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Nach einer gefühlten Dekade konnte ich heute nun endlich das neue Buch vom “Meister der auf den Punkt gebrachten Bücher” in der Hand halten. In Steve Krugs neuem Buch beschreibt er auf nicht mal 160 Seiten zufälliger Weise genau das, was wir dieses Jahr als Vortrag für die webinale eingereicht haben: wie man mit vielen kleinen, qualitativen(!) Tests sein Produkt mehr “usable” machen kann.
Mit seinem lockeren und extrem reduzierten Schreibstill habe ich das Buch heute schon fast durchgelesen und kann es jedem nur empfehlen. Wunderbar pragmatisch, mit einfachen Anleitungen, Checklisten und genauen Vorgehensweisen zeigt er auf, wie wirklich jeder seine Webseite prozessbegleitend testen kann. Und in Krug’scher Philosophie will ich es auch gleich auf den Punkt bringen: kaufen!
Um die Welt wieder ein wenig einfacher zu machen, verlosen wir unter allen Kommentatoren dieses Beitrages, am 1. Februar um 23:59 ein Exemplar dieses tollen Buches!
UPDATE
Herzlichen Glückwunsch Guido!
Der Zufallsgenerator hat entschieden, aus 9 Kommentaren hat der Zufallsgenerator entschieden, das es der 3. Eintrag sein soll. Insofern herzlichen Glückwunsch an den Glücklichen, das Buch ist dann unterwegs.
Auch auf die Gefahr hin, das ihr es nicht mehr hören könnt, aber es gibt mal wieder interessantes aus dem Augmented Reality Bereich. Gut, ich bräuchte ja nicht darüber berichten, aber ich bin nach wie vor der Meinung dass dies zukünftig mit einer der spannendsten Bereiche bei den Web- und Mobile-Interfaces sein wird.
Jedenfalls bin ich gerade frisch zurück aus München, wo ich einmal in die Heiligen Hallen von metaio, einen der führenden deutschen Anbieter, blicken durfte. Einigen dürften diese schon durch das AR-Buch und diverse andere AR-Projekte bekannt sein. Auch ein aktuelles Produkt der Firma ist nicht minder interessant. Denn für Lego haben diese ein Terminal realisert, bei dem man einfach die Packung vor die Kamera hält und schon erscheint in dem virtuellen Spiegelbild ein 3D-Model, das man mittels der Packung frei bewegen kann.

Denkt man an der Stelle mal ein wenig weiter, so freue ich mich doch schon auf den Lego-Katalog den ich einfach vor meine Webcam lege und mit dem ich dann ganz einfach durch die 3D-Modelle blättern und interagieren kann.
Aber nicht nur ein Pappkarton kann bei AR zur Interaktion genutzt werden, auch komplexere Formen – wie zum Beispiel ein Gesicht. So gibt es aktuell auf der amerikanischen Ray-Ban Webseite ein Programm namens “Virutal Mirror”. Mit diesem ist es möglich, in Echtzeit verschiedene Modelle des Brillenherstellers auf sein Gesicht zu projizieren.
Dieses und das Lego-Terminal sind zwei schöne Beispiele dafür, das zukünftig nicht zwingender Weise immer ein AR-Marker benötigt werden. Die Mustererkennung bei Gegenständen oder eben Gesichtern wird immer besser, auch wenn Sie heute noch nicht an die Präzision eines hochkontrastigen, schwarz-weißen Quadrates mit scharfen Ecken herankommt.
Dafür steht zwischen diesen vielen Möglichkeiten allerdings oftmals noch eine ganz andere “nutzerunfreundliche Kette von Schritten”, wie zum Beispiel das Herunterladen und die Installation einer speziellen Software. Das auch dies in Zukunft immer einfacher wird, zeigen erste Ansätze mit Plugins direkt im Webbrowser. Hier auch noch einmal ein Beispiel aus dem Hause metaio, bei dem man lediglich eine Printanzeige vor eine entsprechende Webseite halten braucht:
Eine ganze Reihe von ähnlichen Beispielen auf Flash-Basis, wurden vor kurzem zu Weihnachten von verschiedenen Agenturen präsentiert, hier mal drei Beispiele, die erste interessante Interaktionsmöglichkeiten zeigen:
Spannend sind auch erste Experimente mit physischen Verhaltensweisen, wie zum Beispiel diese Stoffsimulation:
Wenn diese Entwicklung in dem Tempo so weiter geht (und die Nutzer immer fleißig ihre Rechner upgraden
) dann können wir bald mit der Konzeption völlig neuer, webcambasierter Webseitenkonzepte beginnen … aber dazu ein ander Mal mehr.
