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Vor fast genau einem Jahr berichteten wir über eine neue Music-Player-Steuerung, die gerade in den NTT DoCoMo Forschungslaboren entstand. Was damals noch wie große Ohrenwärmer aussah, ist heute auf kleine Ohrstöpsel geschrumpft, die auf einem guten Weg zur Serienreife sind. Der Prototyp wurde diese Woche noch einmal beim Mobile World Congress in Barceclona gezeigt:

Insbesondere unter drei Gesichtspunkten ist diese Lösung sehr interessant:

1. Im Zug der Miniaturisierung ist kaum noch Platz für ein physisches Interface – á la iPod shuffle

2. Das für einfache Bedienungen (z.B. “nächster Titel”) eigentlich nicht nötige “rauskramen” des Players aus der Tasche – … und dann noch diese “Lebensgefahr” dabei

3. Als alternative Steuerung für Augmented-Reality-Anwendungen. Wenn wir da an das MIT Forschungsprojekt “SixthSense” denken, so könnte diese neben der Handbedienung eine weitere Eingabemöglichkeit sein …

Die große Schwierigkeit wird wohl darin liegen, die normalen Augenbewegungen von den gewünschten Interaktionen zu unterscheiden.
… mal abgesehen von der gesellschaftlichen Akzeptanz, aber über die ersten Handy-Telefonierer haben wir uns ja auch lustig gemacht ;)

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Könnt ihr euch noch an Blaise Aguera y Arcas und seine Entwicklung “Photosynth” erinnern? Bereits 2006 hatten wir darüber berichtet. Jetzt hat Microsoft das geschafft, was lange auf der Hand lag: es mit Bing Maps kombiniert! … und es ist tatsächlich so genial wie wir es uns in unseren Gedanken immer ausgemalt haben ;)
(Für alle Google-Nutzer: Bing Maps ist das gleiche wie Google Maps, hatte jedoch schon bisher den großen Vorteil, das nicht nur Satellitenbilder eingebunden waren, sondern auch “Vogelperspektiven-Fotos”, welche eine Schrägansicht auf Gebäude bietet – z.B. für alle die eine Wohnung suchen, ist das DIE Errungenschaft, um vorher einen Eindruck zu bekommen)

Jedenfalls, mit der neuen Bing Maps Version/Variante, die auf Silverlight basiert, wurden gleich mehrere Technologie und Dienste verbunden. Bevor ich’s lange beschreibe, schaut euch einfach dieses Video an:

Ein Traum! ;)

Wenn Microsoft es jetzt noch schafft, das auf mobile Geräte mit Videokamera-Verknüpfung zu portieren, á la Wikitude …

Wer es mal selber ausprobieren möchte einfach auch www.bing.com/maps/explore/ gehen, (ggf. Silverlight Plugin installieren) und dann eine der Apps (links unten neben der Karte) auswählen (übrigens auch eine tolle Idee). Am besten auch in San Francisco testen, da dort die meisten Fotos hinterlegt sind.

PS. Was hier schön auffällt bzw. schon als eine der größten zukünftigen Herausforderungen erkennbar ist: Ein einheitliches Bedienkonzept, welches sich über alle Apps zieht. Gerade für Drittanbieter sind hier gute Richtlinien für die Interaktionen gefragt …

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… und noch mal zwei Konzepte, die momentan völlig unabhängig voneinander entwickelt werden, die aber in Kombination sehr schön zeigen, wohin die Reise geht:

Zum einen entwickelt Ericsson Labs eine API und SDK für in 3D gerenderte Karten, speziell für mobile Geräte:

Zum anderen gibt es da noch die Firma earthmine, die auf den ersten Blick genau das tut was Googles Street View tut, aber sie haben es in 3D!!!

So, und wenn man jetzt noch mal an den letzten Blog-Eintrag denkt, ist ziemlich klar was in Kürze möglich wäre:

1. Echte 3D-Navigation
Also, ein echtes Wikitude und eine echte “Google Streetview”-Navigation über die Mustererkennung, ähnlich wie hier

2. Echtes AR-Tagging
Mit Junaio von Metaio gibt es ja bereits einen gutes iPhone-Beispiel wie wir unsere digitalen Spuren hinterlassen können und das digitale Abbild unserer Welt mit eigenen Informationen anreichern können:

Das Problem dabei: noch gibt es dafür keine echte Mustererkennung der Umgebung, sondern alle Daten werden mittels GPS und Kompass referenziert (also ungenau). Wenn man nun echte 3D-Daten verwenden würde, könnten man den Content wirklich direkt(!) auf/an der realen Welt verorten, wie zum Beispiel hier

3. Parallel Universum
Und noch mal viel weiter gedacht … Parallel zu realen Welt gibt es ja schon bereits eine digitale Parallelwelt, siehe Twinity. Wenn ich diese mit den georeferenzierten Daten zusammenbringe, könnte man über unseren mobilen Begleiter diese sichtbar machen. Ein mögliches Szenario:
Über mein Handy mit integriertem Projektor könnte man sich an einem beliebigen Ort treffen (einer in der Real-Welt, einer in dem virtuellen Abbild davon) und mit diesem interagieren … ein wenig so wie hier, in diesem schon etwas betagtem Video:

Begrenzt werden diesen Fantasien allerdings wie immer von den zwei großen Faktoren:
- die enorme mobile Rechenpower, die zu Verarbeitung der 3D-Bilddaten nötig ist (könnte man wahrscheinlich erstmal nur über Cloudcomputing lösen) und
- die dafür sehr begrenzte portable Energie

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Schaut man sich ein aktuelles Forschungsergebnis der Universität Tokio an, so scheint die berührungslose Bedienung von mobilen Geräten (jedenfalls auf diese Nähe) nicht wirklich sooo einen großen Vorteil zu bieten:

ABER was man auch sehr gut sehen kann, es wird auch die Annäherung erkannt. Somit wäre es möglich auch in die Tiefe zu navigieren.
Wenn man sich jetzt auch noch ein aktuelles Patent von Apple anschaut (hier zum Beispiel bei Gizmodo vorgestellt)

Apple 3D GUI Patent

welches eine dreidimensionale Oberfläche beschreibt, … und schaut man sich dann auch noch die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der drillenfreien 3D-Displays an, wie zum Beispiel gerade auf der CES vorgestellt,

dann ist klar wo hin die Reise geht.

PS. Wo wir schon beim Thema Interaktion mit dem Handy sind, hier noch (der Vollständigkeit halber) ein gerade sehr populäres Video vom CCC (Chaos Communication Congress), was sehr schön mal eine naturalistische Möglichkeit zeigt, mit unserem kleinem Begleiter zu interagieren … aber das nur mal am Rande ;)

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Man mag ja von dem Hype ums iPhone halten was man will, aber gerade gestern habe ich mich noch mit jemanden darüber unterhalten, was aus meiner Sicht der eigentliche Verdienst dieses Gerät ist: Mit seinen ‘zig Sensoren hat es “ganz nebenbei” die Tür für völlig neuartige Interaktionsdesign-Anwendungen im Massenmarkt geöffnet.

Ein tolles Beispiel dafür ist das sich noch in der Entwicklung befindliche Projekt “Parrot AR.Drone”

Die Idee: Über eine WiF wird eine Verbindung zum einen Modelhubschrauber (genauer Quadcopter) hergestellt. In diesem ist eine kleine Kamera integriert, die eine Live-Bild direkt auf das iPhone-streamt und über die Bewegungssensoren lässt sich über Kipp-/Neigebewegungen der das Fluggerät steuern. Beziehungsweise lässt das Video erahnen, das es noch eine Touchscreen-Steuerung gibt, die direkt auf dem Kamera-Bild liegt.

Wie gesagt, Hype, Apple-Politik und Sinnhaftigkeit hin oder her – ich kenne jedenfalls kein verbreitetes Eingabegerät für die Hosentasche, mit dem eine solche Interaktion möglich wäre.

Mehr Infos zum Projekt unter: www.ardrone.org/parrot-ar-drone/en/

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Eine der größten Quellen für menschlichen Erfindergeist ist seine Bequemlichkeit. So gibt es aktuell wieder neue Entwicklungen für die Kontrolle unseres liebsten Lebensraums.

Zum einen hat das Media Interaction Lab der University of Applied Science in Oberösterreich eine Arbeit mit dem Namen CRISTAL (Control of Remotely Interfaced Systems using Touch-based Actions in Living spaces) vorgestellt. Diese bildet mittels Gestensteuerung eine Brücke zwischen allen Geräten im Wohnzimmer:

Das Thema „bloss nicht aufstehen“ bzw. Fernbedienung ist ja von je her eins DER Themen im Interaction Design. So wundert es nicht, dass nun ein „Universal Remote Control Framework“ geschaffen wurde, auf dem die Geräteanbieter und Fernbedienungshersteller aufsetzen können. Erster Unterstützter der Plattform: der amerikanische Dienst TiVo. Mit der iPhone-App “i.TV” (wie auch sonst) wurde somit eine wunderbare Brücke zwischen Programmzeitschrift und Fernbedienung Fernsehsteuerung geschaffen:

Mehr Infos unter: http://i.tv/

Siehe auch: www.schroeder-wendt.com/blog/index.php?s=fernbedienung

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Adobe hat heute die beiden Betas zu zwei kommenden Produkten in den Labs freigegeben. Zum einen handelt sich es sich um Flash Builder 4 (ehemals Flex Builder), welchen Adobe aufgrund von Vermarktungsgründen umbenannt hat. Nachzulesen sind die Gründe für diese Umbenennung bei Serge Jespers.

Die andere Software, Flash Catalyst soll die neue Schnittstelle zwischen Gestalter und Entwickler werden. Problematisch war es bisher immer, Entwürfe und Gestaltungen aus Programmen wie Photoshop, Illustrator und auch Fireworks so dem Entwickler zukommen zu lassen, das wenig Nacharbeit und evtl. auch leichte Anpassung bei Änderungen möglich waren.

Jeder, der schon einmal den typischen Arbeitsfluss zwischen Designern und Entwicklern erlebt hat, wird mir zustimmen, dass es dabei oft zu unvorteilhafter Mehrarbeit kommt.

Adobe hat zumindest für den Flash Builder 4 eine Lösung gefunden: Flash Catalyst. Entwürfe können mithilfe dieser Software direkt in Flash Builder 4 konformes MXML umgewandelt werden, es gibt weniger Nacharbeit für den Entwickler. Wer sich ein genaues Bild von der Leistung von Flash Catalyst machen möchte, dem sei dieses Video ans Herz gelegt.

Die Beta vom Flash Builder 4 kann zusätzlich zu bestehenden Flex Builder Umgebungen installiert werden, ohne dass diese betroffen sind und enthält das aktuelle Flex SDK 4. Der Flash Builder 4 kann auch länger als 30 Tage getestet werden.
Für Flash Catalyst können Seriennummer über die gesamte Betaphase generiert werden, so dass einem Einsatz für sechs Monate nichts im Wege steht.
Laut Aussage von Adobe ist es erlaubt, mit den Betas kommerzielle Produkte anzufertigen.

Flash Builder 4: http://labs.adobe.com/technologies/flashbuilder4/
Flash Catalyst: http://labs.adobe.com/technologies/flashcatalyst/

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Seit den ersten Stunden des Touchscreens wird an ihm rumgemäkelt, das er zwar einerseits quasi unendliche viele Buttons und Interaktionsformen anbieten kann, aber ihm doch jegliches haptisches Feedback fehlt.

Dies könnte nun bald ein Ende haben. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University (in Pittsburgh, Pennsylvania) haben dafür einen Lösungansatz gefunden.

Aufgebaut ist das System aus einer Acryl-Platte, in die möglichen Button-Formen ausgespart sind. Auf Seiten des Nutzer liegt darüber eine Latex-Schicht und auf der anderen Seite eine Kammer in die Luft gepumpt oder rausgesogen werden kann. Somit kann man dann Erhöhungen oder Vertiefungen schaffen. Das Bild wird per Rückprojektion auf den Latex projiziert. Mittels einer kleinen Kamera auf höhe des Miniprojektor ist auch die Aufnahme der Finger möglich, so das die ganze Einheit auch Multitouch-Funktionalitäten beherrscht.

Sicherlich noch ein sehr sperriges System für Anwendungen, wo die Bautiefe keine große Rolle spielt (z.B. Fahrkartenautomaten), aber einer guter erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Entwicklung von flexiblen Displays auch weiter so zügig vorangeht, so ist vielleicht in zehn Jahren dann auch das Rückprojektionsproblem gelöst und man könnte die Erhöhung auch durch Mini-Sifte (á la TouchTable) realisieren. Wir werden‘s erleben …

Mehr Infos unter www.technologyreview.com/computing/22550/

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Ach, was wäre die Welt schön, wenn jeder das machen könnte, was er am besten kann. Designer hören endlich auf schrecklichen Code zu schreiben und Programmierer lassen die Finger weg von der Gestaltung. Ok, noch ist das ein Wunschdenken, aber zumindest wurde seitens Microsoft mit dem Expression Studio der Grundstein dafür schon gelegt. Leider zeigt sich zwar in der Praxis, dass bis zur wirklichen Erfüllung dieses Traums noch ein langer Weg ist, aber das ist ein Thema für einen extra Blogeintrag.

Heute soll es um Adobe Catalyst gehen, welches quasi Adobes Antwort zu Expression ist. Auf dem gerade stattfindenden FITC Festival in Toronto, stellte dazu Adobes „Senior Principal Scientist“, Mark Anders, die Arbeitsweise und Möglichkeiten von Catalyst vor.

Innerhalb der Session baute Anders, in nur ca. 20 Minuten, eine laufende Applikation aus vorbereiteten Illustrator-Designs, ohne dabei eine einzige Zeile Code zu schreiben! Aber seht selbst:

Mehr Infos unter: labs.adobe.com/technologies/flashcatalyst/

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Nicht nur bei solchen serverbasierten Systemen, wie gestern vorgestellt, auch bei den Echtzeitsystemen hat sich in den letzten Zeit viel getan. So hat beispielsweise Entwickler Matt Herzog eine Gesichtserkennung für die Webcam in Flash implementiert:

Die Hintergründe und den SourceCode dazu kann man hier finden:
www.squidder.com/2009/02/26/realtime-face-detection-in-flash/

Einen ersten Test á la Johnny Lee hat damit schon Mrdoob programmiert, der hier zu sehen

und hier selbst zu testen ist:
http://mrdoob.com/lab/webcam/face_driven_3d/

Wie man sieht, noch ziemlich unzuverlässig, aber der Grundstein ist gelegt. Ich denke, nun ist es an uns Interaktionsdesignern das Potential der Technik zu erkennen und gekonnt anzuwenden.

Übrigens, seit kurzem gibt es von der schwedischen Softwarefirma TAT auch einen ähnlichen Prototyp für Mobiltelefone.

Eine schöne Unterstützung von GUI Metaphern, aber die „Killer-App“ lässt bei diesen ersten zarten Schritten natürlich noch auf sich warten.

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Meiner Meinung nach wird einer der großen Trends in den nächsten Jahren: Objekte vor die Webcam halten, diese werden dann erkannt und in eine virtuelle Umgebung integriert.
Wie das aussehen kann, war schon einmal gut hier in diesem Beitrag zu sehen – nämlich bei Sonys angekündigtem Spiel “EyePet”.

Wer den Erscheinungstermin nicht mehr abwarten kann, dem sei das Spiel Mightier empfohlen, das diese Technologie schon heute zeigt – und vor allem kostenfrei als Freeware. Einen kleinen Eindruck davon im folgenden Video:

Herunterladen kann man das Spiel unter folgender Adresse:

www.ratloop.com/?games/mightier

Auf den ersten Blick etwas einfacher, aber trotzdem nicht minder effektvoll ist die Technologie der japanischen Firma MotionProtrait. Diese haben sich darauf spezialisiert Fotos Leben einzuhauchen. Um mal einen Eindruck davon zu bekommen, habe ich für euch mal bei einer Webseite, die diese Technik einsetzt mitgefilmt. Und was bietet sich bei mir Glatzkopf nicht besser an, als die japanische Webseite von Schwarzkopf, auf der man Frisuren testen kann:

An der Bewegung sieht man toll, wie die Kopfform, Augen etc. erkannt werden und so animiert werden können. Wer das mal selber testen möchte, hier die URL: https://virtual-preview.com/LE/

Wer’s lieber in deutsch mag, dem sei die Seite von AXE Instinct empfohlen, wo euer Foto in ein Live Rock-Video integriert wird – inklusive Mimik-Änderung! Sehr beeindruckend:

kissmyaxe.de

Selber testen unter:

www.kissmyaxe.de

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Über das mehr oder minder gelungene GUI, des in Kürze erscheinenden Windows 7 haben wir nun schon mehrfach berichtet. Wie wichtig diese „äußeren Werte“ eines Betriebgssymstems sind, zeigen nicht zuletzt auch solche “Ersatzoberflächen” wie Bumptop (siehe letzter Blogeintrag).
Es gibt aber noch andere tolle Ideen, auf die Microsoft dann für die Version 8 mal einen Blick werfen sollte. Die folgenden stammen von dem 17 Jahre alten „Windows Liebhaber“ Cullen Dudas. In seiner Freizeit hat dieser unter dem Projektnamen „Copenhagen“ seine Vision für ein Interface visualisiert:

Somit mein Vorschlag an Microsoft: Cullen einen Ausbildungsplatz verschaffen ;)

Wer übrigens mal die nicht verwirklichten Windows 7 Ideen von Microsoft sehen möchte, also quasi den Papierkorb in der Redmonder Entwicklungsabteilung, dem sei ein Blick auf techradar.com empfohlen:

Window 7 Ideen

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Seit Sommer 2006 begleiten wir nun schon die Entwicklung von BumpTop und so sollte hier natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, das der Desktop-Ersatz seinen Beta-Status verlassen und in einer kostenfreien und einer Pro-Version für 29 US Dollar (bisher nur für Windows) erhältlich ist.

Schöpfer Anand Agarawala stellt im folgenden Video die Funktionen und Möglichkeiten mit einen Touchscreen Computer vor:

Mehr Infos und Download unter: www.bumptop.com

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Leider etwas spät, aber Dank der Mediathek kann man sich die heute auf Phoenix gesendete Diskussion noch online anschauen. In der Reihe Wissenschaftsforum Petersberg diskutieren unter Moderation von Ranga Yogeshwar vier Experten zum Thema “Vom täglichen Kampf – Wie viel Technik braucht der Mensch?”. Der Videostream kann auf der Webseite des Fernsehsenders aufgerufen:

Vom täglichen Kampf - Wie viel Technik braucht der Mensch

Die Gäste sind Prof. Klaus Kornwachs (Technikphilosoph, Technische Universität Cottbus), Dr. Annette Hoppe (Psychologin, Technische Universität Cottbus), Christoph Huß (BMW und Präsident der FISITA Weltvereinigung der Automobilingenieure) und der allseits bekannte Prof. Marc Hassenzahl (GermanUPA-Vorstandsmitglied und aktuell an der Folkwang Hochschule Essen).

Die zuweilen sehr kontrovers geführte Diskussion, zeigt sehr schön die unterschiedlichen Denkweisen / Aspekte der Akteure und Herangehensweisen bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittelle. Mein persönliches Resümee aus der Sendung ist eigentlich eine Maxime, nach der auch wir versuchen alle unsere Produkte zu entwickeln: Es gibt nicht DIE Lösung für DEN Nutzer, sondern nur Menschen mit unterschiedlichen Motivationen und Bedürfnissen. Somit kann ein Gerät / Interface das versucht allen gerecht zu werden, immer nur ein Kompromiss sein, mit dem der eine mehr und der andere weniger zufrieden ist – Also, ein hoch auf das individualisierbare User Interface! (Was dann allerdings wieder an anderen Stellen Probleme bringt ;) )

Mehr Infos zur Sendung gibt’s unter: www.phoenix.de/…

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Ihr erinnert euch noch an das alternative Desktop GUI „BumpTop“? (Wenn nicht dann am besten hier oder hier noch mal nachlesen)

Für alle „Nicht-Ordner-Speicherer“ und „Schreibtischzumüller“ habe ich gute Nachrichten, denn dieser Betriebssystem-Aufsatz hat nach fast zwei Jahren nun das Demo-Stadium verlassen und ist als Beta für PC und Mac erhältlich.
(Allerdings habe ich bisher nur eine Beta-Version für PC bekommen, insofern lässt sich über den Entwicklungsstand für Mac nur spekulieren).

Bei der Version für Windows wurden jedoch fast alle Funktionen, die in der ursprünglichen Demo zu sehen waren umgesetzt. Es wurden sogar noch zusätzliche Features hinzugefügt, wie zum Beispiel ein Perspektivwechsel.

Hier im Video ist der aktuelle Stand sehr gut zu sehen:

Tja, und jetzt ist mal wieder eine Frage die sich nicht pauschal beantworten lässt: Was ist besser, die normale Betriebssystemoberfläche oder BumpTop?
Sicherlich ist das Navigieren durch Ordner- und Dateilisten mit Spalten, verschiedenen Ordnungsmöglichkeiten und Vorschauansichten in vielen Situationen bedeutend(!) effizienter, aber beim Spaßfaktor siegt natürlich mit uneinholbarem Vorsprung BumpTop. Letztendlich ist es eine Sache der persönlichen Arbeitsweise. Wer im wirklichen Leben auch einen völlig zugekramten Schreibtisch hat und trotzdem mit einem Griff weiß wo das gesuchte Dokument zu finden ist, für den wird dies genau die gesuchte Lösung sein. Schon allein wegen den tollen Individualisierungsmöglichkeiten (Einzelne Dokumente größer anzeigen, Stapel erstellen etc.)

