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Wir erweitern unseren Blog um einen regelmäßigen Videocast. In Zukunft werden wir uns dort mit den Themen User Experience Design und User Centered Design beschäftigen.
In unserer ersten Folge beschäftigen wir uns unter anderem mit neuen Konzepten von Microsoft TechFest (und der Vollständigkeit halber mit dem Microsoft Courier Concept) sowie einer auf der Cebit gezeigten spielerischen Verbindung aus Motion Tracking und einem Mikroprojektor.
Sicherlich ist unserer ersten Folge noch nicht aaaalles perfekt, insofern freuen wir uns auf Eure Kritik und Anregungen …
Die Links zum Videocast ::
- http://research.microsoft.com/en-us/events/techfest2010/default.aspx
- http://research.microsoft.com/en-us/projects/gustav/
- http://community.research.microsoft.com/blogs/techfestlive/archive/2010/03/03/surface-computing-on-the-go.aspx
- http://bjoern.org/projects/fourbysix/
- http://www.engadget.com/2010/03/05/microsofts-courier-digital-journal-exclusive-pictures-and-de/
- http://phx.corporate-ir.net/phoenix.zhtml?c=114723&p=irol-newsArticle&ID=1364520&highlight=
Tags: 3D, design, display, eingabesystem, forschung, Handy, interface, Microsoft, mobiltelefon, podcast, touchscreen, Usability, user centered design, video, Videocast, virtuell, visualisierung, windows
Wenn wir Projekte bearbeiten steht am Anfang meist eine umfangreiche Analyse. Wenn es dann jedoch an die Entwicklung NEUER Interaktionsformen geht, stößt man mit einem analystischen Prozess jedoch schnell an seine Grenzen. Doch es gibt Abhilfe. Eine Technik zur schnellen Entwicklung guter Ideen – die Ideenfabrik.
Unsere Unternehmsgruppe setzt für die Kreation neuer Interaction Design Produkte meist die gruppeneigene Ideenfabrik von Zephram ein. Das im Video vorgestellte Praxisbeispiel nutzt zur Findung von Ideen ein drei-stufiges System. Gesucht wurde die Antwort auf die Frage: Wie kann ich Passanten auf ein Multitouch-Display aufmerksam machen und sie zur Benutzung anregen.
- Analogie
Die Suche nach Vorbildlösungen, die gleiche oder ähnliche Probleme bereits gelöst haben. Diese werden dann auf das neue Problem angewendet. - Provokation
Die bestehende Situation wird analysiert und dann bewußt verfälscht. Es entstehen unkonventionelle Ideen. - Zufall
Zufällige Inputs generieren überraschende Ergebnisse zur Lösung des Problems.
Den Ablauf einer solchen Ideenfabrik können Sie sich im folgenden Video ansehen:
Wer mehr über die Techniken erfahren möchte, dem sei ein Blick in das Blog von Zephram empfohlen: www.zephram.de/blog/2010/01/20/wie-findet-man-gute-analogien/
Tags: analyse, bedienung, design, display, eingabesystem, ideenfabrik, interaction design, interaktion, interface, multitouch, touchscreen
Eine der größten Quellen für menschlichen Erfindergeist ist seine Bequemlichkeit. So gibt es aktuell wieder neue Entwicklungen für die Kontrolle unseres liebsten Lebensraums.
Zum einen hat das Media Interaction Lab der University of Applied Science in Oberösterreich eine Arbeit mit dem Namen CRISTAL (Control of Remotely Interfaced Systems using Touch-based Actions in Living spaces) vorgestellt. Diese bildet mittels Gestensteuerung eine Brücke zwischen allen Geräten im Wohnzimmer:
Das Thema „bloss nicht aufstehen“ bzw. Fernbedienung ist ja von je her eins DER Themen im Interaction Design. So wundert es nicht, dass nun ein „Universal Remote Control Framework“ geschaffen wurde, auf dem die Geräteanbieter und Fernbedienungshersteller aufsetzen können. Erster Unterstützter der Plattform: der amerikanische Dienst TiVo. Mit der iPhone-App “i.TV” (wie auch sonst) wurde somit eine wunderbare Brücke zwischen Programmzeitschrift und Fernbedienung Fernsehsteuerung geschaffen:
Mehr Infos unter: http://i.tv/
Siehe auch: www.schroeder-wendt.com/blog/index.php?s=fernbedienung
Tags: apple, einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, GUI, HCI, interface, iphone, TV, UID, Usability, visualisierung
Seit den ersten Stunden des Touchscreens wird an ihm rumgemäkelt, das er zwar einerseits quasi unendliche viele Buttons und Interaktionsformen anbieten kann, aber ihm doch jegliches haptisches Feedback fehlt.
Dies könnte nun bald ein Ende haben. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University (in Pittsburgh, Pennsylvania) haben dafür einen Lösungansatz gefunden.
Aufgebaut ist das System aus einer Acryl-Platte, in die möglichen Button-Formen ausgespart sind. Auf Seiten des Nutzer liegt darüber eine Latex-Schicht und auf der anderen Seite eine Kammer in die Luft gepumpt oder rausgesogen werden kann. Somit kann man dann Erhöhungen oder Vertiefungen schaffen. Das Bild wird per Rückprojektion auf den Latex projiziert. Mittels einer kleinen Kamera auf höhe des Miniprojektor ist auch die Aufnahme der Finger möglich, so das die ganze Einheit auch Multitouch-Funktionalitäten beherrscht.
Sicherlich noch ein sehr sperriges System für Anwendungen, wo die Bautiefe keine große Rolle spielt (z.B. Fahrkartenautomaten), aber einer guter erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Entwicklung von flexiblen Displays auch weiter so zügig vorangeht, so ist vielleicht in zehn Jahren dann auch das Rückprojektionsproblem gelöst und man könnte die Erhöhung auch durch Mini-Sifte (á la TouchTable) realisieren. Wir werden‘s erleben …
Mehr Infos unter www.technologyreview.com/computing/22550/
Tags: 3D, bedienung, design, display, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interaction design, interaktion, interface, jeff_han, MMI, UID, Usability, User Experience, UX, visualisierung
Nicht nur bei solchen serverbasierten Systemen, wie gestern vorgestellt, auch bei den Echtzeitsystemen hat sich in den letzten Zeit viel getan. So hat beispielsweise Entwickler Matt Herzog eine Gesichtserkennung für die Webcam in Flash implementiert:
Die Hintergründe und den SourceCode dazu kann man hier finden:
www.squidder.com/2009/02/26/realtime-face-detection-in-flash/
Einen ersten Test á la Johnny Lee hat damit schon Mrdoob programmiert, der hier zu sehen
und hier selbst zu testen ist:
http://mrdoob.com/lab/webcam/face_driven_3d/
Wie man sieht, noch ziemlich unzuverlässig, aber der Grundstein ist gelegt. Ich denke, nun ist es an uns Interaktionsdesignern das Potential der Technik zu erkennen und gekonnt anzuwenden.
Übrigens, seit kurzem gibt es von der schwedischen Softwarefirma TAT auch einen ähnlichen Prototyp für Mobiltelefone.
Eine schöne Unterstützung von GUI Metaphern, aber die „Killer-App“ lässt bei diesen ersten zarten Schritten natürlich noch auf sich warten.
Tags: applikation, augmented reality, echtzeit, eingabesystem, Handy, interaction design, interaktion, interface, Live, mobiltelefon, Usability, visualisierung
Meiner Meinung nach wird einer der großen Trends in den nächsten Jahren: Objekte vor die Webcam halten, diese werden dann erkannt und in eine virtuelle Umgebung integriert.
Wie das aussehen kann, war schon einmal gut hier in diesem Beitrag zu sehen – nämlich bei Sonys angekündigtem Spiel “EyePet”.
Wer den Erscheinungstermin nicht mehr abwarten kann, dem sei das Spiel Mightier empfohlen, das diese Technologie schon heute zeigt – und vor allem kostenfrei als Freeware. Einen kleinen Eindruck davon im folgenden Video:
Herunterladen kann man das Spiel unter folgender Adresse:
www.ratloop.com/?games/mightier
Auf den ersten Blick etwas einfacher, aber trotzdem nicht minder effektvoll ist die Technologie der japanischen Firma MotionProtrait. Diese haben sich darauf spezialisiert Fotos Leben einzuhauchen. Um mal einen Eindruck davon zu bekommen, habe ich für euch mal bei einer Webseite, die diese Technik einsetzt mitgefilmt. Und was bietet sich bei mir Glatzkopf nicht besser an, als die japanische Webseite von Schwarzkopf, auf der man Frisuren testen kann:
An der Bewegung sieht man toll, wie die Kopfform, Augen etc. erkannt werden und so animiert werden können. Wer das mal selber testen möchte, hier die URL: https://virtual-preview.com/LE/
Wer’s lieber in deutsch mag, dem sei die Seite von AXE Instinct empfohlen, wo euer Foto in ein Live Rock-Video integriert wird – inklusive Mimik-Änderung! Sehr beeindruckend:
Selber testen unter:
Tags: 3D, applikation, augmented reality, bedienung, echtzeit, eingabesystem, interaction design, interaktion, interface, Live, software, sony, UID, virtuell, visualisierung
Seit Sommer 2006 begleiten wir nun schon die Entwicklung von BumpTop und so sollte hier natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, das der Desktop-Ersatz seinen Beta-Status verlassen und in einer kostenfreien und einer Pro-Version für 29 US Dollar (bisher nur für Windows) erhältlich ist.
Schöpfer Anand Agarawala stellt im folgenden Video die Funktionen und Möglichkeiten mit einen Touchscreen Computer vor:
Mehr Infos und Download unter: www.bumptop.com
Tags: 3D, desktop, eingabesystem, forschung, GUI, icon, interaction design, interaktion, interface, MMI, software, UID, virtuell, visualisierung, windows
Leider etwas spät, aber Dank der Mediathek kann man sich die heute auf Phoenix gesendete Diskussion noch online anschauen. In der Reihe Wissenschaftsforum Petersberg diskutieren unter Moderation von Ranga Yogeshwar vier Experten zum Thema “Vom täglichen Kampf – Wie viel Technik braucht der Mensch?”. Der Videostream kann auf der Webseite des Fernsehsenders aufgerufen:
Die Gäste sind Prof. Klaus Kornwachs (Technikphilosoph, Technische Universität Cottbus), Dr. Annette Hoppe (Psychologin, Technische Universität Cottbus), Christoph Huß (BMW und Präsident der FISITA Weltvereinigung der Automobilingenieure) und der allseits bekannte Prof. Marc Hassenzahl (GermanUPA-Vorstandsmitglied und aktuell an der Folkwang Hochschule Essen).
Die zuweilen sehr kontrovers geführte Diskussion, zeigt sehr schön die unterschiedlichen Denkweisen / Aspekte der Akteure und Herangehensweisen bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittelle. Mein persönliches Resümee aus der Sendung ist eigentlich eine Maxime, nach der auch wir versuchen alle unsere Produkte zu entwickeln: Es gibt nicht DIE Lösung für DEN Nutzer, sondern nur Menschen mit unterschiedlichen Motivationen und Bedürfnissen. Somit kann ein Gerät / Interface das versucht allen gerecht zu werden, immer nur ein Kompromiss sein, mit dem der eine mehr und der andere weniger zufrieden ist – Also, ein hoch auf das individualisierbare User Interface! (Was dann allerdings wieder an anderen Stellen Probleme bringt
)
Mehr Infos zur Sendung gibt’s unter: www.phoenix.de/…
Tags: bedienung, BMW, design, einfach, eingabesystem, forschung, interaction design, interaktion, interface, MMI, mobiltelefon, software, UID, Usability, User Experience, UX
Ihr erinnert euch noch an das alternative Desktop GUI „BumpTop“? (Wenn nicht dann am besten hier oder hier noch mal nachlesen)
Für alle „Nicht-Ordner-Speicherer“ und „Schreibtischzumüller“ habe ich gute Nachrichten, denn dieser Betriebssystem-Aufsatz hat nach fast zwei Jahren nun das Demo-Stadium verlassen und ist als Beta für PC und Mac erhältlich.
(Allerdings habe ich bisher nur eine Beta-Version für PC bekommen, insofern lässt sich über den Entwicklungsstand für Mac nur spekulieren).
Bei der Version für Windows wurden jedoch fast alle Funktionen, die in der ursprünglichen Demo zu sehen waren umgesetzt. Es wurden sogar noch zusätzliche Features hinzugefügt, wie zum Beispiel ein Perspektivwechsel.
Hier im Video ist der aktuelle Stand sehr gut zu sehen:
Tja, und jetzt ist mal wieder eine Frage die sich nicht pauschal beantworten lässt: Was ist besser, die normale Betriebssystemoberfläche oder BumpTop?
Sicherlich ist das Navigieren durch Ordner- und Dateilisten mit Spalten, verschiedenen Ordnungsmöglichkeiten und Vorschauansichten in vielen Situationen bedeutend(!) effizienter, aber beim Spaßfaktor siegt natürlich mit uneinholbarem Vorsprung BumpTop. Letztendlich ist es eine Sache der persönlichen Arbeitsweise. Wer im wirklichen Leben auch einen völlig zugekramten Schreibtisch hat und trotzdem mit einem Griff weiß wo das gesuchte Dokument zu finden ist, für den wird dies genau die gesuchte Lösung sein. Schon allein wegen den tollen Individualisierungsmöglichkeiten (Einzelne Dokumente größer anzeigen, Stapel erstellen etc.)
Hier kann man sich für die Beta registrieren: www.bumptop.com
Tags: 3D, desktop, eingabesystem, forschung, GUI, icon, interaction design, interaktion, interface, MMI, software, UID, virtuell, visualisierung, windows
Im letzten Eintrag hatten wir gerade über die schleppende Weiterentwicklung bei Microsoft geschrieben und das man mittlerweile auch bei mobilen Betriebssystemen den Anschluss verpasst hat. Ähnlich wie bei den Browsern haben sich hier Redmonder zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und die Konkurrenz an sich vorbeiziehen lassen. Bei den Browsern war es Firefox der den Markt ordentlich aufgemischt hat, bei den mobilen Geräten Apple. Dabei hat Apple nicht mal ein tolles Gerät. Im Vergleich zum Mittbewerb hat das iPhone in vielen Gebieten bedeutend schlechtere Geräteeigenschaften und zwingen einem dazu noch in einem „nicht gerade günstigen“ Vertrag bei einem einzigen Netzanbieter. Es verkauft sich schlichtweg über das Nutzungserlebnis / User Experience (UX), welche mit Multitouch-Spielereien und innovativen, zentral zu findenden und simpel installierbaren Applikationen eine Begehrlichkeit weckt. Und in punkto Spaßfaktor vor allem doch eins hat: ein konsistentes und einfaches GUI.
Unter diesem Konkurrenzdruck ziehen nun alle Hersteller mit neuen Geräten und vor allem neuen Oberflächen nach. Bei Windows Mobile (WM) passierte von Seiten Microsofts ersteinmal gar nichts. Gerätehersteller HTC erkannte 2007 die Zeichen der Zeit und stülpte dem System ein eigenes GUI über: TouchFLO (und mittlerweile TouchFLO 3D). Aber spätestens bei den Systemeinstellungen war man wieder in der winzigen und schwer verständlichen WM-Welt:
Sicherlich, Microsoft redete sich immer damit raus, das ihr OS für Business-Anwender ist und nicht für die breite Masse. Aber hey, wie kann man nicht!=weg auf die Idee kommen, das!s Manager und „I‘m a PC“-Typen nicht auch gerne ein einfaches System haben möchten das Spaß macht? Zudem war das Zusammenwachsen von Mobiltelefon und PDA spätestens seit der Jahrtausendwende absehbar. Und wer schleppt schon gern zwei Geräte mit, auf denen zudem auch noch jeweils die gleichen Kontakte gespeichert werden?
Jedenfalls, nach etwa zwei Jahren Stillstand (und 9 Jahren nach der ersten WM-Version) gibt es nun diese Woche, auf dem Mobile World Congress in Barcelona, die neue Version zu sehen. Und wie zu erwarten war, gibt es im Internet natürlich schon vorher ein Video, welches diese vorstellt:
Tja, was soll ich sagen. Ich kann nur hoffen, das dies nicht wirklich das neue Release sein soll. Ansonsten lässt es sich aus meiner Sicht mit ein paar kurzen Worten zusammenfassen: Man hat in den letzten zwei Jahren absolut nichts kapiert!
Sicherlich, der Startscreen, die Übersicht der Kommunikationseinstellungen und die wichtigsten Applikationen (Browser, Kontakte etc.) wurden leicht überarbeitet, aber man sieht nichts, was Dritthersteller (wie z.B. Opera, Spb Mobile Shell, TouchFLO usw.) schon lange bieten. Das eigentliche Problem, eine konsistente Oberfläche, die mit einer oder wenigen Bedienungsmetaphern und einem klaren Gestaltungsraster klarkommt wurde wieder verfehlt. Wieder habe ich winzige Auswahlfelder, bestätige ich eine Seite mal mit „OK“ oben in der rechten Ecke oder „Fertig“ unten links, habe lange Erklärungstexte ohne Gewichtungsabstufung bei Auswahlfeldern und habe nur sehr schwer die Möglichkeit auch ohne Stifte durch die Einstellungen zu kommen. Ok, dafür wurde jetzt aber die Programmliste in Waben angeordnet, die ich so auch noch mit den dicksten Daumen bedienen kann. Das man durch Waben allerdings auch 20 bis 40 Prozent des Platzes auf den „riesigen“ Displays von mobilen Geräten verschenken kann (wie man an Stelle 8:51 gut sehen kann), wurde beim konzipieren wohl vergessen.
Somit ist wohl die einzige Hoffnung, nochmals etwa ein Jahr auf Windows Mobile 7 zu warten …
… aber ob dann noch genügend Nutzer dafür da sind? (die 3. Generation des iPhones wird in diesem Sommer erwartet, Googles Android ist gerade frisch erhältlich, Palm bringt ein neues (vorab schon hochgelobtes) OS raus, Nokia hat auch völlig neue OS-Pläne usw.). Somit ist der letztendliche Nutznießer der ganzen Situation der Endkunde. Dieser kann sich, durch den nun schnell bewegenden Markt, zwischen ähnlichen Geräten aber unterschiedlichen GUIs (z.B. HTC mit WM oder Android) und somit mit unterschiedlichen User Experiences entscheiden.
Vorabinfos zu Windows Mobile 7 gibt es übrigens hier: http://pocketpccentral.net/windows_mobile_7_brief.htm
Tags: android, apple, applikation, bedienung, display, einfach, eingabesystem, forschung, google, GUI, Handy, interaction design, interaktion, interface, internet, iphone, Microsoft, mobiltelefon, nokia, PDA, touchscreen, UID, Usability, User Experience, UX, windows
Wer seinen MP3-Player bedienen möchte, der tut dies mehrheitlich wohl durch eine Interaktion mit der Hand. Da das gute Teil allerdings meistens in einer Tasche steckt, ist dies ein verhältnismäßig unbequemer Ansteuerungsprozess: Ertasten des Geräts, dann der richtigen Knöpfe usw. Es gibt zwar schon alternative Eingabemöglichkeiten, wie zum Beispiel die Shake Control …
… aber diese ist nicht wirklich hilfreich. Ist doch eine Tastenbedienung x-mal komfortabler und meist schneller. Es sei denn, man hat Lust beim Musikhören (heute ja meistens auf der Straße) ab und zu mal zu hüpfen.
Die Forscher von NTT DoCoMo arbeiten allerdings gerade an einer Steuerung die wirklich Sinn macht und die genau da statt findet, wo sie gebraucht wird: Nämlich über die Kopfhörer. Die Entwicklung basiert auf dort angebrachte Sensoren, die die Augenbewegung erfassen können. Wie das ganze dann ausschaut ist hier gut im Video zu sehen:
Worauf im Bericht nicht näher eingegangen wird, was aber gut zu sehen ist: Man kann diese Technik gut mit einer am Kopf befestigten Kamera kombinieren und so eine grobe Computersteuerung realisieren. Dies wäre natürlich auch für körperlich stark eingeschränkte Personen interessant, die so (im Gegensatz zum „klassischen“ BCI) eine einfachere Schnittstelle zur Verfügung hätten.
Tags: barrierefreiheit, BCI, bedienung, einfach, eingabesystem, eye-tracking, fernbedienung, forschung, Handy, HCI, interaction design, interaktion, interface, ipod, MMI, mobiltelefon, NTT-DoCoMo, UID, Usability
Wo wir schon bei sich rasant entwickelnden “Trends” sind. Auch im Bereich der “einfachen” Brain-Computer-Interfaces hat sich wieder einiges getan. Wir hatten ja schon öfters auf das System von Emotiv verwiesen, das nach ersten Ankündigungen eigentlich Ende letzten Jahres erhältlich sein sollte. Aktuell findet mal allerdings keinen Ankündigungstermin mehr auf der Webseite.
Das allerdings an dem System weiterentwickelt wurde, zeigt das folgende Video, mit einer Anwendung zur Steuerung eines Rollstuhls:
Was allerdings auch gut zu sehen ist, das für die Steuerung kaum oder besser gar nicht(!) die Messung der Gehirnströme genutzt wird, sondern viel mehr die Muskelkontraktionen. Der Grund ist, so denke ich, ganz einfach: Bisher ist keines dieser “einfachen” Systeme in der Lage, den gedanklich aktiven Gehirnteil schnell genug zu erkennen, um diesen dann in eine Bewegung umzusetzen. Gerade wenn man die Steuerung dort einsetzt, wo sie den größten Gewinn (an Lebensqualität) bringen würde, nämlich bei der Kontrolle eines Rollstuhls o.ä., kann eine Reaktionszeit von etlichen Sekunden ein böses Ende finden. Insofern müssen wir auf eine “reine” Steuerung mit Gedanken, über solche einfachen “Headsets”, um damit schnelle Aktionen auszuführen noch etliche Jahre bzw. Jahrzehnte warten.
Interessante Interaktionsmöglichkeiten bieten aber diese simplen Erkennungssysteme trotzdem. Dies hat nun wohl auch einer der großen Global Player im Spielemarkt erkannt und so will die Firma Mattel nun auch eine ähnliche Lösung auf den Markt bringen.
Laut der Webseite von NeuroSky, basiert Mattel’s Spiel wohl auf deren Entwicklungen. NeuroSky hatte im übrigen sogar noch vor Emotiv, bereits im Mai 2005, ein System angekündigt (siehe hier die englische Meldung).
Jedenfalls wurde auf der vor kurzem zu Ende gegangenen CES erstmals ihr “Mind-Control-Game” vorgestellt:
Auch Mattel lässt es sich nicht nehmen und gibt einen Erscheinungstermin für den Herbst an und einen Preis von 80 Dollar.
Ein weiteres System in dem die NeuroSky-Technologie steckt ist der “Force Trainer”. Dieser wird von der Firma Uncle Milton Industries unter Lizenz von Lucas Liscensing produziert. Und wie die Namen “Force” und “Lucas” schon vermuten lassen, geht es darum “das die Macht mit dir sein möge”. Sprich, man muss mit seinen Gedanken einen Ball in einer Röhre auf- und absteigen lassen. Mehr Infos und ein Bild dazu auf der USA Today Webseite:

Ich lass mich dann also überraschen welche Davids oder Goliaths ihre Systeme dann wirklich mal auf den Markt bringen …
Tags: analyse, barrierefreiheit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Usability
Auch auf die Gefahr hin, das ihr es nicht mehr hören könnt, aber es gibt mal wieder interessantes aus dem Augmented Reality Bereich. Gut, ich bräuchte ja nicht darüber berichten, aber ich bin nach wie vor der Meinung dass dies zukünftig mit einer der spannendsten Bereiche bei den Web- und Mobile-Interfaces sein wird.
Jedenfalls bin ich gerade frisch zurück aus München, wo ich einmal in die Heiligen Hallen von metaio, einen der führenden deutschen Anbieter, blicken durfte. Einigen dürften diese schon durch das AR-Buch und diverse andere AR-Projekte bekannt sein. Auch ein aktuelles Produkt der Firma ist nicht minder interessant. Denn für Lego haben diese ein Terminal realisert, bei dem man einfach die Packung vor die Kamera hält und schon erscheint in dem virtuellen Spiegelbild ein 3D-Model, das man mittels der Packung frei bewegen kann.