Abschließend noch ein paar Literaturtips. Leider gibt es bisher nicht so viel deutschsprachige Literatur, aber der auf Uni-Ablussarbeiten spezialisierte VDM Verlag hat schon einige Titel in seinem Portofolio siehe hier. Allerdings ist das englischsprachige Angebot bedeutend größer siehe hier
PS. Und damit ich nicht morgen schon wieder was zum Thema AR poste, hier noch ein Hinweis auf einen sehr interessanten Prototypen. Dieser ist ein wenig eine Kreuzung aus einem System von der Uni Toronto, das wir 2007 mal vorgestellt haben (siehe hier) und Wikitude (welches wir ja vor kurzem vorgestellt hatten).
Das besondere an dieser Lösung ist, dass ich meine Daten direkt auf Objekte projizieren kann. Der im letzten Jahr von Johannes Schöning an der Universität Münster entwickelte Prototyp aus einem Nokia N95, in Verbindung mit einem Aiptek mobile Projektor, hat eine Mustererkennungssoftware, so dass eine hinterlegte Landkarte “wiedererkannt” werden kann und somit zusätzliche bzw. die gesuchten Informationen auf die Karte eingeblendet werden können. Aber mehr dazu im Video:
Mehr Infos unter: www.johannesschoening.de
Tags: applikation, Assistenzsystem, augmented reality, echtzeit, einfach, eingabesystem, Handy, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, mobiltelefon, touchscreen, Usability, visualisierung
Ok, einen hab’ ich noch, aber dann war’s das erstmal zum Thema AR
Im Juli hatten wir noch darüber berichtet, wie es wäre einen portablen „Dr. Know“ zu haben, der uns automatisch Informationen zu unserer Umgebung bietet (siehe hier). Also eine Augmented Reality ganz ohne Marker, Brille usw. – nur draufhalten und Zusatzinfos bekommen.
Als ersten, allerdings sehr zeitverzögerten, Schritt in diese Richtung hatten wir ja schon mal die ViPR-Technologie vorgestellt (siehe hier). Nun gibt es allerdings seit kurzem ein Projekt, das dies in Echtzeit schafft, zumindest für Sehenswürdigkeiten: Wikitude.
Bei diesem Konzept, von den österreichischen Entwicklern von Mobilizy, handelt es sich um eine Verknüpfung von Wikipedia, Panoramio Fotos und GPS-Daten. Das bisher nur für Mobiltelefone mit Android OS verfügbare Programm, überprüft den aktuellen Standort per GPS und analysiert die von der integrierten Kamera aufgenommen Bilder nach bekannten Formen (Skylines, Muster etc.). Sobald etwas erkannt wurde, werden für den Bereich die zusätzlichen Informationen angezeigt. Genaueres im Video:
Einfach nur beeindruckend.
Mehr Infos unter: www.mobilizy.com/wikitude.php
Tags: android, applikation, Assistenzsystem, augmented reality, echtzeit, einfach, eingabesystem, Handy, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, mobiltelefon, touchscreen, Usability, visualisierung
Vielen Dank an Jan vom Augmented Reality Blog für den Hinweis, auf ein brandaktuelles Video zu der im letzten Beitrag erwähnten Premiere auf der Buchmesse.
In diesem ist das von metaio für den Verlag Wissen Media / arsEdition entwickelte AR-Buch „Aliens & UFOs“ zu sehen:
Mehr Infos dazu bei
metaio
wissenmedia
oder direkt zum Buch bei amazon.de
Tags: 3D, applikation, Assistenzsystem, augmented reality, bedienung, bedienungsanleitung, desktop, echtzeit, eingabesystem, eLearning, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, software, UID, virtuell, visualisierung
… also, genau wörtlich genommen ist es ab dem 19. Oktober bei Amazon (Japan), für rund 73 Euro „im Lager“. Die Rede ist von dem ersten Augmented Reality Spiel für den Massenmarkt/normalen PC: ARis (Alice)
Das aus „westlicher Sicht“ eher sehr befremdliche Spiel, benötigt dafür nur einen normalen PC mit Webcam, der Rest geschieht über den mitgelieferten Würfel plus eine Art Zeigestock und noch drei Aktionskarten.
