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Auch ich möchte nun endlich unserer kleinen Autoren-Gemeinschaft beitreten und freue mich auf euer Feedback zu meinem erstem Blog-Beitrag.

Kurz etwas zu mir: Mein Name ist David Paschke und ich arbeite bereits seit 2008 im UCDplus-Team als Interface Designer im Bereich Web. Neben meinem Job habe ich Anfang diesen Jahres den Masterstudiengang “Interaction Design” am Institut für Industrial Design an der Hochschule Magdeburg-Stendal abgeschlossen. In diesem Beitrag möchte ich meine MasterThesis vorstellen, sie trägt den Titel

“Lebendiges Informationsdesign: Ideengeber für den Einsatz von Animation und Klang im interaktiven Informationsdesign”

Die Arbeit beschäftigt sich im weitesten Sinne mit dem Informationsdesign, d.h. der Darstellung von und Interaktion mit Daten und Informationen. Großer Fokus lag dabei vor allem auch auf dem Einsatz von Animation und Klang in diesem Gebiet. Ziel war es, ein digitales Werkzeug zu konzipieren, das Gestaltern dabei hilft, interaktive Datenvisualisierungen und Informationsgrafiken zu erstellen. Dabei soll dieses Werkzeug alle vorhandenen Möglichkeiten des Informationsdesigns aufzeigen und ausprobierbar machen.

 

Theoretischer Leitfaden

Zuerst wurden die theoretischen Aspekte des Themas – die Eckpfeiler interaktiver Datenvisualisierungen und Informationsgrafiken – untersucht:
+ die DATEN
+ die VISUALISIERUNG + SONIFIKATION von diesen Daten
+ die INTERAKTION mit diesen Daten-Darstellungen
+ die durch Interaktionen ausgelösten STATUSÜBERGÄNGE

Was genau steckt also hinter diesen Begriffen?

 

DATEN

Daten umgeben uns täglich und in nahezu allen Bereichen – egal, ob wir die Temperatur an einem Thermometer ablesen, auf einer Karte betrachten, wo wir uns gerade befinden oder versuchen die verschiedenen Positionen in einer Firmenstruktur zu verstehen. All diese Zahlen und Fakten, mit denen jemand bei diesen beispielhaften Tätigkeiten in Berührung kommt, werden Daten genannt.

Das Kapitel behandelt neben den Datenarten den Umwandlungsprozess von Daten in Informationen in Wissen.

 

VISUALISIERUNG + SONIFIKATION VON DATEN

Große Datenmengen können vom Menschen nur schwer verarbeitet werden. Sollen beispielsweise hunderte von Einzelwerten in einer Tabelle überblickt, verglichen und ausgewertet werden, kann dies zu einer viel Zeit und Kraft in Anspruch nehmenden Aufgabe für den Ausführenden werden. Um den menschlichen Denkapparat bei solchen Aufgaben zu entlasten, haben sich Methoden etabliert, um diese Daten visuell darzustellen. Der Mensch kann die Zusammenhänge und Verknüpfungen zwischen den zugrunde liegenden Daten in solchen Abbildungen sehr viel besser wahrnehmen als in textuellen Auflistungen. Zusätzlich stellt die Verklanglichung von Daten – auch Sonifikation genannt – eine interessante Alternative zur Visualisierung dar, allein weil ein anderer als der – oft bereits ausgiebig genutzte – Sehsinn gebraucht wird.

In diesem Teil der Arbeit werden alle bekannten Möglichkeiten, Daten visuell bzw. auditiv darzustellen untersucht.

 

INTERAKTION MIT DARSTELLUNGEN VON DATEN

Eine gewisse Komplexität bzw. Menge an abbildbaren bzw. hörbaren Objekten kann in statischen Visualisierungen nicht überschritten werden, da sie für den Betrachter nicht mehr erfassbar wären. Eine interaktive Darstellung bringt dagegen bei der Betrachtung und Erkundung von großen Daten- und Informationsmengen enorme Vorteile: Der Nutzer kann – abhängig von seinem Vorwissen – individuell entscheiden, wie schnell und tief er in ein Thema eindringt. Diese Freiheit fördert und vereinfacht den Prozess der Wissensaufnahme.

Dieses Kapitel stellt alle möglichen Interaktions-Formen mit Datenvisualisierungen und Informationsgrafiken vor.

 

STATUSÜBERGÄNGE

Ein der realen Welt findet keine Änderung eines Objekts von einem in den nächsten Status ohne einen Übergang statt. Verändert ein Gegenstand etwa seine Position, passiert dies nicht plötzlich – jeder Übergang braucht eine gewisse Zeit. Dieses natürliche, uns ständig umgebende Prinzip der Animation muss auch auf visuelle Repräsentanzen von Daten angewendet werden, um u.a. einen roten Faden für den Nutzer zu gewährleisten, wenn er damit interagiert.

In diesem Abschnitt der Arbeit wird untersucht, welche visuellen und auditiven Parameter genutzt werden können, um die Änderung eines Objekts darzustellen. Abschließend wird gezeigt, welche Interaktionen welche Statusübergänge auslösen können.

 

VERKETTUNG

Spannend wird es, betrachtet man die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus der Kombination der einzelnen, zuvor dargestellten, Teile ergeben. Es bildet sich ein komplexes Geflecht – bestimmte Datenarten können auf verschiedene Arten dargestellt werden. Diese können wiederum mit verschiedenen Formen der Interaktion ausgestattet werden und durch diese Interaktionen können eine ganze Reihe von Statusübergängen stattfinden, die den Betrachter bei der Benutzung unterstützen. Die gebündelten Betrachtungen des Theorie-Teils bildeten nun die Grundlage für die nachfolgende Konzeption. All diese Aspekte mussten also in das zu gestaltende Werkzeug einfließen.

 

Konzeption + Gestaltung

Auf Basis des theoretischen Leitfadens wurde ein Konzept für eine Software entwickelt, die Gestaltern interaktiv die verschiedenen Teildisziplinen des Informationsdesign aufzeigt und beim Gestaltungsprozess unterstützen soll. Das entstehende digitale Werkzeug wird dabei (vorerst) nicht die Möglichkeit bieten eigene Daten des Benutzers verwenden zu können. Vielmehr entsteht eine Art ideengebendes Inspirations-Tool. Es soll eine breite Anwendergruppe aus dem Bereich der multimedialen Gestaltung angesprochen werden, also sowohl der unerfahrene, als auch der routinierte Informationsdesigner. Dementsprechend soll die zu konzipierende Software dem Nutzer die Gelegenheit bieten, sich ausgiebig über möglichst viele Methoden und Aspekte des Themas Informationsdesign zu informieren und sich für den Einsatz von Klang und Animation in eigenen Werken begeistern zu lassen.

Für die Findung einer adäquaten Form entstanden 12 Vorkonzepte, die verschiedene Ansätze ausprobierten, die im theoretischen Teil vorgestellten Aspekte darzustellen:

Nach eingehender Analyse kristallisierten sich zwei der Konzepte heraus, die weiter verfeinert und untersucht wurden:

KONZEPT SUNBURST

Hier werden die verschiedenen Aspekte einer Informationsvisualisierung in verschiedenen Ebenen geschichtet und vom Nutzer durch einfache Selektion verkettet.

KONZEPT STECKBAUM

Dieses Konzept stellt alle Arten von Daten, Darstellungsformen, Interaktionsmöglichkeiten und Statusübergänge als je einen Baum dar. Der Nutzer verknüpft diese Bäume miteinander und kann somit die vielfältigen Möglichkeiten strukturiert und zugleich spielerisch erkunden und ausprobieren. Zusätzlich zu der Möglichkeit des manuellen Erstellens von Verknüpfungen bietet das Baum-Konzept einen Mechanismus, mit dem sich der Nutzer zufällige Kombinationsmöglichkeiten generieren lassen kann.

