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Eine der größten Quellen für menschlichen Erfindergeist ist seine Bequemlichkeit. So gibt es aktuell wieder neue Entwicklungen für die Kontrolle unseres liebsten Lebensraums.
Zum einen hat das Media Interaction Lab der University of Applied Science in Oberösterreich eine Arbeit mit dem Namen CRISTAL (Control of Remotely Interfaced Systems using Touch-based Actions in Living spaces) vorgestellt. Diese bildet mittels Gestensteuerung eine Brücke zwischen allen Geräten im Wohnzimmer:
Das Thema „bloss nicht aufstehen“ bzw. Fernbedienung ist ja von je her eins DER Themen im Interaction Design. So wundert es nicht, dass nun ein „Universal Remote Control Framework“ geschaffen wurde, auf dem die Geräteanbieter und Fernbedienungshersteller aufsetzen können. Erster Unterstützter der Plattform: der amerikanische Dienst TiVo. Mit der iPhone-App “i.TV” (wie auch sonst) wurde somit eine wunderbare Brücke zwischen Programmzeitschrift und Fernbedienung Fernsehsteuerung geschaffen:
Mehr Infos unter: http://i.tv/
Siehe auch: www.schroeder-wendt.com/blog/index.php?s=fernbedienung
Tags: apple, einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, GUI, HCI, interface, iphone, TV, UID, Usability, visualisierung
Seit den ersten Stunden des Touchscreens wird an ihm rumgemäkelt, das er zwar einerseits quasi unendliche viele Buttons und Interaktionsformen anbieten kann, aber ihm doch jegliches haptisches Feedback fehlt.
Dies könnte nun bald ein Ende haben. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University (in Pittsburgh, Pennsylvania) haben dafür einen Lösungansatz gefunden.
Aufgebaut ist das System aus einer Acryl-Platte, in die möglichen Button-Formen ausgespart sind. Auf Seiten des Nutzer liegt darüber eine Latex-Schicht und auf der anderen Seite eine Kammer in die Luft gepumpt oder rausgesogen werden kann. Somit kann man dann Erhöhungen oder Vertiefungen schaffen. Das Bild wird per Rückprojektion auf den Latex projiziert. Mittels einer kleinen Kamera auf höhe des Miniprojektor ist auch die Aufnahme der Finger möglich, so das die ganze Einheit auch Multitouch-Funktionalitäten beherrscht.
Sicherlich noch ein sehr sperriges System für Anwendungen, wo die Bautiefe keine große Rolle spielt (z.B. Fahrkartenautomaten), aber einer guter erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Entwicklung von flexiblen Displays auch weiter so zügig vorangeht, so ist vielleicht in zehn Jahren dann auch das Rückprojektionsproblem gelöst und man könnte die Erhöhung auch durch Mini-Sifte (á la TouchTable) realisieren. Wir werden‘s erleben …
Mehr Infos unter www.technologyreview.com/computing/22550/
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Über das mehr oder minder gelungene GUI, des in Kürze erscheinenden Windows 7 haben wir nun schon mehrfach berichtet. Wie wichtig diese „äußeren Werte“ eines Betriebgssymstems sind, zeigen nicht zuletzt auch solche “Ersatzoberflächen” wie Bumptop (siehe letzter Blogeintrag).
Es gibt aber noch andere tolle Ideen, auf die Microsoft dann für die Version 8 mal einen Blick werfen sollte. Die folgenden stammen von dem 17 Jahre alten „Windows Liebhaber“ Cullen Dudas. In seiner Freizeit hat dieser unter dem Projektnamen „Copenhagen“ seine Vision für ein Interface visualisiert:
Somit mein Vorschlag an Microsoft: Cullen einen Ausbildungsplatz verschaffen
Wer übrigens mal die nicht verwirklichten Windows 7 Ideen von Microsoft sehen möchte, also quasi den Papierkorb in der Redmonder Entwicklungsabteilung, dem sei ein Blick auf techradar.com empfohlen:
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Windows 7 ist gerade in aller Munde und auch wir möchten da nicht außen vor sein und ein paar Worte über ein paar wichtige Interface-Neuerungen im weltweit verbreitetsten GUI verlieren.
Sicher musste Microsoft, nach dem geflopten Vista, nun eine Schippe nachlegen und hat vor allem an dem gearbeitet, was der Endbenutzer als erstes sieht: das User Interface. (Wir sprechen auch gerne von der eigentlichen Visitenkarte eines Softwareunternehmens
)
Ein paar Sachen sind hier ganz gut im Video zu sehen:
Eine der wohl größten Frischzellenkuren erhält auch gleich unsere seit 1995 so lieb gewonnene Taskleiste. Nun ist sie quasi eine Kombination aus dem Mac OS Dock und der Windows Schnellstartleiste plus Tunning! So ist es zum Beispiel durch kleine Vorschaubilder möglich, direkt zu dem Fenster zu wechseln, welches man sucht. Beziehungsweise sogar zu dem jeweiligen Tab.
Zusätzlich gibt es dann noch bei einigen Programmen die Möglichkeit Funktionen direkt aus der Taskbar aufzurufen. Wie zum Beispiel das öffnen der letzten Dateien usw.
Die andere große Neuerung ist Aero Peek. Was als erstes wie eine Luftnummer klingt, ist bei näherer Betrachtung eine sehr nützliche Funktion, um nicht im Fensterdschungel unterzugehen. Denn wenn man nämlich in der Taskbar auf die kleine Vorschau eines Programmes geht, das man vielleicht öffnen möchte, werden alle anderen Fenster transparent und nur diese Applikation kommt zum Vorschein.
Für Mac User nichts neues, aber unter Windows wird es nun auch möglich sein, mit einem Klick auf den Schreibtisch zu schauen. Hier allerdings grafisch nicht über einen Wegschieben-Effekt gelöst, sondern ebenfalls über transparent werdende Fenster. Ich freue mich schon, diese Funktion selber testen zu können und persönlich vergleichen zu können welche Metapher mehr Vorteile bietet.
Neben der Möglichkeit sein GUI selber durch diverse visuelle Themen und Themenportale zu verschlimmbessern, gibt es viele kleine Verbesserungen bei der Bedienung und natürlich beim Look & Feel des gesamten Systems. Vieles offensichtlich vom Mac inspiriert (Verknüpfungen mit Live Maps) aber auch einige Sachen die sich die Redmonder gut überlegt haben (auf den ersten Blick wohl (der Assistent für) die Einrichtung eines Heimnetzwerkes). Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen gibt es im übrigen hier:
www.microsoft.com/germany/windows/windows-7/
Alles in allem endlich ein guter Schritt in die richtige Richtung, um wieder Anschluss an das User Interface vom Mac zu gewinnen und nicht mehr wie auf allen anderen wichtigen Gebieten (Browsern, Mobiles OS) den Alternativen meilenweit hinterherzuhecheln.
Aber, um frei aus einer berühmten Präsentation zu zitieren, unter der verbesserten Oberfläche ist es immer noch die alte „.dll Hell“
Trotzdem viel Erfolg Microsoft! Ehrlich.
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Wer seinen MP3-Player bedienen möchte, der tut dies mehrheitlich wohl durch eine Interaktion mit der Hand. Da das gute Teil allerdings meistens in einer Tasche steckt, ist dies ein verhältnismäßig unbequemer Ansteuerungsprozess: Ertasten des Geräts, dann der richtigen Knöpfe usw. Es gibt zwar schon alternative Eingabemöglichkeiten, wie zum Beispiel die Shake Control …
… aber diese ist nicht wirklich hilfreich. Ist doch eine Tastenbedienung x-mal komfortabler und meist schneller. Es sei denn, man hat Lust beim Musikhören (heute ja meistens auf der Straße) ab und zu mal zu hüpfen.
Die Forscher von NTT DoCoMo arbeiten allerdings gerade an einer Steuerung die wirklich Sinn macht und die genau da statt findet, wo sie gebraucht wird: Nämlich über die Kopfhörer. Die Entwicklung basiert auf dort angebrachte Sensoren, die die Augenbewegung erfassen können. Wie das ganze dann ausschaut ist hier gut im Video zu sehen:
Worauf im Bericht nicht näher eingegangen wird, was aber gut zu sehen ist: Man kann diese Technik gut mit einer am Kopf befestigten Kamera kombinieren und so eine grobe Computersteuerung realisieren. Dies wäre natürlich auch für körperlich stark eingeschränkte Personen interessant, die so (im Gegensatz zum „klassischen“ BCI) eine einfachere Schnittstelle zur Verfügung hätten.
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Wo wir schon bei sich rasant entwickelnden “Trends” sind. Auch im Bereich der “einfachen” Brain-Computer-Interfaces hat sich wieder einiges getan. Wir hatten ja schon öfters auf das System von Emotiv verwiesen, das nach ersten Ankündigungen eigentlich Ende letzten Jahres erhältlich sein sollte. Aktuell findet mal allerdings keinen Ankündigungstermin mehr auf der Webseite.
Das allerdings an dem System weiterentwickelt wurde, zeigt das folgende Video, mit einer Anwendung zur Steuerung eines Rollstuhls:
Was allerdings auch gut zu sehen ist, das für die Steuerung kaum oder besser gar nicht(!) die Messung der Gehirnströme genutzt wird, sondern viel mehr die Muskelkontraktionen. Der Grund ist, so denke ich, ganz einfach: Bisher ist keines dieser “einfachen” Systeme in der Lage, den gedanklich aktiven Gehirnteil schnell genug zu erkennen, um diesen dann in eine Bewegung umzusetzen. Gerade wenn man die Steuerung dort einsetzt, wo sie den größten Gewinn (an Lebensqualität) bringen würde, nämlich bei der Kontrolle eines Rollstuhls o.ä., kann eine Reaktionszeit von etlichen Sekunden ein böses Ende finden. Insofern müssen wir auf eine “reine” Steuerung mit Gedanken, über solche einfachen “Headsets”, um damit schnelle Aktionen auszuführen noch etliche Jahre bzw. Jahrzehnte warten.
Interessante Interaktionsmöglichkeiten bieten aber diese simplen Erkennungssysteme trotzdem. Dies hat nun wohl auch einer der großen Global Player im Spielemarkt erkannt und so will die Firma Mattel nun auch eine ähnliche Lösung auf den Markt bringen.
Laut der Webseite von NeuroSky, basiert Mattel’s Spiel wohl auf deren Entwicklungen. NeuroSky hatte im übrigen sogar noch vor Emotiv, bereits im Mai 2005, ein System angekündigt (siehe hier die englische Meldung).
Jedenfalls wurde auf der vor kurzem zu Ende gegangenen CES erstmals ihr “Mind-Control-Game” vorgestellt:
Auch Mattel lässt es sich nicht nehmen und gibt einen Erscheinungstermin für den Herbst an und einen Preis von 80 Dollar.
Ein weiteres System in dem die NeuroSky-Technologie steckt ist der “Force Trainer”. Dieser wird von der Firma Uncle Milton Industries unter Lizenz von Lucas Liscensing produziert. Und wie die Namen “Force” und “Lucas” schon vermuten lassen, geht es darum “das die Macht mit dir sein möge”. Sprich, man muss mit seinen Gedanken einen Ball in einer Röhre auf- und absteigen lassen. Mehr Infos und ein Bild dazu auf der USA Today Webseite:

Ich lass mich dann also überraschen welche Davids oder Goliaths ihre Systeme dann wirklich mal auf den Markt bringen …
Tags: analyse, barrierefreiheit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Usability

Ich kann mich nicht erinnern, dass ein größeres deutsches Magazin “unser Lieblingsthema” mal zu einem Schwerpunkt einer Ausgabe gemacht hat. Nun ist es aber so weit und das aktuelle Heft der Technology Review befasst sich ausgiebig mit den “neuen Benutzer-Schnittstellen”. Auf etwa 15 Seiten wird dabei von Sprachschnittstellen, über Mutlitouch bis hin zu Brain-Computer-Interfaces ein guter Überblick über die aktuellen Entwicklungen gegeben. Also, in jedem Fall einen Kauf wert.
Mehr Infos unter: www.heise.de/tr/
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Thematik in einer populären Zeitschrift wieder mal so einen Stellenwert bekommt …
Übrigens, für alle die es nicht so “populärwissenschaftlich” mögen, zwei Empfehlungen für Fachmagazine
1. die deutschsprachige i-com: www.i-com-media.de
2. die englischsprachige Interactions: interactions.acm.org
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Wer kennt das nicht, es ist Sonntagabend, man liegt entspannt auf dem Sofa, hat gerade eine spannende „Terra X“ – Doku geschaut und dann beginnt die Nachfolgesendung: Rosamunde Pilcher! … und die Fernbedienung liegt natürlich absolut unerreichbar (genauer gesagt, es fehlen 20 Zentimeter Armlänge) auf dem Couchtisch.
Nun hatte man bisher zwei Möglichkeiten:
1. Man begeistert sich für „Melodie der Liebe“ oder
2. man bewegt sich runter von seinem sooo bequemen Liegebett.
Ok, in diesem Fall ist die Entscheidung einfach … aber das ist ja nicht immer so.
Den Forschern von Toshiba, JVC und Panasonic muss es wahrscheinlich ähnlich gegangen sein, denn alle drei Firmen haben ganz verschiedene Ansätze zur Ablösung oder Ergänzung der klassischen Fernbedienung entwickelt.
So stellte Toshiba jüngst einen Prototypen vor, bei dem mittels Gesten der Kanal gewechselt oder ein Video gesteuert werden kann. Eine Kamera scannt dazu permanent den Raum und sobald eine Faust erkannt wird, kann diese zur Navigation genutzt werden:
JVC hatte bereits schon vorher ein ähnliches Konzept präsentiert, bei dem jedoch noch zusätzlich ein Mikrofon zum Einsatz kommt, so dass man durch Klatschen das Kanal- und Lautstärke-Menü aufrufen kann:
Bereits ausgezeichnet wurde der Prototyp von Panasonic. Auf der am Samstag zu Ende gegangenen CEATEC (Combined Exhibition of Advanced Technologies) in Japan, erhielten die Entwickler nicht nur den Award in der Katergorie „Interface Design“, sondern auch den „Award for Best of Show“.
Bei der Lösung handelt es sich zwar nicht um einen Ersatz der physischen Fernbedienung, dafür aber um ein enorm flexibles Multitouch-Interface. Für die wichtigsten Funktionen (Kanalwechsel, Lautstärke) gibt es physische Tasten – der Rest wird über ein sich individuell anpassendes „Trackpad“ gesteuert. Besonders interessant dabei: die Bedienung wurde auch für die Verwendung beider Hände konzipiert … Aber seht am besten selbst:
Aber wem das noch nicht weit genug geht und wer wirklich mal ein „ganz tolles“ Interface sehen möchte, der sollte einfach noch mal 45 Jahre zurückblicken
Tags: einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, GUI, HCI, interface, JVC, MMI, Panasonic, toshiba, TV, UID, Usability, visualisierung
Und wieder einmal mehr ist des die Spieleindustrie, die mit neuen Eingabegeräten vorprescht.
Auch eine Sache die auf der E3 vorgestellt wurde, war das Zusatzmodul für die Wii – MotionPlus. Mit dem kleinen Würfel, der einfach an den Wii Remote Controller angesteckt wird, ist es nun möglich Bewegungen noch genauer und vor allem die Position der Wii Remote im Raum festzustellen. Daraus ergeben sich völlig neue Steuerungs- und Spielmöglichkeiten:
Wie gut zu erkennen ist, kann man somit viel besser innerhalb eines dreidimensionalen Raums interagieren. Erreicht wird das durch das Zusammenspiel des bereits vorhanden Beschleunigungssensors sowie Infrarotkamera und einem neuen Zwei-Achsen-Kreisel/Neigungssensor, der die Lage (also wie dat Ding jehalten wird) erfassen kann. … auch wenn das noch nicht soooo hundertprozentig genau funktioniert.
Aus den tollen neuen Möglichkeiten ergibt sich allerdings auch ein kleines Problem: Fehlendes Feedback. Wie man im Video sehen kann, wir das Laser-Schwert von der Spielfigur gestoppt, allerdings kann der Nutzer den Controller ja weiterbewegen … was somit zu einer Synchronisierungsdifferenz führt, die ja dann irgendwie ausgeglichen werden muss.
Aber im Frühjahr 2009 können wir uns dann ja selber von „dem neuen Spielgefühl“ überzeugen lassen, wenn dann neue Versionen von „Wii Sports“ und „Red Steel“ speziell für die MotionPlus veröffentlicht werden.
Mehr (leider nur englische) Infos auf der Seite der Kooperationsfirma von Nintendo: AiLive
Tags: 3D, bedienung, echtzeit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, GUI, HCI, interaction design, interaktion, interface, MMI, Nintendo, UID, virtuell, wii
… genießt aktuell ja großes Medieninteresse (siehe hier)
Bei diesem „neuartigen Interface“ wurde das sehr beachtenswerte technische Prinzip von Global Imagination verwendet und dafür eine Oberfläche (die stark an Microsoft Surface erinnert) erstellt.
Leider erschließen sich mir die im Video genannten Vorteile nicht ansatzweise. Ohne Zweifel ist das eine ganz tolle Möglichkeit kugelförmige Körper (wie z.B. Planeten) abzubilden und damit zu interagieren, aber für (wie im Video genannt) Präsentationen und Kollaboration?
Mal abgesehen davon, das flache Objekte völlig verzerrt dargestellt werden, haben alle drumherum Stehenden doch ein extrem kleines und vor allem jeder ein anderes Blickfeld. Ziel beim gemeinschaftlichen Arbeiten sollte es doch sein, das man möglichst genau dasselbe sieht wir die Mitarbeiter. Im schlimmsten Fall sehen bei dieser Lösung die meisten gegenseitig gar nichts von dem Dargestellten.
Im Video ist auch sehr schön das Menü zu sehen … kann es etwas besseres geben, als ein Menü, bei dem man nicht alle Punkte sehen kann und erst drum herumlaufen muss?
Ich weiß auch nicht, was die sich dabei gedacht haben …
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Bleiben wir mal wieder noch ein wenig beim Thema Augmented Reality …
Auf der kürzlich zu Ende gegangen Electronic Entertainment Expo (kurz E3), wurde ein AR Game mit sehr interessanten Interaktionsformen vorgestellt: levelHead
Wie gut zu sehen ist, ist die Basis des Spiels einer bzw. mehrere Würfel, deren Seiten mit AR Tag versehen wurden. Hält man diese vor die Webcam werden durch die Software virtuelle Räume geschaffen, durch die man (mittels kippen des Kubus) eine Spielfigur steuern kann.
Geschaffen wurde das Spiel vom Neuseeländer Julian Oliver, der plant, dieses am 30. Juli als Open Source Projekt (GPLv3 License) für Linux zu veröffentlichen.
Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: julianoliver.com/levelhead
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Über mobile Augmented Reality haben wir ja schon mehrfach berichtet (siehe z.B. hier und hier). Jetzt ist diese Technologie auch auf dem iPhone angekommen – was in Verbindung mit dem großem und vor allem multitouchfähig Display interessante neue Interaktionsformen ermöglichen könnte. Insbesondere im Bereich “dreidimensionale Location Based Services Anwendungen”.
Bisher hat das ganze nur noch einen entscheidenden Haken – es ist mit sehr wenigen Bilder pro Sekunde (fast schon pro Minute) noch enorm langsam, wie man in dieser allerersten Version sehen kann:
Aktuell warten die Entwickler noch auf die Freigabe der Videoschnittstelle seitens Apple, dann sollen auch Bildraten von bis zu 20-30 Bilder pro Sekunde erreicht werden.
Insbesondere für Service-Techniker könnte dies dann ein vergleichsweise kostengünstiges Werkzeug werden. Wenn dann zum Beispiel dem T-Com-Mitarbeiter über sein „Betriebshandy“, per Online-Verbindung die aktuellen Schaltpläne, für den Verteiler vor dem er gerade steht, bekommt …
Nur mal zur Erinnerung, BMW hat ja seine Version dazu schon vor ein paar Jahren vorgestellt:
Mehr (leider nur englische) Infos zur Augmented Reality Technologie auf dem iPhone unter: www.artoolworks.com/ARToolKit_iPhone.html
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Das Gesichtserkennungsprogramme nicht nur für biometrische Analysen und Sicherheitsanwendungen genutzt werden können, sondern zudem schon länger in der Lage sind, auch die Emotionen eines Nutzers zu erkennen, ist bekannt.
Nun macht die University of California, San Diego, mit einem besonders genauen System und einer sehr interessanten Anwendung auf sich aufmerksam. Die Wissenschaftler um Jacob Whitehill haben die Emotionserkennung für ein eLearning-System verwendet, um so festzustellen, ob der Student mit der gestellten Aufgabe bzw. Lerninhalt überfordert ist oder nicht. Damit soll autonomes Lernen mit einer Software weiter verbessert werden, damit nicht immer neues Material präsentiert wird, obwohl der Nutzer „noch nicht mal“ den vorhergehenden Stoff kapiert hat.
Die gesamte (leider nur englische) Studie zum Projekt kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://mplab.ucsd.edu/~jake/its08.pdf
Eine weitere Möglichkeit festzustellen, wie gestresst der Nutzer gerade von den Aufgaben ist, wäre noch die Auswertung von Biofeedbackdaten. Dies ist jedoch bedeutend komplexer, da externe Sensoren benötigt werden, die dann über einen Controller per USB an den Rechner angeschlossen werden. Mal abgesehen von BCI-Anwendungen (die auch in die Kategorie gehören), ist mir bisher auch nur eine amerikanische Software bekannt, die dies aktiv nutzt. Bei dem Computerspiel „Wild Devine“ wird dies mit Atmungs-, Meditations- und Relaxübungen zum Stressmanagement genutzt:
Mehr Infos unter: www.wilddivine.com
Tags: , analyse, einfach, eingabesystem, eLearning, forschung, gesichtserkennung, HCI, head-tracking, interface, MMI, software, UID, Usability
Nach dem ich für den gestrigen Beitrag viel zu den Thematiken BCI und CBI rechchericht habe, bin ich noch auf zwei interessante Brain-Computer-Interfaces gestoßen.
Zum einen hat das amerikanische Militär aktuell einen Plan für ein System vorgestellt, das davon ausgeht, dass die neuronalen Prozesse schneller sind, als sie dem Soldaten wirklich bewusst wird. So ist eine (feindliche?) Aktivität vielleicht schon in seinem Blickfeld, aber bis das Gehirn diese Information auch wirklich so verarbeitet hat, dauert es möglicherweise länger. Mit dem Cognitive Technology Threat Warning System (CT2WS) will man nun ein tragbares Gerät bauen, welches die Gehirnströme des Soldaten fortwährend misst und somit über die Zeit lernt, wann eine Gefahr erkannt wurde bzw. diese fehlt. Somit soll dann zukünftig ein automatisches Warnsystem möglich sein, welches den Soldaten warnt, noch bevor er selber die Gefahr bewusst erkannt hat.

