Spielfigur steuern kann.
Geschaffen wurde das Spiel vom Neuseeländer Julian Oliver, der plant, dieses am 30. Juli als Open Source Projekt (GPLv3 License) für Linux zu veröffentlichen.
Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: julianoliver.com/levelhead
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Über mobile Augmented Reality haben wir ja schon mehrfach berichtet (siehe z.B. hier und hier). Jetzt ist diese Technologie auch auf dem iPhone angekommen – was in Verbindung mit dem großem und vor allem multitouchfähig Display interessante neue Interaktionsformen ermöglichen könnte. Insbesondere im Bereich “dreidimensionale Location Based Services Anwendungen”.
Bisher hat das ganze nur noch einen entscheidenden Haken – es ist mit sehr wenigen Bilder pro Sekunde (fast schon pro Minute) noch enorm langsam, wie man in dieser allerersten Version sehen kann:
Aktuell warten die Entwickler noch auf die Freigabe der Videoschnittstelle seitens Apple, dann sollen auch Bildraten von bis zu 20-30 Bilder pro Sekunde erreicht werden.
Insbesondere für Service-Techniker könnte dies dann ein vergleichsweise kostengünstiges Werkzeug werden. Wenn dann zum Beispiel dem T-Com-Mitarbeiter über sein „Betriebshandy“, per Online-Verbindung die aktuellen Schaltpläne, für den Verteiler vor dem er gerade steht, bekommt …
Nur mal zur Erinnerung, BMW hat ja seine Version dazu schon vor ein paar Jahren vorgestellt:
Mehr (leider nur englische) Infos zur Augmented Reality Technologie auf dem iPhone unter: www.artoolworks.com/ARToolKit_iPhone.html
Tags: 3D, apple, augmented_reality, bwm, display, echtzeit, eingabesystem, forschung, HCI, head-tracking, interface, MMI, software, UID, virtuell
… da sei doch auch noch das „SenseSurface“ von Lyndsay Willams (von Girton Labs) vorgestellt.
Das besondere bei diesem Drehregler ist, dass man diesen direkt auf das Display setzen kann. Eine Lösung die insbesondere für Mischpult-Software sehr interessant sein könnte.
Erst in der letzte Woche hatten wir einen Fall, bei dem wir einem Interessenten von einem rein digitalen Interface / Regler für eine „Zugabe-Steuerung“ bei einem halbmechanischen Gerät abgeraten haben (Für die genauen Hintergründe müsste ich jetzt länger ausholen). Fakt ist aber, der manuelle Regler ist einfach x-mal schneller und bietet ein direktes Feedback.
Wer eines dieser „tollen“ Autoradios hat, bei dem die Lautstärke durch Taster oder gar Touchscreen, anstatt durch einen Drehregler gesteuert wird, weiß jetzt genau was ich meine.
Zurück zu Willams Prototype. Der Drehregler selber hält durch Magnetismus auf dem Bildschirm. Laut der Girton-Webseite wurde das System „mehrere 100 Stunden“ auf einem Dell-Laptop getestet – ohne negative Beeinträchtigung für das Display.
Die eigentliche Übertragung/Ermittlung der Steuerungsdaten erfolgt durch eine „Messplatte“ auf der Rückseite des Displays, welche per USB an den Rechner angeschlossen wird. Durch diese wird zudem auch die Position auf dem Bildschirm ermittelt, so dass der manuelle Regler mit der grafischen Benutzeroberfläche korrespondieren kann bzw. auch mehrere Reger zur gleichen Zeit genutzt werden können.
Demnächst soll es auch noch weitere Steuerelemente, wie zum Beispiel Schieberegler, geben. Insgesamt soll das ganze System unter 100 Dollar in der Produktion kosten. Wann dieses allerdings auch in Produktion geht, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: http://girtonlabs.googlepages.com/sensesurface
Tags: , analyse, bedienung, design, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, interaction design, interaktion, interface, MMI, qwerty, UID, Usability, visualisierung
Schon sehr häufig haben wir hier über alternative Eingabegräte berichtet, welche der digitalen Translation von Bewegungen und somit einer besseren Interaktion dienen.
An der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde dazu von den Studenten der Fachrichtung Master Interaction in den letzten Monaten eine Art Grundsatzarbeit erstellt. In dem Semesterprojekt untersuchten vier Studenten unter der Leitung von Prof. Carola Zwick und Dipl.-Des. Jelena Blank-Muhr Interaktionsprinzipien, um somit eine Art Bibliothek bzw. Katalog der Eingabemöglichkeiten für digitale Anwendungen zu schaffen. Herausgekommen sind 50 (!!!) Stellteile, die am gestrigen Donnerstag im Industrial Design Institut präsentiert wurden:
Die insbesondere für interaktive Installationen gedachten Prinzipen sollen eine Alternative zu der meist vorherrschenden Tastatur und Maus/Trackball-Bedienung aufzeigen. Was wie ich finde, phänomenal gelungen ist.
So gibt es beispielsweise bedienbare Sprühflaschen, berührungslose Schalter, alle erdenklichen Formen von Walzen, nachfedernde Schieberegler, interaktive Infografiken bei denen man ein Mini-Ölfass aus dem Boden zieht und analog dazu die Länder aufsteigend nach ihrer Ölproduktion sieht und und und …
Grundlage war eine Untersuchung der physischen Eingabemöglichkeiten nach Lagebeziehung, Greifart, Geschwindigkeit der Interaktion usw.
Die zusammengestellten Prinzipien wurden dann mittels klassischem Modellbau und Arduino (einer elektronischen Open-Source-Prototypen-Umgebung) umgesetzt.
Um Prof. Carola Zwick zu zitieren:
„.. es ist wie über Schokolade zu referieren, man muss es einfach selber ausprobieren“. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich diese Toolbox anzuschauen. Mehr Infos dazu unter:
www.gestaltung.hs-magdeburg.de
Sobald es eine öffentliche Ausstellung gibt, werden wir es hier posten.
Tags: , analyse, arduino, bedienung, design, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, interaction design, interaktion, interface, MMI, qwerty, UID, Usability, visualisierung
Ein erst kürzlich von Apple angemeldetes Patent mit dem schönen Namen „Gesture Learning“ macht Vorfreude auf kommende Entwicklungen im Bereich Multi-Touch-Displays. In seinem Patent hat Apple eine eigene auf Gesten basierende Zeichensprache entwickelt, die in iPhone oder Macbook Air noch in seinen Kinderschuhen steckt.
Das Verrückte an der Sache ist, dass eine Hand dabei insgesamt 325 verschiedene Befehle ausführen kann. Die Befehle entstehen zunächst aus über 25 Finger-Kombinationen, sogenannten „chords“, die dann in 13 verschiedenen Bewegungen (Rotation, Translation, Skalieren etc.) eingesetzt werden können. Beim Lesen hat es mich dann auch nicht mehr gewundert, dass Apple zum Erlernen der Gesten sogar ein eigenes Spiel entwickelt hat.
Klingt zunächst nach einer Menge Lernstoff, aber ich bin überzeugt, dass Apples neue Zeichensprache mindestens genauso schnell erlernbar ist, wie man mit vierfach belegten Tasten eine SMS schreiben gelernt hat. Denn wie sagte Gerhart Hauptmann so schön:
„Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden.“
Ich bin auf alle Fälle schon sehr gespannt, welche elektronischen Geräte uns demnächst auffordern werden, mit den Fingern darüber zu streichen…
Weitere Infos gibt es unter:
www.unwiredview.com/2008/07/03/apple-wants-to-teach-us-multi-touch-gesture-language
Tags: animation, apple, barrierefreiheit, design, display, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, interface, jeff_han, PDA, schreiben, steve-jobs, UID, virtuell, visualisierung
Das Gesichtserkennungsprogramme nicht nur für biometrische Analysen und Sicherheitsanwendungen genutzt werden können, sondern zudem schon länger in der Lage sind, auch die Emotionen eines Nutzers zu erkennen, ist bekannt.
Nun macht die University of California, San Diego, mit einem besonders genauen System und einer sehr interessanten Anwendung auf sich aufmerksam. Die Wissenschaftler um Jacob Whitehill haben die Emotionserkennung für ein eLearning-System verwendet, um so festzustellen, ob der Student mit der gestellten Aufgabe bzw. Lerninhalt überfordert ist oder nicht. Damit soll autonomes Lernen mit einer Software weiter verbessert werden, damit nicht immer neues Material präsentiert wird, obwohl der Nutzer „noch nicht mal“ den vorhergehenden Stoff kapiert hat.
Die gesamte (leider nur englische) Studie zum Projekt kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://mplab.ucsd.edu/~jake/its08.pdf
Eine weitere Möglichkeit festzustellen, wie gestresst der Nutzer gerade von den Aufgaben ist, wäre noch die Auswertung von Biofeedbackdaten. Dies ist jedoch bedeutend komplexer, da externe Sensoren benötigt werden, die dann über einen Controller per USB an den Rechner angeschlossen werden. Mal abgesehen von BCI-Anwendungen (die auch in die Kategorie gehören), ist mir bisher auch nur eine amerikanische Software bekannt, die dies aktiv nutzt. Bei dem Computerspiel „Wild Devine“ wird dies mit Atmungs-, Meditations- und Relaxübungen zum Stressmanagement genutzt:
Mehr Infos unter: www.wilddivine.com
Tags: , analyse, einfach, eingabesystem, eLearning, forschung, gesichtserkennung, HCI, head-tracking, interface, MMI, software, UID, Usability
Vielen Dank Martin für den Kommentar zum gestrigen Beitrag, der mich auf das Flash-Spiel FNORD! hingewiesen hat. Dieses bietet eine sehr interessante Interaktion, in dem man mit ausgestreckten Armen ein UFO steuern kann:

Am besten selber mal testen unter: www.fnord-the-game.de
Ein weiteres, etwas einfacheres Beispiel für die Steuerung per Webcam, ist das Ölsandspiel von ThyssenKrupp:

Mehr dazu unter www.thyssenkrupp.com/discover/…
Mein Persönlicher Favorit ist allerdings EYEkanoids. Bei diesen kann man einen Nachbau von dem Spieleklassiker Arkanoid mit seinen Händen steuern … oder halt mit seiner Glatze:

Viel Spaß damit unter: www.thegameslist.com/playgame/409/EYEkanoids
Für weitere Hinweise auf Webseiten, die eine Webcam zur Interaktion nutzen, bin ich SEHR dankbar!
Tags: echtzeit, eingabesystem, HCI, interface, internet, MMI, UID, visualisierung, webapplikation
Am Dienstag sprach ich auf der Webniale noch über dieses Thema, als eine der Entwicklungen, die im Interface Design fürs Internet mit den größten Einfluss haben wird.
Heute bin ich nun auf folgendes Video von Cam-Trax, was zwar noch keine Webanwendungen ist, ab schon sehr gut zeigt wo die Reise hingehen wird …
Hier noch einmal ein „Test Drive“ mit der Technologie und Need for Speed:
Insbesondere der Aspekt das man Fingerbewegungen tracken kann (bisher ja nur mit den kleinen Fingerhütchen, aber immer hin), dürfte für die gerade so gehypte Multitouch-Nachfrage interessant sein. Ich bin gespannt, wie lange es jetzt noch dauert, bis es die erste Flash-Umsetzung gibt, mit der ich eine Webseite durch Objektracking (von Fingern) steuern kann.
Übrigens, auf der Seite von den Machern von Cam-Trax kann man sich als Developer oder Bester Tester anmelden. Mehr unter: www.cam-trax.com
Zum Thema Objekterkennung mit der Webcam empfehle ich auch noch mal den, erst vor ein paar Tagen geschriebenen Beitrag über die ViPR-Technologie.
Im Vergleich nur schon fast unspektakulär ist da eine Anwendung die Qi für Heineken realisiert haben. Bei der kann ich eine Heineken-Flasche in die Webcam halten und diese wird mir dann geklont.

Hier zur (leider nur niederländischen) Seite:
www.heineken.nl/main.html#view=…
Tags: , Assistenzsystem, augmented_reality, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, internet, jeff_han, MMI, software, UID, visualisierung, webapplikation
… möchte ich gerne den mehrfachen Wunsch nachkommen und meinen Vortrag noch online stellen:
(falls etwas komisch aussieht, leider sind bei der Slideshare-Konvertierung ein paar Transparenzen verloren gegangen)
Viele Themen konnte ich ja nur gaaanz kurz anreißen und wären es eigentlich Wert in einem Extravortrag noch mal ausführlich behandelt zu werden. So zum Beispiel “Wie gestalte ich eine optimale Suche”, “Einfaches Usability-Testing im Firmenalltag”, “Web Site Building – von der Konzeption, über die Gestaltung und Evaluation bis zur Veröffentlichung” etc. …
Also, wenn jemand dazu bzw. zum Vortrag Fragen/Kritik/Anregungen hat, dann können wir diese sehr gerne hier im Blog diskutieren oder einfach per eMail/Telefon.
Alle die den Vortrag auch noch gerne in “echt” sehen möchten, sind schon heute herzlich zum World Usability Day in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg eingeladen. Am 13. November werde ich davon noch mal einer aktualisierte und erweitere Version halten.
Mehr Infos dazu wird es ab Juli unter www.supernuetzlich.de geben.
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Im letzten Beitrag habe ich gerade noch davon geschrieben, dass das dort vorgestellte System erst richtig Sinn macht, wenn man dieses mit eine Augmented Reality System verbindet – dazu nun der heutige Nachtrag …
… genau an einer solchen Lösung forscht gerade der Absolvent der Tokioter Universität Hideki Nakayama.
Die an Laboratory of the Information Science and Technology entwickelte Software für die Kombination aus Head Mounted Camera and Display ist somit wieder mal ein Schritt näher zur omnipräsenten Informationsbereitstellung.
Nicht nur Lernsysteme und gehandicapte Personen werden davon profitieren, sondern (so hoffe ich) auch vielleicht ich selber eines Tage, wenn dann mein ganz furchtbar schlechtes Namens- und Personengedächtnis ausgeglichen wird, in dem mir einfach in meine Kontaktlinse der Name und alle weiteren Daten, der durch die Technik längst erkannten Person eingeblendet wird.
Danke!
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Jeder der schon einmal Semapedia genutzt hat, weiß wie toll das ist, wenn sich die Frage „Wat is‘ dat denn?“ mit einem Klick beantworten lässt. Die Firma Evolution Robotics geht mit der Verwendung der sogenannten ViPR (visual pattern recognition) Technologie noch einen Schritt weiter.
Diese ermöglicht es ein Bild innerhalb kürzester Zeit auf seinen Inhalte zu analysieren und zu den erkannten Gegenständen weitere Informationen anzubieten. Je nach verwendeten Datenquellen kann so zum Beispiel, wenn einem ein DVD-Cover vor die Linse kommt, die Inhalte des Films, Bestellmöglichkeiten, die Musik des Soundtracks oder gar Videoausschnitte präsentiert werden.
Leider ist diese Technologie bisher nur serverseitig verfügbar, so dass die Bilder zum Zentralrechner gesendet werden müssen und dieser dann eine eMail mit den „Analyseergebnissen“ zurücksendet.
Langfristig ist die ViPR-Technologie natürlich sehr interessant, wenn man sie mit Augmented Reality Systemen verbindet, wie zum Beispiele das hier oder dieses hier.
Mehr (leider nur englische) Infos dazu unter: www.evolution.com/core/ViPR/
PS. Auf der Seite kann man übrigen ganz unten auch noch ein sehr schönes Anwendungsbeispiel sehen, den LaneHawk. Dieser wir im Fussbereich von Kassen im Supermarkt installiert und erkennt, wenn dann doch noch „ganz zufällig“ auf der unteren Ablage des Einkaufswagens etwas „vergessen“ wurde. Das nenne ich mal ein schnelles Amortisierungsmodell.
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34 Jahre nach dem ersten gelben Post-it gibt es nun die „Version 2.0“ … also genau genommen „nur“ eine digitale Erweiterung für die altehrwürdigen Klebezettel.
Mit dem Projekt „Quickies“ hat die „Ambient Intelligence Group“ des MIT Media Laboratory dazu eine Möglichkeit geschaffen, das der handschriftlich geschrieben Text gleich automatisch digitalisiert und ausgewertet wird. Also Termine werden als Termin erkannt und in den Kalender eingefügt, Aufgaben in die Aufgabenliste und so weiter. Ebsenso an wenn sich das Post-it richtet … Mehr dazu im Video:
Besonders herausragend finde ich die Kombination mit RFID-Tags, so dass ich meine Post-its auch überall wiederfinde oder sie gar selber, z.B. beim Vorbeigehen mit einem entsprechenden Endgerät, nach Aufmerksamkeit schreien …
Mehr dazu auf der (leider nur englischen) Projektseite des MIT:
http://ambient.media.mit.edu/projects.php?action=details&id=16
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Anscheint rücken wir dem ersten Release vom BumpTop (wir berichteten hier und hier) immer näher …
… von der kürzlich zu Ende gegangen Stanford University’s Cool Product Expo (CPX) ist dieses Video mit dem Schöpfer, Anand Agarawala, aufgetaucht. Darin kann man schon sehr gut sehen, wir sich sein System in die Windows-Umgebung integrieren wird.
Aktuell kann man sich auf der Webseite zu einer „Private-Beta“ anmelden und wenn ich Agarawala im Video richtig verstanden habe, ist wohl eine Veröffentlichung noch gegen Ende des Jahres geplant.
Zur (leider nur englischen) Projektseite: www.bumptop.com
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Die guten Lösungen liegen mal wieder so nah und wenn man diese sieht, sagt man sich „… das ist ja einfach, da wäre ich auch drauf gekommen“ – seit Ihr aber nicht! Sondern das Georgia Institute of Technology!
Bisher war das Problem bei Robotern, die insbesondere körperlich beeinträchtigte Menschen unterstützen sollen, das richtige und vor allem schnelle Erkennen von Gegenständen. Während der Mensch einmal schnell das gesamte Zimmer visuell „scannt“ und dann das Telefon unter dem Sofakissen hervorblitzen sieht, suchen sich unsere mechanischen Freunde fast zu Tode.
Genau für dieses Probleme haben nun die Forscher vom Georgia Tech Healthcare Robotics Lab eine Lösung gefunden: einen Laserpointer!
Genauer gesagt, ein ganzes Robotorsystem, namens „El-E“
Das Erkennen des extrem hellen Laserlichtpunktes ist natürlich x-fach einfacher und schneller, als das graue Telefon auf dem grauen Sofa über die herkömmlichen Kamerasysteme zu finden.
Dieses System hat aber auch noch einen weiteren Vorteil, mussten die Gehandicapten bisher einen Roboter per Gesten oder Sprache steuern, so muss nun lediglich der Laserpointer auf den zu interagierenden Gegenstand gerichtet werden. Dies kann im minimalsten Fall mit einem einzigen Finger oder mit einem am Kopf befestigten Strahler geschehen kann.
Weitere Infos dazu unter:
www.heise.de/tr/Hilfreiche-Hand–/artikel/105853/0/100
Zur Seite des Health Systems Institute at Georgia Tech
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Und wieder mal ist es eine Zukunftsversion von Nokia, die neue Wege in der Handhabung mobiler Geräte zeigt. (Sie dazu auch vergangene Meldungen hier, hier und hier)
Das im Video vorgestellte Konzept „Morph“ ist eine Kooperationsentwicklung mit der Universität Cambridge und wurde zur Ausstellung “Design and the Elastic Mind” im Museum of Modern Art, New York, vorgestellt.
Mit dem Konzept sollen die Möglichkeiten, die in Zukunft durch die Nanotechnologie geschaffen werden demonstriert werden. So zeigt „Morph“ sehr schön eine neue Art von Gerät, das durch die Verwendung von flexiblen Materialen, transparenter Elektronik und selbstreinigenden Oberflächen auch eine neue Art in der Handhabung und im Umgang mit Daten aufzeigt.
Nokia selber gibt dazu bekannt, das die ersten Elemente aus diesem Konzept bereits in den nächsten sieben Jahren in „High-End Handhelds“ umgesetzt sein könnten.
Wie ich finde, ein guter weiterer Schritt in Richtung Ubiquitous Computing – die Rechner sind „einfach da“ und passen sich immer mehr an mein „Menschsein“ an.
Mehr (leider nur englische Infos) untern: www.nokia.com/A4852062
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Einer der großen Vorteile, die “richtiges” Fernsehen gegenüber Internetvideos (mal abgesehen von Joost & Co) bietet, ist das Zapping.
Denn obwohl ich jemand bin, der fast ausschließlich gezielt Sendungen schaut, möchte auch ich mal einfach nur “so vor die Glotze hängen”, um das Gehirn auf “Leerlauf” zu schalten. Bei dieser “visuelle Suche” findet man dann oft sehr interessante Sendungen, die man über den Titel/Beschreibung im EPG wahrscheinlich nicht ausgewählt hätte.
Wenn man im Internet recherchiert kennt man dieses Phänomen in ähnlicher Weise. Über Links und Hinweise kommt völlig man von seinem eigentlich Ziel ab und surft so wild durch die Webwelt (sog. “Wilfing“). Bei Webvideos war dies bisher kaum möglich. Einzig über Vorschläge “Thematisch ähnlicher Videos” auf der selben Seite konnte man das “Ungesuchte” finden. Es fehlte bisher ein “echtes” Zapping durch die Sparten.
Umso mehr war ich begeistert, als ich von “YouTube Warp – Im Vollbild-Player visuell durch YouTube-Videos zappen” lass. Endlich gibt es ein Lösung, die YouTube von einer Lean-Forward User Experience zu einer Lean-Back UX werden lässt (mehr dazu auch hier) – so dachte ich jedenfalls.
Tja, was soll ich sagen, was einem beim Aufrufen von YouTube Warp begrüßt ist das hier:

… eine für Videos ungeeignete Informationsaufbereitung, die dazu ein wenig an eine Lösung von digg erinnert, von der Bedienung miserabel ist und so gar nichts mit “visuell durch YouTube-Videos zappen” zu tun hat.
Schade. Chance völlig vertan.
Aber wie immer, am besten selber eine Meinung bilden unter: http://de.youtube.com/warp_speed
PS. Auf einem wesentlich besseren Weg ist da schon neave.tv.

Beim deren Technology-Kanal bin ich doch glatt gleich bei mehren Videos “hängengeblieben”. Wenn die Macher jetzt noch die Cursortasten mit einem Kanalwechsel belegen würden, dann könnte ich mich schon super Zurücklehnen und mit meiner Computer-Fernbedienung weiterzappen.
Mehr unter: www.neave.tv
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Sicherlich könnt ihr euch noch an den TED-Vortrag von Blaise Aguera y Arcas, einer der Schöpfer von Photosynth, erinnern? (Wenn nicht, einfach noch mal hier klicken)
Mittlerweile ist die Microsoft Projektseite um ein paar schöne Bildersammlungen gewachsen und es gibt neben dem obligatorischen San Marco Platz in Venedig nun auch noch Bilder von der NASA Startrampe oder welche aus einer Zusammenarbeit mit den Machern der BBC-Serie “How We Built Britain“.
Insofern kann man nur jedem empfehlen mal die “Tech Preview” auszuprobieren.
Einziger Hacken bei der Sache: die Grafikanforderungen. Zitat von der Webseite: “We have tested Photosynth on graphics cards that are “Vista Aero Ready”. This includes: support for DirectX 9 graphics with a WDDM driver, 128 MB of graphics memory (minimum), and 32 bits per pixel. … Photosynth may run on cards that do not meet this requirement, but performance may be poor and functionality may be impaired.”
Insofern sei allen, bei dem der Bildschirm schwarz bleibt, folgendes Video empfohlen:
Die “Tech Preview” kann man unter folgender Adresse runterladen: http://labs.live.com/photosynth/
PS. Wer übrigens mal sehen möchte, wie dieses Projekt vor über zwei Jahren an der Universität Washington begann, der sollte sich dieses Video …
… und diese Seite anschauen: http://phototour.cs.washington.edu/
Tags: 3D, forschung, fotos, GUI, interface, internet, Microsoft, software, suche, UID, virtuell, visualisierung
… im Mai hatten wir ja schon einmal über die Optimus Maximus Tastatur berichtet, deren Innovation ja auch frei definierbare, content sensitive Tasten sind. Im übrigen, soll diese nun nach mehrfachen Vertrösten auch wirklich bald erhältlich sein. Selbst bei ebay ist schon ein Einzelstück aufgetaucht.
Jedenfalls, hat das dahintersteckende Designstudio “Art. Lebedev” auch schon einen möglichen Nachfolger vorgestellt: das Optimus Tactus Keyboard.

Bei diesem Konzept kann nun völlig frei die gesamte Belegung bestimmt werden. Allerdings hätte man dabei wieder das Problem mit dem fehlendem haptisches Feedback. (An diese Stelle sei noch einmal auf Nokias Forschungen mit kleinen Piezoelementen unter der Oberfläche verwiesen. Siehe hier).
Mehr Infos zum Optimus Tactus unter:
www.artlebedev.com/everything/optimus-tactus/
Übrigens, im Blog der der Firma schreibt Artemy Lebedev gerade sehr schön über über die Geschichte der “Display-Tasten”. So zum Beispiel angefangen von IBM Forschungen aus den 70zigern, über Siemens Telefonanlagen, bis hin zu “Mitbewerbern”. Zum (glücklicherweise nicht in russischen, aber englischen) Beitrag: http://community.livejournal.com/optimus_project/52831.html
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Als wir im Jahr 2004 eine Studie zur Handynutzung bei 50+ Nutzer durchführten, gab es immer wieder ein Problem: Die bis zu vier Tasten unter dem Display (= Softkeys) wechselten ständig ihre Funktion, was mit steigenden Alter immer schwieriger nachvollziehbar ist. Siehe unsere Videoanalyse:
Nun hat man zur Lösung des Problems drei Möglichkeiten:
1. man baut für jede Funktion eine extra Taste
2. man verwendet einen Touchscreen
oder
3. man macht es so, wie beim neuen Motorola Rokr E8.
Das zur CES vorgestellte Handy besitzt nämlich ein (für Mobiltelefone) neues Interface. Hinter einer glasartigen Oberfläche verbergen sich zwei Displays. Eines ist davon der herkömmliche Bildschirm und das andere bildet die Tasten ab – und somit können die Tasten natürlich unterschiedliche Zustände/Funktionen abbilden. Hier gut im Video zu sehen:
Somit hat man je nach gerade laufender Anwendung eine context sensitive und somit intuitivere Bedienung. Zudem gibt es noch einen Vorteil gegenüber einem Touchscreen: die Tasten sind weiterhin Tasten und ich erhalte auch ein haptisches Feedback. (Obwohl daran schon bei mehreren Herstellern geforscht wird, dies auch bei normalen Touchscreen zu erreichen. Siehe hier).
Aber alles hat auch eine Kehrseite und so hier auch. Leider reicht nämlich bei dieser Umsetzung der Platz nicht mehr für eine Beschriftung der Tasten-Icons. Insofern müssten diese – für alle Altersgruppen – wirklich intuitiv sein. Eine schöne Aufgabe für einen Interface Designer …
PS. Mir ist natürlich klar, dass dieses Mobiltelefon für alles andere als für die Zielgruppe Senioren entworfen wurde. Es geht mir nur darum ästhetische und praktikable Bedienkonzepte zu finden, als kransteuerungsartige Gestaltungen wie sie derzeit auf dem Markt erhältlich sind:
Dazu aber noch eine Richtigstellung: Auch wenn ich nicht glaube, das ich meiner Oma mit so einem “Behindertenhandy” nach Hause kommen darf (den diese hat nicht mit 50 auf einmal ihr Gefühl für Ästhetik an der Garderobe abgelegt), auf jeden Fall habe ich größten Respekt und Hochachtung vor Dr. Khoschlessan, der es mit enormen Engagement tatsächlich geschafft hat, sein Mobiltelefon in Deutschland zu produzieren – und nun wohl auch der einzige Handyhersteller in Deutschland ist
Wir hatten uns da übrigens auch schon mal etwas überlegt …
Einfach nur telefonieren – Das Handykonzept Mono
… falls also jemand etwas Venture Capital gut anlegen möchte, bitte melden
Mehr (leider nur englische) Infos zum ROKR E8 unter direct.motorola.com/hellomoto/rokre8/
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Eine sehr schöne kommentierte Demonstration und Einschätzung des iPhone-Interfaces hat gerade Edward Tufte auf seiner Internetseite veröffentlicht. Darin beschreibt der Informationsdesigner, an welchen Stellen die besonders gut Daten abgebildet werden und an welchen Stellen noch optimiert werden könnte – natürlich mit den von ihm entworfenen Visualisierungsverfahren. (Zum Beispiel mit einer Sparkline für die Börsendaten).
Grundlegend ist seine Aussage, das man doch die hohe Displayauflösung für detaillierte Informationen (nicht mehr Informationen!) nutzen sollte. Aber dazu mehr im (leider nur englischen) Video:

Was Tufte allerdings meiner Meinung nach vergisst, ist die Lesbarkeit. Sicherlich lassen sich bei kleinerer Schriftgröße noch detailliertere Informationen abbilden, als Apple das bisher tut. Allerdings sollte man nicht das Nutzungsszenario vergessen. In den meisten Fällen hält man doch das iPhone doch etwa auf Bauch-Brust-Höhe vor seinem Körper, also durchschnittlich etwa 40 Zentimetern entfernt von den Augen – ob dort allerdings noch sein Schriftgrößenvorschlag einfach zu lesen ist, wage ich zu bezweifeln.
Edward Tufte’s (leider nur englischen) Textbeitrag dazu unter: www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=00036T&topic_id=1
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Sag ich unter Interfacelern das Wort “Minority Report”, kriege ich entweder als Reaktion verdrehte oder leuchtende Augen. Wer zur letzteren Fraktion gehört, den wird der heutige Eintrag freuen. Allen anderen, sei an dieser Stelle noch mal dieser Artikel empfohlen.
Ok, zurück zur selbstgebauten Gestensteuerung. Ihr alle kennt sicher noch die Szene mit dem gewölbten Screen und den Handschuhen? Wenn nicht, einfach noch mal hier ab Minute 4:30 schauen:
Ähnliche Systeme wurden ja nun mittlerweile mannigfaltig und sogar kommerziell gebaut. Siehe hier, hier, hier und hier. Insofern dachte ich auch schon, das Thema wäre endgültig ausgereizt. Nun aber doch noch mal eine Idee, die ich technologisch sehr spannend und vor allem einfach gelöst finde.
Sicherlich habt ihr von Johnny Chung Lee’s umgedrehter Wii-Idee gehört, um so einen 3D-Effekt zu erzeugen. Hier übrigens noch mal das Video:
Jedenfalls hat auf Basis dieser Idee Rick Barraza, von Cynergy Labs, einfach die Infrarotsender an Handschuhen befestigt und acht Tage in Microsoft WPF bzw. Silverlight programmiert und rausgekommen ist:
Genau, ein einfache Handgestensteuerung, die jeder Wii-Besitzer jetzt zu Hause nachbauen kann
Das es tatsächlich für den “Heimgebrauch” aber noch einfach geht und sogar mit 3D-Erkennung (jedoch mit nicht ganz so guter Genauigkeit), beweist Cem Keskin vom Computer Engineering Fachbereich der Bosaziçi Universität in Istanbul. Auf seiner Seite gibt es dazu auch ein Demovideo.
Im übrigen, bietet dieser seine Applikation sogar zum freien Download an.
Mehr dazu unter:
www.cmpe.boun.edu.tr/~keskinc/
Und mehr zu Cynergy Labs unter:
labs.cynergysystems.com
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Und schon wieder muss ich auf einen kurzen veröffentlichten Eintrag verweisen. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das 3D-Eingabesystem von 3dvsystems.com? (Wenn nicht, einfach noch mal hier klicken). Bei diesem System wurde ja über Infrarotimpulse der Raum aufgenommen, so das Bewegungen dreidimensional “getrackt” werden können.
Das es noch etwas einfacher geht, zeigt das Projekt “HIJT”. Das für “Haptic Interface And Joints Tracking” stehende System, basiert auf einer einfachen Webcam und einer Software die beliebige Objekte nachverfolgen kann. Somit kann auch deren Veränderung im Raum erkannt werden und das wiederum im Umkehrschluss für eine Navigation genutzt werden, wie im folgenden Video gut zu sehen ist:
Ursprünglich wurde das System zur Überwachung von Brücken entwickelt, welches Alarm schlägt, wenn die Bewegung der Brücke über einen bestimmten Parameter hinaus geht. Ein anderes Anwendungsfeld ist das Motion Capturing von Personen, um so Avatare in Videospielen oder anderen virtuellen Umgebungen zu steuern.
Der Link zu den Leuten hinter der Idee: www.thinkthing.net
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Könnt ihr euch noch an den Blogeintrag über die Konzepte von der Microsoft Research Abteilung erinnern – wenn nicht, einfach noch mal hier klicken und das Video ab der zweiten Minute genau anschauen …
Dort wird ja dieser “intelligente Tisch” gezeigt, der reale Objekte auf den Tisch übernimmt/scant und die man dann manipulieren kann. Genau sowas haben sich auch Studenten des Industrial Design Fachbereiches der Universität Eindhoven gedacht und haben einen derartigen Prototyp entwickelt:
Das Projekt mit dem Namen “Blue Eye – Making Mood Boards in Augmented Reality” nutzt dafür eine Glasoberfläche, mit einer darüber angebrachten Kamera und einen Projektor mit Spiegel darunter.
Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter: www.vip.id.tue.nl/papers/blueeye.pdf
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Ich weiß noch genau, wie ich einmal den Kontrollraum einer DDR-Erdgasförderanlage besichtigen durfte – ein kleiner Saal mit einer etwa 20 Meter langen Wand voll mit Schaltern, Reglern und Anzeigeinstrumenten. Ein wenig vergleichbar mit dem Bild, das ich bei rausfahrer.de gefunden habe:

Wie ihr seht, ein Fest für einen Interface Designer
… Heute wird die selbige Anlage über eine handvoll Monitore gesteuert. Was aber immer noch eine genauso anspruchsvolle Gestaltungsaufgabe ist – man denke nur an das Thema Sicherheit.
Was es dann wohl erst für ein Gestaltungsanspruch ist, wenn allein “DER Monitor” des Kontrollzentrums schon etwa 20 Meter groß ist? Wie zu Beispiel hier:

So sieht es nämlich im Traffic Control Center Tokyo aus. Der Blog “Trends in Japan” berichtet nämlich gerade über einen Besuch in dem selbigen und zeigt anhand einiger schöner Fotos sehr gut, wie die 15.154 Verkehrssignale und davon etwa 7.000 Ampeln gesteuert werden. Also reinklicken lohnt sich:

www.kilian-nakamura.com/blog-english/index.php/inside-the-tokyo-traffic-control-center/
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Anfang des letzten Jahres hatte ich ja schon einmal für ergonomischere Küchen plädiert. Wenn man sich noch mal das Bild von dem damaligen Eintrag anschaut, weiß man auch gleich wieder warum.
Das es “mit Hilfe der modernen Technik” auch völlig anders und vor allem automatisch an den Nutzer anpassend geht, zeigt die Studie “SmartSink”. Also die richtig “pfiffige Spüle” ![]()
Das von den MIT-Studenten Leonardo Bonanni, Chia-Hsun Lee, Sam Sarcia und Jon Wetzel entwickelte Spülbecken verwendet dafür eine ganz normale Webcam, die über eine grobe Gesichtserkennung die Augenhöhe und somit Körpergröße ermitteln kann. Aus diesem Wert wird dann die optimale Arbeitshöhe berechnet und das Spülbecken justiert sich dann genau auf diese. (siehe Video) An dieser Stelle verweise ich auch gerne mal wieder auf einen “literarischen Klassiker”, der mir schon oft treue Dienste erwiesen hat: die “Kleine Ergonomische Datensammlung” – sollte in keinem Regal eines Gestalters fehlen.
Zurück zur Spüle: Diese besitzt nämlich neben der automatischen Körpergrößenanpassung noch weitere “Schmankeln”. So wird beispielsweise über eine weitere Kamera erkannt, ob es sich um Gemüse oder einen Topf in der Spüle handelt und somit auch automatisch gleich die richtige Wassertemperatur gewählt. Alles weitere dazu im Video …
Mehr Infos im (leider nur englischen) Abstract unter:
web.media.mit.edu/~jackylee/publication/lbr-477-bonanni.pdf
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Es sieht ja noch sehr klobig aus, aber aller Anfang ist ja bekanntlich “schwer”. Auf jeden Fall ein interessantes Konzept, das Peter Semmelhack (der CEO von Bug Labs) letzte Woche vorstellte:

Bei der nicht ganz neuen Produktidee handelt es sich um ein Mobiltelefon, das man sich selber zusammenstellen kann. Ausgangsbasis ist die so genannte “BUGbase”, die im Grunde nichts anderes als ein kleiner Computer ist. Auf diese kann man dann verschiedene Module, wie zum Beispiel eine Kamera, ein GPS-Modul, einen Bewegungssensor oder (vielleicht ja mal gar nicht so unwichtig) einen LCD-Bildschirm bzw. Touchscreen stecken.
Die Vorteile für den Nutzer “liegen dabei natürlich auf der Hand”. Man zahlt nur für die Sachen die man braucht, kann jederzeit “aufrüsten” und jedes Teil sukzessive auf den aktuellen Stand der Technik bringen und wohl das Wichtigste: jeder hat genau das Telefon mit den Funktionen, die er auch wirklich nur benötigt.
Weiterhin gibt es auch noch einen schönen “Usability-Effekt”, den nicht nur ich schon seit Jahr und Tag predige: das Produkt kann sich mit dem Nutzer mitentwickeln! Denn auch wenn ich jetzt denke, das mir eine Kamera am Handy viel zu kompliziert ist – in zwei Jahren sehe ich die Sache vielleicht ganz anders, weil dann mein Vorwissen entsprechen gewachsen ist.
Man kann also gespannt bleiben, wann denn das Produkt im nächsten Jahr erhältlich ist, ob es noch eine kleinere Basis geben wird und wie das GUI und die Interaktion mit der Software aussehen wird.
Mehr (leider nur englische) Infos auf der Firmenseite:
www.buglabs.net/products
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Hatten wir vor kurzem erst über die neue EyeToy-Version berichtet, die es ermöglicht reale Objekte in Spiele von integrieren, so können wir heute über ein Kamerasystem berichten, das ebenfalls reale “Dinge” in Spiele überträgt, nämlich: Bewegungen.
“Moment”, werden jetzt sicher einige schreien, “das ist doch nichts Neues” – und das stimmt natürlich. Beispielsweise auch bei Sonys EyeToys werden natürlich Bewegungen erkannt – allerdings nur zweidimensional. Als kommerzielles Produkt, das 3D-Spielsteuerungen erlaubt, ist mir bisher nur die Wii bekannt.
Im Gegensatz zu dieser braucht man bei der sogennanten “ZCam” allerdings keine Controller mehr in die Hand nehmen. Das Besondere ist, das Bewegungen dreidimmensonal im Raum erkannt werden können. Das folgende Video zeigt dazu sehr gut die Anwendungsmöglichkeit für Spiele, verschiedene Applikationen und auch ein wenig die Funktionsweise:
(BITTE VORHER DEN TON AUSSCHALTEN … wenn ihr es nicht tut, wisst ihr ja dann, warum ich diese Empfehlung gebe
)
Entwickelt wurde die Technik von der israelischen Firma 3DV Systems. Das Prinzip beruht auf kurze Infrarotimpulse, die 60 mal pro Sekunde von der Kamera ausgesandt werden. Die Reflexionen durch die Objekte im Raum und deren Ortsveränderung werden dann gemessen und ausgewertet.
Mehr (leider nur englische) Infos und weitere Videos unter:
www.3dvsystems.com
Und weil’s so schön ist, hier auch noch ein weiteres Anwendungsbeispiel aus dem Spielebereich:
Tags: 3D, augmented_reality, bluebox, echtzeit, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, Nintendo, playstation, software, sony, UID, wii, windows
Das Nintendo mit ihrer Konsole einen einschlagenden Erfolg hatte, durfte ich nicht nur am eigenen Leib testen sondern erkennt man auch an überwältigenden Nachfrage zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft.
Ein findiger amerikanischer Student hat die Steuerung der Wii für die Verwendung auf Whiteboards arrangiert. Damit ist es möglich, sehr preiswert Multitouchanwendungen zu realisieren und steuern. In einem Video zeigt er die volle Möglichkeit seiner Idee, auf seiner Seite findet man ein Anleitung, wie man das Ganze selbst benutzen kann.
Quelle:
http://www.cs.cmu.edu/~johnny/projects/wii/
Tags: , eingabesystem, interface, Nintendo, UID, wii
Tja, als ich da so letzte Woche von dem britischem Produkt Zigview S2 lass, kamen doch gleich wieder alter Erinnerungen auf `… das Prinzip hab’ ich doch so ähnlich schon irgendwo gesehen … Stimmt! Bei uns!`
Aber worum gehst es überhaupt. Zigview ist ein externer Sucher für Kameras. Eine genaue Demonstration kann man sehr gut hier sehen:
Im Gegensatz zu Kameras die bereits einen verstelltbaren/schwenkbaren Sucher bzw. Objektiv haben, sieht man hier sehr schön die Vorteile einer völlig getrennten Lösung: Fotografieren aus den schwierigsten Positionen (z.B. Froschperspektive oder Vogelperspektive) und trotzdem einen optimalen Bildausschnitt wählen können.
Nicht wie hier als Nachrüstset, sondern als völlig eigenständiges Kamerasystem haben wir ein ähnliches Prinzip schon fast vor 6 Jahren konzipiert.

Bei dieser Lösung sind wir von einem System ausgegangen, bei dem Sucher und Objektiv völlig voneinander getrennt sind, aber auch zusammengesteckt werden können. Genau genommen zwei kugelartige Körper, die somit gut in der Hand liegen und durch Abflachungen am Fuss trotzdem einen festen Stand haben. Das Objektivbild wird per Videosignal in Echtzeit auf die Suchereinheit übertragen.
Ein System das wirklich (fast) nur Vorteile bietet: Wie auch schon im Video angerissen, hat man (neben dem Fotografieren aus fast jeder Perspektive) damit weniger Verwackler, da Auslöser und Objektiv von einander getrennt sind, bei Gedränge/Menschenansammlungen kann mit ausgestrecktem Arm nun “ganz in Ruhe von unten” das Motiv ausgewählt werden oder bei gefährlichen Situationen kann man zumindest noch eine Armlänge Abstand halten oder bei Menschenfotografie ist nicht mehr die Kamera zwischen Fotograf und Model oder …
Ganz kurz auch etwas zu den Nachteilen. “Schwach auf der Brust” wird das System dann, wenn es darum geht etwas manuell einstellen zu wollen. Zoom und Schärfe muss digital über die Suchereinheit geregelt werden. Weiteres Manko: Die Objektive. Je größer und schwerer, desto schwieriger ist es natürlich diese mit nur einer Hand und im nicht zusammgesteckten Zustand ruhig halten zu können. Insofern würde man schon eine ganz spezielle Zielgruppe damit ansprechen.
Der Grund warum wir das Konzept aber zum damaligen Zeitpunkt nicht weiterverfolgt haben, war die Funkvideoübertragung. Diese Stand (rein rechnerisch) in keinem Verhältnis zur Akkulaufzeit. Aber vielleicht sollte man mal über eine Wiederbelebung nachdenken … Wir freuen uns auf Eure Kommentare.
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So heute nun das versprochene Demonstations-Video zur Red Dot prämierten DVD für Analphabeten (wir berichteten ja am Dienstag).
Wie man sieht, können die Analphabeten mit dieser völlig selbständig die Barriere durchbrechen. Es ist kein “Outing” mehr nötig – Einfach DVD einlegen und zu Hause anfangen zu üben. Die ganze Bedienung und Menüführung völlig “buchstaben- und wortfrei”. Auch schön zu sehen, die verschiedenen Interaktionsformen mit dem, sonst eigentlich feedbacklosen Medium Video-DVD, über zum Beispiel Karten oder direkt auf dem Bildschirm schreiben.
Da die DVD noch keinen Verlag gefunden hat, bleiben wir gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickeln wird …
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Gestern hatte ich ja schon vom Hauptgrund meiner Singapur-Reise berichtet, heute nun der Hinweis auf zwei Ausstellungen, die man sich als Interaction Designer nicht entgehen lassen sollte – einziger Harken: beide in Singapur. Aber zumindest bezüglich der “DAT – Digital Art & Technology” gibt es noch eine Alternative, aber dazu gleich mehr.
Beginnen wir zunächst mit dem Tipp Nr. 1 – Das Singapore Science Centre
Wer in Deutschland das SPECTRUM – also, das Science Center im Deutschen Technikmuseum Berlin oder das Universum Science Center in Bremen oder phaeno, das Science Center in Wolfsburg kennt, der wird vieles altbekanntes wieder entdecken, aber auch einiges neues. Abgesehen von der bunteren Aufmachung …

… sind hier insbesondere die digitalen Arbeiten hervorzuheben. Bei denen merkt man sehr deutlich den Einfluss vom Mixed Reality Lab Singapur (siehe dazu auch hier), die dort regelmäßig mit Ausstellungen vertreten sind. Womit wir auch schon beim Thema sind.

Ein schönes “Mixed Reality”-Exponat ist dort ein Lernsystem für chinesische Wörter. Diese hält man einfach vor den Monitor und schon wird einem das entsprechende Schriftzeichen in 3D auf der Karte angezeigt und vorgelesen.
Derartige Sachen gibt es noch unzählige mehr. Unter anderem kann man auch einen eigenes personalisierten RFID-Chip erstellen und dann mit den Exponaten interagieren.

Ganz auf Spaßfaktor war dafür diese Wand ausgelegt, die die eigenen Bewegung erkannt hat und dann mit unterschiedlichen Effekten in Lebensgröße und Echtzeit wiedergegeben hat.

Auch ein großer Spaß, insbesondere für die “Kiddis”, digitale Klötze “wegkicken” …

… oder (mit typisch asiatisch verspielten Grafiken) á la EyeToys digitalen Kopfball spielen.

Eine sehr effektive Art, um durch GoogeEarth/Maps zu navigieren war noch dieser Tisch, der mich etwas an den Globe 4D erinnert hat. Durch kippen des Tisches konnte man die Karte bewegen und wenn man den ganzen Tisch drehte: rein- und rauszoomen.
So, kommen wir aber nun zum Highlight:
die DAT – Digital Art & Technology Ausstellung
Womit ich auch schon bei der versprochenen Alternative bin. Denn man muss nicht unbedingt den weiten Weg nach Singapur antreten, um zwar nicht die selben, aber zumindest genau so spannende Exponate mit allen Sinnen zu erfahren. Denn die DAT ist genau genommen eine bunt zusammengestellte Ausstellung von Installationen der Ars Eletronica. Insofern kann man auch in das “Museum der Zukunft” nach Linz reisen und wird dort eine bestimmt ähnlich tolle “Erfahrung” machen.
Trotzdem kurz drei exemplarische Höhepunkte aus den etwa dreißig Ausstellungsstücken.

So zum Beispiel diese Uhr. Im Außenring die Sekunden, dann Minuten und Stunden. In der Mitte ist eine kleine Kamera, die alles aufzeichnet was sich vor Ihrer Linse bewegt. Wenn man genau hinschaut, sieht man mich auch noch dort im äußeren Ring stehen und bei den Minuten -gerade schon so- als schwarzen Balken.

Für jeden der schon einmal seine Identität ändern wollte, gab es dieses Projekt. Wie man im Vordergrund sieht, braucht man sich nur einen Marker auf den Kopf setzen und schon wurden die Kopfbewegungen erkannt. Verbunden mit einem Videosignal wurde dann einfach der eigene Kopf gegen einen fremden Kopf ausgetauscht. Also, für alle die das Gefühl nicht kennen, nach einer durchzechten Nacht in ein völlig fremdes Spiegelbild zu schauen, ist das ein wirklich Alternative

Abschließend noch eine einfache, aber ebenso geniale Idee. Da ich als Strohwitwer praktisch immer allein schlafe, würde ich mir gerne “Telematic Dreaming” für zu Hause wünschen. Bei diesem sind zwei Doppelbetten per Videoübertragung verbunden und der jeweils auf der anderen Seite liegende wird entsprechenden projiziert. Das schaft eine spannende Nähe und ein komisches Gefühl. Denn man kann direkt miteinander interagieren, aber das haptische Gefühl ist völlig widersprüchlich zum Gesehenen.
Die gesamte (leider nur englische) Übersicht aller Exponate und Infos zu Ausstellung findet man hier:
www.aec.at/singapore_dat07/en/projects01.asp
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Mit noch einem ganz schönen Schlafdefizit bin ich nun heute wieder zurück aus Singapur. Der Anlass: Unsere bis vor kurzem freie Mitarbeiterin, Jana Hesselbarth, hat einen der bedeutendsten Designpreise verliehen bekommen. Nämlich den Red Dot Award: design concept – “Best of the best”.

Red Dot Award Preisverleihung am Freitag in Singapur: v.l.n.r. Song Kee Hong (Design Director von Design Exchange, Singapore), Preisträgerin Jana Hesselbarth, Prof. Dr. Peter Zec (Geschäftsführer und Initiator des red dot design award), Ken Koo (Präsident des red dot design awards in Asien)
Unter den insgesamt 879 Einsendungen aus 47 Nationen, wurde 106-mal der Red Dot Award vergeben. Die Auszeichnung “Best of the Best” ging zudem an 18 besonders herausragende Konzepte. Darunter einmal an Janas “Lern DVD für Analphabeten!.

Die DVDs, die sie im Rahmen Ihrer Diplomarbeit in unserer Agentur erstellte, wurden zudem in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Analphabeten der Volkshochschule in Magdeburg entwickelt und schon evaluiert. Es ist also weit mehr als “nur ein Konzept”.
Warum aber überhaupt noch eine Lernmedium für Analphabeten? Man mag es kaum glauben, aber weltweit können 900 Millionen Menschen immer noch nicht richtig lesen und schreiben! In Deutschland sind es auch noch rund vier Millionen!
Leider ist derzeit auch kein einziges Medium erhältlich, welches es den Analphabeten ermöglicht, sich völlig selbständig ihrem Problem zu stellen. Die Hilfe Dritter ist stets notwendig. Damit einher geht die Scham für diese Schwäche öffentlich denunziert zu werden, so dass nur sehr wenige ein ?Outing? vollziehen und einen ersten Schritt um Hilfe zu bekommen wagen.
Genau an diesem Punkt setzt Janas entwickeltes Konzept an. Mittels mehrerer interaktiver Video-DVDs haben die Analphabeten nun die Möglichkeit, zunächst anonym, in der ihnen vertrauten Umgebung, völlig autodidaktisch den eigenen Schriftspracherwerb zu fördern. Damit wird der erste Grundstein für den Ausbruch aus der gesellschaftlichen Isolation gelegt.
Eine eigens für dieses Konzept initiierte deutschlandweite empirische Untersuchung, mit über 500 Teilnehmern, belegte zudem die Befürwortung dieses Lernmediums. Etwa 55% der befragten Analphabeten besitzen bereits einen DVD Player und würden diesen auch zum Lernen nutzen. Im Gegensatz zum PC und Internet, welches nur von etwa 20% der Befragten genutzt wird – dafür ist ja auch eine gewisse Literalität Vorbedingung. Eine Video-DVD ist somit das beste Medium vor Computer und Internet.

Drei konzipierten DVD-Sets, für jeweils unterschiedliche Lernstufen, mit je 2 interaktiven DVDs bieten eine völlig neue Lernsituation. Da die DVDs keinen PC benötigen, der in kaum einem Analphabeten-Haushalt zu finden ist, sondern lediglich einen einfachen DVD-Player voraussetzt, können die Betroffenen einfach durch Bedienen der DVD Fernbedienung und ohne erforderliche literale Vorkenntnisse ihren Schriftspracherwerb fördern.

Die interaktiven DVDs starten mit einem Einführungsfilm. Hier wird der Nutzer bereits in die Navigation involviert und lernt so spielerisch die Menüstruktur.
Über dieses Intro gelangt der Nutzer direkt zum animierten Hauptmenü. Anders als bei den meisten DVDs ist es hier möglich, in jeden anderen Bereich der interaktiven DVD zu wechseln oder durch Bestätigen der unteren Pfeiltaste jederzeit zum Hauptmenü zurückzukehren. Der Nutzer behält somit stets den Überblick über die Position auf der interaktiven DVD.

Die erste DVD des Sets gliedert sich inhaltlich in einen Lernbereich (Grundlagen), einen Informationsbereich (mit speziell aufbereiteten Daten von Hilfsorganisationen, Hotline-Nummern, etc.) und einem Anwendungsbereich. In diesem werden spielerisch Buchstaben, Laute, Silben und einfache Wörter erlernt. Im Gegensatz zu klassischen DVDs kann der Nutzer hier direkt mit den Inhalten interagieren. So gibt es beispielsweise Aufgaben, die Interaktionen zwischen Videoaufgaben und gedruckten Karten bieten oder den Nutzer gar zum Nachschreiben auf dem Bildschirm (mittels Spezialstift) auffordern.


Bereits während der Entwicklung fand eine formative Evaluation mit einer Gruppe von Analphabeten statt, die konstruktiv in den Gestaltungsprozess mit einbezogen wurde. Weiterhin konnten durch eine Kooperation mit Bildungsträgern die Erfahrungen aus den Kursen direkt in die Konzeptentwicklung mit einfließen. Alle Aufgaben, die für die interaktive DVD entwickelt wurden, können somit auch im Unterricht angewendet werden.
Also, wie ihr seht, ein Konzept das wirklich eine Auszeichnung verdient
Ich hoffe, ich kann in den nächsten Tagen noch einen Demofilm von Jana bekommen und hier online stellen.
Ein weiteres Highlight in Singapur war die DAT, aber dazu morgen mehr …
Mehr Infos zu Jana und deren Konzepte unter:
www.jana-hesselbarth.de
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Vor kurzem hatten wir ja schon über die neue S60 Plattform berichtet, mit der Nokia zum iPhone aufschliessen will. Nun hat cnet auf seiner Seite noch eine sehr interessante Präsentation veröffentlicht, in der Nokia seine Zukunftsvisionen genauer beschreibt:

Womit die Finnen besonders weit vorpreschen ist das ?Taktile Feedback? für deren neue Touchscreens. Mit diesen wollen Sie eine haptische Rückkopplung erreichen, wie man es von einer Tastatur gewohnt ist.
Das Geheimnis der Technologie: Kleine Piezosensoren unter dem Display erzeugen eine 0,1 mm starke Bewegung des Oberfläche.
Neben den allgemeinen Vorteilen der neuen Touchscreens und Sensoren wurde auch das neue Nokia Internet Tablet N800 angepriesen, das in Kürze erscheint. Einen kleinen spielerischen Vorgeschmack dazu bietet folgendes Video:
Wer noch mehr Details über Nokias Zukunftspläne wissen möchte, dem sei die Seite zur Veranstaltung ?The Way We Live Next? empfohlen. Dort können alle Vorträge als PDF heruntergeladen werden:
www.nokia.com/A4632105
Tags: eingabesystem, forschung, GUI, Handy, interface, mobiltelefon, nokia, touchscreen, UID
Ein wenig neidisch bin ich ja schon auf die heutigen ?Kiddies? die so wunderbar interaktiv mit physikalischen Prozessen umher experimentieren können, wie im obigen Video. Wenn ich da im Vergleich so an mein Tafelwerk denke …
Aber zurück zu Thema. Das Spiel im Video nennt sich Crayon Physics Deluxe und wurde für Tablet PCs bzw. auf jeden Fall für Stift-Bedienung konzipiert. Ziel ist es, mit einen Ball einen Stern zu berühren. Um dieses Ziel zu erreichen kann man wirklich ALLES an Formen zeichnen, was einem in den Sinn kommt. Man kann die Formen wiederum kombinieren und so weiter … alles aber nach den Gesetzen der Schwerkraft, Rotation, Kinetik etc.
Bisher handelt sich leider nur um einen Software-Prototypen, aber auf der Webseite zum Projekt kann man sich registrieren lassen und erhält eine eMail sobald das Spiel verfügbar ist.
Zur Projektseite: www.kloonigames.com/crayon/
Im übrigen ist das wiedermal ein sehr schönes Beispiel, wie Systeme aus der Forschung (siehe unseren Beitrag über ein MIT-Projekt) in den Massenmarkt überführt werden können.
Tags: forschung, GUI, interface, mit, software, UID, visualisierung
Nein, es gibt noch immer kein Google-Handy. Aber es gibt schon mal eine Entwicklungsumgebung: Die so genannte ?Android Plattform?. Auf Basis dieses Open Source Systems wird es in Zukunft für alle möglich sein, eigene Applikationen dafür zu entwickeln. Also, praktisch das Gegenteil vom iPhone.
Apropos iPhone. Wenn man sich so das obige Video anschaut fällt mal wieder auf, wie stark dieses auch die Oberfläche von Android beeinflusst hat. Man vergleiche mal nur die Icons … oder das Farbschema … oder das ?Dock-Prinzip? (das jedoch vom Mac OS)
Tags: apple, google, GUI, interface, mobiltelefon, software, UID, visualisierung
Viele werden es bestimmt schon gelesen haben, aber in unserem kleinen Blog würde doch einfach etwas fehlen, wenn wir nicht noch dieses Interface – der Vollständigkeit halber – kurz vorstellen.
Wie man im obigen Video schon sieht, haben Shwetak Patel und Gregory Abowd von der amerikanischen Georgia Tech Universität eine ?Eingabemöglichkeit? über das Pusten auf das Display geschaffen.
Der Trick dahinter: Über die im Rechner eingebauten Mikrofone konnte über ein Frequenzmuster errechnet werden, welche Stelle auf dem Monitor angepustet wurde und wie stark. Dafür gibt es dank den beiden Forschern jetzt sogar einen Namen: “BLUI” = “Blowable and Localized User Interaction”. <-- kein Spaß!
Einziges Problem der Technik: die Ungenauigkeit. Teilt man das das Display in 9 Felder auf hat man noch eine 100 Prozent ?Trefferquote?. Bei 16 Feldern noch etwa 96 Prozent, bei 25 noch 80 und bei 36 Feldern sind es dann nur noch schlappe 62 Prozent. Also, praktisch ?Vom Winde verweht …?
Bereits der gerade vorgestellte Tiguan verfügt über ein Touchscreen-Interface. Laut verschiedener Quellen sollen bis 2009 sogar alle Volkswagen (zumindest optional) über Touchscreens verfügen. Jetzt setzt VW allerdings noch eins drauf und präsentierte auf der LA Auto Show eine neue Version des Konzeptautos ?Space Up!?
Insgesamt gibt es in diesem zwei Displays. Ein 8? Display für den Fahrer, auf dem die ganz klassischen Daten, wie Geschwindigkeit, Reichweite etc. dargestellt werden und ein 7? Touchscreen in der Mittelkonsole.
Laut den Angaben von autoblog.com, soll die Oberfläche über Gestensteuerung und weitere Sensoren kontrolliert werden können.
Sehr löblich: Immer sichtbar sollen die Standardfunktion (Radiolautstärke, Klima etc.) in einer eigenen Menübar sein.
Im allgemeinen soll das Navigationskonzept auf einem rotierenden ?Hauptmenü-Karussell? beruhen. So bald man dort die gewünschte Funktion sieht, braucht man nur seine Hand in Richtung Display bewegen und durch die Erkennung des Annäherungssensors wird der Punkt ausgewählt.
Klingt spannend, wenn gleich ich auch beim dem Prinzip etwas skeptisch bin. Aber sobald ich einen Selbsttest gemacht habe, gibt es dann hier den Erfahrungsbericht
Update:
Dazu noch passend ein herrlicher Blogeintrag von Roland Hartwig über seine Erfahrungen, die er letzte Woche mit dem aktuellen Navi des Lexus GS 300 gemacht hat. Sehr lesenswert …
Tags: auto, display, GUI, HCI, interface, MMI, touchscreen, UID, usabiliy, visualisierung, VW
Erst HTC (wir berichteten) und jetzt nimmt plötzlich auch Nokia ein “Touch-Interface” mit haptischen Feedback und Zweifinger-Bedienung in sein Portfolio auf, wie eine aktuelle Nokia-Präsentation zeigt:
Die für “irgendwann” 2008 angekündigte neue S60 Plattform soll weiterhin auch standardmäßig Sensoren (Licht, Neigung etc.) unterstützen und die Oberfläche kann durch neue grafische Effekte “aufgepimpt” werden. Es lebe die Effekthascherei.
Mehr (leider nur englische) Infos unter: www.nokia.com/A4136001?newsid=1160272
Tags: , apple, display, forschung, GUI, Handy, interface, MMI, mobiltelefon, nokia, touchscreen, UID
Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten wir über ein Projekt von NTT DoCoMo berichtet, das einen “virtuelles Händeschütteln” mit einem entfernten Gesprächspartner erlaubt. Nun setzten unsere japanischen Forscher noch eins drauf und präsentieren einen ganzen Roboter mit dem interagieren kann.
Den auf U-Tsu-Shi-O-Mi getauften ?interaktiven ?Mixed Reality? humanoiden Roboter?, wird dazu mittels eines Head-Mounted-Display, ein dreidimensionaler Avatar ?draufgemapt?. Die virtuelle Figur bewegt sich dabei natürlich synchron mit dem physischen Roboter, so dass tatsächlich ein Händeschütteln möglich ist.
Wenn die Forscher dieses Entwicklungstempo beibehalten, freue ich mich schon auf die nächste Meldung von NTT in ein paar Monaten. Wahrscheinlich besteht dann die grüne “Froschhaut? des Roboters aus einem flexiblen OLED-Display, so das die Textur direkt ?draufgemapt? werden kann.
Mehr (leider nur englisch/japanische) Infos unter: http://wingover.jp/
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Echt toll, was da Stephen Spencer, Simon Oliver und Daniele Urania geschaffen haben. Diese haben nämlich den wunderbaren britischen Audi A5 TV-Spot …
… konsequent in eine ebenso wunderbare interaktive Seite umgesetzt:
Auf diese kann man mittels Tastatur und Maus selber zum Komponisten seines eigenen Spots werden und sich mit seinem virtuellen Pinsel auf eine beflügelnde Reise durch den dreidimensionalen Raum machen. Das am Ende kreierte ?3D-Kunstwerk? kann man dann als Bild abspeichern.
Wen der technische Hintergrund interessiert: Das ganze wurde natürlich (ihr ahnt es schon) wieder mit Papervision3D umgesetzt. Die Formen wurden in Maya modelliert. Mittels eines Phyton-Scripts wurden diese dann in eine XML-Datei exportiert. Das Echtzeit-Rendering der Zeichensteuerung ist ?handprogrammiert?.
Beim ?Bild speichern? werden übrigens alle 3D-Informationen in eine SVG-Datei konvertiert, die dann wiederum in PDF konvertiert werden kann.
Ich bin (sehr) beeindruckt …
Tags: 3D, adobe, animation, design, echtzeit, GUI, interface, internet, svg, UID, virtuell, visualisierung, webapplikation
Wir hatten ja nun schon öfters das Thema automatische Sensorsteuerung in mobilen Geräten, nun schlägt jedoch genau in diese Kerbe ein Artikel des MIT Journals Technology Review (TR).
In diesem wird der Hype um das iPhone (mit seinem diversen Sensoren) als Aufhänger genutzt, um ein Konzept des MIT Media Labs vorzustellen: ?Reality Mining?.
Schade, das dieses eigentlich rein wissenschaftliche Magazin so eine Hülle braucht, um ihre Ideen zu kommunizieren … Ok, kommen wir mal zur Kern der Sache:
?Reality Mining? ist im Grund nichts anderes, als das Sammeln von persönlichen Daten über diverse Sensoren und deren Analyse und Darstellung.
Mittelpunkt der Systeme ist neben der Positionsbestimmung durch GPS (oder notfalls Mobilfunk-Zelle) die Auswertung des Bewegungssensors. MIT-Wissenschaftler Nathan Eagle sieht das Potential insbesondere in Verbindung mit sozialen Netzen.
Anhand der Daten des Bewegungssensors kann relativ einfach erkannt werden, ob der Besitzer gerade Fahrrad fährt, sitz oder eine Treppe rauf geht usw. In Verbindung mit weiteren Sensoren (Barometer, Thermometer, Licht, Mikrofon etc.) könnte so ein genaues Tätigkeitsprofil erstellt werden. (Im übrigen ist das System so konzipiert, das über das Mikrofon nicht die Wörter gespeichert werden, sondern nur die Art des Gesprochenen. Also, Taktabstand, Lautstärke, Stimmung, …).
Laut TR, haben Intel-Forscher mit einem solchen System Erstsemestler an der University of Washington ausgestattet und konnten so die Entwicklung der sozialen Netzwerke innerhalb des Semesters ?beobachten?. Am MIT wurden dazu auch diverse Anwendungen entwickelt (die man im Web testen kann), mit der solche gesammelten Daten visualisieren werden können (die Projektseite dazu hier). Ein Beispiel davon ist zum Beispiel die Darstellung, wer wann mit wem in verkehrt hat:
Anhand der Art der Bewegungsdaten kann im übrigen auch immer ein individuelles Tätigkeitsprofil für jeden Nutzer erstellt werden, so das System automatisch mit der Zeit lernt, welche Bewegung z.B. ?essen? bedeuten . So lässt sich dann, beispielsweise ein automatisches Tagebuch generieren:
Kling alles ein wenig beängstigend, nicht wahr? Ich seh? doch schon die Datenschützer die Klagen gegen solche Systeme tippen …
Aber es gibt auch überaus positiv Anwendungen. So könnte in der Altenpflege festgestellt werden ob der Patient regelmäßig ist oder ob dessen Status noch ?Ok? ist, was andernfalls eine Alarmierung auslösen würde.
Bleibt abzuwarten, was sich davon letztendlich durchsetzen wird und für was die iPhone-Sensoren wirklich eines Tages genutzt werden …
Im übrigen hatten wir im Dezember schon mal über ein ähnliches System vom MIT bereichtet, auf das ich gerne noch einmal hinweisen möchte: Real Time Rome
Der ganze (leider nur englische) Technology Review Artikel zum diesem Sensorik-Thema unter:
www.technologyreview.com/Infotech/18990/page1/
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Gestern habe ich mich mit unserer Mitarbeiterin Kristin (die übrigens nächste Woche ihren Master zu einem sehr spannenden Thema macht) über eine Adobe-Entwicklung unterhalten, die vielleicht für euch da draussen auch interessant sein könnte, insbesondere wenn man Software-Prototypen entwickelt …
Über Adobe AIR (vormals Apollo) hatten wir ja schon mehrfach berichtet (siehe hier). Nun berichtet Adobes Flash Technical Product Manager, Richard Galvan, das es in Kürze eine Extension für Flash CS3 geben wird, mit der man sein Projekt auch als Adobe AIR veröffentlichen kann:
Sprich, man hätte eine ?richtige?, plattformunabhängige Desktop-Applikation und könnte auch auf die Systemfunktionalitäten/Dateisystem/APIs zugreifen (was ja bei Prototypen zur Simulation ganz interessant ist ? Drag and Drop, Native Menüs, Fenster etc.). Und für uns Designer nicht ganz unwichtig, man könnte auf einfachste Weise seinen Applikationen einen Namen, ein Icon usw. zuweisen:
Veröffentlicht wird das ganze übrigens mit dem nächsten öffentlichen AIR-Release auf der Adobe Labs Seite.
Ich hoffe, das wir da mit unseren gerade laufenden ?Experimenten?, hier in Kürze mal ein paar eigene Applikationen vorstellen können …
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Bei dem derzeitigen Hype um Apple ist es nicht verwunderlich, dass selbst in deutschen Gazetten über jedes neues Patent von unserem innovativen Freunden berichtet wird. Da brauch ich ja gar nicht mehr viel tun …
Da aber sonst hier etwas wichtiges fehlen würden, insofern heute nur zwei Verweise auf zwei interessante Artikel zu den neuen Interface-Konzepten aus Cupertino.
1. Die ?Multi-Touch-Mouse?

Mehr Infos unter: www.winfuture.de/news,32778.html
2. Das ?Multi-Touch-Pad?

Mehr Infos unter: www.golem.de/0707/53379.html
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… zwei Forscher von der University of Southampton haben, zusammen mit den Forschern von Ordance Survey?s Research Labs, eine Möglichkeit erschaffen, mit der sich jeder mit einem ?normalen Handy? und einer ?normalen Landkarte? sich ein eigenes kleines Navigationssystem “zusammenbasteln” kann.
Grundlage des so genannten ?Map Snapper?-Systems ist allerdings ein Handy mit integrierter Kamera und Internetverbindung. Mit diesem kann man einfach einen Ausschnitt einer normalen, gedruckten Landkarte knipsen, dieser wird dann an einen zentralen Server gesandt, analysiert und man erhält umgehend eine digitale Karte inklusiver aller bekannten Points of Interest zurück.
Somit kann man zum Beispiel sofort ein Hotel, Restaurant oder Veranstaltung in der Nähe finden. Hat man sogar GPS im Telefon integriert könnte einem nun sogar der Weg dorthin berechnet werden. Andernfalls wäre eine Navigation mittels Cambridge Position System (CPS), also über eine ungenaue Bestimmung innerhalb des Mobilfunknetzes denkbar oder wie ich es vor kurzem gelesen habe (finde leider die Quelle nicht mehr), durch ein manuelles Bestätigungssystem. Sprich, nach dem man die Anweisung ausgeführt hat (z.B. ?An der nächsten Kreuzung rechts abbiegen?) bestätigt man diese und erhält diese nächste angesagt/angezeigt …
Weitere (leider nur englischsprachige) Infos unter:
www.newscientisttech.com/article/dn10416-phone…
Tags: echtzeit, forschung, fotos, interface, internet, mobiltelefon, UID, Usability, visualisierung, webapplikation
Anfang Mai hatten wir erst die nächste Generation der Visualisierung in Navigationssystemen (Anzeige innerhalb einer 3D-Gebäude-Welt) von TeleAtlas vorgestellt. Die vielleicht darauf folgenden Form bzw. eine ergänzende Form könnte ein System sein, das derzeit von TomTom und Iwane entwickelt wird.
Dabei handelt es sich um eine Weganzeige im Realbild:


Voraussetzung dafür ist natürlich eine im Wagen oder Navigationssystem integrierte Kamera. Die erfassten Bilder werden zusammen mit dem GPS-Daten analysiert und die Richtungsanweisungen werden auf den Bildern überlagert dargestellt. Ein im Ansatz ähnliches System hatten wir letztes Jahr auch schon einmal von Siemens VDO vorgestellt (siehe Artikel ?pro.pilot?)
Im Gegensatz zum TeleAtlas-System würde hier der aufwändige Nachbau einer 3D-Welt entfallen. Jedoch gibt es im Vergleich auch einen großen Nachteil (mal abgesehen von den höheren Kosten durch Sensoren, Kamera und mehr notwendiger Rechenpower): Was macht man im Dunkeln? Dafür bräuchte man dann zusätzlich noch ein Infrarotkamera-System…
Weiterhin würde ich spekulieren, das man für die Erkennung des Pfeils im Realbild viel länger braucht, als innerhalb einer abstrahierten und vor allem reduzierten Karte. Sprich, man würde wahrscheinlich geneigt sein mittels des Videobilds im Display zu fahren. Hingegen benötigt der Fahrer bei den heutigen, ?normalen? Navis seine Konzentration für die Translation der abstrakten Kartenanweisungen in die Realwelt … Also ihr seht schon, das wäre mal ein schönes Thema für eine Forschungsarbeit …
Apropos Forschungsarbeit. Es gibt zum Thema ?Navigation mit mobilen Augmented Reality Systemen im Gelände? eine, die einen sehr schönen Überblick über die Verfahren und Techniken gibt, von Guido Staub von der Universität Karlsruhe. Hier als PDF-Download.
Zum Patent von TomTom geht?s hier:
http://v3.espacenet.com/textdoc?DB=EPODOC&IDX=WO2006132522&F=0
Zum System von IWANE hier:
www.iwane.com/newtechnology/navigator2.html
Tags: 3D, Assistenzsystem, augmented_reality, auto, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, UID, Usability, virtuell
Im Februar hatten wir schon mal eine Lösung vorgestellt, wie auf einem Mini-Handydisplay durch eine Riesen-Karte/Bild etc. navigiert werden kann. Mit dem obigen Video fügen wir dem nun noch eine dritte Dimension zu.
Nach dem gleichen Prinzip, wie bei einer Augemented Reality Erkennung, kann so über die DataMatrix die Position bestimmt werden – nur das hier die Matrix zum Steuern benutzt wird. Ähnliches hat wir letztes Jahr (in einer nicht mobilen Variante) auch schon mal bei der Universität Halle gesehen (siehe unter Punkt 2.).
Geschaffen wurde das ganze übrigens von drei Franzosen im Rahmen des IPARLA Projekts an der Universität von Bordeaux.
Das ganze (leider nur englischsprachige) Paper gibt es unter:
http://iparla.labri.fr/publications/2005/HPG05/hachet_i3d.pdf
Tags: 3D, augmented_reality, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, PDA, UID, virtuell
Da bleibt keine Frage mehr offen:
Tags: apple, display, eingabesystem, GUI, interface, mobiltelefon, UID
Und wieder mal Neuigkeiten von unserem japanischen Telekommunikationsriesen NTT. Vor ein paar Tagen haben deren Forscher einen ?Tangible-3D-Prototypen? vorgestellt. (Es wird also nicht nur in der Teledildonik an diesem Thema geforscht
) Das aus einem Handschuh und mehreren Kameras bestehende System reproduziert in Echtzeit den haptischen Eindruck eines dreidimensionalen Videobildes. In Verbindung mit einem 3D Display (für das keine VR-Brille nötig) ist es somit möglich, einen abgebildeten Gegenstand zu berühren bzw. zumindest die Illusion davon zu haben.
Momentan funktioniert das 3D-System nur in eine Richtung, aber NTT arbeitet gerade an einer synchronen Version, so dass fühlbare Eindrücke zu beiden Seiten übertragen werden können. Insofern wäre ein virtuelles Händeschütteln in Zukunft wirklich denkbar.
Das jetzige System empfiehlt NTT zum Einsatz in Museen, für Exponate die nicht berührt werden dürfen bzw. auch für solche die außerhalb unseres Maßstabes liegen. (Ich wollte schon immer mal eine Milbe streicheln …) Oder für Einsatz im Bildungssektor, so dass Schüler Objekte begrabschen können, die an einen sonst unerreichbar (fernen) Ort stehen …
Ich könnte mir damit auch eine Steuerung von 3D-Programmen vorstellen, auch wenn die bisher hier vorgestellten Lösungen (siehe hier, hier, hier und hier) bestimmt bei weitem effektiver sind …
Tags: 3D, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, internet, MMI, NTT-DoCoMo, UID, Usability, virtuell
Gerrit und sein Blog unter praegnanz.de dürfte den meisten von euch wohl schon ein Begriff sein. Trotzdem an dieser Stelle noch mal ein Hinweis auf einen sehr guten Artikel im selbigen.
Vor einen paar Tagen veröffentlichte, unser etwas ins Abseits geratene, Browsersanbieter Opera die neueste Beta-Versionen seines ?Kleinsten? ? den ?Opera Mini 4?. Dieser auf Java basierende Browser wurde speziell für Mobiltelefone entwickelt. Das Besondere: Er stellt Webseiten in Ihrer Gesamtheit da und nicht wie oftmals bei anderen Lösungen, einfach alle Elemente untereinander.
Startet man den Browser wird automatisch ein Anfangspunkt gewählt der für sinnvoll gehalten wird. Mittels einer Zoomfunktionen kann dann die gesamte Webseite betrachtet werden … was ohne Touchscreen zuweilen eine ziemliche Herausforderung darstellt. Aber mehr zu den Vor- und Nachteilen in Gerrits Blog-Eintrag unter:
http://praegnanz.de/weblog/opera-mini-4-und-content-zooming
Tags: display, GUI, interface, internet, mobiltelefon, UID, visualisierung, webapplikation
Im Mai hatten wir euch ja schon die Papervision3D Technologie vorgestellt, mit der echte 3D-Applikationen mittels Flash erstellt werden können bzw. mit dem Flash-Player dargestellt werden können.
Die bisherigen Demonstrationen, wie Online-CoverFlow oder 3D-Google-Maps, zeigten schon einen kleinen Einblick was uns in diesem Bereich in Zukunft bevorsteht. Nun hat einer der Papervision-Schöpfer, Carlo Sulloa, eine neue kleine Applikation erstellt, die sehr überzeugend und vor allem mit einem super Spaßfaktor uns die 3D-Welt eindrucksvoll ?erfahren? lässt. Am besten gleich selber ausprobieren unter: carlosulloa.com
Des Weiteren weißt er in seinem Blog auf die neuen Fähigkeiten der nächsten (und sich noch in der Beta-Phase befindlichen) Version des Flash Players hin. Bei diesem wurde die Bild/Textur-Darstellung noch einmal bedeutend verbessert (siehe Bild oben).
Wer beim Testen der Demo auch in diesen Genuss kommen möchte, benötigt den Flash Player 9 Update 3 Beta 1.
Also, meine lieben Interfacler, wir sind mal wieder gefordert. Den 3D-Welten im Browser steht nichts mehr im Wege, hoffen wir das jeder auch eine intuitive Bedienung dazu kreiert …
Tags: 3D, adobe, flash, forschung, GUI, interface, internet, software, UID, virtuell, visualisierung, web-2.0, webapplikation
Anfang April hatten wir schon einmal darüber geschrieben, das immer mehr Handys mit zusätzlichen Sensoren ausgestattet werden. Letzte Woche war es mal wieder so weit und Sony Ericsson (SE) stellt sein neues Model W910i mit Bewegungssensor vor. Leider gibt es dazu noch kaum Material, wie dieses im Einsatz aussieht. Einzig in den letzten 15 Sekunden dieses Videos kann man eine gaaaanz kleine Ahnung davon bekommen:
Auf jeden Fall soll die Eingabe durch Handbewegungen (die SE “Shake Control” getauft hat) in erster Linie zum Steuern der Musikwiedergabe verwendet werden. Bei einer schnellen Rechtsbewegung springt man zum nächsten Titel. Nach Links dann entsprechend zurück. Schüttelt man das arme Handy, wird die Playlist neu gemischt.
Wer meint, das iPhone mit seinem Bewegungssensor lässt da grüßen, liegt nicht ganz richtig, den schon lange vor SE und Apple hatte bereits der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo sein FOMA D940i mit einem selbigen ausgestattet. Wir diese sich unter anderem auch für Spiele einsetzen lässt zeigt folgendes Video:
Auch Samsung hatte mit dem SGH-E760 diesen Sensor schon für sich entdeckt und auch für Spiele eingesetzt:
… bzw. für ganz andere Anwendungen:
Wie immer bleibt die Zukunft spannend und mit dem weiterem Einsatz von Sensoren können wir uns wohl noch auf viele interessante Steuerarten und Anwendungen freuen …
Tags: apple, eingabesystem, interface, MMI, mobiltelefon, NTT-DoCoMo, samsung, sony, UID
Wir fühlen uns geehrt, mit unseren nicht mal zarten dreißig Jahren dürfen wir jetzt schon aus unserem Leben erzählen … Denn am 22. Juni wurden wir von unserem ehemaligen Fachbereich zu einer Podiumsdiskussion unter dem Motto ?From all Walks of Life? eingeladen.
In erster Linie geht es darum, das Alumni den ?jungen Hüpfern? im Hörsaal ein wenig von der ?Welt da draussen? erzählen. Das wirklich spannende Programm ist dazu in fünf ?Sessions? aufgeteilt:
Session 1 von 10.00 – 11.00 Uhr
Große Firma vs. Eigener Chef
Dipl. Des. Marcus Kühne Audi / Ingolstadt
vs.
Dipl. Des. Daniel Schmitt Dutyfarm / Berlin
Session 2__11.30 – 12.30 Uhr
Hiergeblieben vs. Weggegangen
Dipl. Des. Gordon Adler Transluszent / Magdeburg
vs.
Dipl. Des. Susanne Stage IDEO / San Francisco
Session 3__14.00 – 15.00 Uhr
Designer vs. Designerin
Dipl. Des Mike Höllerich + Dipl. Des. Bastian Müller Designkonzentrat / Köln
vs.
Dipl. Des. Ilka Schlesiger ART-KON-TOR / Jena
Session 4__15.30 – 16.30 Uhr
Atome vs. Bits+Bytes
Dipl. Des. Mathias Bertram Faktor M / Magdeburg
vs.
Dipl. Des. Reik Wendt + Dipl. Des. Matthias C. Schroeder SCHROEDER + WENDT / Magdeburg
Das ganz findet im Hörsaal 5 der Hochschule Magdeburg statt.
Ich denke, wenn noch Plätze frei sind, dann ist gegen die Anwesenheit von ein paar ?Nicht-Studenten? nichts einzuwenden.
In diesem Sinne, sieht man sich dann vielleicht nächsten Freitag …
Leider waren diese Woche (auf Grund einer Geschäftsreise) die Blog-Einträge ja etwas spärlicher gesät und so komme ich auch erst heute mit dem ?Thema der Woche?. Mittlerweile dürfte ja nun schon jeder von der WWDC und den dort vorgestellten Features vom neuen Apple Betriebssystem gehört haben?!
Trotzdem wollen wir hier noch mal mit dem obigen Video den umfassenden Überblick mit dem Schwerpunkt auf das grafische Interface geben. Den abgesehen von den technischen Möglichkeiten ist das wirklich ?traumhaft? geworden.
Die Bedienung ist noch intuitiver geworden. Ich muss mir noch weniger Gedanken machen, wie bzw. wo ich Daten ablege, welche Programme ich zum Öffnen benötige usw.
Am besten zeigt diese Einfachheit die neue Version von ?Mail?. (Im Video ab der vierten Minute). Wenn ich da sehe, wie einfach man damit Bilder in eMails einfügen und formatierten kann … und wenn ich das jetzt auch noch mit jedem anderem Betriebssystem vergleiche …
Somit ist nun endgültig für mich klar: Ich werd? im Oktober nicht nur mein Notebook wechseln, sondern auch mein OS! Auch wenn in dieser neuen Welt nicht alles perfekt sein wird:
Tags: apple, desktop, einfach, GUI, HCI, interface, Microsoft, steve-jobs, UID, Usability, visualisierung
… für mich als Pazifist ist das heute natürlich ein besonders schwieriges Thema. Aber gute Interfaces und Usability sind in der Militärtechnik wirklich eine extrem wichtige Sache. Man stelle sich nur mal eine daraus bedingte Fehlbedienung bei einem Waffensystem vor. (Im übrigen gibt es eine Theorie, die genau das als Ursache für den Untergang der Kursk benennt.)
Auch hier ist für eine gute Bedienung wieder eine gute Metapher nötig bzw. eine Steuerung die man an einer anderen Stelle schon einmal gelernt hat. Genau das hat auch das amerikanische Militär erkannt und verwendet für die Bedienung ihres Kamera-Roboters ?SUGV? ein Eingabe-Interface das einigen etwas bekannt vorkommen dürfte:

Genau, es ist der Microsoft Xbox 360 Controller! Dies macht durchaus Sinn, sind doch die jungen GI?s oftmals mit diesem Interface am besten vertraut. Also anstatt eine Steuerung einzuführen, die ggf. mühsam neu erlernt werden muss, kann man die Steuerung viel einfacher adaptieren.

Die Übertragung von gewohnten Steuerungen, um somit den Schulungsaufwand zu minimiren, kennen viele auch schon bestens aus dem nicht militärischen Bereich, nämlich von Musiksoftware. Bei dieser sind die GUIs oft komplett von den analogen Mischpult-Reglern adaptiert worden.
Tags: eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, UID, Usability
Mehr (leider nur englische) Infos unter: www.onomy.com/blue/geoconnectable.html
Tags: display, eingabesystem, GUI, HCI, interface, MMI, UID, virtuell, visualisierung
Schon im letzten Juli hatten wir ja über Microsofts innovativer Software zum Betrachten von Bildern berichtet. Damals konnte man zwar schon erkennen wo die Reise hingeht, nun präsentierte jedoch Blaise Aguera y Arcas, einer der Schöpfer von Photosynth, noch mal viel anschaulicher, spektakulärer und länger die beeindruckenden Möglichkeiten der Software und die Funktionsweise des Interfaces.
Jedes weitere Wort wäre unnütz ? auf jeden Fall das Video anschauen!
Tags: 3D, forschung, fotos, GUI, interface, internet, Microsoft, software, UID, virtuell, visualisierung
Noch 22 Tage, dann erscheint das iPhone in den USA und das Fieber scheint für viele kaum noch auszuhalten zu sein. Klar, dass da viele versuchen mit auf den Erfolgszug zu springen. Während die Chinesen Apples Handy kurzerhand einfach komplett kopiert haben, versucht einer der größten PDA-Telefon-Hersteller Windows Mobile 6 im Duktus vom iPhone zu ?verkleiden?.
Das HTC Touch, vom selbigen taiwanesischen Hersteller, hat dafür eine Art Skin für Windows Mobile geschaffen, in dem aber auch neue Funktionen integriert sind. Als wichtigstes: Das Interface lässt sich, ohne Stift/Stylus, komplett per Fingergesten bedienen. HTC nutzt dafür eine eigene (und nach eigenen Angaben) patentierte Technik, namens TouchFLO. So bald man aber eine wenig tiefer in das System einsteigt, begrüßen einen wieder die guten alten Windows-Anwendungen (Outlook, Kalender etc.) ? zwar im chicen grau angepasst, aber die problemfreie(!) Fingergestenbedienung findet hier ein Ende. Siehe Video ab der 45 Sekunde – Scrollen geht noch wunderbar, aber wie ich auf den obigen “Fipsel-Reitern” etwas auwählen soll, wird nicht gezeigt:
Weitere HTC eigene Funktionen sind zum Beispiel ein Wetter-Widget. Ähnlichkeiten, insbesondere bei der Sonnendarstellung, mit der Funktion von Apple sind natürlich rein zufällig:

Aber ich will ja gar nicht meckern, ich bin ja schon froh das sich überhaupt etwas in der Windows Mobile Welt tut. Konkurrenz belebt mal wieder das Geschäft …
Laut Medienberichten, will Ende Juni (in guter alter Tradition) O2 das HTC Touch unter der Produktreihe XDA in Deutschland auf den Markt bringen …
Tags: apple, design, eingabesystem, GUI, interface, Microsoft, mobiltelefon, PDA, touchscreen, UID, visualisierung, windows
Oftmals sind Computergames die Vorreiteter in Sachen Innovation. Dürfen sie doch experimentierfreudig sein und vom konventionellen Weg abweichen. So gibt es auch einen sehr interessantes Ansatz, der nur leider absolut uneffizient für eine normale QWERTY-Tastatur ist, im Spiel “Beyond Good & Evil”. (siehe obiges Video)
Aber denken wir mal ein wenig um die Ecke und an Wheel-Steuerungen, wie zum Beispiel beim iDrive, so könnte das vielleicht eine gute Metapher sein, um per Drehbewegungen durchs Alphabet zu navigieren. Wer da Erfahrungen und Meinung hat, bitte mal posten, würde mich mal interessieren …
Tags: animation, eingabesystem, GUI, HCI, interface, software, UID, Usability, visualisierung
Das ist wirklich ein Element das wir zur Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit unserer Produkte wirklich sehr, sehr häufig einsetzen: Tooltipps.
Zur oft sind bestimmte Begriffe zwar für die meisten klar aber eben nicht für ALLE. Ebenso verhält es sich mit den hinterlegten Funktionen von Buttons. Hier hilft fast immer ein Tooltipp, den die Einsteiger nutzen können und die Profis nicht mehr benötigen.
Mal abgesehen davon, dass eine grafische Oberfläche immer so intuitiv gestaltet werden sollte, das sich beide Nutzergruppen zurecht finden …
Um jedoch das Aussehen der Tooltipps im Webbrowser anzupassen, ist entweder ein eigenes JavaScript nötig oder ein kleines Werkzeug mit dem sich diese einfach erstellen und anpassen lassen. Von letzteren hat der gute Sven, alias ?Dr. Web?, 24 super Tools zusammengetragen, die auf jeden Fall einen Klick wert sind:

Link: www.drweb.de/weblog/weblog/?p=847
Tags: GUI, interface, internet, UID, visualisierung, webapplikation
… dieses gibt es schon in ?richtig, groß und echt? – und zwar gegenüber vom Lasipalatsi Film and Media Centre in Helsinki ? öffentlich zugänglich.
Die so genannte CityWall zeigt für Passanten ständig neue Bilder und Videos von Veranstaltung die in Helsinki stattfinden. Als Quelle dafür dienen Webportale wir Flickr oder YouTube, die fortwährend nach dem Tag ?Helsinki? durchforstet werden. Eine weitere Möglichkeit ist, ?Content? per MMS oder eMail ?an die Wand? zu senden.
So viele zum Inhalt, nun zum Multi-Touch: Mit Gesten können nämlich die Nutzer auf der Wand durch die Medien navigieren und diese neu arrangieren, genau so als ob sie physische Bilder manipulierten würden. Die Technik, die diese direkte Interaktion ermöglicht, wurde ausdrücklich so entwickelt worden, dass eine möglichst große Anzahl von Leute zur gleichen Zeit mit dem Display interagieren können, so dass die Maximalnutzerzahl nur von der physischen Größe begrenzt wird. Die aktuelle CityWall Installation hat übrigens eine Breite von 2,6 Meter … ich denke, das dürfte für den ein oder anderen reichen. 16 Meter sind technisch möglich.
Laut Betreiber verfolgt die Installation drei Ziele: Zum einem, logischer Weise, um Aufmerksamkeit für die Stadtveranstaltungen zu schaffen. Somit können die Passanten durch die spielerische Interaktion Jahrestage, Ereignisse und Feste kennen lernen. Zum zweiten, um rege Besucher zu motivieren, aktiv und gemeinsam mit anderen, mit dem Neuen Medium / Medien zu kooperieren. Und zum Dritten, um eine Plattform für die Medienbildung zu schaffen, damit ein möglichst breites Publikum ?Rich Media Experiences? sammeln kann. Denn mit dem intuitiven Interface können selbst Computerunerfahrene interagieren.
Also wieder mal der gleiche Ansatz, wie auch beim gestrigen Microsoft Surface Computing ? sehr löblich!
Entwickelt wurde das ganze System übrigens im Rahmen des EU IPCity-Projekts von der Ubiquitous Interaction Group am Helsinki Institute for Information Technology.
Mehr (leider nur englische) Infos zu CityWall unter: citywall.org
Am Ende des obigen Videos wird übrigens auch sehr gut veranschaulicht, wie dieses (und auch andere größere) Mutli-Touch Display technisch funktionieren. Wie zum Beispiel die gleichzeitigen Handgesten erkannt werden usw.
Tags: display, einfach, eingabesystem, flickr, GUI, HCI, interface, internet, jeff_han, MMI, touchscreen, UID, webapplikation
Es überrascht nicht wirklich, das Microsoft nun endlich mit einem (fast) marktreifen Produkt die Katze aus dem Sack lässt. Basteln doch die Redmonder schon über ein halbes Jahrzehnt an einem “Multi-Touchscreen-Tisch”. (wir berichteten)
Aber fangen wir vorne an. Gestern stellte Geschäftsführer Steve Ballmer persönlich, auf der Konferenz ?All Things Digital?, erstmals Microsofts neuste ?Revolution? vor: Den ?Surface Computer?. Dieser ist beim näheren hinsehen nichts anderes, als ein ?gewöhnlicher? TouchTable. Jedoch ist hier nicht mehr von einem Konzept die Rede, sondern unser Kalifornischer Freund will diesen tatsächlich Endes des Jahres auf den Markt bringen! Aber ihr könnte Eure Vorfreude wieder einstellen: Erstmal nur in den USA und für einen Preis um 10.000 Dollar!
Somit sind auch erstmal nur Unternehmen als Zielgruppe anvisiert. Microsoft-Manager Tom Gibbons denkt da in erster Linie an Hotels und Restaurants. So sagt dieser in einem Interview: ?Stellen sich vor, Sie sitzen mit Ihrem Freunden im Restaurant und Sie stellen jeweils Ihr Getränk auf den Tisch – und alle Arten von Information erscheinen rund um Ihr Glas, wie zum Beispiel Menüempfehlungen zu dem Wein. Dann, mit eine paar Fingerbewegungen, bestellen Sie Ihren Nachtisch und teilen die Rechnung.? … bleibt nur noch die Frage, ob ich je in ein Restaurant kommen, wo allein die Tische 10.000 Dollar gekostet haben.
Weiteren Anwendungsgebiete sollen beispielsweise Mobiltelefon-Geschäfte sein. Denn dank Bluetooth kann beim ablegen auf den Tisch einfach eine Verbindung zum Handy hergestellt werden und Daten visuelle(!) auf oder von dem Gerät übertragen werden. (siehe Videos) oder einfach nur zusätzlichen Informationen (Produktdaten, Videos usw.) zu dem Produkt angezeigt werden.
Computerspieleentwickler IGT soll wohl auch eine Partnerschaft mit Microsoft abgeschlossen habe, so das die ersten Spiele auch nicht mehr lange auf sich warten lasen dürften.
Kurz zu den teschnischen Daten. Realisert wird das Surface Computing System durch eine 30 Zoll Anzeige, hinter der fünf Kameras alle Gesten registrieren.
Insgesamt eine tolle Sache, nur leider noch zu teuer. Aber wie wir es ja vom Elektronikmarkt kennen, dies wird wohl nur eine Frage der Zeit. Aus Usability-Sicht kann ich diesem Konzept absolut nur zustimmen, kommen wir doch der intuitiven Mensch-Computer-Schnittstelle (ohne Maus und Tastatur) wieder etwas näher. Bestes Bespiel :das schieben der Fotos aufs Handy (siehe Videos)
Mehr (leider nur englische) Infos und Videos unter: www.microsoft.com/surface/
Oder auf der Presseseite von Microsoft: www.microsoft.com/presspass/presskits/surfacecomputing/
Tags: display, einfach, eingabesystem, flickr, GUI, HCI, interface, internet, jeff_han, Microsoft, MMI, touchscreen, UID, webapplikation
Hatte ich hier eigentlich schon mal von Papervision3D geschrieben? … Ich sehe gerade, da kommt ja mal gar nichts bei der Suche ? das muss schleunigst geändert werden!
Ist doch Papervision3D eine DER Technologien, die Interfaces auf Webseiten in Zukunft entscheidend beeinflussen könnte.
Kurz das Technische vorweg, dann ein schönes Beispiel, warum ich mir da so sicher bin.
Also, Papervision ist eine Open Source 3D-Engine für Flash 8, an der drei Programmierer nun schon seit etwa 2005 arbeiten. In den letzten Monaten hat die sich rapide entwickelt und wurde von vielen Programmierern verwendet, so das es mittlerweile schon ein paar beachtliche Demos gibt.
Eine von diesen ersten tollen 3D-Applikationen ist eine Nachbildung von Apples aufgekauften Programm ?Coverflow?, welches den meisten wohl aus iTunes bekannt sein dürfte. Dieses kann dank der Technologie nun auch im Webbrowser abgebildet werden. … Könnt ihr auch gerne mal selber ausprobieren:

Meine Hochachtung an die Kalifornische “Blitz Agentur“, die diese Anwendung gebaut hat. Meines Wissen das erste ?nützliche? Programm mit ?richtiger Funktion?, das Flash und echtes 3D(!) verwendet. … merkt ihr auch diesen Hauch von Geschichte …
Weitere Grafikdemos von Papervision gibt es auf der selbigen Seite: www.papervision3d.org (bitte etwas Ladezeit mitbringen)
Ansonsten bin ich gespannt welche neuen (und hoffentlich weiterhin sinnvollen) 3D-Interfaces uns da in Zukunft noch im Browser unseres Vertrauens erwarten …
Weitere (leider nur englischsprachige) Infos auch im Blog von Papervision:
blog.noventaynueve.com
Update
Eine sehr junge Anwendung mit Papervision3D, aber dafür mit Potential, habe ich dann doch noch gefunden:

Es handelt sich dabei um eine 3D/Perspektivische-Darstellung von Google Maps. Insofern könnte man sich da in Zukunft mal ein browserbasiertes Google Earth vorstellen. In diesem Fall wurde die Anwendung übrigens mit Adobe Flex entwickelt und dann mit Apollo (wir berichteten) ausgegeben. Insofern, wenn ihr die Applikation testen wollt, benötigt ihr noch die Apollo Runtime.
Tags: 3D, adobe, flash, forschung, GUI, interface, internet, software, UID, virtuell, visualisierung, web-2.0, webapplikation

Nichts weltbewegendes, aber eine schöne kleine Idee für das SMS-Interface von Mobiltelefonen und PDAs:
Samsungs vor kurzem veröffentlichtes Patent (Mobile communication terminal and method of the same for outputting short message) beschreibt dazu eine Methode, bei dem der SMS-Eingang wie ein Chatfenster dargestellt wird. Dazu wird zum einen das Photo des Senders angezeigt und auch die eigenen Nachrichten, die an diese Nummer gesendet wurden.
Einfach aber effektiv. So lässt sich der SMS-Dialog visuell wesentlich besser nachvollziehen.
Was ich mir als Ergänzung noch vorstellen könnte, wäre eine stimmungsmäßige Anpassung des Photos. Da SMS-Nachrichten meist ja doch ziemlich kurz sind und der Inhalt zudem recht einfach gestrickt, wäre eine Textanalyse im Vergleich relativ einfach möglich ? Insofern könnte man dementsprechend auch einen sich dynamisch ändernden Avatar verwenden …
Mal sehen, wann diese Idee zum Patent angemeldet wird
In diesem Sinne, WASA + sTn + bmdan
Tags: forschung, GUI, interface, mobiltelefon, PDA, samsung, UID, Usability, visualisierung

Im März hatten wir ja die Seite 300 Images From 1800 Sites vorgestellt, auf der in verschiedenen Rubriken die Buttons ?Mail?, ?Drucken?, ?Einkaufswagen? usw. verglichen werden. Heute nun, als Ergänzung, eine Seite die über 100 ?Add to Cart?-Buttons vergleicht. Und schon am obigen Bild wird klar, das dort die Gestaltungsarten seeeehr weit auseinander gehen.
Sehr schön ist auch die statistische Auswertung der gesammelten Schaltflächen. Dabei wird unter anderem der verwendete Text und die verwendeten Grafiken gegenüber gestellt und weiterhin eine (leider nur englische) Usability-Auswertung bezüglich der Gestaltung oder der Platzierung innerhalb der Seite vorgenommen.
… bei der ?schönen? Vielfalt ist mir doch gleich wieder ein alter Artikel vom Usability-Gott höchstpersönlich eingefallen. So beklagte unser Jakob Nielsen schon 1999 und erneut 2004 ?When Bad Design Elements Become the Standard? bzw. ?The Need for Web Design Standards?. In diesen beschreibt er, dass durch das stetige Abkupfern im Web rund 80 Prozent der Webseiten die gleichen Gestaltungsrichtlinien benutzen und man diese als defacto Standard ansehen kann. Somit hat sich der Webseitenbesucher daran gewöhnt und kann diese bedienen. Ob dies jedoch, aus Nutzersicht die besten Standards sind, ist in vielen/einigen Fällen zu bezweifeln …
Zu den Einkaufswagen: www.getelastic.com/add-to-cart-buttons/
Tags: design, GUI, interface, internet, jakob-nielsen, UID, Usability
Wohin sich die Softwareoberflächen in Zukunft entwickeln, darüber schreiben wir hier ja eigentlich ständig. Nun können wir auch mal ein paar Konzepte zeigen, wie sich der Computer insgesamt und somit auch dessen Gesamtinterface entwickeln könnte.
Hintergrund ist der von Microsoft ausgelobte Wettbewerb “Next-Gen PC Designs”. Unter dem Motto “A Brave New World Of Computing” wurden dazu Entwürfe aus 35 Ländern eingereicht.
Es gab drei Gewinner die von einer Jury erkoren wurden, ein Preis der direkt von Bill Gates vergeben wurde und einen Publikumspreis.
Im folgenden wollen wir diese kurz vorstellen. Eine ausführliche Beschreibung und auch viele Bilder von den anderen Einsendungen gibt es unter: www.nextgendesigncomp.com
1. Preis der Jury für ?Blok?

Blok ist speziell für Kindergärten entworfen. Das an Bauklötze angelehnte Konzept soll insbesondere Grundkenntnisse, wie zum Beispiel das Alphabet oder Zahlen vermitteln, aber zugleich auch soziale Kompetenz trainieren.
2. Preis der Jury für ?BulbPC?

Die Metapher der Glühbirne steht bewusst für den Einsatzort und für einen massenhaften, alltäglichen Einsatz dieses PCs. Durch den einfachen Aufbau und somit kostengünstige Produktionsmöglichkeit richtet sich diese Produktidee auch an Schwellenländer. Dieser ?Klein-PC? kann auch in Schreibtische oder Wände integriert werden und sämtliche Peripherie kann dann angeschlossen werden.
3. Preis der Jury für ?Zeeds for the Future?

Zeed+ ist ein Computer, der die Mobilität der Hardwarekomponenten erhöhen soll. Jegliche Hardware, wie die CPU, Video-, Audio- oder Netzwerkkarte befinden sich nicht mehr im Gehäuse, sondern als stabförmigen Standardeinheiten in einer Art “Vase”. Somit soll der Austausch, die einfache Erweitung und auch eine unkomplizierte Wiederverwendung für ?Bedürftige? ermöglicht werden.
Bill Gates Preis für ?MADE in China?

Das an ein asiatisches Essensbrett mit Stäbchen (?CHOPstylus?) angelehnte Design, ist direkt für den chinesischen Markt konzipiert, um preisgünstig eine Vielzahl der Chinesen mit einem Rechner zu versorgen. Deswegen ist dieser auch als Terminal-Rechner angelegt, der auf einen Application-Server zugreift. Meiner Meinung wird sich dahin in Zukunft noch sehr viel bewegen. Aber dazu mehr gesondert in einem der nächsten Blogeinträge.
Der Publikumspreis für ?Light up your Life?

Und noch ein Konzept für Schwellenländer. Dieser mobile Zylinder, der im übrigen auch eine Taschenlampe ist, funktioniert als Multimediaplayer, Mobiltelefon und als Netzwerkterminal. Neben einer grafischen Oberfläche kann auch eine Steuerung per Sprache erfolgen. So sollen auch Menschen mit weniger Literalitätskenntnissen angesprochen werden.
Wie man sieht, viele tolle Ideen, fast nur Gewinner mit einer sozialen Sichtweise und zum Teil völlig neuartige Herangehensarten an das Mensch-Computer-Interface. Die Zukunft bleibt wie immer spannend …
Mehr unter: www.nextgendesigncomp.com
Tags: design, desktop, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, spracherkennung, UID, wettbewerb
Schon seit den ersten Tagen des Computers, war es der Wunsch des Menschen, mit diesem auf einem für ihn natürlichen Weg zu interagieren: Über Sprache und Gesten und nicht über Tasten und Zeigeinstrumente.
Einer der ersten Prototypen, in dem Sprache und Gesten kombiniert wurden, ist das Put-That-There System vom MIT, welches Ende der 70ziger Jahre konzipiert wurde. Die beiden ?Väter?, Dick Bolt und Chris Schmandt, bauten dafür ein wandgroßes Displays, vor dem der Nutzer in einem Sessel* Platz nehmen konnte (siehe Video). Per Handgeste konnte dieser dann auf eine Stelle an der Wand zeigen und mit einem Sprachkommando dort ein virtuelles Objekte erstellt oder verschieben usw.
Im Video sieht man auch sehr schön die Herausforderung, die auch noch bei den heutigen Spracherkennungsystemen die größte Rolle spielt: Das Verstehen von natürlich aufgebauter Sprache. Zur Verwendung des Put-That-There Systems musste sich an ein bestimmtes Vokabular und Satzbau gehalten werden. Zudem erfolgte die Spracherkennung und Gestensteuerung nicht synchron zu einander, sondern jeweils nach einander.
Wenn man aber bedenkt, dass dieses System schon über ein viertel Jahrhundert alt ist (und mit den damalig zur Verfügung stehenden Rechner und grafischen Systeme realisiert wurde), dann kann man nur den Hut vor dieser großen Leistung ziehen!
Übrigens, das Video sollte man sich auf jeden Fall bis zum Ende ansehen. An Chris Schmandts ?Oh, Shit?, kann man sehr schön sehen, worin auch noch heute die meisten Probleme liegen …
Das (leider nur englische) Paper zum Projekt gibt?s unter:
www.media.mit.edu/speech/papers/…
* Glückwunsch zum guten Geschmack des MITs: Was sonst, wenn nicht ein Lounge Chair von Charles und Ray Eames
Tags: desktop, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, media-lab, mit, MMI, spracherkennung, UID, visualisierung

Gerade noch vor zwei Wochen haben wir über Microsofts neues Interfaces-Konzept für mobile Geräte, ZenZui, geschrieben und schon ?dreht Apple den Spieß wieder um?. Denn mit dem am letzten Donnerstag veröffentlichten Patent, stellt unser kleiner Cupertinoer Erfinder ein Bedienprinzip vor, bei dem die Eingaben über die Geräterückseite erfolgen.
Genauer gesagt befindet sich auf der einen Seite das Display, auf der eine virtuelle und der Situation angepasste Tatstur abgebildet wird und auf der anderen Seite kann über eine berührungsempfindliche Fläche diese bedient werden.
Ausgangspunkt für diese Lösung waren die ?Problemzonen? des iPod. Dessen Display ist zum klein, um es als Touchscreen zu verwenden. Vergrößert man dieses zu stark, wird man dem Anspruch “einen kleinen MP3-Player zu bauen” nicht mehr gerecht. Insofern bleibt nur ein Mittelweg mit “mittelgroßer” Anzeige. Bei so einem, dann immer noch verhältnismäßig kleinen Touchscreen, werden dann jedoch viele Informationen durch die Finger verdeckt. Ergo: Die Finger ?einfach? hinter das Display legen.
Weiterer schöner Nebeneffekt: die Displays werden nicht mit Fettfingerabdrücken übersät.
Und was soll ich sagen, zu der gleichen Schlussfolgerung und einem ähnlichen Konzept sind wir auch schon vor vier Jahren gekommen. Unsere damalige PDA-Produktstudie ?symon? (siehe Bild) verfügte über ein halbtransparentes Display, auf dem ebenfalls eine, auf eine Hand optimierte und sich dynamisch anpassende Tastatur abgebildet wurde, welche man einfach über die Rückseite bedienen konnte.
Mehr (leider nur englische) Infos zu Apples Patent unter:
http://appft1.uspto.gov/…
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, interface, PDA, qwerty, schroeder-wendt, touchscreen, UID, Usability, virtuell, visualisierung
Wir hätten ja nie gedacht, das das Thema “Toilette” mal hier in unseren Blog Einzug findet, aber schaut man insbesondere auf den japanischen Markt, ist dort schon manches WC komplexer als die meisten Fernbedienungen.
So zum Beispiel das der Firma Inax. Deren neues Toiletten-Ensemble (SATIS ASTEO WASHLET) verfügt über einen SD-Kartenleser und Lautsprecher, damit bei der Verrichtung der Dinge, eine angenehme akustische Atmosphäre geschaffen werden kann. Ein zusätzliches Highlight für alle die, die ständig vergessen den Deckel runterzumachen, ist die Automatisierung der Toilettendeckel. Bei Annäherung bzw. Entfernung klappt sich der Deckel von selbst auf und zu. Und damit auch ja nichts danebengeht, bietet er zudem auch eine Nachbeleuchtung.

Zum Foto:
(A)
Die Toilette verfügt über eine SD-Karte, die Musik von Bach, Chopin und Mendelsohn speichert. Ein Sensor aktiviert automatisch
die Musik sobald man auf der Toilette sitzt.
(B)
Auf Grund des Toiletten-Designs lässt es sich auch einfach reinigen.
(C)
Bei Annäherung bzw. Entfernung von der Toilette öffnet bzw. schließt sich der Deckel voll automatisch.
(D)
Das Toiletten-Ensemble beinhaltet auch eine Nachbeleuchtung.
Das Premiummodel gibt es im übrigen für umgerechnet 540 Euro unter: www.rakuten.co.jp/…
Wir “unwissenden Nicht-Asiaten” sind mit diesem Interface natürlich völlig überfordert. Die Icons sind diskret und Abstrakt gestaltet und man muss schon ein wenig Phantasie haben, was da alles “auf einen zu kommen kann”. Wie das aussieht, wenn man versucht ohne Bedienungsanleitung ein japanisches WC zu benutzen, zeigt sehr schönes dieses Video:
Und noch eine Sache, die in unsere Rubrik “die kleinen Dinge, die das Leben einfacher machen” fällt, gibt es Japan. Nämlich Wassersparen wird einem, mit dieser Kombination aus Waschbecken und Toilette, sehr einfach gemacht:

Es bleibt also abzuwarten, wann dieser Trend auch nach Europa “rüberschwappt”
PS. Doch noch etwas außer der Reihe. Es wäre zu schade es nicht zu zeigen. Im Rahmen unserer Recherche sind wir auf ein Trainingsvideo für Japanische Kinder gestossen, welches darüber belehrt Wann und Wie man zur Toilette geht. Wie das umgesetzt wurde, erratet ihr nie. Aber seht selbst ![]()
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, interface, MMI, UID, Usability
Vor einiger Zeit hatten wir ja schon einmal das Kooperationsprojekt von VW und Google Earth vorgestellt. Heute zieht nun die niederländische Firma Tele Atlas mit einem wohl schon marktreifen Produkt vorbei. Tele Atlas ist einer der weltweit führende Anbieter digitaler Straßenkarten und dynamischer Inhalte für Navigations- und standortbasierte Lösungen. Am 3. Mai hatte das Unternehmen, auf einer Partnerkonferenz auf Malta, ihre ersten 3D-detaillierten Stadtpläne angekündigt. Im Juli sollen ca. 50 digitale Stadtpläne mit 3D-Ansichten veröffentlicht und auf dem Markt gebracht werden. Neu ist dann die Ansicht im Innenstadtbereich einiger europäischer Großstädte wie z.B. London, Berlin und Rom. Weitere europäische, amerikanische und asiatische Städte sind für das nächste Jahr geplant.

Die Städte sollen dem Autofahrer plastisch dargeboten werden. Für diese Art der Darstellung wurden Gebäude und Sehenswürdigkeiten vollständig in 3D modelliert. Pro Stadt sind ca. 40 km² modelliert worden. Das echte Erscheinungsbild, die Texturen auf den Gebäuden stammen von der deutschen GTA Geoinformatik GmbH.
Somit wird Autofahrern und Fußgängern die Orientierung leichter gemacht. Die Bildschirmdarstellungen auf dem Navigationsgerät stimmen somit genauer mit dem überein, was der Benutzer wirklich sieht und kommen der Realität sehr nah.
Mehr infos über die GTA Geoinformatik GmbH unter:www.gta-geo.de/
Tags: 3D, Assistenzsystem, auto, forschung, interface, UID, Usability, virtuell, visualisierung
Heute mal wieder etwas aus dem Bereich: Dinge, die das Leben leichter machen. Jedoch mit dem leichtem Beigeschmack, “Wer alles kann, kann nichts richtig”. Genau so ist es auch mit den folgenden Multifunktionsgeräten.
Oliver Blackwell hat ein optimales Gerät für alle Hausfrauen und -männer designed. Die ?WashDrylron? ist ein all-in-one Gerät, das nicht nur waschen, sondern auch trocknen und bügeln in einem kann. Alle Vorgänge finden in separaten Fächern statt und jedes Kleidungsstück hängt auf einem Bügel um Falten zu vermeiden. Allerdings wird diese Maschine bei Veröffentlichung nicht gerade billig sein (um die 1.500 Dollar), da sollte man schon sehr reinlich sein, damit diese sich amortisiert.

