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Vor fast genau einem Jahr berichteten wir über eine neue Music-Player-Steuerung, die gerade in den NTT DoCoMo Forschungslaboren entstand. Was damals noch wie große Ohrenwärmer aussah, ist heute auf kleine Ohrstöpsel geschrumpft, die auf einem guten Weg zur Serienreife sind. Der Prototyp wurde diese Woche noch einmal beim Mobile World Congress in Barceclona gezeigt:
Insbesondere unter drei Gesichtspunkten ist diese Lösung sehr interessant:
1. Im Zug der Miniaturisierung ist kaum noch Platz für ein physisches Interface – á la iPod shuffle
2. Das für einfache Bedienungen (z.B. “nächster Titel”) eigentlich nicht nötige “rauskramen” des Players aus der Tasche – … und dann noch diese “Lebensgefahr” dabei
3. Als alternative Steuerung für Augmented-Reality-Anwendungen. Wenn wir da an das MIT Forschungsprojekt “SixthSense” denken, so könnte diese neben der Handbedienung eine weitere Eingabemöglichkeit sein …
Die große Schwierigkeit wird wohl darin liegen, die normalen Augenbewegungen von den gewünschten Interaktionen zu unterscheiden.
… mal abgesehen von der gesellschaftlichen Akzeptanz, aber über die ersten Handy-Telefonierer haben wir uns ja auch lustig gemacht
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Nach einer gefühlten Dekade konnte ich heute nun endlich das neue Buch vom “Meister der auf den Punkt gebrachten Bücher” in der Hand halten. In Steve Krugs neuem Buch beschreibt er auf nicht mal 160 Seiten zufälliger Weise genau das, was wir dieses Jahr als Vortrag für die webinale eingereicht haben: wie man mit vielen kleinen, qualitativen(!) Tests sein Produkt mehr “usable” machen kann.
Mit seinem lockeren und extrem reduzierten Schreibstill habe ich das Buch heute schon fast durchgelesen und kann es jedem nur empfehlen. Wunderbar pragmatisch, mit einfachen Anleitungen, Checklisten und genauen Vorgehensweisen zeigt er auf, wie wirklich jeder seine Webseite prozessbegleitend testen kann. Und in Krug’scher Philosophie will ich es auch gleich auf den Punkt bringen: kaufen!
Um die Welt wieder ein wenig einfacher zu machen, verlosen wir unter allen Kommentatoren dieses Beitrages, am 1. Februar um 23:59 ein Exemplar dieses tollen Buches!
UPDATE
Herzlichen Glückwunsch Guido!
Der Zufallsgenerator hat entschieden, aus 9 Kommentaren hat der Zufallsgenerator entschieden, das es der 3. Eintrag sein soll. Insofern herzlichen Glückwunsch an den Glücklichen, das Buch ist dann unterwegs.
Seit den ersten Stunden des Touchscreens wird an ihm rumgemäkelt, das er zwar einerseits quasi unendliche viele Buttons und Interaktionsformen anbieten kann, aber ihm doch jegliches haptisches Feedback fehlt.
Dies könnte nun bald ein Ende haben. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University (in Pittsburgh, Pennsylvania) haben dafür einen Lösungansatz gefunden.
Aufgebaut ist das System aus einer Acryl-Platte, in die möglichen Button-Formen ausgespart sind. Auf Seiten des Nutzer liegt darüber eine Latex-Schicht und auf der anderen Seite eine Kammer in die Luft gepumpt oder rausgesogen werden kann. Somit kann man dann Erhöhungen oder Vertiefungen schaffen. Das Bild wird per Rückprojektion auf den Latex projiziert. Mittels einer kleinen Kamera auf höhe des Miniprojektor ist auch die Aufnahme der Finger möglich, so das die ganze Einheit auch Multitouch-Funktionalitäten beherrscht.
Sicherlich noch ein sehr sperriges System für Anwendungen, wo die Bautiefe keine große Rolle spielt (z.B. Fahrkartenautomaten), aber einer guter erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Entwicklung von flexiblen Displays auch weiter so zügig vorangeht, so ist vielleicht in zehn Jahren dann auch das Rückprojektionsproblem gelöst und man könnte die Erhöhung auch durch Mini-Sifte (á la TouchTable) realisieren. Wir werden‘s erleben …
Mehr Infos unter www.technologyreview.com/computing/22550/
Tags: 3D, bedienung, design, display, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interaction design, interaktion, interface, jeff_han, MMI, UID, Usability, User Experience, UX, visualisierung
Leider etwas spät, aber Dank der Mediathek kann man sich die heute auf Phoenix gesendete Diskussion noch online anschauen. In der Reihe Wissenschaftsforum Petersberg diskutieren unter Moderation von Ranga Yogeshwar vier Experten zum Thema “Vom täglichen Kampf – Wie viel Technik braucht der Mensch?”. Der Videostream kann auf der Webseite des Fernsehsenders aufgerufen:
Die Gäste sind Prof. Klaus Kornwachs (Technikphilosoph, Technische Universität Cottbus), Dr. Annette Hoppe (Psychologin, Technische Universität Cottbus), Christoph Huß (BMW und Präsident der FISITA Weltvereinigung der Automobilingenieure) und der allseits bekannte Prof. Marc Hassenzahl (GermanUPA-Vorstandsmitglied und aktuell an der Folkwang Hochschule Essen).