Mehr Infos dazu hier und hier.
Zum anderen ein Experiment von der Duke University (in North Carolina / USA). Bei diesem hat das Forscherteam um Prof. Miguel Nicolelis über fünf Jahre unentwegt die Gehirnströme eines Affen gemessen und ausgewertet. Dem Affen wurde zunächst ein Computerspiel beigebracht, mit welchem er interagieren konnte, indem er über einen Joystik einen Robotorarm steuerte. Gleichzeitig lernte das System seine Gehirnströme dahingehend auszuwerten, das er letztendlich den Robotorarm allein durch die Kraft seiner Gedanken steuern konnte:
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Der Teufel steckt heute im Detail. Nachdem wir nun schon häufig über BCIs berichtet haben, mal die Frage andersrum: Wie schaut‘s denn bei den CBIs? Also, der Computer steuert mein Gehirn.
Vorweg: Die damit verbundenen moralischen und ethischen Fragen zu diesem Thema möchte ich bewusst ausklammern, das wäre mehr etwas für hier.
Fakt ist: Spätestens seit dem es Gehirnschrittmacher für Parkison-, Epilepsie- u.w. Erkrankte gibt, dürfte wohl den meisten die Notwendigkeit solcher Geräte klar sein. Sicher ist auch, dass es in Zukunft noch etliche mehr solcher Implantate geben wird. Sei es zur Steuerung von sensorischen Stimmulationen (wie Gleichgewichts- , Geruchs- und Geschmaksinn oder sexuellen Stimmulation) oder zur Wiederherstellung der akustischen oder optischen Wahrnehmung.
„Interessant“ wird das ganze für die „Nicht-Mediziner“, wenn dieser „Kanal“ zur Bereitstellung weiterer Informationen oder gar zur „Steuerung“ des Individuums genutzt wird. Womit wir nun endgültig auf dem dünsten ethischen Eis wären.
Das dies aber grundsätzlich möglich ist, wies zuletzt eindrucksvoll Prof. John Chapin von der State University New York nach:
Bei diesem Experiment stimulierten die der Ratte eingepflanzten Elektroden diese derart, dass sie ein Belohnungsempfinden bekam und zusätzlich wurde den Tasthaaren ein Gefühl übermittelt, diese stoßen an einen Gegenstand. Fertig war die ferngesteuerte Ratte.
Das auch ähnliches bei Menschen denkbar ist, ist klar. Und wir sind ja auch schon auf dem bestem Wege. Durch die elektrische Stimulation bestimmter Hirnareale können bewusst Emotionen ausgelöst werden. Was für Zwangserkrankte wiederum ein Segen sein kann. Wird es aber irgendwann, bei Computerspielen auch so eine “rückwärtsfunktionierende” Kappe geben, die mich Angst oder Freude erfahren lässt?
Als Rückkanal in das gesunde Gehirn auch schon länger bekannt, ist die kurzzeitige Steigerung des Gedächtnisses:
Könnte dies der allererste Minitschritt zu einem neuen eLearning-System sein?
Und dann gibt es ja noch die weitere angesprochene Möglichkeit, zusätzliche Informationen an das Gehirn zu übermitteln. Das macht vorallem dann Sinn, wenn alle anderen Wahrnehmungen über Augen, Ohren etc. schon „ausgereizt“ sind. Und wer sonst sollte nicht als erstes von so einer „verlockenden Möglichkeit“ profitieren, als … Richtig! … das Militär.
Einen wirklich super Überblick über die Schnittstelle ins Gehirn gibt die, im März erschienende Arbeit „Stand der Technik neuronaler Implantate“ vom Forschungszentrum Karlsruhe. Diese kann hier heruntergeladen werden: www.itas.fzk.de/deu/lit/2008/fied08a.pdf
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Also, bei diesem Projekt der TU Braunschweig wäre ich gerne Laborratte gewesen. Die dortigen Ingenieure haben nämlich die bekannte EEG-Muster-Analyse mit einem Controller für die Steuerung eines Autos verbunden. In diesem Fall natürlich für ein Modellauto!
Das Lenken funktioniert über einen Bildschirm, mit zwei flackernden Schachbrettmustern rechts und links vom Videobild der Onboard-Kamera. Schaut der Fahrer auf das linke Muster wird das Fahrzeug auch in diese Richtung gelenkt.
Das besondere an diesem System ist, das nicht die übliche eng anliegende „Badekappe“ benötigt wird oder gar ein Implantat, sondern ein präparierter Helm. Somit ist ein schnelles Auf- und Absetzen einfach möglich und auch der schnelle Tausch mit einem anderem Nutzer.
Sollte ich tatsächlich mal im Rollstuhl landen oder eine gesteuerte Prothese benötigen, wäre für mich allerdings das aktuelle Optimum die leichten Geräte von Emotiv. Allerdings könnte ich mir vorstellen, das bei diesen wahrscheinlich noch nicht(!) die Erkennungsrate reichen würde. In ein paar Monaten soll der Emotiv EPOC frei erhältlich sein, dann wissen wir genaueres …
Mehr Infos zum Projekt gibt es auf der Seite der TU Braunschweig:
www.emg.ing.tu-bs.de/forsch/eeg_ekg/ceeg/eeg_system_de.htm
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Vielen Dank Martin für den Kommentar zum gestrigen Beitrag, der mich auf das Flash-Spiel FNORD! hingewiesen hat. Dieses bietet eine sehr interessante Interaktion, in dem man mit ausgestreckten Armen ein UFO steuern kann:

Am besten selber mal testen unter: www.fnord-the-game.de
Ein weiteres, etwas einfacheres Beispiel für die Steuerung per Webcam, ist das Ölsandspiel von ThyssenKrupp:

Mehr dazu unter www.thyssenkrupp.com/discover/…
Mein Persönlicher Favorit ist allerdings EYEkanoids. Bei diesen kann man einen Nachbau von dem Spieleklassiker Arkanoid mit seinen Händen steuern … oder halt mit seiner Glatze:

Viel Spaß damit unter: www.thegameslist.com/playgame/409/EYEkanoids
Für weitere Hinweise auf Webseiten, die eine Webcam zur Interaktion nutzen, bin ich SEHR dankbar!
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Am Dienstag sprach ich auf der Webniale noch über dieses Thema, als eine der Entwicklungen, die im Interface Design fürs Internet mit den größten Einfluss haben wird.
Heute bin ich nun auf folgendes Video von Cam-Trax, was zwar noch keine Webanwendungen ist, ab schon sehr gut zeigt wo die Reise hingehen wird …
Hier noch einmal ein „Test Drive“ mit der Technologie und Need for Speed:
Insbesondere der Aspekt das man Fingerbewegungen tracken kann (bisher ja nur mit den kleinen Fingerhütchen, aber immer hin), dürfte für die gerade so gehypte Multitouch-Nachfrage interessant sein. Ich bin gespannt, wie lange es jetzt noch dauert, bis es die erste Flash-Umsetzung gibt, mit der ich eine Webseite durch Objektracking (von Fingern) steuern kann.
Übrigens, auf der Seite von den Machern von Cam-Trax kann man sich als Developer oder Bester Tester anmelden. Mehr unter: www.cam-trax.com
Zum Thema Objekterkennung mit der Webcam empfehle ich auch noch mal den, erst vor ein paar Tagen geschriebenen Beitrag über die ViPR-Technologie.
Im Vergleich nur schon fast unspektakulär ist da eine Anwendung die Qi für Heineken realisiert haben. Bei der kann ich eine Heineken-Flasche in die Webcam halten und diese wird mir dann geklont.

Hier zur (leider nur niederländischen) Seite:
www.heineken.nl/main.html#view=…
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… möchte ich gerne den mehrfachen Wunsch nachkommen und meinen Vortrag noch online stellen:
(falls etwas komisch aussieht, leider sind bei der Slideshare-Konvertierung ein paar Transparenzen verloren gegangen)
Viele Themen konnte ich ja nur gaaanz kurz anreißen und wären es eigentlich Wert in einem Extravortrag noch mal ausführlich behandelt zu werden. So zum Beispiel “Wie gestalte ich eine optimale Suche”, “Einfaches Usability-Testing im Firmenalltag”, “Web Site Building – von der Konzeption, über die Gestaltung und Evaluation bis zur Veröffentlichung” etc. …
Also, wenn jemand dazu bzw. zum Vortrag Fragen/Kritik/Anregungen hat, dann können wir diese sehr gerne hier im Blog diskutieren oder einfach per eMail/Telefon.
Alle die den Vortrag auch noch gerne in “echt” sehen möchten, sind schon heute herzlich zum World Usability Day in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg eingeladen. Am 13. November werde ich davon noch mal einer aktualisierte und erweitere Version halten.
Mehr Infos dazu wird es ab Juli unter www.supernuetzlich.de geben.
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Im letzten Beitrag habe ich gerade noch davon geschrieben, dass das dort vorgestellte System erst richtig Sinn macht, wenn man dieses mit eine Augmented Reality System verbindet – dazu nun der heutige Nachtrag …
… genau an einer solchen Lösung forscht gerade der Absolvent der Tokioter Universität Hideki Nakayama.
Die an Laboratory of the Information Science and Technology entwickelte Software für die Kombination aus Head Mounted Camera and Display ist somit wieder mal ein Schritt näher zur omnipräsenten Informationsbereitstellung.
Nicht nur Lernsysteme und gehandicapte Personen werden davon profitieren, sondern (so hoffe ich) auch vielleicht ich selber eines Tage, wenn dann mein ganz furchtbar schlechtes Namens- und Personengedächtnis ausgeglichen wird, in dem mir einfach in meine Kontaktlinse der Name und alle weiteren Daten, der durch die Technik längst erkannten Person eingeblendet wird.
Danke!
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Jeder der schon einmal Semapedia genutzt hat, weiß wie toll das ist, wenn sich die Frage „Wat is‘ dat denn?“ mit einem Klick beantworten lässt. Die Firma Evolution Robotics geht mit der Verwendung der sogenannten ViPR (visual pattern recognition) Technologie noch einen Schritt weiter.
Diese ermöglicht es ein Bild innerhalb kürzester Zeit auf seinen Inhalte zu analysieren und zu den erkannten Gegenständen weitere Informationen anzubieten. Je nach verwendeten Datenquellen kann so zum Beispiel, wenn einem ein DVD-Cover vor die Linse kommt, die Inhalte des Films, Bestellmöglichkeiten, die Musik des Soundtracks oder gar Videoausschnitte präsentiert werden.
Leider ist diese Technologie bisher nur serverseitig verfügbar, so dass die Bilder zum Zentralrechner gesendet werden müssen und dieser dann eine eMail mit den „Analyseergebnissen“ zurücksendet.
Langfristig ist die ViPR-Technologie natürlich sehr interessant, wenn man sie mit Augmented Reality Systemen verbindet, wie zum Beispiele das hier oder dieses hier.
Mehr (leider nur englische) Infos dazu unter: www.evolution.com/core/ViPR/
PS. Auf der Seite kann man übrigen ganz unten auch noch ein sehr schönes Anwendungsbeispiel sehen, den LaneHawk. Dieser wir im Fussbereich von Kassen im Supermarkt installiert und erkennt, wenn dann doch noch „ganz zufällig“ auf der unteren Ablage des Einkaufswagens etwas „vergessen“ wurde. Das nenne ich mal ein schnelles Amortisierungsmodell.
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34 Jahre nach dem ersten gelben Post-it gibt es nun die „Version 2.0“ … also genau genommen „nur“ eine digitale Erweiterung für die altehrwürdigen Klebezettel.
Mit dem Projekt „Quickies“ hat die „Ambient Intelligence Group“ des MIT Media Laboratory dazu eine Möglichkeit geschaffen, das der handschriftlich geschrieben Text gleich automatisch digitalisiert und ausgewertet wird. Also Termine werden als Termin erkannt und in den Kalender eingefügt, Aufgaben in die Aufgabenliste und so weiter. Ebsenso an wenn sich das Post-it richtet … Mehr dazu im Video:
Besonders herausragend finde ich die Kombination mit RFID-Tags, so dass ich meine Post-its auch überall wiederfinde oder sie gar selber, z.B. beim Vorbeigehen mit einem entsprechenden Endgerät, nach Aufmerksamkeit schreien …
Mehr dazu auf der (leider nur englischen) Projektseite des MIT:
http://ambient.media.mit.edu/projects.php?action=details&id=16
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Das Kunst und Interface Design ganz gut zusammenpassen können, ist spätestens seit der Entstehung der Ars Electronica im Jahre 1979 bekannt. Vor einer Woche wurde dies nun wieder sehr anschaulich von einem der Künstler, der auch auf der Ars Electronica fast schon zu den „Stammgästen“ gehört, Zachary Lieberman demonstriert.
Dieser war nämlich einer der Sprecher auf der see conference #3 in Wiesbaden. Hier ein kleiner Ausschnitt aus seiner Performance:
Für seine „Schattenspiele“ nutzt Liebermann dafür einen Overheadprojektor der zusätzlich noch eine Kamera + Software hat, die die Objekte und Hand- und Fingergesten erkennt. Die daraus resultierenden „digitalen Erweiterungen“ werden dann mit einem Videoprojektor noch auf das „manuelle“ Bild projiziert.
Die Performance gehört zu einer Reihe die Zachary Lieberman und sein Mitstreiter Golan Levin 2004 unter dem Namen „The Manual Input Sessions“ erstmal gezeigt haben. Mehr zu diesem außergewöhnlichen Projekt gibt es auf der (leider nur englischen) Webseite:
Wer die ganze Aufführung und darüber hinaus noch einen Vortrag über andere Arbeiten von Lieberman sehen möchte, dem sei die Webseite der Konferenz empfohlen:
see-conference.com/#/de/Livestream/…
Für mich war das übrigens der erste Besuch auf der, von der Agentur Scholz & Volkmer mittlerweile zum dritten Mal (und mit viel Liebe zum Detail) veranstalteten Konferenz. Und ich muss sagen, ich bin noch immer begeistert. Für einen moderaten Teilnehmerbeitrag von 70 Euro gaben sich über sechs Stunden lang hochkarätige Sprecher die Klinke in die Hand. Unter anderem auch Frank van Ham (wir berichteten über sein Projekt hier) und Ben Fry. Die gesamte Liste der Sprecher und Videoaufzeichnungen aller Vorträge kann unter folgender Adresse abgerufen werden:
www.see-conference.org/#/de/see3/Overview
Insofern, freue ich mich schon auf die see #4
Tags: animation, echtzeit, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, virtuell, visualisierung
Erstmal nichts spektakuläres, wenn man dann aber die Kamera in ein Fahrzeug montiert und den Fahrer über eine Fernsteuerung das Vehikel bedienen lässt, dann hat man laut den Angaben des Herstellers nur noch eine 5- bis 10-prozentige Verschlechterung, als wenn man selber im Fahrzeug sitzen würde.
Im Vergleich dazu ist eine Bedienung über eine „feste Kamera + nur Joystick – Steuerung“ etwa um 70 Prozent schlechter.
Tja, und was kann man mit so einer tollen Erkenntnis als erstes bauen?
Natürlich ein perfektes Kampffahrzeug!
Für mich als Pazifisten ist das Video eine absolute Zumutung!
Einzig tröstend ist, dass diese militärische Entwicklung, mal wieder den Weg bereitet für daraus abgeleitet zivile/kommerzielle Produkte, wie beispielsweise ferngesteuerte Roboter für Feuerwehr, Abwasseranlagen, Kampfmittelbeseitigung, Unterwassereinsätze und wo sonst noch kein Mensch reinpasst oder sein Leben riskieren möchte …
In diesem Sinne,
Der Friede ist das Meisterstück der Vernunft. (Immanuel Kant)
Tags: , Assistenzsystem, auto, echtzeit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, head-tracking, interface, MMI
Die guten Lösungen liegen mal wieder so nah und wenn man diese sieht, sagt man sich „… das ist ja einfach, da wäre ich auch drauf gekommen“ – seit Ihr aber nicht! Sondern das Georgia Institute of Technology!
Bisher war das Problem bei Robotern, die insbesondere körperlich beeinträchtigte Menschen unterstützen sollen, das richtige und vor allem schnelle Erkennen von Gegenständen. Während der Mensch einmal schnell das gesamte Zimmer visuell „scannt“ und dann das Telefon unter dem Sofakissen hervorblitzen sieht, suchen sich unsere mechanischen Freunde fast zu Tode.
Genau für dieses Probleme haben nun die Forscher vom Georgia Tech Healthcare Robotics Lab eine Lösung gefunden: einen Laserpointer!
Genauer gesagt, ein ganzes Robotorsystem, namens „El-E“
Das Erkennen des extrem hellen Laserlichtpunktes ist natürlich x-fach einfacher und schneller, als das graue Telefon auf dem grauen Sofa über die herkömmlichen Kamerasysteme zu finden.
Dieses System hat aber auch noch einen weiteren Vorteil, mussten die Gehandicapten bisher einen Roboter per Gesten oder Sprache steuern, so muss nun lediglich der Laserpointer auf den zu interagierenden Gegenstand gerichtet werden. Dies kann im minimalsten Fall mit einem einzigen Finger oder mit einem am Kopf befestigten Strahler geschehen kann.
Weitere Infos dazu unter:
www.heise.de/tr/Hilfreiche-Hand–/artikel/105853/0/100
Zur Seite des Health Systems Institute at Georgia Tech
Tags: Assistenzsystem, barrierefreiheit, einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, suche, UID, Usability

Wie Jan Jursa heute zum Glück “zugesteckt” wurde, sind gerade die Videos vom Innovationsforum Interaktionsdesign online gestellt worden.
Auf der Ende März, vom Studiengang Interface Design der FH Potsdam, veranstalteten Konferenz gaben sich unter anderem Bill Moggridge (IDEO), Bernard Kerr (Yahoo), Patrick Kochlik + Dennis Paul (ART+COM) und Frank Jacob (human interface.design) die Klinke in die Hand.
Dies sehr spannenden Videos derer Vorträge können unter folgender Adresse abgerufen werden:
http://interface.fh-potsdam.de/innoforum/09_videos.php
Tags: Bill Moggridge, design, desktop, forschung, HCI, IDEO, interface, internet, MMI, Usability
Über die sogenannten BCI‘s hatten wir ja schon des öfteren berichtet. (Siehe hier, hier und hier). Nun hat vor kurzem die amerikanische Firma Emotiv Systems eine fast serienreife Version ihres Emotiv EPOC™ vorgestellt.
Bei diesem „Eingabegerät“ handelt es sich um ein „Headset“ im Wortsinne, in dem Sensoren die Gehirnströme messen und kabellos an einen USB-Dongle senden. Ein spezielles Programm wertet die Signale aus und setzt diese dann zur Steuerung der Software um.
Laut eigenen Angaben, werden bisher 12 Aktionen erkannt, so zum Beispiel: anheben, fallen lassen, rotieren, drücken, ziehen und so weiter …
Natürlich kann man dabei Objekte nicht so genau steuern, wie man es beispielsweise mit der Maus könnte, aber dafür eben rein durch die Kraft seiner eigenen Gedanken.
Abgesehen vom Spielemarkt ist dies für körperlich stark beeinträchtige Menschen „ein günstiger Einstieg“, um virtuelle oder physische Gegenstände kontrollieren zu können. Ich hoffe, es wird daran auch gedacht und entsprechende Softwarelösungen angeboten.
Im übrigen, sollen bei dieser Art der Steuerung Kinder bedeuten besser sein, da diese erheblich weniger blockiert sind als Erwachsene, so sagte dies jedenfalls Randy Breen (Emotiv’s Produktleiter) gegenüber CNET News.com. „Eine Menge Kinder phantasieren davon, eine Tasse (telekinetisch) zu bewegen und glauben es.“
Abgesehen von der Objektsteuerung werden auch die Gesichtsausdrücke erkannt und können so, beispielsweise auf einen virtuellen Avatar, übertragen werden.
Wenn man Emotiv glauben darf, so soll die kleine Haube Ende des Jahres für 299 Dollar auf den Markt kommen.
Mehr (leider nur englische) Infos unter:
www.emotiv.com
Tags: analyse, barrierefreiheit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Usability, visualisierung
Und wieder mal ist es eine Zukunftsversion von Nokia, die neue Wege in der Handhabung mobiler Geräte zeigt. (Sie dazu auch vergangene Meldungen hier, hier und hier)
Das im Video vorgestellte Konzept „Morph“ ist eine Kooperationsentwicklung mit der Universität Cambridge und wurde zur Ausstellung “Design and the Elastic Mind” im Museum of Modern Art, New York, vorgestellt.
Mit dem Konzept sollen die Möglichkeiten, die in Zukunft durch die Nanotechnologie geschaffen werden demonstriert werden. So zeigt „Morph“ sehr schön eine neue Art von Gerät, das durch die Verwendung von flexiblen Materialen, transparenter Elektronik und selbstreinigenden Oberflächen auch eine neue Art in der Handhabung und im Umgang mit Daten aufzeigt.
Nokia selber gibt dazu bekannt, das die ersten Elemente aus diesem Konzept bereits in den nächsten sieben Jahren in „High-End Handhelds“ umgesetzt sein könnten.
Wie ich finde, ein guter weiterer Schritt in Richtung Ubiquitous Computing – die Rechner sind „einfach da“ und passen sich immer mehr an mein „Menschsein“ an.
Mehr (leider nur englische Infos) untern: www.nokia.com/A4852062
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, mobiltelefon, nokia, UID, Usability, virtuell, visualisierung
In Jan Jursas Blog habe ich einen Hinweis über eine tolle “Weiterbildungsmöglichkeit” entdeckt, die mir bisher auch nicht so bewusst war: kostenfreie Interaction Seminare von “den Großen”.
Gemeint ist das Angebot zum Thema UID / Usability von “iTunes U“. Die meisten haben bestimmt schon mal den Link in iTunes gesehen, gedacht “Ah, neu!”, angeklickt, gesehen das alles in englisch ist und dann gedacht “Oh, sehr interessant, das schaue ich mir noch mal später an”. (So war es jedenfalls bei mir
)

Wir Jan jetzt zum Glück richtig bemerkt, gibt es dort auch unter anderem die Vorlesungen des “Human-Computer Interaction Seminars” der Universität Stanford.
… und ich muss wirklich sagen, mit erstklassigen Dozenten! Unter anderem Bill Buxton von Micorsoft Research, Ken Goldberg von der Universität Berkeley, Don Norman, Bill Moggridge und und und …
Also in “iTunes U” suchen oder einfach folgenden Link klicken: http://deimos3.apple.com/….
Tags: , Bill Buxton, Bill Moggridge, Don Norman, forschung, GUI, HCI, ibm, IDEO, interface, internet, Ken Goldberg, Microsoft, MMI, Usability
… im Mai hatten wir ja schon einmal über die Optimus Maximus Tastatur berichtet, deren Innovation ja auch frei definierbare, content sensitive Tasten sind. Im übrigen, soll diese nun nach mehrfachen Vertrösten auch wirklich bald erhältlich sein. Selbst bei ebay ist schon ein Einzelstück aufgetaucht.
Jedenfalls, hat das dahintersteckende Designstudio “Art. Lebedev” auch schon einen möglichen Nachfolger vorgestellt: das Optimus Tactus Keyboard.