Das Konzept basiert auf einer virtuellen Spielfigur, die durch die Webcam auf bzw. um den Würfel erscheint und mit der man interagieren kann. Also eine Art „Sims“ auf dem eigenen Schreibtisch:
Zwar nicht für den Massenmarkt, aber dafür schon bedeutend früher, hatte Sony ein Spiel für Playstation-Besitzer veröffentlicht: Eye Of Judgement. Hier gibt es keinen Würfel, sondern „nur“ Karten auf einen Spielbrett, die „zum Leben erweckt“ werden können:
Ab 2009 legt dann Sony mit EyePet in punkto AR richtig los, hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack darauf:
Also, wie man sieht, zieht die „Erweiterte Realität“ langsam ins Wohnzimmer ein.
Wer so etwas mal selber erfahren möchte, dem sei ein Besuch auf der morgen beginnenden Frankfurter Buchmesse empfohlen. Auf dieser wird Metaio, ein auf Augmented-Reality-Lösungen spezialisiertes Unternehmen, zusammen mit dem Bertelsmann-Verlag/Wissen Media Verlag den„Großen Weltatlas“ mit AR-Möglichkeiten vorstellen. Das sieht dann ungefähr so aus:
Den nächsten Schritt hat Metaio auch schon präsentiert: Die Steuerung von Grafiken:
… und in Verbindung mit Abenteuer-Büchern, mal in die Rolle des Helden zu schlüpfen:
Ich denke, das ist wirklich eine Nische in die gedruckte Lexika gut gehen können. Diese schlagen somit eine Brücke zwischen On- und Offline-Welt und werden zum „Interaktionsbuch“. Somit kann ich mit physisch vorhandenen Gegenständen, die auf meinem Schreibtisch zu virtuellen Welten werden, interagieren. So ein „Erlebnis“ zur Wissensvermittlung kann eine Webseite nur schwer bieten.
… und an der Stelle sind dann wir Interaction Designer wieder gefragt, denn bisher ist es ja oft nur Effekthascherei. Wenn dieser erste WOW-Effekt vorbei ist, wird die didaktische Aufbereitung und Wissenvermittlung über die kleinen Pappkarten gefragt sein.
… ich könnte mir da zum Beispiel sehr gut einen virtuellen Chemiebaukasten vorstellen, in dem dann auch mal die Sachen drin sind, die man sonst nicht frei vertreiben darf
PS. … und was gibt es bei der mobilen AR neues?. Aktuell plant das französische Unternehmen „int13 production“ auch gerade ein AR-Spiel, welches allerdings auf einem Mobiltelefon laufen soll:
Wer den WOW-Effekt übrigens mal selber auf seinem Handy haben möchte, dem sei das „Virtual Sculpture Project“ empfohlen. Nähreres dazu auf dieser (leider nur englischen) Seite ganz unten.
Dort ist dann auch der Link zu der Seite http://virtual.extra.hu/ zu finden, auf der ihr die Applikation und den Marker runterladen könnt.
Tags: 3D, applikation, Assistenzsystem, augmented reality, bedienung, bedienungsanleitung, desktop, echtzeit, eingabesystem, eLearning, Handy, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, mobiltelefon, software, sony, UID, virtuell, visualisierung
… dann könnte da vielleicht ein “All-In-One-Device” rauskommen, welches kürzlich der japanische Designer Mac Funamizu in seinem Blog “petitinvention” vorgestellt hat. Das dargestellte Zukunftsszenario beschreibt ein Gerät, welches mittels Touchscreen, Built-In Camera, Scanner und Zugriff auf diverse Datenbank der perfekte Dr. Know für unterwegs sein könnte.