Denkt man an der Stelle mal ein wenig weiter, so freue ich mich doch schon auf den Lego-Katalog den ich einfach vor meine Webcam lege und mit dem ich dann ganz einfach durch die 3D-Modelle blättern und interagieren kann.
Aber nicht nur ein Pappkarton kann bei AR zur Interaktion genutzt werden, auch komplexere Formen – wie zum Beispiel ein Gesicht. So gibt es aktuell auf der amerikanischen Ray-Ban Webseite ein Programm namens “Virutal Mirror”. Mit diesem ist es möglich, in Echtzeit verschiedene Modelle des Brillenherstellers auf sein Gesicht zu projizieren.
Dieses und das Lego-Terminal sind zwei schöne Beispiele dafür, das zukünftig nicht zwingender Weise immer ein AR-Marker benötigt werden. Die Mustererkennung bei Gegenständen oder eben Gesichtern wird immer besser, auch wenn Sie heute noch nicht an die Präzision eines hochkontrastigen, schwarz-weißen Quadrates mit scharfen Ecken herankommt.
Dafür steht zwischen diesen vielen Möglichkeiten allerdings oftmals noch eine ganz andere “nutzerunfreundliche Kette von Schritten”, wie zum Beispiel das Herunterladen und die Installation einer speziellen Software. Das auch dies in Zukunft immer einfacher wird, zeigen erste Ansätze mit Plugins direkt im Webbrowser. Hier auch noch einmal ein Beispiel aus dem Hause metaio, bei dem man lediglich eine Printanzeige vor eine entsprechende Webseite halten braucht:
Eine ganze Reihe von ähnlichen Beispielen auf Flash-Basis, wurden vor kurzem zu Weihnachten von verschiedenen Agenturen präsentiert, hier mal drei Beispiele, die erste interessante Interaktionsmöglichkeiten zeigen:
Spannend sind auch erste Experimente mit physischen Verhaltensweisen, wie zum Beispiel diese Stoffsimulation:
Wenn diese Entwicklung in dem Tempo so weiter geht (und die Nutzer immer fleißig ihre Rechner upgraden
) dann können wir bald mit der Konzeption völlig neuer, webcambasierter Webseitenkonzepte beginnen … aber dazu ein ander Mal mehr.
Abschließend noch ein paar Literaturtips. Leider gibt es bisher nicht so viel deutschsprachige Literatur, aber der auf Uni-Ablussarbeiten spezialisierte VDM Verlag hat schon einige Titel in seinem Portofolio siehe hier. Allerdings ist das englischsprachige Angebot bedeutend größer siehe hier
PS. Und damit ich nicht morgen schon wieder was zum Thema AR poste, hier noch ein Hinweis auf einen sehr interessanten Prototypen. Dieser ist ein wenig eine Kreuzung aus einem System von der Uni Toronto, das wir 2007 mal vorgestellt haben (siehe hier) und Wikitude (welches wir ja vor kurzem vorgestellt hatten).
Das besondere an dieser Lösung ist, dass ich meine Daten direkt auf Objekte projizieren kann. Der im letzten Jahr von Johannes Schöning an der Universität Münster entwickelte Prototyp aus einem Nokia N95, in Verbindung mit einem Aiptek mobile Projektor, hat eine Mustererkennungssoftware, so dass eine hinterlegte Landkarte “wiedererkannt” werden kann und somit zusätzliche bzw. die gesuchten Informationen auf die Karte eingeblendet werden können. Aber mehr dazu im Video:
Mehr Infos unter: www.johannesschoening.de
Tags: applikation, Assistenzsystem, augmented reality, echtzeit, einfach, eingabesystem, Handy, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, mobiltelefon, touchscreen, Usability, visualisierung

Ich kann mich nicht erinnern, dass ein größeres deutsches Magazin “unser Lieblingsthema” mal zu einem Schwerpunkt einer Ausgabe gemacht hat. Nun ist es aber so weit und das aktuelle Heft der Technology Review befasst sich ausgiebig mit den “neuen Benutzer-Schnittstellen”. Auf etwa 15 Seiten wird dabei von Sprachschnittstellen, über Mutlitouch bis hin zu Brain-Computer-Interfaces ein guter Überblick über die aktuellen Entwicklungen gegeben. Also, in jedem Fall einen Kauf wert.
Mehr Infos unter: www.heise.de/tr/
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Thematik in einer populären Zeitschrift wieder mal so einen Stellenwert bekommt …
Übrigens, für alle die es nicht so “populärwissenschaftlich” mögen, zwei Empfehlungen für Fachmagazine
1. die deutschsprachige i-com: www.i-com-media.de
2. die englischsprachige Interactions: interactions.acm.org
Tags: BCI, desktop, display, Don Norman, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, Handy, HCI, interaction design, interaktion, interface, internet, iphone, jakob-nielsen, jeff_han, MMI, mobiltelefon, software, spracherkennung, touchscreen, UID, Usability, virtuell, visualisierung, ·schroeder-wendt
Ok, einen hab’ ich noch, aber dann war’s das erstmal zum Thema AR
Im Juli hatten wir noch darüber berichtet, wie es wäre einen portablen „Dr. Know“ zu haben, der uns automatisch Informationen zu unserer Umgebung bietet (siehe hier). Also eine Augmented Reality ganz ohne Marker, Brille usw. – nur draufhalten und Zusatzinfos bekommen.
Als ersten, allerdings sehr zeitverzögerten, Schritt in diese Richtung hatten wir ja schon mal die ViPR-Technologie vorgestellt (siehe hier). Nun gibt es allerdings seit kurzem ein Projekt, das dies in Echtzeit schafft, zumindest für Sehenswürdigkeiten: Wikitude.
Bei diesem Konzept, von den österreichischen Entwicklern von Mobilizy, handelt es sich um eine Verknüpfung von Wikipedia, Panoramio Fotos und GPS-Daten. Das bisher nur für Mobiltelefone mit Android OS verfügbare Programm, überprüft den aktuellen Standort per GPS und analysiert die von der integrierten Kamera aufgenommen Bilder nach bekannten Formen (Skylines, Muster etc.). Sobald etwas erkannt wurde, werden für den Bereich die zusätzlichen Informationen angezeigt. Genaueres im Video:
Einfach nur beeindruckend.
Mehr Infos unter: www.mobilizy.com/wikitude.php
Tags: android, applikation, Assistenzsystem, augmented reality, echtzeit, einfach, eingabesystem, Handy, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, mobiltelefon, touchscreen, Usability, visualisierung
Vielen Dank an Jan vom Augmented Reality Blog für den Hinweis, auf ein brandaktuelles Video zu der im letzten Beitrag erwähnten Premiere auf der Buchmesse.
In diesem ist das von metaio für den Verlag Wissen Media / arsEdition entwickelte AR-Buch „Aliens & UFOs“ zu sehen:
Mehr Infos dazu bei
metaio
wissenmedia
oder direkt zum Buch bei amazon.de
Tags: 3D, applikation, Assistenzsystem, augmented reality, bedienung, bedienungsanleitung, desktop, echtzeit, eingabesystem, eLearning, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, software, UID, virtuell, visualisierung
… also, genau wörtlich genommen ist es ab dem 19. Oktober bei Amazon (Japan), für rund 73 Euro „im Lager“. Die Rede ist von dem ersten Augmented Reality Spiel für den Massenmarkt/normalen PC: ARis (Alice)
Das aus „westlicher Sicht“ eher sehr befremdliche Spiel, benötigt dafür nur einen normalen PC mit Webcam, der Rest geschieht über den mitgelieferten Würfel plus eine Art Zeigestock und noch drei Aktionskarten.
Das Konzept basiert auf einer virtuellen Spielfigur, die durch die Webcam auf bzw. um den Würfel erscheint und mit der man interagieren kann. Also eine Art „Sims“ auf dem eigenen Schreibtisch:
Zwar nicht für den Massenmarkt, aber dafür schon bedeutend früher, hatte Sony ein Spiel für Playstation-Besitzer veröffentlicht: Eye Of Judgement. Hier gibt es keinen Würfel, sondern „nur“ Karten auf einen Spielbrett, die „zum Leben erweckt“ werden können:
Ab 2009 legt dann Sony mit EyePet in punkto AR richtig los, hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack darauf:
Also, wie man sieht, zieht die „Erweiterte Realität“ langsam ins Wohnzimmer ein.
Wer so etwas mal selber erfahren möchte, dem sei ein Besuch auf der morgen beginnenden Frankfurter Buchmesse empfohlen. Auf dieser wird Metaio, ein auf Augmented-Reality-Lösungen spezialisiertes Unternehmen, zusammen mit dem Bertelsmann-Verlag/Wissen Media Verlag den„Großen Weltatlas“ mit AR-Möglichkeiten vorstellen. Das sieht dann ungefähr so aus:
Den nächsten Schritt hat Metaio auch schon präsentiert: Die Steuerung von Grafiken:
… und in Verbindung mit Abenteuer-Büchern, mal in die Rolle des Helden zu schlüpfen:
Ich denke, das ist wirklich eine Nische in die gedruckte Lexika gut gehen können. Diese schlagen somit eine Brücke zwischen On- und Offline-Welt und werden zum „Interaktionsbuch“. Somit kann ich mit physisch vorhandenen Gegenständen, die auf meinem Schreibtisch zu virtuellen Welten werden, interagieren. So ein „Erlebnis“ zur Wissensvermittlung kann eine Webseite nur schwer bieten.
… und an der Stelle sind dann wir Interaction Designer wieder gefragt, denn bisher ist es ja oft nur Effekthascherei. Wenn dieser erste WOW-Effekt vorbei ist, wird die didaktische Aufbereitung und Wissenvermittlung über die kleinen Pappkarten gefragt sein.
… ich könnte mir da zum Beispiel sehr gut einen virtuellen Chemiebaukasten vorstellen, in dem dann auch mal die Sachen drin sind, die man sonst nicht frei vertreiben darf
PS. … und was gibt es bei der mobilen AR neues?. Aktuell plant das französische Unternehmen „int13 production“ auch gerade ein AR-Spiel, welches allerdings auf einem Mobiltelefon laufen soll:
Wer den WOW-Effekt übrigens mal selber auf seinem Handy haben möchte, dem sei das „Virtual Sculpture Project“ empfohlen. Nähreres dazu auf dieser (leider nur englischen) Seite ganz unten.
Dort ist dann auch der Link zu der Seite http://virtual.extra.hu/ zu finden, auf der ihr die Applikation und den Marker runterladen könnt.
Tags: 3D, applikation, Assistenzsystem, augmented reality, bedienung, bedienungsanleitung, desktop, echtzeit, eingabesystem, eLearning, Handy, interaction design, interaktion, interface, lesen, Live, mobiltelefon, software, sony, UID, virtuell, visualisierung
Wer kennt das nicht, es ist Sonntagabend, man liegt entspannt auf dem Sofa, hat gerade eine spannende „Terra X“ – Doku geschaut und dann beginnt die Nachfolgesendung: Rosamunde Pilcher! … und die Fernbedienung liegt natürlich absolut unerreichbar (genauer gesagt, es fehlen 20 Zentimeter Armlänge) auf dem Couchtisch.
Nun hatte man bisher zwei Möglichkeiten:
1. Man begeistert sich für „Melodie der Liebe“ oder
2. man bewegt sich runter von seinem sooo bequemen Liegebett.
Ok, in diesem Fall ist die Entscheidung einfach … aber das ist ja nicht immer so.
Den Forschern von Toshiba, JVC und Panasonic muss es wahrscheinlich ähnlich gegangen sein, denn alle drei Firmen haben ganz verschiedene Ansätze zur Ablösung oder Ergänzung der klassischen Fernbedienung entwickelt.
So stellte Toshiba jüngst einen Prototypen vor, bei dem mittels Gesten der Kanal gewechselt oder ein Video gesteuert werden kann. Eine Kamera scannt dazu permanent den Raum und sobald eine Faust erkannt wird, kann diese zur Navigation genutzt werden:
JVC hatte bereits schon vorher ein ähnliches Konzept präsentiert, bei dem jedoch noch zusätzlich ein Mikrofon zum Einsatz kommt, so dass man durch Klatschen das Kanal- und Lautstärke-Menü aufrufen kann:
Bereits ausgezeichnet wurde der Prototyp von Panasonic. Auf der am Samstag zu Ende gegangenen CEATEC (Combined Exhibition of Advanced Technologies) in Japan, erhielten die Entwickler nicht nur den Award in der Katergorie „Interface Design“, sondern auch den „Award for Best of Show“.
Bei der Lösung handelt es sich zwar nicht um einen Ersatz der physischen Fernbedienung, dafür aber um ein enorm flexibles Multitouch-Interface. Für die wichtigsten Funktionen (Kanalwechsel, Lautstärke) gibt es physische Tasten – der Rest wird über ein sich individuell anpassendes „Trackpad“ gesteuert. Besonders interessant dabei: die Bedienung wurde auch für die Verwendung beider Hände konzipiert … Aber seht am besten selbst:
Aber wem das noch nicht weit genug geht und wer wirklich mal ein „ganz tolles“ Interface sehen möchte, der sollte einfach noch mal 45 Jahre zurückblicken
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Die aktuelle Ausgabe des Wii Magazin 06/2008 berichtet über den 28-jährigen Johnny Chung Lee, Doktorand am Human-Computer Interaction Institute an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Er stellte Anfang 2008 eine eigens entwickelte Wii-Steuerung vor, indem er die Wii-Steuerung einfach umkehrte! (wir berichteten)
Die Idee die ihn berühmt machte: Johnny Lee nutze die integrierte Infrarotkamera in der Wiimote einfach andersrum:
Anstatt die Wiimote in die Hand zu nehmen, platzierte er diese vor den Fernseher und bewegte stattdessen die Sensorleiste, die widerrum mit 2 Infrarotlichtern ausgerüstet ist. Wenn man nun die Sensorleiste bewegt, registriert die Wiimote die Position der Leiste relativ zum Bildschirm. Den entstehenden Effekt demonstrierte Lee mit einer eigens entwickelten Software mit 2D-Objekten. Durch die Umkehr der Eingabegeräte entstand der Eindruck, eines Pseudo-3Ds. (Das Video dazu gibts in dem schon besagten Eintrag)
Das ganze wurde dann von vielen als Inspirationsquelle genutzt und ein Head-Tracking ohne Wii und nur mittels einer Webcam entwickelt. Hier mal ein Beispiel, das dieses System auf einem kleinen MacBook demonstiert:
In einem weiteren Experiment versorgte Johnny Lee die WiiMote mit einem stärkeren Sensor und klebte sich Reflektoren an die Finger: herausgekommen war dann das hier:
Das wirklich tolle an der Sache sind die Selbstbauanleitungen dazu, die man auf Lee´s Website findet…Hier schonmal DIE IDEE für die nächste Generation der Spielkonsolen: Man stattet einen Raum mit mehreren Sendern aus, sodass die Spielkonsole die eigene Postion im Raum registrieren kann. Da sag ich doch einfach: Wozu WiiMotionPlus, wenn man seinen Gegner im Streetfighter direkt mit einem gezielten Tritt in die Knie zwingen kann!
Kritisch betrachtet wäre selbst bei einer 360° Lösung das wirkliche Feedback ein Problem, denn wenn unsere Faust im Spiel auf den gegnerischen Kopf prallt, dann sollte nicht nur die Spielfaust aufprallen, sondern auch unsere eigene, da sonst weiterhin Synchronisationsprobleme entstehen.
Es gibt zwar schon ein paar Ansätze, ein haptisches Feeback zu bieten (also nicht direkt für die Wii, sondern allgemein), allerdings beruhen die immer darauf, dass die Finger immer irgendwo eingespannt sind. Wie zum Beispiel bei dieser Lösung
Wir berichteten auch schon einmal ausführlicher darüber hier.
Aber wie man schon sieht, nichts für den “Hausgebrauch” und wirklich mehr was für den wissenschaftlichen, industriellen Einsatz. Beispielsweise zu Steuerung eines Robotors in lebensfeindlichen Umgebungen.
Ein Lösung, die wir da eher für denkbar halten ist eine “losgelöste” Erweiterung der Controller. Ein ersten Schritt in diese Richtung hat dazu Wissenschaftler des Japan’s National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) unternommen. Der von ihnen entwickelte “GyroCubeSensuous” enthält Motoren und Gewichte, die entsprechen der virtuellen Umgebung verlagert werden. So das, bezogen auf ein Wii-Box-Spiel, gegen meine zuschlagende Faust eine Kraft dagegen hält. Hier mal eine völlig gewaltlose Präsentation des Systems:
Weitere Infos dazu auf der (leider nur englischen) Seite: http://techon.nikkeibp.co.jp/english/NEWS_EN/20050413/103707/?ST=english
… und wenn wir uns trauen noch einen Schritt weiter zu denken, dann wäre auch ein direktes physisches Feedback auf die Muskeln möglich. Basis dafür könnte die Electrostimulation sein, die die meisten wohl aus dem Nachtprogramm kennen:
Diese Technologie könnte es schaffen, das ich (um beim Beispiel Boxspiel zu bleiben) wenn ich auf etwas draufhaue auch gestoppt werde und den Wiederstand spüre. … Allerdings würden wir dieses Konzept gerne noch mal von einen Physiotherapeuten beurteilen lassen
Alles was danach kommt, um mich die Virtualität wirklich spüren zu lassen, würde dann wohl in die Richtung direkt Gehirnstimulation gehen, über die wir ja auch schon berichtet haben.
Es bleibt also spannend bei diesem Thema / Fragestellung, die nicht nur die Spieleindustrie in den nächsten Jahren maßgeblich beschäftigen wird …
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In einer Pressemitteilung der Audi MediaServices wurde bekannt gegeben, dass Ende diesen Jahres eine neue Generation des MMI – Multi Media Interface auf den Markt kommt (leider zunächst nur im A8). Schon die Vorgänger sind wegen der intuitiven Bedienbarkeit, der großzügigen Bedienfelder und durch den zentralen Bedienknopf ihrer Konkurrenz im Vorraus, wenn es darum geht Musik, Film, Telefon, Navigation und Information zu bedienen. Auffällig hier ist die bewusst logische (gleiche) Anordnung der Bedienelemente der Mittelkonsole und der Anzeige auf dem Display.
Hier ein Bild des aktuellen Systems:
Das neue System will mit einer noch besseren Performance in der Bedienung, schnelleren Prozessoren, 40GB Speicher, einem kontrastreichen 7” TFT-Display (800×480 px), einer verbesserten Sprachsteuerung (die jetzt ganze Wörter versteht – das B U C H S T A B I E R E N des Navigationsziels fällt damit weg), einem integrierten DVD-Laufwerk mit Dolby Digital 5.1 und einer nahtlosen Integration von iPod u. Co punkten.
Das Nutzungsszenario wird durch einen Joystick erweitert, der auf dem zentralen Bedienknopf sitzt und in 8 Richtungen bewegt werden kann. Einstellungen, die z.B. an der Klimaautomatik vorgenommen werden, erscheinen eine kurze Zeit als kleine Popups, sodass nicht der gesamte Bildschirminhalt verdeckt wird.
Das Interessanteste für mich ist die neue zusätzliche, dreidimensionale Kartendarstellung in der Navigation (per Nvidia 3D-Chip), mit viel Liebe zum Detail à la Google Earth mit unterschiedlich eingefärbten Höhenniveaus und 3D-Gebäuden aus der Vogelperspektive. Besonders nützlich finde ich die Mini-Map, die bei Kreuzungen angezeigt wird und sogar Spurwechsel verdeutlicht. Außerdem interessant finde ich die Anzeige der “Point of Interests”, wie z.B. Sehenswürdigkeiten, nächste Autobahn-Abfahrten oder Rastplätze.
Mehr Infos (englisch) findet ihr unter: www.autoblog.com
und hier die komplette Pressemitteilung auf deutsch: www.lifepr.de
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Und wieder einmal mehr ist des die Spieleindustrie, die mit neuen Eingabegeräten vorprescht.
Auch eine Sache die auf der E3 vorgestellt wurde, war das Zusatzmodul für die Wii – MotionPlus. Mit dem kleinen Würfel, der einfach an den Wii Remote Controller angesteckt wird, ist es nun möglich Bewegungen noch genauer und vor allem die Position der Wii Remote im Raum festzustellen. Daraus ergeben sich völlig neue Steuerungs- und Spielmöglichkeiten:
Wie gut zu erkennen ist, kann man somit viel besser innerhalb eines dreidimensionalen Raums interagieren. Erreicht wird das durch das Zusammenspiel des bereits vorhanden Beschleunigungssensors sowie Infrarotkamera und einem neuen Zwei-Achsen-Kreisel/Neigungssensor, der die Lage (also wie dat Ding jehalten wird) erfassen kann. … auch wenn das noch nicht soooo hundertprozentig genau funktioniert.
Aus den tollen neuen Möglichkeiten ergibt sich allerdings auch ein kleines Problem: Fehlendes Feedback. Wie man im Video sehen kann, wir das Laser-Schwert von der Spielfigur gestoppt, allerdings kann der Nutzer den Controller ja weiterbewegen … was somit zu einer Synchronisierungsdifferenz führt, die ja dann irgendwie ausgeglichen werden muss.
Aber im Frühjahr 2009 können wir uns dann ja selber von „dem neuen Spielgefühl“ überzeugen lassen, wenn dann neue Versionen von „Wii Sports“ und „Red Steel“ speziell für die MotionPlus veröffentlicht werden.
Mehr (leider nur englische) Infos auf der Seite der Kooperationsfirma von Nintendo: AiLive
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… dann könnte da vielleicht ein “All-In-One-Device” rauskommen, welches kürzlich der japanische Designer Mac Funamizu in seinem Blog “petitinvention” vorgestellt hat. Das dargestellte Zukunftsszenario beschreibt ein Gerät, welches mittels Touchscreen, Built-In Camera, Scanner und Zugriff auf diverse Datenbank der perfekte Dr. Know für unterwegs sein könnte.
Wie auf seiner Seite zu sehen ist …