Bei diesem Konzept kann nun völlig frei die gesamte Belegung bestimmt werden. Allerdings hätte man dabei wieder das Problem mit dem fehlendem haptisches Feedback. (An diese Stelle sei noch einmal auf Nokias Forschungen mit kleinen Piezoelementen unter der Oberfläche verwiesen. Siehe hier).
Mehr Infos zum Optimus Tactus unter:
www.artlebedev.com/everything/optimus-tactus/
Übrigens, im Blog der der Firma schreibt Artemy Lebedev gerade sehr schön über über die Geschichte der “Display-Tasten”. So zum Beispiel angefangen von IBM Forschungen aus den 70zigern, über Siemens Telefonanlagen, bis hin zu “Mitbewerbern”. Zum (glücklicherweise nicht in russischen, aber englischen) Beitrag: http://community.livejournal.com/optimus_project/52831.html
Tags: , auflösung, barrierefreiheit, design, display, dvorak, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, qwerty, touchscreen, UID, Usability, visualisierung analyse
Als wir im Jahr 2004 eine Studie zur Handynutzung bei 50+ Nutzer durchführten, gab es immer wieder ein Problem: Die bis zu vier Tasten unter dem Display (= Softkeys) wechselten ständig ihre Funktion, was mit steigenden Alter immer schwieriger nachvollziehbar ist. Siehe unsere Videoanalyse:
Nun hat man zur Lösung des Problems drei Möglichkeiten:
1. man baut für jede Funktion eine extra Taste
2. man verwendet einen Touchscreen
oder
3. man macht es so, wie beim neuen Motorola Rokr E8.
Das zur CES vorgestellte Handy besitzt nämlich ein (für Mobiltelefone) neues Interface. Hinter einer glasartigen Oberfläche verbergen sich zwei Displays. Eines ist davon der herkömmliche Bildschirm und das andere bildet die Tasten ab – und somit können die Tasten natürlich unterschiedliche Zustände/Funktionen abbilden. Hier gut im Video zu sehen:
Somit hat man je nach gerade laufender Anwendung eine context sensitive und somit intuitivere Bedienung. Zudem gibt es noch einen Vorteil gegenüber einem Touchscreen: die Tasten sind weiterhin Tasten und ich erhalte auch ein haptisches Feedback. (Obwohl daran schon bei mehreren Herstellern geforscht wird, dies auch bei normalen Touchscreen zu erreichen. Siehe hier).
Aber alles hat auch eine Kehrseite und so hier auch. Leider reicht nämlich bei dieser Umsetzung der Platz nicht mehr für eine Beschriftung der Tasten-Icons. Insofern müssten diese – für alle Altersgruppen – wirklich intuitiv sein. Eine schöne Aufgabe für einen Interface Designer …
PS. Mir ist natürlich klar, dass dieses Mobiltelefon für alles andere als für die Zielgruppe Senioren entworfen wurde. Es geht mir nur darum ästhetische und praktikable Bedienkonzepte zu finden, als kransteuerungsartige Gestaltungen wie sie derzeit auf dem Markt erhältlich sind:
Dazu aber noch eine Richtigstellung: Auch wenn ich nicht glaube, das ich meiner Oma mit so einem “Behindertenhandy” nach Hause kommen darf (den diese hat nicht mit 50 auf einmal ihr Gefühl für Ästhetik an der Garderobe abgelegt), auf jeden Fall habe ich größten Respekt und Hochachtung vor Dr. Khoschlessan, der es mit enormen Engagement tatsächlich geschafft hat, sein Mobiltelefon in Deutschland zu produzieren – und nun wohl auch der einzige Handyhersteller in Deutschland ist
Wir hatten uns da übrigens auch schon mal etwas überlegt …
Einfach nur telefonieren – Das Handykonzept Mono
… falls also jemand etwas Venture Capital gut anlegen möchte, bitte melden
Mehr (leider nur englische) Infos zum ROKR E8 unter direct.motorola.com/hellomoto/rokre8/
Tags: analyse, barrierefreiheit, design, display, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, Handy, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, nokia, schroeder-wendt, siemens, touchscreen, UID, Usability, visualisierung
Eine sehr schöne kommentierte Demonstration und Einschätzung des iPhone-Interfaces hat gerade Edward Tufte auf seiner Internetseite veröffentlicht. Darin beschreibt der Informationsdesigner, an welchen Stellen die besonders gut Daten abgebildet werden und an welchen Stellen noch optimiert werden könnte – natürlich mit den von ihm entworfenen Visualisierungsverfahren. (Zum Beispiel mit einer Sparkline für die Börsendaten).
Grundlegend ist seine Aussage, das man doch die hohe Displayauflösung für detaillierte Informationen (nicht mehr Informationen!) nutzen sollte. Aber dazu mehr im (leider nur englischen) Video:

Was Tufte allerdings meiner Meinung nach vergisst, ist die Lesbarkeit. Sicherlich lassen sich bei kleinerer Schriftgröße noch detailliertere Informationen abbilden, als Apple das bisher tut. Allerdings sollte man nicht das Nutzungsszenario vergessen. In den meisten Fällen hält man doch das iPhone doch etwa auf Bauch-Brust-Höhe vor seinem Körper, also durchschnittlich etwa 40 Zentimetern entfernt von den Augen – ob dort allerdings noch sein Schriftgrößenvorschlag einfach zu lesen ist, wage ich zu bezweifeln.
Edward Tufte’s (leider nur englischen) Textbeitrag dazu unter: www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=00036T&topic_id=1
Tags: analyse, apple, auflösung, design, display, Edward Tufte, einfach, eingabesystem, GUI, Handy, HCI, interface, internet, lesen, MMI, mobiltelefon, touchscreen, UID, Usability, visualisierung
Und schon wieder muss ich auf einen kurzen veröffentlichten Eintrag verweisen. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das 3D-Eingabesystem von 3dvsystems.com? (Wenn nicht, einfach noch mal hier klicken). Bei diesem System wurde ja über Infrarotimpulse der Raum aufgenommen, so das Bewegungen dreidimensional “getrackt” werden können.
Das es noch etwas einfacher geht, zeigt das Projekt “HIJT”. Das für “Haptic Interface And Joints Tracking” stehende System, basiert auf einer einfachen Webcam und einer Software die beliebige Objekte nachverfolgen kann. Somit kann auch deren Veränderung im Raum erkannt werden und das wiederum im Umkehrschluss für eine Navigation genutzt werden, wie im folgenden Video gut zu sehen ist:
Ursprünglich wurde das System zur Überwachung von Brücken entwickelt, welches Alarm schlägt, wenn die Bewegung der Brücke über einen bestimmten Parameter hinaus geht. Ein anderes Anwendungsfeld ist das Motion Capturing von Personen, um so Avatare in Videospielen oder anderen virtuellen Umgebungen zu steuern.
Der Link zu den Leuten hinter der Idee: www.thinkthing.net
Tags: , 3D, augmented_reality, bluebox, display, echtzeit, eingabesystem, forschung, HCI, head-tracking, interface, MMI, software, UID, virtuell
Letzte Woche hatte ich erst wieder über Augmented Reality und den damit verbunden Head Mounted Displays geschrieben (siehe hier), da zeigt uns Computer Science Student der New Yorker Columbia University, Levi Lister, mal wieder ein tolles Anwendungsbeispiel für selbige.
So zum Beispiel eine Augmented Reality Kamera, mit der man ganz einfach den gesehenen Bereich, den man verewigen möchte selektiert – siehe Video:
Ein anderes schönes Beispiel ist Listers “Manhattanville AR System”, bei dem auf einem Stadtplan die 3D-Modelle der Häuser eingeblendet werden, zu denen man sich dann wiederum weitere Informationen aufrufen kann. Sehr schön finde ich hier auch den Einsatz der “virtuellen Werkzeuge” über Marker-Würfel, aber seht selbst:
Weitere (leider nur englische) Infos zu Levi Listers Projekten auf seiner Webseite: www.levilister.com
Tags: 3D, Assistenzsystem, augmented_reality, display, echtzeit, forschung, HCI, interface, MMI, virtuell, visualisierung
Könnt ihr euch noch an den Blogeintrag über die Konzepte von der Microsoft Research Abteilung erinnern – wenn nicht, einfach noch mal hier klicken und das Video ab der zweiten Minute genau anschauen …
Dort wird ja dieser “intelligente Tisch” gezeigt, der reale Objekte auf den Tisch übernimmt/scant und die man dann manipulieren kann. Genau sowas haben sich auch Studenten des Industrial Design Fachbereiches der Universität Eindhoven gedacht und haben einen derartigen Prototyp entwickelt:
Das Projekt mit dem Namen “Blue Eye – Making Mood Boards in Augmented Reality” nutzt dafür eine Glasoberfläche, mit einer darüber angebrachten Kamera und einen Projektor mit Spiegel darunter.
Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter: www.vip.id.tue.nl/papers/blueeye.pdf
Tags: augmented_reality, desktop, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, software, touchscreen, UID, visualisierung
Wer schon mal ein Augmented Reality Projekt betreut hat, kennt das Problem nur zu gut: Wie kriege ich die zusätzlichen Informationen auf das gesehene Bild projiziert?
Bei Projektionen, die dabei direkt das Auge ansprechen (also zum Beispiel NICHT über ein Kamerahandy funktionieren) unterscheidet man da im wesentlichen Projektionsarten:
“Video see through”
bei dem man ein, um die Informationen angereichertes Videobild, in einer Datenbrille sieht,
“see through”
bei dem die Informationen auf eine durchsichtige Fläche vor dem Auge projiziert werden (wie zum Beispiel hier), so dass man beides, echtes Bild und Daten gleichzeitig sieht und dann noch
“look around”
bei dem ein kleines Display vor dem Auge ist, welches man fokussieren kann oder einfach dran vorbei schauen kann. (wie zum Beispiel hier)
Bei den “See Through – Head Mounted Displays (HDM)” war der letzte Stand der Technik, dass per Laser Bilder direkt auf die Netzhaut projeziert werden (ein sog. Virtual retinal display). Dazu im übrigen mal eine Anmerkung am Rande, die Firma Microvision entwickelt dazu schon seit längerem Handys/Handhelds, die diese Technik verwenden, wie man unter anderem auch auf der Seite des amerikanischen Militärs sehen kann:

Zurück zum See-Through-Display. Den allerersten Schritt für eine ganz neue Art, haben gerade die Ingenieure der Universität Washington entwickelt. Mit neuen Nanofertigungstechniken haben sie geschafft, elektrische Schaltungen in eine Kontaktlinse zu integrieren!

Der diese Woche vorgestellte Prototyp enthält eine elektrische Schaltung, sowie rote Leuchtdioden, die zwar noch nicht leuchten, aber über die später eine Anzeige realisiert wird.
Schöner Nebeneffekt: Über die Schaltung könnte man auch die Form der Linse ändern. Somit könnte es in Zukunft mal heißen: “… ich hab doch mein Fernglas immer bei”
Die nächsten großen Aufgaben sind die Entwicklung der drahtlosen Übertragung zur Linse und der Stromversorgung. Letztere soll im übrigen mittels einer Kombination aus Radio-Frequenz-Strom und Nano-Solarzellen auf den Linsen realisiert werden soll.
Tolle Zukunftsmusik muss ich sagen, bleiben wir gespannt und wünschen wir den Forschern viel Durchhaltekraft für die hochgesteckten Ziele.
Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter:
http://uwnews.washington.edu/ni/article.asp?articleID=39094
Tags: , Assistenzsystem, augmented_reality, display, echtzeit, forschung, Handy, HCI, interface, MMI
Hatten wir vor kurzem erst über die neue EyeToy-Version berichtet, die es ermöglicht reale Objekte in Spiele von integrieren, so können wir heute über ein Kamerasystem berichten, das ebenfalls reale “Dinge” in Spiele überträgt, nämlich: Bewegungen.
“Moment”, werden jetzt sicher einige schreien, “das ist doch nichts Neues” – und das stimmt natürlich. Beispielsweise auch bei Sonys EyeToys werden natürlich Bewegungen erkannt – allerdings nur zweidimensional. Als kommerzielles Produkt, das 3D-Spielsteuerungen erlaubt, ist mir bisher nur die Wii bekannt.
Im Gegensatz zu dieser braucht man bei der sogennanten “ZCam” allerdings keine Controller mehr in die Hand nehmen. Das Besondere ist, das Bewegungen dreidimmensonal im Raum erkannt werden können. Das folgende Video zeigt dazu sehr gut die Anwendungsmöglichkeit für Spiele, verschiedene Applikationen und auch ein wenig die Funktionsweise:
(BITTE VORHER DEN TON AUSSCHALTEN … wenn ihr es nicht tut, wisst ihr ja dann, warum ich diese Empfehlung gebe
)
Entwickelt wurde die Technik von der israelischen Firma 3DV Systems. Das Prinzip beruht auf kurze Infrarotimpulse, die 60 mal pro Sekunde von der Kamera ausgesandt werden. Die Reflexionen durch die Objekte im Raum und deren Ortsveränderung werden dann gemessen und ausgewertet.
Mehr (leider nur englische) Infos und weitere Videos unter:
www.3dvsystems.com
Und weil’s so schön ist, hier auch noch ein weiteres Anwendungsbeispiel aus dem Spielebereich:
Tags: 3D, augmented_reality, bluebox, echtzeit, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, Nintendo, playstation, software, sony, UID, wii, windows
Gestern hatte ich ja schon vom Hauptgrund meiner Singapur-Reise berichtet, heute nun der Hinweis auf zwei Ausstellungen, die man sich als Interaction Designer nicht entgehen lassen sollte – einziger Harken: beide in Singapur. Aber zumindest bezüglich der “DAT – Digital Art & Technology” gibt es noch eine Alternative, aber dazu gleich mehr.
Beginnen wir zunächst mit dem Tipp Nr. 1 – Das Singapore Science Centre
Wer in Deutschland das SPECTRUM – also, das Science Center im Deutschen Technikmuseum Berlin oder das Universum Science Center in Bremen oder phaeno, das Science Center in Wolfsburg kennt, der wird vieles altbekanntes wieder entdecken, aber auch einiges neues. Abgesehen von der bunteren Aufmachung …

… sind hier insbesondere die digitalen Arbeiten hervorzuheben. Bei denen merkt man sehr deutlich den Einfluss vom Mixed Reality Lab Singapur (siehe dazu auch hier), die dort regelmäßig mit Ausstellungen vertreten sind. Womit wir auch schon beim Thema sind.

Ein schönes “Mixed Reality”-Exponat ist dort ein Lernsystem für chinesische Wörter. Diese hält man einfach vor den Monitor und schon wird einem das entsprechende Schriftzeichen in 3D auf der Karte angezeigt und vorgelesen.
Derartige Sachen gibt es noch unzählige mehr. Unter anderem kann man auch einen eigenes personalisierten RFID-Chip erstellen und dann mit den Exponaten interagieren.

Ganz auf Spaßfaktor war dafür diese Wand ausgelegt, die die eigenen Bewegung erkannt hat und dann mit unterschiedlichen Effekten in Lebensgröße und Echtzeit wiedergegeben hat.

Auch ein großer Spaß, insbesondere für die “Kiddis”, digitale Klötze “wegkicken” …

… oder (mit typisch asiatisch verspielten Grafiken) á la EyeToys digitalen Kopfball spielen.

Eine sehr effektive Art, um durch GoogeEarth/Maps zu navigieren war noch dieser Tisch, der mich etwas an den Globe 4D erinnert hat. Durch kippen des Tisches konnte man die Karte bewegen und wenn man den ganzen Tisch drehte: rein- und rauszoomen.
So, kommen wir aber nun zum Highlight:
die DAT – Digital Art & Technology Ausstellung
Womit ich auch schon bei der versprochenen Alternative bin. Denn man muss nicht unbedingt den weiten Weg nach Singapur antreten, um zwar nicht die selben, aber zumindest genau so spannende Exponate mit allen Sinnen zu erfahren. Denn die DAT ist genau genommen eine bunt zusammengestellte Ausstellung von Installationen der Ars Eletronica. Insofern kann man auch in das “Museum der Zukunft” nach Linz reisen und wird dort eine bestimmt ähnlich tolle “Erfahrung” machen.
Trotzdem kurz drei exemplarische Höhepunkte aus den etwa dreißig Ausstellungsstücken.

So zum Beispiel diese Uhr. Im Außenring die Sekunden, dann Minuten und Stunden. In der Mitte ist eine kleine Kamera, die alles aufzeichnet was sich vor Ihrer Linse bewegt. Wenn man genau hinschaut, sieht man mich auch noch dort im äußeren Ring stehen und bei den Minuten -gerade schon so- als schwarzen Balken.

Für jeden der schon einmal seine Identität ändern wollte, gab es dieses Projekt. Wie man im Vordergrund sieht, braucht man sich nur einen Marker auf den Kopf setzen und schon wurden die Kopfbewegungen erkannt. Verbunden mit einem Videosignal wurde dann einfach der eigene Kopf gegen einen fremden Kopf ausgetauscht. Also, für alle die das Gefühl nicht kennen, nach einer durchzechten Nacht in ein völlig fremdes Spiegelbild zu schauen, ist das ein wirklich Alternative

Abschließend noch eine einfache, aber ebenso geniale Idee. Da ich als Strohwitwer praktisch immer allein schlafe, würde ich mir gerne “Telematic Dreaming” für zu Hause wünschen. Bei diesem sind zwei Doppelbetten per Videoübertragung verbunden und der jeweils auf der anderen Seite liegende wird entsprechenden projiziert. Das schaft eine spannende Nähe und ein komisches Gefühl. Denn man kann direkt miteinander interagieren, aber das haptische Gefühl ist völlig widersprüchlich zum Gesehenen.
Die gesamte (leider nur englische) Übersicht aller Exponate und Infos zu Ausstellung findet man hier:
www.aec.at/singapore_dat07/en/projects01.asp
Tags: , 3D, augmented_reality, bluebox, design, display, echtzeit, eingabesystem, forschung, google, GUI, HCI, head-tracking, interface, MMI, RFID, schroeder-wendt, software, touchscreen, UID, virtuell, visualisierung
Viele werden es bestimmt schon gelesen haben, aber in unserem kleinen Blog würde doch einfach etwas fehlen, wenn wir nicht noch dieses Interface – der Vollständigkeit halber – kurz vorstellen.
Wie man im obigen Video schon sieht, haben Shwetak Patel und Gregory Abowd von der amerikanischen Georgia Tech Universität eine ?Eingabemöglichkeit? über das Pusten auf das Display geschaffen.
Der Trick dahinter: Über die im Rechner eingebauten Mikrofone konnte über ein Frequenzmuster errechnet werden, welche Stelle auf dem Monitor angepustet wurde und wie stark. Dafür gibt es dank den beiden Forschern jetzt sogar einen Namen: “BLUI” = “Blowable and Localized User Interaction”. <-- kein Spaß!
Einziges Problem der Technik: die Ungenauigkeit. Teilt man das das Display in 9 Felder auf hat man noch eine 100 Prozent ?Trefferquote?. Bei 16 Feldern noch etwa 96 Prozent, bei 25 noch 80 und bei 36 Feldern sind es dann nur noch schlappe 62 Prozent. Also, praktisch ?Vom Winde verweht …?
Bereits der gerade vorgestellte Tiguan verfügt über ein Touchscreen-Interface. Laut verschiedener Quellen sollen bis 2009 sogar alle Volkswagen (zumindest optional) über Touchscreens verfügen. Jetzt setzt VW allerdings noch eins drauf und präsentierte auf der LA Auto Show eine neue Version des Konzeptautos ?Space Up!?
Insgesamt gibt es in diesem zwei Displays. Ein 8? Display für den Fahrer, auf dem die ganz klassischen Daten, wie Geschwindigkeit, Reichweite etc. dargestellt werden und ein 7? Touchscreen in der Mittelkonsole.
Laut den Angaben von autoblog.com, soll die Oberfläche über Gestensteuerung und weitere Sensoren kontrolliert werden können.
Sehr löblich: Immer sichtbar sollen die Standardfunktion (Radiolautstärke, Klima etc.) in einer eigenen Menübar sein.
Im allgemeinen soll das Navigationskonzept auf einem rotierenden ?Hauptmenü-Karussell? beruhen. So bald man dort die gewünschte Funktion sieht, braucht man nur seine Hand in Richtung Display bewegen und durch die Erkennung des Annäherungssensors wird der Punkt ausgewählt.
Klingt spannend, wenn gleich ich auch beim dem Prinzip etwas skeptisch bin. Aber sobald ich einen Selbsttest gemacht habe, gibt es dann hier den Erfahrungsbericht
Update:
Dazu noch passend ein herrlicher Blogeintrag von Roland Hartwig über seine Erfahrungen, die er letzte Woche mit dem aktuellen Navi des Lexus GS 300 gemacht hat. Sehr lesenswert …
Tags: auto, display, GUI, HCI, interface, MMI, touchscreen, UID, usabiliy, visualisierung, VW
Wir hatten ja nun schon öfters das Thema automatische Sensorsteuerung in mobilen Geräten, nun schlägt jedoch genau in diese Kerbe ein Artikel des MIT Journals Technology Review (TR).
In diesem wird der Hype um das iPhone (mit seinem diversen Sensoren) als Aufhänger genutzt, um ein Konzept des MIT Media Labs vorzustellen: ?Reality Mining?.
Schade, das dieses eigentlich rein wissenschaftliche Magazin so eine Hülle braucht, um ihre Ideen zu kommunizieren … Ok, kommen wir mal zur Kern der Sache:
?Reality Mining? ist im Grund nichts anderes, als das Sammeln von persönlichen Daten über diverse Sensoren und deren Analyse und Darstellung.
Mittelpunkt der Systeme ist neben der Positionsbestimmung durch GPS (oder notfalls Mobilfunk-Zelle) die Auswertung des Bewegungssensors. MIT-Wissenschaftler Nathan Eagle sieht das Potential insbesondere in Verbindung mit sozialen Netzen.
Anhand der Daten des Bewegungssensors kann relativ einfach erkannt werden, ob der Besitzer gerade Fahrrad fährt, sitz oder eine Treppe rauf geht usw. In Verbindung mit weiteren Sensoren (Barometer, Thermometer, Licht, Mikrofon etc.) könnte so ein genaues Tätigkeitsprofil erstellt werden. (Im übrigen ist das System so konzipiert, das über das Mikrofon nicht die Wörter gespeichert werden, sondern nur die Art des Gesprochenen. Also, Taktabstand, Lautstärke, Stimmung, …).
Laut TR, haben Intel-Forscher mit einem solchen System Erstsemestler an der University of Washington ausgestattet und konnten so die Entwicklung der sozialen Netzwerke innerhalb des Semesters ?beobachten?. Am MIT wurden dazu auch diverse Anwendungen entwickelt (die man im Web testen kann), mit der solche gesammelten Daten visualisieren werden können (die Projektseite dazu hier). Ein Beispiel davon ist zum Beispiel die Darstellung, wer wann mit wem in verkehrt hat:
Anhand der Art der Bewegungsdaten kann im übrigen auch immer ein individuelles Tätigkeitsprofil für jeden Nutzer erstellt werden, so das System automatisch mit der Zeit lernt, welche Bewegung z.B. ?essen? bedeuten . So lässt sich dann, beispielsweise ein automatisches Tagebuch generieren:
Kling alles ein wenig beängstigend, nicht wahr? Ich seh? doch schon die Datenschützer die Klagen gegen solche Systeme tippen …
Aber es gibt auch überaus positiv Anwendungen. So könnte in der Altenpflege festgestellt werden ob der Patient regelmäßig ist oder ob dessen Status noch ?Ok? ist, was andernfalls eine Alarmierung auslösen würde.
Bleibt abzuwarten, was sich davon letztendlich durchsetzen wird und für was die iPhone-Sensoren wirklich eines Tages genutzt werden …
Im übrigen hatten wir im Dezember schon mal über ein ähnliches System vom MIT bereichtet, auf das ich gerne noch einmal hinweisen möchte: Real Time Rome
Der ganze (leider nur englische) Technology Review Artikel zum diesem Sensorik-Thema unter:
www.technologyreview.com/Infotech/18990/page1/
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, heat-map, interface, media-lab, MMI, mobiltelefon, software, spracherkennung, UID, visualisierung
Bei dem derzeitigen Hype um Apple ist es nicht verwunderlich, dass selbst in deutschen Gazetten über jedes neues Patent von unserem innovativen Freunden berichtet wird. Da brauch ich ja gar nicht mehr viel tun …
Da aber sonst hier etwas wichtiges fehlen würden, insofern heute nur zwei Verweise auf zwei interessante Artikel zu den neuen Interface-Konzepten aus Cupertino.
1. Die ?Multi-Touch-Mouse?

