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… möchte ich gerne den mehrfachen Wunsch nachkommen und meinen Vortrag noch online stellen:
(falls etwas komisch aussieht, leider sind bei der Slideshare-Konvertierung ein paar Transparenzen verloren gegangen)
Viele Themen konnte ich ja nur gaaanz kurz anreißen und wären es eigentlich Wert in einem Extravortrag noch mal ausführlich behandelt zu werden. So zum Beispiel “Wie gestalte ich eine optimale Suche”, “Einfaches Usability-Testing im Firmenalltag”, “Web Site Building – von der Konzeption, über die Gestaltung und Evaluation bis zur Veröffentlichung” etc. …
Also, wenn jemand dazu bzw. zum Vortrag Fragen/Kritik/Anregungen hat, dann können wir diese sehr gerne hier im Blog diskutieren oder einfach per eMail/Telefon.
Alle die den Vortrag auch noch gerne in “echt” sehen möchten, sind schon heute herzlich zum World Usability Day in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg eingeladen. Am 13. November werde ich davon noch mal einer aktualisierte und erweitere Version halten.
Mehr Infos dazu wird es ab Juli unter www.supernuetzlich.de geben.
Tags: 3D, adobe, analyse, animation, apple, Assistenzsystem, augmented_reality, design, echtzeit, einfach, eingabesystem, eye-tracking, fernbedienung, flash, flickr, forschung, fotos, fraunhofer, GUI, Handy, HCI, heat-map, interface, internet, lesen, Live, MMI, mobiltelefon, PDA, schreiben, schroeder-wendt, software, suche, UID, Usability, virtuell, visualisierung, web-2.0, webapplikation, World-Usability-Day
Als wir im Jahr 2004 eine Studie zur Handynutzung bei 50+ Nutzer durchführten, gab es immer wieder ein Problem: Die bis zu vier Tasten unter dem Display (= Softkeys) wechselten ständig ihre Funktion, was mit steigenden Alter immer schwieriger nachvollziehbar ist. Siehe unsere Videoanalyse:
Nun hat man zur Lösung des Problems drei Möglichkeiten:
1. man baut für jede Funktion eine extra Taste
2. man verwendet einen Touchscreen
oder
3. man macht es so, wie beim neuen Motorola Rokr E8.
Das zur CES vorgestellte Handy besitzt nämlich ein (für Mobiltelefone) neues Interface. Hinter einer glasartigen Oberfläche verbergen sich zwei Displays. Eines ist davon der herkömmliche Bildschirm und das andere bildet die Tasten ab – und somit können die Tasten natürlich unterschiedliche Zustände/Funktionen abbilden. Hier gut im Video zu sehen:
Somit hat man je nach gerade laufender Anwendung eine context sensitive und somit intuitivere Bedienung. Zudem gibt es noch einen Vorteil gegenüber einem Touchscreen: die Tasten sind weiterhin Tasten und ich erhalte auch ein haptisches Feedback. (Obwohl daran schon bei mehreren Herstellern geforscht wird, dies auch bei normalen Touchscreen zu erreichen. Siehe hier).
Aber alles hat auch eine Kehrseite und so hier auch. Leider reicht nämlich bei dieser Umsetzung der Platz nicht mehr für eine Beschriftung der Tasten-Icons. Insofern müssten diese – für alle Altersgruppen – wirklich intuitiv sein. Eine schöne Aufgabe für einen Interface Designer …
PS. Mir ist natürlich klar, dass dieses Mobiltelefon für alles andere als für die Zielgruppe Senioren entworfen wurde. Es geht mir nur darum ästhetische und praktikable Bedienkonzepte zu finden, als kransteuerungsartige Gestaltungen wie sie derzeit auf dem Markt erhältlich sind:
Dazu aber noch eine Richtigstellung: Auch wenn ich nicht glaube, das ich meiner Oma mit so einem “Behindertenhandy” nach Hause kommen darf (den diese hat nicht mit 50 auf einmal ihr Gefühl für Ästhetik an der Garderobe abgelegt), auf jeden Fall habe ich größten Respekt und Hochachtung vor Dr. Khoschlessan, der es mit enormen Engagement tatsächlich geschafft hat, sein Mobiltelefon in Deutschland zu produzieren – und nun wohl auch der einzige Handyhersteller in Deutschland ist
Wir hatten uns da übrigens auch schon mal etwas überlegt …
Einfach nur telefonieren – Das Handykonzept Mono
… falls also jemand etwas Venture Capital gut anlegen möchte, bitte melden
Mehr (leider nur englische) Infos zum ROKR E8 unter direct.motorola.com/hellomoto/rokre8/
Tags: analyse, barrierefreiheit, design, display, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, Handy, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, nokia, schroeder-wendt, siemens, touchscreen, UID, Usability, visualisierung
Tja, als ich da so letzte Woche von dem britischem Produkt Zigview S2 lass, kamen doch gleich wieder alter Erinnerungen auf `… das Prinzip hab’ ich doch so ähnlich schon irgendwo gesehen … Stimmt! Bei uns!`
Aber worum gehst es überhaupt. Zigview ist ein externer Sucher für Kameras. Eine genaue Demonstration kann man sehr gut hier sehen:
Im Gegensatz zu Kameras die bereits einen verstelltbaren/schwenkbaren Sucher bzw. Objektiv haben, sieht man hier sehr schön die Vorteile einer völlig getrennten Lösung: Fotografieren aus den schwierigsten Positionen (z.B. Froschperspektive oder Vogelperspektive) und trotzdem einen optimalen Bildausschnitt wählen können.
Nicht wie hier als Nachrüstset, sondern als völlig eigenständiges Kamerasystem haben wir ein ähnliches Prinzip schon fast vor 6 Jahren konzipiert.