… wird die Umgebung analysiert und “augmented”. So zum Beispiel als “Innen-Geo-Informationssystem”, welches Möglichkeiten bietet, sich z.B.: in öffentlichen Gebäuden wie Flughafen, Bahnhof oder Krankenhaus durch Echtzeit-Anzeige zurechtzufinden. Sehr sinnvoll beispielsweise bei Notfallsituationen, um den kürzesten Weg hinaus zu finden.
Auch auf der Seite …
… die Möglichkeiten die sich für den Einsatz eines solchen Interfaces bieten, wie hier z.B.: das simultanes Übersetzen von fremdsprachigen Texten. Mit einem eingebauten Scanner können ebenso einzelne Wörter in ihrer Bedeutung nachgeschlagen werden.
Sehr naheliegend ist natürlich auch der Einsatz als Realbild-Navigationssystem, wie in einem unserer früheren Beiträge oder hier schön zu sehen ist.
Ich könnte jetzt noch unzählige Möglichkeiten aufzählen, um nur ein paar davon zu nennen: das Nachschlagen von Automarken, Tierarten- und gattungen, exotischen Früchten, Kalorienangaben, Sternenkonstellationen; das Vorhersagen des Wetters an einem spezifischen Ort und und und … (das die Forschung bei derartigen System schon ziemlich weit ist, haben wir ja vor kurzem auch hier gezeigt)
Die Realisierbarkeit einer solchen Mensch-Maschine-Daten-Schnittstelle wäre natürlich phantastisch. Machbar wäre heute auch schon vieles. Die Knackpunkte liegen aber eindeutig in den Standards. Wie könnte ein universelle Schnittstelle zum Datenaustausch eines jeden Hauses aussehen (für die Anzeige von Rauminformationen etc.)?
Weiterer “Stolperstein”: für eine derartige Darstellung müsste fortwährend exakt die Postion der Augen gemessen werden und darauf hin die Anzeige angepasst werden.
Insofern müssen wir wohl noch “ein wenig” Geduld haben …
Weitere Infos und noch viel mehr Bildmaterial findet ihr unter:
flickr.com/photos/mac_fun/
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… genießt aktuell ja großes Medieninteresse (siehe hier)
Bei diesem „neuartigen Interface“ wurde das sehr beachtenswerte technische Prinzip von Global Imagination verwendet und dafür eine Oberfläche (die stark an Microsoft Surface erinnert) erstellt.
Leider erschließen sich mir die im Video genannten Vorteile nicht ansatzweise. Ohne Zweifel ist das eine ganz tolle Möglichkeit kugelförmige Körper (wie z.B. Planeten) abzubilden und damit zu interagieren, aber für (wie im Video genannt) Präsentationen und Kollaboration?
Mal abgesehen davon, das flache Objekte völlig verzerrt dargestellt werden, haben alle drumherum Stehenden doch ein extrem kleines und vor allem jeder ein anderes Blickfeld. Ziel beim gemeinschaftlichen Arbeiten sollte es doch sein, das man möglichst genau dasselbe sieht wir die Mitarbeiter. Im schlimmsten Fall sehen bei dieser Lösung die meisten gegenseitig gar nichts von dem Dargestellten.
Im Video ist auch sehr schön das Menü zu sehen … kann es etwas besseres geben, als ein Menü, bei dem man nicht alle Punkte sehen kann und erst drum herumlaufen muss?
Ich weiß auch nicht, was die sich dabei gedacht haben …
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Was zunächst aussieht wie ein weiterer “augmentierter” Funktionsprototyp mit 3D-Interface unter vielen anderen, ist in Wirklichkeit das Ergebnis eines einzelnen Hobbybastlers (Kyle McDonald). Die Materialliste für sein 3D-Tic Tac Toe ist erstaunlich kurz: Aluminiumfolie, sechs Widerstände, Kabel, ein Pappkarton und ein Arduino Prozessor. Umgesetzt wurde das Konzept mit Processing, einer Open-Source Umgebung zum programmieren von Bildern, Animation und Interaktion. Besonders Studenten, Künstler, Designer und natürlich Hobbybastler nutzen diese Programmiersprache um ihren Prototypen “Leben einzuhauchen”, siehe:www.processing.org
DIY 3D Interface: Tic Tac Toe from Kyle McDonald on Vimeo.
Der Arduino spuckt dabei Roh-Koordinaten aus, die alle 10 mal pro Sekunden aktualisiert werden. In dem Videobeitrag hat man teilweise das Gefühl, dass das Video die Hand führt anstatt andersherum. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich, dass die 2 Videoquellen ( Webcam / Processing-Umgebung ) nicht optimal miteinander synchronisiert sind.
Abschließend denke ich, (abgesehen davon, dass dreidimensionales Tic Tac Toe ein wirklich unfaires Spiel ist), dass Arduino; eine kompatible Programmierumgebung; und ein paar “Haushaltsartikel” doch gute (und günstige) Möglichkeit bieten, um die eigene Kreativität in funktionierende 3D-Interfaces umzusetzen.
Mehr (englische) Informationen dazu bekommt ihr unter: www.gizmodo.com
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Bleiben wir mal wieder noch ein wenig beim Thema Augmented Reality …
Auf der kürzlich zu Ende gegangen Electronic Entertainment Expo (kurz E3), wurde ein AR Game mit sehr interessanten Interaktionsformen vorgestellt: levelHead
Wie gut zu sehen ist, ist die Basis des Spiels einer bzw. mehrere Würfel, deren Seiten mit AR Tag versehen wurden. Hält man diese vor die Webcam werden durch die Software virtuelle Räume geschaffen, durch die man (mittels kippen des Kubus) eine Spielfigur steuern kann.
Geschaffen wurde das Spiel vom Neuseeländer Julian Oliver, der plant, dieses am 30. Juli als Open Source Projekt (GPLv3 License) für Linux zu veröffentlichen.
Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: julianoliver.com/levelhead
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Über mobile Augmented Reality haben wir ja schon mehrfach berichtet (siehe z.B. hier und hier). Jetzt ist diese Technologie auch auf dem iPhone angekommen – was in Verbindung mit dem großem und vor allem multitouchfähig Display interessante neue Interaktionsformen ermöglichen könnte. Insbesondere im Bereich “dreidimensionale Location Based Services Anwendungen”.
Bisher hat das ganze nur noch einen entscheidenden Haken – es ist mit sehr wenigen Bilder pro Sekunde (fast schon pro Minute) noch enorm langsam, wie man in dieser allerersten Version sehen kann:
Aktuell warten die Entwickler noch auf die Freigabe der Videoschnittstelle seitens Apple, dann sollen auch Bildraten von bis zu 20-30 Bilder pro Sekunde erreicht werden.
Insbesondere für Service-Techniker könnte dies dann ein vergleichsweise kostengünstiges Werkzeug werden. Wenn dann zum Beispiel dem T-Com-Mitarbeiter über sein „Betriebshandy“, per Online-Verbindung die aktuellen Schaltpläne, für den Verteiler vor dem er gerade steht, bekommt …
Nur mal zur Erinnerung, BMW hat ja seine Version dazu schon vor ein paar Jahren vorgestellt:
Mehr (leider nur englische) Infos zur Augmented Reality Technologie auf dem iPhone unter: www.artoolworks.com/ARToolKit_iPhone.html
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Ein Entwickler aus China trotzt der Überzeugung Steve Jobs, der im Januar 2007 das iPhone mit den Worten: „Nobody needs a stylus.“ präsentierte.
In Bezug auf das Thema Schreiben ohne Stift hat der chinesische Entwickler kürzlich seinen Protest in die Tat umgesetzt und eine Add-On Software für das iPhone namens HWPen auf den Markt gebracht, die es ermöglicht Text durch Erkennung der Handschrift zu verfassen.

Die aktuelle Beta-Version der Mini-Software unterstützt chinesische & lateinische Schriftzeichen sowie Ziffern, zeigt aber auch Lücken:
Sie schafft es nicht, sämtliche Funktionen der virtuellen Tastatur zu ersetzen, z.B. unterstützt sie nicht die Drehung auf die Seite und im Mailprogramm taucht sie gar nicht auf. Und wie im Video eindeutig zu erkennen, funktioniert die Schrifterkennung eher suboptimal. Die Meinungen über das Tool gehen weit auseinander, die meisten Besitzer eines iPhone sind jedoch überzeugt, dass sie mit der vorgegebenen Tastatur eindeutig schneller sind.
Bei den ganzen Streitigkeiten bleibe ich bei der Meinung, dass es doch am besten wäre, wenn der Nutzer selber entscheiden könnte, wie er seine Texte eingeben möchte. Eine gute Lösung bietet z.B. das Nokia N800 Internet Tablet an, das sowohl virtuelle Tastatur mit oder ohne Eingabestift anbietet, als auch Handschrifterkennung unterstützt.
PS: Das kleine Add-On kann auch nur installiert werden, wenn man ein sogenanntes “Jailbreak-iPhone” besitzt, d.h. es funktioniert ausschließlich bei gehackten Mobiltelefonen.
Mehr Infos dazu findet ihr unter: www.macnews.de/news/107815.html
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… da sei doch auch noch das „SenseSurface“ von Lyndsay Willams (von Girton Labs) vorgestellt.
Das besondere bei diesem Drehregler ist, dass man diesen direkt auf das Display setzen kann. Eine Lösung die insbesondere für Mischpult-Software sehr interessant sein könnte.
Erst in der letzte Woche hatten wir einen Fall, bei dem wir einem Interessenten von einem rein digitalen Interface / Regler für eine „Zugabe-Steuerung“ bei einem halbmechanischen Gerät abgeraten haben (Für die genauen Hintergründe müsste ich jetzt länger ausholen). Fakt ist aber, der manuelle Regler ist einfach x-mal schneller und bietet ein direktes Feedback.
Wer eines dieser „tollen“ Autoradios hat, bei dem die Lautstärke durch Taster oder gar Touchscreen, anstatt durch einen Drehregler gesteuert wird, weiß jetzt genau was ich meine.
Zurück zu Willams Prototype. Der Drehregler selber hält durch Magnetismus auf dem Bildschirm. Laut der Girton-Webseite wurde das System „mehrere 100 Stunden“ auf einem Dell-Laptop getestet – ohne negative Beeinträchtigung für das Display.
Die eigentliche Übertragung/Ermittlung der Steuerungsdaten erfolgt durch eine „Messplatte“ auf der Rückseite des Displays, welche per USB an den Rechner angeschlossen wird. Durch diese wird zudem auch die Position auf dem Bildschirm ermittelt, so dass der manuelle Regler mit der grafischen Benutzeroberfläche korrespondieren kann bzw. auch mehrere Reger zur gleichen Zeit genutzt werden können.
Demnächst soll es auch noch weitere Steuerelemente, wie zum Beispiel Schieberegler, geben. Insgesamt soll das ganze System unter 100 Dollar in der Produktion kosten. Wann dieses allerdings auch in Produktion geht, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: http://girtonlabs.googlepages.com/sensesurface
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Schon sehr häufig haben wir hier über alternative Eingabegräte berichtet, welche der digitalen Translation von Bewegungen und somit einer besseren Interaktion dienen.
An der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde dazu von den Studenten der Fachrichtung Master Interaction in den letzten Monaten eine Art Grundsatzarbeit erstellt. In dem Semesterprojekt untersuchten vier Studenten unter der Leitung von Prof. Carola Zwick und Dipl.-Des. Jelena Blank-Muhr Interaktionsprinzipien, um somit eine Art Bibliothek bzw. Katalog der Eingabemöglichkeiten für digitale Anwendungen zu schaffen. Herausgekommen sind 50 (!!!) Stellteile, die am gestrigen Donnerstag im Industrial Design Institut präsentiert wurden:
Die insbesondere für interaktive Installationen gedachten Prinzipen sollen eine Alternative zu der meist vorherrschenden Tastatur und Maus/Trackball-Bedienung aufzeigen. Was wie ich finde, phänomenal gelungen ist.
So gibt es beispielsweise bedienbare Sprühflaschen, berührungslose Schalter, alle erdenklichen Formen von Walzen, nachfedernde Schieberegler, interaktive Infografiken bei denen man ein Mini-Ölfass aus dem Boden zieht und analog dazu die Länder aufsteigend nach ihrer Ölproduktion sieht und und und …
Grundlage war eine Untersuchung der physischen Eingabemöglichkeiten nach Lagebeziehung, Greifart, Geschwindigkeit der Interaktion usw.
Die zusammengestellten Prinzipien wurden dann mittels klassischem Modellbau und Arduino (einer elektronischen Open-Source-Prototypen-Umgebung) umgesetzt.
Um Prof. Carola Zwick zu zitieren:
„.. es ist wie über Schokolade zu referieren, man muss es einfach selber ausprobieren“. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich diese Toolbox anzuschauen. Mehr Infos dazu unter:
www.gestaltung.hs-magdeburg.de
Sobald es eine öffentliche Ausstellung gibt, werden wir es hier posten.
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Ein erst kürzlich von Apple angemeldetes Patent mit dem schönen Namen „Gesture Learning“ macht Vorfreude auf kommende Entwicklungen im Bereich Multi-Touch-Displays. In seinem Patent hat Apple eine eigene auf Gesten basierende Zeichensprache entwickelt, die in iPhone oder Macbook Air noch in seinen Kinderschuhen steckt.
Das Verrückte an der Sache ist, dass eine Hand dabei insgesamt 325 verschiedene Befehle ausführen kann. Die Befehle entstehen zunächst aus über 25 Finger-Kombinationen, sogenannten „chords“, die dann in 13 verschiedenen Bewegungen (Rotation, Translation, Skalieren etc.) eingesetzt werden können. Beim Lesen hat es mich dann auch nicht mehr gewundert, dass Apple zum Erlernen der Gesten sogar ein eigenes Spiel entwickelt hat.
Klingt zunächst nach einer Menge Lernstoff, aber ich bin überzeugt, dass Apples neue Zeichensprache mindestens genauso schnell erlernbar ist, wie man mit vierfach belegten Tasten eine SMS schreiben gelernt hat. Denn wie sagte Gerhart Hauptmann so schön:
„Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden.“
Ich bin auf alle Fälle schon sehr gespannt, welche elektronischen Geräte uns demnächst auffordern werden, mit den Fingern darüber zu streichen…
Weitere Infos gibt es unter:
www.unwiredview.com/2008/07/03/apple-wants-to-teach-us-multi-touch-gesture-language
Tags: animation, apple, barrierefreiheit, design, display, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, interface, jeff_han, PDA, schreiben, steve-jobs, UID, virtuell, visualisierung
Bald ist Schluss mit langweiliger Werbung im Außenbereich…
Laut Technology Review will Reactrix Systems gestengesteuerte Displays einsetzen, mit denen der Betrachter interagieren kann. Dabei werden die Menüs ganz nach Manier bereits populärer Entertainment-Produkte wie der Wii von Nintendo und des iPhone von Apple durch Handbewegungen bedient, interagiert werden kann sowohl mit Händen als auch mit Füßen.
Durch dreidimensional arbeitende Kameras mit Stereoskoptechnik erkennt der Bildschirm bereits aus 4,5 m Entfernung seine Betrachter und lädt sie zum Spielen ein. Hervorheben will sich Reactrix dabei von seiner Konkurrenz durch eine ausgefeilte Nutzerschnittstelle, welche der (verjährten) Touchscreen-Technologie endgültig den Rücken kehren will, und für mich persönlich besonders spannend ist:
selbst die Interaktion mit “virtuellen Knöpfen” soll über Gestensteuerung realisiert werden.
Besonders sogenannte Out-of-Home-Medien in Einkaufszentren, Kinos oder der Einsatz bei Veranstaltungen sind dabei für Reactrix interessant. In den USA werden Shopping Malls bereits mit im Boden installierten interaktiven Bildschirmen ausgestattet, wo z.B.: Soccer gespielt werden kann.
Fazit: Meiner Meinung steckt in dem “Bildschirm mit Augen” noch viel mehr Potential als nur der Anwendungsbereich Werbung oder Spiele, da der Nutzer neben dem Spaßfaktor die Aufforderung zur Interaktion unmissverständlich begreift. Ich könnte mir eine Anwendung auch sehr gut als Lernhilfe für geistig behinderte Menschen vorstellen.
Beispielsweise entwickelt Zachary Lieberman z.Z. eine Software für behinderte Studenten, die auf deren Bewegungen audiovisuell reagiert und ihnen somit helfen kann, sich selbst zu verwirklichen.
Noch mehr Informationen dazu findet ihr unter:
www.reactrix.com
http://www.heise.de/tr/Bildschirm-mit-Augen–/artikel/110207
Tags: , 3D, animation, apple, barrierefreiheit, display, einfach, eingabesystem, forschung, interface, Nintendo, playstation, software, touchscreen, virtuell, visualisierung, wii
Als „die Neue“ bei SCHROEDER + WENDT nun mein erster Blogeintrag. Ich freue mich auf eure Kritik und Anregungen …
Und ich starte auch gleich mit einer Sache, die ich persönlich eher kritisch betrachte:
Bei dem Eingabegerät „Clove 2“ handelt es sich um einen Bluetooth gesteuerten Handschuh, der als Ersatz für die Tastatur dienen soll. Das von der Projektgruppe Cemetech, genauer gesagt von Christopher Mitchell, entwickelte Produkt ist für Situationen gedacht, in denen eine gewöhnliche Computertastatur nur schwer zu bedienen wäre, wie z.B.: in medizinischen Berufen, wenn eine Hand ständig frei für andere Tätigkeiten genutzt werden muss.
Die Bedienung erfolgt dabei über 31 Finger-Kombinationen und drei verschiedene Modi. Das Interface ist dem einer regulären Tastatur nachempfunden worden, welches sich in steuernde Tasten (ALT, SHIFT, STRG) und normale Tasten gliedert. Jede einzelne Taste und damit auch jegliche Tastenkombination kann „wie gewohnt“ angewendet werden, wobei die meist benutzten Tasten mit einem Klick zu erreichen sind, und die weniger häufigen über eine zwei- oder dreifache Tastenkombination angewählt werden. Der Nutzer erhält hierbei über Sounds ein auditives Feedback zu seinen Eingaben.
Jedoch sind aufgrund der begrenzten Anzahl Finger viele Tasten des Handschuhs hierbei mit sechsfacher Funktion belegt. Außerdem ist sehr viel Feingefühl in den Fingerspitzen gefragt: Gerade um Funktionen wie „CAPS LOCK“ zu aktivieren (und zu deaktivieren), wäre eine zusätzliche Anzeige hilfreich.
Das beispielhafte Nutzungsszenario des Mediziners kann ich mir eher schwer vorstellen, da ich mich zum Bedienen des Handschuhs einerseits auf die Fingerkombinationen konzentriere und zweitens den Blick auf den Bildschirm richten muß, um meine Eingaben zu kontrollieren.
Somit können andere Dinge „so nebenbei“ eher schlecht als recht ausgeführt werden.
Ich hingegen könnte mir vorstellen, dass der “Clove 2″ für PDA & Co eher geeignet wäre, um auch mobile Eingaben zu ermöglichen.
Mehr Infos gibt es auf der Projektseite:
www.cemetech.net/projects/item.php?id=16
Tags: Assistenzsystem, Bluetooth, design, display, einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, interface, schreiben, software
Das Gesichtserkennungsprogramme nicht nur für biometrische Analysen und Sicherheitsanwendungen genutzt werden können, sondern zudem schon länger in der Lage sind, auch die Emotionen eines Nutzers zu erkennen, ist bekannt.
Nun macht die University of California, San Diego, mit einem besonders genauen System und einer sehr interessanten Anwendung auf sich aufmerksam. Die Wissenschaftler um Jacob Whitehill haben die Emotionserkennung für ein eLearning-System verwendet, um so festzustellen, ob der Student mit der gestellten Aufgabe bzw. Lerninhalt überfordert ist oder nicht. Damit soll autonomes Lernen mit einer Software weiter verbessert werden, damit nicht immer neues Material präsentiert wird, obwohl der Nutzer „noch nicht mal“ den vorhergehenden Stoff kapiert hat.
Die gesamte (leider nur englische) Studie zum Projekt kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://mplab.ucsd.edu/~jake/its08.pdf
Eine weitere Möglichkeit festzustellen, wie gestresst der Nutzer gerade von den Aufgaben ist, wäre noch die Auswertung von Biofeedbackdaten. Dies ist jedoch bedeutend komplexer, da externe Sensoren benötigt werden, die dann über einen Controller per USB an den Rechner angeschlossen werden. Mal abgesehen von BCI-Anwendungen (die auch in die Kategorie gehören), ist mir bisher auch nur eine amerikanische Software bekannt, die dies aktiv nutzt. Bei dem Computerspiel „Wild Devine“ wird dies mit Atmungs-, Meditations- und Relaxübungen zum Stressmanagement genutzt:
Mehr Infos unter: www.wilddivine.com
Tags: , analyse, einfach, eingabesystem, eLearning, forschung, gesichtserkennung, HCI, head-tracking, interface, MMI, software, UID, Usability
Nach dem ich für den gestrigen Beitrag viel zu den Thematiken BCI und CBI rechchericht habe, bin ich noch auf zwei interessante Brain-Computer-Interfaces gestoßen.
Zum einen hat das amerikanische Militär aktuell einen Plan für ein System vorgestellt, das davon ausgeht, dass die neuronalen Prozesse schneller sind, als sie dem Soldaten wirklich bewusst wird. So ist eine (feindliche?) Aktivität vielleicht schon in seinem Blickfeld, aber bis das Gehirn diese Information auch wirklich so verarbeitet hat, dauert es möglicherweise länger. Mit dem Cognitive Technology Threat Warning System (CT2WS) will man nun ein tragbares Gerät bauen, welches die Gehirnströme des Soldaten fortwährend misst und somit über die Zeit lernt, wann eine Gefahr erkannt wurde bzw. diese fehlt. Somit soll dann zukünftig ein automatisches Warnsystem möglich sein, welches den Soldaten warnt, noch bevor er selber die Gefahr bewusst erkannt hat.