Ein all-in-one Gerät für die Familie ist die Frühstücksmaschine. Diese beinhaltet einen Toaster, eine Kaffeemaschine eine Herdplatte und einen Ofen. Damit erleichtert sie erheblich die Zubereitung des Frühstücks.

Quataris (Hong Kong) will einen 19-Zoll LCD Fernseher herausbringen, welcher mit einer modifizierten SUSE Linux Version funktioniert. Der “QuaNext”, wie der Fernseher auch genannt wird, hat einen Intel Prozessor mit einem Speicher bis zu 2 GB und eine Festplatte von gigantischen 220GB und ein CD / DVD Laufwerk. Was besonders wichtig ist, ist die Auflösung von 1,440 x 990 Px. Damit ist dieses Gerät ein DVD-Player, Computer und Fernseher in einem.

Ein weiteres Highlight ist das Multimedia-Bett von Ruf-Bett International GmbH & Co KG. Das Ruf-Cinema sieht futuristisch aus und besitzt einen Projektor, ein Display und DVD-Player. Damit kann man jetzt im Pyjama ins Kino gehen.

Ein etwas verrücktes Gerät ist das teilbare Handy ?Me-Mo?. Dieses Handy besteht aus verschiedenen Teilen, wie Tastatur, Display, Telefon, MP3-Player, GPS und Kamera. Alle Teile können über Knöpfe abgetrennt werden.

Letztendlich stellt sich die also die Frage, will ich einen Spezialisten oder jemanden, der alles “ganz gut” kann? Ich würde ja viel mehr für einfach Schnittstellen plädieren! Bei denen ich, ähnlich wie beim letzten Telefon, das System einfach modular erweitern kann. Insbesondere bei Haushaltsgeräte wäre das mal eine Innovation. Man stelle man sich zum Beispiel eine Waschmaschine vor, die kompatibel mit dem Trockner ist usw.
Quelle: techeblog.com
Tags: auflösung, design, einfach, forschung, interface, mobiltelefon, UID
Und wieder mal lässt Jeff Han grüßen. Auf der kürzlichen Convergence 2007 Konferenz zeigte Microsofts Center for Information Work (CIW) einen Ausblick auf den Arbeitsplatz der Zukunft ? jedenfalls nach Microsofts Vorstellungen.
Deren ?DigiDesk? ist eine Kombination aus Head-up-Display und Multitouch-Screen, auf dem der gesamte Arbeitsplatz/Schreibtisch digital abgebildet wird. Von Hardwareseite ist insbesondere die integrierte Scaneinheit hervorzuheben. Die Software verfügt über eine erweiterte Möglichkeit Daten zu visualisieren. Wie das im Detail aussieht – das Video zeigt?s sehr schön.
Ein ähnliches Konzept (u.a. ein Tisch der Dokumente selbst erkennt und scannt), ebenfalls von Microsoft, hatten wir ja bereits im Februar vorgestellt. Wer das noch nicht gesehen hat, sollte sich auf jeden Fall noch mal die letzten 20 Sekunden des Videos, von dem damaligen Beitrag anschauen. ? Ist wirklich innovativ konzipiert.
CIW ist übrigens ebenfalls in Redmond angesiedelt und soll, laut Microsofts eigener Aussage, Konzepte entwickeln, die ihrer Zeit fünf bis sieben Jahre voraus sind.
Einen schönen Einblick in das CIW mit Fotos und einem Video bietet die folgende (leider nur englische) Seite:
www.microsoft.com/presspass/presskits/ciw/default.mspx
Tags: desktop, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, jeff_han, Microsoft, MMI, software, spracherkennung, touchscreen, UID, visualisierung
Die immer stärkere Miniaturisierung in der Projektionstechnologie gibt uns schon jetzt einen kleinen Ausblick auf die Zukunft. Denn dann werden Projektoren in Handys, PDAs oder gar Uhren integriert sein und es kann auf jede beliebige Oberfläche projiziert und interagiert werden. Im Klartext: Viele vollkommen neue Interfaces werden entstehen.
Einen kleinen Vorgeschmack davon zeigt schon das obige Video. Das von Xiang Cao und Ravin Balakrishnan am Fachbereich Computer Science der University of Toronto entstandene Konzept macht somit aus jedem realen Raum einen virtuellen 3D-Raum. Ähnlich wie mit einer Taschenlampe, kann man diesen Raum dann ausleuchten. Schwer vorstellbar? Das Video zeigt es besser, als ich es hier je beschreiben könnte
Das komplette (leider nur englische) Paper und noch Links zu den anderen Arbeiten von Xiang Cao gibt?s unter:
www.cs.toronto.edu/~caox/research.htm
Tags: 3D, augmented_reality, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, PDA, touchscreen, UID, visualisierung

Wirklich ein sehr spannender Ansatz, den sich da Designstudent Chen Hung-Ming für eine Fernbedienung hat einfallen lassen.
Beispielsweise von Sony, kennen wahrscheinlich schon einige von euch ein ähnliches Prinzip: Eine Fernbedienung mit zwei Seiten. Die eine reduziert mit Programmwahl und Lautstärke (die von Oma so was von bevorzugt wird) und auf der anderen Seite Tasten für ALLE Funktionen. In einer Hülle konnte man diese je nach dem mit der Seite einsetzen, ob man es komplex oder einfach mag. Die Rückseite war somit auch vor versehentlichen Drücken geschützt.
Hung-Ming geht diese Sache noch cleverer an, in dem er nämlich eine Buch-Metapher wählt und man zwischen den unterschiedlichen Interfaces blättern kann. Besonders hilfreich sind zudem noch die Reiter an der Seite mit den man sofort die richtige Steuerung auswählen kann, denn in diesem Fall sind natürlich mehr als ?nur? zwei Seiten möglich.
Tolle Studie, würde ich sofort kaufen.
Mehr Infos auf der Seite von Chen Hung-Ming, die auch schon wegen seiner weiteren Designkonzepte auf jeden Fall einen Blick wert ist:
www.chen-karlsson.com
Tags: eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Philips, sony, UID, Usability
Fast jeder kennt das. Als Workaholic oder Gamer verbringt man Stunden vor dem Rechner. Bis der Hunger kommt. Anstatt einer ausgiebigen Pause, holt man sich seinen Snack zum Arbeitsplatz und krümelt zumeist die ganze Tastatur voll. Solange, bis die Tastatur unappetitlich aussieht.
Philips hat jetzt die Lösung, die das Essen, Trinken und Rauchen über der Tastatur ermöglicht. Deren neue schnurlose Tastatur SPT5701 ist mit Abflusslöchern ausgestattet!
Ein weiteres Highlight dieser Tastatur ist ein integriertes 4-Wege-Scrollrad, welches die Navigation auch ohne zusätzliche Maus möglich macht. Die Akkulaufzeit der Tastatur soll ganze 7 Monate betragen.

Angeblich auch benutzerfreundlicher, aber in jedem Fall ein völlig neuer Schritt in Richtung Interaktion/Eingabe, geht dahingegen die orbiTouch Keyless Tastatur. Sie bietet Tastatur und Maus in Einem. Das Design macht es insbesondere auch Personen mit Hand- / Fingerverletzungen oder motorischen Problemen möglich, sie zu bedienen. Durch schieben der “Hauben” in bestimmte Richtungen wird das Schreiben der unterschiedlichen Buchstaben ermöglicht. Also, wenn ich zum Beispiel die linke Einheit auf eine der fünf Farbzonen schiebe, zum Beispiel auf den blauen Bereich und ich danach die rechte Einheit auf eine der Buchstabengruppen, die wiederum auch jeweils aus fünf farbigen Buchstaben bestehen schiebe, dann wird von dieser Gruppe der blaue Buchstabe geschrieben usw.
Die integrierte Maus, gibt zudem noch volle Maus- und Tastaturfähigkeit! Sehr löblich ist auch das Schreibtutorium, welches mitgeliefert wird. Es ermöglicht die schnelle Übung der Umgangsweise mit dem orbiTouch Keyless.
Ebenfalls eine neue Interaktionsform zur Texteingabe zeigt das tragbare Konzept von Sunman Kwon, welches an das Handgelenk gebunden ist. Somit kann man auch unterwegs schnell Eingaben tätigen. Die Buchstaben dazu auf die Innenflächen der Finger projiziert. Berührt man nun mit dem Finger der anderen Hand den entsprechenden Letter, wird dieser ausgewählt. Einziger Haken beim schönen Design: Es ist kaum genügend Platz um dem User ein visuelles Feedback zu geben.

Viele schöne Ideen, die das Leben wieder etwas leichter machen.
Mehr Infos unter:
www.golem.de
www.i5bala.blogspot.com/…
www.yankodesign.com/product…
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, Philips, qwerty, UID, Usability
Das nenne ich mal einen alternativen KOPFhörer! Das bisher nur als Prototyp verfügbare Headset ?Sound Leaf? vom Japanischen Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo zeigt eine neue Art Töne wahrzunehmen ? nämlich über die Knochen!
Das kabellose Headset brauch dazu nur an die Schädelknochen gehalten werden (also zum Beispiel wie im Video an die Stirn oder neben(!) dem Ohr) und schon wird der Ton über die Vibrationen zu den Hörnerven übertragen. Also ideal für Menschen mit Hörproblemen oder in lauten Umgebungen bzw. wo Schallschutz getragen werden muss.
Tolles Produkt und schöne einfache Umsetzung.
Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Seite von NTT DoCoMo:
www.nttdocomo.com/features/diverse_needs/soundleaf.html
Tags: barrierefreiheit, einfach, forschung, interface, MMI, mobiltelefon, NTT-DoCoMo, UID, Usability
Heute mal wieder eine Fortsetzung unser losen Reihe ?Rückblick? …
Wenn der Nutzer nicht mit der Software klar kommt liegt das meistens an …? Genau ? Dem Interface! Anscheint hat diese Erkenntnis Microsoft schon 1995 und brachte für Windows 3.1 eine ?kinderleichte? Oberfläche mit dem Namen ?BOB? auf dem Markt.
Tja, nur leider hat BOB nicht, wie man meinen mag, zu zufriedenen Nutzern geführt, sondern zum Platz 7 der ?Schlechtesten jemals veröffentlichten Produkte? des PC World Magazine geschafft.
Dabei hatte BOB eine Menge Möglichkeiten. Es gab schon ein Adressbuch, Kalender, Finanzrechner, eine Textverarbeitung und einiges mehr.
Aber das Problem des Scheiterns lag zu gleich in der einfachen Oberfläche. Diese bestand aus einem illustriertem Haus (siehe Video) in dem alle Gegenstände auch mit der jeweiligen Funktion hinterlegt waren. Also der Kalender an der Wand mit dem digitalen Kalender, die Briefe auf dem Tisch mit dem Posteingang usw.
Weiterhin wurde jede Aktion von einem Assistenten begleitet. Wenn man zum Beispiel ein Textdokument anlegen wollte, wurde man jedes mal (! egal, wie oft man das vorher schon gemacht hatte) Schritt-für-Schritt mit einer Cartoonfigur durch den Prozess geführt. Ja, das war auch unter anderem die Geburtsstunde des nervigen Assistenz-Hundes, den man aus den späteren Windows-Produkten kennt (… und außerdem der Hüpfer (Office) und Peedy (Excel) und …).
Tja, und genau da sind wir schon beim Kern des Misserfolgs. (Es wurden gerade mal 30.000 Lizenzen verkauft ? Zum Vergleich das damalige Windows 95 ging innerhalb des ersten drei Monate etwa 45 Millionen mal über den Ladentisch). Der Nutzer konnte keine Evolution durchmachen. Egal wie viel er schon gelernt hatte, das Interface passte sich nicht an und behinderte somit ein effektiveres Arbeiten.
Im Gegensatz dazu ist eine komplizierte Oberfläche dann doch besser, denn auch wenn die Einarbeitungszeit mühsam ist, kein Spaß macht, man einen Lehrgang machen muss usw. so kann man nach dem Erlernen doch zügiger Aufgaben abarbeiten. ? Aber dies soll in keinem Fall eine Rechtfertigung für komplizierte Interaces sein ? mitnichten!
Der beste Weg ist immer noch eine intuitive Oberfläche, in der sich JEDER sofort zurecht findet und die den Nutzer durch ihre klare Struktur und ggf. durch abschaltbare(!) Assistenten an die Hand nimmt und durch das Programm geleitet. Aber wie man das erreicht und welche anderen Punkte man dabei noch beachten muss, ist ein schönes Thema für einer der nächsten Blogeinträge.
Eine sehr schöne komplette Übersicht von BOB mit vielen Bildern gibt es unter:
www.winhistory.de/more/bob/bob.htm
Dort kann man BOB auch runterladen und ausprobieren (läuft noch heute unter Windows!)
www.winhistory.de/downloads/downloads.htm
Übrigens, um hier mal ein wenig wie die BILD zu sein und zu tratschen: Zwischenzeitlich war Melinda French, die spätere Ehefrau von Bill Gates, Projektmanagerin bei der Entwicklung. Aber das lasse ich mal ganz unkommentiert
Tags: Assistenzsystem, desktop, einfach, GUI, HCI, interface, Microsoft, software, UID, Usability, windows
Wir haben ja nun schön des öfteren über Nintendos Wii berichtet. Heute soll jedoch mal eine zweckentfremdete Anwendung im Mittelpunkt stehen.
Paul Bourke, ein Student an der University of Western Australia, hat dafür die Wii Fernbedingung an ein MacBook angeschlossen und dieses wiederum mit einer drei Meter großem Projektionskuppel kombiniert. Herausgekommen ist ein wirklich interessante Art in 3D-Umgebungen zu interagieren. (siehe Video oben)*
Was die Wii Fernbedienung für diese Applikation prädestiniert ist, neben dem Preis, zweifelsfrei die ziemlich präzise Erkennung von Bewegungen in alle drei Achsen und dazu noch die zahlreichen Knöpfe sowie eine Steuerkreuz für eine zusätzliche und einfache Funktionsauswahl.
Ich bin gespannt ob dieses Experiment noch weiter fortgeführt wird bzw. ob ähnliche folgen.
Weitere (leider nur englische) Infos zum Projekt unter:
http://local.wasp.uwa.edu.au/~pbourke/projection/Wii/
* laut Projektseite, ist die Steuerung im Video noch etwas ungenau, da zunächst nicht der Infrarotsensor verwendet wurde
Tags: 3D, apple, display, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Nintendo, UID, virtuell, wii
UMPC’s (Ultra Mobile Personal Computer) sind momentan in aller Munde. Die Nische zwischen Smartphone und Notebook wird damit nun endlich geschlossen. Für viele wird damit sogar ein Smartphone überflüssig werden, denn für die Termine, Kontakte und eMails reicht meist ein besseres “normales Telefon” und für die einfachen Arbeiten unterwegs, kommt dann der neuerdings kaum größere UMPC zum Einsatz.
Zur Zeit findet in Peking das Intel Developer Forum (IDF) statt, bei dem diese Thematik auch eine zentrale Rolle spielt. Auf der Seite zum Forum gibt es im übrigen auch sehr interessante (leider nur englische) Webcasts:
www.intel.com/idf/
Für uns Interface Designer bedeutet das im wesentlichen zwei Sachen.
Zum einen wird es in bestimmten Bereichen eine Renaissance von Applikationen geben, die auf eine Auflösung von 800 x 600 Pixel optimiert sind. Ansonsten wird das auf den kleinen Display nüscht. – Eine Alternative wären hier übrigens auflösungsunabhängige Oberflächen, so wie bei Apples neuem Leopard OS (siehe Bericht vom 4.9.2006).
Und zum anderen müssen wir an eine sehr defizile Interaktion denken, die zwischen Bedienung mit Stift, Finger und der ausziehbaren Tastatur wechselt. Ein schönes Beispiel, wie so etwas aussehen kann, zeigt ein Concept Car Interieur das von VW, in Kooperation mit Intel, entwickelt wurde:
Tags: auflösung, forschung, GUI, HCI, intel, interface, PDA, software, touchscreen, UID, Usability, VW

Unser amerikanisches aller Lieblings-Online-Auktionshaus eBay arbeitet gerade an einer Software, die es den Nutzer ermöglichen soll noch einfacher zu suchen und zu verkaufen. Das Programm aktualisiert sich fortwährend über eine Internetverbindung selbst, so das es in den entschiedenen letzten Sekunden nicht knapp wird. Sogar das komplette Gegenteil wird der Fall sein. Durch die Umsetzung mit Adobe’s Apollo Technologie (dazu weiter unten mehr) ist man nicht mehr auf die Darstellung im Browser (Rendering) und der damit verbundenen Rechenzeit abhängig, sondern kann nur einzelnen Teile der Oberfläche sich dynamisch aktualisieren lassen.
Dieser technische Unterschied wird auch ein zentraler Punkt beim Einstellen von Artikeln werden, denn das lästige “Vor und Zurück” gehört dann der Vergangenheit an. Auch kann man in Echtzeit eine Verbindung zu seiner Webcam aufbauen und ein Bild von dem Artikel schießen, welches dann automatisch übernommen wird. Also insgesamt ungeahnte Möglichkeiten.
Die bisher unter dem Namen “Project San Dimas” laufende Entwicklung, soll schon in einigen Wochen als Beta veröffentlicht werden. Über die Projektseite www.projectsandimas.com/ lann man sich dafür als Beta-Tester registrieren.
Den (leider nur englischen) Blog zum Projekt gibt es unter:
blogs.ebay.com/projectsandimas
Eine kleine öffentliche Vorstellung der Software konnte man bereits auf der DEMO 07 Konferenz sehen. Hier das Video:

So, und jetzt noch mal zu Adobe’s Apollo. Da das, so denke ich, die Internet- und Softwarewelt noch mal ordentlich beeinflussen wird, werden wir dazu demnächst mal einen Extrabeitrag machen, der schon erste Konzepte und Tendenzen vorstellt. Für alle die davon bisher nichts gehört haben sei gesagt: Apollo wurde von Adobe bisher nur als Alpha-Version vorgestellt, steckt also noch völlig in den Kinderschuhen. Trotzdem ist der “Ansturm” darauf schon sehr beachtlicht. Die plattformunabhängige Laufzeitumgebung ermöglicht es Entwicklern, vorhandene Technologien (wie HTML, JavaScript, Ajax, Flash, Flex) zu nutzen, um damit Internet- und Desktop-Applikationen in einem zu erstellen.