 

PROTOTYP
Das Konzept “Steckbaum” wurde fertig ausgearbeitet. Neben der visuellen Erscheinung und der Definition der Interaktionen für den Nutzer wurde das Werkzeug prototypisch mit Adobe Flash umgesetzt. Das folgende Video zeigt in einem kurzen Durchlauf die Verknüpfung der Bäume im Prototyp:

 

Der Zufallsmechanismus wird durch eine Reißleine ausgelöst, mit der der Nutzer die Stärke des Zufalls in Maßen steuern kann – zu sehen in dem folgenden Video:

 

Fazit

Die entworfene Software bietet dem interessierten Neueinsteiger, neben der Möglichkeit des Erstellens eigener Statusübergänge, ausführliche Texte und Darstellungen, die das Verständnis des Themas vertiefen. Die Applikation ist also über ihren eigentlichen Zweck hinaus auch zu einer eigenständigen Wissensquelle geworden.

Die in der MasterThesis entwickelten Bäume stellen dabei einen spannenden und neuartigen Weg vor, wie ein Nutzer eine Auswahl aus einer Vielzahl von Elementen treffen und diese aneinanderreihen kann. Hierfür wurde die weit bekannte Darstellungsmethode Baumdiagramm als Grundlage benutzt und um einen Verbindungsmechanismus und viele Details erweitert. Jedes einzelne Teil dieser Bäume ist dabei so entworfen worden, dass es dem Nutzer klar und deutlich kommuniziert, was er damit tun kann, d.h. wie er damit interagieren soll und wie sich dieser Bestandteil verhalten wird. Der in diesem Zusammenhang konzipierte Zufallsmechanismus – für das Erzeugen von Zufallskombinationen der Bäume Daten, Darstellung, Interaktion und Statusübergang – ist ein weiteres Detail, das neben dem Nutzen auch Spaß in das Anwenden der Software bringt.

 

Beste Grüße und vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit,
David

Wir freuen uns über Kommentare und einen spannenden Austausch zum Thema! (Spezielle Fragen werden gern über paschke@ucdplus.com beantwortet)

 

DANKSAGUNG
An dieser Stelle möchte ich noch allen danken, die an diesem spannenden Projekt beteiligt waren:
+ meinen Betreuerinnen Constanze Langer, MA und Prof. Dr. Christine Strothotte für ihren stetigen Input
+ meinen Kommilitonen Daniel Kränz und Judith Hösel für ihre immer offenen Ohren
+ speziell Sascha Reinhold für die unermüdliche Hilfe bei der Umsetzung des Prototyps
+ natürlich dem gesamten, immer nachsichtigen und rückendeckenden Team von UCDplus

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Frisch abgedreht und im Netz ist die vierte Ausgabe unseres User Centered Design Videocasts. Diese Folge hat den Schwerpunkt Touchscreens und beschäftigt sich mit dem großen Smartphone Test der Moto Development Group, dem Polymer-Muskel von Artificial Muscle und der Spielkonsolen-Konzeptstudie pCubee der University of Columbia. Außerdem beleuchten wir das Thema Brain-Computer-Interfaces anhand einer Entwicklung der Firma g.tec – Gedanken Buchstabieren. Abschließend werfen wir noch einen Blick auf das Augemented Reality System LookTel, welches gerade erst den Preis der Cellular Telecommunications Industry Association (CTIA) in der Kategorie “Healthcare” gewonnen hat.

Die Links zum Videocast ::

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Willkommen zur dritten Ausgabe unseres User Centered Design Videocasts. Abonnieren via iTunes ist nun ebenfalls möglich. In der aktuellen Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem neuen Spielcontroller für die Sony Playstation “Move”, den General Motors Head Up Display Entwicklungen und einem Augmented Reality Lernverfahren. Desweiteren schauen wir auf Facebooks QR Code Entwicklungen, beleuchten das User Interface Designs des iPads und werfen zum Schluß einen Blick auf ein neues Microsoft Patent, dass die Stärke von Mausclicks zum Teil des Bedienkonzeptes macht.

Die Links zum Videocast ::

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Die zweite Ausgabe unseres User Centered Design Videocasts ist online. In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns unter anderem mit der Mix Konferenz 2010 in Las Vegas.

Die Links zum Videocast ::

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Wenn wir Projekte bearbeiten steht am Anfang meist eine umfangreiche Analyse. Wenn es dann jedoch an die Entwicklung NEUER Interaktionsformen geht, stößt man mit einem analystischen Prozess jedoch schnell an seine Grenzen. Doch es gibt Abhilfe. Eine Technik zur schnellen Entwicklung guter Ideen – die Ideenfabrik.

Unsere Unternehmsgruppe setzt für die Kreation neuer Interaction Design Produkte meist die gruppeneigene Ideenfabrik von Zephram ein. Das im Video vorgestellte Praxisbeispiel nutzt zur Findung von Ideen ein drei-stufiges System. Gesucht wurde die Antwort auf die Frage: Wie kann ich Passanten auf ein Multitouch-Display aufmerksam machen und sie zur Benutzung anregen.

  1. Analogie
    Die Suche nach Vorbildlösungen, die gleiche oder ähnliche Probleme bereits gelöst haben. Diese werden dann auf das neue Problem angewendet.
  2. Provokation
    Die bestehende Situation wird analysiert und dann bewußt verfälscht. Es entstehen unkonventionelle Ideen.
  3. Zufall
    Zufällige Inputs generieren überraschende Ergebnisse zur Lösung des Problems.

Den Ablauf einer solchen Ideenfabrik können Sie sich im folgenden Video ansehen:

Wer mehr über die Techniken erfahren möchte, dem sei ein Blick in das Blog von Zephram empfohlen: www.zephram.de/blog/2010/01/20/wie-findet-man-gute-analogien/

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Könnt ihr euch noch an Blaise Aguera y Arcas und seine Entwicklung “Photosynth” erinnern? Bereits 2006 hatten wir darüber berichtet. Jetzt hat Microsoft das geschafft, was lange auf der Hand lag: es mit Bing Maps kombiniert! … und es ist tatsächlich so genial wie wir es uns in unseren Gedanken immer ausgemalt haben ;)
(Für alle Google-Nutzer: Bing Maps ist das gleiche wie Google Maps, hatte jedoch schon bisher den großen Vorteil, das nicht nur Satellitenbilder eingebunden waren, sondern auch “Vogelperspektiven-Fotos”, welche eine Schrägansicht auf Gebäude bietet – z.B. für alle die eine Wohnung suchen, ist das DIE Errungenschaft, um vorher einen Eindruck zu bekommen)

Jedenfalls, mit der neuen Bing Maps Version/Variante, die auf Silverlight basiert, wurden gleich mehrere Technologie und Dienste verbunden. Bevor ich’s lange beschreibe, schaut euch einfach dieses Video an:

Ein Traum! ;)

Wenn Microsoft es jetzt noch schafft, das auf mobile Geräte mit Videokamera-Verknüpfung zu portieren, á la Wikitude …

Wer es mal selber ausprobieren möchte einfach auch www.bing.com/maps/explore/ gehen, (ggf. Silverlight Plugin installieren) und dann eine der Apps (links unten neben der Karte) auswählen (übrigens auch eine tolle Idee). Am besten auch in San Francisco testen, da dort die meisten Fotos hinterlegt sind.

PS. Was hier schön auffällt bzw. schon als eine der größten zukünftigen Herausforderungen erkennbar ist: Ein einheitliches Bedienkonzept, welches sich über alle Apps zieht. Gerade für Drittanbieter sind hier gute Richtlinien für die Interaktionen gefragt …

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… und noch mal zwei Konzepte, die momentan völlig unabhängig voneinander entwickelt werden, die aber in Kombination sehr schön zeigen, wohin die Reise geht:

Zum einen entwickelt Ericsson Labs eine API und SDK für in 3D gerenderte Karten, speziell für mobile Geräte:

Zum anderen gibt es da noch die Firma earthmine, die auf den ersten Blick genau das tut was Googles Street View tut, aber sie haben es in 3D!!!