Mehr Infos dazu hier und hier.
Zum anderen ein Experiment von der Duke University (in North Carolina / USA). Bei diesem hat das Forscherteam um Prof. Miguel Nicolelis über fünf Jahre unentwegt die Gehirnströme eines Affen gemessen und ausgewertet. Dem Affen wurde zunächst ein Computerspiel beigebracht, mit welchem er interagieren konnte, indem er über einen Joystik einen Robotorarm steuerte. Gleichzeitig lernte das System seine Gehirnströme dahingehend auszuwerten, das er letztendlich den Robotorarm allein durch die Kraft seiner Gedanken steuern konnte:
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Der Teufel steckt heute im Detail. Nachdem wir nun schon häufig über BCIs berichtet haben, mal die Frage andersrum: Wie schaut‘s denn bei den CBIs? Also, der Computer steuert mein Gehirn.
Vorweg: Die damit verbundenen moralischen und ethischen Fragen zu diesem Thema möchte ich bewusst ausklammern, das wäre mehr etwas für hier.
Fakt ist: Spätestens seit dem es Gehirnschrittmacher für Parkison-, Epilepsie- u.w. Erkrankte gibt, dürfte wohl den meisten die Notwendigkeit solcher Geräte klar sein. Sicher ist auch, dass es in Zukunft noch etliche mehr solcher Implantate geben wird. Sei es zur Steuerung von sensorischen Stimmulationen (wie Gleichgewichts- , Geruchs- und Geschmaksinn oder sexuellen Stimmulation) oder zur Wiederherstellung der akustischen oder optischen Wahrnehmung.
„Interessant“ wird das ganze für die „Nicht-Mediziner“, wenn dieser „Kanal“ zur Bereitstellung weiterer Informationen oder gar zur „Steuerung“ des Individuums genutzt wird. Womit wir nun endgültig auf dem dünsten ethischen Eis wären.
Das dies aber grundsätzlich möglich ist, wies zuletzt eindrucksvoll Prof. John Chapin von der State University New York nach:
Bei diesem Experiment stimulierten die der Ratte eingepflanzten Elektroden diese derart, dass sie ein Belohnungsempfinden bekam und zusätzlich wurde den Tasthaaren ein Gefühl übermittelt, diese stoßen an einen Gegenstand. Fertig war die ferngesteuerte Ratte.
Das auch ähnliches bei Menschen denkbar ist, ist klar. Und wir sind ja auch schon auf dem bestem Wege. Durch die elektrische Stimulation bestimmter Hirnareale können bewusst Emotionen ausgelöst werden. Was für Zwangserkrankte wiederum ein Segen sein kann. Wird es aber irgendwann, bei Computerspielen auch so eine “rückwärtsfunktionierende” Kappe geben, die mich Angst oder Freude erfahren lässt?
Als Rückkanal in das gesunde Gehirn auch schon länger bekannt, ist die kurzzeitige Steigerung des Gedächtnisses:
Könnte dies der allererste Minitschritt zu einem neuen eLearning-System sein?
Und dann gibt es ja noch die weitere angesprochene Möglichkeit, zusätzliche Informationen an das Gehirn zu übermitteln. Das macht vorallem dann Sinn, wenn alle anderen Wahrnehmungen über Augen, Ohren etc. schon „ausgereizt“ sind. Und wer sonst sollte nicht als erstes von so einer „verlockenden Möglichkeit“ profitieren, als … Richtig! … das Militär.
Einen wirklich super Überblick über die Schnittstelle ins Gehirn gibt die, im März erschienende Arbeit „Stand der Technik neuronaler Implantate“ vom Forschungszentrum Karlsruhe. Diese kann hier heruntergeladen werden: www.itas.fzk.de/deu/lit/2008/fied08a.pdf
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Also, bei diesem Projekt der TU Braunschweig wäre ich gerne Laborratte gewesen. Die dortigen Ingenieure haben nämlich die bekannte EEG-Muster-Analyse mit einem Controller für die Steuerung eines Autos verbunden. In diesem Fall natürlich für ein Modellauto!
Das Lenken funktioniert über einen Bildschirm, mit zwei flackernden Schachbrettmustern rechts und links vom Videobild der Onboard-Kamera. Schaut der Fahrer auf das linke Muster wird das Fahrzeug auch in diese Richtung gelenkt.
Das besondere an diesem System ist, das nicht die übliche eng anliegende „Badekappe“ benötigt wird oder gar ein Implantat, sondern ein präparierter Helm. Somit ist ein schnelles Auf- und Absetzen einfach möglich und auch der schnelle Tausch mit einem anderem Nutzer.
Sollte ich tatsächlich mal im Rollstuhl landen oder eine gesteuerte Prothese benötigen, wäre für mich allerdings das aktuelle Optimum die leichten Geräte von Emotiv. Allerdings könnte ich mir vorstellen, das bei diesen wahrscheinlich noch nicht(!) die Erkennungsrate reichen würde. In ein paar Monaten soll der Emotiv EPOC frei erhältlich sein, dann wissen wir genaueres …
Mehr Infos zum Projekt gibt es auf der Seite der TU Braunschweig:
www.emg.ing.tu-bs.de/forsch/eeg_ekg/ceeg/eeg_system_de.htm
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Vielen Dank Martin für den Kommentar zum gestrigen Beitrag, der mich auf das Flash-Spiel FNORD! hingewiesen hat. Dieses bietet eine sehr interessante Interaktion, in dem man mit ausgestreckten Armen ein UFO steuern kann:

Am besten selber mal testen unter: www.fnord-the-game.de
Ein weiteres, etwas einfacheres Beispiel für die Steuerung per Webcam, ist das Ölsandspiel von ThyssenKrupp:

Mehr dazu unter www.thyssenkrupp.com/discover/…
Mein Persönlicher Favorit ist allerdings EYEkanoids. Bei diesen kann man einen Nachbau von dem Spieleklassiker Arkanoid mit seinen Händen steuern … oder halt mit seiner Glatze:

Viel Spaß damit unter: www.thegameslist.com/playgame/409/EYEkanoids
Für weitere Hinweise auf Webseiten, die eine Webcam zur Interaktion nutzen, bin ich SEHR dankbar!
Tags: echtzeit, eingabesystem, HCI, interface, internet, MMI, UID, visualisierung, webapplikation
Am Dienstag sprach ich auf der Webniale noch über dieses Thema, als eine der Entwicklungen, die im Interface Design fürs Internet mit den größten Einfluss haben wird.
Heute bin ich nun auf folgendes Video von Cam-Trax, was zwar noch keine Webanwendungen ist, ab schon sehr gut zeigt wo die Reise hingehen wird …
Hier noch einmal ein „Test Drive“ mit der Technologie und Need for Speed:
Insbesondere der Aspekt das man Fingerbewegungen tracken kann (bisher ja nur mit den kleinen Fingerhütchen, aber immer hin), dürfte für die gerade so gehypte Multitouch-Nachfrage interessant sein. Ich bin gespannt, wie lange es jetzt noch dauert, bis es die erste Flash-Umsetzung gibt, mit der ich eine Webseite durch Objektracking (von Fingern) steuern kann.
Übrigens, auf der Seite von den Machern von Cam-Trax kann man sich als Developer oder Bester Tester anmelden. Mehr unter: www.cam-trax.com
Zum Thema Objekterkennung mit der Webcam empfehle ich auch noch mal den, erst vor ein paar Tagen geschriebenen Beitrag über die ViPR-Technologie.
Im Vergleich nur schon fast unspektakulär ist da eine Anwendung die Qi für Heineken realisiert haben. Bei der kann ich eine Heineken-Flasche in die Webcam halten und diese wird mir dann geklont.

Hier zur (leider nur niederländischen) Seite:
www.heineken.nl/main.html#view=…
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… möchte ich gerne den mehrfachen Wunsch nachkommen und meinen Vortrag noch online stellen:
(falls etwas komisch aussieht, leider sind bei der Slideshare-Konvertierung ein paar Transparenzen verloren gegangen)
Viele Themen konnte ich ja nur gaaanz kurz anreißen und wären es eigentlich Wert in einem Extravortrag noch mal ausführlich behandelt zu werden. So zum Beispiel “Wie gestalte ich eine optimale Suche”, “Einfaches Usability-Testing im Firmenalltag”, “Web Site Building – von der Konzeption, über die Gestaltung und Evaluation bis zur Veröffentlichung” etc. …
Also, wenn jemand dazu bzw. zum Vortrag Fragen/Kritik/Anregungen hat, dann können wir diese sehr gerne hier im Blog diskutieren oder einfach per eMail/Telefon.
Alle die den Vortrag auch noch gerne in “echt” sehen möchten, sind schon heute herzlich zum World Usability Day in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg eingeladen. Am 13. November werde ich davon noch mal einer aktualisierte und erweitere Version halten.
Mehr Infos dazu wird es ab Juli unter www.supernuetzlich.de geben.
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Im letzten Beitrag habe ich gerade noch davon geschrieben, dass das dort vorgestellte System erst richtig Sinn macht, wenn man dieses mit eine Augmented Reality System verbindet – dazu nun der heutige Nachtrag …
… genau an einer solchen Lösung forscht gerade der Absolvent der Tokioter Universität Hideki Nakayama.
Die an Laboratory of the Information Science and Technology entwickelte Software für die Kombination aus Head Mounted Camera and Display ist somit wieder mal ein Schritt näher zur omnipräsenten Informationsbereitstellung.
Nicht nur Lernsysteme und gehandicapte Personen werden davon profitieren, sondern (so hoffe ich) auch vielleicht ich selber eines Tage, wenn dann mein ganz furchtbar schlechtes Namens- und Personengedächtnis ausgeglichen wird, in dem mir einfach in meine Kontaktlinse der Name und alle weiteren Daten, der durch die Technik längst erkannten Person eingeblendet wird.
Danke!
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Jeder der schon einmal Semapedia genutzt hat, weiß wie toll das ist, wenn sich die Frage „Wat is‘ dat denn?“ mit einem Klick beantworten lässt. Die Firma Evolution Robotics geht mit der Verwendung der sogenannten ViPR (visual pattern recognition) Technologie noch einen Schritt weiter.
Diese ermöglicht es ein Bild innerhalb kürzester Zeit auf seinen Inhalte zu analysieren und zu den erkannten Gegenständen weitere Informationen anzubieten. Je nach verwendeten Datenquellen kann so zum Beispiel, wenn einem ein DVD-Cover vor die Linse kommt, die Inhalte des Films, Bestellmöglichkeiten, die Musik des Soundtracks oder gar Videoausschnitte präsentiert werden.
Leider ist diese Technologie bisher nur serverseitig verfügbar, so dass die Bilder zum Zentralrechner gesendet werden müssen und dieser dann eine eMail mit den „Analyseergebnissen“ zurücksendet.
Langfristig ist die ViPR-Technologie natürlich sehr interessant, wenn man sie mit Augmented Reality Systemen verbindet, wie zum Beispiele das hier oder dieses hier.
Mehr (leider nur englische) Infos dazu unter: www.evolution.com/core/ViPR/
PS. Auf der Seite kann man übrigen ganz unten auch noch ein sehr schönes Anwendungsbeispiel sehen, den LaneHawk. Dieser wir im Fussbereich von Kassen im Supermarkt installiert und erkennt, wenn dann doch noch „ganz zufällig“ auf der unteren Ablage des Einkaufswagens etwas „vergessen“ wurde. Das nenne ich mal ein schnelles Amortisierungsmodell.
Tags: 3D, Assistenzsystem, augmented_reality, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, internet, MMI, UID, visualisierung, webapplikation
34 Jahre nach dem ersten gelben Post-it gibt es nun die „Version 2.0“ … also genau genommen „nur“ eine digitale Erweiterung für die altehrwürdigen Klebezettel.
Mit dem Projekt „Quickies“ hat die „Ambient Intelligence Group“ des MIT Media Laboratory dazu eine Möglichkeit geschaffen, das der handschriftlich geschrieben Text gleich automatisch digitalisiert und ausgewertet wird. Also Termine werden als Termin erkannt und in den Kalender eingefügt, Aufgaben in die Aufgabenliste und so weiter. Ebsenso an wenn sich das Post-it richtet … Mehr dazu im Video:
Besonders herausragend finde ich die Kombination mit RFID-Tags, so dass ich meine Post-its auch überall wiederfinde oder sie gar selber, z.B. beim Vorbeigehen mit einem entsprechenden Endgerät, nach Aufmerksamkeit schreien …
Mehr dazu auf der (leider nur englischen) Projektseite des MIT:
http://ambient.media.mit.edu/projects.php?action=details&id=16
Tags: Assistenzsystem, design, echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, lesen, media-lab, mit, MMI, RFID, schreiben, UID, Usability, virtuell, vista, visualisierung, webapplikation
Das Kunst und Interface Design ganz gut zusammenpassen können, ist spätestens seit der Entstehung der Ars Electronica im Jahre 1979 bekannt. Vor einer Woche wurde dies nun wieder sehr anschaulich von einem der Künstler, der auch auf der Ars Electronica fast schon zu den „Stammgästen“ gehört, Zachary Lieberman demonstriert.
Dieser war nämlich einer der Sprecher auf der see conference #3 in Wiesbaden. Hier ein kleiner Ausschnitt aus seiner Performance:
Für seine „Schattenspiele“ nutzt Liebermann dafür einen Overheadprojektor der zusätzlich noch eine Kamera + Software hat, die die Objekte und Hand- und Fingergesten erkennt. Die daraus resultierenden „digitalen Erweiterungen“ werden dann mit einem Videoprojektor noch auf das „manuelle“ Bild projiziert.
Die Performance gehört zu einer Reihe die Zachary Lieberman und sein Mitstreiter Golan Levin 2004 unter dem Namen „The Manual Input Sessions“ erstmal gezeigt haben. Mehr zu diesem außergewöhnlichen Projekt gibt es auf der (leider nur englischen) Webseite:
Wer die ganze Aufführung und darüber hinaus noch einen Vortrag über andere Arbeiten von Lieberman sehen möchte, dem sei die Webseite der Konferenz empfohlen:
see-conference.com/#/de/Livestream/…
Für mich war das übrigens der erste Besuch auf der, von der Agentur Scholz & Volkmer mittlerweile zum dritten Mal (und mit viel Liebe zum Detail) veranstalteten Konferenz. Und ich muss sagen, ich bin noch immer begeistert. Für einen moderaten Teilnehmerbeitrag von 70 Euro gaben sich über sechs Stunden lang hochkarätige Sprecher die Klinke in die Hand. Unter anderem auch Frank van Ham (wir berichteten über sein Projekt hier) und Ben Fry. Die gesamte Liste der Sprecher und Videoaufzeichnungen aller Vorträge kann unter folgender Adresse abgerufen werden:
www.see-conference.org/#/de/see3/Overview
Insofern, freue ich mich schon auf die see #4
Tags: animation, echtzeit, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, virtuell, visualisierung
Erstmal nichts spektakuläres, wenn man dann aber die Kamera in ein Fahrzeug montiert und den Fahrer über eine Fernsteuerung das Vehikel bedienen lässt, dann hat man laut den Angaben des Herstellers nur noch eine 5- bis 10-prozentige Verschlechterung, als wenn man selber im Fahrzeug sitzen würde.
Im Vergleich dazu ist eine Bedienung über eine „feste Kamera + nur Joystick – Steuerung“ etwa um 70 Prozent schlechter.
Tja, und was kann man mit so einer tollen Erkenntnis als erstes bauen?
Natürlich ein perfektes Kampffahrzeug!
Für mich als Pazifisten ist das Video eine absolute Zumutung!
Einzig tröstend ist, dass diese militärische Entwicklung, mal wieder den Weg bereitet für daraus abgeleitet zivile/kommerzielle Produkte, wie beispielsweise ferngesteuerte Roboter für Feuerwehr, Abwasseranlagen, Kampfmittelbeseitigung, Unterwassereinsätze und wo sonst noch kein Mensch reinpasst oder sein Leben riskieren möchte …
In diesem Sinne,
Der Friede ist das Meisterstück der Vernunft. (Immanuel Kant)
Tags: , Assistenzsystem, auto, echtzeit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, head-tracking, interface, MMI
Anscheint rücken wir dem ersten Release vom BumpTop (wir berichteten hier und hier) immer näher …
… von der kürzlich zu Ende gegangen Stanford University’s Cool Product Expo (CPX) ist dieses Video mit dem Schöpfer, Anand Agarawala, aufgetaucht. Darin kann man schon sehr gut sehen, wir sich sein System in die Windows-Umgebung integrieren wird.
Aktuell kann man sich auf der Webseite zu einer „Private-Beta“ anmelden und wenn ich Agarawala im Video richtig verstanden habe, ist wohl eine Veröffentlichung noch gegen Ende des Jahres geplant.
Zur (leider nur englischen) Projektseite: www.bumptop.com
Tags: , 3D, desktop, eingabesystem, forschung, GUI, icon, interface, jeff_han, MMI, software, UID, virtuell, visualisierung, windows
Die guten Lösungen liegen mal wieder so nah und wenn man diese sieht, sagt man sich „… das ist ja einfach, da wäre ich auch drauf gekommen“ – seit Ihr aber nicht! Sondern das Georgia Institute of Technology!
Bisher war das Problem bei Robotern, die insbesondere körperlich beeinträchtigte Menschen unterstützen sollen, das richtige und vor allem schnelle Erkennen von Gegenständen. Während der Mensch einmal schnell das gesamte Zimmer visuell „scannt“ und dann das Telefon unter dem Sofakissen hervorblitzen sieht, suchen sich unsere mechanischen Freunde fast zu Tode.
Genau für dieses Probleme haben nun die Forscher vom Georgia Tech Healthcare Robotics Lab eine Lösung gefunden: einen Laserpointer!
Genauer gesagt, ein ganzes Robotorsystem, namens „El-E“
Das Erkennen des extrem hellen Laserlichtpunktes ist natürlich x-fach einfacher und schneller, als das graue Telefon auf dem grauen Sofa über die herkömmlichen Kamerasysteme zu finden.
Dieses System hat aber auch noch einen weiteren Vorteil, mussten die Gehandicapten bisher einen Roboter per Gesten oder Sprache steuern, so muss nun lediglich der Laserpointer auf den zu interagierenden Gegenstand gerichtet werden. Dies kann im minimalsten Fall mit einem einzigen Finger oder mit einem am Kopf befestigten Strahler geschehen kann.
Weitere Infos dazu unter:
www.heise.de/tr/Hilfreiche-Hand–/artikel/105853/0/100
Zur Seite des Health Systems Institute at Georgia Tech
Tags: Assistenzsystem, barrierefreiheit, einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, suche, UID, Usability
Über die sogenannten BCI‘s hatten wir ja schon des öfteren berichtet. (Siehe hier, hier und hier). Nun hat vor kurzem die amerikanische Firma Emotiv Systems eine fast serienreife Version ihres Emotiv EPOC™ vorgestellt.
Bei diesem „Eingabegerät“ handelt es sich um ein „Headset“ im Wortsinne, in dem Sensoren die Gehirnströme messen und kabellos an einen USB-Dongle senden. Ein spezielles Programm wertet die Signale aus und setzt diese dann zur Steuerung der Software um.
Laut eigenen Angaben, werden bisher 12 Aktionen erkannt, so zum Beispiel: anheben, fallen lassen, rotieren, drücken, ziehen und so weiter …
Natürlich kann man dabei Objekte nicht so genau steuern, wie man es beispielsweise mit der Maus könnte, aber dafür eben rein durch die Kraft seiner eigenen Gedanken.
Abgesehen vom Spielemarkt ist dies für körperlich stark beeinträchtige Menschen „ein günstiger Einstieg“, um virtuelle oder physische Gegenstände kontrollieren zu können. Ich hoffe, es wird daran auch gedacht und entsprechende Softwarelösungen angeboten.
Im übrigen, sollen bei dieser Art der Steuerung Kinder bedeuten besser sein, da diese erheblich weniger blockiert sind als Erwachsene, so sagte dies jedenfalls Randy Breen (Emotiv’s Produktleiter) gegenüber CNET News.com. „Eine Menge Kinder phantasieren davon, eine Tasse (telekinetisch) zu bewegen und glauben es.“
Abgesehen von der Objektsteuerung werden auch die Gesichtsausdrücke erkannt und können so, beispielsweise auf einen virtuellen Avatar, übertragen werden.
Wenn man Emotiv glauben darf, so soll die kleine Haube Ende des Jahres für 299 Dollar auf den Markt kommen.
Mehr (leider nur englische) Infos unter:
www.emotiv.com
Tags: analyse, barrierefreiheit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Usability, visualisierung
Und wieder mal ist es eine Zukunftsversion von Nokia, die neue Wege in der Handhabung mobiler Geräte zeigt. (Sie dazu auch vergangene Meldungen hier, hier und hier)
Das im Video vorgestellte Konzept „Morph“ ist eine Kooperationsentwicklung mit der Universität Cambridge und wurde zur Ausstellung “Design and the Elastic Mind” im Museum of Modern Art, New York, vorgestellt.
Mit dem Konzept sollen die Möglichkeiten, die in Zukunft durch die Nanotechnologie geschaffen werden demonstriert werden. So zeigt „Morph“ sehr schön eine neue Art von Gerät, das durch die Verwendung von flexiblen Materialen, transparenter Elektronik und selbstreinigenden Oberflächen auch eine neue Art in der Handhabung und im Umgang mit Daten aufzeigt.
Nokia selber gibt dazu bekannt, das die ersten Elemente aus diesem Konzept bereits in den nächsten sieben Jahren in „High-End Handhelds“ umgesetzt sein könnten.
Wie ich finde, ein guter weiterer Schritt in Richtung Ubiquitous Computing – die Rechner sind „einfach da“ und passen sich immer mehr an mein „Menschsein“ an.
Mehr (leider nur englische Infos) untern: www.nokia.com/A4852062
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, mobiltelefon, nokia, UID, Usability, virtuell, visualisierung
Einer der großen Vorteile, die “richtiges” Fernsehen gegenüber Internetvideos (mal abgesehen von Joost & Co) bietet, ist das Zapping.
Denn obwohl ich jemand bin, der fast ausschließlich gezielt Sendungen schaut, möchte auch ich mal einfach nur “so vor die Glotze hängen”, um das Gehirn auf “Leerlauf” zu schalten. Bei dieser “visuelle Suche” findet man dann oft sehr interessante Sendungen, die man über den Titel/Beschreibung im EPG wahrscheinlich nicht ausgewählt hätte.
Wenn man im Internet recherchiert kennt man dieses Phänomen in ähnlicher Weise. Über Links und Hinweise kommt völlig man von seinem eigentlich Ziel ab und surft so wild durch die Webwelt (sog. “Wilfing“). Bei Webvideos war dies bisher kaum möglich. Einzig über Vorschläge “Thematisch ähnlicher Videos” auf der selben Seite konnte man das “Ungesuchte” finden. Es fehlte bisher ein “echtes” Zapping durch die Sparten.
Umso mehr war ich begeistert, als ich von “YouTube Warp – Im Vollbild-Player visuell durch YouTube-Videos zappen” lass. Endlich gibt es ein Lösung, die YouTube von einer Lean-Forward User Experience zu einer Lean-Back UX werden lässt (mehr dazu auch hier) – so dachte ich jedenfalls.
Tja, was soll ich sagen, was einem beim Aufrufen von YouTube Warp begrüßt ist das hier:

… eine für Videos ungeeignete Informationsaufbereitung, die dazu ein wenig an eine Lösung von digg erinnert, von der Bedienung miserabel ist und so gar nichts mit “visuell durch YouTube-Videos zappen” zu tun hat.
Schade. Chance völlig vertan.
Aber wie immer, am besten selber eine Meinung bilden unter: http://de.youtube.com/warp_speed
PS. Auf einem wesentlich besseren Weg ist da schon neave.tv.