Die zuweilen sehr kontrovers geführte Diskussion, zeigt sehr schön die unterschiedlichen Denkweisen / Aspekte der Akteure und Herangehensweisen bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittelle. Mein persönliches Resümee aus der Sendung ist eigentlich eine Maxime, nach der auch wir versuchen alle unsere Produkte zu entwickeln: Es gibt nicht DIE Lösung für DEN Nutzer, sondern nur Menschen mit unterschiedlichen Motivationen und Bedürfnissen. Somit kann ein Gerät / Interface das versucht allen gerecht zu werden, immer nur ein Kompromiss sein, mit dem der eine mehr und der andere weniger zufrieden ist – Also, ein hoch auf das individualisierbare User Interface! (Was dann allerdings wieder an anderen Stellen Probleme bringt
)
Mehr Infos zur Sendung gibt’s unter: www.phoenix.de/…
Tags: bedienung, BMW, design, einfach, eingabesystem, forschung, interaction design, interaktion, interface, MMI, mobiltelefon, software, UID, Usability, User Experience, UX
Im letzten Eintrag hatten wir gerade über die schleppende Weiterentwicklung bei Microsoft geschrieben und das man mittlerweile auch bei mobilen Betriebssystemen den Anschluss verpasst hat. Ähnlich wie bei den Browsern haben sich hier Redmonder zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und die Konkurrenz an sich vorbeiziehen lassen. Bei den Browsern war es Firefox der den Markt ordentlich aufgemischt hat, bei den mobilen Geräten Apple. Dabei hat Apple nicht mal ein tolles Gerät. Im Vergleich zum Mittbewerb hat das iPhone in vielen Gebieten bedeutend schlechtere Geräteeigenschaften und zwingen einem dazu noch in einem „nicht gerade günstigen“ Vertrag bei einem einzigen Netzanbieter. Es verkauft sich schlichtweg über das Nutzungserlebnis / User Experience (UX), welche mit Multitouch-Spielereien und innovativen, zentral zu findenden und simpel installierbaren Applikationen eine Begehrlichkeit weckt. Und in punkto Spaßfaktor vor allem doch eins hat: ein konsistentes und einfaches GUI.
Unter diesem Konkurrenzdruck ziehen nun alle Hersteller mit neuen Geräten und vor allem neuen Oberflächen nach. Bei Windows Mobile (WM) passierte von Seiten Microsofts ersteinmal gar nichts. Gerätehersteller HTC erkannte 2007 die Zeichen der Zeit und stülpte dem System ein eigenes GUI über: TouchFLO (und mittlerweile TouchFLO 3D). Aber spätestens bei den Systemeinstellungen war man wieder in der winzigen und schwer verständlichen WM-Welt:
Sicherlich, Microsoft redete sich immer damit raus, das ihr OS für Business-Anwender ist und nicht für die breite Masse. Aber hey, wie kann man nicht!=weg auf die Idee kommen, das!s Manager und „I‘m a PC“-Typen nicht auch gerne ein einfaches System haben möchten das Spaß macht? Zudem war das Zusammenwachsen von Mobiltelefon und PDA spätestens seit der Jahrtausendwende absehbar. Und wer schleppt schon gern zwei Geräte mit, auf denen zudem auch noch jeweils die gleichen Kontakte gespeichert werden?
Jedenfalls, nach etwa zwei Jahren Stillstand (und 9 Jahren nach der ersten WM-Version) gibt es nun diese Woche, auf dem Mobile World Congress in Barcelona, die neue Version zu sehen. Und wie zu erwarten war, gibt es im Internet natürlich schon vorher ein Video, welches diese vorstellt:
Tja, was soll ich sagen. Ich kann nur hoffen, das dies nicht wirklich das neue Release sein soll. Ansonsten lässt es sich aus meiner Sicht mit ein paar kurzen Worten zusammenfassen: Man hat in den letzten zwei Jahren absolut nichts kapiert!
Sicherlich, der Startscreen, die Übersicht der Kommunikationseinstellungen und die wichtigsten Applikationen (Browser, Kontakte etc.) wurden leicht überarbeitet, aber man sieht nichts, was Dritthersteller (wie z.B. Opera, Spb Mobile Shell, TouchFLO usw.) schon lange bieten. Das eigentliche Problem, eine konsistente Oberfläche, die mit einer oder wenigen Bedienungsmetaphern und einem klaren Gestaltungsraster klarkommt wurde wieder verfehlt. Wieder habe ich winzige Auswahlfelder, bestätige ich eine Seite mal mit „OK“ oben in der rechten Ecke oder „Fertig“ unten links, habe lange Erklärungstexte ohne Gewichtungsabstufung bei Auswahlfeldern und habe nur sehr schwer die Möglichkeit auch ohne Stifte durch die Einstellungen zu kommen. Ok, dafür wurde jetzt aber die Programmliste in Waben angeordnet, die ich so auch noch mit den dicksten Daumen bedienen kann. Das man durch Waben allerdings auch 20 bis 40 Prozent des Platzes auf den „riesigen“ Displays von mobilen Geräten verschenken kann (wie man an Stelle 8:51 gut sehen kann), wurde beim konzipieren wohl vergessen.
Somit ist wohl die einzige Hoffnung, nochmals etwa ein Jahr auf Windows Mobile 7 zu warten …
… aber ob dann noch genügend Nutzer dafür da sind? (die 3. Generation des iPhones wird in diesem Sommer erwartet, Googles Android ist gerade frisch erhältlich, Palm bringt ein neues (vorab schon hochgelobtes) OS raus, Nokia hat auch völlig neue OS-Pläne usw.). Somit ist der letztendliche Nutznießer der ganzen Situation der Endkunde. Dieser kann sich, durch den nun schnell bewegenden Markt, zwischen ähnlichen Geräten aber unterschiedlichen GUIs (z.B. HTC mit WM oder Android) und somit mit unterschiedlichen User Experiences entscheiden.
Vorabinfos zu Windows Mobile 7 gibt es übrigens hier: http://pocketpccentral.net/windows_mobile_7_brief.htm
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Wer seinen MP3-Player bedienen möchte, der tut dies mehrheitlich wohl durch eine Interaktion mit der Hand. Da das gute Teil allerdings meistens in einer Tasche steckt, ist dies ein verhältnismäßig unbequemer Ansteuerungsprozess: Ertasten des Geräts, dann der richtigen Knöpfe usw. Es gibt zwar schon alternative Eingabemöglichkeiten, wie zum Beispiel die Shake Control …
… aber diese ist nicht wirklich hilfreich. Ist doch eine Tastenbedienung x-mal komfortabler und meist schneller. Es sei denn, man hat Lust beim Musikhören (heute ja meistens auf der Straße) ab und zu mal zu hüpfen.
Die Forscher von NTT DoCoMo arbeiten allerdings gerade an einer Steuerung die wirklich Sinn macht und die genau da statt findet, wo sie gebraucht wird: Nämlich über die Kopfhörer. Die Entwicklung basiert auf dort angebrachte Sensoren, die die Augenbewegung erfassen können. Wie das ganze dann ausschaut ist hier gut im Video zu sehen:
Worauf im Bericht nicht näher eingegangen wird, was aber gut zu sehen ist: Man kann diese Technik gut mit einer am Kopf befestigten Kamera kombinieren und so eine grobe Computersteuerung realisieren. Dies wäre natürlich auch für körperlich stark eingeschränkte Personen interessant, die so (im Gegensatz zum „klassischen“ BCI) eine einfachere Schnittstelle zur Verfügung hätten.