Hier kann man sich für die Beta registrieren: www.bumptop.com

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Im letzten Eintrag hatten wir gerade über die schleppende Weiterentwicklung bei Microsoft geschrieben und das man mittlerweile auch bei mobilen Betriebssystemen den Anschluss verpasst hat. Ähnlich wie bei den Browsern haben sich hier Redmonder zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und die Konkurrenz an sich vorbeiziehen lassen. Bei den Browsern war es Firefox der den Markt ordentlich aufgemischt hat, bei den mobilen Geräten Apple. Dabei hat Apple nicht mal ein tolles Gerät. Im Vergleich zum Mittbewerb hat das iPhone in vielen Gebieten bedeutend schlechtere Geräteeigenschaften und zwingen einem dazu noch in einem „nicht gerade günstigen“ Vertrag bei einem einzigen Netzanbieter. Es verkauft sich schlichtweg über das Nutzungserlebnis / User Experience (UX), welche mit Multitouch-Spielereien und innovativen, zentral zu findenden und simpel installierbaren Applikationen eine Begehrlichkeit weckt. Und in punkto Spaßfaktor vor allem doch eins hat: ein konsistentes und einfaches GUI.

Unter diesem Konkurrenzdruck ziehen nun alle Hersteller mit neuen Geräten und vor allem neuen Oberflächen nach. Bei Windows Mobile (WM) passierte von Seiten Microsofts ersteinmal gar nichts. Gerätehersteller HTC erkannte 2007 die Zeichen der Zeit und stülpte dem System ein eigenes GUI über: TouchFLO (und mittlerweile TouchFLO 3D). Aber spätestens bei den Systemeinstellungen war man wieder in der winzigen und schwer verständlichen WM-Welt:

Sicherlich, Microsoft redete sich immer damit raus, das ihr OS für Business-Anwender ist und nicht für die breite Masse. Aber hey, wie kann man nicht!=weg auf die Idee kommen, das!s Manager und „I‘m a PC“-Typen nicht auch gerne ein einfaches System haben möchten das Spaß macht? Zudem war das Zusammenwachsen von Mobiltelefon und PDA spätestens seit der Jahrtausendwende absehbar. Und wer schleppt schon gern zwei Geräte mit, auf denen zudem auch noch jeweils die gleichen Kontakte gespeichert werden?

Jedenfalls, nach etwa zwei Jahren Stillstand (und 9 Jahren nach der ersten WM-Version) gibt es nun diese Woche, auf dem Mobile World Congress in Barcelona, die neue Version zu sehen. Und wie zu erwarten war, gibt es im Internet natürlich schon vorher ein Video, welches diese vorstellt:

Tja, was soll ich sagen. Ich kann nur hoffen, das dies nicht wirklich das neue Release sein soll. Ansonsten lässt es sich aus meiner Sicht mit ein paar kurzen Worten zusammenfassen: Man hat in den letzten zwei Jahren absolut nichts kapiert!

Sicherlich, der Startscreen, die Übersicht der Kommunikationseinstellungen und die wichtigsten Applikationen (Browser, Kontakte etc.) wurden leicht überarbeitet, aber man sieht nichts, was Dritthersteller (wie z.B. Opera, Spb Mobile Shell, TouchFLO usw.) schon lange bieten. Das eigentliche Problem, eine konsistente Oberfläche, die mit einer oder wenigen Bedienungsmetaphern und einem klaren Gestaltungsraster klarkommt wurde wieder verfehlt. Wieder habe ich winzige Auswahlfelder, bestätige ich eine Seite mal mit „OK“ oben in der rechten Ecke oder „Fertig“ unten links, habe lange Erklärungstexte ohne Gewichtungsabstufung bei Auswahlfeldern und habe nur sehr schwer die Möglichkeit auch ohne Stifte durch die Einstellungen zu kommen. Ok, dafür wurde jetzt aber die Programmliste in Waben angeordnet, die ich so auch noch mit den dicksten Daumen bedienen kann. Das man durch Waben allerdings auch 20 bis 40 Prozent des Platzes auf den „riesigen“ Displays von mobilen Geräten verschenken kann (wie man an Stelle 8:51 gut sehen kann), wurde beim konzipieren wohl vergessen.

Somit ist wohl die einzige Hoffnung, nochmals etwa ein Jahr auf Windows Mobile 7 zu warten …

… aber ob dann noch genügend Nutzer dafür da sind? (die 3. Generation des iPhones wird in diesem Sommer erwartet, Googles Android ist gerade frisch erhältlich, Palm bringt ein neues (vorab schon hochgelobtes) OS raus, Nokia hat auch völlig neue OS-Pläne usw.). Somit ist der letztendliche Nutznießer der ganzen Situation der Endkunde. Dieser kann sich, durch den nun schnell bewegenden Markt, zwischen ähnlichen Geräten aber unterschiedlichen GUIs (z.B. HTC mit WM oder Android) und somit mit unterschiedlichen User Experiences entscheiden.

Vorabinfos zu Windows Mobile 7 gibt es übrigens hier: http://pocketpccentral.net/windows_mobile_7_brief.htm

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Windows 7 ist gerade in aller Munde und auch wir möchten da nicht außen vor sein und ein paar Worte über ein paar wichtige Interface-Neuerungen im weltweit verbreitetsten GUI verlieren.

Sicher musste Microsoft, nach dem geflopten Vista, nun eine Schippe nachlegen und hat vor allem an dem gearbeitet, was der Endbenutzer als erstes sieht: das User Interface. (Wir sprechen auch gerne von der eigentlichen Visitenkarte eines Softwareunternehmens ;) )

Ein paar Sachen sind hier ganz gut im Video zu sehen:

Eine der wohl größten Frischzellenkuren erhält auch gleich unsere seit 1995 so lieb gewonnene Taskleiste. Nun ist sie quasi eine Kombination aus dem Mac OS Dock und der Windows Schnellstartleiste plus Tunning! So ist es zum Beispiel durch kleine Vorschaubilder möglich, direkt zu dem Fenster zu wechseln, welches man sucht. Beziehungsweise sogar zu dem jeweiligen Tab.

Zusätzlich gibt es dann noch bei einigen Programmen die Möglichkeit Funktionen direkt aus der Taskbar aufzurufen. Wie zum Beispiel das öffnen der letzten Dateien usw.

Die andere große Neuerung ist Aero Peek. Was als erstes wie eine Luftnummer klingt, ist bei näherer Betrachtung eine sehr nützliche Funktion, um nicht im Fensterdschungel unterzugehen. Denn wenn man nämlich in der Taskbar auf die kleine Vorschau eines Programmes geht, das man vielleicht öffnen möchte, werden alle anderen Fenster transparent und nur diese Applikation kommt zum Vorschein.

Für Mac User nichts neues, aber unter Windows wird es nun auch möglich sein, mit einem Klick auf den Schreibtisch zu schauen. Hier allerdings grafisch nicht über einen Wegschieben-Effekt gelöst, sondern ebenfalls über transparent werdende Fenster. Ich freue mich schon, diese Funktion selber testen zu können und persönlich vergleichen zu können welche Metapher mehr Vorteile bietet.

Neben der Möglichkeit sein GUI selber durch diverse visuelle Themen und Themenportale zu verschlimmbessern, gibt es viele kleine Verbesserungen bei der Bedienung und natürlich beim Look & Feel des gesamten Systems. Vieles offensichtlich vom Mac inspiriert (Verknüpfungen mit Live Maps) aber auch einige Sachen die sich die Redmonder gut überlegt haben (auf den ersten Blick wohl (der Assistent für) die Einrichtung eines Heimnetzwerkes). Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen gibt es im übrigen hier:

www.microsoft.com/germany/windows/windows-7/

Alles in allem endlich ein guter Schritt in die richtige Richtung, um wieder Anschluss an das User Interface vom Mac zu gewinnen und nicht mehr wie auf allen anderen wichtigen Gebieten (Browsern, Mobiles OS) den Alternativen meilenweit hinterherzuhecheln.
Aber, um frei aus einer berühmten Präsentation zu zitieren, unter der verbesserten Oberfläche ist es immer noch die alte „.dll Hell“ ;)

Trotzdem viel Erfolg Microsoft! Ehrlich.

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Wer seinen MP3-Player bedienen möchte, der tut dies mehrheitlich wohl durch eine Interaktion mit der Hand. Da das gute Teil allerdings meistens in einer Tasche steckt, ist dies ein verhältnismäßig unbequemer Ansteuerungsprozess: Ertasten des Geräts, dann der richtigen Knöpfe usw. Es gibt zwar schon alternative Eingabemöglichkeiten, wie zum Beispiel die Shake Control …

… aber diese ist nicht wirklich hilfreich. Ist doch eine Tastenbedienung x-mal komfortabler und meist schneller. Es sei denn, man hat Lust beim Musikhören (heute ja meistens auf der Straße) ab und zu mal zu hüpfen.

Die Forscher von NTT DoCoMo arbeiten allerdings gerade an einer Steuerung die wirklich Sinn macht und die genau da statt findet, wo sie gebraucht wird: Nämlich über die Kopfhörer. Die Entwicklung basiert auf dort angebrachte Sensoren, die die Augenbewegung erfassen können. Wie das ganze dann ausschaut ist hier gut im Video zu sehen:

Worauf im Bericht nicht näher eingegangen wird, was aber gut zu sehen ist: Man kann diese Technik gut mit einer am Kopf befestigten Kamera kombinieren und so eine grobe Computersteuerung realisieren. Dies wäre natürlich auch für körperlich stark eingeschränkte Personen interessant, die so (im Gegensatz zum „klassischen“ BCI) eine einfachere Schnittstelle zur Verfügung hätten.

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Wo wir schon bei sich rasant entwickelnden “Trends” sind. Auch im Bereich der “einfachen” Brain-Computer-Interfaces hat sich wieder einiges getan. Wir hatten ja schon öfters auf das System von Emotiv verwiesen, das nach ersten Ankündigungen eigentlich Ende letzten Jahres erhältlich sein sollte. Aktuell findet mal allerdings keinen Ankündigungstermin mehr auf der Webseite.
Das allerdings an dem System weiterentwickelt wurde, zeigt das folgende Video, mit einer Anwendung zur Steuerung eines Rollstuhls:



Was allerdings auch gut zu sehen ist, das für die Steuerung kaum oder besser gar nicht(!) die Messung der Gehirnströme genutzt wird, sondern viel mehr die Muskelkontraktionen. Der Grund ist, so denke ich, ganz einfach: Bisher ist keines dieser “einfachen” Systeme in der Lage, den gedanklich aktiven Gehirnteil schnell genug zu erkennen, um diesen dann in eine Bewegung umzusetzen. Gerade wenn man die Steuerung dort einsetzt, wo sie den größten Gewinn (an Lebensqualität) bringen würde, nämlich bei der Kontrolle eines Rollstuhls o.ä., kann eine Reaktionszeit von etlichen Sekunden ein böses Ende finden. Insofern müssen wir auf eine “reine” Steuerung mit Gedanken, über solche einfachen “Headsets”, um damit schnelle Aktionen auszuführen noch etliche Jahre bzw. Jahrzehnte warten.

Interessante Interaktionsmöglichkeiten bieten aber diese simplen Erkennungssysteme trotzdem. Dies hat nun wohl auch einer der großen Global Player im Spielemarkt erkannt und so will die Firma Mattel nun auch eine ähnliche Lösung auf den Markt bringen.
Laut der Webseite von NeuroSky, basiert Mattel’s Spiel wohl auf deren Entwicklungen. NeuroSky hatte im übrigen sogar noch vor Emotiv, bereits im Mai 2005, ein System angekündigt (siehe hier die englische Meldung).
Jedenfalls wurde auf der vor kurzem zu Ende gegangenen CES erstmals ihr “Mind-Control-Game” vorgestellt:



Auch Mattel lässt es sich nicht nehmen und gibt einen Erscheinungstermin für den Herbst an und einen Preis von 80 Dollar.

Ein weiteres System in dem die NeuroSky-Technologie steckt ist der “Force Trainer”. Dieser wird von der Firma Uncle Milton Industries unter Lizenz von Lucas Liscensing produziert. Und wie die Namen “Force” und “Lucas” schon vermuten lassen, geht es darum “das die Macht mit dir sein möge”. Sprich, man muss mit seinen Gedanken einen Ball in einer Röhre auf- und absteigen lassen. Mehr Infos und ein Bild dazu auf der USA Today Webseite:

Mind Wave Games

Ich lass mich dann also überraschen welche Davids oder Goliaths ihre Systeme dann wirklich mal auf den Markt bringen …

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Auch auf die Gefahr hin, das ihr es nicht mehr hören könnt, aber es gibt mal wieder interessantes aus dem Augmented Reality Bereich. Gut, ich bräuchte ja nicht darüber berichten, aber ich bin nach wie vor der Meinung dass dies zukünftig mit einer der spannendsten Bereiche bei den Web- und Mobile-Interfaces sein wird.

Jedenfalls bin ich gerade frisch zurück aus München, wo ich einmal in die Heiligen Hallen von metaio, einen der führenden deutschen Anbieter, blicken durfte. Einigen dürften diese schon durch das AR-Buch und diverse andere AR-Projekte bekannt sein. Auch ein aktuelles Produkt der Firma ist nicht minder interessant. Denn für Lego haben diese ein Terminal realisert, bei dem man einfach die Packung vor die Kamera hält und schon erscheint in dem virtuellen Spiegelbild ein 3D-Model, das man mittels der Packung frei bewegen kann.

LEGO Augmented Reality Terminal

Denkt man an der Stelle mal ein wenig weiter, so freue ich mich doch schon auf den Lego-Katalog den ich einfach vor meine Webcam lege und mit dem ich dann ganz einfach durch die 3D-Modelle blättern und interagieren kann.

Aber nicht nur ein Pappkarton kann bei AR zur Interaktion genutzt werden, auch komplexere Formen – wie zum Beispiel ein Gesicht. So gibt es aktuell auf der amerikanischen Ray-Ban Webseite ein Programm namens “Virutal Mirror”. Mit diesem ist es möglich, in Echtzeit verschiedene Modelle des Brillenherstellers auf sein Gesicht zu projizieren.



Dieses und das Lego-Terminal sind zwei schöne Beispiele dafür, das zukünftig nicht zwingender Weise immer ein AR-Marker benötigt werden. Die Mustererkennung bei Gegenständen oder eben Gesichtern wird immer besser, auch wenn Sie heute noch nicht an die Präzision eines hochkontrastigen, schwarz-weißen Quadrates mit scharfen Ecken herankommt.

Dafür steht zwischen diesen vielen Möglichkeiten allerdings oftmals noch eine ganz andere “nutzerunfreundliche Kette von Schritten”, wie zum Beispiel das Herunterladen und die Installation einer speziellen Software. Das auch dies in Zukunft immer einfacher wird, zeigen erste Ansätze mit Plugins direkt im Webbrowser. Hier auch noch einmal ein Beispiel aus dem Hause metaio, bei dem man lediglich eine Printanzeige vor eine entsprechende Webseite halten braucht:



Eine ganze Reihe von ähnlichen Beispielen auf Flash-Basis, wurden vor kurzem zu Weihnachten von verschiedenen Agenturen präsentiert, hier mal drei Beispiele, die erste interessante Interaktionsmöglichkeiten zeigen:







Spannend sind auch erste Experimente mit physischen Verhaltensweisen, wie zum Beispiel diese Stoffsimulation:



Wenn diese Entwicklung in dem Tempo so weiter geht (und die Nutzer immer fleißig ihre Rechner upgraden ;) ) dann können wir bald mit der Konzeption völlig neuer, webcambasierter Webseitenkonzepte beginnen … aber dazu ein ander Mal mehr.

Abschließend noch ein paar Literaturtips. Leider gibt es bisher nicht so viel deutschsprachige Literatur, aber der auf Uni-Ablussarbeiten spezialisierte VDM Verlag hat schon einige Titel in seinem Portofolio siehe hier. Allerdings ist das englischsprachige Angebot bedeutend größer siehe hier

PS. Und damit ich nicht morgen schon wieder was zum Thema AR poste, hier noch ein Hinweis auf einen sehr interessanten Prototypen. Dieser ist ein wenig eine Kreuzung aus einem System von der Uni Toronto, das wir 2007 mal vorgestellt haben (siehe hier) und Wikitude (welches wir ja vor kurzem vorgestellt hatten).

Das besondere an dieser Lösung ist, dass ich meine Daten direkt auf Objekte projizieren kann. Der im letzten Jahr von Johannes Schöning an der Universität Münster entwickelte Prototyp aus einem Nokia N95, in Verbindung mit einem Aiptek mobile Projektor, hat eine Mustererkennungssoftware, so dass eine hinterlegte Landkarte “wiedererkannt” werden kann und somit zusätzliche bzw. die gesuchten Informationen auf die Karte eingeblendet werden können. Aber mehr dazu im Video:

Mehr Infos unter: www.johannesschoening.de

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Technology Review - Februar 2009

Ich kann mich nicht erinnern, dass ein größeres deutsches Magazin “unser Lieblingsthema” mal zu einem Schwerpunkt einer Ausgabe gemacht hat. Nun ist es aber so weit und das aktuelle Heft der Technology Review befasst sich ausgiebig mit den “neuen Benutzer-Schnittstellen”. Auf etwa 15 Seiten wird dabei von Sprachschnittstellen, über Mutlitouch bis hin zu Brain-Computer-Interfaces ein guter Überblick über die aktuellen Entwicklungen gegeben. Also, in jedem Fall einen Kauf wert.

Mehr Infos unter: www.heise.de/tr/

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Thematik in einer populären Zeitschrift wieder mal so einen Stellenwert bekommt …

Übrigens, für alle die es nicht so “populärwissenschaftlich” mögen, zwei Empfehlungen für Fachmagazine

1. die deutschsprachige i-com: www.i-com-media.de

2. die englischsprachige Interactions: interactions.acm.org

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Ok, einen hab’ ich noch, aber dann war’s das erstmal zum Thema AR ;)

Im Juli hatten wir noch darüber berichtet, wie es wäre einen portablen „Dr. Know“ zu haben, der uns automatisch Informationen zu unserer Umgebung bietet (siehe hier). Also eine Augmented Reality ganz ohne Marker, Brille usw. – nur draufhalten und Zusatzinfos bekommen.

Als ersten, allerdings sehr zeitverzögerten, Schritt in diese Richtung hatten wir ja schon mal die ViPR-Technologie vorgestellt (siehe hier). Nun gibt es allerdings seit kurzem ein Projekt, das dies in Echtzeit schafft, zumindest für Sehenswürdigkeiten: Wikitude.

Bei diesem Konzept, von den österreichischen Entwicklern von Mobilizy, handelt es sich um eine Verknüpfung von Wikipedia, Panoramio Fotos und GPS-Daten. Das bisher nur für Mobiltelefone mit Android OS verfügbare Programm, überprüft den aktuellen Standort per GPS und analysiert die von der integrierten Kamera aufgenommen Bilder nach bekannten Formen (Skylines, Muster etc.). Sobald etwas erkannt wurde, werden für den Bereich die zusätzlichen Informationen angezeigt. Genaueres im Video:

Einfach nur beeindruckend.

Mehr Infos unter: www.mobilizy.com/wikitude.php

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Vielen Dank an Jan vom Augmented Reality Blog für den Hinweis, auf ein brandaktuelles Video zu der im letzten Beitrag erwähnten Premiere auf der Buchmesse.

In diesem ist das von metaio für den Verlag Wissen Media / arsEdition entwickelte AR-Buch „Aliens & UFOs“ zu sehen:

Mehr Infos dazu bei
metaio
wissenmedia

oder direkt zum Buch bei amazon.de

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… also, genau wörtlich genommen ist es ab dem 19. Oktober bei Amazon (Japan), für rund 73 Euro „im Lager“. Die Rede ist von dem ersten Augmented Reality Spiel für den Massenmarkt/normalen PC: 
ARis (Alice)

Das aus „westlicher Sicht“ eher sehr befremdliche Spiel, benötigt dafür nur einen normalen PC mit Webcam, der Rest geschieht über den mitgelieferten Würfel plus eine Art Zeigestock und noch drei Aktionskarten.
Das Konzept basiert auf einer virtuellen Spielfigur, die durch die Webcam auf bzw. um den Würfel erscheint und mit der man interagieren kann. Also eine Art „Sims“ auf dem eigenen Schreibtisch:



Zwar nicht für den Massenmarkt, aber dafür schon bedeutend früher, hatte Sony ein Spiel für Playstation-Besitzer veröffentlicht: Eye Of Judgement. Hier gibt es keinen Würfel, sondern „nur“ Karten auf einen Spielbrett, die „zum Leben erweckt“ werden können:



Ab 2009 legt dann Sony mit EyePet in punkto AR richtig los, hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack darauf:



Also, wie man sieht, zieht die „Erweiterte Realität“ langsam ins Wohnzimmer ein.

Wer so etwas mal selber erfahren möchte, dem sei ein Besuch auf der morgen beginnenden Frankfurter Buchmesse empfohlen. Auf dieser wird Metaio, ein auf Augmented-Reality-Lösungen spezialisiertes Unternehmen, zusammen mit dem Bertelsmann-Verlag/Wissen Media Verlag den„Großen Weltatlas“ mit AR-Möglichkeiten vorstellen. Das sieht dann ungefähr so aus:



Den nächsten Schritt hat Metaio auch schon präsentiert: Die Steuerung von Grafiken:



… und in Verbindung mit Abenteuer-Büchern, mal in die Rolle des Helden zu schlüpfen:



Ich denke, das ist wirklich eine Nische in die gedruckte Lexika gut gehen können. Diese schlagen somit eine Brücke zwischen On- und Offline-Welt und werden zum „Interaktionsbuch“. Somit kann ich mit physisch vorhandenen Gegenständen, die auf meinem Schreibtisch zu virtuellen Welten werden, interagieren. So ein „Erlebnis“ zur Wissensvermittlung kann eine Webseite nur schwer bieten.
… und an der Stelle sind dann wir Interaction Designer wieder gefragt, denn bisher ist es ja oft nur Effekthascherei. Wenn dieser erste WOW-Effekt vorbei ist, wird die didaktische Aufbereitung und Wissenvermittlung über die kleinen Pappkarten gefragt sein.
… ich könnte mir da zum Beispiel sehr gut einen virtuellen Chemiebaukasten vorstellen, in dem dann auch mal die Sachen drin sind, die man sonst nicht frei vertreiben darf ;)

PS. … und was gibt es bei der mobilen AR neues?. Aktuell plant das französische Unternehmen „int13 production“ auch gerade ein AR-Spiel, welches allerdings auf einem Mobiltelefon laufen soll:

Wer den WOW-Effekt übrigens mal selber auf seinem Handy haben möchte, dem sei das „Virtual Sculpture Project“ empfohlen. Nähreres dazu auf dieser (leider nur englischen) Seite ganz unten.
Dort ist dann auch der Link zu der Seite http://virtual.extra.hu/ zu finden, auf der ihr die Applikation und den Marker runterladen könnt.