Wie auf seiner Seite zu sehen ist …

… wird die Umgebung analysiert und “augmented”. So zum Beispiel als “Innen-Geo-Informationssystem”, welches Möglichkeiten bietet, sich z.B.: in öffentlichen Gebäuden wie Flughafen, Bahnhof oder Krankenhaus durch Echtzeit-Anzeige zurechtzufinden. Sehr sinnvoll beispielsweise bei Notfallsituationen, um den kürzesten Weg hinaus zu finden.
Auch auf der Seite …
… die Möglichkeiten die sich für den Einsatz eines solchen Interfaces bieten, wie hier z.B.: das simultanes Übersetzen von fremdsprachigen Texten. Mit einem eingebauten Scanner können ebenso einzelne Wörter in ihrer Bedeutung nachgeschlagen werden.
Sehr naheliegend ist natürlich auch der Einsatz als Realbild-Navigationssystem, wie in einem unserer früheren Beiträge oder hier schön zu sehen ist.
Ich könnte jetzt noch unzählige Möglichkeiten aufzählen, um nur ein paar davon zu nennen: das Nachschlagen von Automarken, Tierarten- und gattungen, exotischen Früchten, Kalorienangaben, Sternenkonstellationen; das Vorhersagen des Wetters an einem spezifischen Ort und und und … (das die Forschung bei derartigen System schon ziemlich weit ist, haben wir ja vor kurzem auch hier gezeigt)
Die Realisierbarkeit einer solchen Mensch-Maschine-Daten-Schnittstelle wäre natürlich phantastisch. Machbar wäre heute auch schon vieles. Die Knackpunkte liegen aber eindeutig in den Standards. Wie könnte ein universelle Schnittstelle zum Datenaustausch eines jeden Hauses aussehen (für die Anzeige von Rauminformationen etc.)?
Weiterer “Stolperstein”: für eine derartige Darstellung müsste fortwährend exakt die Postion der Augen gemessen werden und darauf hin die Anzeige angepasst werden.
Insofern müssen wir wohl noch “ein wenig” Geduld haben …
Weitere Infos und noch viel mehr Bildmaterial findet ihr unter:
flickr.com/photos/mac_fun/
Tags: applikation, Assistenzsystem, augmented reality, bedienung, bedienungsanleitung, desktop, display, echtzeit, einfach, eingabesystem, Handy, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, mobiltelefon, touchscreen, Usability, visualisierung
Ein Entwickler aus China trotzt der Überzeugung Steve Jobs, der im Januar 2007 das iPhone mit den Worten: „Nobody needs a stylus.“ präsentierte.
In Bezug auf das Thema Schreiben ohne Stift hat der chinesische Entwickler kürzlich seinen Protest in die Tat umgesetzt und eine Add-On Software für das iPhone namens HWPen auf den Markt gebracht, die es ermöglicht Text durch Erkennung der Handschrift zu verfassen.

Die aktuelle Beta-Version der Mini-Software unterstützt chinesische & lateinische Schriftzeichen sowie Ziffern, zeigt aber auch Lücken:
Sie schafft es nicht, sämtliche Funktionen der virtuellen Tastatur zu ersetzen, z.B. unterstützt sie nicht die Drehung auf die Seite und im Mailprogramm taucht sie gar nicht auf. Und wie im Video eindeutig zu erkennen, funktioniert die Schrifterkennung eher suboptimal. Die Meinungen über das Tool gehen weit auseinander, die meisten Besitzer eines iPhone sind jedoch überzeugt, dass sie mit der vorgegebenen Tastatur eindeutig schneller sind.
Bei den ganzen Streitigkeiten bleibe ich bei der Meinung, dass es doch am besten wäre, wenn der Nutzer selber entscheiden könnte, wie er seine Texte eingeben möchte. Eine gute Lösung bietet z.B. das Nokia N800 Internet Tablet an, das sowohl virtuelle Tastatur mit oder ohne Eingabestift anbietet, als auch Handschrifterkennung unterstützt.
PS: Das kleine Add-On kann auch nur installiert werden, wenn man ein sogenanntes “Jailbreak-iPhone” besitzt, d.h. es funktioniert ausschließlich bei gehackten Mobiltelefonen.