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Ich kann mich nicht erinnern, dass ein größeres deutsches Magazin “unser Lieblingsthema” mal zu einem Schwerpunkt einer Ausgabe gemacht hat. Nun ist es aber so weit und das aktuelle Heft der Technology Review befasst sich ausgiebig mit den “neuen Benutzer-Schnittstellen”. Auf etwa 15 Seiten wird dabei von Sprachschnittstellen, über Mutlitouch bis hin zu Brain-Computer-Interfaces ein guter Überblick über die aktuellen Entwicklungen gegeben. Also, in jedem Fall einen Kauf wert.
Mehr Infos unter: www.heise.de/tr/
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis die Thematik in einer populären Zeitschrift wieder mal so einen Stellenwert bekommt …
Übrigens, für alle die es nicht so “populärwissenschaftlich” mögen, zwei Empfehlungen für Fachmagazine
1. die deutschsprachige i-com: www.i-com-media.de
2. die englischsprachige Interactions: interactions.acm.org
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… genießt aktuell ja großes Medieninteresse (siehe hier)
Bei diesem „neuartigen Interface“ wurde das sehr beachtenswerte technische Prinzip von Global Imagination verwendet und dafür eine Oberfläche (die stark an Microsoft Surface erinnert) erstellt.
Leider erschließen sich mir die im Video genannten Vorteile nicht ansatzweise. Ohne Zweifel ist das eine ganz tolle Möglichkeit kugelförmige Körper (wie z.B. Planeten) abzubilden und damit zu interagieren, aber für (wie im Video genannt) Präsentationen und Kollaboration?
Mal abgesehen davon, das flache Objekte völlig verzerrt dargestellt werden, haben alle drumherum Stehenden doch ein extrem kleines und vor allem jeder ein anderes Blickfeld. Ziel beim gemeinschaftlichen Arbeiten sollte es doch sein, das man möglichst genau dasselbe sieht wir die Mitarbeiter. Im schlimmsten Fall sehen bei dieser Lösung die meisten gegenseitig gar nichts von dem Dargestellten.
Im Video ist auch sehr schön das Menü zu sehen … kann es etwas besseres geben, als ein Menü, bei dem man nicht alle Punkte sehen kann und erst drum herumlaufen muss?
Ich weiß auch nicht, was die sich dabei gedacht haben …
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Ein Entwickler aus China trotzt der Überzeugung Steve Jobs, der im Januar 2007 das iPhone mit den Worten: „Nobody needs a stylus.“ präsentierte.
In Bezug auf das Thema Schreiben ohne Stift hat der chinesische Entwickler kürzlich seinen Protest in die Tat umgesetzt und eine Add-On Software für das iPhone namens HWPen auf den Markt gebracht, die es ermöglicht Text durch Erkennung der Handschrift zu verfassen.

Die aktuelle Beta-Version der Mini-Software unterstützt chinesische & lateinische Schriftzeichen sowie Ziffern, zeigt aber auch Lücken:
Sie schafft es nicht, sämtliche Funktionen der virtuellen Tastatur zu ersetzen, z.B. unterstützt sie nicht die Drehung auf die Seite und im Mailprogramm taucht sie gar nicht auf. Und wie im Video eindeutig zu erkennen, funktioniert die Schrifterkennung eher suboptimal. Die Meinungen über das Tool gehen weit auseinander, die meisten Besitzer eines iPhone sind jedoch überzeugt, dass sie mit der vorgegebenen Tastatur eindeutig schneller sind.
Bei den ganzen Streitigkeiten bleibe ich bei der Meinung, dass es doch am besten wäre, wenn der Nutzer selber entscheiden könnte, wie er seine Texte eingeben möchte. Eine gute Lösung bietet z.B. das Nokia N800 Internet Tablet an, das sowohl virtuelle Tastatur mit oder ohne Eingabestift anbietet, als auch Handschrifterkennung unterstützt.
PS: Das kleine Add-On kann auch nur installiert werden, wenn man ein sogenanntes “Jailbreak-iPhone” besitzt, d.h. es funktioniert ausschließlich bei gehackten Mobiltelefonen.
Mehr Infos dazu findet ihr unter: www.macnews.de/news/107815.html
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… da sei doch auch noch das „SenseSurface“ von Lyndsay Willams (von Girton Labs) vorgestellt.
Das besondere bei diesem Drehregler ist, dass man diesen direkt auf das Display setzen kann. Eine Lösung die insbesondere für Mischpult-Software sehr interessant sein könnte.
Erst in der letzte Woche hatten wir einen Fall, bei dem wir einem Interessenten von einem rein digitalen Interface / Regler für eine „Zugabe-Steuerung“ bei einem halbmechanischen Gerät abgeraten haben (Für die genauen Hintergründe müsste ich jetzt länger ausholen). Fakt ist aber, der manuelle Regler ist einfach x-mal schneller und bietet ein direktes Feedback.
Wer eines dieser „tollen“ Autoradios hat, bei dem die Lautstärke durch Taster oder gar Touchscreen, anstatt durch einen Drehregler gesteuert wird, weiß jetzt genau was ich meine.
Zurück zu Willams Prototype. Der Drehregler selber hält durch Magnetismus auf dem Bildschirm. Laut der Girton-Webseite wurde das System „mehrere 100 Stunden“ auf einem Dell-Laptop getestet – ohne negative Beeinträchtigung für das Display.
Die eigentliche Übertragung/Ermittlung der Steuerungsdaten erfolgt durch eine „Messplatte“ auf der Rückseite des Displays, welche per USB an den Rechner angeschlossen wird. Durch diese wird zudem auch die Position auf dem Bildschirm ermittelt, so dass der manuelle Regler mit der grafischen Benutzeroberfläche korrespondieren kann bzw. auch mehrere Reger zur gleichen Zeit genutzt werden können.