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Wer kennt das nicht, es ist Sonntagabend, man liegt entspannt auf dem Sofa, hat gerade eine spannende „Terra X“ – Doku geschaut und dann beginnt die Nachfolgesendung: Rosamunde Pilcher! … und die Fernbedienung liegt natürlich absolut unerreichbar (genauer gesagt, es fehlen 20 Zentimeter Armlänge) auf dem Couchtisch.
Nun hatte man bisher zwei Möglichkeiten:
1. Man begeistert sich für „Melodie der Liebe“ oder
2. man bewegt sich runter von seinem sooo bequemen Liegebett.
Ok, in diesem Fall ist die Entscheidung einfach … aber das ist ja nicht immer so.

Den Forschern von Toshiba, JVC und Panasonic muss es wahrscheinlich ähnlich gegangen sein, denn alle drei Firmen haben ganz verschiedene Ansätze zur Ablösung oder Ergänzung der klassischen Fernbedienung entwickelt.

So stellte Toshiba jüngst einen Prototypen vor, bei dem mittels Gesten der Kanal gewechselt oder ein Video gesteuert werden kann. Eine Kamera scannt dazu permanent den Raum und sobald eine Faust erkannt wird, kann diese zur Navigation genutzt werden:



JVC hatte bereits schon vorher ein ähnliches Konzept präsentiert, bei dem jedoch noch zusätzlich ein Mikrofon zum Einsatz kommt, so dass man durch Klatschen das Kanal- und Lautstärke-Menü aufrufen kann:



Bereits ausgezeichnet wurde der Prototyp von Panasonic. Auf der am Samstag zu Ende gegangenen CEATEC (Combined Exhibition of Advanced Technologies) in Japan, erhielten die Entwickler nicht nur den Award in der Katergorie „Interface Design“, sondern auch den „Award for Best of Show“.
Bei der Lösung handelt es sich zwar nicht um einen Ersatz der physischen Fernbedienung, dafür aber um ein enorm flexibles Multitouch-Interface. Für die wichtigsten Funktionen (Kanalwechsel, Lautstärke) gibt es physische Tasten – der Rest wird über ein sich individuell anpassendes „Trackpad“ gesteuert. Besonders interessant dabei: die Bedienung wurde auch für die Verwendung beider Hände konzipiert … Aber seht am besten selbst:



Aber wem das noch nicht weit genug geht und wer wirklich mal ein „ganz tolles“ Interface sehen möchte, der sollte einfach noch mal 45 Jahre zurückblicken ;)

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Die aktuelle Ausgabe des Wii Magazin 06/2008 berichtet über den 28-jährigen Johnny Chung Lee, Doktorand am Human-Computer Interaction Institute an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Er stellte Anfang 2008 eine eigens entwickelte Wii-Steuerung vor, indem er die Wii-Steuerung einfach umkehrte! (wir berichteten)

Die Idee die ihn berühmt machte: Johnny Lee nutze die integrierte Infrarotkamera in der Wiimote einfach andersrum:
Anstatt die Wiimote in die Hand zu nehmen, platzierte er diese vor den Fernseher und bewegte stattdessen die Sensorleiste, die widerrum mit 2 Infrarotlichtern ausgerüstet ist. Wenn man nun die Sensorleiste bewegt, registriert die Wiimote die Position der Leiste relativ zum Bildschirm. Den entstehenden Effekt demonstrierte Lee mit einer eigens entwickelten Software mit 2D-Objekten. Durch die Umkehr der Eingabegeräte entstand der Eindruck, eines Pseudo-3Ds. (Das Video dazu gibts in dem schon besagten Eintrag)

Das ganze wurde dann von vielen als Inspirationsquelle genutzt und ein Head-Tracking ohne Wii und nur mittels einer Webcam entwickelt. Hier mal ein Beispiel, das dieses System auf einem kleinen MacBook demonstiert:

In einem weiteren Experiment versorgte Johnny Lee die WiiMote mit einem stärkeren Sensor und klebte sich Reflektoren an die Finger: herausgekommen war dann das hier:



Das wirklich tolle an der Sache sind die Selbstbauanleitungen dazu, die man auf Lee´s Website findet…Hier schonmal DIE IDEE für die nächste Generation der Spielkonsolen: Man stattet einen Raum mit mehreren Sendern aus, sodass die Spielkonsole die eigene Postion im Raum registrieren kann. Da sag ich doch einfach: Wozu WiiMotionPlus, wenn man seinen Gegner im Streetfighter direkt mit einem gezielten Tritt in die Knie zwingen kann!

Kritisch betrachtet wäre selbst bei einer 360° Lösung das wirkliche Feedback ein Problem, denn wenn unsere Faust im Spiel auf den gegnerischen Kopf prallt, dann sollte nicht nur die Spielfaust aufprallen, sondern auch unsere eigene, da sonst weiterhin Synchronisationsprobleme entstehen.

Es gibt zwar schon ein paar Ansätze, ein haptisches Feeback zu bieten (also nicht direkt für die Wii, sondern allgemein), allerdings beruhen die immer darauf, dass die Finger immer irgendwo eingespannt sind. Wie zum Beispiel bei dieser Lösung



Wir berichteten auch schon einmal ausführlicher darüber hier.

Aber wie man schon sieht, nichts für den “Hausgebrauch” und wirklich mehr was für den wissenschaftlichen, industriellen Einsatz. Beispielsweise zu Steuerung eines Robotors in lebensfeindlichen Umgebungen.

Ein Lösung, die wir da eher für denkbar halten ist eine “losgelöste” Erweiterung der Controller. Ein ersten Schritt in diese Richtung hat dazu Wissenschaftler des Japan’s National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) unternommen. Der von ihnen entwickelte “GyroCubeSensuous” enthält Motoren und Gewichte, die entsprechen der virtuellen Umgebung verlagert werden. So das, bezogen auf ein Wii-Box-Spiel, gegen meine zuschlagende Faust eine Kraft dagegen hält. Hier mal eine völlig gewaltlose Präsentation des Systems:



Weitere Infos dazu auf der (leider nur englischen) Seite: http://techon.nikkeibp.co.jp/english/NEWS_EN/20050413/103707/?ST=english

… und wenn wir uns trauen noch einen Schritt weiter zu denken, dann wäre auch ein direktes physisches Feedback auf die Muskeln möglich. Basis dafür könnte die Electrostimulation sein, die die meisten wohl aus dem Nachtprogramm kennen:

Diese Technologie könnte es schaffen, das ich (um beim Beispiel Boxspiel zu bleiben) wenn ich auf etwas draufhaue auch gestoppt werde und den Wiederstand spüre. … Allerdings würden wir dieses Konzept gerne noch mal von einen Physiotherapeuten beurteilen lassen ;)

Alles was danach kommt, um mich die Virtualität wirklich spüren zu lassen, würde dann wohl in die Richtung direkt Gehirnstimulation gehen, über die wir ja auch schon berichtet haben.

Es bleibt also spannend bei diesem Thema / Fragestellung, die nicht nur die Spieleindustrie in den nächsten Jahren maßgeblich beschäftigen wird …

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In einer Pressemitteilung der Audi MediaServices wurde bekannt gegeben, dass Ende diesen Jahres eine neue Generation des MMI – Multi Media Interface auf den Markt kommt (leider zunächst nur im A8). Schon die Vorgänger sind wegen der intuitiven Bedienbarkeit, der großzügigen Bedienfelder und durch den zentralen Bedienknopf ihrer Konkurrenz im Vorraus, wenn es darum geht Musik, Film, Telefon, Navigation und Information zu bedienen. Auffällig hier ist die bewusst logische (gleiche) Anordnung der Bedienelemente der Mittelkonsole und der Anzeige auf dem Display.

Hier ein Bild des aktuellen Systems:

Audi - aktuelles MMI

Das neue System will mit einer noch besseren Performance in der Bedienung, schnelleren Prozessoren, 40GB Speicher, einem kontrastreichen 7” TFT-Display (800×480 px), einer verbesserten Sprachsteuerung (die jetzt ganze Wörter versteht – das B U C H S T A B I E R E N des Navigationsziels fällt damit weg), einem integrierten DVD-Laufwerk mit Dolby Digital 5.1 und einer nahtlosen Integration von iPod u. Co punkten.

Das Nutzungsszenario wird durch einen Joystick erweitert, der auf dem zentralen Bedienknopf sitzt und in 8 Richtungen bewegt werden kann. Einstellungen, die z.B. an der Klimaautomatik vorgenommen werden, erscheinen eine kurze Zeit als kleine Popups, sodass nicht der gesamte Bildschirminhalt verdeckt wird.

Das neue MMI von Audi

Das Interessanteste für mich ist die neue zusätzliche, dreidimensionale Kartendarstellung in der Navigation (per Nvidia 3D-Chip), mit viel Liebe zum Detail à la Google Earth mit unterschiedlich eingefärbten Höhenniveaus und 3D-Gebäuden aus der Vogelperspektive. Besonders nützlich finde ich die Mini-Map, die bei Kreuzungen angezeigt wird und sogar Spurwechsel verdeutlicht. Außerdem interessant finde ich die Anzeige der “Point of Interests”, wie z.B. Sehenswürdigkeiten, nächste Autobahn-Abfahrten oder Rastplätze.

Mehr Infos (englisch) findet ihr unter: www.autoblog.com

und hier die komplette Pressemitteilung auf deutsch: www.lifepr.de

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Und wieder einmal mehr ist des die Spieleindustrie, die mit neuen Eingabegeräten vorprescht.

Auch eine Sache die auf der E3 vorgestellt wurde, war das Zusatzmodul für die Wii – MotionPlus. Mit dem kleinen Würfel, der einfach an den Wii Remote Controller angesteckt wird, ist es nun möglich Bewegungen noch genauer und vor allem die Position der Wii Remote im Raum festzustellen. Daraus ergeben sich völlig neue Steuerungs- und Spielmöglichkeiten:



Wie gut zu erkennen ist, kann man somit viel besser innerhalb eines dreidimensionalen Raums interagieren. Erreicht wird das durch das Zusammenspiel des bereits vorhanden Beschleunigungssensors sowie Infrarotkamera und einem neuen Zwei-Achsen-Kreisel/Neigungssensor, der die Lage (also wie dat Ding jehalten wird) erfassen kann. … auch wenn das noch nicht soooo hundertprozentig genau funktioniert.

Aus den tollen neuen Möglichkeiten ergibt sich allerdings auch ein kleines Problem: Fehlendes Feedback. Wie man im Video sehen kann, wir das Laser-Schwert von der Spielfigur gestoppt, allerdings kann der Nutzer den Controller ja weiterbewegen … was somit zu einer Synchronisierungsdifferenz führt, die ja dann irgendwie ausgeglichen werden muss.

Aber im Frühjahr 2009 können wir uns dann ja selber von „dem neuen Spielgefühl“ überzeugen lassen, wenn dann neue Versionen von „Wii Sports“ und „Red Steel“ speziell für die MotionPlus veröffentlicht werden.

Mehr (leider nur englische) Infos auf der Seite der Kooperationsfirma von Nintendo: AiLive

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… dann könnte da vielleicht ein “All-In-One-Device” rauskommen, welches kürzlich der japanische Designer Mac Funamizu in seinem Blog “petitinvention” vorgestellt hat. Das dargestellte Zukunftsszenario beschreibt ein Gerät, welches mittels Touchscreen, Built-In Camera, Scanner und Zugriff auf diverse Datenbank der perfekte Dr. Know für unterwegs sein könnte.

Wie auf seiner Seite zu sehen ist …

Geo-Informationssystem

… wird die Umgebung analysiert und “augmented”. So zum Beispiel als “Innen-Geo-Informationssystem”, welches Möglichkeiten bietet, sich z.B.: in öffentlichen Gebäuden wie Flughafen, Bahnhof oder Krankenhaus durch Echtzeit-Anzeige zurechtzufinden. Sehr sinnvoll beispielsweise bei Notfallsituationen, um den kürzesten Weg hinaus zu finden.

Auch auf der Seite …

other-purposes

… die Möglichkeiten die sich für den Einsatz eines solchen Interfaces bieten, wie hier z.B.: das simultanes Übersetzen von fremdsprachigen Texten. Mit einem eingebauten Scanner können ebenso einzelne Wörter in ihrer Bedeutung nachgeschlagen werden.

Sehr naheliegend ist natürlich auch der Einsatz als Realbild-Navigationssystem, wie in einem unserer früheren Beiträge oder hier schön zu sehen ist.

Ich könnte jetzt noch unzählige Möglichkeiten aufzählen, um nur ein paar davon zu nennen: das Nachschlagen von Automarken, Tierarten- und gattungen, exotischen Früchten, Kalorienangaben, Sternenkonstellationen; das Vorhersagen des Wetters an einem spezifischen Ort und und und … (das die Forschung bei derartigen System schon ziemlich weit ist, haben wir ja vor kurzem auch hier gezeigt)

Die Realisierbarkeit einer solchen Mensch-Maschine-Daten-Schnittstelle wäre natürlich phantastisch. Machbar wäre heute auch schon vieles. Die Knackpunkte liegen aber eindeutig in den Standards. Wie könnte ein universelle Schnittstelle zum Datenaustausch eines jeden Hauses aussehen (für die Anzeige von Rauminformationen etc.)?
Weiterer “Stolperstein”: für eine derartige Darstellung müsste fortwährend exakt die Postion der Augen gemessen werden und darauf hin die Anzeige angepasst werden.

Insofern müssen wir wohl noch “ein wenig” Geduld haben …

Weitere Infos und noch viel mehr Bildmaterial findet ihr unter:
flickr.com/photos/mac_fun/

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… genießt aktuell ja großes Medieninteresse (siehe hier)

Bei diesem „neuartigen Interface“ wurde das sehr beachtenswerte technische Prinzip von Global Imagination verwendet und dafür eine Oberfläche (die stark an Microsoft Surface erinnert) erstellt.



Leider erschließen sich mir die im Video genannten Vorteile nicht ansatzweise. Ohne Zweifel ist das eine ganz tolle Möglichkeit kugelförmige Körper (wie z.B. Planeten) abzubilden und damit zu interagieren, aber für (wie im Video genannt) Präsentationen und Kollaboration?

Mal abgesehen davon, das flache Objekte völlig verzerrt dargestellt werden, haben alle drumherum Stehenden doch ein extrem kleines und vor allem jeder ein anderes Blickfeld. Ziel beim gemeinschaftlichen Arbeiten sollte es doch sein, das man möglichst genau dasselbe sieht wir die Mitarbeiter. Im schlimmsten Fall sehen bei dieser Lösung die meisten gegenseitig gar nichts von dem Dargestellten.

Im Video ist auch sehr schön das Menü zu sehen … kann es etwas besseres geben, als ein Menü, bei dem man nicht alle Punkte sehen kann und erst drum herumlaufen muss?

Ich weiß auch nicht, was die sich dabei gedacht haben …

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Was zunächst aussieht wie ein weiterer “augmentierter” Funktionsprototyp mit 3D-Interface unter vielen anderen, ist in Wirklichkeit das Ergebnis eines einzelnen Hobbybastlers (Kyle McDonald). Die Materialliste für sein 3D-Tic Tac Toe ist erstaunlich kurz: Aluminiumfolie, sechs Widerstände, Kabel, ein Pappkarton und ein Arduino Prozessor. Umgesetzt wurde das Konzept mit Processing, einer Open-Source Umgebung zum programmieren von Bildern, Animation und Interaktion. Besonders Studenten, Künstler, Designer und natürlich Hobbybastler nutzen diese Programmiersprache um ihren Prototypen “Leben einzuhauchen”, siehe:www.processing.org


DIY 3D Interface: Tic Tac Toe from Kyle McDonald on Vimeo.

Der Arduino spuckt dabei Roh-Koordinaten aus, die alle 10 mal pro Sekunden aktualisiert werden. In dem Videobeitrag hat man teilweise das Gefühl, dass das Video die Hand führt anstatt andersherum. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich, dass die 2 Videoquellen ( Webcam / Processing-Umgebung ) nicht optimal miteinander synchronisiert sind.
Abschließend denke ich, (abgesehen davon, dass dreidimensionales Tic Tac Toe ein wirklich unfaires Spiel ist), dass Arduino; eine kompatible Programmierumgebung; und ein paar “Haushaltsartikel” doch gute (und günstige) Möglichkeit bieten, um die eigene Kreativität in funktionierende 3D-Interfaces umzusetzen.

Mehr (englische) Informationen dazu bekommt ihr unter: www.gizmodo.com

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Bleiben wir mal wieder noch ein wenig beim Thema Augmented Reality …

Auf der kürzlich zu Ende gegangen Electronic Entertainment Expo (kurz E3), wurde ein AR Game mit sehr interessanten Interaktionsformen vorgestellt: levelHead

Wie gut zu sehen ist, ist die Basis des Spiels einer bzw. mehrere Würfel, deren Seiten mit AR Tag versehen wurden. Hält man diese vor die Webcam werden durch die Software virtuelle Räume geschaffen, durch die man (mittels kippen des Kubus) eine Spielfigur steuern kann.

Geschaffen wurde das Spiel vom Neuseeländer Julian Oliver, der plant, dieses am 30. Juli als Open Source Projekt (GPLv3 License) für Linux zu veröffentlichen.

Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: julianoliver.com/levelhead

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Über mobile Augmented Reality haben wir ja schon mehrfach berichtet (siehe z.B. hier und hier). Jetzt ist diese Technologie auch auf dem iPhone angekommen – was in Verbindung mit dem großem und vor allem multitouchfähig Display interessante neue Interaktionsformen ermöglichen könnte. Insbesondere im Bereich “dreidimensionale Location Based Services Anwendungen”.

Bisher hat das ganze nur noch einen entscheidenden Haken – es ist mit sehr wenigen Bilder pro Sekunde (fast schon pro Minute) noch enorm langsam, wie man in dieser allerersten Version sehen kann:

Aktuell warten die Entwickler noch auf die Freigabe der Videoschnittstelle seitens Apple, dann sollen auch Bildraten von bis zu 20-30 Bilder pro Sekunde erreicht werden.

Insbesondere für Service-Techniker könnte dies dann ein vergleichsweise kostengünstiges Werkzeug werden. Wenn dann zum Beispiel dem T-Com-Mitarbeiter über sein „Betriebshandy“, per Online-Verbindung die aktuellen Schaltpläne, für den Verteiler vor dem er gerade steht, bekommt …

Nur mal zur Erinnerung, BMW hat ja seine Version dazu schon vor ein paar Jahren vorgestellt:

Mehr (leider nur englische) Infos zur Augmented Reality Technologie auf dem iPhone unter: www.artoolworks.com/ARToolKit_iPhone.html

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Ein Entwickler aus China trotzt der Überzeugung Steve Jobs, der im Januar 2007 das iPhone mit den Worten: „Nobody needs a stylus.“ präsentierte.
In Bezug auf das Thema Schreiben ohne Stift hat der chinesische Entwickler kürzlich seinen Protest in die Tat umgesetzt und eine Add-On Software für das iPhone namens HWPen auf den Markt gebracht, die es ermöglicht Text durch Erkennung der Handschrift zu verfassen.

Handwriting

Die aktuelle Beta-Version der Mini-Software unterstützt chinesische & lateinische Schriftzeichen sowie Ziffern, zeigt aber auch Lücken:
Sie schafft es nicht, sämtliche Funktionen der virtuellen Tastatur zu ersetzen, z.B. unterstützt sie nicht die Drehung auf die Seite und im Mailprogramm taucht sie gar nicht auf. Und wie im Video eindeutig zu erkennen, funktioniert die Schrifterkennung eher suboptimal. Die Meinungen über das Tool gehen weit auseinander, die meisten Besitzer eines iPhone sind jedoch überzeugt, dass sie mit der vorgegebenen Tastatur eindeutig schneller sind.

Bei den ganzen Streitigkeiten bleibe ich bei der Meinung, dass es doch am besten wäre, wenn der Nutzer selber entscheiden könnte, wie er seine Texte eingeben möchte. Eine gute Lösung bietet z.B. das Nokia N800 Internet Tablet an, das sowohl virtuelle Tastatur mit oder ohne Eingabestift anbietet, als auch Handschrifterkennung unterstützt.



PS: Das kleine Add-On kann auch nur installiert werden, wenn man ein sogenanntes “Jailbreak-iPhone” besitzt, d.h. es funktioniert ausschließlich bei gehackten Mobiltelefonen.

Mehr Infos dazu findet ihr unter: www.macnews.de/news/107815.html

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… da sei doch auch noch das „SenseSurface“ von Lyndsay Willams (von Girton Labs) vorgestellt.

Das besondere bei diesem Drehregler ist, dass man diesen direkt auf das Display setzen kann. Eine Lösung die insbesondere für Mischpult-Software sehr interessant sein könnte.

Erst in der letzte Woche hatten wir einen Fall, bei dem wir einem Interessenten von einem rein digitalen Interface / Regler für eine „Zugabe-Steuerung“ bei einem halbmechanischen Gerät abgeraten haben (Für die genauen Hintergründe müsste ich jetzt länger ausholen). Fakt ist aber, der manuelle Regler ist einfach x-mal schneller und bietet ein direktes Feedback.
Wer eines dieser „tollen“ Autoradios hat, bei dem die Lautstärke durch Taster oder gar Touchscreen, anstatt durch einen Drehregler gesteuert wird, weiß jetzt genau was ich meine.