Mehr Infos dazu findet ihr unter: www.macnews.de/news/107815.html
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… möchte ich gerne den mehrfachen Wunsch nachkommen und meinen Vortrag noch online stellen:
(falls etwas komisch aussieht, leider sind bei der Slideshare-Konvertierung ein paar Transparenzen verloren gegangen)
Viele Themen konnte ich ja nur gaaanz kurz anreißen und wären es eigentlich Wert in einem Extravortrag noch mal ausführlich behandelt zu werden. So zum Beispiel “Wie gestalte ich eine optimale Suche”, “Einfaches Usability-Testing im Firmenalltag”, “Web Site Building – von der Konzeption, über die Gestaltung und Evaluation bis zur Veröffentlichung” etc. …
Also, wenn jemand dazu bzw. zum Vortrag Fragen/Kritik/Anregungen hat, dann können wir diese sehr gerne hier im Blog diskutieren oder einfach per eMail/Telefon.
Alle die den Vortrag auch noch gerne in “echt” sehen möchten, sind schon heute herzlich zum World Usability Day in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg eingeladen. Am 13. November werde ich davon noch mal einer aktualisierte und erweitere Version halten.
Mehr Infos dazu wird es ab Juli unter www.supernuetzlich.de geben.
Tags: 3D, adobe, analyse, animation, apple, Assistenzsystem, augmented_reality, design, echtzeit, einfach, eingabesystem, eye-tracking, fernbedienung, flash, flickr, forschung, fotos, fraunhofer, GUI, Handy, HCI, heat-map, interface, internet, lesen, Live, MMI, mobiltelefon, PDA, schreiben, schroeder-wendt, software, suche, UID, Usability, virtuell, visualisierung, web-2.0, webapplikation, World-Usability-Day
34 Jahre nach dem ersten gelben Post-it gibt es nun die „Version 2.0“ … also genau genommen „nur“ eine digitale Erweiterung für die altehrwürdigen Klebezettel.
Mit dem Projekt „Quickies“ hat die „Ambient Intelligence Group“ des MIT Media Laboratory dazu eine Möglichkeit geschaffen, das der handschriftlich geschrieben Text gleich automatisch digitalisiert und ausgewertet wird. Also Termine werden als Termin erkannt und in den Kalender eingefügt, Aufgaben in die Aufgabenliste und so weiter. Ebsenso an wenn sich das Post-it richtet … Mehr dazu im Video:
Besonders herausragend finde ich die Kombination mit RFID-Tags, so dass ich meine Post-its auch überall wiederfinde oder sie gar selber, z.B. beim Vorbeigehen mit einem entsprechenden Endgerät, nach Aufmerksamkeit schreien …
Mehr dazu auf der (leider nur englischen) Projektseite des MIT:
http://ambient.media.mit.edu/projects.php?action=details&id=16
Tags: Assistenzsystem, design, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, lesen, media-lab, mit, MMI, RFID, schreiben, UID, Usability, virtuell, vista, visualisierung, webapplikation
Die SMS‘er und ICQ‘ler unter euch werden diesen Anbieter vielleicht schon kennen, mir war dieser bis heute leider neu.
Insofern, für alle „Nicht Eingeweihten“, die Pictogrammabfolge da oben heißt übersetzt:
„Heute schreibe ich mit Zlango.
Ich hoffe ihr versteht das“
Generiert habe ich diese Grafik mit Zlango. Dies ist der Service einer israelischen Firma, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, aus Emoticons eine rein grafische Sprache zu entwickeln …
Jeder der schon einmal mit einem Zettel und Stift bewaffnet in ein fremdsprachiges Land gefahren ist, weiß jetzt genau was ich meine
Laut Zlango‘s eigener Webseite haben Sie bereits Schnittstelle zu 20 Sprachen geschaffen und über 1 Million Nutzer in 12 Ländern.
Mit den über 250 entwickelten Icons gibt es mittlerweile Musikvideos …
… oder sogar Rotkäppchen als Kurzgeschichte:
Außerdem gibt es verschiedene Applikationen für Mobiltelefone, Plugins für ICQ oder eMail-Portale wie Yahoo oder Gmail.