So, und wenn man jetzt noch mal an den letzten Blog-Eintrag denkt, ist ziemlich klar was in Kürze möglich wäre:

1. Echte 3D-Navigation
Also, ein echtes Wikitude und eine echte “Google Streetview”-Navigation über die Mustererkennung, ähnlich wie hier

2. Echtes AR-Tagging
Mit Junaio von Metaio gibt es ja bereits einen gutes iPhone-Beispiel wie wir unsere digitalen Spuren hinterlassen können und das digitale Abbild unserer Welt mit eigenen Informationen anreichern können:

Das Problem dabei: noch gibt es dafür keine echte Mustererkennung der Umgebung, sondern alle Daten werden mittels GPS und Kompass referenziert (also ungenau). Wenn man nun echte 3D-Daten verwenden würde, könnten man den Content wirklich direkt(!) auf/an der realen Welt verorten, wie zum Beispiel hier

3. Parallel Universum
Und noch mal viel weiter gedacht … Parallel zu realen Welt gibt es ja schon bereits eine digitale Parallelwelt, siehe Twinity. Wenn ich diese mit den georeferenzierten Daten zusammenbringe, könnte man über unseren mobilen Begleiter diese sichtbar machen. Ein mögliches Szenario:
Über mein Handy mit integriertem Projektor könnte man sich an einem beliebigen Ort treffen (einer in der Real-Welt, einer in dem virtuellen Abbild davon) und mit diesem interagieren … ein wenig so wie hier, in diesem schon etwas betagtem Video:

Begrenzt werden diesen Fantasien allerdings wie immer von den zwei großen Faktoren:
- die enorme mobile Rechenpower, die zu Verarbeitung der 3D-Bilddaten nötig ist (könnte man wahrscheinlich erstmal nur über Cloudcomputing lösen) und
- die dafür sehr begrenzte portable Energie

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Man mag ja von dem Hype ums iPhone halten was man will, aber gerade gestern habe ich mich noch mit jemanden darüber unterhalten, was aus meiner Sicht der eigentliche Verdienst dieses Gerät ist: Mit seinen ‘zig Sensoren hat es “ganz nebenbei” die Tür für völlig neuartige Interaktionsdesign-Anwendungen im Massenmarkt geöffnet.

Ein tolles Beispiel dafür ist das sich noch in der Entwicklung befindliche Projekt “Parrot AR.Drone”

Die Idee: Über eine WiF wird eine Verbindung zum einen Modelhubschrauber (genauer Quadcopter) hergestellt. In diesem ist eine kleine Kamera integriert, die eine Live-Bild direkt auf das iPhone-streamt und über die Bewegungssensoren lässt sich über Kipp-/Neigebewegungen der das Fluggerät steuern. Beziehungsweise lässt das Video erahnen, das es noch eine Touchscreen-Steuerung gibt, die direkt auf dem Kamera-Bild liegt.

Wie gesagt, Hype, Apple-Politik und Sinnhaftigkeit hin oder her – ich kenne jedenfalls kein verbreitetes Eingabegerät für die Hosentasche, mit dem eine solche Interaktion möglich wäre.

Mehr Infos zum Projekt unter: www.ardrone.org/parrot-ar-drone/en/

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Seit den ersten Stunden des Touchscreens wird an ihm rumgemäkelt, das er zwar einerseits quasi unendliche viele Buttons und Interaktionsformen anbieten kann, aber ihm doch jegliches haptisches Feedback fehlt.

Dies könnte nun bald ein Ende haben. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University (in Pittsburgh, Pennsylvania) haben dafür einen Lösungansatz gefunden.

Aufgebaut ist das System aus einer Acryl-Platte, in die möglichen Button-Formen ausgespart sind. Auf Seiten des Nutzer liegt darüber eine Latex-Schicht und auf der anderen Seite eine Kammer in die Luft gepumpt oder rausgesogen werden kann. Somit kann man dann Erhöhungen oder Vertiefungen schaffen. Das Bild wird per Rückprojektion auf den Latex projiziert. Mittels einer kleinen Kamera auf höhe des Miniprojektor ist auch die Aufnahme der Finger möglich, so das die ganze Einheit auch Multitouch-Funktionalitäten beherrscht.

Sicherlich noch ein sehr sperriges System für Anwendungen, wo die Bautiefe keine große Rolle spielt (z.B. Fahrkartenautomaten), aber einer guter erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Entwicklung von flexiblen Displays auch weiter so zügig vorangeht, so ist vielleicht in zehn Jahren dann auch das Rückprojektionsproblem gelöst und man könnte die Erhöhung auch durch Mini-Sifte (á la TouchTable) realisieren. Wir werden‘s erleben …

Mehr Infos unter www.technologyreview.com/computing/22550/

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Nicht nur bei solchen serverbasierten Systemen, wie gestern vorgestellt, auch bei den Echtzeitsystemen hat sich in den letzten Zeit viel getan. So hat beispielsweise Entwickler Matt Herzog eine Gesichtserkennung für die Webcam in Flash implementiert:

Die Hintergründe und den SourceCode dazu kann man hier finden:
www.squidder.com/2009/02/26/realtime-face-detection-in-flash/

Einen ersten Test á la Johnny Lee hat damit schon Mrdoob programmiert, der hier zu sehen

und hier selbst zu testen ist:
http://mrdoob.com/lab/webcam/face_driven_3d/

Wie man sieht, noch ziemlich unzuverlässig, aber der Grundstein ist gelegt. Ich denke, nun ist es an uns Interaktionsdesignern das Potential der Technik zu erkennen und gekonnt anzuwenden.

Übrigens, seit kurzem gibt es von der schwedischen Softwarefirma TAT auch einen ähnlichen Prototyp für Mobiltelefone.

Eine schöne Unterstützung von GUI Metaphern, aber die „Killer-App“ lässt bei diesen ersten zarten Schritten natürlich noch auf sich warten.

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Meiner Meinung nach wird einer der großen Trends in den nächsten Jahren: Objekte vor die Webcam halten, diese werden dann erkannt und in eine virtuelle Umgebung integriert.
Wie das aussehen kann, war schon einmal gut hier in diesem Beitrag zu sehen – nämlich bei Sonys angekündigtem Spiel “EyePet”.

Wer den Erscheinungstermin nicht mehr abwarten kann, dem sei das Spiel Mightier empfohlen, das diese Technologie schon heute zeigt – und vor allem kostenfrei als Freeware. Einen kleinen Eindruck davon im folgenden Video:

Herunterladen kann man das Spiel unter folgender Adresse:

www.ratloop.com/?games/mightier

Auf den ersten Blick etwas einfacher, aber trotzdem nicht minder effektvoll ist die Technologie der japanischen Firma MotionProtrait. Diese haben sich darauf spezialisiert Fotos Leben einzuhauchen. Um mal einen Eindruck davon zu bekommen, habe ich für euch mal bei einer Webseite, die diese Technik einsetzt mitgefilmt. Und was bietet sich bei mir Glatzkopf nicht besser an, als die japanische Webseite von Schwarzkopf, auf der man Frisuren testen kann:

An der Bewegung sieht man toll, wie die Kopfform, Augen etc. erkannt werden und so animiert werden können. Wer das mal selber testen möchte, hier die URL: https://virtual-preview.com/LE/

Wer’s lieber in deutsch mag, dem sei die Seite von AXE Instinct empfohlen, wo euer Foto in ein Live Rock-Video integriert wird – inklusive Mimik-Änderung! Sehr beeindruckend:

kissmyaxe.de

Selber testen unter:

www.kissmyaxe.de

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Über das mehr oder minder gelungene GUI, des in Kürze erscheinenden Windows 7 haben wir nun schon mehrfach berichtet. Wie wichtig diese „äußeren Werte“ eines Betriebgssymstems sind, zeigen nicht zuletzt auch solche “Ersatzoberflächen” wie Bumptop (siehe letzter Blogeintrag).
Es gibt aber noch andere tolle Ideen, auf die Microsoft dann für die Version 8 mal einen Blick werfen sollte. Die folgenden stammen von dem 17 Jahre alten „Windows Liebhaber“ Cullen Dudas. In seiner Freizeit hat dieser unter dem Projektnamen „Copenhagen“ seine Vision für ein Interface visualisiert:

Somit mein Vorschlag an Microsoft: Cullen einen Ausbildungsplatz verschaffen ;)

Wer übrigens mal die nicht verwirklichten Windows 7 Ideen von Microsoft sehen möchte, also quasi den Papierkorb in der Redmonder Entwicklungsabteilung, dem sei ein Blick auf techradar.com empfohlen:

Window 7 Ideen

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Seit Sommer 2006 begleiten wir nun schon die Entwicklung von BumpTop und so sollte hier natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, das der Desktop-Ersatz seinen Beta-Status verlassen und in einer kostenfreien und einer Pro-Version für 29 US Dollar (bisher nur für Windows) erhältlich ist.

