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34 Jahre nach dem ersten gelben Post-it gibt es nun die „Version 2.0“ … also genau genommen „nur“ eine digitale Erweiterung für die altehrwürdigen Klebezettel.
Mit dem Projekt „Quickies“ hat die „Ambient Intelligence Group“ des MIT Media Laboratory dazu eine Möglichkeit geschaffen, das der handschriftlich geschrieben Text gleich automatisch digitalisiert und ausgewertet wird. Also Termine werden als Termin erkannt und in den Kalender eingefügt, Aufgaben in die Aufgabenliste und so weiter. Ebsenso an wenn sich das Post-it richtet … Mehr dazu im Video:
Besonders herausragend finde ich die Kombination mit RFID-Tags, so dass ich meine Post-its auch überall wiederfinde oder sie gar selber, z.B. beim Vorbeigehen mit einem entsprechenden Endgerät, nach Aufmerksamkeit schreien …
Mehr dazu auf der (leider nur englischen) Projektseite des MIT:
http://ambient.media.mit.edu/projects.php?action=details&id=16
Tags: Assistenzsystem, design, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, lesen, media-lab, mit, MMI, RFID, schreiben, UID, Usability, virtuell, vista, visualisierung, webapplikation
Gestern hatte ich ja schon vom Hauptgrund meiner Singapur-Reise berichtet, heute nun der Hinweis auf zwei Ausstellungen, die man sich als Interaction Designer nicht entgehen lassen sollte – einziger Harken: beide in Singapur. Aber zumindest bezüglich der “DAT – Digital Art & Technology” gibt es noch eine Alternative, aber dazu gleich mehr.
Beginnen wir zunächst mit dem Tipp Nr. 1 – Das Singapore Science Centre
Wer in Deutschland das SPECTRUM – also, das Science Center im Deutschen Technikmuseum Berlin oder das Universum Science Center in Bremen oder phaeno, das Science Center in Wolfsburg kennt, der wird vieles altbekanntes wieder entdecken, aber auch einiges neues. Abgesehen von der bunteren Aufmachung …

… sind hier insbesondere die digitalen Arbeiten hervorzuheben. Bei denen merkt man sehr deutlich den Einfluss vom Mixed Reality Lab Singapur (siehe dazu auch hier), die dort regelmäßig mit Ausstellungen vertreten sind. Womit wir auch schon beim Thema sind.

Ein schönes “Mixed Reality”-Exponat ist dort ein Lernsystem für chinesische Wörter. Diese hält man einfach vor den Monitor und schon wird einem das entsprechende Schriftzeichen in 3D auf der Karte angezeigt und vorgelesen.
Derartige Sachen gibt es noch unzählige mehr. Unter anderem kann man auch einen eigenes personalisierten RFID-Chip erstellen und dann mit den Exponaten interagieren.

Ganz auf Spaßfaktor war dafür diese Wand ausgelegt, die die eigenen Bewegung erkannt hat und dann mit unterschiedlichen Effekten in Lebensgröße und Echtzeit wiedergegeben hat.

Auch ein großer Spaß, insbesondere für die “Kiddis”, digitale Klötze “wegkicken” …

… oder (mit typisch asiatisch verspielten Grafiken) á la EyeToys digitalen Kopfball spielen.

Eine sehr effektive Art, um durch GoogeEarth/Maps zu navigieren war noch dieser Tisch, der mich etwas an den Globe 4D erinnert hat. Durch kippen des Tisches konnte man die Karte bewegen und wenn man den ganzen Tisch drehte: rein- und rauszoomen.
So, kommen wir aber nun zum Highlight:
die DAT – Digital Art & Technology Ausstellung
Womit ich auch schon bei der versprochenen Alternative bin. Denn man muss nicht unbedingt den weiten Weg nach Singapur antreten, um zwar nicht die selben, aber zumindest genau so spannende Exponate mit allen Sinnen zu erfahren. Denn die DAT ist genau genommen eine bunt zusammengestellte Ausstellung von Installationen der Ars Eletronica. Insofern kann man auch in das “Museum der Zukunft” nach Linz reisen und wird dort eine bestimmt ähnlich tolle “Erfahrung” machen.
Trotzdem kurz drei exemplarische Höhepunkte aus den etwa dreißig Ausstellungsstücken.