Wirklich eine tolle und in der Umsetzung sehr schwierige Idee, denn wir wissen ja alle, wie schnell man ein schlechtes Icon missverstehen kann …
Mehr (leider nur englische) Infos unter: www.zlango.com
Tags: einfach, GUI, Handy, icon, interface, lesen, mobiltelefon, schreiben, visualisierung, webapplikation
Eine sehr schöne kommentierte Demonstration und Einschätzung des iPhone-Interfaces hat gerade Edward Tufte auf seiner Internetseite veröffentlicht. Darin beschreibt der Informationsdesigner, an welchen Stellen die besonders gut Daten abgebildet werden und an welchen Stellen noch optimiert werden könnte – natürlich mit den von ihm entworfenen Visualisierungsverfahren. (Zum Beispiel mit einer Sparkline für die Börsendaten).
Grundlegend ist seine Aussage, das man doch die hohe Displayauflösung für detaillierte Informationen (nicht mehr Informationen!) nutzen sollte. Aber dazu mehr im (leider nur englischen) Video:

Was Tufte allerdings meiner Meinung nach vergisst, ist die Lesbarkeit. Sicherlich lassen sich bei kleinerer Schriftgröße noch detailliertere Informationen abbilden, als Apple das bisher tut. Allerdings sollte man nicht das Nutzungsszenario vergessen. In den meisten Fällen hält man doch das iPhone doch etwa auf Bauch-Brust-Höhe vor seinem Körper, also durchschnittlich etwa 40 Zentimetern entfernt von den Augen – ob dort allerdings noch sein Schriftgrößenvorschlag einfach zu lesen ist, wage ich zu bezweifeln.
Edward Tufte’s (leider nur englischen) Textbeitrag dazu unter: www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=00036T&topic_id=1
Tags: analyse, apple, auflösung, design, display, Edward Tufte, einfach, eingabesystem, GUI, Handy, HCI, interface, internet, lesen, MMI, mobiltelefon, touchscreen, UID, Usability, visualisierung
So heute nun das versprochene Demonstations-Video zur Red Dot prämierten DVD für Analphabeten (wir berichteten ja am Dienstag).
Wie man sieht, können die Analphabeten mit dieser völlig selbständig die Barriere durchbrechen. Es ist kein “Outing” mehr nötig – Einfach DVD einlegen und zu Hause anfangen zu üben. Die ganze Bedienung und Menüführung völlig “buchstaben- und wortfrei”. Auch schön zu sehen, die verschiedenen Interaktionsformen mit dem, sonst eigentlich feedbacklosen Medium Video-DVD, über zum Beispiel Karten oder direkt auf dem Bildschirm schreiben.
Da die DVD noch keinen Verlag gefunden hat, bleiben wir gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickeln wird …
Tags: design, display, DVD, einfach, fernbedienung, forschung, GUI, interface, lesen, schreiben, schroeder-wendt, UID, visualisierung, wettbewerb
Mit noch einem ganz schönen Schlafdefizit bin ich nun heute wieder zurück aus Singapur. Der Anlass: Unsere bis vor kurzem freie Mitarbeiterin, Jana Hesselbarth, hat einen der bedeutendsten Designpreise verliehen bekommen. Nämlich den Red Dot Award: design concept – “Best of the best”.

Red Dot Award Preisverleihung am Freitag in Singapur: v.l.n.r. Song Kee Hong (Design Director von Design Exchange, Singapore), Preisträgerin Jana Hesselbarth, Prof. Dr. Peter Zec (Geschäftsführer und Initiator des red dot design award), Ken Koo (Präsident des red dot design awards in Asien)
Unter den insgesamt 879 Einsendungen aus 47 Nationen, wurde 106-mal der Red Dot Award vergeben. Die Auszeichnung “Best of the Best” ging zudem an 18 besonders herausragende Konzepte. Darunter einmal an Janas “Lern DVD für Analphabeten!.

Die DVDs, die sie im Rahmen Ihrer Diplomarbeit in unserer Agentur erstellte, wurden zudem in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Analphabeten der Volkshochschule in Magdeburg entwickelt und schon evaluiert. Es ist also weit mehr als “nur ein Konzept”.
Warum aber überhaupt noch eine Lernmedium für Analphabeten? Man mag es kaum glauben, aber weltweit können 900 Millionen Menschen immer noch nicht richtig lesen und schreiben! In Deutschland sind es auch noch rund vier Millionen!