Schöpfer Anand Agarawala stellt im folgenden Video die Funktionen und Möglichkeiten mit einen Touchscreen Computer vor:

Mehr Infos und Download unter: www.bumptop.com

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Leider etwas spät, aber Dank der Mediathek kann man sich die heute auf Phoenix gesendete Diskussion noch online anschauen. In der Reihe Wissenschaftsforum Petersberg diskutieren unter Moderation von Ranga Yogeshwar vier Experten zum Thema “Vom täglichen Kampf – Wie viel Technik braucht der Mensch?”. Der Videostream kann auf der Webseite des Fernsehsenders aufgerufen:

Vom täglichen Kampf - Wie viel Technik braucht der Mensch

Die Gäste sind Prof. Klaus Kornwachs (Technikphilosoph, Technische Universität Cottbus), Dr. Annette Hoppe (Psychologin, Technische Universität Cottbus), Christoph Huß (BMW und Präsident der FISITA Weltvereinigung der Automobilingenieure) und der allseits bekannte Prof. Marc Hassenzahl (GermanUPA-Vorstandsmitglied und aktuell an der Folkwang Hochschule Essen).

Die zuweilen sehr kontrovers geführte Diskussion, zeigt sehr schön die unterschiedlichen Denkweisen / Aspekte der Akteure und Herangehensweisen bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittelle. Mein persönliches Resümee aus der Sendung ist eigentlich eine Maxime, nach der auch wir versuchen alle unsere Produkte zu entwickeln: Es gibt nicht DIE Lösung für DEN Nutzer, sondern nur Menschen mit unterschiedlichen Motivationen und Bedürfnissen. Somit kann ein Gerät / Interface das versucht allen gerecht zu werden, immer nur ein Kompromiss sein, mit dem der eine mehr und der andere weniger zufrieden ist – Also, ein hoch auf das individualisierbare User Interface! (Was dann allerdings wieder an anderen Stellen Probleme bringt ;) )

Mehr Infos zur Sendung gibt’s unter: www.phoenix.de/…

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Ihr erinnert euch noch an das alternative Desktop GUI „BumpTop“? (Wenn nicht dann am besten hier oder hier noch mal nachlesen)

Für alle „Nicht-Ordner-Speicherer“ und „Schreibtischzumüller“ habe ich gute Nachrichten, denn dieser Betriebssystem-Aufsatz hat nach fast zwei Jahren nun das Demo-Stadium verlassen und ist als Beta für PC und Mac erhältlich.
(Allerdings habe ich bisher nur eine Beta-Version für PC bekommen, insofern lässt sich über den Entwicklungsstand für Mac nur spekulieren).

Bei der Version für Windows wurden jedoch fast alle Funktionen, die in der ursprünglichen Demo zu sehen waren umgesetzt. Es wurden sogar noch zusätzliche Features hinzugefügt, wie zum Beispiel ein Perspektivwechsel.

Hier im Video ist der aktuelle Stand sehr gut zu sehen:

Tja, und jetzt ist mal wieder eine Frage die sich nicht pauschal beantworten lässt: Was ist besser, die normale Betriebssystemoberfläche oder BumpTop?
Sicherlich ist das Navigieren durch Ordner- und Dateilisten mit Spalten, verschiedenen Ordnungsmöglichkeiten und Vorschauansichten in vielen Situationen bedeutend(!) effizienter, aber beim Spaßfaktor siegt natürlich mit uneinholbarem Vorsprung BumpTop. Letztendlich ist es eine Sache der persönlichen Arbeitsweise. Wer im wirklichen Leben auch einen völlig zugekramten Schreibtisch hat und trotzdem mit einem Griff weiß wo das gesuchte Dokument zu finden ist, für den wird dies genau die gesuchte Lösung sein. Schon allein wegen den tollen Individualisierungsmöglichkeiten (Einzelne Dokumente größer anzeigen, Stapel erstellen etc.)

Hier kann man sich für die Beta registrieren: www.bumptop.com

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Im letzten Eintrag hatten wir gerade über die schleppende Weiterentwicklung bei Microsoft geschrieben und das man mittlerweile auch bei mobilen Betriebssystemen den Anschluss verpasst hat. Ähnlich wie bei den Browsern haben sich hier Redmonder zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und die Konkurrenz an sich vorbeiziehen lassen. Bei den Browsern war es Firefox der den Markt ordentlich aufgemischt hat, bei den mobilen Geräten Apple. Dabei hat Apple nicht mal ein tolles Gerät. Im Vergleich zum Mittbewerb hat das iPhone in vielen Gebieten bedeutend schlechtere Geräteeigenschaften und zwingen einem dazu noch in einem „nicht gerade günstigen“ Vertrag bei einem einzigen Netzanbieter. Es verkauft sich schlichtweg über das Nutzungserlebnis / User Experience (UX), welche mit Multitouch-Spielereien und innovativen, zentral zu findenden und simpel installierbaren Applikationen eine Begehrlichkeit weckt. Und in punkto Spaßfaktor vor allem doch eins hat: ein konsistentes und einfaches GUI.

Unter diesem Konkurrenzdruck ziehen nun alle Hersteller mit neuen Geräten und vor allem neuen Oberflächen nach. Bei Windows Mobile (WM) passierte von Seiten Microsofts ersteinmal gar nichts. Gerätehersteller HTC erkannte 2007 die Zeichen der Zeit und stülpte dem System ein eigenes GUI über: TouchFLO (und mittlerweile TouchFLO 3D). Aber spätestens bei den Systemeinstellungen war man wieder in der winzigen und schwer verständlichen WM-Welt:

Sicherlich, Microsoft redete sich immer damit raus, das ihr OS für Business-Anwender ist und nicht für die breite Masse. Aber hey, wie kann man nicht!=weg auf die Idee kommen, das!s Manager und „I‘m a PC“-Typen nicht auch gerne ein einfaches System haben möchten das Spaß macht? Zudem war das Zusammenwachsen von Mobiltelefon und PDA spätestens seit der Jahrtausendwende absehbar. Und wer schleppt schon gern zwei Geräte mit, auf denen zudem auch noch jeweils die gleichen Kontakte gespeichert werden?

Jedenfalls, nach etwa zwei Jahren Stillstand (und 9 Jahren nach der ersten WM-Version) gibt es nun diese Woche, auf dem Mobile World Congress in Barcelona, die neue Version zu sehen. Und wie zu erwarten war, gibt es im Internet natürlich schon vorher ein Video, welches diese vorstellt:

Tja, was soll ich sagen. Ich kann nur hoffen, das dies nicht wirklich das neue Release sein soll. Ansonsten lässt es sich aus meiner Sicht mit ein paar kurzen Worten zusammenfassen: Man hat in den letzten zwei Jahren absolut nichts kapiert!