Demnächst soll es auch noch weitere Steuerelemente, wie zum Beispiel Schieberegler, geben. Insgesamt soll das ganze System unter 100 Dollar in der Produktion kosten. Wann dieses allerdings auch in Produktion geht, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Projektseite: http://girtonlabs.googlepages.com/sensesurface
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Schon sehr häufig haben wir hier über alternative Eingabegräte berichtet, welche der digitalen Translation von Bewegungen und somit einer besseren Interaktion dienen.
An der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde dazu von den Studenten der Fachrichtung Master Interaction in den letzten Monaten eine Art Grundsatzarbeit erstellt. In dem Semesterprojekt untersuchten vier Studenten unter der Leitung von Prof. Carola Zwick und Dipl.-Des. Jelena Blank-Muhr Interaktionsprinzipien, um somit eine Art Bibliothek bzw. Katalog der Eingabemöglichkeiten für digitale Anwendungen zu schaffen. Herausgekommen sind 50 (!!!) Stellteile, die am gestrigen Donnerstag im Industrial Design Institut präsentiert wurden:
Die insbesondere für interaktive Installationen gedachten Prinzipen sollen eine Alternative zu der meist vorherrschenden Tastatur und Maus/Trackball-Bedienung aufzeigen. Was wie ich finde, phänomenal gelungen ist.
So gibt es beispielsweise bedienbare Sprühflaschen, berührungslose Schalter, alle erdenklichen Formen von Walzen, nachfedernde Schieberegler, interaktive Infografiken bei denen man ein Mini-Ölfass aus dem Boden zieht und analog dazu die Länder aufsteigend nach ihrer Ölproduktion sieht und und und …
Grundlage war eine Untersuchung der physischen Eingabemöglichkeiten nach Lagebeziehung, Greifart, Geschwindigkeit der Interaktion usw.
Die zusammengestellten Prinzipien wurden dann mittels klassischem Modellbau und Arduino (einer elektronischen Open-Source-Prototypen-Umgebung) umgesetzt.
Um Prof. Carola Zwick zu zitieren:
„.. es ist wie über Schokolade zu referieren, man muss es einfach selber ausprobieren“. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich diese Toolbox anzuschauen. Mehr Infos dazu unter:
www.gestaltung.hs-magdeburg.de
Sobald es eine öffentliche Ausstellung gibt, werden wir es hier posten.
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Das Gesichtserkennungsprogramme nicht nur für biometrische Analysen und Sicherheitsanwendungen genutzt werden können, sondern zudem schon länger in der Lage sind, auch die Emotionen eines Nutzers zu erkennen, ist bekannt.
Nun macht die University of California, San Diego, mit einem besonders genauen System und einer sehr interessanten Anwendung auf sich aufmerksam. Die Wissenschaftler um Jacob Whitehill haben die Emotionserkennung für ein eLearning-System verwendet, um so festzustellen, ob der Student mit der gestellten Aufgabe bzw. Lerninhalt überfordert ist oder nicht. Damit soll autonomes Lernen mit einer Software weiter verbessert werden, damit nicht immer neues Material präsentiert wird, obwohl der Nutzer „noch nicht mal“ den vorhergehenden Stoff kapiert hat.
Die gesamte (leider nur englische) Studie zum Projekt kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://mplab.ucsd.edu/~jake/its08.pdf
Eine weitere Möglichkeit festzustellen, wie gestresst der Nutzer gerade von den Aufgaben ist, wäre noch die Auswertung von Biofeedbackdaten. Dies ist jedoch bedeutend komplexer, da externe Sensoren benötigt werden, die dann über einen Controller per USB an den Rechner angeschlossen werden. Mal abgesehen von BCI-Anwendungen (die auch in die Kategorie gehören), ist mir bisher auch nur eine amerikanische Software bekannt, die dies aktiv nutzt. Bei dem Computerspiel „Wild Devine“ wird dies mit Atmungs-, Meditations- und Relaxübungen zum Stressmanagement genutzt:
Mehr Infos unter: www.wilddivine.com
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… dann ist die heute vorgestellte Lösung zwar auch keine wirkliche Alternative aber zumindest ein kleiner Anhaltspunkt.
Auf der noch relative jungen Webseite Feng-GUI hat man die Möglichkeit ein Bildschirmfoto seiner zu analysierenden Webseite hochzuladen und daraus dann eine Heatmap generieren zu lassen die anzeigt, wie der Blicklauf auf der Webseite ist und welche Objekte besonders starke „Eye catcher“ sind. (Obwohl, so viele ich auch vom „richtigen“ Eye Tracking halte, in einfachen Fällen der gesunde Menschenverstand einem das genau so gut sagt, wie eine mehre tausende Euro teure Studie).
So schaut das für unsere Webseite aus:

Die Technologie die dahinter steht ist eine Verbindung von mehreren Algorithmen aus neuroligischen und Eye Tracking Studien sowie Bildanalyseverfahren nach Kontrast, Hervorhebungen und menschlicher Wahrnehmung.
Laut eigenen Angaben, erreichen die Feng GUI Maps eine 70-prozentige Übereinstimmung mit Eye und Mouse Tracking Analysen. Auf dieser Seite kann man sich die Vergleiche zwischen den Analyseergebnissen anschauen.
Am besten mal selber ausprobieren und Urteil bilden unter: www.feng-gui.com
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… möchte ich gerne den mehrfachen Wunsch nachkommen und meinen Vortrag noch online stellen:
(falls etwas komisch aussieht, leider sind bei der Slideshare-Konvertierung ein paar Transparenzen verloren gegangen)
Viele Themen konnte ich ja nur gaaanz kurz anreißen und wären es eigentlich Wert in einem Extravortrag noch mal ausführlich behandelt zu werden. So zum Beispiel “Wie gestalte ich eine optimale Suche”, “Einfaches Usability-Testing im Firmenalltag”, “Web Site Building – von der Konzeption, über die Gestaltung und Evaluation bis zur Veröffentlichung” etc. …
Also, wenn jemand dazu bzw. zum Vortrag Fragen/Kritik/Anregungen hat, dann können wir diese sehr gerne hier im Blog diskutieren oder einfach per eMail/Telefon.
Alle die den Vortrag auch noch gerne in “echt” sehen möchten, sind schon heute herzlich zum World Usability Day in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg eingeladen. Am 13. November werde ich davon noch mal einer aktualisierte und erweitere Version halten.