Beim deren Technology-Kanal bin ich doch glatt gleich bei mehren Videos “hängengeblieben”. Wenn die Macher jetzt noch die Cursortasten mit einem Kanalwechsel belegen würden, dann könnte ich mich schon super Zurücklehnen und mit meiner Computer-Fernbedienung weiterzappen.
Mehr unter: www.neave.tv
Tags: einfach, eingabesystem, flash, forschung, GUI, interface, internet, Live, MMI, suche, TV, UID, Usability, visualisierung, webapplikation
… um genau zu sein: nicht Kunst, sondern eine Art “Werbeform”. Aber laut KSK ist das ja sowieso alles eins.
Denn um ganz genau zu sein: hinter dem Projekt steckt die “kreativste Werbeagentur Deutschlands” Jung von Matt.
Mit ihrem Projekt “nextwall” wollen diese “street art” mit “digital media” kombinieren. Dafür haben sie sich jede Menge bekannter Graffiti-Künstler eingeladen und experimentieren mit diesen gerade fleißig herum.
Ein Ergebnis dieser Forschungen ist zum Beispiel “Tagged in Motion”. Bei diesem wurde “Star-Sprayer” DAIM mit Markern versehen, um seine Position mittels mehrerer Kameras dreidimensional bestimmen zu können. Ebenso bekam er eine virutelle Sprühdose in die Hand gedrückt, die ebenfalls erfasst wurde. Aber alles weitere erklärt auch wunderbar folgendes Video:
Mehr zum Projekt unter: www.nextwall.de
Tags: 3D, augmented_reality, design, eingabesystem, forschung, head-tracking, interface, schreiben, virtuell, visualisierung
… im Mai hatten wir ja schon einmal über die Optimus Maximus Tastatur berichtet, deren Innovation ja auch frei definierbare, content sensitive Tasten sind. Im übrigen, soll diese nun nach mehrfachen Vertrösten auch wirklich bald erhältlich sein. Selbst bei ebay ist schon ein Einzelstück aufgetaucht.
Jedenfalls, hat das dahintersteckende Designstudio “Art. Lebedev” auch schon einen möglichen Nachfolger vorgestellt: das Optimus Tactus Keyboard.

Bei diesem Konzept kann nun völlig frei die gesamte Belegung bestimmt werden. Allerdings hätte man dabei wieder das Problem mit dem fehlendem haptisches Feedback. (An diese Stelle sei noch einmal auf Nokias Forschungen mit kleinen Piezoelementen unter der Oberfläche verwiesen. Siehe hier).
Mehr Infos zum Optimus Tactus unter:
www.artlebedev.com/everything/optimus-tactus/
Übrigens, im Blog der der Firma schreibt Artemy Lebedev gerade sehr schön über über die Geschichte der “Display-Tasten”. So zum Beispiel angefangen von IBM Forschungen aus den 70zigern, über Siemens Telefonanlagen, bis hin zu “Mitbewerbern”. Zum (glücklicherweise nicht in russischen, aber englischen) Beitrag: http://community.livejournal.com/optimus_project/52831.html
Tags: , auflösung, barrierefreiheit, design, display, dvorak, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, qwerty, touchscreen, UID, Usability, visualisierung analyse
Als wir im Jahr 2004 eine Studie zur Handynutzung bei 50+ Nutzer durchführten, gab es immer wieder ein Problem: Die bis zu vier Tasten unter dem Display (= Softkeys) wechselten ständig ihre Funktion, was mit steigenden Alter immer schwieriger nachvollziehbar ist. Siehe unsere Videoanalyse:
Nun hat man zur Lösung des Problems drei Möglichkeiten:
1. man baut für jede Funktion eine extra Taste
2. man verwendet einen Touchscreen
oder
3. man macht es so, wie beim neuen Motorola Rokr E8.
Das zur CES vorgestellte Handy besitzt nämlich ein (für Mobiltelefone) neues Interface. Hinter einer glasartigen Oberfläche verbergen sich zwei Displays. Eines ist davon der herkömmliche Bildschirm und das andere bildet die Tasten ab – und somit können die Tasten natürlich unterschiedliche Zustände/Funktionen abbilden. Hier gut im Video zu sehen:
Somit hat man je nach gerade laufender Anwendung eine context sensitive und somit intuitivere Bedienung. Zudem gibt es noch einen Vorteil gegenüber einem Touchscreen: die Tasten sind weiterhin Tasten und ich erhalte auch ein haptisches Feedback. (Obwohl daran schon bei mehreren Herstellern geforscht wird, dies auch bei normalen Touchscreen zu erreichen. Siehe hier).
Aber alles hat auch eine Kehrseite und so hier auch. Leider reicht nämlich bei dieser Umsetzung der Platz nicht mehr für eine Beschriftung der Tasten-Icons. Insofern müssten diese – für alle Altersgruppen – wirklich intuitiv sein. Eine schöne Aufgabe für einen Interface Designer …
PS. Mir ist natürlich klar, dass dieses Mobiltelefon für alles andere als für die Zielgruppe Senioren entworfen wurde. Es geht mir nur darum ästhetische und praktikable Bedienkonzepte zu finden, als kransteuerungsartige Gestaltungen wie sie derzeit auf dem Markt erhältlich sind:
Dazu aber noch eine Richtigstellung: Auch wenn ich nicht glaube, das ich meiner Oma mit so einem “Behindertenhandy” nach Hause kommen darf (den diese hat nicht mit 50 auf einmal ihr Gefühl für Ästhetik an der Garderobe abgelegt), auf jeden Fall habe ich größten Respekt und Hochachtung vor Dr. Khoschlessan, der es mit enormen Engagement tatsächlich geschafft hat, sein Mobiltelefon in Deutschland zu produzieren – und nun wohl auch der einzige Handyhersteller in Deutschland ist
Wir hatten uns da übrigens auch schon mal etwas überlegt …
Einfach nur telefonieren – Das Handykonzept Mono
… falls also jemand etwas Venture Capital gut anlegen möchte, bitte melden
Mehr (leider nur englische) Infos zum ROKR E8 unter direct.motorola.com/hellomoto/rokre8/
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Eine sehr schöne kommentierte Demonstration und Einschätzung des iPhone-Interfaces hat gerade Edward Tufte auf seiner Internetseite veröffentlicht. Darin beschreibt der Informationsdesigner, an welchen Stellen die besonders gut Daten abgebildet werden und an welchen Stellen noch optimiert werden könnte – natürlich mit den von ihm entworfenen Visualisierungsverfahren. (Zum Beispiel mit einer Sparkline für die Börsendaten).
Grundlegend ist seine Aussage, das man doch die hohe Displayauflösung für detaillierte Informationen (nicht mehr Informationen!) nutzen sollte. Aber dazu mehr im (leider nur englischen) Video:

Was Tufte allerdings meiner Meinung nach vergisst, ist die Lesbarkeit. Sicherlich lassen sich bei kleinerer Schriftgröße noch detailliertere Informationen abbilden, als Apple das bisher tut. Allerdings sollte man nicht das Nutzungsszenario vergessen. In den meisten Fällen hält man doch das iPhone doch etwa auf Bauch-Brust-Höhe vor seinem Körper, also durchschnittlich etwa 40 Zentimetern entfernt von den Augen – ob dort allerdings noch sein Schriftgrößenvorschlag einfach zu lesen ist, wage ich zu bezweifeln.
Edward Tufte’s (leider nur englischen) Textbeitrag dazu unter: www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=00036T&topic_id=1
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Sag ich unter Interfacelern das Wort “Minority Report”, kriege ich entweder als Reaktion verdrehte oder leuchtende Augen. Wer zur letzteren Fraktion gehört, den wird der heutige Eintrag freuen. Allen anderen, sei an dieser Stelle noch mal dieser Artikel empfohlen.
Ok, zurück zur selbstgebauten Gestensteuerung. Ihr alle kennt sicher noch die Szene mit dem gewölbten Screen und den Handschuhen? Wenn nicht, einfach noch mal hier ab Minute 4:30 schauen:
Ähnliche Systeme wurden ja nun mittlerweile mannigfaltig und sogar kommerziell gebaut. Siehe hier, hier, hier und hier. Insofern dachte ich auch schon, das Thema wäre endgültig ausgereizt. Nun aber doch noch mal eine Idee, die ich technologisch sehr spannend und vor allem einfach gelöst finde.
Sicherlich habt ihr von Johnny Chung Lee’s umgedrehter Wii-Idee gehört, um so einen 3D-Effekt zu erzeugen. Hier übrigens noch mal das Video:
Jedenfalls hat auf Basis dieser Idee Rick Barraza, von Cynergy Labs, einfach die Infrarotsender an Handschuhen befestigt und acht Tage in Microsoft WPF bzw. Silverlight programmiert und rausgekommen ist:
Genau, ein einfache Handgestensteuerung, die jeder Wii-Besitzer jetzt zu Hause nachbauen kann
Das es tatsächlich für den “Heimgebrauch” aber noch einfach geht und sogar mit 3D-Erkennung (jedoch mit nicht ganz so guter Genauigkeit), beweist Cem Keskin vom Computer Engineering Fachbereich der Bosaziçi Universität in Istanbul. Auf seiner Seite gibt es dazu auch ein Demovideo.
Im übrigen, bietet dieser seine Applikation sogar zum freien Download an.
Mehr dazu unter:
www.cmpe.boun.edu.tr/~keskinc/
Und mehr zu Cynergy Labs unter:
labs.cynergysystems.com
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Und schon wieder muss ich auf einen kurzen veröffentlichten Eintrag verweisen. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das 3D-Eingabesystem von 3dvsystems.com? (Wenn nicht, einfach noch mal hier klicken). Bei diesem System wurde ja über Infrarotimpulse der Raum aufgenommen, so das Bewegungen dreidimensional “getrackt” werden können.
Das es noch etwas einfacher geht, zeigt das Projekt “HIJT”. Das für “Haptic Interface And Joints Tracking” stehende System, basiert auf einer einfachen Webcam und einer Software die beliebige Objekte nachverfolgen kann. Somit kann auch deren Veränderung im Raum erkannt werden und das wiederum im Umkehrschluss für eine Navigation genutzt werden, wie im folgenden Video gut zu sehen ist:
Ursprünglich wurde das System zur Überwachung von Brücken entwickelt, welches Alarm schlägt, wenn die Bewegung der Brücke über einen bestimmten Parameter hinaus geht. Ein anderes Anwendungsfeld ist das Motion Capturing von Personen, um so Avatare in Videospielen oder anderen virtuellen Umgebungen zu steuern.
Der Link zu den Leuten hinter der Idee: www.thinkthing.net
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Könnt ihr euch noch an den Blogeintrag über die Konzepte von der Microsoft Research Abteilung erinnern – wenn nicht, einfach noch mal hier klicken und das Video ab der zweiten Minute genau anschauen …
Dort wird ja dieser “intelligente Tisch” gezeigt, der reale Objekte auf den Tisch übernimmt/scant und die man dann manipulieren kann. Genau sowas haben sich auch Studenten des Industrial Design Fachbereiches der Universität Eindhoven gedacht und haben einen derartigen Prototyp entwickelt:
Das Projekt mit dem Namen “Blue Eye – Making Mood Boards in Augmented Reality” nutzt dafür eine Glasoberfläche, mit einer darüber angebrachten Kamera und einen Projektor mit Spiegel darunter.
Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter: www.vip.id.tue.nl/papers/blueeye.pdf
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Hatten wir vor kurzem erst über die neue EyeToy-Version berichtet, die es ermöglicht reale Objekte in Spiele von integrieren, so können wir heute über ein Kamerasystem berichten, das ebenfalls reale “Dinge” in Spiele überträgt, nämlich: Bewegungen.
“Moment”, werden jetzt sicher einige schreien, “das ist doch nichts Neues” – und das stimmt natürlich. Beispielsweise auch bei Sonys EyeToys werden natürlich Bewegungen erkannt – allerdings nur zweidimensional. Als kommerzielles Produkt, das 3D-Spielsteuerungen erlaubt, ist mir bisher nur die Wii bekannt.
Im Gegensatz zu dieser braucht man bei der sogennanten “ZCam” allerdings keine Controller mehr in die Hand nehmen. Das Besondere ist, das Bewegungen dreidimmensonal im Raum erkannt werden können. Das folgende Video zeigt dazu sehr gut die Anwendungsmöglichkeit für Spiele, verschiedene Applikationen und auch ein wenig die Funktionsweise:
(BITTE VORHER DEN TON AUSSCHALTEN … wenn ihr es nicht tut, wisst ihr ja dann, warum ich diese Empfehlung gebe
)
Entwickelt wurde die Technik von der israelischen Firma 3DV Systems. Das Prinzip beruht auf kurze Infrarotimpulse, die 60 mal pro Sekunde von der Kamera ausgesandt werden. Die Reflexionen durch die Objekte im Raum und deren Ortsveränderung werden dann gemessen und ausgewertet.
Mehr (leider nur englische) Infos und weitere Videos unter:
www.3dvsystems.com
Und weil’s so schön ist, hier auch noch ein weiteres Anwendungsbeispiel aus dem Spielebereich:
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Das Nintendo mit ihrer Konsole einen einschlagenden Erfolg hatte, durfte ich nicht nur am eigenen Leib testen sondern erkennt man auch an überwältigenden Nachfrage zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft.
Ein findiger amerikanischer Student hat die Steuerung der Wii für die Verwendung auf Whiteboards arrangiert. Damit ist es möglich, sehr preiswert Multitouchanwendungen zu realisieren und steuern. In einem Video zeigt er die volle Möglichkeit seiner Idee, auf seiner Seite findet man ein Anleitung, wie man das Ganze selbst benutzen kann.
Quelle:
http://www.cs.cmu.edu/~johnny/projects/wii/
Tags: , eingabesystem, interface, Nintendo, UID, wii
Gestern hatte ich ja schon vom Hauptgrund meiner Singapur-Reise berichtet, heute nun der Hinweis auf zwei Ausstellungen, die man sich als Interaction Designer nicht entgehen lassen sollte – einziger Harken: beide in Singapur. Aber zumindest bezüglich der “DAT – Digital Art & Technology” gibt es noch eine Alternative, aber dazu gleich mehr.
Beginnen wir zunächst mit dem Tipp Nr. 1 – Das Singapore Science Centre
Wer in Deutschland das SPECTRUM – also, das Science Center im Deutschen Technikmuseum Berlin oder das Universum Science Center in Bremen oder phaeno, das Science Center in Wolfsburg kennt, der wird vieles altbekanntes wieder entdecken, aber auch einiges neues. Abgesehen von der bunteren Aufmachung …

… sind hier insbesondere die digitalen Arbeiten hervorzuheben. Bei denen merkt man sehr deutlich den Einfluss vom Mixed Reality Lab Singapur (siehe dazu auch hier), die dort regelmäßig mit Ausstellungen vertreten sind. Womit wir auch schon beim Thema sind.

Ein schönes “Mixed Reality”-Exponat ist dort ein Lernsystem für chinesische Wörter. Diese hält man einfach vor den Monitor und schon wird einem das entsprechende Schriftzeichen in 3D auf der Karte angezeigt und vorgelesen.
Derartige Sachen gibt es noch unzählige mehr. Unter anderem kann man auch einen eigenes personalisierten RFID-Chip erstellen und dann mit den Exponaten interagieren.

Ganz auf Spaßfaktor war dafür diese Wand ausgelegt, die die eigenen Bewegung erkannt hat und dann mit unterschiedlichen Effekten in Lebensgröße und Echtzeit wiedergegeben hat.

Auch ein großer Spaß, insbesondere für die “Kiddis”, digitale Klötze “wegkicken” …

… oder (mit typisch asiatisch verspielten Grafiken) á la EyeToys digitalen Kopfball spielen.

Eine sehr effektive Art, um durch GoogeEarth/Maps zu navigieren war noch dieser Tisch, der mich etwas an den Globe 4D erinnert hat. Durch kippen des Tisches konnte man die Karte bewegen und wenn man den ganzen Tisch drehte: rein- und rauszoomen.
So, kommen wir aber nun zum Highlight:
die DAT – Digital Art & Technology Ausstellung
Womit ich auch schon bei der versprochenen Alternative bin. Denn man muss nicht unbedingt den weiten Weg nach Singapur antreten, um zwar nicht die selben, aber zumindest genau so spannende Exponate mit allen Sinnen zu erfahren. Denn die DAT ist genau genommen eine bunt zusammengestellte Ausstellung von Installationen der Ars Eletronica. Insofern kann man auch in das “Museum der Zukunft” nach Linz reisen und wird dort eine bestimmt ähnlich tolle “Erfahrung” machen.
Trotzdem kurz drei exemplarische Höhepunkte aus den etwa dreißig Ausstellungsstücken.

So zum Beispiel diese Uhr. Im Außenring die Sekunden, dann Minuten und Stunden. In der Mitte ist eine kleine Kamera, die alles aufzeichnet was sich vor Ihrer Linse bewegt. Wenn man genau hinschaut, sieht man mich auch noch dort im äußeren Ring stehen und bei den Minuten -gerade schon so- als schwarzen Balken.

Für jeden der schon einmal seine Identität ändern wollte, gab es dieses Projekt. Wie man im Vordergrund sieht, braucht man sich nur einen Marker auf den Kopf setzen und schon wurden die Kopfbewegungen erkannt. Verbunden mit einem Videosignal wurde dann einfach der eigene Kopf gegen einen fremden Kopf ausgetauscht. Also, für alle die das Gefühl nicht kennen, nach einer durchzechten Nacht in ein völlig fremdes Spiegelbild zu schauen, ist das ein wirklich Alternative

Abschließend noch eine einfache, aber ebenso geniale Idee. Da ich als Strohwitwer praktisch immer allein schlafe, würde ich mir gerne “Telematic Dreaming” für zu Hause wünschen. Bei diesem sind zwei Doppelbetten per Videoübertragung verbunden und der jeweils auf der anderen Seite liegende wird entsprechenden projiziert. Das schaft eine spannende Nähe und ein komisches Gefühl. Denn man kann direkt miteinander interagieren, aber das haptische Gefühl ist völlig widersprüchlich zum Gesehenen.
Die gesamte (leider nur englische) Übersicht aller Exponate und Infos zu Ausstellung findet man hier:
www.aec.at/singapore_dat07/en/projects01.asp
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Vor kurzem hatten wir ja schon über die neue S60 Plattform berichtet, mit der Nokia zum iPhone aufschliessen will. Nun hat cnet auf seiner Seite noch eine sehr interessante Präsentation veröffentlicht, in der Nokia seine Zukunftsvisionen genauer beschreibt:

Womit die Finnen besonders weit vorpreschen ist das ?Taktile Feedback? für deren neue Touchscreens. Mit diesen wollen Sie eine haptische Rückkopplung erreichen, wie man es von einer Tastatur gewohnt ist.
Das Geheimnis der Technologie: Kleine Piezosensoren unter dem Display erzeugen eine 0,1 mm starke Bewegung des Oberfläche.
Neben den allgemeinen Vorteilen der neuen Touchscreens und Sensoren wurde auch das neue Nokia Internet Tablet N800 angepriesen, das in Kürze erscheint. Einen kleinen spielerischen Vorgeschmack dazu bietet folgendes Video:
Wer noch mehr Details über Nokias Zukunftspläne wissen möchte, dem sei die Seite zur Veranstaltung ?The Way We Live Next? empfohlen. Dort können alle Vorträge als PDF heruntergeladen werden:
www.nokia.com/A4632105
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Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten wir über ein Projekt von NTT DoCoMo berichtet, das einen “virtuelles Händeschütteln” mit einem entfernten Gesprächspartner erlaubt. Nun setzten unsere japanischen Forscher noch eins drauf und präsentieren einen ganzen Roboter mit dem interagieren kann.
Den auf U-Tsu-Shi-O-Mi getauften ?interaktiven ?Mixed Reality? humanoiden Roboter?, wird dazu mittels eines Head-Mounted-Display, ein dreidimensionaler Avatar ?draufgemapt?. Die virtuelle Figur bewegt sich dabei natürlich synchron mit dem physischen Roboter, so dass tatsächlich ein Händeschütteln möglich ist.
Wenn die Forscher dieses Entwicklungstempo beibehalten, freue ich mich schon auf die nächste Meldung von NTT in ein paar Monaten. Wahrscheinlich besteht dann die grüne “Froschhaut? des Roboters aus einem flexiblen OLED-Display, so das die Textur direkt ?draufgemapt? werden kann.
Mehr (leider nur englisch/japanische) Infos unter: http://wingover.jp/
Tags: , 3D, augmented_reality, echtzeit, eingabesystem, head-tracking, interface, MMI, NTT-DoCoMo, UID, virtuell
Wir hatten ja nun schon öfters das Thema automatische Sensorsteuerung in mobilen Geräten, nun schlägt jedoch genau in diese Kerbe ein Artikel des MIT Journals Technology Review (TR).
In diesem wird der Hype um das iPhone (mit seinem diversen Sensoren) als Aufhänger genutzt, um ein Konzept des MIT Media Labs vorzustellen: ?Reality Mining?.
Schade, das dieses eigentlich rein wissenschaftliche Magazin so eine Hülle braucht, um ihre Ideen zu kommunizieren … Ok, kommen wir mal zur Kern der Sache:
?Reality Mining? ist im Grund nichts anderes, als das Sammeln von persönlichen Daten über diverse Sensoren und deren Analyse und Darstellung.
Mittelpunkt der Systeme ist neben der Positionsbestimmung durch GPS (oder notfalls Mobilfunk-Zelle) die Auswertung des Bewegungssensors. MIT-Wissenschaftler Nathan Eagle sieht das Potential insbesondere in Verbindung mit sozialen Netzen.
Anhand der Daten des Bewegungssensors kann relativ einfach erkannt werden, ob der Besitzer gerade Fahrrad fährt, sitz oder eine Treppe rauf geht usw. In Verbindung mit weiteren Sensoren (Barometer, Thermometer, Licht, Mikrofon etc.) könnte so ein genaues Tätigkeitsprofil erstellt werden. (Im übrigen ist das System so konzipiert, das über das Mikrofon nicht die Wörter gespeichert werden, sondern nur die Art des Gesprochenen. Also, Taktabstand, Lautstärke, Stimmung, …).
Laut TR, haben Intel-Forscher mit einem solchen System Erstsemestler an der University of Washington ausgestattet und konnten so die Entwicklung der sozialen Netzwerke innerhalb des Semesters ?beobachten?. Am MIT wurden dazu auch diverse Anwendungen entwickelt (die man im Web testen kann), mit der solche gesammelten Daten visualisieren werden können (die Projektseite dazu hier). Ein Beispiel davon ist zum Beispiel die Darstellung, wer wann mit wem in verkehrt hat:
Anhand der Art der Bewegungsdaten kann im übrigen auch immer ein individuelles Tätigkeitsprofil für jeden Nutzer erstellt werden, so das System automatisch mit der Zeit lernt, welche Bewegung z.B. ?essen? bedeuten . So lässt sich dann, beispielsweise ein automatisches Tagebuch generieren:
Kling alles ein wenig beängstigend, nicht wahr? Ich seh? doch schon die Datenschützer die Klagen gegen solche Systeme tippen …
Aber es gibt auch überaus positiv Anwendungen. So könnte in der Altenpflege festgestellt werden ob der Patient regelmäßig ist oder ob dessen Status noch ?Ok? ist, was andernfalls eine Alarmierung auslösen würde.
Bleibt abzuwarten, was sich davon letztendlich durchsetzen wird und für was die iPhone-Sensoren wirklich eines Tages genutzt werden …
Im übrigen hatten wir im Dezember schon mal über ein ähnliches System vom MIT bereichtet, auf das ich gerne noch einmal hinweisen möchte: Real Time Rome
Der ganze (leider nur englische) Technology Review Artikel zum diesem Sensorik-Thema unter:
www.technologyreview.com/Infotech/18990/page1/
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, heat-map, interface, media-lab, MMI, mobiltelefon, software, spracherkennung, UID, visualisierung
Bei dem derzeitigen Hype um Apple ist es nicht verwunderlich, dass selbst in deutschen Gazetten über jedes neues Patent von unserem innovativen Freunden berichtet wird. Da brauch ich ja gar nicht mehr viel tun …
Da aber sonst hier etwas wichtiges fehlen würden, insofern heute nur zwei Verweise auf zwei interessante Artikel zu den neuen Interface-Konzepten aus Cupertino.
1. Die ?Multi-Touch-Mouse?