Zurück zu Willams Prototype. Der Drehregler selber hält durch Magnetismus auf dem Bildschirm. Laut der Girton-Webseite wurde das System „mehrere 100 Stunden“ auf einem Dell-Laptop getestet – ohne negative Beeinträchtigung für das Display.
Die eigentliche Übertragung/Ermittlung der Steuerungsdaten erfolgt durch eine „Messplatte“ auf der Rückseite des Displays, welche per USB an den Rechner angeschlossen wird. Durch diese wird zudem auch die Position auf dem Bildschirm ermittelt, so dass der manuelle Regler mit der grafischen Benutzeroberfläche korrespondieren kann bzw. auch mehrere Reger zur gleichen Zeit genutzt werden können.

Demnächst soll es auch noch weitere Steuerelemente, wie zum Beispiel Schieberegler, geben. Insgesamt soll das ganze System unter 100 Dollar in der Produktion kosten. Wann dieses allerdings auch in Produktion geht, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: http://girtonlabs.googlepages.com/sensesurface

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Schon sehr häufig haben wir hier über alternative Eingabegräte berichtet, welche der digitalen Translation von Bewegungen und somit einer besseren Interaktion dienen.

An der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde dazu von den Studenten der Fachrichtung Master Interaction in den letzten Monaten eine Art Grundsatzarbeit erstellt. In dem Semesterprojekt untersuchten vier Studenten unter der Leitung von Prof. Carola Zwick und Dipl.-Des. Jelena Blank-Muhr Interaktionsprinzipien, um somit eine Art Bibliothek bzw. Katalog der Eingabemöglichkeiten für digitale Anwendungen zu schaffen. Herausgekommen sind 50 (!!!) Stellteile, die am gestrigen Donnerstag im Industrial Design Institut präsentiert wurden:



Die insbesondere für interaktive Installationen gedachten Prinzipen sollen eine Alternative zu der meist vorherrschenden Tastatur und Maus/Trackball-Bedienung aufzeigen. Was wie ich finde, phänomenal gelungen ist.
So gibt es beispielsweise bedienbare Sprühflaschen, berührungslose Schalter, alle erdenklichen Formen von Walzen, nachfedernde Schieberegler, interaktive Infografiken bei denen man ein Mini-Ölfass aus dem Boden zieht und analog dazu die Länder aufsteigend nach ihrer Ölproduktion sieht und und und …

Grundlage war eine Untersuchung der physischen Eingabemöglichkeiten nach Lagebeziehung, Greifart, Geschwindigkeit der Interaktion usw.
Die zusammengestellten Prinzipien wurden dann mittels klassischem Modellbau und Arduino (einer elektronischen Open-Source-Prototypen-Umgebung) umgesetzt.

Um Prof. Carola Zwick zu zitieren:
„.. es ist wie über Schokolade zu referieren, man muss es einfach selber ausprobieren“. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich diese Toolbox anzuschauen. Mehr Infos dazu unter:



www.gestaltung.hs-magdeburg.de



Sobald es eine öffentliche Ausstellung gibt, werden wir es hier posten.

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Ein erst kürzlich von Apple angemeldetes Patent mit dem schönen Namen „Gesture Learning“ macht Vorfreude auf kommende Entwicklungen im Bereich Multi-Touch-Displays. In seinem Patent hat Apple eine eigene auf Gesten basierende Zeichensprache entwickelt, die in iPhone oder Macbook Air noch in seinen Kinderschuhen steckt.

Das Verrückte an der Sache ist, dass eine Hand dabei insgesamt 325 verschiedene Befehle ausführen kann. Die Befehle entstehen zunächst aus über 25 Finger-Kombinationen, sogenannten „chords“, die dann in 13 verschiedenen Bewegungen (Rotation, Translation, Skalieren etc.) eingesetzt werden können. Beim Lesen hat es mich dann auch nicht mehr gewundert, dass Apple zum Erlernen der Gesten sogar ein eigenes Spiel entwickelt hat.

Apple multi touch gesture language

Klingt zunächst nach einer Menge Lernstoff, aber ich bin überzeugt, dass Apples neue Zeichensprache mindestens genauso schnell erlernbar ist, wie man mit vierfach belegten Tasten eine SMS schreiben gelernt hat. Denn wie sagte Gerhart Hauptmann so schön:
„Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden.“

Ich bin auf alle Fälle schon sehr gespannt, welche elektronischen Geräte uns demnächst auffordern werden, mit den Fingern darüber zu streichen…

Weitere Infos gibt es unter:
www.unwiredview.com/2008/07/03/apple-wants-to-teach-us-multi-touch-gesture-language

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Bald ist Schluss mit langweiliger Werbung im Außenbereich…
Laut Technology Review will Reactrix Systems gestengesteuerte Displays einsetzen, mit denen der Betrachter interagieren kann. Dabei werden die Menüs ganz nach Manier bereits populärer Entertainment-Produkte wie der Wii von Nintendo und des iPhone von Apple durch Handbewegungen bedient, interagiert werden kann sowohl mit Händen als auch mit Füßen.

Durch dreidimensional arbeitende Kameras mit Stereoskoptechnik erkennt der Bildschirm bereits aus 4,5 m Entfernung seine Betrachter und lädt sie zum Spielen ein. Hervorheben will sich Reactrix dabei von seiner Konkurrenz durch eine ausgefeilte Nutzerschnittstelle, welche der (verjährten) Touchscreen-Technologie endgültig den Rücken kehren will, und für mich persönlich besonders spannend ist:
selbst die Interaktion mit “virtuellen Knöpfen” soll über Gestensteuerung realisiert werden.

Besonders sogenannte Out-of-Home-Medien in Einkaufszentren, Kinos oder der Einsatz bei Veranstaltungen sind dabei für Reactrix interessant. In den USA werden Shopping Malls bereits mit im Boden installierten interaktiven Bildschirmen ausgestattet, wo z.B.: Soccer gespielt werden kann.

Fazit: Meiner Meinung steckt in dem “Bildschirm mit Augen” noch viel mehr Potential als nur der Anwendungsbereich Werbung oder Spiele, da der Nutzer neben dem Spaßfaktor die Aufforderung zur Interaktion unmissverständlich begreift. Ich könnte mir eine Anwendung auch sehr gut als Lernhilfe für geistig behinderte Menschen vorstellen.
Beispielsweise entwickelt Zachary Lieberman z.Z. eine Software für behinderte Studenten, die auf deren Bewegungen audiovisuell reagiert und ihnen somit helfen kann, sich selbst zu verwirklichen.

Noch mehr Informationen dazu findet ihr unter:
www.reactrix.com
http://www.heise.de/tr/Bildschirm-mit-Augen–/artikel/110207

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Als „die Neue“ bei SCHROEDER + WENDT nun mein erster Blogeintrag. Ich freue mich auf eure Kritik und Anregungen …

Und ich starte auch gleich mit einer Sache, die ich persönlich eher kritisch betrachte:

Bei dem Eingabegerät „Clove 2“ handelt es sich um einen Bluetooth gesteuerten Handschuh, der als Ersatz für die Tastatur dienen soll. Das von der Projektgruppe Cemetech, genauer gesagt von Christopher Mitchell, entwickelte Produkt ist für Situationen gedacht, in denen eine gewöhnliche Computertastatur nur schwer zu bedienen wäre, wie z.B.: in medizinischen Berufen, wenn eine Hand ständig frei für andere Tätigkeiten genutzt werden muss.

Die Bedienung erfolgt dabei über 31 Finger-Kombinationen und drei verschiedene Modi. Das Interface ist dem einer regulären Tastatur nachempfunden worden, welches sich in steuernde Tasten (ALT, SHIFT, STRG) und normale Tasten gliedert. Jede einzelne Taste und damit auch jegliche Tastenkombination kann „wie gewohnt“ angewendet werden, wobei die meist benutzten Tasten mit einem Klick zu erreichen sind, und die weniger häufigen über eine zwei- oder dreifache Tastenkombination angewählt werden. Der Nutzer erhält hierbei über Sounds ein auditives Feedback zu seinen Eingaben.

Jedoch sind aufgrund der begrenzten Anzahl Finger viele Tasten des Handschuhs hierbei mit sechsfacher Funktion belegt. Außerdem ist sehr viel Feingefühl in den Fingerspitzen gefragt: Gerade um Funktionen wie „CAPS LOCK“ zu aktivieren (und zu deaktivieren), wäre eine zusätzliche Anzeige hilfreich.

Das beispielhafte Nutzungsszenario des Mediziners kann ich mir eher schwer vorstellen, da ich mich zum Bedienen des Handschuhs einerseits auf die Fingerkombinationen konzentriere und zweitens den Blick auf den Bildschirm richten muß, um meine Eingaben zu kontrollieren.
Somit können andere Dinge „so nebenbei“ eher schlecht als recht ausgeführt werden.

Ich hingegen könnte mir vorstellen, dass der “Clove 2″ für PDA & Co eher geeignet wäre, um auch mobile Eingaben zu ermöglichen.

Mehr Infos gibt es auf der Projektseite:
www.cemetech.net/projects/item.php?id=16

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Das Gesichtserkennungsprogramme nicht nur für biometrische Analysen und Sicherheitsanwendungen genutzt werden können, sondern zudem schon länger in der Lage sind, auch die Emotionen eines Nutzers zu erkennen, ist bekannt.

Nun macht die University of California, San Diego, mit einem besonders genauen System und einer sehr interessanten Anwendung auf sich aufmerksam. Die Wissenschaftler um Jacob Whitehill haben die Emotionserkennung für ein eLearning-System verwendet, um so festzustellen, ob der Student mit der gestellten Aufgabe bzw. Lerninhalt überfordert ist oder nicht. Damit soll autonomes Lernen mit einer Software weiter verbessert werden, damit nicht immer neues Material präsentiert wird, obwohl der Nutzer „noch nicht mal“ den vorhergehenden Stoff kapiert hat.

Die gesamte (leider nur englische) Studie zum Projekt kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://mplab.ucsd.edu/~jake/its08.pdf

Eine weitere Möglichkeit festzustellen, wie gestresst der Nutzer gerade von den Aufgaben ist, wäre noch die Auswertung von Biofeedbackdaten. Dies ist jedoch bedeutend komplexer, da externe Sensoren benötigt werden, die dann über einen Controller per USB an den Rechner angeschlossen werden. Mal abgesehen von BCI-Anwendungen (die auch in die Kategorie gehören), ist mir bisher auch nur eine amerikanische Software bekannt, die dies aktiv nutzt. Bei dem Computerspiel „Wild Devine“ wird dies mit Atmungs-, Meditations- und Relaxübungen zum Stressmanagement genutzt:

Mehr Infos unter: www.wilddivine.com

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Nach dem ich für den gestrigen Beitrag viel zu den Thematiken BCI und CBI rechchericht habe, bin ich noch auf zwei interessante Brain-Computer-Interfaces gestoßen.

Zum einen hat das amerikanische Militär aktuell einen Plan für ein System vorgestellt, das davon ausgeht, dass die neuronalen Prozesse schneller sind, als sie dem Soldaten wirklich bewusst wird. So ist eine (feindliche?) Aktivität vielleicht schon in seinem Blickfeld, aber bis das Gehirn diese Information auch wirklich so verarbeitet hat, dauert es möglicherweise länger. Mit dem Cognitive Technology Threat Warning System (CT2WS) will man nun ein tragbares Gerät bauen, welches die Gehirnströme des Soldaten fortwährend misst und somit über die Zeit lernt, wann eine Gefahr erkannt wurde bzw. diese fehlt. Somit soll dann zukünftig ein automatisches Warnsystem möglich sein, welches den Soldaten warnt, noch bevor er selber die Gefahr bewusst erkannt hat.

Auswertung der Augensignale durch EEG-Analyse

Mehr Infos dazu hier und hier.

Zum anderen ein Experiment von der Duke University (in North Carolina / USA). Bei diesem hat das Forscherteam um Prof. Miguel Nicolelis über fünf Jahre unentwegt die Gehirnströme eines Affen gemessen und ausgewertet. Dem Affen wurde zunächst ein Computerspiel beigebracht, mit welchem er interagieren konnte, indem er über einen Joystik einen Robotorarm steuerte. Gleichzeitig lernte das System seine Gehirnströme dahingehend auszuwerten, das er letztendlich den Robotorarm allein durch die Kraft seiner Gedanken steuern konnte:

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Der Teufel steckt heute im Detail. Nachdem wir nun schon häufig über BCIs berichtet haben, mal die Frage andersrum: Wie schaut‘s denn bei den CBIs? Also, der Computer steuert mein Gehirn.

Vorweg: Die damit verbundenen moralischen und ethischen Fragen zu diesem Thema möchte ich bewusst ausklammern, das wäre mehr etwas für hier.

Fakt ist: Spätestens seit dem es Gehirnschrittmacher für Parkison-, Epilepsie- u.w. Erkrankte gibt, dürfte wohl den meisten die Notwendigkeit solcher Geräte klar sein. Sicher ist auch, dass es in Zukunft noch etliche mehr solcher Implantate geben wird. Sei es zur Steuerung von sensorischen Stimmulationen (wie Gleichgewichts- , Geruchs- und Geschmaksinn oder sexuellen Stimmulation) oder zur Wiederherstellung der akustischen oder optischen Wahrnehmung.

„Interessant“ wird das ganze für die „Nicht-Mediziner“, wenn dieser „Kanal“ zur Bereitstellung weiterer Informationen oder gar zur „Steuerung“ des Individuums genutzt wird. Womit wir nun endgültig auf dem dünsten ethischen Eis wären.

Das dies aber grundsätzlich möglich ist, wies zuletzt eindrucksvoll Prof. John Chapin von der State University New York nach:

Bei diesem Experiment stimulierten die der Ratte eingepflanzten Elektroden diese derart, dass sie ein Belohnungsempfinden bekam und zusätzlich wurde den Tasthaaren ein Gefühl übermittelt, diese stoßen an einen Gegenstand. Fertig war die ferngesteuerte Ratte.

Das auch ähnliches bei Menschen denkbar ist, ist klar. Und wir sind ja auch schon auf dem bestem Wege. Durch die elektrische Stimulation bestimmter Hirnareale können bewusst Emotionen ausgelöst werden. Was für Zwangserkrankte wiederum ein Segen sein kann. Wird es aber irgendwann, bei Computerspielen auch so eine “rückwärtsfunktionierende” Kappe geben, die mich Angst oder Freude erfahren lässt?

Als Rückkanal in das gesunde Gehirn auch schon länger bekannt, ist die kurzzeitige Steigerung des Gedächtnisses:

Könnte dies der allererste Minitschritt zu einem neuen eLearning-System sein?

Und dann gibt es ja noch die weitere angesprochene Möglichkeit, zusätzliche Informationen an das Gehirn zu übermitteln. Das macht vorallem dann Sinn, wenn alle anderen Wahrnehmungen über Augen, Ohren etc. schon „ausgereizt“ sind. Und wer sonst sollte nicht als erstes von so einer „verlockenden Möglichkeit“ profitieren, als … Richtig! … das Militär.

Einen wirklich super Überblick über die Schnittstelle ins Gehirn gibt die, im März erschienende Arbeit „Stand der Technik neuronaler Implantate“ vom Forschungszentrum Karlsruhe. Diese kann hier heruntergeladen werden: www.itas.fzk.de/deu/lit/2008/fied08a.pdf

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Also, bei diesem Projekt der TU Braunschweig wäre ich gerne Laborratte gewesen. Die dortigen Ingenieure haben nämlich die bekannte EEG-Muster-Analyse mit einem Controller für die Steuerung eines Autos verbunden. In diesem Fall natürlich für ein Modellauto!

Das Lenken funktioniert über einen Bildschirm, mit zwei flackernden Schachbrettmustern rechts und links vom Videobild der Onboard-Kamera. Schaut der Fahrer auf das linke Muster wird das Fahrzeug auch in diese Richtung gelenkt.

Das besondere an diesem System ist, das nicht die übliche eng anliegende „Badekappe“ benötigt wird oder gar ein Implantat, sondern ein präparierter Helm. Somit ist ein schnelles Auf- und Absetzen einfach möglich und auch der schnelle Tausch mit einem anderem Nutzer.

Sollte ich tatsächlich mal im Rollstuhl landen oder eine gesteuerte Prothese benötigen, wäre für mich allerdings das aktuelle Optimum die leichten Geräte von Emotiv. Allerdings könnte ich mir vorstellen, das bei diesen wahrscheinlich noch nicht(!) die Erkennungsrate reichen würde. In ein paar Monaten soll der Emotiv EPOC frei erhältlich sein, dann wissen wir genaueres …

Mehr Infos zum Projekt gibt es auf der Seite der TU Braunschweig:
www.emg.ing.tu-bs.de/forsch/eeg_ekg/ceeg/eeg_system_de.htm

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… dann ist die heute vorgestellte Lösung zwar auch keine wirkliche Alternative aber zumindest ein kleiner Anhaltspunkt.

Auf der noch relative jungen Webseite Feng-GUI hat man die Möglichkeit ein Bildschirmfoto seiner zu analysierenden Webseite hochzuladen und daraus dann eine Heatmap generieren zu lassen die anzeigt, wie der Blicklauf auf der Webseite ist und welche Objekte besonders starke „Eye catcher“ sind. (Obwohl, so viele ich auch vom „richtigen“ Eye Tracking halte, in einfachen Fällen der gesunde Menschenverstand einem das genau so gut sagt, wie eine mehre tausende Euro teure Studie).

So schaut das für unsere Webseite aus:

Mouse und Eye Tracking Alternative

Die Technologie die dahinter steht ist eine Verbindung von mehreren Algorithmen aus neuroligischen und Eye Tracking Studien sowie Bildanalyseverfahren nach Kontrast, Hervorhebungen und menschlicher Wahrnehmung.

Laut eigenen Angaben, erreichen die Feng GUI Maps eine 70-prozentige Übereinstimmung mit Eye und Mouse Tracking Analysen. Auf dieser Seite kann man sich die Vergleiche zwischen den Analyseergebnissen anschauen.

Am besten mal selber ausprobieren und Urteil bilden unter: www.feng-gui.com

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Vielen Dank Martin für den Kommentar zum gestrigen Beitrag, der mich auf das Flash-Spiel FNORD! hingewiesen hat. Dieses bietet eine sehr interessante Interaktion, in dem man mit ausgestreckten Armen ein UFO steuern kann:

FNORD

Am besten selber mal testen unter: www.fnord-the-game.de

Ein weiteres, etwas einfacheres Beispiel für die Steuerung per Webcam, ist das Ölsandspiel von ThyssenKrupp:

Ölsand

Mehr dazu unter www.thyssenkrupp.com/discover/…

Mein Persönlicher Favorit ist allerdings EYEkanoids. Bei diesen kann man einen Nachbau von dem Spieleklassiker Arkanoid mit seinen Händen steuern … oder halt mit seiner Glatze:

EYEkanoids

Viel Spaß damit unter: www.thegameslist.com/playgame/409/EYEkanoids

Für weitere Hinweise auf Webseiten, die eine Webcam zur Interaktion nutzen, bin ich SEHR dankbar!

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Am Dienstag sprach ich auf der Webniale noch über dieses Thema, als eine der Entwicklungen, die im Interface Design fürs Internet mit den größten Einfluss haben wird.

Heute bin ich nun auf folgendes Video von Cam-Trax, was zwar noch keine Webanwendungen ist, ab schon sehr gut zeigt wo die Reise hingehen wird …



Hier noch einmal ein „Test Drive“ mit der Technologie und Need for Speed:

Insbesondere der Aspekt das man Fingerbewegungen tracken kann (bisher ja nur mit den kleinen Fingerhütchen, aber immer hin), dürfte für die gerade so gehypte Multitouch-Nachfrage interessant sein. Ich bin gespannt, wie lange es jetzt noch dauert, bis es die erste Flash-Umsetzung gibt, mit der ich eine Webseite durch Objektracking (von Fingern) steuern kann.

Übrigens, auf der Seite von den Machern von Cam-Trax kann man sich als Developer oder Bester Tester anmelden. Mehr unter: www.cam-trax.com

Zum Thema Objekterkennung mit der Webcam empfehle ich auch noch mal den, erst vor ein paar Tagen geschriebenen Beitrag über die ViPR-Technologie.

Im Vergleich nur schon fast unspektakulär ist da eine Anwendung die Qi für Heineken realisiert haben. Bei der kann ich eine Heineken-Flasche in die Webcam halten und diese wird mir dann geklont.

Objekterkennung per Webcam

Hier zur (leider nur niederländischen) Seite:
www.heineken.nl/main.html#view=…

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… möchte ich gerne den mehrfachen Wunsch nachkommen und meinen Vortrag noch online stellen:

(falls etwas komisch aussieht, leider sind bei der Slideshare-Konvertierung ein paar Transparenzen verloren gegangen)

Viele Themen konnte ich ja nur gaaanz kurz anreißen und wären es eigentlich Wert in einem Extravortrag noch mal ausführlich behandelt zu werden. So zum Beispiel “Wie gestalte ich eine optimale Suche”, “Einfaches Usability-Testing im Firmenalltag”, “Web Site Building – von der Konzeption, über die Gestaltung und Evaluation bis zur Veröffentlichung” etc. …

Also, wenn jemand dazu bzw. zum Vortrag Fragen/Kritik/Anregungen hat, dann können wir diese sehr gerne hier im Blog diskutieren oder einfach per eMail/Telefon.

Alle die den Vortrag auch noch gerne in “echt” sehen möchten, sind schon heute herzlich zum World Usability Day in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg eingeladen. Am 13. November werde ich davon noch mal einer aktualisierte und erweitere Version halten.

Mehr Infos dazu wird es ab Juli unter www.supernuetzlich.de geben.