Sicherlich, der Startscreen, die Übersicht der Kommunikationseinstellungen und die wichtigsten Applikationen (Browser, Kontakte etc.) wurden leicht überarbeitet, aber man sieht nichts, was Dritthersteller (wie z.B. Opera, Spb Mobile Shell, TouchFLO usw.) schon lange bieten. Das eigentliche Problem, eine konsistente Oberfläche, die mit einer oder wenigen Bedienungsmetaphern und einem klaren Gestaltungsraster klarkommt wurde wieder verfehlt. Wieder habe ich winzige Auswahlfelder, bestätige ich eine Seite mal mit „OK“ oben in der rechten Ecke oder „Fertig“ unten links, habe lange Erklärungstexte ohne Gewichtungsabstufung bei Auswahlfeldern und habe nur sehr schwer die Möglichkeit auch ohne Stifte durch die Einstellungen zu kommen. Ok, dafür wurde jetzt aber die Programmliste in Waben angeordnet, die ich so auch noch mit den dicksten Daumen bedienen kann. Das man durch Waben allerdings auch 20 bis 40 Prozent des Platzes auf den „riesigen“ Displays von mobilen Geräten verschenken kann (wie man an Stelle 8:51 gut sehen kann), wurde beim konzipieren wohl vergessen.

Somit ist wohl die einzige Hoffnung, nochmals etwa ein Jahr auf Windows Mobile 7 zu warten …

… aber ob dann noch genügend Nutzer dafür da sind? (die 3. Generation des iPhones wird in diesem Sommer erwartet, Googles Android ist gerade frisch erhältlich, Palm bringt ein neues (vorab schon hochgelobtes) OS raus, Nokia hat auch völlig neue OS-Pläne usw.). Somit ist der letztendliche Nutznießer der ganzen Situation der Endkunde. Dieser kann sich, durch den nun schnell bewegenden Markt, zwischen ähnlichen Geräten aber unterschiedlichen GUIs (z.B. HTC mit WM oder Android) und somit mit unterschiedlichen User Experiences entscheiden.

Vorabinfos zu Windows Mobile 7 gibt es übrigens hier: http://pocketpccentral.net/windows_mobile_7_brief.htm

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Windows 7 ist gerade in aller Munde und auch wir möchten da nicht außen vor sein und ein paar Worte über ein paar wichtige Interface-Neuerungen im weltweit verbreitetsten GUI verlieren.

Sicher musste Microsoft, nach dem geflopten Vista, nun eine Schippe nachlegen und hat vor allem an dem gearbeitet, was der Endbenutzer als erstes sieht: das User Interface. (Wir sprechen auch gerne von der eigentlichen Visitenkarte eines Softwareunternehmens ;) )

Ein paar Sachen sind hier ganz gut im Video zu sehen:

Eine der wohl größten Frischzellenkuren erhält auch gleich unsere seit 1995 so lieb gewonnene Taskleiste. Nun ist sie quasi eine Kombination aus dem Mac OS Dock und der Windows Schnellstartleiste plus Tunning! So ist es zum Beispiel durch kleine Vorschaubilder möglich, direkt zu dem Fenster zu wechseln, welches man sucht. Beziehungsweise sogar zu dem jeweiligen Tab.

Zusätzlich gibt es dann noch bei einigen Programmen die Möglichkeit Funktionen direkt aus der Taskbar aufzurufen. Wie zum Beispiel das öffnen der letzten Dateien usw.

Die andere große Neuerung ist Aero Peek. Was als erstes wie eine Luftnummer klingt, ist bei näherer Betrachtung eine sehr nützliche Funktion, um nicht im Fensterdschungel unterzugehen. Denn wenn man nämlich in der Taskbar auf die kleine Vorschau eines Programmes geht, das man vielleicht öffnen möchte, werden alle anderen Fenster transparent und nur diese Applikation kommt zum Vorschein.

Für Mac User nichts neues, aber unter Windows wird es nun auch möglich sein, mit einem Klick auf den Schreibtisch zu schauen. Hier allerdings grafisch nicht über einen Wegschieben-Effekt gelöst, sondern ebenfalls über transparent werdende Fenster. Ich freue mich schon, diese Funktion selber testen zu können und persönlich vergleichen zu können welche Metapher mehr Vorteile bietet.

Neben der Möglichkeit sein GUI selber durch diverse visuelle Themen und Themenportale zu verschlimmbessern, gibt es viele kleine Verbesserungen bei der Bedienung und natürlich beim Look & Feel des gesamten Systems. Vieles offensichtlich vom Mac inspiriert (Verknüpfungen mit Live Maps) aber auch einige Sachen die sich die Redmonder gut überlegt haben (auf den ersten Blick wohl (der Assistent für) die Einrichtung eines Heimnetzwerkes). Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen gibt es im übrigen hier:

www.microsoft.com/germany/windows/windows-7/

Alles in allem endlich ein guter Schritt in die richtige Richtung, um wieder Anschluss an das User Interface vom Mac zu gewinnen und nicht mehr wie auf allen anderen wichtigen Gebieten (Browsern, Mobiles OS) den Alternativen meilenweit hinterherzuhecheln.
Aber, um frei aus einer berühmten Präsentation zu zitieren, unter der verbesserten Oberfläche ist es immer noch die alte „.dll Hell“ ;)

Trotzdem viel Erfolg Microsoft! Ehrlich.

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Wer seinen MP3-Player bedienen möchte, der tut dies mehrheitlich wohl durch eine Interaktion mit der Hand. Da das gute Teil allerdings meistens in einer Tasche steckt, ist dies ein verhältnismäßig unbequemer Ansteuerungsprozess: Ertasten des Geräts, dann der richtigen Knöpfe usw. Es gibt zwar schon alternative Eingabemöglichkeiten, wie zum Beispiel die Shake Control …

… aber diese ist nicht wirklich hilfreich. Ist doch eine Tastenbedienung x-mal komfortabler und meist schneller. Es sei denn, man hat Lust beim Musikhören (heute ja meistens auf der Straße) ab und zu mal zu hüpfen.

Die Forscher von NTT DoCoMo arbeiten allerdings gerade an einer Steuerung die wirklich Sinn macht und die genau da statt findet, wo sie gebraucht wird: Nämlich über die Kopfhörer. Die Entwicklung basiert auf dort angebrachte Sensoren, die die Augenbewegung erfassen können. Wie das ganze dann ausschaut ist hier gut im Video zu sehen:

Worauf im Bericht nicht näher eingegangen wird, was aber gut zu sehen ist: Man kann diese Technik gut mit einer am Kopf befestigten Kamera kombinieren und so eine grobe Computersteuerung realisieren. Dies wäre natürlich auch für körperlich stark eingeschränkte Personen interessant, die so (im Gegensatz zum „klassischen“ BCI) eine einfachere Schnittstelle zur Verfügung hätten.

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Auch auf die Gefahr hin, das ihr es nicht mehr hören könnt, aber es gibt mal wieder interessantes aus dem Augmented Reality Bereich. Gut, ich bräuchte ja nicht darüber berichten, aber ich bin nach wie vor der Meinung dass dies zukünftig mit einer der spannendsten Bereiche bei den Web- und Mobile-Interfaces sein wird.

Jedenfalls bin ich gerade frisch zurück aus München, wo ich einmal in die Heiligen Hallen von metaio, einen der führenden deutschen Anbieter, blicken durfte. Einigen dürften diese schon durch das AR-Buch und diverse andere AR-Projekte bekannt sein. Auch ein aktuelles Produkt der Firma ist nicht minder interessant. Denn für Lego haben diese ein Terminal realisert, bei dem man einfach die Packung vor die Kamera hält und schon erscheint in dem virtuellen Spiegelbild ein 3D-Model, das man mittels der Packung frei bewegen kann.

LEGO Augmented Reality Terminal

Denkt man an der Stelle mal ein wenig weiter, so freue ich mich doch schon auf den Lego-Katalog den ich einfach vor meine Webcam lege und mit dem ich dann ganz einfach durch die 3D-Modelle blättern und interagieren kann.

Aber nicht nur ein Pappkarton kann bei AR zur Interaktion genutzt werden, auch komplexere Formen – wie zum Beispiel ein Gesicht. So gibt es aktuell auf der amerikanischen Ray-Ban Webseite ein Programm namens “Virutal Mirror”. Mit diesem ist es möglich, in Echtzeit verschiedene Modelle des Brillenherstellers auf sein Gesicht zu projizieren.