Mehr Infos dazu wird es ab Juli unter www.supernuetzlich.de geben.
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Im letzten Beitrag habe ich gerade noch davon geschrieben, dass das dort vorgestellte System erst richtig Sinn macht, wenn man dieses mit eine Augmented Reality System verbindet – dazu nun der heutige Nachtrag …
… genau an einer solchen Lösung forscht gerade der Absolvent der Tokioter Universität Hideki Nakayama.
Die an Laboratory of the Information Science and Technology entwickelte Software für die Kombination aus Head Mounted Camera and Display ist somit wieder mal ein Schritt näher zur omnipräsenten Informationsbereitstellung.
Nicht nur Lernsysteme und gehandicapte Personen werden davon profitieren, sondern (so hoffe ich) auch vielleicht ich selber eines Tage, wenn dann mein ganz furchtbar schlechtes Namens- und Personengedächtnis ausgeglichen wird, in dem mir einfach in meine Kontaktlinse der Name und alle weiteren Daten, der durch die Technik längst erkannten Person eingeblendet wird.
Danke!
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Jeder der schon einmal Semapedia genutzt hat, weiß wie toll das ist, wenn sich die Frage „Wat is‘ dat denn?“ mit einem Klick beantworten lässt. Die Firma Evolution Robotics geht mit der Verwendung der sogenannten ViPR (visual pattern recognition) Technologie noch einen Schritt weiter.
Diese ermöglicht es ein Bild innerhalb kürzester Zeit auf seinen Inhalte zu analysieren und zu den erkannten Gegenständen weitere Informationen anzubieten. Je nach verwendeten Datenquellen kann so zum Beispiel, wenn einem ein DVD-Cover vor die Linse kommt, die Inhalte des Films, Bestellmöglichkeiten, die Musik des Soundtracks oder gar Videoausschnitte präsentiert werden.
Leider ist diese Technologie bisher nur serverseitig verfügbar, so dass die Bilder zum Zentralrechner gesendet werden müssen und dieser dann eine eMail mit den „Analyseergebnissen“ zurücksendet.
Langfristig ist die ViPR-Technologie natürlich sehr interessant, wenn man sie mit Augmented Reality Systemen verbindet, wie zum Beispiele das hier oder dieses hier.
Mehr (leider nur englische) Infos dazu unter: www.evolution.com/core/ViPR/
PS. Auf der Seite kann man übrigen ganz unten auch noch ein sehr schönes Anwendungsbeispiel sehen, den LaneHawk. Dieser wir im Fussbereich von Kassen im Supermarkt installiert und erkennt, wenn dann doch noch „ganz zufällig“ auf der unteren Ablage des Einkaufswagens etwas „vergessen“ wurde. Das nenne ich mal ein schnelles Amortisierungsmodell.
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34 Jahre nach dem ersten gelben Post-it gibt es nun die „Version 2.0“ … also genau genommen „nur“ eine digitale Erweiterung für die altehrwürdigen Klebezettel.
Mit dem Projekt „Quickies“ hat die „Ambient Intelligence Group“ des MIT Media Laboratory dazu eine Möglichkeit geschaffen, das der handschriftlich geschrieben Text gleich automatisch digitalisiert und ausgewertet wird. Also Termine werden als Termin erkannt und in den Kalender eingefügt, Aufgaben in die Aufgabenliste und so weiter. Ebsenso an wenn sich das Post-it richtet … Mehr dazu im Video:
Besonders herausragend finde ich die Kombination mit RFID-Tags, so dass ich meine Post-its auch überall wiederfinde oder sie gar selber, z.B. beim Vorbeigehen mit einem entsprechenden Endgerät, nach Aufmerksamkeit schreien …
Mehr dazu auf der (leider nur englischen) Projektseite des MIT:
http://ambient.media.mit.edu/projects.php?action=details&id=16
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Erstmal nichts spektakuläres, wenn man dann aber die Kamera in ein Fahrzeug montiert und den Fahrer über eine Fernsteuerung das Vehikel bedienen lässt, dann hat man laut den Angaben des Herstellers nur noch eine 5- bis 10-prozentige Verschlechterung, als wenn man selber im Fahrzeug sitzen würde.
Im Vergleich dazu ist eine Bedienung über eine „feste Kamera + nur Joystick – Steuerung“ etwa um 70 Prozent schlechter.
Tja, und was kann man mit so einer tollen Erkenntnis als erstes bauen?
Natürlich ein perfektes Kampffahrzeug!
Für mich als Pazifisten ist das Video eine absolute Zumutung!
Einzig tröstend ist, dass diese militärische Entwicklung, mal wieder den Weg bereitet für daraus abgeleitet zivile/kommerzielle Produkte, wie beispielsweise ferngesteuerte Roboter für Feuerwehr, Abwasseranlagen, Kampfmittelbeseitigung, Unterwassereinsätze und wo sonst noch kein Mensch reinpasst oder sein Leben riskieren möchte …
In diesem Sinne,
Der Friede ist das Meisterstück der Vernunft. (Immanuel Kant)
Tags: , Assistenzsystem, auto, echtzeit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, head-tracking, interface, MMI
Anscheint rücken wir dem ersten Release vom BumpTop (wir berichteten hier und hier) immer näher …
… von der kürzlich zu Ende gegangen Stanford University’s Cool Product Expo (CPX) ist dieses Video mit dem Schöpfer, Anand Agarawala, aufgetaucht. Darin kann man schon sehr gut sehen, wir sich sein System in die Windows-Umgebung integrieren wird.
Aktuell kann man sich auf der Webseite zu einer „Private-Beta“ anmelden und wenn ich Agarawala im Video richtig verstanden habe, ist wohl eine Veröffentlichung noch gegen Ende des Jahres geplant.
Zur (leider nur englischen) Projektseite: www.bumptop.com
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Die guten Lösungen liegen mal wieder so nah und wenn man diese sieht, sagt man sich „… das ist ja einfach, da wäre ich auch drauf gekommen“ – seit Ihr aber nicht! Sondern das Georgia Institute of Technology!