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Im letzten Beitrag habe ich gerade noch davon geschrieben, dass das dort vorgestellte System erst richtig Sinn macht, wenn man dieses mit eine Augmented Reality System verbindet – dazu nun der heutige Nachtrag …

… genau an einer solchen Lösung forscht gerade der Absolvent der Tokioter Universität Hideki Nakayama.



Die an Laboratory of the Information Science and Technology entwickelte Software für die Kombination aus Head Mounted Camera and Display ist somit wieder mal ein Schritt näher zur omnipräsenten Informationsbereitstellung.

Nicht nur Lernsysteme und gehandicapte Personen werden davon profitieren, sondern (so hoffe ich) auch vielleicht ich selber eines Tage, wenn dann mein ganz furchtbar schlechtes Namens- und Personengedächtnis ausgeglichen wird, in dem mir einfach in meine Kontaktlinse der Name und alle weiteren Daten, der durch die Technik längst erkannten Person eingeblendet wird.

Danke!

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Jeder der schon einmal Semapedia genutzt hat, weiß wie toll das ist, wenn sich die Frage „Wat is‘ dat denn?“ mit einem Klick beantworten lässt. Die Firma Evolution Robotics geht mit der Verwendung der sogenannten ViPR (visual pattern recognition) Technologie noch einen Schritt weiter.

Diese ermöglicht es ein Bild innerhalb kürzester Zeit auf seinen Inhalte zu analysieren und zu den erkannten Gegenständen weitere Informationen anzubieten. Je nach verwendeten Datenquellen kann so zum Beispiel, wenn einem ein DVD-Cover vor die Linse kommt, die Inhalte des Films, Bestellmöglichkeiten, die Musik des Soundtracks oder gar Videoausschnitte präsentiert werden.



Leider ist diese Technologie bisher nur serverseitig verfügbar, so dass die Bilder zum Zentralrechner gesendet werden müssen und dieser dann eine eMail mit den „Analyseergebnissen“ zurücksendet.

Langfristig ist die ViPR-Technologie natürlich sehr interessant, wenn man sie mit Augmented Reality Systemen verbindet, wie zum Beispiele das hier oder dieses hier.

Mehr (leider nur englische) Infos dazu unter: www.evolution.com/core/ViPR/

PS. Auf der Seite kann man übrigen ganz unten auch noch ein sehr schönes Anwendungsbeispiel sehen, den LaneHawk. Dieser wir im Fussbereich von Kassen im Supermarkt installiert und erkennt, wenn dann doch noch „ganz zufällig“ auf der unteren Ablage des Einkaufswagens etwas „vergessen“ wurde. Das nenne ich mal ein schnelles Amortisierungsmodell.

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34 Jahre nach dem ersten gelben Post-it gibt es nun die „Version 2.0“ … also genau genommen „nur“ eine digitale Erweiterung für die altehrwürdigen Klebezettel.

Mit dem Projekt „Quickies“ hat die „Ambient Intelligence Group“ des MIT Media Laboratory dazu eine Möglichkeit geschaffen, das der handschriftlich geschrieben Text gleich automatisch digitalisiert und ausgewertet wird. Also Termine werden als Termin erkannt und in den Kalender eingefügt, Aufgaben in die Aufgabenliste und so weiter. Ebsenso an wenn sich das Post-it richtet … Mehr dazu im Video:



Besonders herausragend finde ich die Kombination mit RFID-Tags, so dass ich meine Post-its auch überall wiederfinde oder sie gar selber, z.B. beim Vorbeigehen mit einem entsprechenden Endgerät, nach Aufmerksamkeit schreien …

Mehr dazu auf der (leider nur englischen) Projektseite des MIT:
http://ambient.media.mit.edu/projects.php?action=details&id=16

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Das Kunst und Interface Design ganz gut zusammenpassen können, ist spätestens seit der Entstehung der Ars Electronica im Jahre 1979 bekannt. Vor einer Woche wurde dies nun wieder sehr anschaulich von einem der Künstler, der auch auf der Ars Electronica fast schon zu den „Stammgästen“ gehört, Zachary Lieberman demonstriert.

Dieser war nämlich einer der Sprecher auf der see conference #3 in Wiesbaden. Hier ein kleiner Ausschnitt aus seiner Performance:



Für seine „Schattenspiele“ nutzt Liebermann dafür einen Overheadprojektor der zusätzlich noch eine Kamera + Software hat, die die Objekte und Hand- und Fingergesten erkennt. Die daraus resultierenden „digitalen Erweiterungen“ werden dann mit einem Videoprojektor noch auf das „manuelle“ Bild projiziert.

Die Performance gehört zu einer Reihe die Zachary Lieberman und sein Mitstreiter Golan Levin 2004 unter dem Namen „The Manual Input Sessions“ erstmal gezeigt haben. Mehr zu diesem außergewöhnlichen Projekt gibt es auf der (leider nur englischen) Webseite:

www.tmema.org/mis/

Wer die ganze Aufführung und darüber hinaus noch einen Vortrag über andere Arbeiten von Lieberman sehen möchte, dem sei die Webseite der Konferenz empfohlen:

see-conference.com/#/de/Livestream/…

Für mich war das übrigens der erste Besuch auf der, von der Agentur Scholz & Volkmer mittlerweile zum dritten Mal (und mit viel Liebe zum Detail) veranstalteten Konferenz. Und ich muss sagen, ich bin noch immer begeistert. Für einen moderaten Teilnehmerbeitrag von 70 Euro gaben sich über sechs Stunden lang hochkarätige Sprecher die Klinke in die Hand. Unter anderem auch Frank van Ham (wir berichteten über sein Projekt hier) und Ben Fry. Die gesamte Liste der Sprecher und Videoaufzeichnungen aller Vorträge kann unter folgender Adresse abgerufen werden:

www.see-conference.org/#/de/see3/Overview

Insofern, freue ich mich schon auf die see #4

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Erstmal nichts spektakuläres, wenn man dann aber die Kamera in ein Fahrzeug montiert und den Fahrer über eine Fernsteuerung das Vehikel bedienen lässt, dann hat man laut den Angaben des Herstellers nur noch eine 5- bis 10-prozentige Verschlechterung, als wenn man selber im Fahrzeug sitzen würde.

Im Vergleich dazu ist eine Bedienung über eine „feste Kamera + nur Joystick – Steuerung“ etwa um 70 Prozent schlechter.

Tja, und was kann man mit so einer tollen Erkenntnis als erstes bauen?
Natürlich ein perfektes Kampffahrzeug!



Für mich als Pazifisten ist das Video eine absolute Zumutung!

Einzig tröstend ist, dass diese militärische Entwicklung, mal wieder den Weg bereitet für daraus abgeleitet zivile/kommerzielle Produkte, wie beispielsweise ferngesteuerte Roboter für Feuerwehr, Abwasseranlagen, Kampfmittelbeseitigung, Unterwassereinsätze und wo sonst noch kein Mensch reinpasst oder sein Leben riskieren möchte …

In diesem Sinne,

Der Friede ist das Meisterstück der Vernunft. (Immanuel Kant)

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Anscheint rücken wir dem ersten Release vom BumpTop (wir berichteten hier und hier) immer näher …

… von der kürzlich zu Ende gegangen Stanford University’s Cool Product Expo (CPX) ist dieses Video mit dem Schöpfer, Anand Agarawala, aufgetaucht. Darin kann man schon sehr gut sehen, wir sich sein System in die Windows-Umgebung integrieren wird.



Aktuell kann man sich auf der Webseite zu einer „Private-Beta“ anmelden und wenn ich Agarawala im Video richtig verstanden habe, ist wohl eine Veröffentlichung noch gegen Ende des Jahres geplant.

Zur (leider nur englischen) Projektseite: www.bumptop.com

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Die guten Lösungen liegen mal wieder so nah und wenn man diese sieht, sagt man sich „… das ist ja einfach, da wäre ich auch drauf gekommen“ – seit Ihr aber nicht! Sondern das Georgia Institute of Technology!

Bisher war das Problem bei Robotern, die insbesondere körperlich beeinträchtigte Menschen unterstützen sollen, das richtige und vor allem schnelle Erkennen von Gegenständen. Während der Mensch einmal schnell das gesamte Zimmer visuell „scannt“ und dann das Telefon unter dem Sofakissen hervorblitzen sieht, suchen sich unsere mechanischen Freunde fast zu Tode.

Genau für dieses Probleme haben nun die Forscher vom Georgia Tech Healthcare Robotics Lab eine Lösung gefunden: einen Laserpointer!
Genauer gesagt, ein ganzes Robotorsystem, namens „El-E“



Das Erkennen des extrem hellen Laserlichtpunktes ist natürlich x-fach einfacher und schneller, als das graue Telefon auf dem grauen Sofa über die herkömmlichen Kamerasysteme zu finden.

Dieses System hat aber auch noch einen weiteren Vorteil, mussten die Gehandicapten bisher einen Roboter per Gesten oder Sprache steuern, so muss nun lediglich der Laserpointer auf den zu interagierenden Gegenstand gerichtet werden. Dies kann im minimalsten Fall mit einem einzigen Finger oder mit einem am Kopf befestigten Strahler geschehen kann.

Weitere Infos dazu unter:
www.heise.de/tr/Hilfreiche-Hand–/artikel/105853/0/100

Zur Seite des Health Systems Institute at Georgia Tech

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Innovationsforum Interaktionsdesign / Interaction Design

Wie Jan Jursa heute zum Glück “zugesteckt” wurde, sind gerade die Videos vom Innovationsforum Interaktionsdesign online gestellt worden.

Auf der Ende März, vom Studiengang Interface Design der FH Potsdam, veranstalteten Konferenz gaben sich unter anderem Bill Moggridge (IDEO), Bernard Kerr (Yahoo), Patrick Kochlik + Dennis Paul (ART+COM) und Frank Jacob (human interface.design) die Klinke in die Hand.

Dies sehr spannenden Videos derer Vorträge können unter folgender Adresse abgerufen werden:
http://interface.fh-potsdam.de/innoforum/09_videos.php

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Wirklich die absolut überwiegende Mehrzahl meiner Bekannten kauft Milch im Tetra Pak (also, genau genommen in einer „quaderförmigen Verbundstoffverpackung“ und nicht mehr im Tetraeder). Wirklich nur eine verschwindend geringe Anzahl kauft Flaschen.

Dies hat eine Menge Vorteile, aber (die Umweltverträglichkeit mal außen vor gelassen) hat dies auch einen entscheidenden Nachteil: Mal abgesehen von einer Prüfung per ungenauer „Schüttelprobe“, wissen wir nie, wie viel Milch wir noch in der Packung haben!

Viele andere Länder haben das Problem nicht. Entweder man verwendet man dort ganz ökologisch Flaschen oder wie die Amerikaner halbdurchsichtige Kunststoff-Milchkanister oder man lebt in den Niederlanden und hat dieses wunderbare “analoge Interface” …

Milch Skala

… dort gibt es nämlich einen Milchkarton mit eingebautem Sichtfenster und Skala. Man sieht genau wie viel Inhalt noch vorhanden ist und was ich eigentlich noch viel besser finde: Man kann die Skala auch super beim Kochen, zum dazugeben bestimmter Mengen verwenden.

Also liebe deutsche Produzenten, einen Käufer hättet ihr schon …

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Interaktionen

Eine der schönen Privilegien als Mitglied der SIGCHI der ACM waren bisher die sehr interessanten Ausgaben des „interacions“ Magazin.

Zu eurer Freude, bin ich seit kurzem nun kein „Privilegierter“ mehr, den die aktuelle digitale Version der Ausgabe steht für jeden zugänglich öffentlich im Netz. … und somit halte ich es mit einem Zitat von dem Schweizer Alfred Selacher „Egoisten teilen nur, weil sie wissen: Wer teilen kann, hat mehr vom Leben.“ und wünsche euch viel Spaß beim schmökern …

Zur (leider nur englischen) Seite der „interactions“ interactions.acm.org

Zur (leider nur englischen) aktuellen Ausgabe mags.acm.org/interactions/

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Zlango

Die SMS‘er und ICQ‘ler unter euch werden diesen Anbieter vielleicht schon kennen, mir war dieser bis heute leider neu.

Insofern, für alle „Nicht Eingeweihten“, die Pictogrammabfolge da oben heißt übersetzt:

„Heute schreibe ich mit Zlango.

Ich hoffe ihr versteht das“

Generiert habe ich diese Grafik mit Zlango. Dies ist der Service einer israelischen Firma, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, aus Emoticons eine rein grafische Sprache zu entwickeln …

Jeder der schon einmal mit einem Zettel und Stift bewaffnet in ein fremdsprachiges Land gefahren ist, weiß jetzt genau was ich meine ;)

Laut Zlango‘s eigener Webseite haben Sie bereits Schnittstelle zu 20 Sprachen geschaffen und über 1 Million Nutzer in 12 Ländern.

Mit den über 250 entwickelten Icons gibt es mittlerweile Musikvideos …



… oder sogar Rotkäppchen als Kurzgeschichte:



Außerdem gibt es verschiedene Applikationen für Mobiltelefone, Plugins für ICQ oder eMail-Portale wie Yahoo oder Gmail.

Wirklich eine tolle und in der Umsetzung sehr schwierige Idee, denn wir wissen ja alle, wie schnell man ein schlechtes Icon missverstehen kann …

Mehr (leider nur englische) Infos unter: www.zlango.com

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Über die sogenannten BCI‘s hatten wir ja schon des öfteren berichtet. (Siehe hier, hier und hier). Nun hat vor kurzem die amerikanische Firma Emotiv Systems eine fast serienreife Version ihres Emotiv EPOC™ vorgestellt.

Bei diesem „Eingabegerät“ handelt es sich um ein „Headset“ im Wortsinne, in dem Sensoren die Gehirnströme messen und kabellos an einen USB-Dongle senden. Ein spezielles Programm wertet die Signale aus und setzt diese dann zur Steuerung der Software um.



Laut eigenen Angaben, werden bisher 12 Aktionen erkannt, so zum Beispiel: anheben, fallen lassen, rotieren, drücken, ziehen und so weiter …
Natürlich kann man dabei Objekte nicht so genau steuern, wie man es beispielsweise mit der Maus könnte, aber dafür eben rein durch die Kraft seiner eigenen Gedanken.

Abgesehen vom Spielemarkt ist dies für körperlich stark beeinträchtige Menschen „ein günstiger Einstieg“, um virtuelle oder physische Gegenstände kontrollieren zu können. Ich hoffe, es wird daran auch gedacht und entsprechende Softwarelösungen angeboten.

Im übrigen, sollen bei dieser Art der Steuerung Kinder bedeuten besser sein, da diese erheblich weniger blockiert sind als Erwachsene, so sagte dies jedenfalls Randy Breen (Emotiv’s Produktleiter) gegenüber CNET News.com. „Eine Menge Kinder phantasieren davon, eine Tasse (telekinetisch) zu bewegen und glauben es.“

Abgesehen von der Objektsteuerung werden auch die Gesichtsausdrücke erkannt und können so, beispielsweise auf einen virtuellen Avatar, übertragen werden.

Wenn man Emotiv glauben darf, so soll die kleine Haube Ende des Jahres für 299 Dollar auf den Markt kommen.

Mehr (leider nur englische) Infos unter:
www.emotiv.com

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Und wieder mal ist es eine Zukunftsversion von Nokia, die neue Wege in der Handhabung mobiler Geräte zeigt. (Sie dazu auch vergangene Meldungen hier, hier und hier)

Das im Video vorgestellte Konzept „Morph“ ist eine Kooperationsentwicklung mit der Universität Cambridge und wurde zur Ausstellung “Design and the Elastic Mind” im Museum of Modern Art, New York, vorgestellt.

Mit dem Konzept sollen die Möglichkeiten, die in Zukunft durch die Nanotechnologie geschaffen werden demonstriert werden. So zeigt „Morph“ sehr schön eine neue Art von Gerät, das durch die Verwendung von flexiblen Materialen, transparenter Elektronik und selbstreinigenden Oberflächen auch eine neue Art in der Handhabung und im Umgang mit Daten aufzeigt.

Nokia selber gibt dazu bekannt, das die ersten Elemente aus diesem Konzept bereits in den nächsten sieben Jahren in „High-End Handhelds“ umgesetzt sein könnten.

Wie ich finde, ein guter weiterer Schritt in Richtung Ubiquitous Computing – die Rechner sind „einfach da“ und passen sich immer mehr an mein „Menschsein“ an.

Mehr (leider nur englische Infos) untern: www.nokia.com/A4852062

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Einer der großen Vorteile, die “richtiges” Fernsehen gegenüber Internetvideos (mal abgesehen von Joost & Co) bietet, ist das Zapping.

Denn obwohl ich jemand bin, der fast ausschließlich gezielt Sendungen schaut, möchte auch ich mal einfach nur “so vor die Glotze hängen”, um das Gehirn auf “Leerlauf” zu schalten. Bei dieser “visuelle Suche” findet man dann oft sehr interessante Sendungen, die man über den Titel/Beschreibung im EPG wahrscheinlich nicht ausgewählt hätte.

Wenn man im Internet recherchiert kennt man dieses Phänomen in ähnlicher Weise. Über Links und Hinweise kommt völlig man von seinem eigentlich Ziel ab und surft so wild durch die Webwelt (sog. “Wilfing“). Bei Webvideos war dies bisher kaum möglich. Einzig über Vorschläge “Thematisch ähnlicher Videos” auf der selben Seite konnte man das “Ungesuchte” finden. Es fehlte bisher ein “echtes” Zapping durch die Sparten.

Umso mehr war ich begeistert, als ich von “YouTube Warp – Im Vollbild-Player visuell durch YouTube-Videos zappen” lass. Endlich gibt es ein Lösung, die YouTube von einer Lean-Forward User Experience zu einer Lean-Back UX werden lässt (mehr dazu auch hier) – so dachte ich jedenfalls.

Tja, was soll ich sagen, was einem beim Aufrufen von YouTube Warp begrüßt ist das hier:

YouTube Warp

… eine für Videos ungeeignete Informationsaufbereitung, die dazu ein wenig an eine Lösung von digg erinnert, von der Bedienung miserabel ist und so gar nichts mit “visuell durch YouTube-Videos zappen” zu tun hat.

Schade. Chance völlig vertan.

Aber wie immer, am besten selber eine Meinung bilden unter: http://de.youtube.com/warp_speed

PS. Auf einem wesentlich besseren Weg ist da schon neave.tv.

neave.tv

Beim deren Technology-Kanal bin ich doch glatt gleich bei mehren Videos “hängengeblieben”. Wenn die Macher jetzt noch die Cursortasten mit einem Kanalwechsel belegen würden, dann könnte ich mich schon super Zurücklehnen und mit meiner Computer-Fernbedienung weiterzappen.

Mehr unter: www.neave.tv

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Sicherlich könnt ihr euch noch an den TED-Vortrag von Blaise Aguera y Arcas, einer der Schöpfer von Photosynth, erinnern? (Wenn nicht, einfach noch mal hier klicken)

Mittlerweile ist die Microsoft Projektseite um ein paar schöne Bildersammlungen gewachsen und es gibt neben dem obligatorischen San Marco Platz in Venedig nun auch noch Bilder von der NASA Startrampe oder welche aus einer Zusammenarbeit mit den Machern der BBC-Serie “How We Built Britain“.

Insofern kann man nur jedem empfehlen mal die “Tech Preview” auszuprobieren.
Einziger Hacken bei der Sache: die Grafikanforderungen. Zitat von der Webseite: “We have tested Photosynth on graphics cards that are “Vista Aero Ready”. This includes: support for DirectX 9 graphics with a WDDM driver, 128 MB of graphics memory (minimum), and 32 bits per pixel. … Photosynth may run on cards that do not meet this requirement, but performance may be poor and functionality may be impaired.”

Insofern sei allen, bei dem der Bildschirm schwarz bleibt, folgendes Video empfohlen:



Die “Tech Preview” kann man unter folgender Adresse runterladen: http://labs.live.com/photosynth/

PS. Wer übrigens mal sehen möchte, wie dieses Projekt vor über zwei Jahren an der Universität Washington begann, der sollte sich dieses Video …



… und diese Seite anschauen: http://phototour.cs.washington.edu/

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In Jan Jursas Blog habe ich einen Hinweis über eine tolle “Weiterbildungsmöglichkeit” entdeckt, die mir bisher auch nicht so bewusst war: kostenfreie Interaction Seminare von “den Großen”.

Gemeint ist das Angebot zum Thema UID / Usability von “iTunes U“. Die meisten haben bestimmt schon mal den Link in iTunes gesehen, gedacht “Ah, neu!”, angeklickt, gesehen das alles in englisch ist und dann gedacht “Oh, sehr interessant, das schaue ich mir noch mal später an”. (So war es jedenfalls bei mir ;) )

Human-Computer Interaction Seminar der Stanford University

Wir Jan jetzt zum Glück richtig bemerkt, gibt es dort auch unter anderem die Vorlesungen des “Human-Computer Interaction Seminars” der Universität Stanford.

… und ich muss wirklich sagen, mit erstklassigen Dozenten! Unter anderem Bill Buxton von Micorsoft Research, Ken Goldberg von der Universität Berkeley, Don Norman, Bill Moggridge und und und …

Also in “iTunes U” suchen oder einfach folgenden Link klicken: http://deimos3.apple.com/….

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… um genau zu sein: nicht Kunst, sondern eine Art “Werbeform”. Aber laut KSK ist das ja sowieso alles eins.
Denn um ganz genau zu sein: hinter dem Projekt steckt die “kreativste Werbeagentur Deutschlands” Jung von Matt.

Mit ihrem Projekt “nextwall” wollen diese “street art” mit “digital media” kombinieren. Dafür haben sie sich jede Menge bekannter Graffiti-Künstler eingeladen und experimentieren mit diesen gerade fleißig herum.