Mehr Infos unter: www.winfuture.de/news,32778.html
2. Das ?Multi-Touch-Pad?

Mehr Infos unter: www.golem.de/0707/53379.html
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, interface, jeff_han, MMI, touchscreen, UID
Bin ich froh, das dieses Konzept von einer Frau stammt ? als Mann hätte man sonst den Rest seines Lebens gegen den Ruf als ?Sexist? zu kämpfen …
In Lennys Blog (auch ein Magdeburger der allerdings gerade seinen PhD in Schweden macht) bin ich auf folgendes ?spannendes? Konzept gestoßen:
Geschaffen wurde das ganze im Rahmen einer Master-Arbeit von Jenny Chowdhury, die mit Ihren ?Intimen Controllern? eine neue Art der Interaktion mit Textilien in VideoGames kreieren wollte. – Ich denke das ist ihr sehr anschaulich gelungen.
Mehr (leider nur englischsprachige) Infos zu dem Projekt unter:
http://www.jennylc.com/intimate_controllers/
Tags: eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI
Im Februar hatten wir schon mal eine Lösung vorgestellt, wie auf einem Mini-Handydisplay durch eine Riesen-Karte/Bild etc. navigiert werden kann. Mit dem obigen Video fügen wir dem nun noch eine dritte Dimension zu.
Nach dem gleichen Prinzip, wie bei einer Augemented Reality Erkennung, kann so über die DataMatrix die Position bestimmt werden – nur das hier die Matrix zum Steuern benutzt wird. Ähnliches hat wir letztes Jahr (in einer nicht mobilen Variante) auch schon mal bei der Universität Halle gesehen (siehe unter Punkt 2.).
Geschaffen wurde das ganze übrigens von drei Franzosen im Rahmen des IPARLA Projekts an der Universität von Bordeaux.
Das ganze (leider nur englischsprachige) Paper gibt es unter:
http://iparla.labri.fr/publications/2005/HPG05/hachet_i3d.pdf
Tags: 3D, augmented_reality, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, PDA, UID, virtuell
Da bleibt keine Frage mehr offen:
Tags: apple, display, eingabesystem, GUI, interface, mobiltelefon, UID
Und wieder mal Neuigkeiten von unserem japanischen Telekommunikationsriesen NTT. Vor ein paar Tagen haben deren Forscher einen ?Tangible-3D-Prototypen? vorgestellt. (Es wird also nicht nur in der Teledildonik an diesem Thema geforscht
) Das aus einem Handschuh und mehreren Kameras bestehende System reproduziert in Echtzeit den haptischen Eindruck eines dreidimensionalen Videobildes. In Verbindung mit einem 3D Display (für das keine VR-Brille nötig) ist es somit möglich, einen abgebildeten Gegenstand zu berühren bzw. zumindest die Illusion davon zu haben.
Momentan funktioniert das 3D-System nur in eine Richtung, aber NTT arbeitet gerade an einer synchronen Version, so dass fühlbare Eindrücke zu beiden Seiten übertragen werden können. Insofern wäre ein virtuelles Händeschütteln in Zukunft wirklich denkbar.
Das jetzige System empfiehlt NTT zum Einsatz in Museen, für Exponate die nicht berührt werden dürfen bzw. auch für solche die außerhalb unseres Maßstabes liegen. (Ich wollte schon immer mal eine Milbe streicheln …) Oder für Einsatz im Bildungssektor, so dass Schüler Objekte begrabschen können, die an einen sonst unerreichbar (fernen) Ort stehen …
Ich könnte mir damit auch eine Steuerung von 3D-Programmen vorstellen, auch wenn die bisher hier vorgestellten Lösungen (siehe hier, hier, hier und hier) bestimmt bei weitem effektiver sind …
Tags: 3D, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, internet, MMI, NTT-DoCoMo, UID, Usability, virtuell
Anfang April hatten wir schon einmal darüber geschrieben, das immer mehr Handys mit zusätzlichen Sensoren ausgestattet werden. Letzte Woche war es mal wieder so weit und Sony Ericsson (SE) stellt sein neues Model W910i mit Bewegungssensor vor. Leider gibt es dazu noch kaum Material, wie dieses im Einsatz aussieht. Einzig in den letzten 15 Sekunden dieses Videos kann man eine gaaaanz kleine Ahnung davon bekommen:
Auf jeden Fall soll die Eingabe durch Handbewegungen (die SE “Shake Control” getauft hat) in erster Linie zum Steuern der Musikwiedergabe verwendet werden. Bei einer schnellen Rechtsbewegung springt man zum nächsten Titel. Nach Links dann entsprechend zurück. Schüttelt man das arme Handy, wird die Playlist neu gemischt.
Wer meint, das iPhone mit seinem Bewegungssensor lässt da grüßen, liegt nicht ganz richtig, den schon lange vor SE und Apple hatte bereits der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo sein FOMA D940i mit einem selbigen ausgestattet. Wir diese sich unter anderem auch für Spiele einsetzen lässt zeigt folgendes Video:
Auch Samsung hatte mit dem SGH-E760 diesen Sensor schon für sich entdeckt und auch für Spiele eingesetzt:
… bzw. für ganz andere Anwendungen:
Wie immer bleibt die Zukunft spannend und mit dem weiterem Einsatz von Sensoren können wir uns wohl noch auf viele interessante Steuerarten und Anwendungen freuen …
Tags: apple, eingabesystem, interface, MMI, mobiltelefon, NTT-DoCoMo, samsung, sony, UID
… für mich als Pazifist ist das heute natürlich ein besonders schwieriges Thema. Aber gute Interfaces und Usability sind in der Militärtechnik wirklich eine extrem wichtige Sache. Man stelle sich nur mal eine daraus bedingte Fehlbedienung bei einem Waffensystem vor. (Im übrigen gibt es eine Theorie, die genau das als Ursache für den Untergang der Kursk benennt.)
Auch hier ist für eine gute Bedienung wieder eine gute Metapher nötig bzw. eine Steuerung die man an einer anderen Stelle schon einmal gelernt hat. Genau das hat auch das amerikanische Militär erkannt und verwendet für die Bedienung ihres Kamera-Roboters ?SUGV? ein Eingabe-Interface das einigen etwas bekannt vorkommen dürfte:

Genau, es ist der Microsoft Xbox 360 Controller! Dies macht durchaus Sinn, sind doch die jungen GI?s oftmals mit diesem Interface am besten vertraut. Also anstatt eine Steuerung einzuführen, die ggf. mühsam neu erlernt werden muss, kann man die Steuerung viel einfacher adaptieren.

Die Übertragung von gewohnten Steuerungen, um somit den Schulungsaufwand zu minimiren, kennen viele auch schon bestens aus dem nicht militärischen Bereich, nämlich von Musiksoftware. Bei dieser sind die GUIs oft komplett von den analogen Mischpult-Reglern adaptiert worden.
Tags: eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, UID, Usability
Mehr (leider nur englische) Infos unter: www.onomy.com/blue/geoconnectable.html
Tags: display, eingabesystem, GUI, HCI, interface, MMI, UID, virtuell, visualisierung
Noch 22 Tage, dann erscheint das iPhone in den USA und das Fieber scheint für viele kaum noch auszuhalten zu sein. Klar, dass da viele versuchen mit auf den Erfolgszug zu springen. Während die Chinesen Apples Handy kurzerhand einfach komplett kopiert haben, versucht einer der größten PDA-Telefon-Hersteller Windows Mobile 6 im Duktus vom iPhone zu ?verkleiden?.
Das HTC Touch, vom selbigen taiwanesischen Hersteller, hat dafür eine Art Skin für Windows Mobile geschaffen, in dem aber auch neue Funktionen integriert sind. Als wichtigstes: Das Interface lässt sich, ohne Stift/Stylus, komplett per Fingergesten bedienen. HTC nutzt dafür eine eigene (und nach eigenen Angaben) patentierte Technik, namens TouchFLO. So bald man aber eine wenig tiefer in das System einsteigt, begrüßen einen wieder die guten alten Windows-Anwendungen (Outlook, Kalender etc.) ? zwar im chicen grau angepasst, aber die problemfreie(!) Fingergestenbedienung findet hier ein Ende. Siehe Video ab der 45 Sekunde – Scrollen geht noch wunderbar, aber wie ich auf den obigen “Fipsel-Reitern” etwas auwählen soll, wird nicht gezeigt:
Weitere HTC eigene Funktionen sind zum Beispiel ein Wetter-Widget. Ähnlichkeiten, insbesondere bei der Sonnendarstellung, mit der Funktion von Apple sind natürlich rein zufällig:

Aber ich will ja gar nicht meckern, ich bin ja schon froh das sich überhaupt etwas in der Windows Mobile Welt tut. Konkurrenz belebt mal wieder das Geschäft …
Laut Medienberichten, will Ende Juni (in guter alter Tradition) O2 das HTC Touch unter der Produktreihe XDA in Deutschland auf den Markt bringen …
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Oftmals sind Computergames die Vorreiteter in Sachen Innovation. Dürfen sie doch experimentierfreudig sein und vom konventionellen Weg abweichen. So gibt es auch einen sehr interessantes Ansatz, der nur leider absolut uneffizient für eine normale QWERTY-Tastatur ist, im Spiel “Beyond Good & Evil”. (siehe obiges Video)
Aber denken wir mal ein wenig um die Ecke und an Wheel-Steuerungen, wie zum Beispiel beim iDrive, so könnte das vielleicht eine gute Metapher sein, um per Drehbewegungen durchs Alphabet zu navigieren. Wer da Erfahrungen und Meinung hat, bitte mal posten, würde mich mal interessieren …
Tags: animation, eingabesystem, GUI, HCI, interface, software, UID, Usability, visualisierung
… dieses gibt es schon in ?richtig, groß und echt? – und zwar gegenüber vom Lasipalatsi Film and Media Centre in Helsinki ? öffentlich zugänglich.
Die so genannte CityWall zeigt für Passanten ständig neue Bilder und Videos von Veranstaltung die in Helsinki stattfinden. Als Quelle dafür dienen Webportale wir Flickr oder YouTube, die fortwährend nach dem Tag ?Helsinki? durchforstet werden. Eine weitere Möglichkeit ist, ?Content? per MMS oder eMail ?an die Wand? zu senden.
So viele zum Inhalt, nun zum Multi-Touch: Mit Gesten können nämlich die Nutzer auf der Wand durch die Medien navigieren und diese neu arrangieren, genau so als ob sie physische Bilder manipulierten würden. Die Technik, die diese direkte Interaktion ermöglicht, wurde ausdrücklich so entwickelt worden, dass eine möglichst große Anzahl von Leute zur gleichen Zeit mit dem Display interagieren können, so dass die Maximalnutzerzahl nur von der physischen Größe begrenzt wird. Die aktuelle CityWall Installation hat übrigens eine Breite von 2,6 Meter … ich denke, das dürfte für den ein oder anderen reichen. 16 Meter sind technisch möglich.
Laut Betreiber verfolgt die Installation drei Ziele: Zum einem, logischer Weise, um Aufmerksamkeit für die Stadtveranstaltungen zu schaffen. Somit können die Passanten durch die spielerische Interaktion Jahrestage, Ereignisse und Feste kennen lernen. Zum zweiten, um rege Besucher zu motivieren, aktiv und gemeinsam mit anderen, mit dem Neuen Medium / Medien zu kooperieren. Und zum Dritten, um eine Plattform für die Medienbildung zu schaffen, damit ein möglichst breites Publikum ?Rich Media Experiences? sammeln kann. Denn mit dem intuitiven Interface können selbst Computerunerfahrene interagieren.
Also wieder mal der gleiche Ansatz, wie auch beim gestrigen Microsoft Surface Computing ? sehr löblich!
Entwickelt wurde das ganze System übrigens im Rahmen des EU IPCity-Projekts von der Ubiquitous Interaction Group am Helsinki Institute for Information Technology.
Mehr (leider nur englische) Infos zu CityWall unter: citywall.org
Am Ende des obigen Videos wird übrigens auch sehr gut veranschaulicht, wie dieses (und auch andere größere) Mutli-Touch Display technisch funktionieren. Wie zum Beispiel die gleichzeitigen Handgesten erkannt werden usw.
Tags: display, einfach, eingabesystem, flickr, GUI, HCI, interface, internet, jeff_han, MMI, touchscreen, UID, webapplikation
Es überrascht nicht wirklich, das Microsoft nun endlich mit einem (fast) marktreifen Produkt die Katze aus dem Sack lässt. Basteln doch die Redmonder schon über ein halbes Jahrzehnt an einem “Multi-Touchscreen-Tisch”. (wir berichteten)
Aber fangen wir vorne an. Gestern stellte Geschäftsführer Steve Ballmer persönlich, auf der Konferenz ?All Things Digital?, erstmals Microsofts neuste ?Revolution? vor: Den ?Surface Computer?. Dieser ist beim näheren hinsehen nichts anderes, als ein ?gewöhnlicher? TouchTable. Jedoch ist hier nicht mehr von einem Konzept die Rede, sondern unser Kalifornischer Freund will diesen tatsächlich Endes des Jahres auf den Markt bringen! Aber ihr könnte Eure Vorfreude wieder einstellen: Erstmal nur in den USA und für einen Preis um 10.000 Dollar!
Somit sind auch erstmal nur Unternehmen als Zielgruppe anvisiert. Microsoft-Manager Tom Gibbons denkt da in erster Linie an Hotels und Restaurants. So sagt dieser in einem Interview: ?Stellen sich vor, Sie sitzen mit Ihrem Freunden im Restaurant und Sie stellen jeweils Ihr Getränk auf den Tisch – und alle Arten von Information erscheinen rund um Ihr Glas, wie zum Beispiel Menüempfehlungen zu dem Wein. Dann, mit eine paar Fingerbewegungen, bestellen Sie Ihren Nachtisch und teilen die Rechnung.? … bleibt nur noch die Frage, ob ich je in ein Restaurant kommen, wo allein die Tische 10.000 Dollar gekostet haben.
Weiteren Anwendungsgebiete sollen beispielsweise Mobiltelefon-Geschäfte sein. Denn dank Bluetooth kann beim ablegen auf den Tisch einfach eine Verbindung zum Handy hergestellt werden und Daten visuelle(!) auf oder von dem Gerät übertragen werden. (siehe Videos) oder einfach nur zusätzlichen Informationen (Produktdaten, Videos usw.) zu dem Produkt angezeigt werden.
Computerspieleentwickler IGT soll wohl auch eine Partnerschaft mit Microsoft abgeschlossen habe, so das die ersten Spiele auch nicht mehr lange auf sich warten lasen dürften.
Kurz zu den teschnischen Daten. Realisert wird das Surface Computing System durch eine 30 Zoll Anzeige, hinter der fünf Kameras alle Gesten registrieren.
Insgesamt eine tolle Sache, nur leider noch zu teuer. Aber wie wir es ja vom Elektronikmarkt kennen, dies wird wohl nur eine Frage der Zeit. Aus Usability-Sicht kann ich diesem Konzept absolut nur zustimmen, kommen wir doch der intuitiven Mensch-Computer-Schnittstelle (ohne Maus und Tastatur) wieder etwas näher. Bestes Bespiel :das schieben der Fotos aufs Handy (siehe Videos)
Mehr (leider nur englische) Infos und Videos unter: www.microsoft.com/surface/
Oder auf der Presseseite von Microsoft: www.microsoft.com/presspass/presskits/surfacecomputing/
Tags: display, einfach, eingabesystem, flickr, GUI, HCI, interface, internet, jeff_han, Microsoft, MMI, touchscreen, UID, webapplikation
Die Revolution der Eingabegeräte geht weiter. Es wird spannend, Art.Lebedev Studio will doch nun tatsächlich gegen Ende des Jahres seine OLED-Tastatur wirklich auf den Markt bringen. Bereits letztes Jahr hat das Industrie- und Grafikdesign Unternehmen mit Sitz in Moskau und Kiew eine Zusatztastatur, den ?Optimus mini three? herausgebracht. Dieses 3-Tasten Eingabegerät wird per USB an den Rechner angeschlossen und die Tasten werden mittels der Windows-Software ?Optimus Configurator? festgelegt. Die Tastenflächen sind 32 x 32 mm groß, wobei die Fläche des OLED – Displays nur 20 x 20 mm beträgt. Die Auflösung liegt hier bei 96 x96 Pixeln pro Taste und es können bis zu 262.000 Farben dargestellt werden. Die Belegung kann sich jeder User selbst festlegen.

Die Marktreife des großen Bruders ?Optimus Maximus? stand jedoch bisher in den Sternen. Dafür war das Medienecho umso größer. Dann sollte der Prototyp zur Cebit da sein, dann wieder nicht … usw. usw. Nun soll die wohl teuerste Tastatur der Welt ab November/Dezember 2007 für “nur” 1530 Dollar ausgeliefert werden!
Ansich ist das Konzept auch wirklich klasse: Hinter jeder Taste befindet sich ein 10,1 x 10,1 mm großes, farbiges Mini – OLED ? Display, welches bei einem Darstellungsvermögen von 65.536 Farben, eine Auflösung von 48 x 48 Pixeln hat. Somit kann man wirklich jede Taste so belegen wir man es selbst möchte. Egal ob QWERTY, DVORAK, Windows, MAC oder vielleicht sogar mal ein eigenes Tastatur-Layout? – alles ist anpassbar.

Zusätzliche Features sind die Steuerung der Display-Helligkeit, ein SD-Kartenleser, Kensington ? Lock und die Software ?Optimus Configurator? mit der die Tastatur konfiguriert werden kann.

Wir bleiben weiter gespannt, ob’s den bei “Ende des Jahres” bleibt …
… falls jemand von euch zu den glücklichen Besitzern gehören wird, wir freuen uns über Euren Testbericht …
Vorbestellungen unter: www.artlebedev.com
Tags: auflösung, display, dvorak, einfach, eingabesystem, HCI, interface, qwerty, Usability, visualisierung
Ja, schon wieder Microsoft! Und schon wieder ein Konzept zur Bedienung von kleinen Touchscreens. Hatten wir erst letzten Dienstag das Rückseiten-Interface von Apple vorgestellt, kommt heute wieder ein Konzept vom Konkurrenten Microsoft. Dieses stammt genauer gesagt aus der Feder von dem Deutschen Patrick Baudisch, der den meisten bestimmt ein Begriff ist. Ansonsten empfiehlt sich auf jeden Fall ein Blick auf seine Projektseite: www.patrickbaudisch.com
Das von ihm entwickelte Interface ?Shift? zeigt kleine Parallelen zu Microsoft?s ZenZui, welches wir schon März vorgestellt haben, geht aber noch einen großen Schritt weiter. Dieses löst nun das Problem, weswegen man bei fast jedem mobilen Touchscreen in PDAs und Co einen Stift/Stylus verwendet muss, um nicht mit den Fingern die eigentlichen Navigationspunkte zu verdecken. Dies tritt insbesondere auf, wenn man aus einer Karte einen kleinen Punkt auswählen möchte.
Mit Baudischs System wird durch längeres Drücken, der vom Finger verdeckte Bereich nun versetzt auf dem Display angezeigt und man kann eine sehr genaue Auswahl treffen. In einer erweiterten Version wird der verdeckte Bereich auch noch zusätzlich vergrößert, so dass man in kürzester Zeit, selbst mit dem dicksten Wurstfinger, sogar einzelne Pixel auswählen kann. Mehr im obigen Video.
Und mehr zu Projekt unter: www.patrickbaudisch.com/projects/shift/
In diesem Zusammenhang: Herzlichen Glückwunsch zum zu recht verdienten “BEST PAPER AWARD” bei der CHI 2007!
Tags: apple, CHI, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, PDA, touchscreen, Usability
Schon seit den ersten Tagen des Computers, war es der Wunsch des Menschen, mit diesem auf einem für ihn natürlichen Weg zu interagieren: Über Sprache und Gesten und nicht über Tasten und Zeigeinstrumente.
Einer der ersten Prototypen, in dem Sprache und Gesten kombiniert wurden, ist das Put-That-There System vom MIT, welches Ende der 70ziger Jahre konzipiert wurde. Die beiden ?Väter?, Dick Bolt und Chris Schmandt, bauten dafür ein wandgroßes Displays, vor dem der Nutzer in einem Sessel* Platz nehmen konnte (siehe Video). Per Handgeste konnte dieser dann auf eine Stelle an der Wand zeigen und mit einem Sprachkommando dort ein virtuelles Objekte erstellt oder verschieben usw.
Im Video sieht man auch sehr schön die Herausforderung, die auch noch bei den heutigen Spracherkennungsystemen die größte Rolle spielt: Das Verstehen von natürlich aufgebauter Sprache. Zur Verwendung des Put-That-There Systems musste sich an ein bestimmtes Vokabular und Satzbau gehalten werden. Zudem erfolgte die Spracherkennung und Gestensteuerung nicht synchron zu einander, sondern jeweils nach einander.
Wenn man aber bedenkt, dass dieses System schon über ein viertel Jahrhundert alt ist (und mit den damalig zur Verfügung stehenden Rechner und grafischen Systeme realisiert wurde), dann kann man nur den Hut vor dieser großen Leistung ziehen!
Übrigens, das Video sollte man sich auf jeden Fall bis zum Ende ansehen. An Chris Schmandts ?Oh, Shit?, kann man sehr schön sehen, worin auch noch heute die meisten Probleme liegen …
Das (leider nur englische) Paper zum Projekt gibt?s unter:
www.media.mit.edu/speech/papers/…
* Glückwunsch zum guten Geschmack des MITs: Was sonst, wenn nicht ein Lounge Chair von Charles und Ray Eames
Tags: desktop, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, media-lab, mit, MMI, spracherkennung, UID, visualisierung

Gerade noch vor zwei Wochen haben wir über Microsofts neues Interfaces-Konzept für mobile Geräte, ZenZui, geschrieben und schon ?dreht Apple den Spieß wieder um?. Denn mit dem am letzten Donnerstag veröffentlichten Patent, stellt unser kleiner Cupertinoer Erfinder ein Bedienprinzip vor, bei dem die Eingaben über die Geräterückseite erfolgen.
Genauer gesagt befindet sich auf der einen Seite das Display, auf der eine virtuelle und der Situation angepasste Tatstur abgebildet wird und auf der anderen Seite kann über eine berührungsempfindliche Fläche diese bedient werden.
Ausgangspunkt für diese Lösung waren die ?Problemzonen? des iPod. Dessen Display ist zum klein, um es als Touchscreen zu verwenden. Vergrößert man dieses zu stark, wird man dem Anspruch “einen kleinen MP3-Player zu bauen” nicht mehr gerecht. Insofern bleibt nur ein Mittelweg mit “mittelgroßer” Anzeige. Bei so einem, dann immer noch verhältnismäßig kleinen Touchscreen, werden dann jedoch viele Informationen durch die Finger verdeckt. Ergo: Die Finger ?einfach? hinter das Display legen.
Weiterer schöner Nebeneffekt: die Displays werden nicht mit Fettfingerabdrücken übersät.
Und was soll ich sagen, zu der gleichen Schlussfolgerung und einem ähnlichen Konzept sind wir auch schon vor vier Jahren gekommen. Unsere damalige PDA-Produktstudie ?symon? (siehe Bild) verfügte über ein halbtransparentes Display, auf dem ebenfalls eine, auf eine Hand optimierte und sich dynamisch anpassende Tastatur abgebildet wurde, welche man einfach über die Rückseite bedienen konnte.
Mehr (leider nur englische) Infos zu Apples Patent unter:
http://appft1.uspto.gov/…
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Wir hätten ja nie gedacht, das das Thema “Toilette” mal hier in unseren Blog Einzug findet, aber schaut man insbesondere auf den japanischen Markt, ist dort schon manches WC komplexer als die meisten Fernbedienungen.
So zum Beispiel das der Firma Inax. Deren neues Toiletten-Ensemble (SATIS ASTEO WASHLET) verfügt über einen SD-Kartenleser und Lautsprecher, damit bei der Verrichtung der Dinge, eine angenehme akustische Atmosphäre geschaffen werden kann. Ein zusätzliches Highlight für alle die, die ständig vergessen den Deckel runterzumachen, ist die Automatisierung der Toilettendeckel. Bei Annäherung bzw. Entfernung klappt sich der Deckel von selbst auf und zu. Und damit auch ja nichts danebengeht, bietet er zudem auch eine Nachbeleuchtung.