Bisher war das Problem bei Robotern, die insbesondere körperlich beeinträchtigte Menschen unterstützen sollen, das richtige und vor allem schnelle Erkennen von Gegenständen. Während der Mensch einmal schnell das gesamte Zimmer visuell „scannt“ und dann das Telefon unter dem Sofakissen hervorblitzen sieht, suchen sich unsere mechanischen Freunde fast zu Tode.
Genau für dieses Probleme haben nun die Forscher vom Georgia Tech Healthcare Robotics Lab eine Lösung gefunden: einen Laserpointer!
Genauer gesagt, ein ganzes Robotorsystem, namens „El-E“
Das Erkennen des extrem hellen Laserlichtpunktes ist natürlich x-fach einfacher und schneller, als das graue Telefon auf dem grauen Sofa über die herkömmlichen Kamerasysteme zu finden.
Dieses System hat aber auch noch einen weiteren Vorteil, mussten die Gehandicapten bisher einen Roboter per Gesten oder Sprache steuern, so muss nun lediglich der Laserpointer auf den zu interagierenden Gegenstand gerichtet werden. Dies kann im minimalsten Fall mit einem einzigen Finger oder mit einem am Kopf befestigten Strahler geschehen kann.
Weitere Infos dazu unter:
www.heise.de/tr/Hilfreiche-Hand–/artikel/105853/0/100
Zur Seite des Health Systems Institute at Georgia Tech
Tags: Assistenzsystem, barrierefreiheit, einfach, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, suche, UID, Usability

Wie Jan Jursa heute zum Glück “zugesteckt” wurde, sind gerade die Videos vom Innovationsforum Interaktionsdesign online gestellt worden.
Auf der Ende März, vom Studiengang Interface Design der FH Potsdam, veranstalteten Konferenz gaben sich unter anderem Bill Moggridge (IDEO), Bernard Kerr (Yahoo), Patrick Kochlik + Dennis Paul (ART+COM) und Frank Jacob (human interface.design) die Klinke in die Hand.
Dies sehr spannenden Videos derer Vorträge können unter folgender Adresse abgerufen werden:
http://interface.fh-potsdam.de/innoforum/09_videos.php
Tags: Bill Moggridge, design, desktop, forschung, HCI, IDEO, interface, internet, MMI, Usability
Wirklich die absolut überwiegende Mehrzahl meiner Bekannten kauft Milch im Tetra Pak (also, genau genommen in einer „quaderförmigen Verbundstoffverpackung“ und nicht mehr im Tetraeder). Wirklich nur eine verschwindend geringe Anzahl kauft Flaschen.
Dies hat eine Menge Vorteile, aber (die Umweltverträglichkeit mal außen vor gelassen) hat dies auch einen entscheidenden Nachteil: Mal abgesehen von einer Prüfung per ungenauer „Schüttelprobe“, wissen wir nie, wie viel Milch wir noch in der Packung haben!
Viele andere Länder haben das Problem nicht. Entweder man verwendet man dort ganz ökologisch Flaschen oder wie die Amerikaner halbdurchsichtige Kunststoff-Milchkanister oder man lebt in den Niederlanden und hat dieses wunderbare “analoge Interface” …

… dort gibt es nämlich einen Milchkarton mit eingebautem Sichtfenster und Skala. Man sieht genau wie viel Inhalt noch vorhanden ist und was ich eigentlich noch viel besser finde: Man kann die Skala auch super beim Kochen, zum dazugeben bestimmter Mengen verwenden.
Also liebe deutsche Produzenten, einen Käufer hättet ihr schon …
Eine der schönen Privilegien als Mitglied der SIGCHI der ACM waren bisher die sehr interessanten Ausgaben des „interacions“ Magazin.
Zu eurer Freude, bin ich seit kurzem nun kein „Privilegierter“ mehr, den die aktuelle digitale Version der Ausgabe steht für jeden zugänglich öffentlich im Netz. … und somit halte ich es mit einem Zitat von dem Schweizer Alfred Selacher „Egoisten teilen nur, weil sie wissen: Wer teilen kann, hat mehr vom Leben.“ und wünsche euch viel Spaß beim schmökern …
Zur (leider nur englischen) Seite der „interactions“ interactions.acm.org
Zur (leider nur englischen) aktuellen Ausgabe mags.acm.org/interactions/
Über die sogenannten BCI‘s hatten wir ja schon des öfteren berichtet. (Siehe hier, hier und hier). Nun hat vor kurzem die amerikanische Firma Emotiv Systems eine fast serienreife Version ihres Emotiv EPOC™ vorgestellt.
Bei diesem „Eingabegerät“ handelt es sich um ein „Headset“ im Wortsinne, in dem Sensoren die Gehirnströme messen und kabellos an einen USB-Dongle senden. Ein spezielles Programm wertet die Signale aus und setzt diese dann zur Steuerung der Software um.
Laut eigenen Angaben, werden bisher 12 Aktionen erkannt, so zum Beispiel: anheben, fallen lassen, rotieren, drücken, ziehen und so weiter …
Natürlich kann man dabei Objekte nicht so genau steuern, wie man es beispielsweise mit der Maus könnte, aber dafür eben rein durch die Kraft seiner eigenen Gedanken.
Abgesehen vom Spielemarkt ist dies für körperlich stark beeinträchtige Menschen „ein günstiger Einstieg“, um virtuelle oder physische Gegenstände kontrollieren zu können. Ich hoffe, es wird daran auch gedacht und entsprechende Softwarelösungen angeboten.
Im übrigen, sollen bei dieser Art der Steuerung Kinder bedeuten besser sein, da diese erheblich weniger blockiert sind als Erwachsene, so sagte dies jedenfalls Randy Breen (Emotiv’s Produktleiter) gegenüber CNET News.com. „Eine Menge Kinder phantasieren davon, eine Tasse (telekinetisch) zu bewegen und glauben es.“
Abgesehen von der Objektsteuerung werden auch die Gesichtsausdrücke erkannt und können so, beispielsweise auf einen virtuellen Avatar, übertragen werden.
Wenn man Emotiv glauben darf, so soll die kleine Haube Ende des Jahres für 299 Dollar auf den Markt kommen.
Mehr (leider nur englische) Infos unter:
www.emotiv.com
Tags: analyse, barrierefreiheit, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Usability, visualisierung
Einer der großen Vorteile, die “richtiges” Fernsehen gegenüber Internetvideos (mal abgesehen von Joost & Co) bietet, ist das Zapping.