Einen interessanten (deutschen!) Artikel zu Adobe’s Appolo kann man bei Netzwelt finden:
www.netzwelt.de/news/75346-adobe-apollo-die-schnittstelle-zwischen.html
Tags: adobe, Ajax, desktop, ebay, einfach, flash, forschung, GUI, interface, internet, software, UID, web-2.0, webapplikation

Wir haben hier ja schon so viele Mobiltelefonkonzepte vorgestellt – heute mal andersrum. Eure Ideen sind gefragt!
Das Mobile Life Centre an der Stockholm University in Schweden bitte um Einsendungen für den Ideen wie Thema: Wie Mobiltelefon im Jahr 2020 verwendet werden und vor allem wofür. Gewünscht ist eine Beschreibung wie von maximal 2000 Wörtern, inklusiver einer Kurzzusammenfassung, plus eine visuelle Aufbereitung.
Der Gewinn klingt super. Als Gewinner wird man dann zunächst für drei Monate bei Sony Ericsson in Lund angestellt und danach für drei Monate im Mobile Life Center in Kista (alles natürlich in Schweden) und das eingereichte Projekt zu verwirklichen!
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2007
Der Gewinner wird am 30. August 2007 bekannt gegeben.
Mehr zum (leider nur englischen) Wettbewerb unter:
www.mobile-life.org/mobile2020/
PS. Im übrigen wird man bei Sony Ericsson unter der Anleitung von Kristoffer Åberg, der vielleicht einigen von euch ein Begriff sein wird. Falls nicht, hier mal eine Auszug aus seinen patentierten Erfindungen:
http://v3.espacenet.com/…
Tags: design, forschung, GUI, HCI, interface, mobiltelefon, sony, UID, Usability, wettbewerb

Ja, das könnte die nächste Konkurrenz zur Wii werden. Die Wii ist wirklich klasse in der Erkennung von 3D-Handbewegungen, ohne Frage. Aber das war’s dann aber auch schon.
Vergleicht man das mit den aus den Virtual-Reality-Laboren bekannten VR-Handschuhen, so ist damit noch bedeutend mehr Interaktion möglich. Wären dieser nur nicht so teuer und umständlich …
Genau das gleiche hat sich wohl auch Sony gedacht, könnte man jedenfalls meinen, wenn man das vorkurzem veröffentlichte Patent liest. Dies beschreibt einen Spielsteuerung, die dafür ausgelegt ist in der Hand gehalten zu werden und die zusätzlich zu einen Gyro- und Bewegungssensor auch alle Handflächen- und Fingerbewegungen erkennen kann.
Als Bonbon soll es dazu auch noch taktiles Feeback geben.
Somit wäre es dann tatsächlich möglich in einen Virtuellen Raum einen dreidimensionalen Gegenstand “in die Hand zu nehmen” oder Objekte zu manipulieren (zerquetschen, ziehen etc.)
Wenn man das dann noch mit einer 3D-Brille kombiniert … da sehe ich doch schon Sonys PlayStation 4 ganz klar vor meinen Augen
Zur (leider nur englischen) Patent-Beschreibung: http://appft1.uspto.gov/….
Tags: 3D, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, sony, UID, Usability, virtuell, wii

Genau das habe ich mir schon lange gewünscht. Tagsüber brauche ich meinen dicken PDA wirklich und die Größe macht ja auch wirklich Sinn. Ich kann mir nicht vorstellen, auf einem noch kleinerem Gerät eMails zu tippern, etwas auf Webseiten zu suchen oder gar eine Navigationssoftware zu nutzen.
Aber abends beginnt dann das Dilemma. Auch beim Kino-, Restaurantbesuch usw. muss ich meine kleine Telefonzelle mitschleppend. Ätzend.
Für mich und alle denn es ähnlich geht ist Rettung in Sicht. Vor kurzem wurde von dem Kalifornier Jay G. Parikh ein Patent veröffentlich, das ein PDA mit einem aus dem Rückteil herausnehmbaren Handy beschreibt.
Der Service bleibt ? die Größe schrumpft. Das Mobilteil hat eine weitere Batterie die über das PDA-Schnittstelle mit aufgeladen wird (Finde ich im übrigen auch super, da ich den Fall schon öfters hatte: der PDA ist “leergespielt” und jetzt ist man nicht mal mehr erreichbar
) und das Telefonbuch hat die selben Einträge, wie über die PDA-Oberfläche – so wie es sein sollte.
Da freue ich mich doch schon auf das erste Serienmodell.
Zum (leider nur englischsprachigen) Patent geht es unter:
www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp?wo=2007005821
Tags: design, einfach, forschung, interface, mobiltelefon, PDA, UID, Usability
Auch Novint hat ein (fast 2kg schweres!) haptisches Eingabegerät entwickelt. Der sogenannte Falcon ist mit einer Größe von 23 x 23 x 23 cm wie ein kleiner Roboter. Mit seinen drei Armen ist er in allen drei Dimensionen bewegbar und ermöglicht somit eine neuartige Steuerung z.B. bei Computerspielen. Zudem ermöglicht er dem Benutzer Gewicht, Form, Beschaffenheit, Dynamik eines virtuellen Objektes oder einer virtuellen Umgebung realistisch zu erfahren. Die zusätzliche Force-Feedback Funktion (Kraft-Rückkopplung) lässt den Benutzer auch spüren was auf dem Bildschirm funktioniert. Computerspiele lassen sich so viel natürlicher und intuitiver steuern.

Die Funktionsweise ist schnell erklärt. Der Nutzer hält den Griff des Falcon in der Hand. Dieser lässt sich wie eine Maus nach links, rechts, vorwärts und rückwärts schieben. Zusätzlich sind hier die Bewegungen hoch und runter möglich. Der Griff kann je nach Spezifikation und Typ der Anwendung angepasst werden. Bei der Bewegung wird auf dem Bildschirm ein 3D – Positionszeiger angezeigt. Wenn dieser nun ein virtuelles Objekt berührt, erkennt der Computer die Bewegung und leitet das an die elektrischen Motoren des Eingabegerätes weiter. Dieses vermittelt dann dem Benutzer mittels Force ? Feedback die Berührung und somit ein realistisches Gefühl von dem Objekt. Es gibt drei elektrische Motoren, die mit den drei Armen des Gerätes verbunden sind. Diese Arme sind mit dem Griff verbunden. Bei jeder Aktualisierung der Zeigerposition erzeugen die Motoren eine Kraft-Rückkopplung.

Die Veröffentlichung des Falcon ist für Mitte 2007 geplant. Bis dahin kann man ihn für “nur” 189 Dollar vorbestellen. Danach soll er 239 Dollar kosten. Bei dem Preis lohnt sich der Kauf für den normalen Computerbenutzer wohl erstmal nicht. Vorläufig müssen diese dann bei der Maus bleiben. Wie der Name Falcon schon sagt, ist der Falcon als einer der kraftvollsten Raubvögel der Natur ein natürlicher Feind der Maus. So könnte er früher oder später die Maus bei Spielen gänzlich ersetzen. Absatz wird die neuartige Technik wohl zum Anfang nur bei 3D-Designer oder Grafikern finden.
Quellen:
www.novint.com/falcon
www.hangy.de/perm/technik…
Tags: 3D, einfach, eingabesystem, HCI, interface, UID, Usability, virtuell
Am letzten Donnerstag war es mal wieder soweit und ein neues Apple-Patent wurde veröffentlicht, welches die Usability des Apple Betriebssystems (Gerüchten zu Folge als neues Feature von Mac OS X 10.5 ? Leopard) wieder etwas erhöhen wird ? so darf man jedenfalls hoffen.
Bei der Neuentwicklung handelt es sich um eine Erweiterung für den Finder, der damit verschieden großen Icons in einem Fenster visualisieren kann.
Dies kann bei Programm-Icons zum Beispiel genutzt werden, damit diese zwischen den ganzen Dateien und Ordnern gleich “ins Auge springen”.
Oder bei Ordner-Icons könnte diese Funktion genutzt werden, um volle Ordner zu weniger gefüllten besser unterscheidbar zu machen. Wenn sich dann deren Inhalt ändert, würden sich dementsprechend dynamisch auch die Ordnergröße anpassen.
Und das noch am Rande: Diese Lösung stammt im übrigen aus der Feder von Arnaud Gourdol und Donald Lindsay. Letzterer dürften vielleicht schon einigen ein Begriff als Erfinder von Mac OS Exposé sein.
Zur (leider nur englischen) Patentbeschreibung: http://appft1.uspto.gov/…
Tags: apple, desktop, forschung, GUI, HCI, icon, interface, software, UID, Usability, visualisierung
Wenn man so wie wir, hier so jeden Tag mit unserer Programmierern zusammenarbeiten, kommt man als Interface Design relativ schnell zu dem Schluss, dass diese zuweilen schon ein ganz eigenes Völkchen sind.* Und deswegen wundert es uns überhaupt nicht, was für komische versteckte Sachen (“Easter Eggs”) in so mancher Software eingebaut sind.
Nehmen wir als Beispiel mal wieder unser Lieblingsprogramm Flash (8 Professional):
Klickt man nämlich in diesem auf “Hilfe”, dann auf “Über Flash” und dann auf den i-Punkt in dem Word “macromedia” (auf so was muss man erstmal kommen), dann öffnen sich nämliche diese wunderbaren sechs kleinen Spielchen:

Oder auch noch was für die Mac-Freunde ? das Wetter von “Nirgendwo”:
Wie man dieses Osterei und welche für fast jede andere Software findet, kann man in der tollen Datenbank von www.eeggs.com raussuchen.
Also viel Spaß beim Eier suchen!
* Aber zum Glück hebt sich das wieder auf. Denn fragt man mal andersrum, laufen wir “Pixelfetischisten” ( = Designer) sowieso “nicht ganz rund”. Aber letztendlich freu ich mich, das wir hier alle so ein tolles harmonisierendes Team sind!
… der kann die Sache jetzt selbst in die Hand nehmen!
Diese suchen nämlich eine Verstärkung für ihr bisher zwei Mann großes User Interface Design Team in Kalifornien.
Mehr Infos unter:
www.google.com/support/jobs/bin/answer.py?lc=youtube&answer=56127
Jeder kennt das Problem. Man sitzt draußen im herrlichen Sonnenschein und plötzlich klingelt das Handy. Eine SMS. Nur leider kann man auf dem Display auf Grund der Sonne gar nix erkennen. Also suchst du dir ein schattiges Plätzchen, kannst die Sonne gar nicht mehr genießen und versuchst die SMS zu entschlüsseln. Damit ist jetzt Schluss!

Ein paar intelligente Lösungen gibt es bereits. Handys wie das Sony Ericssons W810i oder das Nokias N70 verfügen schon über einen automatischen Lichtsensor. Bei dieser Technik handelt es sich jedoch um externe Bauteile, die seitlich des Displays eingesetzt werden. Sie sind nicht wie ein Sensor integriert und benötigen dadurch zusätzliche Technik.
Samsung hat da in Sachen Usability nachgelegt und auf dem Mobile Solution Forum in Taipeh ein neues Display präsentiert. Die Lösung des Problems ist ein 2,1 Zoll LC-Display mit einem integrierten Helligkeits-Lichtsensor. Dieser Sensor passt sich automatisch der Helligkeit der Umgebung an und steigert somit enorm die Lesbarkeit. Das Display hat eine Auflösung von 320×240 Pixeln. Der Sensor selbst, ist eine dünne Schicht im Display und ist gerade mal einen Millimeter groß. Die Signalspannung wird in Abhängigkeit vom Umgebungslicht ermittelt und im Display Driver IC verarbeitet. LEDs realisieren die Hintergrundbeleuchtung.
Das Display lässt sich sowohl bei Handys, bei PDAs und anderen mobilen Wieder-gabegeräten einsetzen. Zu der verbesserten Usability soll das Display einen um 20-30 Prozent niedrigeren Energieverbrauch haben als vergleichbare Anzeigegeräte.
In der zweiten Jahreshälfte 2007 soll das neue LCD in Produktion gehen. Fast zeitgleich mit dem neuen iPhone von Apple. Denn bereits im Januar 2007 hat Steve Jobs in San Francisco auf der Macworld 2007 das neue iPhone von Apple mit einer ähnlichen Funktion vorgestellt. Bedient wird dieses Handy fast ausschließlich über ein berührungsempfindliches Display, welches ebenfalls eine Auflösung von 320×240 Pixeln hat. Zusätzliche Sensoren erkennen automatisch in welchem Winkel das Handy gehalten wird und passen den Bildschirm daraufhin an. Ein weiteres Highlight dieser Nutzerführung ist ein Sensor, der die Entfernung des Handys zum Ohr misst und dementsprechend das Display an oder ausschaltet. Somit werden unbeabsichtigte Berührungen des Touchsrceens vermieden und zum anderen spart das Energie. Die Veröffentlichung des iPhones ist für Juni 2007 geplant.
Alles in allem ist das mal wieder eine nützliche Erfindung, bei der die Frage nach, ?Wer hat es erfunden?? für den Nutzer kaum noch eine Rolle spielt.
Weitere Information:
www.apple.com/iphone/
www.nokia.de/de….
www.sonyericsson.com/….
www.golem.de/….
www.pcwelt.de/news/handy_pda….
Tags: apple, display, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, MMI, mobiltelefon, nokia, samsung, sony, touchscreen, UID, Usability
Letzte Woche war es nun so weit und Adobe stellte seine neue Creative Suite vor. Da wir in unserer Agentur vorrangig mit Flash arbeiten, haben wir uns natürlich gleich auf die Informationen zur neuen CS3 Version gestürzt.
Auf der Seite von Dr. Web findet man dazu auch einen empfehlenswerten Artikel, der insbesondere die für uns Interface Designer interessante Neuheiten erläutert.
Neben der verbesserte Import-Funktion, die zwischen der Photoshop-/llustrator-Fraktion und den Flashern bei uns im die größten Reibereien bescherte, gibt es nun auch eine erweitere Auswahl von User Interface Elementen. Desweiteren können auch die Vorlage-Buttons und Elemente besser angepasst und verändert werden. Dies war bei uns, besonders wenn es darum ging, einen schnellen Funktionsprototypen zu bauen, immer ein Problem.
Den ganzen Bericht gibt es unter:
www.drweb.de/flash/flash-cs3-neuheiten.shtml
Ein weitere gute Erläuterung, mit kurzen Videos, bietet die Adobe-Seite selber unter: www.adobe.com/de/products/flash/features/
Und noch eine clevere Lösung zum Thema “Wie kriege ich so viele Tasten auf mein kleines Telefon”. Diesmal aus dem Hause Nokia.
Wir hatten ja gerade in letzter Zeit des öfteren Konzepte vorgestellt, die dafür interessante neue Lösungen zeigen. So zum Beispiel Nalu sowie das Samsung SCH-U740 und Ultra Smart F520.
Letzte Woche wurde nun ein Patent von Nokia veröffentlicht, das wiederum einen neuen Ansatz zeigt. Das Besondere: es gibt keine Doppelbelegung, da der Ziffernblock weiter eigenständig bleibt und “einfach” nur in Ausrichtung der Tastatur gedreht wird.
Abgesehen von dem ganzen Gedrehe und Geschiebe (wieder eine zusätzliche Bewegung mehr) finde ich das sehr gut gelöst.
Das ganze Patent gibt es übrigens (leider nur in englisch) zum nachlesen/sehen unter: http://appft1.uspto.gov/…
Tags: eingabesystem, GUI, HCI, interface, mobiltelefon, nokia, qwerty, samsung, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Alle PDA-Besitzer unter euch kennen das Problem nur all zu gut. So bald es darum geht durch größere Datenmengen zu navigieren, bricht man nicht nur fast den kleinen Stift, sondern selber ab. Gerade bei Windows Mobile ist die Verwandtschaft zum großen Desktop-Rechner-OS noch sehr zu spüren. Obwohl doch die Navigationsanforderungen und Eingabearten völlig unterschiedlich sind.
Das scheint man im Hause Microsoft nun auch langsam erkannt zu haben, denn von dem Microsoft Research nahe stehenden Unternehmen ZenZui wurde just diese Tage eine Applikation vorgestellt, mit dem man sehr wohl ganz einfach durch Daten navigieren kann.
“Stop Surfing. Start Zooming” so der Webespruch von ZenZui und das beschreibt das Prinzip schon sehr gut. Aber bevor ich im folgenden kompliziert versuche die Funktionsweise zu beschreiben ? ihr kennt das ja schon: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Insofern sei auf das obige Video verwiesen.
Vorrangig wurde dieses System zum parallelen Navigieren durch Websites geschaffen, die sich somit dynamisch nachladen können, aber es könnte ebenso universell für alle Daten verwendet werden. Ich könnte mir selbst eine komplette Betriebssystem-Oberfläche in dieser Art vorstellen, in der so (mit einem Daumen) zwischen allen Applikationen gewechselt werden kann.
Mehr Infos zum Produkt gibt es auf der (leider nur englischen) Webseite:
www.zenzui.com
Tags: desktop, display, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, Microsoft, MMI, mobiltelefon, touchscreen, UID, Usability, windows
Video-Link: www.youtube.com
Mein Cebit-Besuch liegt nun schon wieder eine Woche zurück und in Retrospektive ist leider nicht all zu viel hängen geblieben. Keine wirklichen großen neuen Innovationen, dafür sind viele Produkte bedeutend besser geworden bzw. haben die Marktreife erlangt.
Woran ich mich aber noch sehr gut erinnern kann, sind die Displays im obigen Video.
3D-Displays für die keine Brille nötig sind, sind ja schon ein alter Hut. Aber auch hier wurde das Produkt verbessert und eine Handgestenerkennung hinzugefügt. Somit kann ich nun berührungslos mit meinem dreidimensionales Objekt interagieren.
Entwickelt wurde das ganze vom Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik / Heinrich-Hertz-Institut / Interaktive Medien – Human Factors Berlin.
Mehr Infos dazu unter:
www.hhi.fraunhofer.de/german/im/produkte/3d-kiosk/
Tags: 3D, cebit, display, eingabesystem, forschung, fraunhofer, GUI, HCI, interface, MMI, touchscreen, UID, virtuell

Fast jeder Webdesigner hat sich schon einmal an einem eMail-Icon versucht oder wenn er einen Online-Shop gestalten durfte, an einem Einkaufswagen. Wenn wundert es da, dass eine schier unüberschaubare Flut an Icons zum gleichen Thema existiert.
Die 300 Images From 1800 Sites hat es sich zu Aufgabe gemacht, wenigstens ein paar davon zusammenzutragen. In den Rubriken “Pfeile”, “Beiträge”, “Komentare”, “Mail”, “Gliederungspunkte”, “Drucken” und “Einkaufswagen” wird im Vergleich sehr schön deutlich, wo der Gestalter komplett versagt hat und was wirklich brauchbar ist.
Also, bei der nächsten Standard-Icon-Gestaltung mal einen inspirierenden Blick werfen auf:
www.intersmash.com/300images/
Tags: design, GUI, icon, interface, internet, UID, Usability, visualisierung, web-2.0, webapplikation




