Bei dieser Lösung sind wir von einem System ausgegangen, bei dem Sucher und Objektiv völlig voneinander getrennt sind, aber auch zusammengesteckt werden können. Genau genommen zwei kugelartige Körper, die somit gut in der Hand liegen und durch Abflachungen am Fuss trotzdem einen festen Stand haben. Das Objektivbild wird per Videosignal in Echtzeit auf die Suchereinheit übertragen.
Ein System das wirklich (fast) nur Vorteile bietet: Wie auch schon im Video angerissen, hat man (neben dem Fotografieren aus fast jeder Perspektive) damit weniger Verwackler, da Auslöser und Objektiv von einander getrennt sind, bei Gedränge/Menschenansammlungen kann mit ausgestrecktem Arm nun “ganz in Ruhe von unten” das Motiv ausgewählt werden oder bei gefährlichen Situationen kann man zumindest noch eine Armlänge Abstand halten oder bei Menschenfotografie ist nicht mehr die Kamera zwischen Fotograf und Model oder …
Ganz kurz auch etwas zu den Nachteilen. “Schwach auf der Brust” wird das System dann, wenn es darum geht etwas manuell einstellen zu wollen. Zoom und Schärfe muss digital über die Suchereinheit geregelt werden. Weiteres Manko: Die Objektive. Je größer und schwerer, desto schwieriger ist es natürlich diese mit nur einer Hand und im nicht zusammgesteckten Zustand ruhig halten zu können. Insofern würde man schon eine ganz spezielle Zielgruppe damit ansprechen.
Der Grund warum wir das Konzept aber zum damaligen Zeitpunkt nicht weiterverfolgt haben, war die Funkvideoübertragung. Diese Stand (rein rechnerisch) in keinem Verhältnis zur Akkulaufzeit. Aber vielleicht sollte man mal über eine Wiederbelebung nachdenken … Wir freuen uns auf Eure Kommentare.
Tags: , echtzeit, einfach, forschung, fotos, interface, MMI, schroeder-wendt, UID, Usability
So heute nun das versprochene Demonstations-Video zur Red Dot prämierten DVD für Analphabeten (wir berichteten ja am Dienstag).
Wie man sieht, können die Analphabeten mit dieser völlig selbständig die Barriere durchbrechen. Es ist kein “Outing” mehr nötig – Einfach DVD einlegen und zu Hause anfangen zu üben. Die ganze Bedienung und Menüführung völlig “buchstaben- und wortfrei”. Auch schön zu sehen, die verschiedenen Interaktionsformen mit dem, sonst eigentlich feedbacklosen Medium Video-DVD, über zum Beispiel Karten oder direkt auf dem Bildschirm schreiben.
Da die DVD noch keinen Verlag gefunden hat, bleiben wir gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickeln wird …
Tags: design, display, DVD, einfach, fernbedienung, forschung, GUI, interface, lesen, schreiben, schroeder-wendt, UID, visualisierung, wettbewerb
Gestern hatte ich ja schon vom Hauptgrund meiner Singapur-Reise berichtet, heute nun der Hinweis auf zwei Ausstellungen, die man sich als Interaction Designer nicht entgehen lassen sollte – einziger Harken: beide in Singapur. Aber zumindest bezüglich der “DAT – Digital Art & Technology” gibt es noch eine Alternative, aber dazu gleich mehr.
Beginnen wir zunächst mit dem Tipp Nr. 1 – Das Singapore Science Centre
Wer in Deutschland das SPECTRUM – also, das Science Center im Deutschen Technikmuseum Berlin oder das Universum Science Center in Bremen oder phaeno, das Science Center in Wolfsburg kennt, der wird vieles altbekanntes wieder entdecken, aber auch einiges neues. Abgesehen von der bunteren Aufmachung …