Leider ist derzeit auch kein einziges Medium erhältlich, welches es den Analphabeten ermöglicht, sich völlig selbständig ihrem Problem zu stellen. Die Hilfe Dritter ist stets notwendig. Damit einher geht die Scham für diese Schwäche öffentlich denunziert zu werden, so dass nur sehr wenige ein ?Outing? vollziehen und einen ersten Schritt um Hilfe zu bekommen wagen.
Genau an diesem Punkt setzt Janas entwickeltes Konzept an. Mittels mehrerer interaktiver Video-DVDs haben die Analphabeten nun die Möglichkeit, zunächst anonym, in der ihnen vertrauten Umgebung, völlig autodidaktisch den eigenen Schriftspracherwerb zu fördern. Damit wird der erste Grundstein für den Ausbruch aus der gesellschaftlichen Isolation gelegt.
Eine eigens für dieses Konzept initiierte deutschlandweite empirische Untersuchung, mit über 500 Teilnehmern, belegte zudem die Befürwortung dieses Lernmediums. Etwa 55% der befragten Analphabeten besitzen bereits einen DVD Player und würden diesen auch zum Lernen nutzen. Im Gegensatz zum PC und Internet, welches nur von etwa 20% der Befragten genutzt wird – dafür ist ja auch eine gewisse Literalität Vorbedingung. Eine Video-DVD ist somit das beste Medium vor Computer und Internet.

Drei konzipierten DVD-Sets, für jeweils unterschiedliche Lernstufen, mit je 2 interaktiven DVDs bieten eine völlig neue Lernsituation. Da die DVDs keinen PC benötigen, der in kaum einem Analphabeten-Haushalt zu finden ist, sondern lediglich einen einfachen DVD-Player voraussetzt, können die Betroffenen einfach durch Bedienen der DVD Fernbedienung und ohne erforderliche literale Vorkenntnisse ihren Schriftspracherwerb fördern.

Die interaktiven DVDs starten mit einem Einführungsfilm. Hier wird der Nutzer bereits in die Navigation involviert und lernt so spielerisch die Menüstruktur.
Über dieses Intro gelangt der Nutzer direkt zum animierten Hauptmenü. Anders als bei den meisten DVDs ist es hier möglich, in jeden anderen Bereich der interaktiven DVD zu wechseln oder durch Bestätigen der unteren Pfeiltaste jederzeit zum Hauptmenü zurückzukehren. Der Nutzer behält somit stets den Überblick über die Position auf der interaktiven DVD.

Die erste DVD des Sets gliedert sich inhaltlich in einen Lernbereich (Grundlagen), einen Informationsbereich (mit speziell aufbereiteten Daten von Hilfsorganisationen, Hotline-Nummern, etc.) und einem Anwendungsbereich. In diesem werden spielerisch Buchstaben, Laute, Silben und einfache Wörter erlernt. Im Gegensatz zu klassischen DVDs kann der Nutzer hier direkt mit den Inhalten interagieren. So gibt es beispielsweise Aufgaben, die Interaktionen zwischen Videoaufgaben und gedruckten Karten bieten oder den Nutzer gar zum Nachschreiben auf dem Bildschirm (mittels Spezialstift) auffordern.


Bereits während der Entwicklung fand eine formative Evaluation mit einer Gruppe von Analphabeten statt, die konstruktiv in den Gestaltungsprozess mit einbezogen wurde. Weiterhin konnten durch eine Kooperation mit Bildungsträgern die Erfahrungen aus den Kursen direkt in die Konzeptentwicklung mit einfließen. Alle Aufgaben, die für die interaktive DVD entwickelt wurden, können somit auch im Unterricht angewendet werden.
Also, wie ihr seht, ein Konzept das wirklich eine Auszeichnung verdient
Ich hoffe, ich kann in den nächsten Tagen noch einen Demofilm von Jana bekommen und hier online stellen.