So zum Beispiel diese Uhr. Im Außenring die Sekunden, dann Minuten und Stunden. In der Mitte ist eine kleine Kamera, die alles aufzeichnet was sich vor Ihrer Linse bewegt. Wenn man genau hinschaut, sieht man mich auch noch dort im äußeren Ring stehen und bei den Minuten -gerade schon so- als schwarzen Balken.

Für jeden der schon einmal seine Identität ändern wollte, gab es dieses Projekt. Wie man im Vordergrund sieht, braucht man sich nur einen Marker auf den Kopf setzen und schon wurden die Kopfbewegungen erkannt. Verbunden mit einem Videosignal wurde dann einfach der eigene Kopf gegen einen fremden Kopf ausgetauscht. Also, für alle die das Gefühl nicht kennen, nach einer durchzechten Nacht in ein völlig fremdes Spiegelbild zu schauen, ist das ein wirklich Alternative

Abschließend noch eine einfache, aber ebenso geniale Idee. Da ich als Strohwitwer praktisch immer allein schlafe, würde ich mir gerne “Telematic Dreaming” für zu Hause wünschen. Bei diesem sind zwei Doppelbetten per Videoübertragung verbunden und der jeweils auf der anderen Seite liegende wird entsprechenden projiziert. Das schaft eine spannende Nähe und ein komisches Gefühl. Denn man kann direkt miteinander interagieren, aber das haptische Gefühl ist völlig widersprüchlich zum Gesehenen.
Die gesamte (leider nur englische) Übersicht aller Exponate und Infos zu Ausstellung findet man hier:
www.aec.at/singapore_dat07/en/projects01.asp
Tags: , 3D, augmented_reality, bluebox, design, display, echtzeit, eingabesystem, forschung, google, GUI, HCI, head-tracking, interface, MMI, RFID, schroeder-wendt, software, touchscreen, UID, virtuell, visualisierung
Auf der sehr empfehlenswerten Seite von Timo Arnall findet man einen sehr schönen Icon-Satz für die Interaction zwischen Mobiltelefonen mit RFID oder NFC. Davon haben wirklich eine ganze Menge die Qualität sich als Standard etablieren zu können bzw. sind schon auf dem besten Wege dazu. Auch wenn der Gestalter keinen Anspruch erhebt ein “definitives System” geschaffen zu haben.
Für Arnall stand in erster Linie die spannende Frage im Vordergrund “Wie kann man ein Objekt darstellen, das eine digitale Funktion, Information oder Geschichte außerhalb seines physischen Erscheinungsbildes hat?”. Ich bin mir sicher, ähnliche Fragestellung werden in Zukunft einer immer größere Bedeutung haben. Man denke da nur an solche Möglichkeiten, wie es das MouseField bietet.
Veröffentlicht wurden die Icons unter der “Creative Commons Attribution 2.5 License” und dürfen so unter bestimmten Bedingungen verwendet werden.
Mehr Infos, einen Download und Anwendungsbeispiele unter:
www.elasticspace.com
Tags: augmented_reality, icon, interface, mobiltelefon, NFC, RFID, Usability, visualisierung
Eine sinnvolle “Weiternutzung” für RFID-Etiketten haben drei japanische Wissenschaftler vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) und der Tamagawa University geschaffen. Mit einem im Grunde sehr einfach aufgebauten Detektor wird bei deren Konzept nicht nur die ID des RFID-Etiketts abgefragt, sondern mit einem weiteren Sensor auch dessen Bewegung.
Nimmt man diese Apparatur als Eingabegerät, kann somit mit einem beliebigen Objekt das ein RFID-Label hat, eine Applikation gesteuert werden. In deren Bespiel wird eine CD auf den Sensoren (MouseField) platziert. Die Software erkennt zum einen über die ID um welche CD es sich handelt und startet die Wiedergabe. Zum anderen kann nun über eine Rechts- oder Linksdrehung die Wiedergabe gesteuert werden.
Schönes Konzept, das gerade in Zukunft interessant werden kann. Wenn sich denn mal endlich die RFID-Technik auch für die “Waren des täglichen Gebrauchs” durchgesetzt hat. Ich weiß zwar noch nicht was ich mit meiner Käsepackung dann steuern möchte, aber in Verbindung mit meiner Mikrowelle fällt mir da schon jetzt so einiges ein.
Mehr Infos unter: mobiquitous.com
Tags: AIST, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, RFID, UID