… sind hier insbesondere die digitalen Arbeiten hervorzuheben. Bei denen merkt man sehr deutlich den Einfluss vom Mixed Reality Lab Singapur (siehe dazu auch hier), die dort regelmäßig mit Ausstellungen vertreten sind. Womit wir auch schon beim Thema sind.

Ein schönes “Mixed Reality”-Exponat ist dort ein Lernsystem für chinesische Wörter. Diese hält man einfach vor den Monitor und schon wird einem das entsprechende Schriftzeichen in 3D auf der Karte angezeigt und vorgelesen.
Derartige Sachen gibt es noch unzählige mehr. Unter anderem kann man auch einen eigenes personalisierten RFID-Chip erstellen und dann mit den Exponaten interagieren.

Ganz auf Spaßfaktor war dafür diese Wand ausgelegt, die die eigenen Bewegung erkannt hat und dann mit unterschiedlichen Effekten in Lebensgröße und Echtzeit wiedergegeben hat.

Auch ein großer Spaß, insbesondere für die “Kiddis”, digitale Klötze “wegkicken” …

… oder (mit typisch asiatisch verspielten Grafiken) á la EyeToys digitalen Kopfball spielen.

Eine sehr effektive Art, um durch GoogeEarth/Maps zu navigieren war noch dieser Tisch, der mich etwas an den Globe 4D erinnert hat. Durch kippen des Tisches konnte man die Karte bewegen und wenn man den ganzen Tisch drehte: rein- und rauszoomen.
So, kommen wir aber nun zum Highlight:
die DAT – Digital Art & Technology Ausstellung
Womit ich auch schon bei der versprochenen Alternative bin. Denn man muss nicht unbedingt den weiten Weg nach Singapur antreten, um zwar nicht die selben, aber zumindest genau so spannende Exponate mit allen Sinnen zu erfahren. Denn die DAT ist genau genommen eine bunt zusammengestellte Ausstellung von Installationen der Ars Eletronica. Insofern kann man auch in das “Museum der Zukunft” nach Linz reisen und wird dort eine bestimmt ähnlich tolle “Erfahrung” machen.
Trotzdem kurz drei exemplarische Höhepunkte aus den etwa dreißig Ausstellungsstücken.

So zum Beispiel diese Uhr. Im Außenring die Sekunden, dann Minuten und Stunden. In der Mitte ist eine kleine Kamera, die alles aufzeichnet was sich vor Ihrer Linse bewegt. Wenn man genau hinschaut, sieht man mich auch noch dort im äußeren Ring stehen und bei den Minuten -gerade schon so- als schwarzen Balken.

Für jeden der schon einmal seine Identität ändern wollte, gab es dieses Projekt. Wie man im Vordergrund sieht, braucht man sich nur einen Marker auf den Kopf setzen und schon wurden die Kopfbewegungen erkannt. Verbunden mit einem Videosignal wurde dann einfach der eigene Kopf gegen einen fremden Kopf ausgetauscht. Also, für alle die das Gefühl nicht kennen, nach einer durchzechten Nacht in ein völlig fremdes Spiegelbild zu schauen, ist das ein wirklich Alternative