Zum Foto:
(A)
Die Toilette verfügt über eine SD-Karte, die Musik von Bach, Chopin und Mendelsohn speichert. Ein Sensor aktiviert automatisch
die Musik sobald man auf der Toilette sitzt.
(B)
Auf Grund des Toiletten-Designs lässt es sich auch einfach reinigen.
(C)
Bei Annäherung bzw. Entfernung von der Toilette öffnet bzw. schließt sich der Deckel voll automatisch.
(D)
Das Toiletten-Ensemble beinhaltet auch eine Nachbeleuchtung.
Das Premiummodel gibt es im übrigen für umgerechnet 540 Euro unter: www.rakuten.co.jp/…
Wir “unwissenden Nicht-Asiaten” sind mit diesem Interface natürlich völlig überfordert. Die Icons sind diskret und Abstrakt gestaltet und man muss schon ein wenig Phantasie haben, was da alles “auf einen zu kommen kann”. Wie das aussieht, wenn man versucht ohne Bedienungsanleitung ein japanisches WC zu benutzen, zeigt sehr schönes dieses Video:
Und noch eine Sache, die in unsere Rubrik “die kleinen Dinge, die das Leben einfacher machen” fällt, gibt es Japan. Nämlich Wassersparen wird einem, mit dieser Kombination aus Waschbecken und Toilette, sehr einfach gemacht:

Es bleibt also abzuwarten, wann dieser Trend auch nach Europa “rüberschwappt”
PS. Doch noch etwas außer der Reihe. Es wäre zu schade es nicht zu zeigen. Im Rahmen unserer Recherche sind wir auf ein Trainingsvideo für Japanische Kinder gestossen, welches darüber belehrt Wann und Wie man zur Toilette geht. Wie das umgesetzt wurde, erratet ihr nie. Aber seht selbst ![]()
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Und wieder mal lässt Jeff Han grüßen. Auf der kürzlichen Convergence 2007 Konferenz zeigte Microsofts Center for Information Work (CIW) einen Ausblick auf den Arbeitsplatz der Zukunft ? jedenfalls nach Microsofts Vorstellungen.
Deren ?DigiDesk? ist eine Kombination aus Head-up-Display und Multitouch-Screen, auf dem der gesamte Arbeitsplatz/Schreibtisch digital abgebildet wird. Von Hardwareseite ist insbesondere die integrierte Scaneinheit hervorzuheben. Die Software verfügt über eine erweiterte Möglichkeit Daten zu visualisieren. Wie das im Detail aussieht – das Video zeigt?s sehr schön.
Ein ähnliches Konzept (u.a. ein Tisch der Dokumente selbst erkennt und scannt), ebenfalls von Microsoft, hatten wir ja bereits im Februar vorgestellt. Wer das noch nicht gesehen hat, sollte sich auf jeden Fall noch mal die letzten 20 Sekunden des Videos, von dem damaligen Beitrag anschauen. ? Ist wirklich innovativ konzipiert.
CIW ist übrigens ebenfalls in Redmond angesiedelt und soll, laut Microsofts eigener Aussage, Konzepte entwickeln, die ihrer Zeit fünf bis sieben Jahre voraus sind.
Einen schönen Einblick in das CIW mit Fotos und einem Video bietet die folgende (leider nur englische) Seite:
www.microsoft.com/presspass/presskits/ciw/default.mspx
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Die immer stärkere Miniaturisierung in der Projektionstechnologie gibt uns schon jetzt einen kleinen Ausblick auf die Zukunft. Denn dann werden Projektoren in Handys, PDAs oder gar Uhren integriert sein und es kann auf jede beliebige Oberfläche projiziert und interagiert werden. Im Klartext: Viele vollkommen neue Interfaces werden entstehen.
Einen kleinen Vorgeschmack davon zeigt schon das obige Video. Das von Xiang Cao und Ravin Balakrishnan am Fachbereich Computer Science der University of Toronto entstandene Konzept macht somit aus jedem realen Raum einen virtuellen 3D-Raum. Ähnlich wie mit einer Taschenlampe, kann man diesen Raum dann ausleuchten. Schwer vorstellbar? Das Video zeigt es besser, als ich es hier je beschreiben könnte
Das komplette (leider nur englische) Paper und noch Links zu den anderen Arbeiten von Xiang Cao gibt?s unter:
www.cs.toronto.edu/~caox/research.htm
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Wirklich ein sehr spannender Ansatz, den sich da Designstudent Chen Hung-Ming für eine Fernbedienung hat einfallen lassen.
Beispielsweise von Sony, kennen wahrscheinlich schon einige von euch ein ähnliches Prinzip: Eine Fernbedienung mit zwei Seiten. Die eine reduziert mit Programmwahl und Lautstärke (die von Oma so was von bevorzugt wird) und auf der anderen Seite Tasten für ALLE Funktionen. In einer Hülle konnte man diese je nach dem mit der Seite einsetzen, ob man es komplex oder einfach mag. Die Rückseite war somit auch vor versehentlichen Drücken geschützt.
Hung-Ming geht diese Sache noch cleverer an, in dem er nämlich eine Buch-Metapher wählt und man zwischen den unterschiedlichen Interfaces blättern kann. Besonders hilfreich sind zudem noch die Reiter an der Seite mit den man sofort die richtige Steuerung auswählen kann, denn in diesem Fall sind natürlich mehr als ?nur? zwei Seiten möglich.
Tolle Studie, würde ich sofort kaufen.
Mehr Infos auf der Seite von Chen Hung-Ming, die auch schon wegen seiner weiteren Designkonzepte auf jeden Fall einen Blick wert ist:
www.chen-karlsson.com
Tags: eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Philips, sony, UID, Usability
Fast jeder kennt das. Als Workaholic oder Gamer verbringt man Stunden vor dem Rechner. Bis der Hunger kommt. Anstatt einer ausgiebigen Pause, holt man sich seinen Snack zum Arbeitsplatz und krümelt zumeist die ganze Tastatur voll. Solange, bis die Tastatur unappetitlich aussieht.
Philips hat jetzt die Lösung, die das Essen, Trinken und Rauchen über der Tastatur ermöglicht. Deren neue schnurlose Tastatur SPT5701 ist mit Abflusslöchern ausgestattet!
Ein weiteres Highlight dieser Tastatur ist ein integriertes 4-Wege-Scrollrad, welches die Navigation auch ohne zusätzliche Maus möglich macht. Die Akkulaufzeit der Tastatur soll ganze 7 Monate betragen.

Angeblich auch benutzerfreundlicher, aber in jedem Fall ein völlig neuer Schritt in Richtung Interaktion/Eingabe, geht dahingegen die orbiTouch Keyless Tastatur. Sie bietet Tastatur und Maus in Einem. Das Design macht es insbesondere auch Personen mit Hand- / Fingerverletzungen oder motorischen Problemen möglich, sie zu bedienen. Durch schieben der “Hauben” in bestimmte Richtungen wird das Schreiben der unterschiedlichen Buchstaben ermöglicht. Also, wenn ich zum Beispiel die linke Einheit auf eine der fünf Farbzonen schiebe, zum Beispiel auf den blauen Bereich und ich danach die rechte Einheit auf eine der Buchstabengruppen, die wiederum auch jeweils aus fünf farbigen Buchstaben bestehen schiebe, dann wird von dieser Gruppe der blaue Buchstabe geschrieben usw.
Die integrierte Maus, gibt zudem noch volle Maus- und Tastaturfähigkeit! Sehr löblich ist auch das Schreibtutorium, welches mitgeliefert wird. Es ermöglicht die schnelle Übung der Umgangsweise mit dem orbiTouch Keyless.
Ebenfalls eine neue Interaktionsform zur Texteingabe zeigt das tragbare Konzept von Sunman Kwon, welches an das Handgelenk gebunden ist. Somit kann man auch unterwegs schnell Eingaben tätigen. Die Buchstaben dazu auf die Innenflächen der Finger projiziert. Berührt man nun mit dem Finger der anderen Hand den entsprechenden Letter, wird dieser ausgewählt. Einziger Haken beim schönen Design: Es ist kaum genügend Platz um dem User ein visuelles Feedback zu geben.

Viele schöne Ideen, die das Leben wieder etwas leichter machen.
Mehr Infos unter:
www.golem.de
www.i5bala.blogspot.com/…
www.yankodesign.com/product…
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, Philips, qwerty, UID, Usability
Wir haben ja nun schön des öfteren über Nintendos Wii berichtet. Heute soll jedoch mal eine zweckentfremdete Anwendung im Mittelpunkt stehen.
Paul Bourke, ein Student an der University of Western Australia, hat dafür die Wii Fernbedingung an ein MacBook angeschlossen und dieses wiederum mit einer drei Meter großem Projektionskuppel kombiniert. Herausgekommen ist ein wirklich interessante Art in 3D-Umgebungen zu interagieren. (siehe Video oben)*
Was die Wii Fernbedienung für diese Applikation prädestiniert ist, neben dem Preis, zweifelsfrei die ziemlich präzise Erkennung von Bewegungen in alle drei Achsen und dazu noch die zahlreichen Knöpfe sowie eine Steuerkreuz für eine zusätzliche und einfache Funktionsauswahl.
Ich bin gespannt ob dieses Experiment noch weiter fortgeführt wird bzw. ob ähnliche folgen.
Weitere (leider nur englische) Infos zum Projekt unter:
http://local.wasp.uwa.edu.au/~pbourke/projection/Wii/
* laut Projektseite, ist die Steuerung im Video noch etwas ungenau, da zunächst nicht der Infrarotsensor verwendet wurde
Tags: 3D, apple, display, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Nintendo, UID, virtuell, wii

Ja, das könnte die nächste Konkurrenz zur Wii werden. Die Wii ist wirklich klasse in der Erkennung von 3D-Handbewegungen, ohne Frage. Aber das war’s dann aber auch schon.
Vergleicht man das mit den aus den Virtual-Reality-Laboren bekannten VR-Handschuhen, so ist damit noch bedeutend mehr Interaktion möglich. Wären dieser nur nicht so teuer und umständlich …
Genau das gleiche hat sich wohl auch Sony gedacht, könnte man jedenfalls meinen, wenn man das vorkurzem veröffentlichte Patent liest. Dies beschreibt einen Spielsteuerung, die dafür ausgelegt ist in der Hand gehalten zu werden und die zusätzlich zu einen Gyro- und Bewegungssensor auch alle Handflächen- und Fingerbewegungen erkennen kann.
Als Bonbon soll es dazu auch noch taktiles Feeback geben.
Somit wäre es dann tatsächlich möglich in einen Virtuellen Raum einen dreidimensionalen Gegenstand “in die Hand zu nehmen” oder Objekte zu manipulieren (zerquetschen, ziehen etc.)
Wenn man das dann noch mit einer 3D-Brille kombiniert … da sehe ich doch schon Sonys PlayStation 4 ganz klar vor meinen Augen
Zur (leider nur englischen) Patent-Beschreibung: http://appft1.uspto.gov/….
Tags: 3D, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, sony, UID, Usability, virtuell, wii
Auch Novint hat ein (fast 2kg schweres!) haptisches Eingabegerät entwickelt. Der sogenannte Falcon ist mit einer Größe von 23 x 23 x 23 cm wie ein kleiner Roboter. Mit seinen drei Armen ist er in allen drei Dimensionen bewegbar und ermöglicht somit eine neuartige Steuerung z.B. bei Computerspielen. Zudem ermöglicht er dem Benutzer Gewicht, Form, Beschaffenheit, Dynamik eines virtuellen Objektes oder einer virtuellen Umgebung realistisch zu erfahren. Die zusätzliche Force-Feedback Funktion (Kraft-Rückkopplung) lässt den Benutzer auch spüren was auf dem Bildschirm funktioniert. Computerspiele lassen sich so viel natürlicher und intuitiver steuern.

Die Funktionsweise ist schnell erklärt. Der Nutzer hält den Griff des Falcon in der Hand. Dieser lässt sich wie eine Maus nach links, rechts, vorwärts und rückwärts schieben. Zusätzlich sind hier die Bewegungen hoch und runter möglich. Der Griff kann je nach Spezifikation und Typ der Anwendung angepasst werden. Bei der Bewegung wird auf dem Bildschirm ein 3D – Positionszeiger angezeigt. Wenn dieser nun ein virtuelles Objekt berührt, erkennt der Computer die Bewegung und leitet das an die elektrischen Motoren des Eingabegerätes weiter. Dieses vermittelt dann dem Benutzer mittels Force ? Feedback die Berührung und somit ein realistisches Gefühl von dem Objekt. Es gibt drei elektrische Motoren, die mit den drei Armen des Gerätes verbunden sind. Diese Arme sind mit dem Griff verbunden. Bei jeder Aktualisierung der Zeigerposition erzeugen die Motoren eine Kraft-Rückkopplung.

Die Veröffentlichung des Falcon ist für Mitte 2007 geplant. Bis dahin kann man ihn für “nur” 189 Dollar vorbestellen. Danach soll er 239 Dollar kosten. Bei dem Preis lohnt sich der Kauf für den normalen Computerbenutzer wohl erstmal nicht. Vorläufig müssen diese dann bei der Maus bleiben. Wie der Name Falcon schon sagt, ist der Falcon als einer der kraftvollsten Raubvögel der Natur ein natürlicher Feind der Maus. So könnte er früher oder später die Maus bei Spielen gänzlich ersetzen. Absatz wird die neuartige Technik wohl zum Anfang nur bei 3D-Designer oder Grafikern finden.
Quellen:
www.novint.com/falcon
www.hangy.de/perm/technik…
Tags: 3D, einfach, eingabesystem, HCI, interface, UID, Usability, virtuell
Ende letzten Jahres stellte 3Dconnexion seinen “SpaceNavigator” vor. Grund genug für uns, diese alternative Computersteuerung, nun endlich auch mal etwas genau zu betrachten.
Gemeinsam mit der Maus in der einen Hand und den SpaceNavigator in der anderen Hand, kann sich insbesondere den Designern damit eine neue “Dimension” der 3D-Navigation eröffnen. Mit ihm ist es möglich, 3D-Modelle und Umgebungen nach Belieben zu bewegen, zoomen oder zu drehen. Und wer schon einmal nur mit Maus und Tastatur in einem größeren 3D-Raum navigiert hat, weiß wie viele “Mauskilometer” man dabei zurücklegen kann bzw. wie nervig zwischendurch der Moduswechsel (z.B. zwischen “drehen” und “bewegen”) sein kann. (Grüße auch an die Second-Life-Jünger unter euch
)
Der SpaceNavigator lohnt sich insofern für alle die, Architekten, Designer, Schüler, Studenten und andere, die einen Streifzug durch die 3D-Welt unternehmen möchten. Durch Drücken, Ziehen, Kippen oder Drehen der Controller-Kappe des SpaceNavigators, kann man so etwas natürlicher und intuitiver durch 3D-Anwendungen navigieren..
Technisch wird dies durch sechs optische Sensoren realisiert. Und wie bei den meisten Mäusen, gibt es noch zwei programmierbare Tasten. So kann auch der Moduswechsel natürlich bedeutend schneller erfolgen.
Der SpaceNavigator unterstützt über 100 aktuelle 3D-Anwendungen. Darunter Design- und Modellerstellungs-Programme wie AutoCAD, Autodesk Inventor oder Google SketchUp. Zum anderen “Digital Content Creation”-Programme wie Autodesk 3ds Max, Autodesk AliasStudio, Autodesk Maya und Visualisierungs-Tools wie Google Earth, Autodesk DWF Viewer und 3Dconnexion Picture Viewer.
Wie das in Google Earth genau ausschaut, kann man gut in diesem Video sehen:
Übrigens, es gibt auch noch einen “Konfigurationsassistent”. Dabei handelt es sich um ein interaktives Tool, das anhand von Animationen und Abbildungen, die Bedienung und Konfiguration der Controller?Kappe beschreibt. … da scheint man tatsächlich mal an den Nutzer gedacht zu haben.
Der Einstiegspreis geht bei der einfachen Version bei etwa 50 Euro los und bei der “Professional”-Ausgabe um die 100.
Weitere Produktinfos unter: www.3dconnexion.com/products/3a1d.php
Jeder kennt das Problem. Man sitzt draußen im herrlichen Sonnenschein und plötzlich klingelt das Handy. Eine SMS. Nur leider kann man auf dem Display auf Grund der Sonne gar nix erkennen. Also suchst du dir ein schattiges Plätzchen, kannst die Sonne gar nicht mehr genießen und versuchst die SMS zu entschlüsseln. Damit ist jetzt Schluss!