Ein Ergebnis dieser Forschungen ist zum Beispiel “Tagged in Motion”. Bei diesem wurde “Star-Sprayer” DAIM mit Markern versehen, um seine Position mittels mehrerer Kameras dreidimensional bestimmen zu können. Ebenso bekam er eine virutelle Sprühdose in die Hand gedrückt, die ebenfalls erfasst wurde. Aber alles weitere erklärt auch wunderbar folgendes Video:



Mehr zum Projekt unter: www.nextwall.de

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… im Mai hatten wir ja schon einmal über die Optimus Maximus Tastatur berichtet, deren Innovation ja auch frei definierbare, content sensitive Tasten sind. Im übrigen, soll diese nun nach mehrfachen Vertrösten auch wirklich bald erhältlich sein. Selbst bei ebay ist schon ein Einzelstück aufgetaucht.

Jedenfalls, hat das dahintersteckende Designstudio “Art. Lebedev” auch schon einen möglichen Nachfolger vorgestellt: das Optimus Tactus Keyboard.

Optimus Tactus Keyboard

Bei diesem Konzept kann nun völlig frei die gesamte Belegung bestimmt werden. Allerdings hätte man dabei wieder das Problem mit dem fehlendem haptisches Feedback. (An diese Stelle sei noch einmal auf Nokias Forschungen mit kleinen Piezoelementen unter der Oberfläche verwiesen. Siehe hier).

Mehr Infos zum Optimus Tactus unter:
www.artlebedev.com/everything/optimus-tactus/

Übrigens, im Blog der der Firma schreibt Artemy Lebedev gerade sehr schön über über die Geschichte der “Display-Tasten”. So zum Beispiel angefangen von IBM Forschungen aus den 70zigern, über Siemens Telefonanlagen, bis hin zu “Mitbewerbern”. Zum (glücklicherweise nicht in russischen, aber englischen) Beitrag: http://community.livejournal.com/optimus_project/52831.html

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Als wir im Jahr 2004 eine Studie zur Handynutzung bei 50+ Nutzer durchführten, gab es immer wieder ein Problem: Die bis zu vier Tasten unter dem Display (= Softkeys) wechselten ständig ihre Funktion, was mit steigenden Alter immer schwieriger nachvollziehbar ist. Siehe unsere Videoanalyse:



Nun hat man zur Lösung des Problems drei Möglichkeiten:
1. man baut für jede Funktion eine extra Taste
2. man verwendet einen Touchscreen
oder
3. man macht es so, wie beim neuen Motorola Rokr E8.

Das zur CES vorgestellte Handy besitzt nämlich ein (für Mobiltelefone) neues Interface. Hinter einer glasartigen Oberfläche verbergen sich zwei Displays. Eines ist davon der herkömmliche Bildschirm und das andere bildet die Tasten ab – und somit können die Tasten natürlich unterschiedliche Zustände/Funktionen abbilden. Hier gut im Video zu sehen:



Somit hat man je nach gerade laufender Anwendung eine context sensitive und somit intuitivere Bedienung. Zudem gibt es noch einen Vorteil gegenüber einem Touchscreen: die Tasten sind weiterhin Tasten und ich erhalte auch ein haptisches Feedback. (Obwohl daran schon bei mehreren Herstellern geforscht wird, dies auch bei normalen Touchscreen zu erreichen. Siehe hier).

Aber alles hat auch eine Kehrseite und so hier auch. Leider reicht nämlich bei dieser Umsetzung der Platz nicht mehr für eine Beschriftung der Tasten-Icons. Insofern müssten diese – für alle Altersgruppen – wirklich intuitiv sein. Eine schöne Aufgabe für einen Interface Designer …

PS. Mir ist natürlich klar, dass dieses Mobiltelefon für alles andere als für die Zielgruppe Senioren entworfen wurde. Es geht mir nur darum ästhetische und praktikable Bedienkonzepte zu finden, als kransteuerungsartige Gestaltungen wie sie derzeit auf dem Markt erhältlich sind:



Dazu aber noch eine Richtigstellung: Auch wenn ich nicht glaube, das ich meiner Oma mit so einem “Behindertenhandy” nach Hause kommen darf (den diese hat nicht mit 50 auf einmal ihr Gefühl für Ästhetik an der Garderobe abgelegt), auf jeden Fall habe ich größten Respekt und Hochachtung vor Dr. Khoschlessan, der es mit enormen Engagement tatsächlich geschafft hat, sein Mobiltelefon in Deutschland zu produzieren – und nun wohl auch der einzige Handyhersteller in Deutschland ist ;)

Wir hatten uns da übrigens auch schon mal etwas überlegt …
Einfach nur telefonieren – Das Handykonzept Mono

… falls also jemand etwas Venture Capital gut anlegen möchte, bitte melden ;)

Mehr (leider nur englische) Infos zum ROKR E8 unter direct.motorola.com/hellomoto/rokre8/

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Eine sehr schöne kommentierte Demonstration und Einschätzung des iPhone-Interfaces hat gerade Edward Tufte auf seiner Internetseite veröffentlicht. Darin beschreibt der Informationsdesigner, an welchen Stellen die besonders gut Daten abgebildet werden und an welchen Stellen noch optimiert werden könnte – natürlich mit den von ihm entworfenen Visualisierungsverfahren. (Zum Beispiel mit einer Sparkline für die Börsendaten).
Grundlegend ist seine Aussage, das man doch die hohe Displayauflösung für detaillierte Informationen (nicht mehr Informationen!) nutzen sollte. Aber dazu mehr im (leider nur englischen) Video:

Edward Tufte über das iPhone-Interface

Was Tufte allerdings meiner Meinung nach vergisst, ist die Lesbarkeit. Sicherlich lassen sich bei kleinerer Schriftgröße noch detailliertere Informationen abbilden, als Apple das bisher tut. Allerdings sollte man nicht das Nutzungsszenario vergessen. In den meisten Fällen hält man doch das iPhone doch etwa auf Bauch-Brust-Höhe vor seinem Körper, also durchschnittlich etwa 40 Zentimetern entfernt von den Augen – ob dort allerdings noch sein Schriftgrößenvorschlag einfach zu lesen ist, wage ich zu bezweifeln.

Edward Tufte’s (leider nur englischen) Textbeitrag dazu unter: www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=00036T&topic_id=1

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Sag ich unter Interfacelern das Wort “Minority Report”, kriege ich entweder als Reaktion verdrehte oder leuchtende Augen. Wer zur letzteren Fraktion gehört, den wird der heutige Eintrag freuen. Allen anderen, sei an dieser Stelle noch mal dieser Artikel empfohlen.

Ok, zurück zur selbstgebauten Gestensteuerung. Ihr alle kennt sicher noch die Szene mit dem gewölbten Screen und den Handschuhen? Wenn nicht, einfach noch mal hier ab Minute 4:30 schauen:



Ähnliche Systeme wurden ja nun mittlerweile mannigfaltig und sogar kommerziell gebaut. Siehe hier, hier, hier und hier. Insofern dachte ich auch schon, das Thema wäre endgültig ausgereizt. Nun aber doch noch mal eine Idee, die ich technologisch sehr spannend und vor allem einfach gelöst finde.
Sicherlich habt ihr von Johnny Chung Lee’s umgedrehter Wii-Idee gehört, um so einen 3D-Effekt zu erzeugen. Hier übrigens noch mal das Video:



Jedenfalls hat auf Basis dieser Idee Rick Barraza, von Cynergy Labs, einfach die Infrarotsender an Handschuhen befestigt und acht Tage in Microsoft WPF bzw. Silverlight programmiert und rausgekommen ist:



Genau, ein einfache Handgestensteuerung, die jeder Wii-Besitzer jetzt zu Hause nachbauen kann ;)

Das es tatsächlich für den “Heimgebrauch” aber noch einfach geht und sogar mit 3D-Erkennung (jedoch mit nicht ganz so guter Genauigkeit), beweist Cem Keskin vom Computer Engineering Fachbereich der Bosaziçi Universität in Istanbul. Auf seiner Seite gibt es dazu auch ein Demovideo.
Im übrigen, bietet dieser seine Applikation sogar zum freien Download an.

Mehr dazu unter:
www.cmpe.boun.edu.tr/~keskinc/

Und mehr zu Cynergy Labs unter:
labs.cynergysystems.com

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Und schon wieder muss ich auf einen kurzen veröffentlichten Eintrag verweisen. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das 3D-Eingabesystem von 3dvsystems.com? (Wenn nicht, einfach noch mal hier klicken). Bei diesem System wurde ja über Infrarotimpulse der Raum aufgenommen, so das Bewegungen dreidimensional “getrackt” werden können.

Das es noch etwas einfacher geht, zeigt das Projekt “HIJT”. Das für “Haptic Interface And Joints Tracking” stehende System, basiert auf einer einfachen Webcam und einer Software die beliebige Objekte nachverfolgen kann. Somit kann auch deren Veränderung im Raum erkannt werden und das wiederum im Umkehrschluss für eine Navigation genutzt werden, wie im folgenden Video gut zu sehen ist:



Ursprünglich wurde das System zur Überwachung von Brücken entwickelt, welches Alarm schlägt, wenn die Bewegung der Brücke über einen bestimmten Parameter hinaus geht. Ein anderes Anwendungsfeld ist das Motion Capturing von Personen, um so Avatare in Videospielen oder anderen virtuellen Umgebungen zu steuern.

Der Link zu den Leuten hinter der Idee: www.thinkthing.net

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Letzte Woche hatte ich erst wieder über Augmented Reality und den damit verbunden Head Mounted Displays geschrieben (siehe hier), da zeigt uns Computer Science Student der New Yorker Columbia University, Levi Lister, mal wieder ein tolles Anwendungsbeispiel für selbige.

So zum Beispiel eine Augmented Reality Kamera, mit der man ganz einfach den gesehenen Bereich, den man verewigen möchte selektiert – siehe Video:



Ein anderes schönes Beispiel ist Listers “Manhattanville AR System”, bei dem auf einem Stadtplan die 3D-Modelle der Häuser eingeblendet werden, zu denen man sich dann wiederum weitere Informationen aufrufen kann. Sehr schön finde ich hier auch den Einsatz der “virtuellen Werkzeuge” über Marker-Würfel, aber seht selbst:



Weitere (leider nur englische) Infos zu Levi Listers Projekten auf seiner Webseite: www.levilister.com

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Könnt ihr euch noch an den Blogeintrag über die Konzepte von der Microsoft Research Abteilung erinnern – wenn nicht, einfach noch mal hier klicken und das Video ab der zweiten Minute genau anschauen …

Dort wird ja dieser “intelligente Tisch” gezeigt, der reale Objekte auf den Tisch übernimmt/scant und die man dann manipulieren kann. Genau sowas haben sich auch Studenten des Industrial Design Fachbereiches der Universität Eindhoven gedacht und haben einen derartigen Prototyp entwickelt:


Das Projekt mit dem Namen “Blue Eye – Making Mood Boards in Augmented Reality” nutzt dafür eine Glasoberfläche, mit einer darüber angebrachten Kamera und einen Projektor mit Spiegel darunter.

Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter: www.vip.id.tue.nl/papers/blueeye.pdf

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Wer schon mal ein Augmented Reality Projekt betreut hat, kennt das Problem nur zu gut: Wie kriege ich die zusätzlichen Informationen auf das gesehene Bild projiziert?

Bei Projektionen, die dabei direkt das Auge ansprechen (also zum Beispiel NICHT über ein Kamerahandy funktionieren) unterscheidet man da im wesentlichen Projektionsarten:

“Video see through”
bei dem man ein, um die Informationen angereichertes Videobild, in einer Datenbrille sieht,

“see through”
bei dem die Informationen auf eine durchsichtige Fläche vor dem Auge projiziert werden (wie zum Beispiel hier), so dass man beides, echtes Bild und Daten gleichzeitig sieht und dann noch

“look around”
bei dem ein kleines Display vor dem Auge ist, welches man fokussieren kann oder einfach dran vorbei schauen kann. (wie zum Beispiel hier)

Bei den “See Through – Head Mounted Displays (HDM)” war der letzte Stand der Technik, dass per Laser Bilder direkt auf die Netzhaut projeziert werden (ein sog. Virtual retinal display). Dazu im übrigen mal eine Anmerkung am Rande, die Firma Microvision entwickelt dazu schon seit längerem Handys/Handhelds, die diese Technik verwenden, wie man unter anderem auch auf der Seite des amerikanischen Militärs sehen kann:

Handy-Netzhaut-Projektor

Zurück zum See-Through-Display. Den allerersten Schritt für eine ganz neue Art, haben gerade die Ingenieure der Universität Washington entwickelt. Mit neuen Nanofertigungstechniken haben sie geschafft, elektrische Schaltungen in eine Kontaktlinse zu integrieren!

Display in Kontaktlinsen

Der diese Woche vorgestellte Prototyp enthält eine elektrische Schaltung, sowie rote Leuchtdioden, die zwar noch nicht leuchten, aber über die später eine Anzeige realisiert wird.
Schöner Nebeneffekt: Über die Schaltung könnte man auch die Form der Linse ändern. Somit könnte es in Zukunft mal heißen: “… ich hab doch mein Fernglas immer bei” ;)

Die nächsten großen Aufgaben sind die Entwicklung der drahtlosen Übertragung zur Linse und der Stromversorgung. Letztere soll im übrigen mittels einer Kombination aus Radio-Frequenz-Strom und Nano-Solarzellen auf den Linsen realisiert werden soll.

Tolle Zukunftsmusik muss ich sagen, bleiben wir gespannt und wünschen wir den Forschern viel Durchhaltekraft für die hochgesteckten Ziele.

Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter:
http://uwnews.washington.edu/ni/article.asp?articleID=39094

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Ich weiß noch genau, wie ich einmal den Kontrollraum einer DDR-Erdgasförderanlage besichtigen durfte – ein kleiner Saal mit einer etwa 20 Meter langen Wand voll mit Schaltern, Reglern und Anzeigeinstrumenten. Ein wenig vergleichbar mit dem Bild, das ich bei rausfahrer.de gefunden habe:

Kontrollraum

Wie ihr seht, ein Fest für einen Interface Designer ;) … Heute wird die selbige Anlage über eine handvoll Monitore gesteuert. Was aber immer noch eine genauso anspruchsvolle Gestaltungsaufgabe ist – man denke nur an das Thema Sicherheit.

Was es dann wohl erst für ein Gestaltungsanspruch ist, wenn allein “DER Monitor” des Kontrollzentrums schon etwa 20 Meter groß ist? Wie zu Beispiel hier:

Kontrollraum

So sieht es nämlich im Traffic Control Center Tokyo aus. Der Blog “Trends in Japan” berichtet nämlich gerade über einen Besuch in dem selbigen und zeigt anhand einiger schöner Fotos sehr gut, wie die 15.154 Verkehrssignale und davon etwa 7.000 Ampeln gesteuert werden. Also reinklicken lohnt sich:

Kontrollraum

www.kilian-nakamura.com/blog-english/index.php/inside-the-tokyo-traffic-control-center/

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Anfang des letzten Jahres hatte ich ja schon einmal für ergonomischere Küchen plädiert. Wenn man sich noch mal das Bild von dem damaligen Eintrag anschaut, weiß man auch gleich wieder warum.

Das es “mit Hilfe der modernen Technik” auch völlig anders und vor allem automatisch an den Nutzer anpassend geht, zeigt die Studie “SmartSink”. Also die richtig “pfiffige Spüle” ;)
Das von den MIT-Studenten Leonardo Bonanni, Chia-Hsun Lee, Sam Sarcia und Jon Wetzel entwickelte Spülbecken verwendet dafür eine ganz normale Webcam, die über eine grobe Gesichtserkennung die Augenhöhe und somit Körpergröße ermitteln kann. Aus diesem Wert wird dann die optimale Arbeitshöhe berechnet und das Spülbecken justiert sich dann genau auf diese. (siehe Video) An dieser Stelle verweise ich auch gerne mal wieder auf einen “literarischen Klassiker”, der mir schon oft treue Dienste erwiesen hat: die “Kleine Ergonomische Datensammlung” – sollte in keinem Regal eines Gestalters fehlen.

Zurück zur Spüle: Diese besitzt nämlich neben der automatischen Körpergrößenanpassung noch weitere “Schmankeln”. So wird beispielsweise über eine weitere Kamera erkannt, ob es sich um Gemüse oder einen Topf in der Spüle handelt und somit auch automatisch gleich die richtige Wassertemperatur gewählt. Alles weitere dazu im Video …



Mehr Infos im (leider nur englischen) Abstract unter:
web.media.mit.edu/~jackylee/publication/lbr-477-bonanni.pdf

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Es sieht ja noch sehr klobig aus, aber aller Anfang ist ja bekanntlich “schwer”. Auf jeden Fall ein interessantes Konzept, das Peter Semmelhack (der CEO von Bug Labs) letzte Woche vorstellte:

Bug Labs Vorstellung bei Forbes.com

Bei der nicht ganz neuen Produktidee handelt es sich um ein Mobiltelefon, das man sich selber zusammenstellen kann. Ausgangsbasis ist die so genannte “BUGbase”, die im Grunde nichts anderes als ein kleiner Computer ist. Auf diese kann man dann verschiedene Module, wie zum Beispiel eine Kamera, ein GPS-Modul, einen Bewegungssensor oder (vielleicht ja mal gar nicht so unwichtig) einen LCD-Bildschirm bzw. Touchscreen stecken.



Die Vorteile für den Nutzer “liegen dabei natürlich auf der Hand”. Man zahlt nur für die Sachen die man braucht, kann jederzeit “aufrüsten” und jedes Teil sukzessive auf den aktuellen Stand der Technik bringen und wohl das Wichtigste: jeder hat genau das Telefon mit den Funktionen, die er auch wirklich nur benötigt.

Weiterhin gibt es auch noch einen schönen “Usability-Effekt”, den nicht nur ich schon seit Jahr und Tag predige: das Produkt kann sich mit dem Nutzer mitentwickeln! Denn auch wenn ich jetzt denke, das mir eine Kamera am Handy viel zu kompliziert ist – in zwei Jahren sehe ich die Sache vielleicht ganz anders, weil dann mein Vorwissen entsprechen gewachsen ist.

Man kann also gespannt bleiben, wann denn das Produkt im nächsten Jahr erhältlich ist, ob es noch eine kleinere Basis geben wird und wie das GUI und die Interaktion mit der Software aussehen wird.

Mehr (leider nur englische) Infos auf der Firmenseite:
www.buglabs.net/products

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Hatten wir vor kurzem erst über die neue EyeToy-Version berichtet, die es ermöglicht reale Objekte in Spiele von integrieren, so können wir heute über ein Kamerasystem berichten, das ebenfalls reale “Dinge” in Spiele überträgt, nämlich: Bewegungen.

“Moment”, werden jetzt sicher einige schreien, “das ist doch nichts Neues” – und das stimmt natürlich. Beispielsweise auch bei Sonys EyeToys werden natürlich Bewegungen erkannt – allerdings nur zweidimensional. Als kommerzielles Produkt, das 3D-Spielsteuerungen erlaubt, ist mir bisher nur die Wii bekannt.
Im Gegensatz zu dieser braucht man bei der sogennanten “ZCam” allerdings keine Controller mehr in die Hand nehmen. Das Besondere ist, das Bewegungen dreidimmensonal im Raum erkannt werden können. Das folgende Video zeigt dazu sehr gut die Anwendungsmöglichkeit für Spiele, verschiedene Applikationen und auch ein wenig die Funktionsweise:

(BITTE VORHER DEN TON AUSSCHALTEN … wenn ihr es nicht tut, wisst ihr ja dann, warum ich diese Empfehlung gebe ;) )



Entwickelt wurde die Technik von der israelischen Firma 3DV Systems. Das Prinzip beruht auf kurze Infrarotimpulse, die 60 mal pro Sekunde von der Kamera ausgesandt werden. Die Reflexionen durch die Objekte im Raum und deren Ortsveränderung werden dann gemessen und ausgewertet.

Mehr (leider nur englische) Infos und weitere Videos unter:
www.3dvsystems.com

Und weil’s so schön ist, hier auch noch ein weiteres Anwendungsbeispiel aus dem Spielebereich:

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Tja, als ich da so letzte Woche von dem britischem Produkt Zigview S2 lass, kamen doch gleich wieder alter Erinnerungen auf `… das Prinzip hab’ ich doch so ähnlich schon irgendwo gesehen … Stimmt! Bei uns!` ;)

Aber worum gehst es überhaupt. Zigview ist ein externer Sucher für Kameras. Eine genaue Demonstration kann man sehr gut hier sehen:



Im Gegensatz zu Kameras die bereits einen verstelltbaren/schwenkbaren Sucher bzw. Objektiv haben, sieht man hier sehr schön die Vorteile einer völlig getrennten Lösung: Fotografieren aus den schwierigsten Positionen (z.B. Froschperspektive oder Vogelperspektive) und trotzdem einen optimalen Bildausschnitt wählen können.

Nicht wie hier als Nachrüstset, sondern als völlig eigenständiges Kamerasystem haben wir ein ähnliches Prinzip schon fast vor 6 Jahren konzipiert.

Externer Sucher für Digitalkameras

Bei dieser Lösung sind wir von einem System ausgegangen, bei dem Sucher und Objektiv völlig voneinander getrennt sind, aber auch zusammengesteckt werden können. Genau genommen zwei kugelartige Körper, die somit gut in der Hand liegen und durch Abflachungen am Fuss trotzdem einen festen Stand haben. Das Objektivbild wird per Videosignal in Echtzeit auf die Suchereinheit übertragen.
Ein System das wirklich (fast) nur Vorteile bietet: Wie auch schon im Video angerissen, hat man (neben dem Fotografieren aus fast jeder Perspektive) damit weniger Verwackler, da Auslöser und Objektiv von einander getrennt sind, bei Gedränge/Menschenansammlungen kann mit ausgestrecktem Arm nun “ganz in Ruhe von unten” das Motiv ausgewählt werden oder bei gefährlichen Situationen kann man zumindest noch eine Armlänge Abstand halten oder bei Menschenfotografie ist nicht mehr die Kamera zwischen Fotograf und Model oder …

Ganz kurz auch etwas zu den Nachteilen. “Schwach auf der Brust” wird das System dann, wenn es darum geht etwas manuell einstellen zu wollen. Zoom und Schärfe muss digital über die Suchereinheit geregelt werden. Weiteres Manko: Die Objektive. Je größer und schwerer, desto schwieriger ist es natürlich diese mit nur einer Hand und im nicht zusammgesteckten Zustand ruhig halten zu können. Insofern würde man schon eine ganz spezielle Zielgruppe damit ansprechen.