Mehr Infos unter: www.winfuture.de/news,32778.html
2. Das ?Multi-Touch-Pad?

Mehr Infos unter: www.golem.de/0707/53379.html
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, interface, jeff_han, MMI, touchscreen, UID
Anfang Mai hatten wir erst die nächste Generation der Visualisierung in Navigationssystemen (Anzeige innerhalb einer 3D-Gebäude-Welt) von TeleAtlas vorgestellt. Die vielleicht darauf folgenden Form bzw. eine ergänzende Form könnte ein System sein, das derzeit von TomTom und Iwane entwickelt wird.
Dabei handelt es sich um eine Weganzeige im Realbild:


Voraussetzung dafür ist natürlich eine im Wagen oder Navigationssystem integrierte Kamera. Die erfassten Bilder werden zusammen mit dem GPS-Daten analysiert und die Richtungsanweisungen werden auf den Bildern überlagert dargestellt. Ein im Ansatz ähnliches System hatten wir letztes Jahr auch schon einmal von Siemens VDO vorgestellt (siehe Artikel ?pro.pilot?)
Im Gegensatz zum TeleAtlas-System würde hier der aufwändige Nachbau einer 3D-Welt entfallen. Jedoch gibt es im Vergleich auch einen großen Nachteil (mal abgesehen von den höheren Kosten durch Sensoren, Kamera und mehr notwendiger Rechenpower): Was macht man im Dunkeln? Dafür bräuchte man dann zusätzlich noch ein Infrarotkamera-System…
Weiterhin würde ich spekulieren, das man für die Erkennung des Pfeils im Realbild viel länger braucht, als innerhalb einer abstrahierten und vor allem reduzierten Karte. Sprich, man würde wahrscheinlich geneigt sein mittels des Videobilds im Display zu fahren. Hingegen benötigt der Fahrer bei den heutigen, ?normalen? Navis seine Konzentration für die Translation der abstrakten Kartenanweisungen in die Realwelt … Also ihr seht schon, das wäre mal ein schönes Thema für eine Forschungsarbeit …
Apropos Forschungsarbeit. Es gibt zum Thema ?Navigation mit mobilen Augmented Reality Systemen im Gelände? eine, die einen sehr schönen Überblick über die Verfahren und Techniken gibt, von Guido Staub von der Universität Karlsruhe. Hier als PDF-Download.
Zum Patent von TomTom geht?s hier:
http://v3.espacenet.com/textdoc?DB=EPODOC&IDX=WO2006132522&F=0
Zum System von IWANE hier:
www.iwane.com/newtechnology/navigator2.html
Tags: 3D, Assistenzsystem, augmented_reality, auto, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, UID, Usability, virtuell
Bin ich froh, das dieses Konzept von einer Frau stammt ? als Mann hätte man sonst den Rest seines Lebens gegen den Ruf als ?Sexist? zu kämpfen …
In Lennys Blog (auch ein Magdeburger der allerdings gerade seinen PhD in Schweden macht) bin ich auf folgendes ?spannendes? Konzept gestoßen:
Geschaffen wurde das ganze im Rahmen einer Master-Arbeit von Jenny Chowdhury, die mit Ihren ?Intimen Controllern? eine neue Art der Interaktion mit Textilien in VideoGames kreieren wollte. – Ich denke das ist ihr sehr anschaulich gelungen.
Mehr (leider nur englischsprachige) Infos zu dem Projekt unter:
http://www.jennylc.com/intimate_controllers/
Tags: eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI
Im Februar hatten wir schon mal eine Lösung vorgestellt, wie auf einem Mini-Handydisplay durch eine Riesen-Karte/Bild etc. navigiert werden kann. Mit dem obigen Video fügen wir dem nun noch eine dritte Dimension zu.
Nach dem gleichen Prinzip, wie bei einer Augemented Reality Erkennung, kann so über die DataMatrix die Position bestimmt werden – nur das hier die Matrix zum Steuern benutzt wird. Ähnliches hat wir letztes Jahr (in einer nicht mobilen Variante) auch schon mal bei der Universität Halle gesehen (siehe unter Punkt 2.).
Geschaffen wurde das ganze übrigens von drei Franzosen im Rahmen des IPARLA Projekts an der Universität von Bordeaux.
Das ganze (leider nur englischsprachige) Paper gibt es unter:
http://iparla.labri.fr/publications/2005/HPG05/hachet_i3d.pdf
Tags: 3D, augmented_reality, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, PDA, UID, virtuell
Und wieder mal Neuigkeiten von unserem japanischen Telekommunikationsriesen NTT. Vor ein paar Tagen haben deren Forscher einen ?Tangible-3D-Prototypen? vorgestellt. (Es wird also nicht nur in der Teledildonik an diesem Thema geforscht
) Das aus einem Handschuh und mehreren Kameras bestehende System reproduziert in Echtzeit den haptischen Eindruck eines dreidimensionalen Videobildes. In Verbindung mit einem 3D Display (für das keine VR-Brille nötig) ist es somit möglich, einen abgebildeten Gegenstand zu berühren bzw. zumindest die Illusion davon zu haben.
Momentan funktioniert das 3D-System nur in eine Richtung, aber NTT arbeitet gerade an einer synchronen Version, so dass fühlbare Eindrücke zu beiden Seiten übertragen werden können. Insofern wäre ein virtuelles Händeschütteln in Zukunft wirklich denkbar.
Das jetzige System empfiehlt NTT zum Einsatz in Museen, für Exponate die nicht berührt werden dürfen bzw. auch für solche die außerhalb unseres Maßstabes liegen. (Ich wollte schon immer mal eine Milbe streicheln …) Oder für Einsatz im Bildungssektor, so dass Schüler Objekte begrabschen können, die an einen sonst unerreichbar (fernen) Ort stehen …
Ich könnte mir damit auch eine Steuerung von 3D-Programmen vorstellen, auch wenn die bisher hier vorgestellten Lösungen (siehe hier, hier, hier und hier) bestimmt bei weitem effektiver sind …
Tags: 3D, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, internet, MMI, NTT-DoCoMo, UID, Usability, virtuell
Wir fühlen uns geehrt, mit unseren nicht mal zarten dreißig Jahren dürfen wir jetzt schon aus unserem Leben erzählen … Denn am 22. Juni wurden wir von unserem ehemaligen Fachbereich zu einer Podiumsdiskussion unter dem Motto ?From all Walks of Life? eingeladen.
In erster Linie geht es darum, das Alumni den ?jungen Hüpfern? im Hörsaal ein wenig von der ?Welt da draussen? erzählen. Das wirklich spannende Programm ist dazu in fünf ?Sessions? aufgeteilt:
Session 1 von 10.00 – 11.00 Uhr
Große Firma vs. Eigener Chef
Dipl. Des. Marcus Kühne Audi / Ingolstadt
vs.
Dipl. Des. Daniel Schmitt Dutyfarm / Berlin
Session 2__11.30 – 12.30 Uhr
Hiergeblieben vs. Weggegangen
Dipl. Des. Gordon Adler Transluszent / Magdeburg
vs.
Dipl. Des. Susanne Stage IDEO / San Francisco
Session 3__14.00 – 15.00 Uhr
Designer vs. Designerin
Dipl. Des Mike Höllerich + Dipl. Des. Bastian Müller Designkonzentrat / Köln
vs.
Dipl. Des. Ilka Schlesiger ART-KON-TOR / Jena
Session 4__15.30 – 16.30 Uhr
Atome vs. Bits+Bytes
Dipl. Des. Mathias Bertram Faktor M / Magdeburg
vs.
Dipl. Des. Reik Wendt + Dipl. Des. Matthias C. Schroeder SCHROEDER + WENDT / Magdeburg
Das ganz findet im Hörsaal 5 der Hochschule Magdeburg statt.
Ich denke, wenn noch Plätze frei sind, dann ist gegen die Anwesenheit von ein paar ?Nicht-Studenten? nichts einzuwenden.
In diesem Sinne, sieht man sich dann vielleicht nächsten Freitag …
Leider waren diese Woche (auf Grund einer Geschäftsreise) die Blog-Einträge ja etwas spärlicher gesät und so komme ich auch erst heute mit dem ?Thema der Woche?. Mittlerweile dürfte ja nun schon jeder von der WWDC und den dort vorgestellten Features vom neuen Apple Betriebssystem gehört haben?!
Trotzdem wollen wir hier noch mal mit dem obigen Video den umfassenden Überblick mit dem Schwerpunkt auf das grafische Interface geben. Den abgesehen von den technischen Möglichkeiten ist das wirklich ?traumhaft? geworden.
Die Bedienung ist noch intuitiver geworden. Ich muss mir noch weniger Gedanken machen, wie bzw. wo ich Daten ablege, welche Programme ich zum Öffnen benötige usw.
Am besten zeigt diese Einfachheit die neue Version von ?Mail?. (Im Video ab der vierten Minute). Wenn ich da sehe, wie einfach man damit Bilder in eMails einfügen und formatierten kann … und wenn ich das jetzt auch noch mit jedem anderem Betriebssystem vergleiche …
Somit ist nun endgültig für mich klar: Ich werd? im Oktober nicht nur mein Notebook wechseln, sondern auch mein OS! Auch wenn in dieser neuen Welt nicht alles perfekt sein wird:
Tags: apple, desktop, einfach, GUI, HCI, interface, Microsoft, steve-jobs, UID, Usability, visualisierung
… für mich als Pazifist ist das heute natürlich ein besonders schwieriges Thema. Aber gute Interfaces und Usability sind in der Militärtechnik wirklich eine extrem wichtige Sache. Man stelle sich nur mal eine daraus bedingte Fehlbedienung bei einem Waffensystem vor. (Im übrigen gibt es eine Theorie, die genau das als Ursache für den Untergang der Kursk benennt.)
Auch hier ist für eine gute Bedienung wieder eine gute Metapher nötig bzw. eine Steuerung die man an einer anderen Stelle schon einmal gelernt hat. Genau das hat auch das amerikanische Militär erkannt und verwendet für die Bedienung ihres Kamera-Roboters ?SUGV? ein Eingabe-Interface das einigen etwas bekannt vorkommen dürfte:

Genau, es ist der Microsoft Xbox 360 Controller! Dies macht durchaus Sinn, sind doch die jungen GI?s oftmals mit diesem Interface am besten vertraut. Also anstatt eine Steuerung einzuführen, die ggf. mühsam neu erlernt werden muss, kann man die Steuerung viel einfacher adaptieren.

Die Übertragung von gewohnten Steuerungen, um somit den Schulungsaufwand zu minimiren, kennen viele auch schon bestens aus dem nicht militärischen Bereich, nämlich von Musiksoftware. Bei dieser sind die GUIs oft komplett von den analogen Mischpult-Reglern adaptiert worden.
Tags: eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, UID, Usability
Mehr (leider nur englische) Infos unter: www.onomy.com/blue/geoconnectable.html
Tags: display, eingabesystem, GUI, HCI, interface, MMI, UID, virtuell, visualisierung
Oftmals sind Computergames die Vorreiteter in Sachen Innovation. Dürfen sie doch experimentierfreudig sein und vom konventionellen Weg abweichen. So gibt es auch einen sehr interessantes Ansatz, der nur leider absolut uneffizient für eine normale QWERTY-Tastatur ist, im Spiel “Beyond Good & Evil”. (siehe obiges Video)
Aber denken wir mal ein wenig um die Ecke und an Wheel-Steuerungen, wie zum Beispiel beim iDrive, so könnte das vielleicht eine gute Metapher sein, um per Drehbewegungen durchs Alphabet zu navigieren. Wer da Erfahrungen und Meinung hat, bitte mal posten, würde mich mal interessieren …
Tags: animation, eingabesystem, GUI, HCI, interface, software, UID, Usability, visualisierung
… dieses gibt es schon in ?richtig, groß und echt? – und zwar gegenüber vom Lasipalatsi Film and Media Centre in Helsinki ? öffentlich zugänglich.
Die so genannte CityWall zeigt für Passanten ständig neue Bilder und Videos von Veranstaltung die in Helsinki stattfinden. Als Quelle dafür dienen Webportale wir Flickr oder YouTube, die fortwährend nach dem Tag ?Helsinki? durchforstet werden. Eine weitere Möglichkeit ist, ?Content? per MMS oder eMail ?an die Wand? zu senden.
So viele zum Inhalt, nun zum Multi-Touch: Mit Gesten können nämlich die Nutzer auf der Wand durch die Medien navigieren und diese neu arrangieren, genau so als ob sie physische Bilder manipulierten würden. Die Technik, die diese direkte Interaktion ermöglicht, wurde ausdrücklich so entwickelt worden, dass eine möglichst große Anzahl von Leute zur gleichen Zeit mit dem Display interagieren können, so dass die Maximalnutzerzahl nur von der physischen Größe begrenzt wird. Die aktuelle CityWall Installation hat übrigens eine Breite von 2,6 Meter … ich denke, das dürfte für den ein oder anderen reichen. 16 Meter sind technisch möglich.
Laut Betreiber verfolgt die Installation drei Ziele: Zum einem, logischer Weise, um Aufmerksamkeit für die Stadtveranstaltungen zu schaffen. Somit können die Passanten durch die spielerische Interaktion Jahrestage, Ereignisse und Feste kennen lernen. Zum zweiten, um rege Besucher zu motivieren, aktiv und gemeinsam mit anderen, mit dem Neuen Medium / Medien zu kooperieren. Und zum Dritten, um eine Plattform für die Medienbildung zu schaffen, damit ein möglichst breites Publikum ?Rich Media Experiences? sammeln kann. Denn mit dem intuitiven Interface können selbst Computerunerfahrene interagieren.
Also wieder mal der gleiche Ansatz, wie auch beim gestrigen Microsoft Surface Computing ? sehr löblich!
Entwickelt wurde das ganze System übrigens im Rahmen des EU IPCity-Projekts von der Ubiquitous Interaction Group am Helsinki Institute for Information Technology.
Mehr (leider nur englische) Infos zu CityWall unter: citywall.org
Am Ende des obigen Videos wird übrigens auch sehr gut veranschaulicht, wie dieses (und auch andere größere) Mutli-Touch Display technisch funktionieren. Wie zum Beispiel die gleichzeitigen Handgesten erkannt werden usw.
Tags: display, einfach, eingabesystem, flickr, GUI, HCI, interface, internet, jeff_han, MMI, touchscreen, UID, webapplikation
Es überrascht nicht wirklich, das Microsoft nun endlich mit einem (fast) marktreifen Produkt die Katze aus dem Sack lässt. Basteln doch die Redmonder schon über ein halbes Jahrzehnt an einem “Multi-Touchscreen-Tisch”. (wir berichteten)
Aber fangen wir vorne an. Gestern stellte Geschäftsführer Steve Ballmer persönlich, auf der Konferenz ?All Things Digital?, erstmals Microsofts neuste ?Revolution? vor: Den ?Surface Computer?. Dieser ist beim näheren hinsehen nichts anderes, als ein ?gewöhnlicher? TouchTable. Jedoch ist hier nicht mehr von einem Konzept die Rede, sondern unser Kalifornischer Freund will diesen tatsächlich Endes des Jahres auf den Markt bringen! Aber ihr könnte Eure Vorfreude wieder einstellen: Erstmal nur in den USA und für einen Preis um 10.000 Dollar!
Somit sind auch erstmal nur Unternehmen als Zielgruppe anvisiert. Microsoft-Manager Tom Gibbons denkt da in erster Linie an Hotels und Restaurants. So sagt dieser in einem Interview: ?Stellen sich vor, Sie sitzen mit Ihrem Freunden im Restaurant und Sie stellen jeweils Ihr Getränk auf den Tisch – und alle Arten von Information erscheinen rund um Ihr Glas, wie zum Beispiel Menüempfehlungen zu dem Wein. Dann, mit eine paar Fingerbewegungen, bestellen Sie Ihren Nachtisch und teilen die Rechnung.? … bleibt nur noch die Frage, ob ich je in ein Restaurant kommen, wo allein die Tische 10.000 Dollar gekostet haben.
Weiteren Anwendungsgebiete sollen beispielsweise Mobiltelefon-Geschäfte sein. Denn dank Bluetooth kann beim ablegen auf den Tisch einfach eine Verbindung zum Handy hergestellt werden und Daten visuelle(!) auf oder von dem Gerät übertragen werden. (siehe Videos) oder einfach nur zusätzlichen Informationen (Produktdaten, Videos usw.) zu dem Produkt angezeigt werden.
Computerspieleentwickler IGT soll wohl auch eine Partnerschaft mit Microsoft abgeschlossen habe, so das die ersten Spiele auch nicht mehr lange auf sich warten lasen dürften.
Kurz zu den teschnischen Daten. Realisert wird das Surface Computing System durch eine 30 Zoll Anzeige, hinter der fünf Kameras alle Gesten registrieren.
Insgesamt eine tolle Sache, nur leider noch zu teuer. Aber wie wir es ja vom Elektronikmarkt kennen, dies wird wohl nur eine Frage der Zeit. Aus Usability-Sicht kann ich diesem Konzept absolut nur zustimmen, kommen wir doch der intuitiven Mensch-Computer-Schnittstelle (ohne Maus und Tastatur) wieder etwas näher. Bestes Bespiel :das schieben der Fotos aufs Handy (siehe Videos)
Mehr (leider nur englische) Infos und Videos unter: www.microsoft.com/surface/
Oder auf der Presseseite von Microsoft: www.microsoft.com/presspass/presskits/surfacecomputing/
Tags: display, einfach, eingabesystem, flickr, GUI, HCI, interface, internet, jeff_han, Microsoft, MMI, touchscreen, UID, webapplikation
Die Revolution der Eingabegeräte geht weiter. Es wird spannend, Art.Lebedev Studio will doch nun tatsächlich gegen Ende des Jahres seine OLED-Tastatur wirklich auf den Markt bringen. Bereits letztes Jahr hat das Industrie- und Grafikdesign Unternehmen mit Sitz in Moskau und Kiew eine Zusatztastatur, den ?Optimus mini three? herausgebracht. Dieses 3-Tasten Eingabegerät wird per USB an den Rechner angeschlossen und die Tasten werden mittels der Windows-Software ?Optimus Configurator? festgelegt. Die Tastenflächen sind 32 x 32 mm groß, wobei die Fläche des OLED – Displays nur 20 x 20 mm beträgt. Die Auflösung liegt hier bei 96 x96 Pixeln pro Taste und es können bis zu 262.000 Farben dargestellt werden. Die Belegung kann sich jeder User selbst festlegen.

Die Marktreife des großen Bruders ?Optimus Maximus? stand jedoch bisher in den Sternen. Dafür war das Medienecho umso größer. Dann sollte der Prototyp zur Cebit da sein, dann wieder nicht … usw. usw. Nun soll die wohl teuerste Tastatur der Welt ab November/Dezember 2007 für “nur” 1530 Dollar ausgeliefert werden!
Ansich ist das Konzept auch wirklich klasse: Hinter jeder Taste befindet sich ein 10,1 x 10,1 mm großes, farbiges Mini – OLED ? Display, welches bei einem Darstellungsvermögen von 65.536 Farben, eine Auflösung von 48 x 48 Pixeln hat. Somit kann man wirklich jede Taste so belegen wir man es selbst möchte. Egal ob QWERTY, DVORAK, Windows, MAC oder vielleicht sogar mal ein eigenes Tastatur-Layout? – alles ist anpassbar.

Zusätzliche Features sind die Steuerung der Display-Helligkeit, ein SD-Kartenleser, Kensington ? Lock und die Software ?Optimus Configurator? mit der die Tastatur konfiguriert werden kann.