Denn obwohl ich jemand bin, der fast ausschließlich gezielt Sendungen schaut, möchte auch ich mal einfach nur “so vor die Glotze hängen”, um das Gehirn auf “Leerlauf” zu schalten. Bei dieser “visuelle Suche” findet man dann oft sehr interessante Sendungen, die man über den Titel/Beschreibung im EPG wahrscheinlich nicht ausgewählt hätte.
Wenn man im Internet recherchiert kennt man dieses Phänomen in ähnlicher Weise. Über Links und Hinweise kommt völlig man von seinem eigentlich Ziel ab und surft so wild durch die Webwelt (sog. “Wilfing“). Bei Webvideos war dies bisher kaum möglich. Einzig über Vorschläge “Thematisch ähnlicher Videos” auf der selben Seite konnte man das “Ungesuchte” finden. Es fehlte bisher ein “echtes” Zapping durch die Sparten.
Umso mehr war ich begeistert, als ich von “YouTube Warp – Im Vollbild-Player visuell durch YouTube-Videos zappen” lass. Endlich gibt es ein Lösung, die YouTube von einer Lean-Forward User Experience zu einer Lean-Back UX werden lässt (mehr dazu auch hier) – so dachte ich jedenfalls.
Tja, was soll ich sagen, was einem beim Aufrufen von YouTube Warp begrüßt ist das hier:

… eine für Videos ungeeignete Informationsaufbereitung, die dazu ein wenig an eine Lösung von digg erinnert, von der Bedienung miserabel ist und so gar nichts mit “visuell durch YouTube-Videos zappen” zu tun hat.
Schade. Chance völlig vertan.
Aber wie immer, am besten selber eine Meinung bilden unter: http://de.youtube.com/warp_speed
PS. Auf einem wesentlich besseren Weg ist da schon neave.tv.

Beim deren Technology-Kanal bin ich doch glatt gleich bei mehren Videos “hängengeblieben”. Wenn die Macher jetzt noch die Cursortasten mit einem Kanalwechsel belegen würden, dann könnte ich mich schon super Zurücklehnen und mit meiner Computer-Fernbedienung weiterzappen.
Mehr unter: www.neave.tv
Tags: einfach, eingabesystem, flash, forschung, GUI, interface, internet, Live, MMI, suche, TV, UID, Usability, visualisierung, webapplikation
In Jan Jursas Blog habe ich einen Hinweis über eine tolle “Weiterbildungsmöglichkeit” entdeckt, die mir bisher auch nicht so bewusst war: kostenfreie Interaction Seminare von “den Großen”.
Gemeint ist das Angebot zum Thema UID / Usability von “iTunes U“. Die meisten haben bestimmt schon mal den Link in iTunes gesehen, gedacht “Ah, neu!”, angeklickt, gesehen das alles in englisch ist und dann gedacht “Oh, sehr interessant, das schaue ich mir noch mal später an”. (So war es jedenfalls bei mir
)

Wir Jan jetzt zum Glück richtig bemerkt, gibt es dort auch unter anderem die Vorlesungen des “Human-Computer Interaction Seminars” der Universität Stanford.
… und ich muss wirklich sagen, mit erstklassigen Dozenten! Unter anderem Bill Buxton von Micorsoft Research, Ken Goldberg von der Universität Berkeley, Don Norman, Bill Moggridge und und und …
Also in “iTunes U” suchen oder einfach folgenden Link klicken: http://deimos3.apple.com/….
Tags: , Bill Buxton, Bill Moggridge, Don Norman, forschung, GUI, HCI, ibm, IDEO, interface, internet, Ken Goldberg, Microsoft, MMI, Usability
… im Mai hatten wir ja schon einmal über die Optimus Maximus Tastatur berichtet, deren Innovation ja auch frei definierbare, content sensitive Tasten sind. Im übrigen, soll diese nun nach mehrfachen Vertrösten auch wirklich bald erhältlich sein. Selbst bei ebay ist schon ein Einzelstück aufgetaucht.
Jedenfalls, hat das dahintersteckende Designstudio “Art. Lebedev” auch schon einen möglichen Nachfolger vorgestellt: das Optimus Tactus Keyboard.

Bei diesem Konzept kann nun völlig frei die gesamte Belegung bestimmt werden. Allerdings hätte man dabei wieder das Problem mit dem fehlendem haptisches Feedback. (An diese Stelle sei noch einmal auf Nokias Forschungen mit kleinen Piezoelementen unter der Oberfläche verwiesen. Siehe hier).
Mehr Infos zum Optimus Tactus unter:
www.artlebedev.com/everything/optimus-tactus/
Übrigens, im Blog der der Firma schreibt Artemy Lebedev gerade sehr schön über über die Geschichte der “Display-Tasten”. So zum Beispiel angefangen von IBM Forschungen aus den 70zigern, über Siemens Telefonanlagen, bis hin zu “Mitbewerbern”. Zum (glücklicherweise nicht in russischen, aber englischen) Beitrag: http://community.livejournal.com/optimus_project/52831.html
Tags: , auflösung, barrierefreiheit, design, display, dvorak, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, qwerty, touchscreen, UID, Usability, visualisierung analyse
Als wir im Jahr 2004 eine Studie zur Handynutzung bei 50+ Nutzer durchführten, gab es immer wieder ein Problem: Die bis zu vier Tasten unter dem Display (= Softkeys) wechselten ständig ihre Funktion, was mit steigenden Alter immer schwieriger nachvollziehbar ist. Siehe unsere Videoanalyse:
Nun hat man zur Lösung des Problems drei Möglichkeiten:
1. man baut für jede Funktion eine extra Taste
2. man verwendet einen Touchscreen
oder
3. man macht es so, wie beim neuen Motorola Rokr E8.
Das zur CES vorgestellte Handy besitzt nämlich ein (für Mobiltelefone) neues Interface. Hinter einer glasartigen Oberfläche verbergen sich zwei Displays. Eines ist davon der herkömmliche Bildschirm und das andere bildet die Tasten ab – und somit können die Tasten natürlich unterschiedliche Zustände/Funktionen abbilden. Hier gut im Video zu sehen:
Somit hat man je nach gerade laufender Anwendung eine context sensitive und somit intuitivere Bedienung. Zudem gibt es noch einen Vorteil gegenüber einem Touchscreen: die Tasten sind weiterhin Tasten und ich erhalte auch ein haptisches Feedback. (Obwohl daran schon bei mehreren Herstellern geforscht wird, dies auch bei normalen Touchscreen zu erreichen. Siehe hier).