Der Grund warum wir das Konzept aber zum damaligen Zeitpunkt nicht weiterverfolgt haben, war die Funkvideoübertragung. Diese Stand (rein rechnerisch) in keinem Verhältnis zur Akkulaufzeit. Aber vielleicht sollte man mal über eine Wiederbelebung nachdenken … Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

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So heute nun das versprochene Demonstations-Video zur Red Dot prämierten DVD für Analphabeten (wir berichteten ja am Dienstag).


Wie man sieht, können die Analphabeten mit dieser völlig selbständig die Barriere durchbrechen. Es ist kein “Outing” mehr nötig – Einfach DVD einlegen und zu Hause anfangen zu üben. Die ganze Bedienung und Menüführung völlig “buchstaben- und wortfrei”. Auch schön zu sehen, die verschiedenen Interaktionsformen mit dem, sonst eigentlich feedbacklosen Medium Video-DVD, über zum Beispiel Karten oder direkt auf dem Bildschirm schreiben.

Da die DVD noch keinen Verlag gefunden hat, bleiben wir gespannt, wie sich dieses Projekt weiterentwickeln wird …

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Gestern hatte ich ja schon vom Hauptgrund meiner Singapur-Reise berichtet, heute nun der Hinweis auf zwei Ausstellungen, die man sich als Interaction Designer nicht entgehen lassen sollte – einziger Harken: beide in Singapur. Aber zumindest bezüglich der “DAT – Digital Art & Technology” gibt es noch eine Alternative, aber dazu gleich mehr.

Beginnen wir zunächst mit dem Tipp Nr. 1 – Das Singapore Science Centre
Wer in Deutschland das SPECTRUM – also, das Science Center im Deutschen Technikmuseum Berlin oder das Universum Science Center in Bremen oder phaeno, das Science Center in Wolfsburg kennt, der wird vieles altbekanntes wieder entdecken, aber auch einiges neues. Abgesehen von der bunteren Aufmachung …

Science Center Singapur
… sind hier insbesondere die digitalen Arbeiten hervorzuheben. Bei denen merkt man sehr deutlich den Einfluss vom Mixed Reality Lab Singapur (siehe dazu auch hier), die dort regelmäßig mit Ausstellungen vertreten sind. Womit wir auch schon beim Thema sind.

 
Augmented Reality Woerter lernen
Ein schönes “Mixed Reality”-Exponat ist dort ein Lernsystem für chinesische Wörter. Diese hält man einfach vor den Monitor und schon wird einem das entsprechende Schriftzeichen in 3D auf der Karte angezeigt und vorgelesen.

Derartige Sachen gibt es noch unzählige mehr. Unter anderem kann man auch einen eigenes personalisierten RFID-Chip erstellen und dann mit den Exponaten interagieren.

 
Bewegungsprojektion
Ganz auf Spaßfaktor war dafür diese Wand ausgelegt, die die eigenen Bewegung erkannt hat und dann mit unterschiedlichen Effekten in Lebensgröße und Echtzeit wiedergegeben hat.

 
Digitale Kloetze wegkicken
Auch ein großer Spaß, insbesondere für die “Kiddis”, digitale Klötze “wegkicken” …

 
Kopfball
… oder (mit typisch asiatisch verspielten Grafiken) á la EyeToys digitalen Kopfball spielen.

 
Google Earth Tisch
Eine sehr effektive Art, um durch GoogeEarth/Maps zu navigieren war noch dieser Tisch, der mich etwas an den Globe 4D erinnert hat. Durch kippen des Tisches konnte man die Karte bewegen und wenn man den ganzen Tisch drehte: rein- und rauszoomen.

 
So, kommen wir aber nun zum Highlight:
die DAT – Digital Art & Technology Ausstellung
Womit ich auch schon bei der versprochenen Alternative bin. Denn man muss nicht unbedingt den weiten Weg nach Singapur antreten, um zwar nicht die selben, aber zumindest genau so spannende Exponate mit allen Sinnen zu erfahren. Denn die DAT ist genau genommen eine bunt zusammengestellte Ausstellung von Installationen der Ars Eletronica. Insofern kann man auch in das “Museum der Zukunft” nach Linz reisen und wird dort eine bestimmt ähnlich tolle “Erfahrung” machen.
Trotzdem kurz drei exemplarische Höhepunkte aus den etwa dreißig Ausstellungsstücken.

 
Last Clock
So zum Beispiel diese Uhr. Im Außenring die Sekunden, dann Minuten und Stunden. In der Mitte ist eine kleine Kamera, die alles aufzeichnet was sich vor Ihrer Linse bewegt. Wenn man genau hinschaut, sieht man mich auch noch dort im äußeren Ring stehen und bei den Minuten -gerade schon so- als schwarzen Balken.

 
Gesichtstausch
Für jeden der schon einmal seine Identität ändern wollte, gab es dieses Projekt. Wie man im Vordergrund sieht, braucht man sich nur einen Marker auf den Kopf setzen und schon wurden die Kopfbewegungen erkannt. Verbunden mit einem Videosignal wurde dann einfach der eigene Kopf gegen einen fremden Kopf ausgetauscht. Also, für alle die das Gefühl nicht kennen, nach einer durchzechten Nacht in ein völlig fremdes Spiegelbild zu schauen, ist das ein wirklich Alternative ;)

 
Telematic Dreaming
Abschließend noch eine einfache, aber ebenso geniale Idee. Da ich als Strohwitwer praktisch immer allein schlafe, würde ich mir gerne “Telematic Dreaming” für zu Hause wünschen. Bei diesem sind zwei Doppelbetten per Videoübertragung verbunden und der jeweils auf der anderen Seite liegende wird entsprechenden projiziert. Das schaft eine spannende Nähe und ein komisches Gefühl. Denn man kann direkt miteinander interagieren, aber das haptische Gefühl ist völlig widersprüchlich zum Gesehenen.

Die gesamte (leider nur englische) Übersicht aller Exponate und Infos zu Ausstellung findet man hier:
www.aec.at/singapore_dat07/en/projects01.asp

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Mit noch einem ganz schönen Schlafdefizit bin ich nun heute wieder zurück aus Singapur. Der Anlass: Unsere bis vor kurzem freie Mitarbeiterin, Jana Hesselbarth, hat einen der bedeutendsten Designpreise verliehen bekommen. Nämlich den Red Dot Award: design concept – “Best of the best”.

v.l.n.r. Song Kee Hong - Design Director von Design Exchange, Singapore, Preisträgerin Jana Hesselbarth, Prof. Dr. Peter Zec - Geschäftsführer und Initiator des red dot design award, Ken Koo - Präsident des red dot design awards in Asien
Red Dot Award Preisverleihung am Freitag in Singapur: v.l.n.r. Song Kee Hong (Design Director von Design Exchange, Singapore), Preisträgerin Jana Hesselbarth, Prof. Dr. Peter Zec (Geschäftsführer und Initiator des red dot design award), Ken Koo (Präsident des red dot design awards in Asien)

Unter den insgesamt 879 Einsendungen aus 47 Nationen, wurde 106-mal der Red Dot Award vergeben. Die Auszeichnung “Best of the Best” ging zudem an 18 besonders herausragende Konzepte. Darunter einmal an Janas “Lern DVD für Analphabeten!.

Glückliche Preisträgerin Jana Hesselbarth

Die DVDs, die sie im Rahmen Ihrer Diplomarbeit in unserer Agentur erstellte, wurden zudem in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Analphabeten der Volkshochschule in Magdeburg entwickelt und schon evaluiert. Es ist also weit mehr als “nur ein Konzept”.

Warum aber überhaupt noch eine Lernmedium für Analphabeten? Man mag es kaum glauben, aber weltweit können 900 Millionen Menschen immer noch nicht richtig lesen und schreiben! In Deutschland sind es auch noch rund vier Millionen!

Leider ist derzeit auch kein einziges Medium erhältlich, welches es den Analphabeten ermöglicht, sich völlig selbständig ihrem Problem zu stellen. Die Hilfe Dritter ist stets notwendig. Damit einher geht die Scham für diese Schwäche öffentlich denunziert zu werden, so dass nur sehr wenige ein ?Outing? vollziehen und einen ersten Schritt um Hilfe zu bekommen wagen.

Genau an diesem Punkt setzt Janas entwickeltes Konzept an. Mittels mehrerer interaktiver Video-DVDs haben die Analphabeten nun die Möglichkeit, zunächst anonym, in der ihnen vertrauten Umgebung, völlig autodidaktisch den eigenen Schriftspracherwerb zu fördern. Damit wird der erste Grundstein für den Ausbruch aus der gesellschaftlichen Isolation gelegt.

Eine eigens für dieses Konzept initiierte deutschlandweite empirische Untersuchung, mit über 500 Teilnehmern, belegte zudem die Befürwortung dieses Lernmediums. Etwa 55% der befragten Analphabeten besitzen bereits einen DVD Player und würden diesen auch zum Lernen nutzen. Im Gegensatz zum PC und Internet, welches nur von etwa 20% der Befragten genutzt wird – dafür ist ja auch eine gewisse Literalität Vorbedingung. Eine Video-DVD ist somit das beste Medium vor Computer und Internet.

Interaktive DVD für Analphabeten

Drei konzipierten DVD-Sets, für jeweils unterschiedliche Lernstufen, mit je 2 interaktiven DVDs bieten eine völlig neue Lernsituation. Da die DVDs keinen PC benötigen, der in kaum einem Analphabeten-Haushalt zu finden ist, sondern lediglich einen einfachen DVD-Player voraussetzt, können die Betroffenen einfach durch Bedienen der DVD Fernbedienung und ohne erforderliche literale Vorkenntnisse ihren Schriftspracherwerb fördern.

Interaktive DVD für Analphabeten

Die interaktiven DVDs starten mit einem Einführungsfilm. Hier wird der Nutzer bereits in die Navigation involviert und lernt so spielerisch die Menüstruktur.

Über dieses Intro gelangt der Nutzer direkt zum animierten Hauptmenü. Anders als bei den meisten DVDs ist es hier möglich, in jeden anderen Bereich der interaktiven DVD zu wechseln oder durch Bestätigen der unteren Pfeiltaste jederzeit zum Hauptmenü zurückzukehren. Der Nutzer behält somit stets den Überblick über die Position auf der interaktiven DVD.

Interaktive DVD für Analphabeten

Die erste DVD des Sets gliedert sich inhaltlich in einen Lernbereich (Grundlagen), einen Informationsbereich (mit speziell aufbereiteten Daten von Hilfsorganisationen, Hotline-Nummern, etc.) und einem Anwendungsbereich. In diesem werden spielerisch Buchstaben, Laute, Silben und einfache Wörter erlernt. Im Gegensatz zu klassischen DVDs kann der Nutzer hier direkt mit den Inhalten interagieren. So gibt es beispielsweise Aufgaben, die Interaktionen zwischen Videoaufgaben und gedruckten Karten bieten oder den Nutzer gar zum Nachschreiben auf dem Bildschirm (mittels Spezialstift) auffordern.

Interaktive DVD für Analphabeten

Interaktive DVD für Analphabeten

Bereits während der Entwicklung fand eine formative Evaluation mit einer Gruppe von Analphabeten statt, die konstruktiv in den Gestaltungsprozess mit einbezogen wurde. Weiterhin konnten durch eine Kooperation mit Bildungsträgern die Erfahrungen aus den Kursen direkt in die Konzeptentwicklung mit einfließen. Alle Aufgaben, die für die interaktive DVD entwickelt wurden, können somit auch im Unterricht angewendet werden.

Also, wie ihr seht, ein Konzept das wirklich eine Auszeichnung verdient ;)

Ich hoffe, ich kann in den nächsten Tagen noch einen Demofilm von Jana bekommen und hier online stellen.

Ein weiteres Highlight in Singapur war die DAT, aber dazu morgen mehr …

Mehr Infos zu Jana und deren Konzepte unter:
www.jana-hesselbarth.de

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Vor kurzem hatten wir ja schon über die neue S60 Plattform berichtet, mit der Nokia zum iPhone aufschliessen will. Nun hat cnet auf seiner Seite noch eine sehr interessante Präsentation veröffentlicht, in der Nokia seine Zukunftsvisionen genauer beschreibt:

cnet Photos: Nokia's vision of the future

Womit die Finnen besonders weit vorpreschen ist das ?Taktile Feedback? für deren neue Touchscreens. Mit diesen wollen Sie eine haptische Rückkopplung erreichen, wie man es von einer Tastatur gewohnt ist.
Das Geheimnis der Technologie: Kleine Piezosensoren unter dem Display erzeugen eine 0,1 mm starke Bewegung des Oberfläche.

Neben den allgemeinen Vorteilen der neuen Touchscreens und Sensoren wurde auch das neue Nokia Internet Tablet N800 angepriesen, das in Kürze erscheint. Einen kleinen spielerischen Vorgeschmack dazu bietet folgendes Video:



Wer noch mehr Details über Nokias Zukunftspläne wissen möchte, dem sei die Seite zur Veranstaltung ?The Way We Live Next? empfohlen. Dort können alle Vorträge als PDF heruntergeladen werden:
www.nokia.com/A4632105

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Ein wenig neidisch bin ich ja schon auf die heutigen ?Kiddies? die so wunderbar interaktiv mit physikalischen Prozessen umher experimentieren können, wie im obigen Video. Wenn ich da im Vergleich so an mein Tafelwerk denke …

Aber zurück zu Thema. Das Spiel im Video nennt sich Crayon Physics Deluxe und wurde für Tablet PCs bzw. auf jeden Fall für Stift-Bedienung konzipiert. Ziel ist es, mit einen Ball einen Stern zu berühren. Um dieses Ziel zu erreichen kann man wirklich ALLES an Formen zeichnen, was einem in den Sinn kommt. Man kann die Formen wiederum kombinieren und so weiter … alles aber nach den Gesetzen der Schwerkraft, Rotation, Kinetik etc.

Bisher handelt sich leider nur um einen Software-Prototypen, aber auf der Webseite zum Projekt kann man sich registrieren lassen und erhält eine eMail sobald das Spiel verfügbar ist.

Zur Projektseite: www.kloonigames.com/crayon/

Im übrigen ist das wiedermal ein sehr schönes Beispiel, wie Systeme aus der Forschung (siehe unseren Beitrag über ein MIT-Projekt) in den Massenmarkt überführt werden können.

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Nein, es gibt noch immer kein Google-Handy. Aber es gibt schon mal eine Entwicklungsumgebung: Die so genannte ?Android Plattform?. Auf Basis dieses Open Source Systems wird es in Zukunft für alle möglich sein, eigene Applikationen dafür zu entwickeln. Also, praktisch das Gegenteil vom iPhone.

Apropos iPhone. Wenn man sich so das obige Video anschaut fällt mal wieder auf, wie stark dieses auch die Oberfläche von Android beeinflusst hat. Man vergleiche mal nur die Icons … oder das Farbschema … oder das ?Dock-Prinzip? (das jedoch vom Mac OS)

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Viele werden es bestimmt schon gelesen haben, aber in unserem kleinen Blog würde doch einfach etwas fehlen, wenn wir nicht noch dieses Interface – der Vollständigkeit halber – kurz vorstellen.

Wie man im obigen Video schon sieht, haben Shwetak Patel und Gregory Abowd von der amerikanischen Georgia Tech Universität eine ?Eingabemöglichkeit? über das Pusten auf das Display geschaffen.

Der Trick dahinter: Über die im Rechner eingebauten Mikrofone konnte über ein Frequenzmuster errechnet werden, welche Stelle auf dem Monitor angepustet wurde und wie stark. Dafür gibt es dank den beiden Forschern jetzt sogar einen Namen: “BLUI” = “Blowable and Localized User Interaction”. <-- kein Spaß!

Einziges Problem der Technik: die Ungenauigkeit. Teilt man das das Display in 9 Felder auf hat man noch eine 100 Prozent ?Trefferquote?. Bei 16 Feldern noch etwa 96 Prozent, bei 25 noch 80 und bei 36 Feldern sind es dann nur noch schlappe 62 Prozent. Also, praktisch ?Vom Winde verweht …?

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Bereits der gerade vorgestellte Tiguan verfügt über ein Touchscreen-Interface. Laut verschiedener Quellen sollen bis 2009 sogar alle Volkswagen (zumindest optional) über Touchscreens verfügen. Jetzt setzt VW allerdings noch eins drauf und präsentierte auf der LA Auto Show eine neue Version des Konzeptautos ?Space Up!?

Insgesamt gibt es in diesem zwei Displays. Ein 8? Display für den Fahrer, auf dem die ganz klassischen Daten, wie Geschwindigkeit, Reichweite etc. dargestellt werden und ein 7? Touchscreen in der Mittelkonsole.

Laut den Angaben von autoblog.com, soll die Oberfläche über Gestensteuerung und weitere Sensoren kontrolliert werden können.
Sehr löblich: Immer sichtbar sollen die Standardfunktion (Radiolautstärke, Klima etc.) in einer eigenen Menübar sein.
Im allgemeinen soll das Navigationskonzept auf einem rotierenden ?Hauptmenü-Karussell? beruhen. So bald man dort die gewünschte Funktion sieht, braucht man nur seine Hand in Richtung Display bewegen und durch die Erkennung des Annäherungssensors wird der Punkt ausgewählt.

Klingt spannend, wenn gleich ich auch beim dem Prinzip etwas skeptisch bin. Aber sobald ich einen Selbsttest gemacht habe, gibt es dann hier den Erfahrungsbericht ;)

Update:
Dazu noch passend ein herrlicher Blogeintrag von Roland Hartwig über seine Erfahrungen, die er letzte Woche mit dem aktuellen Navi des Lexus GS 300 gemacht hat. Sehr lesenswert …

Lexus und Usability im Benutzerfreundlichkeit und Usability Blog von Ronald Hartwig

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Schon beeindruckend wie einfach das zu funktionieren scheint, was das Sony Forschungs- und Entwicklungsteam vor kurzem der Öffentlichkeit präsentierte. Sony Playstations EyeToy dürfte wohl vielen bekannt sein. Nun gibt für die Playstation 3 diese Spielekonzepte (siehe Videos) die reale Objekte ganz einfach in die Spielewelt übertragen. Zum einen können gezeichnete Umrisse erkannt werden oder auch ganze Objekte ?abfotografiert? und integriert werden.

Schon interessant die Vorstellung, dass man mit einem Hauspantoffel den Gegner ?wegballert?.

Persönlich könnte ich mir dieses Konzept auch noch sehr gut vorstellen, wenn man Personen vor einer weißen Wand stellt, ?scannt? und dann durchs Spiel steuern kann. Warten wir?s ab …

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Erst HTC (wir berichteten) und jetzt nimmt plötzlich auch Nokia ein “Touch-Interface” mit haptischen Feedback und Zweifinger-Bedienung in sein Portfolio auf, wie eine aktuelle Nokia-Präsentation zeigt:

Die für “irgendwann” 2008 angekündigte neue S60 Plattform soll weiterhin auch standardmäßig Sensoren (Licht, Neigung etc.) unterstützen und die Oberfläche kann durch neue grafische Effekte “aufgepimpt” werden. Es lebe die Effekthascherei.

Mehr (leider nur englische) Infos unter: www.nokia.com/A4136001?newsid=1160272

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Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten wir über ein Projekt von NTT DoCoMo berichtet, das einen “virtuelles Händeschütteln” mit einem entfernten Gesprächspartner erlaubt. Nun setzten unsere japanischen Forscher noch eins drauf und präsentieren einen ganzen Roboter mit dem interagieren kann.

Den auf U-Tsu-Shi-O-Mi getauften ?interaktiven ?Mixed Reality? humanoiden Roboter?, wird dazu mittels eines Head-Mounted-Display, ein dreidimensionaler Avatar ?draufgemapt?. Die virtuelle Figur bewegt sich dabei natürlich synchron mit dem physischen Roboter, so dass tatsächlich ein Händeschütteln möglich ist.

Wenn die Forscher dieses Entwicklungstempo beibehalten, freue ich mich schon auf die nächste Meldung von NTT in ein paar Monaten. Wahrscheinlich besteht dann die grüne “Froschhaut? des Roboters aus einem flexiblen OLED-Display, so das die Textur direkt ?draufgemapt? werden kann. ;)

Mehr (leider nur englisch/japanische) Infos unter: http://wingover.jp/

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Eine interessante Idee, der Forscher des Ishikawa Namiki Komuro Laboratory an der University of Tokyo, könnte insbesondere Blinden zukünftig eine große Hilfe sein.

Diese entwickeln gerade ein modulares, tragbares Gerät, das dem Nutzer taktile Informationen übermittelt, um sein räumliches Umfeld (auch ohne zu sehen) erfassen zu können.


Das System besteht aus so genannten ?optischen Haarmodulen?, deren Daten ein Vibrationsmodul direkt auf die darunter liegende Haut überträgt.