Wir bleiben weiter gespannt, ob’s den bei “Ende des Jahres” bleibt …
… falls jemand von euch zu den glücklichen Besitzern gehören wird, wir freuen uns über Euren Testbericht …
Vorbestellungen unter: www.artlebedev.com
Tags: auflösung, display, dvorak, einfach, eingabesystem, HCI, interface, qwerty, Usability, visualisierung
Ja, schon wieder Microsoft! Und schon wieder ein Konzept zur Bedienung von kleinen Touchscreens. Hatten wir erst letzten Dienstag das Rückseiten-Interface von Apple vorgestellt, kommt heute wieder ein Konzept vom Konkurrenten Microsoft. Dieses stammt genauer gesagt aus der Feder von dem Deutschen Patrick Baudisch, der den meisten bestimmt ein Begriff ist. Ansonsten empfiehlt sich auf jeden Fall ein Blick auf seine Projektseite: www.patrickbaudisch.com
Das von ihm entwickelte Interface ?Shift? zeigt kleine Parallelen zu Microsoft?s ZenZui, welches wir schon März vorgestellt haben, geht aber noch einen großen Schritt weiter. Dieses löst nun das Problem, weswegen man bei fast jedem mobilen Touchscreen in PDAs und Co einen Stift/Stylus verwendet muss, um nicht mit den Fingern die eigentlichen Navigationspunkte zu verdecken. Dies tritt insbesondere auf, wenn man aus einer Karte einen kleinen Punkt auswählen möchte.
Mit Baudischs System wird durch längeres Drücken, der vom Finger verdeckte Bereich nun versetzt auf dem Display angezeigt und man kann eine sehr genaue Auswahl treffen. In einer erweiterten Version wird der verdeckte Bereich auch noch zusätzlich vergrößert, so dass man in kürzester Zeit, selbst mit dem dicksten Wurstfinger, sogar einzelne Pixel auswählen kann. Mehr im obigen Video.
Und mehr zu Projekt unter: www.patrickbaudisch.com/projects/shift/
In diesem Zusammenhang: Herzlichen Glückwunsch zum zu recht verdienten “BEST PAPER AWARD” bei der CHI 2007!
Tags: apple, CHI, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, PDA, touchscreen, Usability
Wohin sich die Softwareoberflächen in Zukunft entwickeln, darüber schreiben wir hier ja eigentlich ständig. Nun können wir auch mal ein paar Konzepte zeigen, wie sich der Computer insgesamt und somit auch dessen Gesamtinterface entwickeln könnte.
Hintergrund ist der von Microsoft ausgelobte Wettbewerb “Next-Gen PC Designs”. Unter dem Motto “A Brave New World Of Computing” wurden dazu Entwürfe aus 35 Ländern eingereicht.
Es gab drei Gewinner die von einer Jury erkoren wurden, ein Preis der direkt von Bill Gates vergeben wurde und einen Publikumspreis.
Im folgenden wollen wir diese kurz vorstellen. Eine ausführliche Beschreibung und auch viele Bilder von den anderen Einsendungen gibt es unter: www.nextgendesigncomp.com
1. Preis der Jury für ?Blok?

Blok ist speziell für Kindergärten entworfen. Das an Bauklötze angelehnte Konzept soll insbesondere Grundkenntnisse, wie zum Beispiel das Alphabet oder Zahlen vermitteln, aber zugleich auch soziale Kompetenz trainieren.
2. Preis der Jury für ?BulbPC?

Die Metapher der Glühbirne steht bewusst für den Einsatzort und für einen massenhaften, alltäglichen Einsatz dieses PCs. Durch den einfachen Aufbau und somit kostengünstige Produktionsmöglichkeit richtet sich diese Produktidee auch an Schwellenländer. Dieser ?Klein-PC? kann auch in Schreibtische oder Wände integriert werden und sämtliche Peripherie kann dann angeschlossen werden.
3. Preis der Jury für ?Zeeds for the Future?

Zeed+ ist ein Computer, der die Mobilität der Hardwarekomponenten erhöhen soll. Jegliche Hardware, wie die CPU, Video-, Audio- oder Netzwerkkarte befinden sich nicht mehr im Gehäuse, sondern als stabförmigen Standardeinheiten in einer Art “Vase”. Somit soll der Austausch, die einfache Erweitung und auch eine unkomplizierte Wiederverwendung für ?Bedürftige? ermöglicht werden.
Bill Gates Preis für ?MADE in China?

Das an ein asiatisches Essensbrett mit Stäbchen (?CHOPstylus?) angelehnte Design, ist direkt für den chinesischen Markt konzipiert, um preisgünstig eine Vielzahl der Chinesen mit einem Rechner zu versorgen. Deswegen ist dieser auch als Terminal-Rechner angelegt, der auf einen Application-Server zugreift. Meiner Meinung wird sich dahin in Zukunft noch sehr viel bewegen. Aber dazu mehr gesondert in einem der nächsten Blogeinträge.
Der Publikumspreis für ?Light up your Life?

Und noch ein Konzept für Schwellenländer. Dieser mobile Zylinder, der im übrigen auch eine Taschenlampe ist, funktioniert als Multimediaplayer, Mobiltelefon und als Netzwerkterminal. Neben einer grafischen Oberfläche kann auch eine Steuerung per Sprache erfolgen. So sollen auch Menschen mit weniger Literalitätskenntnissen angesprochen werden.
Wie man sieht, viele tolle Ideen, fast nur Gewinner mit einer sozialen Sichtweise und zum Teil völlig neuartige Herangehensarten an das Mensch-Computer-Interface. Die Zukunft bleibt wie immer spannend …
Mehr unter: www.nextgendesigncomp.com
Tags: design, desktop, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, spracherkennung, UID, wettbewerb
Schon seit den ersten Tagen des Computers, war es der Wunsch des Menschen, mit diesem auf einem für ihn natürlichen Weg zu interagieren: Über Sprache und Gesten und nicht über Tasten und Zeigeinstrumente.
Einer der ersten Prototypen, in dem Sprache und Gesten kombiniert wurden, ist das Put-That-There System vom MIT, welches Ende der 70ziger Jahre konzipiert wurde. Die beiden ?Väter?, Dick Bolt und Chris Schmandt, bauten dafür ein wandgroßes Displays, vor dem der Nutzer in einem Sessel* Platz nehmen konnte (siehe Video). Per Handgeste konnte dieser dann auf eine Stelle an der Wand zeigen und mit einem Sprachkommando dort ein virtuelles Objekte erstellt oder verschieben usw.
Im Video sieht man auch sehr schön die Herausforderung, die auch noch bei den heutigen Spracherkennungsystemen die größte Rolle spielt: Das Verstehen von natürlich aufgebauter Sprache. Zur Verwendung des Put-That-There Systems musste sich an ein bestimmtes Vokabular und Satzbau gehalten werden. Zudem erfolgte die Spracherkennung und Gestensteuerung nicht synchron zu einander, sondern jeweils nach einander.
Wenn man aber bedenkt, dass dieses System schon über ein viertel Jahrhundert alt ist (und mit den damalig zur Verfügung stehenden Rechner und grafischen Systeme realisiert wurde), dann kann man nur den Hut vor dieser großen Leistung ziehen!
Übrigens, das Video sollte man sich auf jeden Fall bis zum Ende ansehen. An Chris Schmandts ?Oh, Shit?, kann man sehr schön sehen, worin auch noch heute die meisten Probleme liegen …
Das (leider nur englische) Paper zum Projekt gibt?s unter:
www.media.mit.edu/speech/papers/…
* Glückwunsch zum guten Geschmack des MITs: Was sonst, wenn nicht ein Lounge Chair von Charles und Ray Eames
Tags: desktop, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, media-lab, mit, MMI, spracherkennung, UID, visualisierung

Gerade noch vor zwei Wochen haben wir über Microsofts neues Interfaces-Konzept für mobile Geräte, ZenZui, geschrieben und schon ?dreht Apple den Spieß wieder um?. Denn mit dem am letzten Donnerstag veröffentlichten Patent, stellt unser kleiner Cupertinoer Erfinder ein Bedienprinzip vor, bei dem die Eingaben über die Geräterückseite erfolgen.
Genauer gesagt befindet sich auf der einen Seite das Display, auf der eine virtuelle und der Situation angepasste Tatstur abgebildet wird und auf der anderen Seite kann über eine berührungsempfindliche Fläche diese bedient werden.
Ausgangspunkt für diese Lösung waren die ?Problemzonen? des iPod. Dessen Display ist zum klein, um es als Touchscreen zu verwenden. Vergrößert man dieses zu stark, wird man dem Anspruch “einen kleinen MP3-Player zu bauen” nicht mehr gerecht. Insofern bleibt nur ein Mittelweg mit “mittelgroßer” Anzeige. Bei so einem, dann immer noch verhältnismäßig kleinen Touchscreen, werden dann jedoch viele Informationen durch die Finger verdeckt. Ergo: Die Finger ?einfach? hinter das Display legen.
Weiterer schöner Nebeneffekt: die Displays werden nicht mit Fettfingerabdrücken übersät.
Und was soll ich sagen, zu der gleichen Schlussfolgerung und einem ähnlichen Konzept sind wir auch schon vor vier Jahren gekommen. Unsere damalige PDA-Produktstudie ?symon? (siehe Bild) verfügte über ein halbtransparentes Display, auf dem ebenfalls eine, auf eine Hand optimierte und sich dynamisch anpassende Tastatur abgebildet wurde, welche man einfach über die Rückseite bedienen konnte.
Mehr (leider nur englische) Infos zu Apples Patent unter:
http://appft1.uspto.gov/…
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, interface, PDA, qwerty, schroeder-wendt, touchscreen, UID, Usability, virtuell, visualisierung
Und wieder mal lässt Jeff Han grüßen. Auf der kürzlichen Convergence 2007 Konferenz zeigte Microsofts Center for Information Work (CIW) einen Ausblick auf den Arbeitsplatz der Zukunft ? jedenfalls nach Microsofts Vorstellungen.
Deren ?DigiDesk? ist eine Kombination aus Head-up-Display und Multitouch-Screen, auf dem der gesamte Arbeitsplatz/Schreibtisch digital abgebildet wird. Von Hardwareseite ist insbesondere die integrierte Scaneinheit hervorzuheben. Die Software verfügt über eine erweiterte Möglichkeit Daten zu visualisieren. Wie das im Detail aussieht – das Video zeigt?s sehr schön.
Ein ähnliches Konzept (u.a. ein Tisch der Dokumente selbst erkennt und scannt), ebenfalls von Microsoft, hatten wir ja bereits im Februar vorgestellt. Wer das noch nicht gesehen hat, sollte sich auf jeden Fall noch mal die letzten 20 Sekunden des Videos, von dem damaligen Beitrag anschauen. ? Ist wirklich innovativ konzipiert.
CIW ist übrigens ebenfalls in Redmond angesiedelt und soll, laut Microsofts eigener Aussage, Konzepte entwickeln, die ihrer Zeit fünf bis sieben Jahre voraus sind.
Einen schönen Einblick in das CIW mit Fotos und einem Video bietet die folgende (leider nur englische) Seite:
www.microsoft.com/presspass/presskits/ciw/default.mspx
Tags: desktop, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, jeff_han, Microsoft, MMI, software, spracherkennung, touchscreen, UID, visualisierung
Die immer stärkere Miniaturisierung in der Projektionstechnologie gibt uns schon jetzt einen kleinen Ausblick auf die Zukunft. Denn dann werden Projektoren in Handys, PDAs oder gar Uhren integriert sein und es kann auf jede beliebige Oberfläche projiziert und interagiert werden. Im Klartext: Viele vollkommen neue Interfaces werden entstehen.
Einen kleinen Vorgeschmack davon zeigt schon das obige Video. Das von Xiang Cao und Ravin Balakrishnan am Fachbereich Computer Science der University of Toronto entstandene Konzept macht somit aus jedem realen Raum einen virtuellen 3D-Raum. Ähnlich wie mit einer Taschenlampe, kann man diesen Raum dann ausleuchten. Schwer vorstellbar? Das Video zeigt es besser, als ich es hier je beschreiben könnte
Das komplette (leider nur englische) Paper und noch Links zu den anderen Arbeiten von Xiang Cao gibt?s unter:
www.cs.toronto.edu/~caox/research.htm
Tags: 3D, augmented_reality, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, PDA, touchscreen, UID, visualisierung

Wirklich ein sehr spannender Ansatz, den sich da Designstudent Chen Hung-Ming für eine Fernbedienung hat einfallen lassen.
Beispielsweise von Sony, kennen wahrscheinlich schon einige von euch ein ähnliches Prinzip: Eine Fernbedienung mit zwei Seiten. Die eine reduziert mit Programmwahl und Lautstärke (die von Oma so was von bevorzugt wird) und auf der anderen Seite Tasten für ALLE Funktionen. In einer Hülle konnte man diese je nach dem mit der Seite einsetzen, ob man es komplex oder einfach mag. Die Rückseite war somit auch vor versehentlichen Drücken geschützt.
Hung-Ming geht diese Sache noch cleverer an, in dem er nämlich eine Buch-Metapher wählt und man zwischen den unterschiedlichen Interfaces blättern kann. Besonders hilfreich sind zudem noch die Reiter an der Seite mit den man sofort die richtige Steuerung auswählen kann, denn in diesem Fall sind natürlich mehr als ?nur? zwei Seiten möglich.
Tolle Studie, würde ich sofort kaufen.
Mehr Infos auf der Seite von Chen Hung-Ming, die auch schon wegen seiner weiteren Designkonzepte auf jeden Fall einen Blick wert ist:
www.chen-karlsson.com
Tags: eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Philips, sony, UID, Usability
Fast jeder kennt das. Als Workaholic oder Gamer verbringt man Stunden vor dem Rechner. Bis der Hunger kommt. Anstatt einer ausgiebigen Pause, holt man sich seinen Snack zum Arbeitsplatz und krümelt zumeist die ganze Tastatur voll. Solange, bis die Tastatur unappetitlich aussieht.
Philips hat jetzt die Lösung, die das Essen, Trinken und Rauchen über der Tastatur ermöglicht. Deren neue schnurlose Tastatur SPT5701 ist mit Abflusslöchern ausgestattet!
Ein weiteres Highlight dieser Tastatur ist ein integriertes 4-Wege-Scrollrad, welches die Navigation auch ohne zusätzliche Maus möglich macht. Die Akkulaufzeit der Tastatur soll ganze 7 Monate betragen.

Angeblich auch benutzerfreundlicher, aber in jedem Fall ein völlig neuer Schritt in Richtung Interaktion/Eingabe, geht dahingegen die orbiTouch Keyless Tastatur. Sie bietet Tastatur und Maus in Einem. Das Design macht es insbesondere auch Personen mit Hand- / Fingerverletzungen oder motorischen Problemen möglich, sie zu bedienen. Durch schieben der “Hauben” in bestimmte Richtungen wird das Schreiben der unterschiedlichen Buchstaben ermöglicht. Also, wenn ich zum Beispiel die linke Einheit auf eine der fünf Farbzonen schiebe, zum Beispiel auf den blauen Bereich und ich danach die rechte Einheit auf eine der Buchstabengruppen, die wiederum auch jeweils aus fünf farbigen Buchstaben bestehen schiebe, dann wird von dieser Gruppe der blaue Buchstabe geschrieben usw.
Die integrierte Maus, gibt zudem noch volle Maus- und Tastaturfähigkeit! Sehr löblich ist auch das Schreibtutorium, welches mitgeliefert wird. Es ermöglicht die schnelle Übung der Umgangsweise mit dem orbiTouch Keyless.
Ebenfalls eine neue Interaktionsform zur Texteingabe zeigt das tragbare Konzept von Sunman Kwon, welches an das Handgelenk gebunden ist. Somit kann man auch unterwegs schnell Eingaben tätigen. Die Buchstaben dazu auf die Innenflächen der Finger projiziert. Berührt man nun mit dem Finger der anderen Hand den entsprechenden Letter, wird dieser ausgewählt. Einziger Haken beim schönen Design: Es ist kaum genügend Platz um dem User ein visuelles Feedback zu geben.

Viele schöne Ideen, die das Leben wieder etwas leichter machen.
Mehr Infos unter:
www.golem.de
www.i5bala.blogspot.com/…
www.yankodesign.com/product…
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, Philips, qwerty, UID, Usability
Heute mal wieder eine Fortsetzung unser losen Reihe ?Rückblick? …
Wenn der Nutzer nicht mit der Software klar kommt liegt das meistens an …? Genau ? Dem Interface! Anscheint hat diese Erkenntnis Microsoft schon 1995 und brachte für Windows 3.1 eine ?kinderleichte? Oberfläche mit dem Namen ?BOB? auf dem Markt.
Tja, nur leider hat BOB nicht, wie man meinen mag, zu zufriedenen Nutzern geführt, sondern zum Platz 7 der ?Schlechtesten jemals veröffentlichten Produkte? des PC World Magazine geschafft.
Dabei hatte BOB eine Menge Möglichkeiten. Es gab schon ein Adressbuch, Kalender, Finanzrechner, eine Textverarbeitung und einiges mehr.
Aber das Problem des Scheiterns lag zu gleich in der einfachen Oberfläche. Diese bestand aus einem illustriertem Haus (siehe Video) in dem alle Gegenstände auch mit der jeweiligen Funktion hinterlegt waren. Also der Kalender an der Wand mit dem digitalen Kalender, die Briefe auf dem Tisch mit dem Posteingang usw.
Weiterhin wurde jede Aktion von einem Assistenten begleitet. Wenn man zum Beispiel ein Textdokument anlegen wollte, wurde man jedes mal (! egal, wie oft man das vorher schon gemacht hatte) Schritt-für-Schritt mit einer Cartoonfigur durch den Prozess geführt. Ja, das war auch unter anderem die Geburtsstunde des nervigen Assistenz-Hundes, den man aus den späteren Windows-Produkten kennt (… und außerdem der Hüpfer (Office) und Peedy (Excel) und …).
Tja, und genau da sind wir schon beim Kern des Misserfolgs. (Es wurden gerade mal 30.000 Lizenzen verkauft ? Zum Vergleich das damalige Windows 95 ging innerhalb des ersten drei Monate etwa 45 Millionen mal über den Ladentisch). Der Nutzer konnte keine Evolution durchmachen. Egal wie viel er schon gelernt hatte, das Interface passte sich nicht an und behinderte somit ein effektiveres Arbeiten.
Im Gegensatz dazu ist eine komplizierte Oberfläche dann doch besser, denn auch wenn die Einarbeitungszeit mühsam ist, kein Spaß macht, man einen Lehrgang machen muss usw. so kann man nach dem Erlernen doch zügiger Aufgaben abarbeiten. ? Aber dies soll in keinem Fall eine Rechtfertigung für komplizierte Interaces sein ? mitnichten!
Der beste Weg ist immer noch eine intuitive Oberfläche, in der sich JEDER sofort zurecht findet und die den Nutzer durch ihre klare Struktur und ggf. durch abschaltbare(!) Assistenten an die Hand nimmt und durch das Programm geleitet. Aber wie man das erreicht und welche anderen Punkte man dabei noch beachten muss, ist ein schönes Thema für einer der nächsten Blogeinträge.
Eine sehr schöne komplette Übersicht von BOB mit vielen Bildern gibt es unter:
www.winhistory.de/more/bob/bob.htm
Dort kann man BOB auch runterladen und ausprobieren (läuft noch heute unter Windows!)
www.winhistory.de/downloads/downloads.htm
Übrigens, um hier mal ein wenig wie die BILD zu sein und zu tratschen: Zwischenzeitlich war Melinda French, die spätere Ehefrau von Bill Gates, Projektmanagerin bei der Entwicklung. Aber das lasse ich mal ganz unkommentiert
Tags: Assistenzsystem, desktop, einfach, GUI, HCI, interface, Microsoft, software, UID, Usability, windows
Wir haben ja nun schön des öfteren über Nintendos Wii berichtet. Heute soll jedoch mal eine zweckentfremdete Anwendung im Mittelpunkt stehen.
Paul Bourke, ein Student an der University of Western Australia, hat dafür die Wii Fernbedingung an ein MacBook angeschlossen und dieses wiederum mit einer drei Meter großem Projektionskuppel kombiniert. Herausgekommen ist ein wirklich interessante Art in 3D-Umgebungen zu interagieren. (siehe Video oben)*
Was die Wii Fernbedienung für diese Applikation prädestiniert ist, neben dem Preis, zweifelsfrei die ziemlich präzise Erkennung von Bewegungen in alle drei Achsen und dazu noch die zahlreichen Knöpfe sowie eine Steuerkreuz für eine zusätzliche und einfache Funktionsauswahl.
Ich bin gespannt ob dieses Experiment noch weiter fortgeführt wird bzw. ob ähnliche folgen.
Weitere (leider nur englische) Infos zum Projekt unter:
http://local.wasp.uwa.edu.au/~pbourke/projection/Wii/
* laut Projektseite, ist die Steuerung im Video noch etwas ungenau, da zunächst nicht der Infrarotsensor verwendet wurde
Tags: 3D, apple, display, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Nintendo, UID, virtuell, wii
UMPC’s (Ultra Mobile Personal Computer) sind momentan in aller Munde. Die Nische zwischen Smartphone und Notebook wird damit nun endlich geschlossen. Für viele wird damit sogar ein Smartphone überflüssig werden, denn für die Termine, Kontakte und eMails reicht meist ein besseres “normales Telefon” und für die einfachen Arbeiten unterwegs, kommt dann der neuerdings kaum größere UMPC zum Einsatz.
Zur Zeit findet in Peking das Intel Developer Forum (IDF) statt, bei dem diese Thematik auch eine zentrale Rolle spielt. Auf der Seite zum Forum gibt es im übrigen auch sehr interessante (leider nur englische) Webcasts:
www.intel.com/idf/
Für uns Interface Designer bedeutet das im wesentlichen zwei Sachen.
Zum einen wird es in bestimmten Bereichen eine Renaissance von Applikationen geben, die auf eine Auflösung von 800 x 600 Pixel optimiert sind. Ansonsten wird das auf den kleinen Display nüscht. – Eine Alternative wären hier übrigens auflösungsunabhängige Oberflächen, so wie bei Apples neuem Leopard OS (siehe Bericht vom 4.9.2006).
Und zum anderen müssen wir an eine sehr defizile Interaktion denken, die zwischen Bedienung mit Stift, Finger und der ausziehbaren Tastatur wechselt. Ein schönes Beispiel, wie so etwas aussehen kann, zeigt ein Concept Car Interieur das von VW, in Kooperation mit Intel, entwickelt wurde:
Tags: auflösung, forschung, GUI, HCI, intel, interface, PDA, software, touchscreen, UID, Usability, VW