Dieses und das Lego-Terminal sind zwei schöne Beispiele dafür, das zukünftig nicht zwingender Weise immer ein AR-Marker benötigt werden. Die Mustererkennung bei Gegenständen oder eben Gesichtern wird immer besser, auch wenn Sie heute noch nicht an die Präzision eines hochkontrastigen, schwarz-weißen Quadrates mit scharfen Ecken herankommt.

Dafür steht zwischen diesen vielen Möglichkeiten allerdings oftmals noch eine ganz andere “nutzerunfreundliche Kette von Schritten”, wie zum Beispiel das Herunterladen und die Installation einer speziellen Software. Das auch dies in Zukunft immer einfacher wird, zeigen erste Ansätze mit Plugins direkt im Webbrowser. Hier auch noch einmal ein Beispiel aus dem Hause metaio, bei dem man lediglich eine Printanzeige vor eine entsprechende Webseite halten braucht:



Eine ganze Reihe von ähnlichen Beispielen auf Flash-Basis, wurden vor kurzem zu Weihnachten von verschiedenen Agenturen präsentiert, hier mal drei Beispiele, die erste interessante Interaktionsmöglichkeiten zeigen:







Spannend sind auch erste Experimente mit physischen Verhaltensweisen, wie zum Beispiel diese Stoffsimulation:



Wenn diese Entwicklung in dem Tempo so weiter geht (und die Nutzer immer fleißig ihre Rechner upgraden ;) ) dann können wir bald mit der Konzeption völlig neuer, webcambasierter Webseitenkonzepte beginnen … aber dazu ein ander Mal mehr.

Abschließend noch ein paar Literaturtips. Leider gibt es bisher nicht so viel deutschsprachige Literatur, aber der auf Uni-Ablussarbeiten spezialisierte VDM Verlag hat schon einige Titel in seinem Portofolio siehe hier. Allerdings ist das englischsprachige Angebot bedeutend größer siehe hier

PS. Und damit ich nicht morgen schon wieder was zum Thema AR poste, hier noch ein Hinweis auf einen sehr interessanten Prototypen. Dieser ist ein wenig eine Kreuzung aus einem System von der Uni Toronto, das wir 2007 mal vorgestellt haben (siehe hier) und Wikitude (welches wir ja vor kurzem vorgestellt hatten).

Das besondere an dieser Lösung ist, dass ich meine Daten direkt auf Objekte projizieren kann. Der im letzten Jahr von Johannes Schöning an der Universität Münster entwickelte Prototyp aus einem Nokia N95, in Verbindung mit einem Aiptek mobile Projektor, hat eine Mustererkennungssoftware, so dass eine hinterlegte Landkarte “wiedererkannt” werden kann und somit zusätzliche bzw. die gesuchten Informationen auf die Karte eingeblendet werden können. Aber mehr dazu im Video:

Mehr Infos unter: www.johannesschoening.de

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Technology Review - Februar 2009

Ich kann mich nicht erinnern, dass ein größeres deutsches Magazin “unser Lieblingsthema” mal zu einem Schwerpunkt einer Ausgabe gemacht hat. Nun ist es aber so weit und das aktuelle Heft der Technology Review befasst sich ausgiebig mit den “neuen Benutzer-Schnittstellen”. Auf etwa 15 Seiten wird dabei von Sprachschnittstellen, über Mutlitouch bis hin zu Brain-Computer-Interfaces ein guter Überblick über die aktuellen Entwicklungen gegeben. Also, in jedem Fall einen Kauf wert.

Mehr Infos unter: www.heise.de/tr/

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Thematik in einer populären Zeitschrift wieder mal so einen Stellenwert bekommt …

Übrigens, für alle die es nicht so “populärwissenschaftlich” mögen, zwei Empfehlungen für Fachmagazine

1. die deutschsprachige i-com: www.i-com-media.de

2. die englischsprachige Interactions: interactions.acm.org

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Ok, einen hab’ ich noch, aber dann war’s das erstmal zum Thema AR ;)

Im Juli hatten wir noch darüber berichtet, wie es wäre einen portablen „Dr. Know“ zu haben, der uns automatisch Informationen zu unserer Umgebung bietet (siehe hier). Also eine Augmented Reality ganz ohne Marker, Brille usw. – nur draufhalten und Zusatzinfos bekommen.

Als ersten, allerdings sehr zeitverzögerten, Schritt in diese Richtung hatten wir ja schon mal die ViPR-Technologie vorgestellt (siehe hier). Nun gibt es allerdings seit kurzem ein Projekt, das dies in Echtzeit schafft, zumindest für Sehenswürdigkeiten: Wikitude.

Bei diesem Konzept, von den österreichischen Entwicklern von Mobilizy, handelt es sich um eine Verknüpfung von Wikipedia, Panoramio Fotos und GPS-Daten. Das bisher nur für Mobiltelefone mit Android OS verfügbare Programm, überprüft den aktuellen Standort per GPS und analysiert die von der integrierten Kamera aufgenommen Bilder nach bekannten Formen (Skylines, Muster etc.). Sobald etwas erkannt wurde, werden für den Bereich die zusätzlichen Informationen angezeigt. Genaueres im Video:

Einfach nur beeindruckend.

Mehr Infos unter: www.mobilizy.com/wikitude.php

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Vielen Dank an Jan vom Augmented Reality Blog für den Hinweis, auf ein brandaktuelles Video zu der im letzten Beitrag erwähnten Premiere auf der Buchmesse.

In diesem ist das von metaio für den Verlag Wissen Media / arsEdition entwickelte AR-Buch „Aliens & UFOs“ zu sehen:

Mehr Infos dazu bei
metaio
wissenmedia

oder direkt zum Buch bei amazon.de

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… also, genau wörtlich genommen ist es ab dem 19. Oktober bei Amazon (Japan), für rund 73 Euro „im Lager“. Die Rede ist von dem ersten Augmented Reality Spiel für den Massenmarkt/normalen PC: 
ARis (Alice)

Das aus „westlicher Sicht“ eher sehr befremdliche Spiel, benötigt dafür nur einen normalen PC mit Webcam, der Rest geschieht über den mitgelieferten Würfel plus eine Art Zeigestock und noch drei Aktionskarten.
Das Konzept basiert auf einer virtuellen Spielfigur, die durch die Webcam auf bzw. um den Würfel erscheint und mit der man interagieren kann. Also eine Art „Sims“ auf dem eigenen Schreibtisch:



Zwar nicht für den Massenmarkt, aber dafür schon bedeutend früher, hatte Sony ein Spiel für Playstation-Besitzer veröffentlicht: Eye Of Judgement. Hier gibt es keinen Würfel, sondern „nur“ Karten auf einen Spielbrett, die „zum Leben erweckt“ werden können:



Ab 2009 legt dann Sony mit EyePet in punkto AR richtig los, hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack darauf:



Also, wie man sieht, zieht die „Erweiterte Realität“ langsam ins Wohnzimmer ein.