Die bisher sehr kleinflächigen Module sollen, so die Idee der Wissenschaftler, einmal ganze Körperregionen als quasi ?zweite Haut? bedecken.
Diese Funktionen wäre speziell für Sehbehinderte sehr hilfreich, um so Kollisionen zu vermeiden oder um gezielter zu bestimmen Gegenständen greifen zu können. Aber auch in gefährlichen Arbeitsumgebungen könnten so, durch eine optimalere Hinderniswahrnehmung, Schäden besser vermieden werden. Eine weitere Idee spielt mit dem Gedanken, die Außensensoren eines Autos mit den Hautstimulatoren zu verbinden. Gewissermaßen das taktile Interface für die Einparkhilfe ;)

Die Zukunft nach dieser Zukunft, ist auch schon im Kopf der Japaner. Dann sollen die vielen Sensoren durch einen lenkbaren Laserstrahl ersetzt werden. Auch wäre ein ?All-in-One-Implantat? (genauer ein Micro Opto Electro Mechanical System, kurz MOEMS) denkbar, bei dem man künstliche Haare mit einem integrierten Chip eingepflanzt bekommt. Im Grunde nichts anderes als Schnurrbarthaare für Menschen …

Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter:
www.k2.t.u-tokyo.ac.jp/perception/HapticRadar/

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Wer schon immer Probleme hat sich die Effekte und Überblendungen beim Videoschnitt zu merken, dem sei der obige Clip empfohlen.

Eine sehr kreative und eindrucksvolle Umsetzung, die eigentlich als Musikclip für die Band zZz gedacht, jedoch mit ihrer visuellen Stärke fast schon die Musik in den Hintergrund treten lässt.

Mehr (leider nur englisches) zum Video unter: www.xelor.nl/xelor/…

Siehe dazu auch: Real-Life-Windows

Übrigens, mein persönliches Highlight: Die Fortschrittsanzeige – Diese wünsche ich mir ab jetzt so in jedem Programm ;)

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Echt toll, was da Stephen Spencer, Simon Oliver und Daniele Urania geschaffen haben. Diese haben nämlich den wunderbaren britischen Audi A5 TV-Spot …

… konsequent in eine ebenso wunderbare interaktive Seite umgesetzt:

Flash 3D Papervision - Audi A5 - A Rhythm of lines

Auf diese kann man mittels Tastatur und Maus selber zum Komponisten seines eigenen Spots werden und sich mit seinem virtuellen Pinsel auf eine beflügelnde Reise durch den dreidimensionalen Raum machen. Das am Ende kreierte ?3D-Kunstwerk? kann man dann als Bild abspeichern.

Wen der technische Hintergrund interessiert: Das ganze wurde natürlich (ihr ahnt es schon) wieder mit Papervision3D umgesetzt. Die Formen wurden in Maya modelliert. Mittels eines Phyton-Scripts wurden diese dann in eine XML-Datei exportiert. Das Echtzeit-Rendering der Zeichensteuerung ist ?handprogrammiert?.
Beim ?Bild speichern? werden übrigens alle 3D-Informationen in eine SVG-Datei konvertiert, die dann wiederum in PDF konvertiert werden kann.

Ich bin (sehr) beeindruckt …

www.rhythmoflines.co.uk

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Wir hatten ja nun schon öfters das Thema automatische Sensorsteuerung in mobilen Geräten, nun schlägt jedoch genau in diese Kerbe ein Artikel des MIT Journals Technology Review (TR).

In diesem wird der Hype um das iPhone (mit seinem diversen Sensoren) als Aufhänger genutzt, um ein Konzept des MIT Media Labs vorzustellen: ?Reality Mining?.
Schade, das dieses eigentlich rein wissenschaftliche Magazin so eine Hülle braucht, um ihre Ideen zu kommunizieren … Ok, kommen wir mal zur Kern der Sache:

?Reality Mining? ist im Grund nichts anderes, als das Sammeln von persönlichen Daten über diverse Sensoren und deren Analyse und Darstellung.

Mittelpunkt der Systeme ist neben der Positionsbestimmung durch GPS (oder notfalls Mobilfunk-Zelle) die Auswertung des Bewegungssensors. MIT-Wissenschaftler Nathan Eagle sieht das Potential insbesondere in Verbindung mit sozialen Netzen.

Anhand der Daten des Bewegungssensors kann relativ einfach erkannt werden, ob der Besitzer gerade Fahrrad fährt, sitz oder eine Treppe rauf geht usw. In Verbindung mit weiteren Sensoren (Barometer, Thermometer, Licht, Mikrofon etc.) könnte so ein genaues Tätigkeitsprofil erstellt werden. (Im übrigen ist das System so konzipiert, das über das Mikrofon nicht die Wörter gespeichert werden, sondern nur die Art des Gesprochenen. Also, Taktabstand, Lautstärke, Stimmung, …).

Laut TR, haben Intel-Forscher mit einem solchen System Erstsemestler an der University of Washington ausgestattet und konnten so die Entwicklung der sozialen Netzwerke innerhalb des Semesters ?beobachten?. Am MIT wurden dazu auch diverse Anwendungen entwickelt (die man im Web testen kann), mit der solche gesammelten Daten visualisieren werden können (die Projektseite dazu hier). Ein Beispiel davon ist zum Beispiel die Darstellung, wer wann mit wem in verkehrt hat:

Gruppen-Verhalten Visualisierung

Anhand der Art der Bewegungsdaten kann im übrigen auch immer ein individuelles Tätigkeitsprofil für jeden Nutzer erstellt werden, so das System automatisch mit der Zeit lernt, welche Bewegung z.B. ?essen? bedeuten . So lässt sich dann, beispielsweise ein automatisches Tagebuch generieren:

Tagebuch Visualisierung

Kling alles ein wenig beängstigend, nicht wahr? Ich seh? doch schon die Datenschützer die Klagen gegen solche Systeme tippen …
Aber es gibt auch überaus positiv Anwendungen. So könnte in der Altenpflege festgestellt werden ob der Patient regelmäßig ist oder ob dessen Status noch ?Ok? ist, was andernfalls eine Alarmierung auslösen würde.

Bleibt abzuwarten, was sich davon letztendlich durchsetzen wird und für was die iPhone-Sensoren wirklich eines Tages genutzt werden …

Im übrigen hatten wir im Dezember schon mal über ein ähnliches System vom MIT bereichtet, auf das ich gerne noch einmal hinweisen möchte: Real Time Rome

Der ganze (leider nur englische) Technology Review Artikel zum diesem Sensorik-Thema unter:
www.technologyreview.com/Infotech/18990/page1/

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Gestern habe ich mich mit unserer Mitarbeiterin Kristin (die übrigens nächste Woche ihren Master zu einem sehr spannenden Thema macht) über eine Adobe-Entwicklung unterhalten, die vielleicht für euch da draussen auch interessant sein könnte, insbesondere wenn man Software-Prototypen entwickelt …

Über Adobe AIR (vormals Apollo) hatten wir ja schon mehrfach berichtet (siehe hier). Nun berichtet Adobes Flash Technical Product Manager, Richard Galvan, das es in Kürze eine Extension für Flash CS3 geben wird, mit der man sein Projekt auch als Adobe AIR veröffentlichen kann:

Veröffentlichen Adobe AIR auf Flash CS3

Sprich, man hätte eine ?richtige?, plattformunabhängige Desktop-Applikation und könnte auch auf die Systemfunktionalitäten/Dateisystem/APIs zugreifen (was ja bei Prototypen zur Simulation ganz interessant ist ? Drag and Drop, Native Menüs, Fenster etc.). Und für uns Designer nicht ganz unwichtig, man könnte auf einfachste Weise seinen Applikationen einen Namen, ein Icon usw. zuweisen:

Einstellungen Adobe AIR

Veröffentlicht wird das ganze übrigens mit dem nächsten öffentlichen AIR-Release auf der Adobe Labs Seite.

Ich hoffe, das wir da mit unseren gerade laufenden ?Experimenten?, hier in Kürze mal ein paar eigene Applikationen vorstellen können …

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Bei dem derzeitigen Hype um Apple ist es nicht verwunderlich, dass selbst in deutschen Gazetten über jedes neues Patent von unserem innovativen Freunden berichtet wird. Da brauch ich ja gar nicht mehr viel tun …

Da aber sonst hier etwas wichtiges fehlen würden, insofern heute nur zwei Verweise auf zwei interessante Artikel zu den neuen Interface-Konzepten aus Cupertino.

1. Die ?Multi-Touch-Mouse?

Multi-Touch-Mouse

Mehr Infos unter: www.winfuture.de/news,32778.html

2. Das ?Multi-Touch-Pad?

Multi-Touch-Pad

Mehr Infos unter: www.golem.de/0707/53379.html

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Map Snapper

… zwei Forscher von der University of Southampton haben, zusammen mit den Forschern von Ordance Survey?s Research Labs, eine Möglichkeit erschaffen, mit der sich jeder mit einem ?normalen Handy? und einer ?normalen Landkarte? sich ein eigenes kleines Navigationssystem “zusammenbasteln” kann.

Grundlage des so genannten ?Map Snapper?-Systems ist allerdings ein Handy mit integrierter Kamera und Internetverbindung. Mit diesem kann man einfach einen Ausschnitt einer normalen, gedruckten Landkarte knipsen, dieser wird dann an einen zentralen Server gesandt, analysiert und man erhält umgehend eine digitale Karte inklusiver aller bekannten Points of Interest zurück.

Somit kann man zum Beispiel sofort ein Hotel, Restaurant oder Veranstaltung in der Nähe finden. Hat man sogar GPS im Telefon integriert könnte einem nun sogar der Weg dorthin berechnet werden. Andernfalls wäre eine Navigation mittels Cambridge Position System (CPS), also über eine ungenaue Bestimmung innerhalb des Mobilfunknetzes denkbar oder wie ich es vor kurzem gelesen habe (finde leider die Quelle nicht mehr), durch ein manuelles Bestätigungssystem. Sprich, nach dem man die Anweisung ausgeführt hat (z.B. ?An der nächsten Kreuzung rechts abbiegen?) bestätigt man diese und erhält diese nächste angesagt/angezeigt …

Weitere (leider nur englischsprachige) Infos unter:
www.newscientisttech.com/article/dn10416-phone…

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Anfang Mai hatten wir erst die nächste Generation der Visualisierung in Navigationssystemen (Anzeige innerhalb einer 3D-Gebäude-Welt) von TeleAtlas vorgestellt. Die vielleicht darauf folgenden Form bzw. eine ergänzende Form könnte ein System sein, das derzeit von TomTom und Iwane entwickelt wird.

Dabei handelt es sich um eine Weganzeige im Realbild:

Navigationssystem von Iwane

Navigationssystem von TomTom

Voraussetzung dafür ist natürlich eine im Wagen oder Navigationssystem integrierte Kamera. Die erfassten Bilder werden zusammen mit dem GPS-Daten analysiert und die Richtungsanweisungen werden auf den Bildern überlagert dargestellt. Ein im Ansatz ähnliches System hatten wir letztes Jahr auch schon einmal von Siemens VDO vorgestellt (siehe Artikel ?pro.pilot?)

Im Gegensatz zum TeleAtlas-System würde hier der aufwändige Nachbau einer 3D-Welt entfallen. Jedoch gibt es im Vergleich auch einen großen Nachteil (mal abgesehen von den höheren Kosten durch Sensoren, Kamera und mehr notwendiger Rechenpower): Was macht man im Dunkeln? Dafür bräuchte man dann zusätzlich noch ein Infrarotkamera-System…

Weiterhin würde ich spekulieren, das man für die Erkennung des Pfeils im Realbild viel länger braucht, als innerhalb einer abstrahierten und vor allem reduzierten Karte. Sprich, man würde wahrscheinlich geneigt sein mittels des Videobilds im Display zu fahren. Hingegen benötigt der Fahrer bei den heutigen, ?normalen? Navis seine Konzentration für die Translation der abstrakten Kartenanweisungen in die Realwelt … Also ihr seht schon, das wäre mal ein schönes Thema für eine Forschungsarbeit …

Apropos Forschungsarbeit. Es gibt zum Thema ?Navigation mit mobilen Augmented Reality Systemen im Gelände? eine, die einen sehr schönen Überblick über die Verfahren und Techniken gibt, von Guido Staub von der Universität Karlsruhe. Hier als PDF-Download.

Zum Patent von TomTom geht?s hier:
http://v3.espacenet.com/textdoc?DB=EPODOC&IDX=WO2006132522&F=0

Zum System von IWANE hier:
www.iwane.com/newtechnology/navigator2.html

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Bin ich froh, das dieses Konzept von einer Frau stammt ? als Mann hätte man sonst den Rest seines Lebens gegen den Ruf als ?Sexist? zu kämpfen …

In Lennys Blog (auch ein Magdeburger der allerdings gerade seinen PhD in Schweden macht) bin ich auf folgendes ?spannendes? Konzept gestoßen:


Geschaffen wurde das ganze im Rahmen einer Master-Arbeit von Jenny Chowdhury, die mit Ihren ?Intimen Controllern? eine neue Art der Interaktion mit Textilien in VideoGames kreieren wollte. – Ich denke das ist ihr sehr anschaulich gelungen.

Mehr (leider nur englischsprachige) Infos zu dem Projekt unter:
http://www.jennylc.com/intimate_controllers/

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Im Februar hatten wir schon mal eine Lösung vorgestellt, wie auf einem Mini-Handydisplay durch eine Riesen-Karte/Bild etc. navigiert werden kann. Mit dem obigen Video fügen wir dem nun noch eine dritte Dimension zu.

Nach dem gleichen Prinzip, wie bei einer Augemented Reality Erkennung, kann so über die DataMatrix die Position bestimmt werden – nur das hier die Matrix zum Steuern benutzt wird. Ähnliches hat wir letztes Jahr (in einer nicht mobilen Variante) auch schon mal bei der Universität Halle gesehen (siehe unter Punkt 2.).

Geschaffen wurde das ganze übrigens von drei Franzosen im Rahmen des IPARLA Projekts an der Universität von Bordeaux.

Das ganze (leider nur englischsprachige) Paper gibt es unter:
http://iparla.labri.fr/publications/2005/HPG05/hachet_i3d.pdf

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Da bleibt keine Frage mehr offen:





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Und wieder mal Neuigkeiten von unserem japanischen Telekommunikationsriesen NTT. Vor ein paar Tagen haben deren Forscher einen ?Tangible-3D-Prototypen? vorgestellt. (Es wird also nicht nur in der Teledildonik an diesem Thema geforscht ;) ) Das aus einem Handschuh und mehreren Kameras bestehende System reproduziert in Echtzeit den haptischen Eindruck eines dreidimensionalen Videobildes. In Verbindung mit einem 3D Display (für das keine VR-Brille nötig) ist es somit möglich, einen abgebildeten Gegenstand zu berühren bzw. zumindest die Illusion davon zu haben.

Momentan funktioniert das 3D-System nur in eine Richtung, aber NTT arbeitet gerade an einer synchronen Version, so dass fühlbare Eindrücke zu beiden Seiten übertragen werden können. Insofern wäre ein virtuelles Händeschütteln in Zukunft wirklich denkbar.

Das jetzige System empfiehlt NTT zum Einsatz in Museen, für Exponate die nicht berührt werden dürfen bzw. auch für solche die außerhalb unseres Maßstabes liegen. (Ich wollte schon immer mal eine Milbe streicheln …) Oder für Einsatz im Bildungssektor, so dass Schüler Objekte begrabschen können, die an einen sonst unerreichbar (fernen) Ort stehen …

Ich könnte mir damit auch eine Steuerung von 3D-Programmen vorstellen, auch wenn die bisher hier vorgestellten Lösungen (siehe hier, hier, hier und hier) bestimmt bei weitem effektiver sind …

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Gerrit und sein Blog unter praegnanz.de dürfte den meisten von euch wohl schon ein Begriff sein. Trotzdem an dieser Stelle noch mal ein Hinweis auf einen sehr guten Artikel im selbigen.

Vor einen paar Tagen veröffentlichte, unser etwas ins Abseits geratene, Browsersanbieter Opera die neueste Beta-Versionen seines ?Kleinsten? ? den ?Opera Mini 4?. Dieser auf Java basierende Browser wurde speziell für Mobiltelefone entwickelt. Das Besondere: Er stellt Webseiten in Ihrer Gesamtheit da und nicht wie oftmals bei anderen Lösungen, einfach alle Elemente untereinander.

Startet man den Browser wird automatisch ein Anfangspunkt gewählt der für sinnvoll gehalten wird. Mittels einer Zoomfunktionen kann dann die gesamte Webseite betrachtet werden … was ohne Touchscreen zuweilen eine ziemliche Herausforderung darstellt. Aber mehr zu den Vor- und Nachteilen in Gerrits Blog-Eintrag unter:

http://praegnanz.de/weblog/opera-mini-4-und-content-zooming

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Papervision - Carlo Sulloa

Im Mai hatten wir euch ja schon die Papervision3D Technologie vorgestellt, mit der echte 3D-Applikationen mittels Flash erstellt werden können bzw. mit dem Flash-Player dargestellt werden können.

Die bisherigen Demonstrationen, wie Online-CoverFlow oder 3D-Google-Maps, zeigten schon einen kleinen Einblick was uns in diesem Bereich in Zukunft bevorsteht. Nun hat einer der Papervision-Schöpfer, Carlo Sulloa, eine neue kleine Applikation erstellt, die sehr überzeugend und vor allem mit einem super Spaßfaktor uns die 3D-Welt eindrucksvoll ?erfahren? lässt. Am besten gleich selber ausprobieren unter: carlosulloa.com

Des Weiteren weißt er in seinem Blog auf die neuen Fähigkeiten der nächsten (und sich noch in der Beta-Phase befindlichen) Version des Flash Players hin. Bei diesem wurde die Bild/Textur-Darstellung noch einmal bedeutend verbessert (siehe Bild oben).

Wer beim Testen der Demo auch in diesen Genuss kommen möchte, benötigt den Flash Player 9 Update 3 Beta 1.

Also, meine lieben Interfacler, wir sind mal wieder gefordert. Den 3D-Welten im Browser steht nichts mehr im Wege, hoffen wir das jeder auch eine intuitive Bedienung dazu kreiert …

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Wie der Titel schon sagt, heute mal wieder etwas außer der Reihe und was zum Querdenken, das bestimmt stark polarisieren wird. (Ich freu mich schon auf die Kommentare …)

Zweitsemester-Student Dozent Johannes Osterhoff hat mich auf ein Projekt hingewiesen, das er mit seinen Kommilitonen Zweitsemester-Studenten an der Merz Akademie (Stuttgart) umgesetzt hat.

Der (wenn auch ein wenig langatmige) Videoclip zeigt eine kreative und nicht ganz ernst gemeinte Umsetzung des Windows-Interfaces als ?Windows Real?-Version.

Es handelt sich dabei um das Resultat eines Seminars zum Thema Usability und User Experience.

Jungs, wir sind dann gespannt auf eure digitalen Interfaces …

PS. Das mit den “lebendigen” Interfaces hatten wir doch schon mal …

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Anfang April hatten wir schon einmal darüber geschrieben, das immer mehr Handys mit zusätzlichen Sensoren ausgestattet werden. Letzte Woche war es mal wieder so weit und Sony Ericsson (SE) stellt sein neues Model W910i mit Bewegungssensor vor. Leider gibt es dazu noch kaum Material, wie dieses im Einsatz aussieht. Einzig in den letzten 15 Sekunden dieses Videos kann man eine gaaaanz kleine Ahnung davon bekommen:


Auf jeden Fall soll die Eingabe durch Handbewegungen (die SE “Shake Control” getauft hat) in erster Linie zum Steuern der Musikwiedergabe verwendet werden. Bei einer schnellen Rechtsbewegung springt man zum nächsten Titel. Nach Links dann entsprechend zurück. Schüttelt man das arme Handy, wird die Playlist neu gemischt.

Wer meint, das iPhone mit seinem Bewegungssensor lässt da grüßen, liegt nicht ganz richtig, den schon lange vor SE und Apple hatte bereits der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo sein FOMA D940i mit einem selbigen ausgestattet. Wir diese sich unter anderem auch für Spiele einsetzen lässt zeigt folgendes Video:



Auch Samsung hatte mit dem SGH-E760 diesen Sensor schon für sich entdeckt und auch für Spiele eingesetzt:


… bzw. für ganz andere Anwendungen:



Wie immer bleibt die Zukunft spannend und mit dem weiterem Einsatz von Sensoren können wir uns wohl noch auf viele interessante Steuerarten und Anwendungen freuen …

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Walk of Life - Atome vs. Bits + Bytes

Wir fühlen uns geehrt, mit unseren nicht mal zarten dreißig Jahren dürfen wir jetzt schon aus unserem Leben erzählen … Denn am 22. Juni wurden wir von unserem ehemaligen Fachbereich zu einer Podiumsdiskussion unter dem Motto ?From all Walks of Life? eingeladen.

In erster Linie geht es darum, das Alumni den ?jungen Hüpfern? im Hörsaal ein wenig von der ?Welt da draussen? erzählen. Das wirklich spannende Programm ist dazu in fünf ?Sessions? aufgeteilt:

Session 1 von 10.00 – 11.00 Uhr
Große Firma vs. Eigener Chef
Dipl. Des. Marcus Kühne Audi / Ingolstadt
vs.
Dipl. Des. Daniel Schmitt Dutyfarm / Berlin

Session 2__11.30 – 12.30 Uhr
Hiergeblieben vs. Weggegangen
Dipl. Des. Gordon Adler Transluszent / Magdeburg
vs.
Dipl. Des. Susanne Stage IDEO / San Francisco

Session 3__14.00 – 15.00 Uhr
Designer vs. Designerin
Dipl. Des Mike Höllerich + Dipl. Des. Bastian Müller Designkonzentrat / Köln
vs.
Dipl. Des. Ilka Schlesiger ART-KON-TOR / Jena

Session 4__15.30 – 16.30 Uhr
Atome vs. Bits+Bytes
Dipl. Des. Mathias Bertram Faktor M / Magdeburg
vs.
Dipl. Des. Reik Wendt + Dipl. Des. Matthias C. Schroeder SCHROEDER + WENDT / Magdeburg

Das ganz findet im Hörsaal 5 der Hochschule Magdeburg statt.

Ich denke, wenn noch Plätze frei sind, dann ist gegen die Anwesenheit von ein paar ?Nicht-Studenten? nichts einzuwenden.
In diesem Sinne, sieht man sich dann vielleicht nächsten Freitag …

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Leider waren diese Woche (auf Grund einer Geschäftsreise) die Blog-Einträge ja