Abschließend noch eine einfache, aber ebenso geniale Idee. Da ich als Strohwitwer praktisch immer allein schlafe, würde ich mir gerne “Telematic Dreaming” für zu Hause wünschen. Bei diesem sind zwei Doppelbetten per Videoübertragung verbunden und der jeweils auf der anderen Seite liegende wird entsprechenden projiziert. Das schaft eine spannende Nähe und ein komisches Gefühl. Denn man kann direkt miteinander interagieren, aber das haptische Gefühl ist völlig widersprüchlich zum Gesehenen.
Die gesamte (leider nur englische) Übersicht aller Exponate und Infos zu Ausstellung findet man hier:
www.aec.at/singapore_dat07/en/projects01.asp
Tags: , 3D, augmented_reality, bluebox, design, display, echtzeit, eingabesystem, forschung, google, GUI, HCI, head-tracking, interface, MMI, RFID, schroeder-wendt, software, touchscreen, UID, virtuell, visualisierung
Mit noch einem ganz schönen Schlafdefizit bin ich nun heute wieder zurück aus Singapur. Der Anlass: Unsere bis vor kurzem freie Mitarbeiterin, Jana Hesselbarth, hat einen der bedeutendsten Designpreise verliehen bekommen. Nämlich den Red Dot Award: design concept – “Best of the best”.

Red Dot Award Preisverleihung am Freitag in Singapur: v.l.n.r. Song Kee Hong (Design Director von Design Exchange, Singapore), Preisträgerin Jana Hesselbarth, Prof. Dr. Peter Zec (Geschäftsführer und Initiator des red dot design award), Ken Koo (Präsident des red dot design awards in Asien)
Unter den insgesamt 879 Einsendungen aus 47 Nationen, wurde 106-mal der Red Dot Award vergeben. Die Auszeichnung “Best of the Best” ging zudem an 18 besonders herausragende Konzepte. Darunter einmal an Janas “Lern DVD für Analphabeten!.

Die DVDs, die sie im Rahmen Ihrer Diplomarbeit in unserer Agentur erstellte, wurden zudem in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Analphabeten der Volkshochschule in Magdeburg entwickelt und schon evaluiert. Es ist also weit mehr als “nur ein Konzept”.
Warum aber überhaupt noch eine Lernmedium für Analphabeten? Man mag es kaum glauben, aber weltweit können 900 Millionen Menschen immer noch nicht richtig lesen und schreiben! In Deutschland sind es auch noch rund vier Millionen!
Leider ist derzeit auch kein einziges Medium erhältlich, welches es den Analphabeten ermöglicht, sich völlig selbständig ihrem Problem zu stellen. Die Hilfe Dritter ist stets notwendig. Damit einher geht die Scham für diese Schwäche öffentlich denunziert zu werden, so dass nur sehr wenige ein ?Outing? vollziehen und einen ersten Schritt um Hilfe zu bekommen wagen.
Genau an diesem Punkt setzt Janas entwickeltes Konzept an. Mittels mehrerer interaktiver Video-DVDs haben die Analphabeten nun die Möglichkeit, zunächst anonym, in der ihnen vertrauten Umgebung, völlig autodidaktisch den eigenen Schriftspracherwerb zu fördern. Damit wird der erste Grundstein für den Ausbruch aus der gesellschaftlichen Isolation gelegt.
Eine eigens für dieses Konzept initiierte deutschlandweite empirische Untersuchung, mit über 500 Teilnehmern, belegte zudem die Befürwortung dieses Lernmediums. Etwa 55% der befragten Analphabeten besitzen bereits einen DVD Player und würden diesen auch zum Lernen nutzen. Im Gegensatz zum PC und Internet, welches nur von etwa 20% der Befragten genutzt wird – dafür ist ja auch eine gewisse Literalität Vorbedingung. Eine Video-DVD ist somit das beste Medium vor Computer und Internet.

Drei konzipierten DVD-Sets, für jeweils unterschiedliche Lernstufen, mit je 2 interaktiven DVDs bieten eine völlig neue Lernsituation. Da die DVDs keinen PC benötigen, der in kaum einem Analphabeten-Haushalt zu finden ist, sondern lediglich einen einfachen DVD-Player voraussetzt, können die Betroffenen einfach durch Bedienen der DVD Fernbedienung und ohne erforderliche literale Vorkenntnisse ihren Schriftspracherwerb fördern.