Wer so etwas mal selber erfahren möchte, dem sei ein Besuch auf der morgen beginnenden Frankfurter Buchmesse empfohlen. Auf dieser wird Metaio, ein auf Augmented-Reality-Lösungen spezialisiertes Unternehmen, zusammen mit dem Bertelsmann-Verlag/Wissen Media Verlag den„Großen Weltatlas“ mit AR-Möglichkeiten vorstellen. Das sieht dann ungefähr so aus:



Den nächsten Schritt hat Metaio auch schon präsentiert: Die Steuerung von Grafiken:



… und in Verbindung mit Abenteuer-Büchern, mal in die Rolle des Helden zu schlüpfen:



Ich denke, das ist wirklich eine Nische in die gedruckte Lexika gut gehen können. Diese schlagen somit eine Brücke zwischen On- und Offline-Welt und werden zum „Interaktionsbuch“. Somit kann ich mit physisch vorhandenen Gegenständen, die auf meinem Schreibtisch zu virtuellen Welten werden, interagieren. So ein „Erlebnis“ zur Wissensvermittlung kann eine Webseite nur schwer bieten.
… und an der Stelle sind dann wir Interaction Designer wieder gefragt, denn bisher ist es ja oft nur Effekthascherei. Wenn dieser erste WOW-Effekt vorbei ist, wird die didaktische Aufbereitung und Wissenvermittlung über die kleinen Pappkarten gefragt sein.
… ich könnte mir da zum Beispiel sehr gut einen virtuellen Chemiebaukasten vorstellen, in dem dann auch mal die Sachen drin sind, die man sonst nicht frei vertreiben darf ;)

PS. … und was gibt es bei der mobilen AR neues?. Aktuell plant das französische Unternehmen „int13 production“ auch gerade ein AR-Spiel, welches allerdings auf einem Mobiltelefon laufen soll:

Wer den WOW-Effekt übrigens mal selber auf seinem Handy haben möchte, dem sei das „Virtual Sculpture Project“ empfohlen. Nähreres dazu auf dieser (leider nur englischen) Seite ganz unten.
Dort ist dann auch der Link zu der Seite http://virtual.extra.hu/ zu finden, auf der ihr die Applikation und den Marker runterladen könnt.

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Die aktuelle Ausgabe des Wii Magazin 06/2008 berichtet über den 28-jährigen Johnny Chung Lee, Doktorand am Human-Computer Interaction Institute an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Er stellte Anfang 2008 eine eigens entwickelte Wii-Steuerung vor, indem er die Wii-Steuerung einfach umkehrte! (wir berichteten)

Die Idee die ihn berühmt machte: Johnny Lee nutze die integrierte Infrarotkamera in der Wiimote einfach andersrum:
Anstatt die Wiimote in die Hand zu nehmen, platzierte er diese vor den Fernseher und bewegte stattdessen die Sensorleiste, die widerrum mit 2 Infrarotlichtern ausgerüstet ist. Wenn man nun die Sensorleiste bewegt, registriert die Wiimote die Position der Leiste relativ zum Bildschirm. Den entstehenden Effekt demonstrierte Lee mit einer eigens entwickelten Software mit 2D-Objekten. Durch die Umkehr der Eingabegeräte entstand der Eindruck, eines Pseudo-3Ds. (Das Video dazu gibts in dem schon besagten Eintrag)

Das ganze wurde dann von vielen als Inspirationsquelle genutzt und ein Head-Tracking ohne Wii und nur mittels einer Webcam entwickelt. Hier mal ein Beispiel, das dieses System auf einem kleinen MacBook demonstiert:

In einem weiteren Experiment versorgte Johnny Lee die WiiMote mit einem stärkeren Sensor und klebte sich Reflektoren an die Finger: herausgekommen war dann das hier:



Das wirklich tolle an der Sache sind die Selbstbauanleitungen dazu, die man auf Lee´s Website findet…Hier schonmal DIE IDEE für die nächste Generation der Spielkonsolen: Man stattet einen Raum mit mehreren Sendern aus, sodass die Spielkonsole die eigene Postion im Raum registrieren kann. Da sag ich doch einfach: Wozu WiiMotionPlus, wenn man seinen Gegner im Streetfighter direkt mit einem gezielten Tritt in die Knie zwingen kann!

Kritisch betrachtet wäre selbst bei einer 360° Lösung das wirkliche Feedback ein Problem, denn wenn unsere Faust im Spiel auf den gegnerischen Kopf prallt, dann sollte nicht nur die Spielfaust aufprallen, sondern auch unsere eigene, da sonst weiterhin Synchronisationsprobleme entstehen.

Es gibt zwar schon ein paar Ansätze, ein haptisches Feeback zu bieten (also nicht direkt für die Wii, sondern allgemein), allerdings beruhen die immer darauf, dass die Finger immer irgendwo eingespannt sind. Wie zum Beispiel bei dieser Lösung



Wir berichteten auch schon einmal ausführlicher darüber hier.

Aber wie man schon sieht, nichts für den “Hausgebrauch” und wirklich mehr was für den wissenschaftlichen, industriellen Einsatz. Beispielsweise zu Steuerung eines Robotors in lebensfeindlichen Umgebungen.

Ein Lösung, die wir da eher für denkbar halten ist eine “losgelöste” Erweiterung der Controller. Ein ersten Schritt in diese Richtung hat dazu Wissenschaftler des Japan’s National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) unternommen. Der von ihnen entwickelte “GyroCubeSensuous” enthält Motoren und Gewichte, die entsprechen der virtuellen Umgebung verlagert werden. So das, bezogen auf ein Wii-Box-Spiel, gegen meine zuschlagende Faust eine Kraft dagegen hält. Hier mal eine völlig gewaltlose Präsentation des Systems:



Weitere Infos dazu auf der (leider nur englischen) Seite: http://techon.nikkeibp.co.jp/english/NEWS_EN/20050413/103707/?ST=english

… und wenn wir uns trauen noch einen Schritt weiter zu denken, dann wäre auch ein direktes physisches Feedback auf die Muskeln möglich. Basis dafür könnte die Electrostimulation sein, die die meisten wohl aus dem Nachtprogramm kennen:

Diese Technologie könnte es schaffen, das ich (um beim Beispiel Boxspiel zu bleiben) wenn ich auf etwas draufhaue auch gestoppt werde und den Wiederstand spüre. … Allerdings würden wir dieses Konzept gerne noch mal von einen Physiotherapeuten beurteilen lassen ;)

Alles was danach kommt, um mich die Virtualität wirklich spüren zu lassen, würde dann wohl in die Richtung direkt Gehirnstimulation gehen, über die wir ja auch schon berichtet haben.

Es bleibt also spannend bei diesem Thema / Fragestellung, die nicht nur die Spieleindustrie in den nächsten Jahren maßgeblich beschäftigen wird …

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Und wieder einmal mehr ist des die Spieleindustrie, die mit neuen Eingabegeräten vorprescht.

Auch eine Sache die auf der E3 vorgestellt wurde, war das Zusatzmodul für die Wii – MotionPlus. Mit dem kleinen Würfel, der einfach an den Wii Remote Controller angesteckt wird, ist es nun möglich Bewegungen noch genauer und vor allem die Position der Wii Remote im Raum festzustellen. Daraus ergeben sich völlig neue Steuerungs- und Spielmöglichkeiten:



Wie gut zu erkennen ist, kann man somit viel besser innerhalb eines dreidimensionalen Raums interagieren. Erreicht wird das durch das Zusammenspiel des bereits vorhanden Beschleunigungssensors sowie Infrarotkamera und einem neuen Zwei-Achsen-Kreisel/Neigungssensor, der die Lage (also wie dat Ding jehalten wird) erfassen kann. … auch wenn das noch nicht soooo hundertprozentig genau funktioniert.

Aus den tollen neuen Möglichkeiten ergibt sich allerdings auch ein kleines Problem: Fehlendes Feedback. Wie man im Video sehen kann, wir das Laser-Schwert von der Spielfigur gestoppt, allerdings kann der Nutzer den Controller ja weiterbewegen … was somit zu einer Synchronisierungsdifferenz führt, die ja dann irgendwie ausgeglichen werden muss.

Aber im Frühjahr 2009 können wir uns dann ja selber von „dem neuen Spielgefühl“ überzeugen lassen, wenn dann neue Versionen von „Wii Sports“ und „Red Steel“ speziell für die MotionPlus veröffentlicht werden.

Mehr (leider nur englische) Infos auf der Seite der Kooperationsfirma von Nintendo: AiLive

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… dann könnte da vielleicht ein “All-In-One-Device” rauskommen, welches kürzlich der japanische Designer Mac Funamizu in seinem Blog “petitinvention” vorgestellt hat. Das dargestellte Zukunftsszenario beschreibt ein Gerät, welches mittels Touchscreen, Built-In Camera, Scanner und Zugriff auf diverse Datenbank der perfekte Dr. Know für unterwegs sein könnte.