Wir haben hier ja schon so viele Mobiltelefonkonzepte vorgestellt – heute mal andersrum. Eure Ideen sind gefragt!
Das Mobile Life Centre an der Stockholm University in Schweden bitte um Einsendungen für den Ideen wie Thema: Wie Mobiltelefon im Jahr 2020 verwendet werden und vor allem wofür. Gewünscht ist eine Beschreibung wie von maximal 2000 Wörtern, inklusiver einer Kurzzusammenfassung, plus eine visuelle Aufbereitung.
Der Gewinn klingt super. Als Gewinner wird man dann zunächst für drei Monate bei Sony Ericsson in Lund angestellt und danach für drei Monate im Mobile Life Center in Kista (alles natürlich in Schweden) und das eingereichte Projekt zu verwirklichen!
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2007
Der Gewinner wird am 30. August 2007 bekannt gegeben.
Mehr zum (leider nur englischen) Wettbewerb unter:
www.mobile-life.org/mobile2020/
PS. Im übrigen wird man bei Sony Ericsson unter der Anleitung von Kristoffer Åberg, der vielleicht einigen von euch ein Begriff sein wird. Falls nicht, hier mal eine Auszug aus seinen patentierten Erfindungen:
http://v3.espacenet.com/…
Tags: design, forschung, GUI, HCI, interface, mobiltelefon, sony, UID, Usability, wettbewerb

Ja, das könnte die nächste Konkurrenz zur Wii werden. Die Wii ist wirklich klasse in der Erkennung von 3D-Handbewegungen, ohne Frage. Aber das war’s dann aber auch schon.
Vergleicht man das mit den aus den Virtual-Reality-Laboren bekannten VR-Handschuhen, so ist damit noch bedeutend mehr Interaktion möglich. Wären dieser nur nicht so teuer und umständlich …
Genau das gleiche hat sich wohl auch Sony gedacht, könnte man jedenfalls meinen, wenn man das vorkurzem veröffentlichte Patent liest. Dies beschreibt einen Spielsteuerung, die dafür ausgelegt ist in der Hand gehalten zu werden und die zusätzlich zu einen Gyro- und Bewegungssensor auch alle Handflächen- und Fingerbewegungen erkennen kann.
Als Bonbon soll es dazu auch noch taktiles Feeback geben.
Somit wäre es dann tatsächlich möglich in einen Virtuellen Raum einen dreidimensionalen Gegenstand “in die Hand zu nehmen” oder Objekte zu manipulieren (zerquetschen, ziehen etc.)
Wenn man das dann noch mit einer 3D-Brille kombiniert … da sehe ich doch schon Sonys PlayStation 4 ganz klar vor meinen Augen
Zur (leider nur englischen) Patent-Beschreibung: http://appft1.uspto.gov/….
Tags: 3D, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, sony, UID, Usability, virtuell, wii
Auch Novint hat ein (fast 2kg schweres!) haptisches Eingabegerät entwickelt. Der sogenannte Falcon ist mit einer Größe von 23 x 23 x 23 cm wie ein kleiner Roboter. Mit seinen drei Armen ist er in allen drei Dimensionen bewegbar und ermöglicht somit eine neuartige Steuerung z.B. bei Computerspielen. Zudem ermöglicht er dem Benutzer Gewicht, Form, Beschaffenheit, Dynamik eines virtuellen Objektes oder einer virtuellen Umgebung realistisch zu erfahren. Die zusätzliche Force-Feedback Funktion (Kraft-Rückkopplung) lässt den Benutzer auch spüren was auf dem Bildschirm funktioniert. Computerspiele lassen sich so viel natürlicher und intuitiver steuern.

Die Funktionsweise ist schnell erklärt. Der Nutzer hält den Griff des Falcon in der Hand. Dieser lässt sich wie eine Maus nach links, rechts, vorwärts und rückwärts schieben. Zusätzlich sind hier die Bewegungen hoch und runter möglich. Der Griff kann je nach Spezifikation und Typ der Anwendung angepasst werden. Bei der Bewegung wird auf dem Bildschirm ein 3D – Positionszeiger angezeigt. Wenn dieser nun ein virtuelles Objekt berührt, erkennt der Computer die Bewegung und leitet das an die elektrischen Motoren des Eingabegerätes weiter. Dieses vermittelt dann dem Benutzer mittels Force ? Feedback die Berührung und somit ein realistisches Gefühl von dem Objekt. Es gibt drei elektrische Motoren, die mit den drei Armen des Gerätes verbunden sind. Diese Arme sind mit dem Griff verbunden. Bei jeder Aktualisierung der Zeigerposition erzeugen die Motoren eine Kraft-Rückkopplung.

Die Veröffentlichung des Falcon ist für Mitte 2007 geplant. Bis dahin kann man ihn für “nur” 189 Dollar vorbestellen. Danach soll er 239 Dollar kosten. Bei dem Preis lohnt sich der Kauf für den normalen Computerbenutzer wohl erstmal nicht. Vorläufig müssen diese dann bei der Maus bleiben. Wie der Name Falcon schon sagt, ist der Falcon als einer der kraftvollsten Raubvögel der Natur ein natürlicher Feind der Maus. So könnte er früher oder später die Maus bei Spielen gänzlich ersetzen. Absatz wird die neuartige Technik wohl zum Anfang nur bei 3D-Designer oder Grafikern finden.
Quellen:
www.novint.com/falcon
www.hangy.de/perm/technik…
Tags: 3D, einfach, eingabesystem, HCI, interface, UID, Usability, virtuell
Am letzten Donnerstag war es mal wieder soweit und ein neues Apple-Patent wurde veröffentlicht, welches die Usability des Apple Betriebssystems (Gerüchten zu Folge als neues Feature von Mac OS X 10.5 ? Leopard) wieder etwas erhöhen wird ? so darf man jedenfalls hoffen.
Bei der Neuentwicklung handelt es sich um eine Erweiterung für den Finder, der damit verschieden großen Icons in einem Fenster visualisieren kann.
Dies kann bei Programm-Icons zum Beispiel genutzt werden, damit diese zwischen den ganzen Dateien und Ordnern gleich “ins Auge springen”.
Oder bei Ordner-Icons könnte diese Funktion genutzt werden, um volle Ordner zu weniger gefüllten besser unterscheidbar zu machen. Wenn sich dann deren Inhalt ändert, würden sich dementsprechend dynamisch auch die Ordnergröße anpassen.
Und das noch am Rande: Diese Lösung stammt im übrigen aus der Feder von Arnaud Gourdol und Donald Lindsay. Letzterer dürften vielleicht schon einigen ein Begriff als Erfinder von Mac OS Exposé sein.
Zur (leider nur englischen) Patentbeschreibung: http://appft1.uspto.gov/…
Tags: apple, desktop, forschung, GUI, HCI, icon, interface, software, UID, Usability, visualisierung
Ende letzten Jahres stellte 3Dconnexion seinen “SpaceNavigator” vor. Grund genug für uns, diese alternative Computersteuerung, nun endlich auch mal etwas genau zu betrachten.
Gemeinsam mit der Maus in der einen Hand und den SpaceNavigator in der anderen Hand, kann sich insbesondere den Designern damit eine neue “Dimension” der 3D-Navigation eröffnen. Mit ihm ist es möglich, 3D-Modelle und Umgebungen nach Belieben zu bewegen, zoomen oder zu drehen. Und wer schon einmal nur mit Maus und Tastatur in einem größeren 3D-Raum navigiert hat, weiß wie viele “Mauskilometer” man dabei zurücklegen kann bzw. wie nervig zwischendurch der Moduswechsel (z.B. zwischen “drehen” und “bewegen”) sein kann. (Grüße auch an die Second-Life-Jünger unter euch
)
Der SpaceNavigator lohnt sich insofern für alle die, Architekten, Designer, Schüler, Studenten und andere, die einen Streifzug durch die 3D-Welt unternehmen möchten. Durch Drücken, Ziehen, Kippen oder Drehen der Controller-Kappe des SpaceNavigators, kann man so etwas natürlicher und intuitiver durch 3D-Anwendungen navigieren..
Technisch wird dies durch sechs optische Sensoren realisiert. Und wie bei den meisten Mäusen, gibt es noch zwei programmierbare Tasten. So kann auch der Moduswechsel natürlich bedeutend schneller erfolgen.
Der SpaceNavigator unterstützt über 100 aktuelle 3D-Anwendungen. Darunter Design- und Modellerstellungs-Programme wie AutoCAD, Autodesk Inventor oder Google SketchUp. Zum anderen “Digital Content Creation”-Programme wie Autodesk 3ds Max, Autodesk AliasStudio, Autodesk Maya und Visualisierungs-Tools wie Google Earth, Autodesk DWF Viewer und 3Dconnexion Picture Viewer.
Wie das in Google Earth genau ausschaut, kann man gut in diesem Video sehen:
Übrigens, es gibt auch noch einen “Konfigurationsassistent”. Dabei handelt es sich um ein interaktives Tool, das anhand von Animationen und Abbildungen, die Bedienung und Konfiguration der Controller?Kappe beschreibt. … da scheint man tatsächlich mal an den Nutzer gedacht zu haben.
Der Einstiegspreis geht bei der einfachen Version bei etwa 50 Euro los und bei der “Professional”-Ausgabe um die 100.
Weitere Produktinfos unter: www.3dconnexion.com/products/3a1d.php
Jeder kennt das Problem. Man sitzt draußen im herrlichen Sonnenschein und plötzlich klingelt das Handy. Eine SMS. Nur leider kann man auf dem Display auf Grund der Sonne gar nix erkennen. Also suchst du dir ein schattiges Plätzchen, kannst die Sonne gar nicht mehr genießen und versuchst die SMS zu entschlüsseln. Damit ist jetzt Schluss!

Ein paar intelligente Lösungen gibt es bereits. Handys wie das Sony Ericssons W810i oder das Nokias N70 verfügen schon über einen automatischen Lichtsensor. Bei dieser Technik handelt es sich jedoch um externe Bauteile, die seitlich des Displays eingesetzt werden. Sie sind nicht wie ein Sensor integriert und benötigen dadurch zusätzliche Technik.
Samsung hat da in Sachen Usability nachgelegt und auf dem Mobile Solution Forum in Taipeh ein neues Display präsentiert. Die Lösung des Problems ist ein 2,1 Zoll LC-Display mit einem integrierten Helligkeits-Lichtsensor. Dieser Sensor passt sich automatisch der Helligkeit der Umgebung an und steigert somit enorm die Lesbarkeit. Das Display hat eine Auflösung von 320×240 Pixeln. Der Sensor selbst, ist eine dünne Schicht im Display und ist gerade mal einen Millimeter groß. Die Signalspannung wird in Abhängigkeit vom Umgebungslicht ermittelt und im Display Driver IC verarbeitet. LEDs realisieren die Hintergrundbeleuchtung.
Das Display lässt sich sowohl bei Handys, bei PDAs und anderen mobilen Wieder-gabegeräten einsetzen. Zu der verbesserten Usability soll das Display einen um 20-30 Prozent niedrigeren Energieverbrauch haben als vergleichbare Anzeigegeräte.
In der zweiten Jahreshälfte 2007 soll das neue LCD in Produktion gehen. Fast zeitgleich mit dem neuen iPhone von Apple. Denn bereits im Januar 2007 hat Steve Jobs in San Francisco auf der Macworld 2007 das neue iPhone von Apple mit einer ähnlichen Funktion vorgestellt. Bedient wird dieses Handy fast ausschließlich über ein berührungsempfindliches Display, welches ebenfalls eine Auflösung von 320×240 Pixeln hat. Zusätzliche Sensoren erkennen automatisch in welchem Winkel das Handy gehalten wird und passen den Bildschirm daraufhin an. Ein weiteres Highlight dieser Nutzerführung ist ein Sensor, der die Entfernung des Handys zum Ohr misst und dementsprechend das Display an oder ausschaltet. Somit werden unbeabsichtigte Berührungen des Touchsrceens vermieden und zum anderen spart das Energie. Die Veröffentlichung des iPhones ist für Juni 2007 geplant.
Alles in allem ist das mal wieder eine nützliche Erfindung, bei der die Frage nach, ?Wer hat es erfunden?? für den Nutzer kaum noch eine Rolle spielt.
Weitere Information:
www.apple.com/iphone/
www.nokia.de/de….
www.sonyericsson.com/….
www.golem.de/….
www.pcwelt.de/news/handy_pda….
Tags: apple, display, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, MMI, mobiltelefon, nokia, samsung, sony, touchscreen, UID, Usability
Und noch eine clevere Lösung zum Thema “Wie kriege ich so viele Tasten auf mein kleines Telefon”. Diesmal aus dem Hause Nokia.
Wir hatten ja gerade in letzter Zeit des öfteren Konzepte vorgestellt, die dafür interessante neue Lösungen zeigen. So zum Beispiel Nalu sowie das Samsung SCH-U740 und Ultra Smart F520.
Letzte Woche wurde nun ein Patent von Nokia veröffentlicht, das wiederum einen neuen Ansatz zeigt. Das Besondere: es gibt keine Doppelbelegung, da der Ziffernblock weiter eigenständig bleibt und “einfach” nur in Ausrichtung der Tastatur gedreht wird.
Abgesehen von dem ganzen Gedrehe und Geschiebe (wieder eine zusätzliche Bewegung mehr) finde ich das sehr gut gelöst.
Das ganze Patent gibt es übrigens (leider nur in englisch) zum nachlesen/sehen unter: http://appft1.uspto.gov/…
Tags: eingabesystem, GUI, HCI, interface, mobiltelefon, nokia, qwerty, samsung, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Alle PDA-Besitzer unter euch kennen das Problem nur all zu gut. So bald es darum geht durch größere Datenmengen zu navigieren, bricht man nicht nur fast den kleinen Stift, sondern selber ab. Gerade bei Windows Mobile ist die Verwandtschaft zum großen Desktop-Rechner-OS noch sehr zu spüren. Obwohl doch die Navigationsanforderungen und Eingabearten völlig unterschiedlich sind.
Das scheint man im Hause Microsoft nun auch langsam erkannt zu haben, denn von dem Microsoft Research nahe stehenden Unternehmen ZenZui wurde just diese Tage eine Applikation vorgestellt, mit dem man sehr wohl ganz einfach durch Daten navigieren kann.
“Stop Surfing. Start Zooming” so der Webespruch von ZenZui und das beschreibt das Prinzip schon sehr gut. Aber bevor ich im folgenden kompliziert versuche die Funktionsweise zu beschreiben ? ihr kennt das ja schon: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Insofern sei auf das obige Video verwiesen.
Vorrangig wurde dieses System zum parallelen Navigieren durch Websites geschaffen, die sich somit dynamisch nachladen können, aber es könnte ebenso universell für alle Daten verwendet werden. Ich könnte mir selbst eine komplette Betriebssystem-Oberfläche in dieser Art vorstellen, in der so (mit einem Daumen) zwischen allen Applikationen gewechselt werden kann.
Mehr Infos zum Produkt gibt es auf der (leider nur englischen) Webseite:
www.zenzui.com
Tags: desktop, display, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, Microsoft, MMI, mobiltelefon, touchscreen, UID, Usability, windows
Video-Link: www.youtube.com
Mein Cebit-Besuch liegt nun schon wieder eine Woche zurück und in Retrospektive ist leider nicht all zu viel hängen geblieben. Keine wirklichen großen neuen Innovationen, dafür sind viele Produkte bedeutend besser geworden bzw. haben die Marktreife erlangt.
Woran ich mich aber noch sehr gut erinnern kann, sind die Displays im obigen Video.
3D-Displays für die keine Brille nötig sind, sind ja schon ein alter Hut. Aber auch hier wurde das Produkt verbessert und eine Handgestenerkennung hinzugefügt. Somit kann ich nun berührungslos mit meinem dreidimensionales Objekt interagieren.
Entwickelt wurde das ganze vom Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik / Heinrich-Hertz-Institut / Interaktive Medien – Human Factors Berlin.
Mehr Infos dazu unter:
www.hhi.fraunhofer.de/german/im/produkte/3d-kiosk/
Tags: 3D, cebit, display, eingabesystem, forschung, fraunhofer, GUI, HCI, interface, MMI, touchscreen, UID, virtuell
Video-Link: www.youtube.com
Im leider nur chinesischen Augmented Reality Blog findet man just dieser Tage einen interessanten Eintrag über ein Konzept für ein virtuelles Webbrowsing Interface.
Da mein Chinesisch nun wirklich mehr als miserabel ist, ist es mir leider sehr schwer gefallen, einige wirkliche Fakten zu recherchieren.
Wie man jedoch im obigen Video gut erkennen kann, befindet sich das Konzept noch in einem sehr frühen Stadium. Das Prinzip wird jedoch schon deutlich:
Mittels eines Tag/Marker können die verschiedenen, dreidimensional dargestellten Webseiten verschoben, rotiert usw. werden, um dann mittels einer Schwenkbewegung für die vergrößerte Betrachtung ausgewählt zu werden.
Interessanter Ansatz, der noch sehr ausbaufähig ist. Falls irgendjemand von euch dem Chinesischen mächtiger ist, kann ja vielleicht noch ein paar mehr Details von der Seite beisteuern.
http://augmented-reality.blogspot.com
Tags: 3D, augmented_reality, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, internet, MMI, virtuell, visualisierung

Tja, gegen diesen Webblog sind wir echt noch “grün hinter den Ohren”. Bereits Mitte 2003 erblickte der “Usability Inside Blog” die Welt. Hinter den Beiträgen rund um das Thema Benutzerfreundlichkeit steht auch ein gcUPA‘ler, nämlich Marcus Völkel.
Dieser zeigt uns in seinem aktuellen Beitrag eine kleine Vorschau auf das am 27. April 07 erscheinende Morae 2.0 von TechSmith.
Für alle Neueinsteiger: TechSmith ist der weltweit führende Anbieter von Software zur Bildschirmaufzeichnung. Und deren Produkt Morae zeichnet nicht nur den Screen auf, sondern zusätzlich dazu noch eine Webcam, externes Audio, alle Maustasten, alle Tastatureingaben und und und … das ganze Netzwerk- und Internettauglich für Remote-Test usw. usw. Ein komplette Produkt-Beschreibung erhält man hier.
Und wie gesagt unter:
www.web-blog.net/comments/P216_0_1_0/
eine Ausblick auf die kommende Version.
Was ich am “Usability Inside Blog” leider ein wenig schade finde, verrät ein Blick aus Archiv: Leider hat die Blog-Frequenz seit 2004 rapide abgenommen. Aber trotzdem in jedem Fall einen Blick wert …
Tags: analyse, desktop, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, heat-map, interface, software, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Gehirn-Computer-Schnittstellen waren ja schön öfters Thema in unserem Blog. Heute gibt es allerdings wieder einen besonderen Durchbruch zu feiern. Zum einen das erste kommerziell erhältliche Brain-Computer-Interface (BCI) und zum anderen in einer Größe, die alle anderen Systeme in den Schatten stellt.
Zu verdanken haben wir diese Errungenschaft der österreichischen Firma g.tec Guger Technologies. Diese haben nun die Technologie aus dem Labor in die “richtige Welt” rausgeholt – und das mit einem umfangreichen BCI Set, welches sogar eine Schnittstelle für einen Pocket PC beinhaltet!
Als “Option” wird den Patienten/Nutzern ein Implantat “angeboten”, mit eine bedeutend bessere Signalerkennung und somit Steuerung möglich ist.
Insbesondere für behinderte Menschen stellt dieses Produkt die vielleicht einzige Möglichkeit da, sich mitteilen zu können oder gar Nachrichten zu schreiben, einen Rollstuhl oder ein anderes technisches Gerät oder selbst eine Proteste steuern zu können. Bis hin dazu, ein Computerspiel zu “zocken”.
Bei einer Weiterverbesserung der Erkennungsrate, könnte ich mir sehr gut vorstellen, das diese Technik auch für uns “Normalos”, in bestimmten Situationen eine alternative bzw. weitere Eingabe- und Steuerungsmöglichkeit darstellt.
Wenn wundert’s da, dass dieses System für den mit jeweils 200.000 Euro dotierten “European Information and Communication Technologies Prize 2007” nominiert wurde.
Mehr Bespiele und eine genaue Produktbeschreibung erhält auf der Seite des Anbieters: www.gtec.at/products/g.BCIsys/bci.htm
Tags: barrierefreiheit, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, Usability, visualisierung

Die Projektidee finde ich echt klasse, auch wenn die Umsetzung sich noch in einem sehr frühen Stadium befindet. Aber beginnen wir am Anfang.
Auch in Zeiten bester Qualität beim Videotelefonieren, bleibt nach dem gesprochenem Wort, die populärste Unterhaltungsform nach wie vor die reine Text-Kommunikation.
Was dabei allerdings völlig auf der Strecke bleibt, sind die ganzen Signale, die wir während einer “normalen Unterhaltung” mitsenden. Angefangen vom Gesichtsausdruck über die Intonation bis hin zu den Handgesten. Mir ist es leider schon öfters passiert, das meine eMails völlig missverstanden wurden. Dabei bin ich doch ein von Grund auf freundlicher Mensch
“Cheiro” könnte mir genau an dieser Stelle helfen ? zumindest beim Chatten. Ziel dieses Projektes ist dem Text “mehr Charakter” zu geben, um somit auch die Stimmungen zu vermitteln.
Dafür hat sich Francis Lam, vom MIT Media Lab, mehre Möglichkeiten zur Echtzeit-Text-Manipulation einfallen lassen. Eine Übersicht davon findet man dazu auf folgender Seite:

Viel besser ist es aber, das ganze gleich mal am Prototypen auszuprobieren. Die gibt es unter “Design Process” auf der Projekteseite:
web.media.mit.edu/~francis/projects/cheiro/
Tags: eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, media-lab, mit, UID, web-2.0, webapplikation
Video-Link: www.youtube.com
Stell dir vor, ich zeige einfach mit dem Finger auf deine Person und schon erscheinen mir vor meinen Augen deine Kontaktdaten. Oder ich zeichne einfach in die Luft, welchen Teil von dem Bild, das ich gerade “in echt” sehe, ich als Foto abspeichern möchte.
Was noch ein wenig wie Science Fiction klingt, ist aber schon längst Realität. Und wieder mal ist es das Japanische AIST, das uns im obigen Video diese und noch viele andere Möglichkeiten präsentiert. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass das gesamte System über einen “Wearable Computer”, also einem Rechner den ich an mir trage, realisiert wurde.
Per Funk können alle nötigen Daten von Zentralrechner bezogen werden. Die Informationen werden dann mittels Mini-Display vors Auge projiziert.
Weitere Infos im (leider nur englischen) Paper von Takashi Okuma, Takeshi Kurata und Katsuhiko Sakaue:
www.is.aist.go.jp/weavy/paper/distribution/2000/mva2000.pdf
(Im Quellenverzeichnis sind im übrigen auch alle anderen Schriften dieser Arbeitsgruppe aufgeführt)
Tags: 3D, AIST, Assistenzsystem, augmented_reality, display, eye-tracking, forschung, HCI, interface, MMI, UID
Wir kommen einfach nicht weg vom Thema Mobiltelefon. Kein Wunder, ist es doch eines der Geräte mit dem höchsten Anspruch in punkto durchdachte Interface-Gestaltung.
Gestern hatte ich ja “Nalu” vorgestellt, ein Konzept, welches drei komplett unterschiedliche Eingabemöglichkeiten in einem Handy vereint. Dazu musste man mittels einer Doppelschanierlösung zwischen den einzelnen Funktionen und Interfaces “blättern”.
Kein Konzept, sondern ein “richtiges Mobiltelefon” bringt in Kürze Samsung auf dem Markt und versucht auch hier meheren Bediensituationen gerecht zu werden. Allerdings nicht durch einen Wechsel der Oberfläche, sondern durch eine Art “Zwitterlösung”. Samsungs SCH-U740 hat dafür eine Doppeltastatur geschaffen, die sich aus zwei Perspektiven bedienen lässt (siehe Bild oben).
In Vertikaler Halte- und Blickrichtung steht eine normaler Ziffernblock im Vordergrund und in horizontaler eine normale QWERTY-Tastatur. Analog dazu kann das Display in beide Achsen gedreht werden, so dass man einmal ein normales Clamshell-Handy hat oder alternativ ein “Micro-Notebook”.
Mehr Infos unter:
www.engadgetmobile.com/2007/01/19/samsung-u740-in-its-natural-habitat/
Tags: eingabesystem, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, qwerty, samsung, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Nalu setzt am kritischen Punkt fast jeden Mobiltelefons an, nämlich an der Größe und Art der Benutzerschnittstelle. Zum Telefonieren wird nur ein Ziffernblock benötig, zum SMS und eMail-Schreiben wiederum eine möglichst große Standardtatstatur und für den MediaPlayer dagegen ein Scrollrad. Kurzum, man braucht eine “eierlegende Wollmilchsau”.
Nalu versucht alle drei Interfaces anzubieten. Mittels eines Doppelschaniers kann das Telefon je nach benötigtet Funktion aufgeklappt werden. Weiteres dazu oben im Video.
Mehr Infos zum Projekt unter: droppingmadscience.blogspot.com
Tags: eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, qwerty, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Letzten Mittwoch hatte wir ja erst über Metisse berichtet, bzw. Anfang Januar über Sun’s “Looking Glass” – beides 3D-Interfaces für Linux-Systeme. Nun als Nachtrag noch eine 3D-Desktop-Lösung für Windows XP.
Sinnhaftigkeit sowie Vor- und Nachteile solcher Systeme hatten wir ja schon in den vorhergehenden Berichten angerissen. Positiv festzuhalten bleibt: Unter bestimmten Umständen lässt sich so der Platz wesentlich effektiver ausnutzen und verschiedene Aktionen, wie Kopieren und Einfügen, gehen bedeutend schneller.
Ähnlich wie bei den Linux-Aufsätzen, kann man auch mit SphereXP Desktopelemente und Fenster dreidimensional anordnen und als Objekte rotiert lassen. Weiterhin wird der gesamte Schreibtisch wirklich zu einer dreidimensionalen Sphäre, in der dann dementsprechend auch Elemente abgelegt werden können.
Kosten tut der ganze Spaß übrigens sehr humane 29,90 Dollar.
Weitere Bildschirmfotos und eine kostenlose Testversion gibt es unter:
www.spheresite.com
Tags: 3D, desktop, GUI, HCI, interface, MMI, software, UID, Usability, visualisierung, windows
Video-Link: www.youtube.com
Das Microsoft in den nächsten Jahren nicht schlagartig seine weltweit mehr als 90 Prozent Marktanteil verlieren wird steht außer Frage, auch wenn die Alternativen immer attraktiver werden. Insofern würde es mich schon interessieren, wie wird unsere Zukunft mit Bill & Co aussehen?
Einen kleinen Einblick bietet da das Video von der Microsoft Research Group, welches vor Kurzem auf den Microsoft Techdays 2007 vorgestellt wurde.
In diesem sind viele interessante Interfaces zu sehen. Regelmäßigen Blog-Lesern wird da einiges bekannt vor kommen (da wurden wohl mal wieder die Kopierer angeworfen
… aber es sind auch viele neuartige Ansätze vorhanden.
Mein persönlicher Favorit ist neben dem “scannenden Tisch” die “Datenübertragungsschüssel”, in der man die Inhalte von verschiedenen Geräten (MP3-Player, Kamera etc.) übertragen kann. Sieht zwar noch ein wenig unbeholfen aus und ich frage mich, wie man das mit größeren Dateimengen benutzen kann, aber es ist ja nur ein Prototyp und wir wollen das junge Pflänzchen nicht gleich zertreten …
Einen kleinen (deutschen) Einblick in die Arbeit von Microsoft Research gewährt folgende Seite:
www.microsoft.com/germany/msdn/library/MicrosoftResearch.mspx
Übrigens, in diesem Zusammenhang noch ein kleiner Hinweis auf einen Microsoft Wettbewerb, der auch die Kategorie “Interface Design” beinhaltet:
www.microsoft.com/germany/imaginecup/
Tags: 3D, augmented_reality, desktop, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, software, touchscreen, UID, visualisierung, wettbewerb, windows
Ok, Ok … ihr denkt jetzt wahrscheinlich, nicht schon wieder Jeff Han?! Aber hier würde doch einfach etwas fehlen, wenn ich nicht auch diese beeindruckende Demonstation mit in unseren kleinen Blog nehmen würden.
Aber es gibt auch einige neue Funktionen zu sehen. So wurde die Schnittelle zu Google Earth nochmals erweitert, wir sehen eine neue Navigation durch eine sehr interessante Baumstruktur und auch und in punkto Interaktion mit dreidimensional dargestellten Datenmangen gibt es neues zu sehen.
Tags: display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, jeff_han, MMI, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Wer die Vorfreude aus die “Spaces“-Funktion in Apples noch nicht veröffentlichten Betriebssystem nicht mehr aushält bzw. überhaupt auf einem PC mal (abgesehen von Vista) ein OS nutzen möchte, das die OpenGL-Möglichkeiten wirklich sinnvoll nutzt, dem sei das Interface “Metisse” empfohlen. Dieses wird es in Kürze als Erweiterung von Linux in GNOME’s Mandriva geben.
Die beiden Entwickler des Systems, wollten nach Angaben von Architosh damit verschiedene Techniken und Möglichkeiten des Human-Computer-Interfaces austesten.
Gleiches Spiel wie beim Mac: Auch wenn viele Funktionen auf den ersten Blick nur “Spielereien” sind, so sind doch einigen auf den zweiten Blick sehr hilfreich. Man denke nur an die Zoom-Funktion im Mac OS X Dock.
Persönlich finde ich es besonders nützlich, Fenster und Paletten auf eine beliebige Größe zoomen zu können.
Entwickelt wurde das ganze übrigens an der Pariser Universität von Olivier Chapuis und Nicolas Roussel.
Mehr Infos unter: www.mandriva.com
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Video-Link: www.youtube.com
Wer schon mal ein größeres Bild, Karte oder Internetseite auf seinem Handy oder PDA betrachtet hat, kennt dieses Problem nur zu gut. Über ständiges Klicken auf das Steuerkreuz/Pfeiltasten etc. oder umständliches Schieben der winzigen Scrollbalken mit dem Stift auf dem Touchscreen oder im Idealfall (allerdings auch nur im seltensten Fall) über direkte Steuerung mit dem Finger (wobei man ständig “Nachsetzen” muss) kann man mit viel Geduld die Informationen freilegen.
Bedeutend eleganter ist da eine Lösung, die ich bei YouTube gefunden habe: Hierbei wird das zu scrollende Bild über die integrierte Kamera mit dem realen Hintergrund verbunden. Bewegt man nun das Handy vor dem Hintergrund, bewegt sich synchron auch das Bild dazu. Zu kompliziert beschrieben? Im Video wird das in 10 Sekunden klar, was ich meine …
Leider ist über den Hersteller dieses Programms nichts in Erfahrung zu bringen gewesen. Sicher ist ist einzig, das diese Lösung aus Südkorea stammt. In wieweit jedoch der im Video zu sehende Mobiltelefonhersteller Anycall (die südkoreanische Marke von Samsung) dabei involviert ist, bleibt unbekannt. Vielleicht weißt da ja jemand mehr … ich freue mich jedenfalls auf eure Kommentare
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In unser Agentur kennen wir das nur zur gut: Entwicklung nach der Versuchs-und-Irrtums-Methode, oder etwas neudeutscher: nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Denn zu oft ist die rein analytische Produktentwicklung, die auf allen Kenntnissen aufbaut nicht ausreichend. Insbesondere bei der Entwicklung völlig neuartige Produkte. Effizienter ist da letztendlich oft die Herstellung eines oder mehrer Prototypen, die mit der Zielgruppe oder unter bestimmten Parametern evaluiert und weiterentwickelt werden können.
So geschehen ist das auch bei dem innovativen Eingabegerät der Wii (wie berichteten ja schon öfters). Neben wirklich komplett unterschiedlichen Gesamtkonzepten (siehe hier), wurden auch zur Form, Anordnung der Tasten und grundsätzlichen Eingabeart unterschiedlichen Varianten entwickelt. Wenn man diese so betrachtet, wären einige Prinzipien und Details viel zu Schade, das diese in einer Schublade verschwinden … vielleicht können wir uns ja bei einer den nächsten Versionen auf eine Wiederbelebung freuen. Auch in der Evolution gab es ja schon immer sich abzweigende Linien, die sich erfolgreich weiterentwickelten …
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Man, was hätte das herausragend sein können. Wenn ich mir jetzt noch einmal die gerade wieder durchs Netz geisternden Mobiltelefonkonzepte der Product Visionaires GmbH anschaue, ist es wirklich eine Schande, wie das mit unserem deutschen Handyhersteller zu Grunde gegangen ist.
Dazu muss man wissen, das Product Visionaires eine 2004 gegründete und 100% Tochter von Siemens Information and Communication Mobile (damals noch Siemens mobile) war, mit dem einzigen Ziel “innovative Konzepte für mobile Geräte zu entwickeln”.
In der Tat sind in den letzten Jahren eine Fülle von Konzepten entstanden, die sehr innovative Ansätze hinsichtlich Bedienung, Funktionen und Interaktion zeigen.
Auf den Seiten von www.areamobile.de findet man vier Studien die im letzten Jahr von Product Visionaires vorgestellt wurden. Wer noch weiter in die Vergangenheit reisen möchte, der kann unter www.siemensinfo.de auch noch Konzepte aus dem Jahr 2005 finden (siehe Bilder mittlere Reihe, erstes und zweites Bild).
… und wer noch einen kleinen Einblick gewinnen möchte, wie die Entwickler ihre Ideen anhand von Storyboards visualisiert haben, kann dieses auf der Firmenseite unter “Visuals” > “Storyboard” finden …
Da kann man nur sagen: “Ach, was hätte ein wenig mehr Mut bei den Entscheidern gut getan.” Die Xelibri-Serie war doch schon so ein guter Ansatz, wenn man da nur (wenigstens ein bisschen) an die Benutzerfreundlichkeit gedacht hätte …
Tags: benq, design, eingabesystem, forschung, HCI, interface, siemens, UID, visualisierung
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Das von Jasper Dekker, Industrial Design Student der University of Technology Eindhoven (Niederlande), entwickelte Interface zeigt einen interessanten Ansatz zur Organisation und zum Drucken von Photos. Auch hier spielen wieder kontentsensitive Objekte eine große Rolle (siehe dazu auch Eintrag: Tangible Query Interface)
Eine genau Anleitung zur Funktionsweise, kann übrigens auch auf Jasper Dekker’s Protofolio-Seite gefunden werden.
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Mal wieder etwas aus unserer losen “Rückblick”-Reihe. Und wieder mal ist es einmal mehr das MIT, das uns schon 1983 zeigte, wie dreidimensional mit Computern interagiert werden kann.
Das Projekt “Stereoscopic Workspace” der MIT Architecture Machine Group verwendete schon damals ein 3D Display und eine 3D-Eingabemöglichkeit. Es standen verschiedene Applikationen zur Verfügung. So zum Beispiel dreidimensionales Zeichnen oder Modellieren. Aber was noch viel beachtenswerter ist, schon damals hatten die Wissenschaftler eine einfache Handgestenerkennung als Interface geschaffen und darüber hinaus konnte man mittels Handbewegungen synchron einen virtuellen dreidimensionalen Roboter steuern.
Wie gesagt, das ganze ist fast ein viertel Jahrhundert alt.
Tags: 3D, animation, augmented_reality, design, eingabesystem, forschung, HCI, interface, media-lab, mit, UID, virtuell
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Ende November 2006 präsentierte Nokia auf seiner World Conference in Amsterdam spannende Filme, die uns einen Einblick in deren Vorstellung von zukünftigen Mobiltelefonen und deren Benutzung geben.
Insbesondere eine einfache Datenübertragung, Geotagging, Interaktion mit anderen Geräten und mehr multimediale Funktionen bzw. deren Zusammenführung stehen dabei im Mittelpunkt.
Ein weiterer Schwerpunkt: Einfachere Interfaces. Angefangen von intuitiverer Bedienung, über einfacheren Datenaustausch bis hin zur unkomplizierten Kollaboration. Aber wie immer: Ein Bild sagt mehr als Tausend Wort. Insofern, einfach die Videos anschauen uns inspirieren lassen.
Video-Link: www.youtube.com
Video-Link: www.youtube.com
Video-Link: www.youtube.com
Im übrigen gibt es auch mehrere (leider nur englische) Webcasts von der Konferenz unter:
www.nokia.com/A4273041 (am Seitenende bitte mit “I agree” bestätigen)
Besonders empfehlenswert der Vortrag “Technology Trends” von Tero Ojanper (Nokias Executive Vice President, Chief Technology Officer) – Direkteinstieg dazu hier
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, mobiltelefon, nokia, spracherkennung, UID, Usability, virtuell, visualisierung

Nein, kein Scherz! Genau das musste ich gestern in dem sehr zu empfehlenden praegnanz.de-Blog lesen. Dieser verwies auf eine Veröffentlichung des britische Social Issues Research Centre (SIRC). Diese haben herausgefunden, dass immer mehr Websurfer am “Mouse-Rage-Syndrom” (MRS)leiden, und dass die Nebenwirkung sogar lebensgefährlich sein können.
Im weiteren heißt es: “Als Ursache für MRS haben die Wissenschaftler eindeutig ein schlechtes Webdesign sowie einen zu langsamen Internetzugang identifiziert. ?Langsam aufbauende Seiten, schwer zu navigierende Internet-Auftritte, Pop-ups, flackernde Flash-Animationen und Banner sowie der Topauslöser: ?Error 404, File not found!?”
Den ganzen Artikel gibt es unter:
www.computerzeitung.de/…
Bleibt nur noch abzuwarten, wann diese Studie in einem amerikanischen Schadensersatz-Prozess verwendet wird …
Tags: design, eingabesystem, GUI, HCI, interface, internet, UID, Usability