Die interaktiven DVDs starten mit einem Einführungsfilm. Hier wird der Nutzer bereits in die Navigation involviert und lernt so spielerisch die Menüstruktur.
Über dieses Intro gelangt der Nutzer direkt zum animierten Hauptmenü. Anders als bei den meisten DVDs ist es hier möglich, in jeden anderen Bereich der interaktiven DVD zu wechseln oder durch Bestätigen der unteren Pfeiltaste jederzeit zum Hauptmenü zurückzukehren. Der Nutzer behält somit stets den Überblick über die Position auf der interaktiven DVD.

Die erste DVD des Sets gliedert sich inhaltlich in einen Lernbereich (Grundlagen), einen Informationsbereich (mit speziell aufbereiteten Daten von Hilfsorganisationen, Hotline-Nummern, etc.) und einem Anwendungsbereich. In diesem werden spielerisch Buchstaben, Laute, Silben und einfache Wörter erlernt. Im Gegensatz zu klassischen DVDs kann der Nutzer hier direkt mit den Inhalten interagieren. So gibt es beispielsweise Aufgaben, die Interaktionen zwischen Videoaufgaben und gedruckten Karten bieten oder den Nutzer gar zum Nachschreiben auf dem Bildschirm (mittels Spezialstift) auffordern.


Bereits während der Entwicklung fand eine formative Evaluation mit einer Gruppe von Analphabeten statt, die konstruktiv in den Gestaltungsprozess mit einbezogen wurde. Weiterhin konnten durch eine Kooperation mit Bildungsträgern die Erfahrungen aus den Kursen direkt in die Konzeptentwicklung mit einfließen. Alle Aufgaben, die für die interaktive DVD entwickelt wurden, können somit auch im Unterricht angewendet werden.
Also, wie ihr seht, ein Konzept das wirklich eine Auszeichnung verdient
Ich hoffe, ich kann in den nächsten Tagen noch einen Demofilm von Jana bekommen und hier online stellen.
Ein weiteres Highlight in Singapur war die DAT, aber dazu morgen mehr …
Mehr Infos zu Jana und deren Konzepte unter:
www.jana-hesselbarth.de
Tags: design, display, DVD, einfach, fernbedienung, forschung, GUI, interface, lesen, schreiben, schroeder-wendt, UID, visualisierung, wettbewerb

Gerade noch vor zwei Wochen haben wir über Microsofts neues Interfaces-Konzept für mobile Geräte, ZenZui, geschrieben und schon ?dreht Apple den Spieß wieder um?. Denn mit dem am letzten Donnerstag veröffentlichten Patent, stellt unser kleiner Cupertinoer Erfinder ein Bedienprinzip vor, bei dem die Eingaben über die Geräterückseite erfolgen.
Genauer gesagt befindet sich auf der einen Seite das Display, auf der eine virtuelle und der Situation angepasste Tatstur abgebildet wird und auf der anderen Seite kann über eine berührungsempfindliche Fläche diese bedient werden.
Ausgangspunkt für diese Lösung waren die ?Problemzonen? des iPod. Dessen Display ist zum klein, um es als Touchscreen zu verwenden. Vergrößert man dieses zu stark, wird man dem Anspruch “einen kleinen MP3-Player zu bauen” nicht mehr gerecht. Insofern bleibt nur ein Mittelweg mit “mittelgroßer” Anzeige. Bei so einem, dann immer noch verhältnismäßig kleinen Touchscreen, werden dann jedoch viele Informationen durch die Finger verdeckt. Ergo: Die Finger ?einfach? hinter das Display legen.
Weiterer schöner Nebeneffekt: die Displays werden nicht mit Fettfingerabdrücken übersät.
Und was soll ich sagen, zu der gleichen Schlussfolgerung und einem ähnlichen Konzept sind wir auch schon vor vier Jahren gekommen. Unsere damalige PDA-Produktstudie ?symon? (siehe Bild) verfügte über ein halbtransparentes Display, auf dem ebenfalls eine, auf eine Hand optimierte und sich dynamisch anpassende Tastatur abgebildet wurde, welche man einfach über die Rückseite bedienen konnte.
Mehr (leider nur englische) Infos zu Apples Patent unter:
http://appft1.uspto.gov/…
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, interface, PDA, qwerty, schroeder-wendt, touchscreen, UID, Usability, virtuell, visualisierung