Wie auf seiner Seite zu sehen ist …

Geo-Informationssystem

… wird die Umgebung analysiert und “augmented”. So zum Beispiel als “Innen-Geo-Informationssystem”, welches Möglichkeiten bietet, sich z.B.: in öffentlichen Gebäuden wie Flughafen, Bahnhof oder Krankenhaus durch Echtzeit-Anzeige zurechtzufinden. Sehr sinnvoll beispielsweise bei Notfallsituationen, um den kürzesten Weg hinaus zu finden.

Auch auf der Seite …

other-purposes

… die Möglichkeiten die sich für den Einsatz eines solchen Interfaces bieten, wie hier z.B.: das simultanes Übersetzen von fremdsprachigen Texten. Mit einem eingebauten Scanner können ebenso einzelne Wörter in ihrer Bedeutung nachgeschlagen werden.

Sehr naheliegend ist natürlich auch der Einsatz als Realbild-Navigationssystem, wie in einem unserer früheren Beiträge oder hier schön zu sehen ist.

Ich könnte jetzt noch unzählige Möglichkeiten aufzählen, um nur ein paar davon zu nennen: das Nachschlagen von Automarken, Tierarten- und gattungen, exotischen Früchten, Kalorienangaben, Sternenkonstellationen; das Vorhersagen des Wetters an einem spezifischen Ort und und und … (das die Forschung bei derartigen System schon ziemlich weit ist, haben wir ja vor kurzem auch hier gezeigt)

Die Realisierbarkeit einer solchen Mensch-Maschine-Daten-Schnittstelle wäre natürlich phantastisch. Machbar wäre heute auch schon vieles. Die Knackpunkte liegen aber eindeutig in den Standards. Wie könnte ein universelle Schnittstelle zum Datenaustausch eines jeden Hauses aussehen (für die Anzeige von Rauminformationen etc.)?
Weiterer “Stolperstein”: für eine derartige Darstellung müsste fortwährend exakt die Postion der Augen gemessen werden und darauf hin die Anzeige angepasst werden.

Insofern müssen wir wohl noch “ein wenig” Geduld haben …

Weitere Infos und noch viel mehr Bildmaterial findet ihr unter:
flickr.com/photos/mac_fun/

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Ein Entwickler aus China trotzt der Überzeugung Steve Jobs, der im Januar 2007 das iPhone mit den Worten: „Nobody needs a stylus.“ präsentierte.
In Bezug auf das Thema Schreiben ohne Stift hat der chinesische Entwickler kürzlich seinen Protest in die Tat umgesetzt und eine Add-On Software für das iPhone namens HWPen auf den Markt gebracht, die es ermöglicht Text durch Erkennung der Handschrift zu verfassen.

Handwriting

Die aktuelle Beta-Version der Mini-Software unterstützt chinesische & lateinische Schriftzeichen sowie Ziffern, zeigt aber auch Lücken:
Sie schafft es nicht, sämtliche Funktionen der virtuellen Tastatur zu ersetzen, z.B. unterstützt sie nicht die Drehung auf die Seite und im Mailprogramm taucht sie gar nicht auf. Und wie im Video eindeutig zu erkennen, funktioniert die Schrifterkennung eher suboptimal. Die Meinungen über das Tool gehen weit auseinander, die meisten Besitzer eines iPhone sind jedoch überzeugt, dass sie mit der vorgegebenen Tastatur eindeutig schneller sind.

Bei den ganzen Streitigkeiten bleibe ich bei der Meinung, dass es doch am besten wäre, wenn der Nutzer selber entscheiden könnte, wie er seine Texte eingeben möchte. Eine gute Lösung bietet z.B. das Nokia N800 Internet Tablet an, das sowohl virtuelle Tastatur mit oder ohne Eingabestift anbietet, als auch Handschrifterkennung unterstützt.



PS: Das kleine Add-On kann auch nur installiert werden, wenn man ein sogenanntes “Jailbreak-iPhone” besitzt, d.h. es funktioniert ausschließlich bei gehackten Mobiltelefonen.

Mehr Infos dazu findet ihr unter: www.macnews.de/news/107815.html

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… da sei doch auch noch das „SenseSurface“ von Lyndsay Willams (von Girton Labs) vorgestellt.

Das besondere bei diesem Drehregler ist, dass man diesen direkt auf das Display setzen kann. Eine Lösung die insbesondere für Mischpult-Software sehr interessant sein könnte.

Erst in der letzte Woche hatten wir einen Fall, bei dem wir einem Interessenten von einem rein digitalen Interface / Regler für eine „Zugabe-Steuerung“ bei einem halbmechanischen Gerät abgeraten haben (Für die genauen Hintergründe müsste ich jetzt länger ausholen). Fakt ist aber, der manuelle Regler ist einfach x-mal schneller und bietet ein direktes Feedback.
Wer eines dieser „tollen“ Autoradios hat, bei dem die Lautstärke durch Taster oder gar Touchscreen, anstatt durch einen Drehregler gesteuert wird, weiß jetzt genau was ich meine.

Zurück zu Willams Prototype. Der Drehregler selber hält durch Magnetismus auf dem Bildschirm. Laut der Girton-Webseite wurde das System „mehrere 100 Stunden“ auf einem Dell-Laptop getestet – ohne negative Beeinträchtigung für das Display.
Die eigentliche Übertragung/Ermittlung der Steuerungsdaten erfolgt durch eine „Messplatte“ auf der Rückseite des Displays, welche per USB an den Rechner angeschlossen wird. Durch diese wird zudem auch die Position auf dem Bildschirm ermittelt, so dass der manuelle Regler mit der grafischen Benutzeroberfläche korrespondieren kann bzw. auch mehrere Reger zur gleichen Zeit genutzt werden können.

Demnächst soll es auch noch weitere Steuerelemente, wie zum Beispiel Schieberegler, geben. Insgesamt soll das ganze System unter 100 Dollar in der Produktion kosten. Wann dieses allerdings auch in Produktion geht, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: http://girtonlabs.googlepages.com/sensesurface

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Schon sehr häufig haben wir hier über alternative Eingabegräte berichtet, welche der digitalen Translation von Bewegungen und somit einer besseren Interaktion dienen.

An der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde dazu von den Studenten der Fachrichtung Master Interaction in den letzten Monaten eine Art Grundsatzarbeit erstellt. In dem Semesterprojekt untersuchten vier Studenten unter der Leitung von Prof. Carola Zwick und Dipl.-Des. Jelena Blank-Muhr Interaktionsprinzipien, um somit eine Art Bibliothek bzw. Katalog der Eingabemöglichkeiten für digitale Anwendungen zu schaffen. Herausgekommen sind 50 (!!!) Stellteile, die am gestrigen Donnerstag im Industrial Design Institut präsentiert wurden:



Die insbesondere für interaktive Installationen gedachten Prinzipen sollen eine Alternative zu der meist vorherrschenden Tastatur und Maus/Trackball-Bedienung aufzeigen. Was wie ich finde, phänomenal gelungen ist.
So gibt es beispielsweise bedienbare Sprühflaschen, berührungslose Schalter, alle erdenklichen Formen von Walzen, nachfedernde Schieberegler, interaktive Infografiken bei denen man ein Mini-Ölfass aus dem Boden zieht und analog dazu die Länder aufsteigend nach ihrer Ölproduktion sieht und und und …

Grundlage war eine Untersuchung der physischen Eingabemöglichkeiten nach Lagebeziehung, Greifart, Geschwindigkeit der Interaktion usw.
Die zusammengestellten Prinzipien wurden dann mittels klassischem Modellbau und Arduino (einer elektronischen Open-Source-Prototypen-Umgebung) umgesetzt.

Um Prof. Carola Zwick zu zitieren:
„.. es ist wie über Schokolade zu referieren, man muss es einfach selber ausprobieren“. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich diese Toolbox anzuschauen. Mehr Infos dazu unter:



www.gestaltung.hs-magdeburg.de



Sobald es eine öffentliche Ausstellung gibt, werden wir es hier posten.

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