Ein paar intelligente Lösungen gibt es bereits. Handys wie das Sony Ericssons W810i oder das Nokias N70 verfügen schon über einen automatischen Lichtsensor. Bei dieser Technik handelt es sich jedoch um externe Bauteile, die seitlich des Displays eingesetzt werden. Sie sind nicht wie ein Sensor integriert und benötigen dadurch zusätzliche Technik.
Samsung hat da in Sachen Usability nachgelegt und auf dem Mobile Solution Forum in Taipeh ein neues Display präsentiert. Die Lösung des Problems ist ein 2,1 Zoll LC-Display mit einem integrierten Helligkeits-Lichtsensor. Dieser Sensor passt sich automatisch der Helligkeit der Umgebung an und steigert somit enorm die Lesbarkeit. Das Display hat eine Auflösung von 320×240 Pixeln. Der Sensor selbst, ist eine dünne Schicht im Display und ist gerade mal einen Millimeter groß. Die Signalspannung wird in Abhängigkeit vom Umgebungslicht ermittelt und im Display Driver IC verarbeitet. LEDs realisieren die Hintergrundbeleuchtung.
Das Display lässt sich sowohl bei Handys, bei PDAs und anderen mobilen Wieder-gabegeräten einsetzen. Zu der verbesserten Usability soll das Display einen um 20-30 Prozent niedrigeren Energieverbrauch haben als vergleichbare Anzeigegeräte.
In der zweiten Jahreshälfte 2007 soll das neue LCD in Produktion gehen. Fast zeitgleich mit dem neuen iPhone von Apple. Denn bereits im Januar 2007 hat Steve Jobs in San Francisco auf der Macworld 2007 das neue iPhone von Apple mit einer ähnlichen Funktion vorgestellt. Bedient wird dieses Handy fast ausschließlich über ein berührungsempfindliches Display, welches ebenfalls eine Auflösung von 320×240 Pixeln hat. Zusätzliche Sensoren erkennen automatisch in welchem Winkel das Handy gehalten wird und passen den Bildschirm daraufhin an. Ein weiteres Highlight dieser Nutzerführung ist ein Sensor, der die Entfernung des Handys zum Ohr misst und dementsprechend das Display an oder ausschaltet. Somit werden unbeabsichtigte Berührungen des Touchsrceens vermieden und zum anderen spart das Energie. Die Veröffentlichung des iPhones ist für Juni 2007 geplant.
Alles in allem ist das mal wieder eine nützliche Erfindung, bei der die Frage nach, ?Wer hat es erfunden?? für den Nutzer kaum noch eine Rolle spielt.
Weitere Information:
www.apple.com/iphone/
www.nokia.de/de….
www.sonyericsson.com/….
www.golem.de/….
www.pcwelt.de/news/handy_pda….
Tags: apple, display, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, MMI, mobiltelefon, nokia, samsung, sony, touchscreen, UID, Usability
Und noch eine clevere Lösung zum Thema “Wie kriege ich so viele Tasten auf mein kleines Telefon”. Diesmal aus dem Hause Nokia.
Wir hatten ja gerade in letzter Zeit des öfteren Konzepte vorgestellt, die dafür interessante neue Lösungen zeigen. So zum Beispiel Nalu sowie das Samsung SCH-U740 und Ultra Smart F520.
Letzte Woche wurde nun ein Patent von Nokia veröffentlicht, das wiederum einen neuen Ansatz zeigt. Das Besondere: es gibt keine Doppelbelegung, da der Ziffernblock weiter eigenständig bleibt und “einfach” nur in Ausrichtung der Tastatur gedreht wird.
Abgesehen von dem ganzen Gedrehe und Geschiebe (wieder eine zusätzliche Bewegung mehr) finde ich das sehr gut gelöst.
Das ganze Patent gibt es übrigens (leider nur in englisch) zum nachlesen/sehen unter: http://appft1.uspto.gov/…
Tags: eingabesystem, GUI, HCI, interface, mobiltelefon, nokia, qwerty, samsung, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Alle PDA-Besitzer unter euch kennen das Problem nur all zu gut. So bald es darum geht durch größere Datenmengen zu navigieren, bricht man nicht nur fast den kleinen Stift, sondern selber ab. Gerade bei Windows Mobile ist die Verwandtschaft zum großen Desktop-Rechner-OS noch sehr zu spüren. Obwohl doch die Navigationsanforderungen und Eingabearten völlig unterschiedlich sind.
Das scheint man im Hause Microsoft nun auch langsam erkannt zu haben, denn von dem Microsoft Research nahe stehenden Unternehmen ZenZui wurde just diese Tage eine Applikation vorgestellt, mit dem man sehr wohl ganz einfach durch Daten navigieren kann.
“Stop Surfing. Start Zooming” so der Webespruch von ZenZui und das beschreibt das Prinzip schon sehr gut. Aber bevor ich im folgenden kompliziert versuche die Funktionsweise zu beschreiben ? ihr kennt das ja schon: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Insofern sei auf das obige Video verwiesen.
Vorrangig wurde dieses System zum parallelen Navigieren durch Websites geschaffen, die sich somit dynamisch nachladen können, aber es könnte ebenso universell für alle Daten verwendet werden. Ich könnte mir selbst eine komplette Betriebssystem-Oberfläche in dieser Art vorstellen, in der so (mit einem Daumen) zwischen allen Applikationen gewechselt werden kann.
Mehr Infos zum Produkt gibt es auf der (leider nur englischen) Webseite:
www.zenzui.com
Tags: desktop, display, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, Microsoft, MMI, mobiltelefon, touchscreen, UID, Usability, windows
Video-Link: www.youtube.com
Mein Cebit-Besuch liegt nun schon wieder eine Woche zurück und in Retrospektive ist leider nicht all zu viel hängen geblieben. Keine wirklichen großen neuen Innovationen, dafür sind viele Produkte bedeutend besser geworden bzw. haben die Marktreife erlangt.
Woran ich mich aber noch sehr gut erinnern kann, sind die Displays im obigen Video.
3D-Displays für die keine Brille nötig sind, sind ja schon ein alter Hut. Aber auch hier wurde das Produkt verbessert und eine Handgestenerkennung hinzugefügt. Somit kann ich nun berührungslos mit meinem dreidimensionales Objekt interagieren.
Entwickelt wurde das ganze vom Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik / Heinrich-Hertz-Institut / Interaktive Medien – Human Factors Berlin.
Mehr Infos dazu unter:
www.hhi.fraunhofer.de/german/im/produkte/3d-kiosk/
Tags: 3D, cebit, display, eingabesystem, forschung, fraunhofer, GUI, HCI, interface, MMI, touchscreen, UID, virtuell
Video-Link: www.youtube.com
Im leider nur chinesischen Augmented Reality Blog findet man just dieser Tage einen interessanten Eintrag über ein Konzept für ein virtuelles Webbrowsing Interface.
Da mein Chinesisch nun wirklich mehr als miserabel ist, ist es mir leider sehr schwer gefallen, einige wirkliche Fakten zu recherchieren.
Wie man jedoch im obigen Video gut erkennen kann, befindet sich das Konzept noch in einem sehr frühen Stadium. Das Prinzip wird jedoch schon deutlich:
Mittels eines Tag/Marker können die verschiedenen, dreidimensional dargestellten Webseiten verschoben, rotiert usw. werden, um dann mittels einer Schwenkbewegung für die vergrößerte Betrachtung ausgewählt zu werden.
Interessanter Ansatz, der noch sehr ausbaufähig ist. Falls irgendjemand von euch dem Chinesischen mächtiger ist, kann ja vielleicht noch ein paar mehr Details von der Seite beisteuern.
http://augmented-reality.blogspot.com
Tags: 3D, augmented_reality, display, eingabesystem, forschung, HCI, interface, internet, MMI, virtuell, visualisierung

Tja, gegen diesen Webblog sind wir echt noch “grün hinter den Ohren”. Bereits Mitte 2003 erblickte der “Usability Inside Blog” die Welt. Hinter den Beiträgen rund um das Thema Benutzerfreundlichkeit steht auch ein gcUPA‘ler, nämlich Marcus Völkel.
Dieser zeigt uns in seinem aktuellen Beitrag eine kleine Vorschau auf das am 27. April 07 erscheinende Morae 2.0 von TechSmith.
Für alle Neueinsteiger: TechSmith ist der weltweit führende Anbieter von Software zur Bildschirmaufzeichnung. Und deren Produkt Morae zeichnet nicht nur den Screen auf, sondern zusätzlich dazu noch eine Webcam, externes Audio, alle Maustasten, alle Tastatureingaben und und und … das ganze Netzwerk- und Internettauglich für Remote-Test usw. usw. Ein komplette Produkt-Beschreibung erhält man hier.
Und wie gesagt unter:
www.web-blog.net/comments/P216_0_1_0/
eine Ausblick auf die kommende Version.
Was ich am “Usability Inside Blog” leider ein wenig schade finde, verrät ein Blick aus Archiv: Leider hat die Blog-Frequenz seit 2004 rapide abgenommen. Aber trotzdem in jedem Fall einen Blick wert …
Tags: analyse, desktop, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, heat-map, interface, software, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Gehirn-Computer-Schnittstellen waren ja schön öfters Thema in unserem Blog. Heute gibt es allerdings wieder einen besonderen Durchbruch zu feiern. Zum einen das erste kommerziell erhältliche Brain-Computer-Interface (BCI) und zum anderen in einer Größe, die alle anderen Systeme in den Schatten stellt.
Zu verdanken haben wir diese Errungenschaft der österreichischen Firma g.tec Guger Technologies. Diese haben nun die Technologie aus dem Labor in die “richtige Welt” rausgeholt – und das mit einem umfangreichen BCI Set, welches sogar eine Schnittstelle für einen Pocket PC beinhaltet!
Als “Option” wird den Patienten/Nutzern ein Implantat “angeboten”, mit eine bedeutend bessere Signalerkennung und somit Steuerung möglich ist.
Insbesondere für behinderte Menschen stellt dieses Produkt die vielleicht einzige Möglichkeit da, sich mitteilen zu können oder gar Nachrichten zu schreiben, einen Rollstuhl oder ein anderes technisches Gerät oder selbst eine Proteste steuern zu können. Bis hin dazu, ein Computerspiel zu “zocken”.
Bei einer Weiterverbesserung der Erkennungsrate, könnte ich mir sehr gut vorstellen, das diese Technik auch für uns “Normalos”, in bestimmten Situationen eine alternative bzw. weitere Eingabe- und Steuerungsmöglichkeit darstellt.
Wenn wundert’s da, dass dieses System für den mit jeweils 200.000 Euro dotierten “European Information and Communication Technologies Prize 2007” nominiert wurde.
Mehr Bespiele und eine genaue Produktbeschreibung erhält auf der Seite des Anbieters: www.gtec.at/products/g.BCIsys/bci.htm
Tags: barrierefreiheit, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, Usability, visualisierung
Video-Link: www.youtube.com
Letzte Woche hatte ich ja auf ein paar Handyneuvorstellung von der 3GSM hingewiesen. Da wir mit unserer Partneragentur gerade selber an einem Handy werkeln, ist der Martin die ganze Zeit auf Recherche und hat mich auf eine weitere Neuheit aufmerksam gemacht, die mir bisher völlig entgangen war. Aber noch ist es ja nicht zu spät.
Das besondere an dem Samsung Ultra Smart F520 ist die Schiebemöglichkeit in zwei Achsen. (siehe Video oben) Somit kann ich für den normalen Telefonbetrieb den kleinen Ziffernblock nutzen und für eMail, SMS und den ganzen Business-Kram die “große” QWERTY-Tastatur. Ohne aufwendige Drehmechanismen super gelöst, wie ich finde.
Wenn man wirklich etwas meckern möchte, dann höchsten über die durch den Mechanismus bedingte kleine Tastengröße. Aber als weiteren Pluspunkt habe ich zudem ja noch den 480 x 272 Pixel großen Touchscreen.
So, und wenn ich jetzt wieder an den Bericht von letzter Woche zurückdenke und an die Oberfläche vom Nokia N77 und das mit diesem Samsung vergleiche …

… einfach kommentarlos.
Weitere Bilder vom Samsung Ultra Smart F520 unter:
www.engadget.com/photos/samsungs-ultra-smart-f520…
Tags: design, eingabesystem, GUI, icon, interface, mobiltelefon, nokia, qwerty, samsung, touchscreen, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Das musste ja so weit kommen. Erst fingen die Autos an zu sprechen, dann konnte ich mit Ihnen sprechen und jetzt kann ich meinem Auto sogar noch eine eMail mit meinem nächsten Navigationsziel senden. … Jedenfalls wenn ich denn einen BMW mit dem Assistenzsystem “Assist” habe.
Grundsätzlich eine schöne Service-Idee die sich unser Bayerischer Autobauer und unser Lieblingsonlinekarten-Anbieter da ausgedacht haben. An meinem Desktop-Rechner kann ich mir über GoogleMaps ganz normal mein Ziel suchen und dann online an mein Assist-System senden. Ebenso die Kontaktdaten der Zielperson/Zielfirma. Ein erneutes Eingeben im Auto entfällt somit. Letzteres ist in den meisten Fällen sowieso sehr unkomfortabel, da es kaum Interfaces für Navigationssysteme/Assistenzsysteme mit einer richtigen Tastatur gibt.
Die nächste Evolutionsstuffe ist auch schon in der Pipeline, allerdings federführend von VW. Diese bzw. sein Electronic Research Laboratory (ERL) in Palo Alto forschen zusammen mit Google und Nvidia momentan an einem Navigationssystem auf GoogleEarth-Basis:

Einziges Problem bei diesen ganzen tollen Entwicklungen: Die Anforderungen an den Computer im Auto werden immer anspruchsvoller. Das Interface stellt dabei den absoluten Knackpunkt da, denn ich habe weder die Möglichkeit eine Tastatur noch eine Maus zu benutzen und muss somit alle Daten über alternative Methoden eingeben ? dabei sollte ich doch eigentlich etwas ganz anderes machen: Autofahren.
Tags: 3D, Assistenzsystem, auto, BMW, eingabesystem, forschung, google, interface, internet, UID, VW, web-2.0

Die Projektidee finde ich echt klasse, auch wenn die Umsetzung sich noch in einem sehr frühen Stadium befindet. Aber beginnen wir am Anfang.
Auch in Zeiten bester Qualität beim Videotelefonieren, bleibt nach dem gesprochenem Wort, die populärste Unterhaltungsform nach wie vor die reine Text-Kommunikation.
Was dabei allerdings völlig auf der Strecke bleibt, sind die ganzen Signale, die wir während einer “normalen Unterhaltung” mitsenden. Angefangen vom Gesichtsausdruck über die Intonation bis hin zu den Handgesten. Mir ist es leider schon öfters passiert, das meine eMails völlig missverstanden wurden. Dabei bin ich doch ein von Grund auf freundlicher Mensch
“Cheiro” könnte mir genau an dieser Stelle helfen ? zumindest beim Chatten. Ziel dieses Projektes ist dem Text “mehr Charakter” zu geben, um somit auch die Stimmungen zu vermitteln.
Dafür hat sich Francis Lam, vom MIT Media Lab, mehre Möglichkeiten zur Echtzeit-Text-Manipulation einfallen lassen. Eine Übersicht davon findet man dazu auf folgender Seite:

Viel besser ist es aber, das ganze gleich mal am Prototypen auszuprobieren. Die gibt es unter “Design Process” auf der Projekteseite:
web.media.mit.edu/~francis/projects/cheiro/
Tags: eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, media-lab, mit, UID, web-2.0, webapplikation
Wir kommen einfach nicht weg vom Thema Mobiltelefon. Kein Wunder, ist es doch eines der Geräte mit dem höchsten Anspruch in punkto durchdachte Interface-Gestaltung.
Gestern hatte ich ja “Nalu” vorgestellt, ein Konzept, welches drei komplett unterschiedliche Eingabemöglichkeiten in einem Handy vereint. Dazu musste man mittels einer Doppelschanierlösung zwischen den einzelnen Funktionen und Interfaces “blättern”.
Kein Konzept, sondern ein “richtiges Mobiltelefon” bringt in Kürze Samsung auf dem Markt und versucht auch hier meheren Bediensituationen gerecht zu werden. Allerdings nicht durch einen Wechsel der Oberfläche, sondern durch eine Art “Zwitterlösung”. Samsungs SCH-U740 hat dafür eine Doppeltastatur geschaffen, die sich aus zwei Perspektiven bedienen lässt (siehe Bild oben).
In Vertikaler Halte- und Blickrichtung steht eine normaler Ziffernblock im Vordergrund und in horizontaler eine normale QWERTY-Tastatur. Analog dazu kann das Display in beide Achsen gedreht werden, so dass man einmal ein normales Clamshell-Handy hat oder alternativ ein “Micro-Notebook”.
Mehr Infos unter:
www.engadgetmobile.com/2007/01/19/samsung-u740-in-its-natural-habitat/
Tags: eingabesystem, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, qwerty, samsung, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Nalu setzt am kritischen Punkt fast jeden Mobiltelefons an, nämlich an der Größe und Art der Benutzerschnittstelle. Zum Telefonieren wird nur ein Ziffernblock benötig, zum SMS und eMail-Schreiben wiederum eine möglichst große Standardtatstatur und für den MediaPlayer dagegen ein Scrollrad. Kurzum, man braucht eine “eierlegende Wollmilchsau”.
Nalu versucht alle drei Interfaces anzubieten. Mittels eines Doppelschaniers kann das Telefon je nach benötigtet Funktion aufgeklappt werden. Weiteres dazu oben im Video.
Mehr Infos zum Projekt unter: droppingmadscience.blogspot.com
Tags: eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, qwerty, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Gerade gestern hatten wir ja das Thema 3D-Desktopoberflächen. Das dieses Szenario auch bald ein Thema für die Betriebssysteme auf Mobiltelefonen ist, zeigte NVIDIA sehr eindrücklich, auf der gerade zurückliegenden 3GSM.
Im obigen Video kann man da schon einen kleinen Eindruck gewinnen, was das in Zukunft für die Nutzer bedeutet. Ok, schicke Effekthascherei hin oder her – Fakt ist, das viele Sachen auch wirklich einen Mehrwert bieten. Im Video würde sich das am besten an der Fotoübersicht und die Vergrößerung einzelner Objekte begründen lassen. Das sollte man ähnlich bewerten, wie die Vergrößerungsfunktion beim Dock von Apples Mac, welche Anfangs auch oft nur als Effekthascherei belächelt wurde, jedoch auf den zweiten Blick sehr nützlich ist.
Die Bedeutung für uns Interfacler ist auch klar. Wir können uns aus dem Baukasten der immer größer werden grafischen Möglichkeiten scheinbar unbedarft “bedienen”. Und genau das sind wir schon beim eigentlichen springenden Punkt: Die Bedienung. Mobiltelefone werden immer ihre Größe behalten. Im Gegenteil, sie könnten ja schon heute wesentlich(!) kleiner gebaut werden. Allerdings haben wir es ja bisher noch nicht geschafft, auch unsere Hände analog dazu zu verkleinern. Insofern bleibt uns immer eine mindestens einzuhaltende physische Bedieninterface- und Haltegröße vordiktiert, in der wir diese ganzen neuen Funktionen handelbar machen müssen. Somit kann ein Fazit nur lauten: Trotz aller tollen technischen Möglichkeiten sollte, an erster Stelle der Überlegung immer der Nutzer stehen und sein Mehrwert durch eine einfachere Interaktion.
In Kürze gibt es dazu übrigens noch mal ein extra Posting “Größe vs. Bedienbarkeit”, dann mehr dazu.
Tags: 3D, eingabesystem, forschung, GUI, interface, mobiltelefon, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Das Microsoft in den nächsten Jahren nicht schlagartig seine weltweit mehr als 90 Prozent Marktanteil verlieren wird steht außer Frage, auch wenn die Alternativen immer attraktiver werden. Insofern würde es mich schon interessieren, wie wird unsere Zukunft mit Bill & Co aussehen?
Einen kleinen Einblick bietet da das Video von der Microsoft Research Group, welches vor Kurzem auf den Microsoft Techdays 2007 vorgestellt wurde.
In diesem sind viele interessante Interfaces zu sehen. Regelmäßigen Blog-Lesern wird da einiges bekannt vor kommen (da wurden wohl mal wieder die Kopierer angeworfen
… aber es sind auch viele neuartige Ansätze vorhanden.
Mein persönlicher Favorit ist neben dem “scannenden Tisch” die “Datenübertragungsschüssel”, in der man die Inhalte von verschiedenen Geräten (MP3-Player, Kamera etc.) übertragen kann. Sieht zwar noch ein wenig unbeholfen aus und ich frage mich, wie man das mit größeren Dateimengen benutzen kann, aber es ist ja nur ein Prototyp und wir wollen das junge Pflänzchen nicht gleich zertreten …
Einen kleinen (deutschen) Einblick in die Arbeit von Microsoft Research gewährt folgende Seite:
www.microsoft.com/germany/msdn/library/MicrosoftResearch.mspx
Übrigens, in diesem Zusammenhang noch ein kleiner Hinweis auf einen Microsoft Wettbewerb, der auch die Kategorie “Interface Design” beinhaltet:
www.microsoft.com/germany/imaginecup/
Tags: 3D, augmented_reality, desktop, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, software, touchscreen, UID, visualisierung, wettbewerb, windows
Ok, Ok … ihr denkt jetzt wahrscheinlich, nicht schon wieder Jeff Han?! Aber hier würde doch einfach etwas fehlen, wenn ich nicht auch diese beeindruckende Demonstation mit in unseren kleinen Blog nehmen würden.
Aber es gibt auch einige neue Funktionen zu sehen. So wurde die Schnittelle zu Google Earth nochmals erweitert, wir sehen eine neue Navigation durch eine sehr interessante Baumstruktur und auch und in punkto Interaktion mit dreidimensional dargestellten Datenmangen gibt es neues zu sehen.
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Video-Link: www.youtube.com
Wer schon mal ein größeres Bild, Karte oder Internetseite auf seinem Handy oder PDA betrachtet hat, kennt dieses Problem nur zu gut. Über ständiges Klicken auf das Steuerkreuz/Pfeiltasten etc. oder umständliches Schieben der winzigen Scrollbalken mit dem Stift auf dem Touchscreen oder im Idealfall (allerdings auch nur im seltensten Fall) über direkte Steuerung mit dem Finger (wobei man ständig “Nachsetzen” muss) kann man mit viel Geduld die Informationen freilegen.
Bedeutend eleganter ist da eine Lösung, die ich bei YouTube gefunden habe: Hierbei wird das zu scrollende Bild über die integrierte Kamera mit dem realen Hintergrund verbunden. Bewegt man nun das Handy vor dem Hintergrund, bewegt sich synchron auch das Bild dazu. Zu kompliziert beschrieben? Im Video wird das in 10 Sekunden klar, was ich meine …
Leider ist über den Hersteller dieses Programms nichts in Erfahrung zu bringen gewesen. Sicher ist ist einzig, das diese Lösung aus Südkorea stammt. In wieweit jedoch der im Video zu sehende Mobiltelefonhersteller Anycall (die südkoreanische Marke von Samsung) dabei involviert ist, bleibt unbekannt. Vielleicht weißt da ja jemand mehr … ich freue mich jedenfalls auf eure Kommentare
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In unser Agentur kennen wir das nur zur gut: Entwicklung nach der Versuchs-und-Irrtums-Methode, oder etwas neudeutscher: nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Denn zu oft ist die rein analytische Produktentwicklung, die auf allen Kenntnissen aufbaut nicht ausreichend. Insbesondere bei der Entwicklung völlig neuartige Produkte. Effizienter ist da letztendlich oft die Herstellung eines oder mehrer Prototypen, die mit der Zielgruppe oder unter bestimmten Parametern evaluiert und weiterentwickelt werden können.
So geschehen ist das auch bei dem innovativen Eingabegerät der Wii (wie berichteten ja schon öfters). Neben wirklich komplett unterschiedlichen Gesamtkonzepten (siehe hier), wurden auch zur Form, Anordnung der Tasten und grundsätzlichen Eingabeart unterschiedlichen Varianten entwickelt. Wenn man diese so betrachtet, wären einige Prinzipien und Details viel zu Schade, das diese in einer Schublade verschwinden … vielleicht können wir uns ja bei einer den nächsten Versionen auf eine Wiederbelebung freuen. Auch in der Evolution gab es ja schon immer sich abzweigende Linien, die sich erfolgreich weiterentwickelten …
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Man, was hätte das herausragend sein können. Wenn ich mir jetzt noch einmal die gerade wieder durchs Netz geisternden Mobiltelefonkonzepte der Product Visionaires GmbH anschaue, ist es wirklich eine Schande, wie das mit unserem deutschen Handyhersteller zu Grunde gegangen ist.
Dazu muss man wissen, das Product Visionaires eine 2004 gegründete und 100% Tochter von Siemens Information and Communication Mobile (damals noch Siemens mobile) war, mit dem einzigen Ziel “innovative Konzepte für mobile Geräte zu entwickeln”.
In der Tat sind in den letzten Jahren eine Fülle von Konzepten entstanden, die sehr innovative Ansätze hinsichtlich Bedienung, Funktionen und Interaktion zeigen.
Auf den Seiten von www.areamobile.de findet man vier Studien die im letzten Jahr von Product Visionaires vorgestellt wurden. Wer noch weiter in die Vergangenheit reisen möchte, der kann unter www.siemensinfo.de auch noch Konzepte aus dem Jahr 2005 finden (siehe Bilder mittlere Reihe, erstes und zweites Bild).
… und wer noch einen kleinen Einblick gewinnen möchte, wie die Entwickler ihre Ideen anhand von Storyboards visualisiert haben, kann dieses auf der Firmenseite unter “Visuals” > “Storyboard” finden …
Da kann man nur sagen: “Ach, was hätte ein wenig mehr Mut bei den Entscheidern gut getan.” Die Xelibri-Serie war doch schon so ein guter Ansatz, wenn man da nur (wenigstens ein bisschen) an die Benutzerfreundlichkeit gedacht hätte …
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