Also, diese Seite dürfte ja nun wirklich fast jeder kennen. Aber was wäre unser schnuckliger Blog, wenn dieses außergewöhnliche Interface beim Benutzen der Suche fehlen würde?!? Darum ohne viel Kommentar: Ihr seit nur noch einen Click von der “Click-Freien-Zone” entfernt:
Tags: einfach, eingabesystem, flash, GUI, HCI, interface, internet, UID, Usability, web-2.0, webapplikation
Video-Link: www.youtube.com
Welche Entwicklungsgeschwindigkeit Technologie und die damit verbunden Interfaces haben, lassen sich immer am besten von Rückblicken erahnen. Schauen wir nur mal 15 Jahre zurück, auf eines der ersten Navigationssysteme, dann wird diese mehr als deutlich.
Mal abgesehen, das der gesamte Kofferraum damit gefüllt war, fällt im Vergleich zu aktuellen Systemen insbesondere die unglaublich fortentwickelte Sprachausgabe auf. Aber auch die graphische Darstellung hat einen Quantensprung gemacht. Sehen wir 1990 noch einen sehr abstrakte einfarbige Karte, so haben wir doch heute farbige 3D-Darstellung, mehre Stimmen zu Auswahl usw. usw.
Hier mal Online-Demo/Präsentation des Navigationssystems von Falk: navigation.falk.de/navigation/de/demo/
Das englische Paper zum MIT Navi von 1990 unter media.mit.edu/…
Tags: Assistenzsystem, auto, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, media-lab, mit, MMI, software, UID
Wir hatten ja vor kurzem das Thema Applikationen durch Kippbewegungen steuern. Was bei den aktuellen Macs durch den eingebauten Bewegungssensor möglich ist. Würde natürlich bei PDAs erst wirklich Sinn machen. Dazu gibt es auch schon seit längerem verschiedenen Überlegungen und Konzept. Das Bild oben zeigt eine Studie des Interaction Labor von Sony?s Computer Science Laboratory.
Der große Vorteil dieses Systems liegt klarer Weise in der Möglichkeit der völligen einhändigen Bedienung. So könnte ich über das dort sichtbare, runde Menü durch das Punkte auswählen bzw. “ankippen”. Ein weitere großer Vorteil würde sich insbesondere bei der Navigation durch große Karten zeigen, da diese durch unterschiedlich starkes Kippen einfach in alle Richtung verschoben werden könnten.
Weitere Informationen dazu unter: www.csl.sony.co.jp/person/rekimoto/tilt/
Wenn jemand eine Handheld kennt der einen Bewegungssensor zur Navigation/Steuerung verwendet, bitte mal posten!
Tags: Assistenzsystem, eingabesystem, forschung, HCI, interface, jun_rekimoto, UID
Wenn ihr das hier lest, ist er schon voll im Gange. Denn schon vor etwa neun Stunden ging es im schönen Neuseeland und Australien mit den ersten Veranstaltungen los. Aber keine Panik, ihr habt noch bis fast morgen früh (in Deutschland) Zeit, zumindest übers Internet, an einer der unzähligen Veranstaltungen teilzunehmen.
Erst dann gehen nämlich die letzten Veranstaltungen, an der amerikanischen Westküste zu Ende:
www.worldusabilityday.org/event/
Ich freue mich heute auf ein persönliches Treffen mit euch in Magdeburg, im Forum Gestaltung (www.forum-gestaltung.de)!
Nach dem gleich die Pressekonferenz los geht, sieht das weitere Tagesprogramm wie folgt aus:
15-17 Uhr
Workshop “Usability in 90 Minuten”
17-19 Uhr
2 x 2 Vorträge
19 Uhr
Vernissage und offizieller Ausstellungsrundgang
20 Uhr
Preisverleihung Fotowettbewerb – Prämierung der besten Arbeiten
21 Uhr
Exklusive Filmvorführung
Alle Details dazu gibt?s unter www.supernuetzlich.de
Also, in diesem Sinne bis gleich, auf ein interessantes Gespräch!
Tags: eye-tracking, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, software, UID, Usability, webapplikation, World-Usability-Day
Nach mehreren Monaten Vorbereitungszeit freuen wir uns hier alle auf den morgigen Internationalen Tag der Benutzerfreundlichkeit. Wie ihr auf den Bildern oben seht, war unsere Infomobil-Aktion am Freitag ein voller Erfolg.
Die gesammelten Geschichten (siehe Eintrag vom letzten Donnerstag) werden wir in Kürze ins Netz stellen.
Heute heißt es noch die letzten Sachen für die Foto- und Exponat-Ausstellung vorbereiten, die Hörsäle für die Vorträge einrichten und dann startet der Tag morgen um 9:15 Uhr mit einer Pressekonferenz im Forum Gestaltung (Brandenburger Str., Magdeburg) – Medienvertreter sind dazu noch herzlich eingeladen.
Unser gesamtes Programm findet ihr unter:
www.supernuetzlich.de
Das Programm aller weiteren Standorte in Deutschland gibt es unter:
www.worldusabilityday.de
Also, wer morgen diesen Tag nicht nutzt ist selber Schuld.
Tags: eye-tracking, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, software, UID, Usability, webapplikation, World-Usability-Day
Ok, dann mach ich mal die Sterotypen-Schublade wieder zu: Ich kenne mindestens genauso viel Frauen, die auch nicht gerne kochen, wie Männer. Da dieses Konzept allerdings von drei Männern des MIT stammt, lass ich das einfach mal so im Raum stehen …
Aber warum geht es überhaupt? Kurz gesagt: die gesamte Küche ist unser Assistent. In diesem
Video (avi | 39 MB)
wird das wunderbar deutlich, am Beispiel einer solch simplen Aufgabe wir “ein Ei kochen”. Nach dem ich meiner Küche gesagt habe, was ich kochen möchte (über virtuelle, projizierte Buttons kann ich ein Rezept auswählen) werde ich Schritt für Schritt durch die Küche geleitet. Sprich, ich bekomme die Anweisung und dann leuchtet beispielsweise die Schublade in der der Topf steht, der Herd sagt mir wann die Garzeit erreicht ist usw. (näheres im Video und vor allem auf der Webseite).
Besonders cool, pardon, nützlich finde ich mal wieder diese kleinen intelligenten Dinge. Also das der Wasserhahn entsprechend seiner Temperatur leuchtet oder das die Innenansicht des Kühlschranks außen projiziert wird.
Zur Website des Konzepts: http://web.media.mit.edu/~jackylee/kitchen.htm
PS. Und nicht vergessen:
Heute zum Allee Center (Ernst-Reuter-Allee 11) in Magdeburg kommen!
(Siehe Eintrag von gestern)
Tags: Assistenzsystem, augmented_reality, CHI, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, media-lab, mit, UID, Usability, visualisierung
Ihr habt richtig gelesen, wir wollen angemeckert werden! Aber nicht nur, wenn ihr Euren Fernseher hasst, sondern ganz egal welches Produkt.
Denn morgen stehen wir mit einem Infomobil für den World Usability Day (WUD) in Magdeburg und sammeln Eure Geschichten rund um benutzer(un)freundliche Produkte. Aber ebenso gerne hören wir natürlich auch positive Berichte!!!
Also schnappt euch einfach Eure Fernbedienung, Bedienungsanleitung, Prospekt oder das Produkt selber und kommt morgen zwischen 10 und 17 Uhr zum Infomobil vor dem Allee Center (Ernst-Reuter-Allee 11) in Magdeburg.
Unsere netten Studentinnen aus dem WUD-Team (mal sehen, wer da noch wirklich meckern kann) stehen da mit Notebook und Kamera bewaffnet und warten auf euch!
Die gesammelten Erlebnisse werden wir dann exklusiv auf dem WUD, am 14.11., präsentieren und unter www.supernuetzlich.de veröffentlichen. Im übrigen, gibt es für jeden publizierten Bericht auch einen kleinen Preis.
Na, dann bis morgen!
Tags: einfach, fotos, HCI, MMI, Usability, World-Usability-Day
Gestern hatte ich ja über die gestengesteuerte interaktive Wand von Gesturetek geschrieben und darauf Verwiesen, das an unserem Institut (hier in Magdeburg) ein ähnliches Systeme entwickelt wurde … Ein Video existiert leider nicht davon, aber ein aussagekräftiges Bild.
Dieses interessante System wurde als interaktiver Ausstellungsführer konzipiert, im genaueren hier für eine alte Festungsanlage. Das tolle daran war die super Umsetzung der Metapher: Mit einer Taschenlampe konnte ich durch die einzelnen Räume navigieren und Aktionen auslösen. Beispielsweise einen Film starten oder Hintergrundinformationen öffnen.
Wie bei Gesturetek ist auch dieses System sehr günstig im Aufbau und besteht “nur” aus einem Projektor, Camera und Rechner und natürlich der Taschenlampe. Die Software ist ebenfalls über Director/Lingo realisiert worden.
Mehr Infos über die Interaktionsprojekte des Instituts unter:www.gestaltung.hs-magdeburg.de
Tags: display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, UID, virtuell
Video-Link: www.youtube.com
Als regelmäßiger Blog-Leser, werd ich euch mit diesem Interface vielleicht nicht mehr begeistern können. Trotzdem möchte ich diese Lösung nicht unbeachtet lassen. Denn der Vorteil dieses Systems ist die kompakte Simplizität – im Gegensatz zu den meisten anderen, hier vorgestellten Lösungen. Diese bietet zwar zugleich weniger Möglichkeiten und eine ungenauere Erfassung der Gesten, ist aber dafür ein guter Einstieg.
Herzstück des Systems ist ein an der Decke befestigter Projektor, des Bild mit einem Spiegel an die Wand oder auf den Boden projiziert wird. Eine ganz normale (schwarz-weiss) VGA-Kamera erfasst dann dieses Bild und sendet es an den ebenfalls an dem unter dem Projektor befestigten Kleinrechner. Mit einen Director/Lingo ähnlichen Entwicklungswerkzeug können dann Applikationen entwickelt werden, die die Bildveränderungen auswerten.
Infos zum Hersteller: www.gesturetek.com
PS. Ich glaube, an unserem Institut wurde so was ähnliches auch schon mal entwickelt … ich versuch, das mal ranzukriegen und werd’ dann mal wieder einen Nachtrag erstellen …
Tags: display, eingabesystem, HCI, interface, MMI, UID, virtuell
Video-Link: www.youtube.com
Um die erste Frage gleich zu beantworten: VAMPIRE steht für “Visual Active Memory Processes and Interactive Retrieval”. Ich versuch das erst gar nicht zu übersetzen und verweise am besten gleich auf das Video, dieses sagt mal wieder mehr, als ich hier lang und breit erklären könnte.
Deswegen nur ganz kurz etwas zu den Hintergründen. Wie man oben sieht, ist VAMPIRE ein mobiler Augmented Reality Assistent, mit dem “reale” Objekte erkannt und mit Funktionen belegt werden können. Das wirklich tolle an dem System ist die gut funktionierende Wiedererkennung von Gegenständen. Wenn ich also das System den ganzen Tag tragen würde (sobald es natürlich miniaturisiert wurde) könnte es mir permanent zusätzliche Daten bereitstellen. Angefangen von solch kleineren Dingen, wie “Wo liegen meine Schlüssel”, bis hin zu “Was ist das für ein Gegenstand und wie funktioniert er?” oder gar “Zeige mir, wie ich ihn reparieren kann”. Aber letzteres ist dann wirklich erst die weitere Zukunft. Wie sich hier schon rauslesen lässt, steht hinter dem ganzen auch eine Künstliche Intelligenz, die die Objekte immer wieder erkennen muss. Aber dazu und zu allen weiteren Details sei die Website empfohlen:
… die im übrigen, in ihrem “Media Archiv” noch weitere spannende Videos bereithält!
Tags: analyse, Assistenzsystem, augmented_reality, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, spracherkennung, UID
Video-Link: www.youtube.com
Na, das hat doch noch gefehlt: Nach dem wir in der Vergangenheit die beachtlichen Möglichkeiten von Nintendos Wii vorgestellt haben, können wir heute auch noch einen Blick auf die grafische Oberfläche werfen.
Präsentiert wird uns das ganze von Matt Casamassina vom Online Portal IGN Entertainment (einer Abteilung von Fox Interactive Media). Dieser konnte das gute Stück schon selber testen.
Tja, was soll ich sagen … schaut am besten selbst. Ich persönlich finde es nicht besonders schön, aber anscheint sehr einfach. Aber wie ich schon früher sagte, wird das dann der Selbstversuch zeigen …
Zur Funktionsweise: Anfänglich hat man vier Seiten zu Auswahl. Auf jeder Seite sind jeweils 12 Kanäle (Vorschaubilder), die für eine bestimmte Funktion der Wii stehen. Im Video ist nur der CD/DVD-Kanal anwählbar – Mit diesem kann man den auf dem Medium befindlichen Inhalt anzeigen. Weitere Kanäle könnten dann heruntergeladene Spiele sein oder so was wie Nachrichten, Shops, Wetter etc. … Im weiteren kann man im Video noch gut die Navigation durch die Einstellung und die Standardapplikationen, wie Kalender oder Notizen sehen. (Dort gibt es im übrigen dann auch ein virtuelles Keyboard – ihr könnt ja mal schreiben, was ihr davon haltet)
Das wirklich interessante ist allerdings die Maus-Steuerung, pardon, die Wii-Steuerung. Der Cursor wird ja mit der Bewegung des Stabes bedient und das scheint ziemlich einfach und präzise zu funktionieren. Na, dann freuen wir uns mal gemeinsam auf den 8. Dezember
Zu IGN “Wochenschau”
Tags: eingabesystem, GUI, HCI, interface, Nintendo, UID, wii
Ja, ja, ich weiß, die meisten haben es auch letzte Woche gelesen: Die Patenterteilung für Apples “Electronic Device Having Display and Surrounding Touch Sensitive Bezel for User Interface and Control” – in (meinem) Deutsch: Bedienung über die Touchscreen-Einfassung.
Aber was wäre dieser kleiner Blog, wenn wir nicht auch über dieses neuartige Interface berichten würden. (Die anderen die das schon kennen, dürfen sich als “Entschädigung” mal wieder einen kleinen Film anschauen).
Für alle anderen, zurück zu unserem Obstanbauer. Dieser ärgerte sich wahrscheinlich, genau so wie ich, über diese speckigen und mit Fettfingerabrücken übersäten Touchscreens. Und da Gerüchten zu Folge, der neue iPod (oder ein ähnliches Gerät*) mit einer kompletten Touchscreen-Oberfläche ausgestattet werden soll, hat Apple dazu gleich die passende Lösung “miterfunden”.
Bei dieser ist die gesamte Einrahmung des Displays berührungssensitiv. Sprich, wie schon auf dem Bild zu erkennen, kann ich so an der Seite Punkte aus einer Liste auswählen oder auf der anderen Seite die gesamte Liste scrollen.
Ich denke, es ist klar was da in Zukunft auf uns zu kommt:
* In Apples Patentanmeldung steht etwa folgender Wortlaut “das elektronische Gerät, kann ein elektronisches Spiel, ein PDA, ein Multimediagerät, ein Mobiltelefon, ein portabler Videoplayer, ein Navigationsgerät oder ähnliches sein.” – da denke ich doch gern an 1984 zurück, nur diesmal andersrum: “Big Apple is watching you”
Details (in englisch) unter: www.macnn.com/blogs/?p=136
Tags: apple, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, touchscreen, UID
Video-Link: www.youtube.com
In unserer losen Reihe der Rückblicke, ist es einmal mehr Sony, die ein interessantes Konzept für ein Interface geschaffen hatten. Dieses wurde von seinem Schöpfer bereits auf der CHI 2001 vorgestellt. Aber worum geht es überhaupt?
Die im Interaction Labor von Sony’s Computer Science Laboratory entwickelten “Daten Kacheln” bestehen aus durchsichtigen Displays, die jeweils eine andere Funktion haben und auch mittels berührungsempfindlicher Oberfläche eine Interaktion erlauben. Sobald man Sie auf in ein entsprechendes Gitter eingesetzt hat, erhalten sie Energie und stehen zur Verfügung.
Heißt also, wenn man eine zusätzliche Funktion benötigt, beispielsweise “Malen”, nimmt sich einfach die entsprechende Kachel und setzt sie in das Gitter und schon kann man damit eine andere Kacheln beeinflussen bzw. in diesem Beispiel ein Bild aus der “Foto Kachel” rüberziehen und bemalen. (siehe Video).
Laut eigener Aussage, wollte Schöpfer Jun Rekimoto mit dieser Studie weg von dem kommando-orientierten Interagieren, hin zu einem mehr situations- und assistenz-orientierten. – Ich finde, das ist ihm mit einem sehr interessanten Ansatz gelungen … Tja, und was ist draus geworden? In meinen Recherchen habe ich jedenfalls keine Folgeprojekte gefunden und auch nichts ähnliches. Wenn ihr noch etwas vergleichbares kennt, bitte mal posten, ansonsten reiht sich auch dieses Konzept mal wieder in die Reihe “Schöne Idee, aber nicht weiterverfolgt ein”. Schade.
Das englischsprachige Paper dazu unter:
www.csl.sony.co.jp/person/rekimoto/papers/chi01.pdf
Tags: Assistenzsystem, CHI, desktop, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, jun_rekimoto, MMI, software, sony, touchscreen, UID, visualisierung
Video-Link: www.youtube.com
Mal wieder ein TouchTable – Ich weiß, ihr könnt das Wort nicht mehr hören, aber ich poste ja wirklich nur noch, wenn es wirklich was neues gibt – es gibt. Dieser bietet nämlich die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche von oben UND unten zu bedienen.
Sinnvoll ist dies in erster Linie dann, wenn auf den beiden Seiten zwei unterschiedliche Funktionen ausgeübt werden. Also beispielsweise könnte man oben eine Karte drehen, während man unten diese gleichzeitig verschiebt. Ebenso wenn zwei Nutzer gleichzeitig mit dem Inhalt arbeiten, kann über das Oben und Unten nun ganz leicht unterscheiden werden, welche Aktion von welchem Nutzer kommt. Mehr dazu im Video.
Ein Paper von den Schöpfern, das sich mit den Möglichkeiten der Kollaboration an interaktiven Tischen befasst >hier<
Tags: desktop, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, jeff_han, MMI, touchscreen, UID
Einige von werden die Seite vielleicht schon kennen, für alle anderen hoffe ich damit den Tag gerettet zu haben oder vielleicht sogar zu einem neuen Zeitvernichter verholfen zu haben. (Die anderen können ja Entschädigung heute diesen kleinen Film anschauen (ist im übrigen alles echt und ohne Tricks!)).
Auf jeden Fall, kann ich stolz behaupten: Mit dieser Seite haben sich endlich fast alle meine Wünsche (an eine Bildersuche!!) erfüllt. Bei retrievr ist es nämlich möglich, Bilder “vorzumalen” und das System sucht dann ähnlich aussehende Bilder in Flickr. Cool nich?!
Wie ihr oben ja sehen könnt hab ich (links) diese beiden absolut stillvollendeten Kirschen gemalt und zack – rechts seht ihr die Ergebnisse – es war tatsächlich ein ähnliches Bild dabei. (Ob nun zwei oder drei Kirschen, wir wollen da mal nicht so sein
Aber für alle die noch schlechter mit der Maus malen können als ich, was wohl kaum möglich ist, sei noch die Möglichkeit erwähnt, ein vorhandenes Bild hochzuladen, das dann mit der Datenbank verglichen wird.
Ich freu mich schon auf den Tag, wenn Apple und Google das in ihre Desktopsuche mit aufnehmen ![]()
Aber mal im Ernst, dies wäre wirklich sinnvoll. Denn den meisten geht es doch so, das Sie noch ein ungefähres geistiges Bild davon haben welches Photo sie suchen, sich aber nicht mehr an den Namen oder den genauen Ablageort bzw. Zeit erinnern können.
Wen die technischen Hintergründe der Funktionsweise interessieren, dem sei diese Seite empfohlen: http://grail.cs.washington.edu/projects/query/
Alle anderen Finden die Anwendung hier: labs.systemone.at/retrievr/
Hier übrigens noch mein dazu passender älterer Eintrag: Beeindruckende Bildersuche bei gettyimages
Tags: eingabesystem, flash, flickr, fotos, GUI, HCI, interface, internet, software, suche, UID, visualisierung, web-2.0, webapplikation
Video-Link: www.youtube.com
Es ist ja noch gar nicht so lange her, da hatte ich euch das handzeichen-gesteuertes 3D GUI von Philips vorgestellt. Dieses mal wieder eine Handerkennung, allerdings spezialisiert auf 3D-Daten. Von EON (nein, nicht der Energiekonzern
) kommt der so genannte “TouchLight”.
Was wie ein sanftes Bräunungsgerät klingt, ist in Wirklichkeit ein semitransparenter Bildschirm auf dem von hinten ein Bild projiziert wird. Ebenfalls hinter dem Bildschirm befinden sich drei Videokameras die die Handbewegung erkennen, so dass man somit die 3D-Grafiken zoomen, drehen etc. kann. Wie der relativ simple technische Aufbau schon vermuten lässt, soll dies laut Hersteller eines der ersten durchaus bezahlbaren Systeme werden und den Forschungsstatus verlassen.
Mehr Infos unter: www.eonreality.com
Tags: 3D, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, UID, virtuell
Video-Link: www.youtube.com
Natürlich denke ich gern daran zurück, wie mein Mutter mir meine Kinderbücher “live vertont” hat. Aber wenn ich so das TouchBook von Somatic Digial sehe, werd’ ich schon neidisch.
Das Prinzip ist gar nicht so kompliziert: Mittels Kontaktflächen neben dem gedruckten Inhalt kann eine beliebige Datei/Programm/Webseite/Video auf einen Rechner oder noch besser auf einem DVD-Player/iPod gestartet werden. Bis hin zu VoiceOverIP werden jede Menge Protokolle unterstützt.
Im obigen Video testet der siebenjährige Erik die ganze Sache mal …
Wir man da schon sieht, liegt es letztendlich allerdings an den Autoren, die Bücher so interessant zu machen, das die Kindern noch lesen angehalten werden. Beziehungsweise natürlich an einer medienkritischen Erziehung. Aber da sollte ich als kinderloser mal ganz ruhig sein …
Weitere interessante eine Anwendungen sind für Blinde, in Kombination mit Braille-Schrift (auch kurz oben im Video zu sehen) und ich könnte mir dieses System noch gut für Bedienungsanleitungen und Lehrbücher in der höheren Bildung vorstellen. Dann wollen wir hoffen für das System nur hoffen, das es nicht vom elektronischen Papier überholt wird.
Mehr Infos unter: www.somaticdigital.com
Tags: barrierefreiheit, eingabesystem, HCI, interface, lesen, MMI, UID
So es ist vollbracht. Das Programm für den WUD in Sachsen-Anhalt steht felsenfest, die Gewinner des Fotowettbewerbes sind ermittelt und wir haben eine super Unterstützung von sehr motivierten und zuverlässigen Studenten des Institute of Industrial Design Magdeburg bekommen. Also eine Reise nach Magdeburg würde sich wirklich lohnen!
Oben mal ein Bild aus den eingereichten Bildern des Fotowettbewerbs. Davon gibt es dann in einer Ausstellung am 14. November mehr. Aber nicht nur die Ausstellung ist ein Highlight, sondern wir haben auch ein hochkarätiges Vortragsprogramm zusammengestellt:
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Auch meine Wenigkeit wird dieses Jahr wieder aktiv am Programm teilnehmen, diesmal mit einem Workshop für Software- und Webentwickler. Aber dazu in Kürze noch mal mehr.
Weitere Programmpunkte ist einen Vernissage, die Preisverleihung für den Fotowettbewerb zum Thema “Abenteuer Benutzerfreundlichkeit” und eine exklusive Filmvorführung.
Also, ich würd’ mich sehr freuen, den ein oder anderen am 14. November in Magdeburg begrüßen zu dürfen!!!
Weitere Infos und alle Zeiten unter: www.supernuetzlich.de (dort gibt es übrigens auch einen Newsletter)
Tags: eye-tracking, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, software, UID, Usability, webapplikation, World-Usability-Day
Tja, da haben wir ihn den Kabelsalat! Apple übernimmt wohl in Zukunft die absolute Funkmacht im Wohnzimmer.
Ok, lassen wir die Polemik und werden wir mal sachlich. Fakt ist das Apple vor ein paar Tagen ein Patent auf eine Universelle Fernbedienung erhalten hat oder genauer gesagt auf “Apparatus and method to facilitate universal remote control”.
Gerüchten zu Folge, soll dies die Fernbedienung zum neuen iTV werden. In jeden Fall soll damit aber nicht nur Apples Gerät gesteuert werden können, sondern auch der Fernseher, der Videorekorder, der DVD-Player, die Musik-Anlage usw. usw. … Aber das war noch lange nicht alles. Ebenfalls inbegriffen ist die Steuerung von Programmen auf einem Computer. (Also, zum Beispiel iTunes).
Vom technischen Aufbau wird im Patent von einem Display und einem mechanischen Eingabesystem gesprochen. Die Kommunikation soll logischer Weise mittels Infrarot aber auch per allen erdenklichen kabellosen Protokollen erfolgen (also Bluetooth, WLAN etc.) Die Daten für die Anzeige sollen per XML oder HTTP übertragen werden. Und so weiter, und so weiter …
Ich könnte euch jetzt noch ewig mit Details aus dem Patent langweilen, aber ich denke auch so ist schon klar, was das wird: Ein Kampf um die Macht als Telecommander!
Gewinner wird aber in jedem Fall der Nutzer sein, so denke ich, denn wir wünschen uns doch alle schon lange EINE einfache Fernbedienung für alles …
Zum Patent: patft.uspto.gov/…
Tags: apple, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, UID, Usability
Mal wieder ein kleiner Hinweis auf eine Patentanmeldung. Diesmal nicht von Apple sondern HP. Diese haben sich ein “Foot activated user interface” schützen lassen. Mit diesem lässt sich per Fußsteuerung ein Rechner bedienen.
Technische funktioniert das ganze so: An dem einem Fuss wird ein magnetischer Sensor angebracht, an dem anderen ein Sender, der magnetisch gepulste Signale ausgibt. Wenn nun ein Fuss bewegt wird, kann der Sensor die Veränderung messen und einen neue Position berechnen. Somit kann also jede Fussbewegung zu Steuerung beispielsweise eines Cursors genutzt werden. In der Patentbeschreibung wird hier ein Kopfdisplay beschrieben, so das man einen Rechner im stehen oder sitzen bedienen kann und trotzdem beide Hände frei hat.
Aber auch für körperlich eingeschränkte Personen wird dies, so glaube ich, eine nicht ganz uninteressante Art sein einen Rechner zu bedienen.
Die gesamte Patentveröffentlichung hier
Unter dem Namen “pro.pilot” hat Siemens VDO mal so ziemlich alles ins Auto gepackt was an Assistenzsystem nur möglich ist. Angefangen vom Spurwechselassistent, Abstandsregler, Nachtsichtsystem über Verkehrsschilderkennung bis hin zur automatische Einparkhilfe.
In einem anschaulichen Demonstrationsvideo wird gezeigt, wie all diese Systeme im Zusammenspiel funktionieren. Wirklich sehr sehenswert.
Laut eigenen Angaben will Siemens mit dieser ganzen Fülle von Systemen die immer ältere werdende Autofahrergemeinschaft unterstützten. Aber auch für die untere 60-jährigen sollen diese Systeme einen Mehrwert bieten. In diesem Zusammenhang ein sehr interessantes Zitat aus einer EU-Studie: “Wenn nur 0,6 Prozent der in der EU zugelassenen Autos Technik an Bord hätten, die ungewollte Spurwechsel verhindert, ließen sich 1.500 Unfälle vermeiden.”
Für uns Interfaceler ist dies ebenso interessant. Dadurch das mein Auto in Zukunft mehr kann, als mein jetziger PC, ich allerdings mich doch eigentlich aufs Fahren konzentrieren muss, erfordern die ganzen Systeme und Warnungen eine besonders einfache und intuitive Schnittstelle. Packen wir’s an
Weitere Infos unter: www.siemensvdo.de
Tags: Assistenzsystem, auto, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, siemens, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
ACHTUNG! VOR DEM ABSPIELEN DES VIDEOS TON ABSTELLEN!
Könnte sonst zur Ohrenbluten führen …
Tja, da haben wir mal wieder eine. Microsoft hat es getan, Logitech hat es getan und noch so manch anderer auch. TypeMatrix ist wohl der aktuellste Versuch unsere liebe Computertastatur zu optimieren.
TypeMatrix setzt dabei nicht gleich (wie so viele andere) auf einen kompletten Verzicht des QWERTY-Layouts, sondern optimiert “nur” die gesamte Anordnung der Tasten. So sind beispielsweise viele Fingerwege bedeutend verkürzt worden und laut eigenen Angaben ist eine völlige ergonomische Überarbeitung gelungen, die “bei 90 Prozent der Nutzern Schmerzen beseitigt hat”. Also ich hab’ mal ein wenig rumgefragt, irgendwie kenn ich keinen der Schmerzen beim Tippen hat und ich bezweifle, das das mit dieser, der natürlichen Handgelenkwinkelstellung nicht angepassten Tastenanordnung möglich ist. Aber ich will ja nicht schon wieder rummeckern.
Auf jeden Fall ist eine gute Größenoptimierung gelung





