Ein weiteres Highlight in Singapur war die DAT, aber dazu morgen mehr …
Mehr Infos zu Jana und deren Konzepte unter:
www.jana-hesselbarth.de
Tags: design, display, DVD, einfach, fernbedienung, forschung, GUI, interface, lesen, schreiben, schroeder-wendt, UID, visualisierung, wettbewerb

… und wieder ein schönes Beispiel für “besonders benutzerfreundliche” Bedienungsanleitungen. Diesmal die Anwendungs- und Sicherheitshinweise einer Schutzbrille.
Ich hatte ja im Juli schon mal meine Fossil-Bedienungsanleitung mit ca. 1 mm hohen Buchstaben vorgestellt. Diese Anleitung unterbietet diesen Wert aber nochmals und hat gerade mal etwa 0,8 mm hohe Versalien!
… aber es handelt sich ja “auch nur” um die Verwendungshinweise für einen Augenschutz.
An dieser Stelle übrigens mal ein guter Buchtipp über sehr schöne Anleitungen:
“Hier öffnen” von Paul Mijksenaar und Piet Westendorp
Tags: barrierefreiheit, bedienungsanleitung, lesen, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Natürlich denke ich gern daran zurück, wie mein Mutter mir meine Kinderbücher “live vertont” hat. Aber wenn ich so das TouchBook von Somatic Digial sehe, werd’ ich schon neidisch.
Das Prinzip ist gar nicht so kompliziert: Mittels Kontaktflächen neben dem gedruckten Inhalt kann eine beliebige Datei/Programm/Webseite/Video auf einen Rechner oder noch besser auf einem DVD-Player/iPod gestartet werden. Bis hin zu VoiceOverIP werden jede Menge Protokolle unterstützt.
Im obigen Video testet der siebenjährige Erik die ganze Sache mal …
Wir man da schon sieht, liegt es letztendlich allerdings an den Autoren, die Bücher so interessant zu machen, das die Kindern noch lesen angehalten werden. Beziehungsweise natürlich an einer medienkritischen Erziehung. Aber da sollte ich als kinderloser mal ganz ruhig sein …
Weitere interessante eine Anwendungen sind für Blinde, in Kombination mit Braille-Schrift (auch kurz oben im Video zu sehen) und ich könnte mir dieses System noch gut für Bedienungsanleitungen und Lehrbücher in der höheren Bildung vorstellen. Dann wollen wir hoffen für das System nur hoffen, das es nicht vom elektronischen Papier überholt wird.
Mehr Infos unter: www.somaticdigital.com
Tags: barrierefreiheit, eingabesystem, HCI, interface, lesen, MMI, UID
Link: www.youtube.com
Also ums vorweg zu sagen, die Zahl “300 Prozent” stammt vom Anbieter. Fakt ist aber, das das nicht ganz neue Prinzip des ZAP-Readers es ermöglicht Texte bedeutend(!) schneller zu lesen. Dieser nutzt die Tatsache, das einzelne Wörter wesentlich schneller “gescannt” werden können als ganze Text-Zeilen, da der Mensch Wörter nicht Buchstabe für Buchstabe ließt, sondern Wörter anhand ihrer Form wieder erkennt. Jeder der einen nur aus GROSSBUCHSTABEN BESTEHENDEN UND SOMIT NICHT MEHR ERKENNBAREN TEXT LESEN MUSSTE, weiß wovon ich rede …
Jedenfalls, mal abgesehen das diese Methode etwas Übung bedarf, weil es auch anstrengender ist, kann man es schaffen bis zu “300 words per minute” zu lesen. Diesen Text konnte ich übrigens innerhalb von 17 Sekunden lesen
Mehr unter: www.zapreader.com
Tags: lesen, visualisierung, web-2.0, webapplikation

Ok, heutzutage sind ja ALLE Geräte selbsterklärend ;D … aber manchmal muss man doch mal die Bedienungsanleitung lesen.
Auf dem Bild ist die Anleitung meiner Fossil-Uhr zu sehen. Die Erklärungen sind gar nicht so schlecht. Aber leider haben die Fossil-Leute vergessen eine Lupe mit beizulegen. Die Uhr-Abbildungen sind genauso gross wie mein Fingernagel! Das Wort “Second” ist genau 2.8 mm (!!!) lang.
Grüße von der Designabteilung an die Technische Dokumentation …
Tags: barrierefreiheit, bedienungsanleitung, lesen, Usability