Aber alles hat auch eine Kehrseite und so hier auch. Leider reicht nämlich bei dieser Umsetzung der Platz nicht mehr für eine Beschriftung der Tasten-Icons. Insofern müssten diese – für alle Altersgruppen – wirklich intuitiv sein. Eine schöne Aufgabe für einen Interface Designer …
PS. Mir ist natürlich klar, dass dieses Mobiltelefon für alles andere als für die Zielgruppe Senioren entworfen wurde. Es geht mir nur darum ästhetische und praktikable Bedienkonzepte zu finden, als kransteuerungsartige Gestaltungen wie sie derzeit auf dem Markt erhältlich sind:
Dazu aber noch eine Richtigstellung: Auch wenn ich nicht glaube, das ich meiner Oma mit so einem “Behindertenhandy” nach Hause kommen darf (den diese hat nicht mit 50 auf einmal ihr Gefühl für Ästhetik an der Garderobe abgelegt), auf jeden Fall habe ich größten Respekt und Hochachtung vor Dr. Khoschlessan, der es mit enormen Engagement tatsächlich geschafft hat, sein Mobiltelefon in Deutschland zu produzieren – und nun wohl auch der einzige Handyhersteller in Deutschland ist
Wir hatten uns da übrigens auch schon mal etwas überlegt …
Einfach nur telefonieren – Das Handykonzept Mono
… falls also jemand etwas Venture Capital gut anlegen möchte, bitte melden
Mehr (leider nur englische) Infos zum ROKR E8 unter direct.motorola.com/hellomoto/rokre8/
Tags: analyse, barrierefreiheit, design, display, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, Handy, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, nokia, schroeder-wendt, siemens, touchscreen, UID, Usability, visualisierung
Eine sehr schöne kommentierte Demonstration und Einschätzung des iPhone-Interfaces hat gerade Edward Tufte auf seiner Internetseite veröffentlicht. Darin beschreibt der Informationsdesigner, an welchen Stellen die besonders gut Daten abgebildet werden und an welchen Stellen noch optimiert werden könnte – natürlich mit den von ihm entworfenen Visualisierungsverfahren. (Zum Beispiel mit einer Sparkline für die Börsendaten).
Grundlegend ist seine Aussage, das man doch die hohe Displayauflösung für detaillierte Informationen (nicht mehr Informationen!) nutzen sollte. Aber dazu mehr im (leider nur englischen) Video:

Was Tufte allerdings meiner Meinung nach vergisst, ist die Lesbarkeit. Sicherlich lassen sich bei kleinerer Schriftgröße noch detailliertere Informationen abbilden, als Apple das bisher tut. Allerdings sollte man nicht das Nutzungsszenario vergessen. In den meisten Fällen hält man doch das iPhone doch etwa auf Bauch-Brust-Höhe vor seinem Körper, also durchschnittlich etwa 40 Zentimetern entfernt von den Augen – ob dort allerdings noch sein Schriftgrößenvorschlag einfach zu lesen ist, wage ich zu bezweifeln.
Edward Tufte’s (leider nur englischen) Textbeitrag dazu unter: www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=00036T&topic_id=1
Tags: analyse, apple, auflösung, design, display, Edward Tufte, einfach, eingabesystem, GUI, Handy, HCI, interface, internet, lesen, MMI, mobiltelefon, touchscreen, UID, Usability, visualisierung
Anfang des letzten Jahres hatte ich ja schon einmal für ergonomischere Küchen plädiert. Wenn man sich noch mal das Bild von dem damaligen Eintrag anschaut, weiß man auch gleich wieder warum.
Das es “mit Hilfe der modernen Technik” auch völlig anders und vor allem automatisch an den Nutzer anpassend geht, zeigt die Studie “SmartSink”. Also die richtig “pfiffige Spüle” ![]()
Das von den MIT-Studenten Leonardo Bonanni, Chia-Hsun Lee, Sam Sarcia und Jon Wetzel entwickelte Spülbecken verwendet dafür eine ganz normale Webcam, die über eine grobe Gesichtserkennung die Augenhöhe und somit Körpergröße ermitteln kann. Aus diesem Wert wird dann die optimale Arbeitshöhe berechnet und das Spülbecken justiert sich dann genau auf diese. (siehe Video) An dieser Stelle verweise ich auch gerne mal wieder auf einen “literarischen Klassiker”, der mir schon oft treue Dienste erwiesen hat: die “Kleine Ergonomische Datensammlung” – sollte in keinem Regal eines Gestalters fehlen.
Zurück zur Spüle: Diese besitzt nämlich neben der automatischen Körpergrößenanpassung noch weitere “Schmankeln”. So wird beispielsweise über eine weitere Kamera erkannt, ob es sich um Gemüse oder einen Topf in der Spüle handelt und somit auch automatisch gleich die richtige Wassertemperatur gewählt. Alles weitere dazu im Video …
Mehr Infos im (leider nur englischen) Abstract unter:
web.media.mit.edu/~jackylee/publication/lbr-477-bonanni.pdf
Tags: , barrierefreiheit, design, einfach, head-tracking, interface, MMI, UID, Usability
Das Nintendo mit ihrer Konsole einen einschlagenden Erfolg hatte, durfte ich nicht nur am eigenen Leib testen sondern erkennt man auch an überwältigenden Nachfrage zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft.
Ein findiger amerikanischer Student hat die Steuerung der Wii für die Verwendung auf Whiteboards arrangiert. Damit ist es möglich, sehr preiswert Multitouchanwendungen zu realisieren und steuern. In einem Video zeigt er die volle Möglichkeit seiner Idee, auf seiner Seite findet man ein Anleitung, wie man das Ganze selbst benutzen kann.
Quelle:
http://www.cs.cmu.edu/~johnny/projects/wii/
Tags: , eingabesystem, interface, Nintendo, UID, wii
Tja, als ich da so letzte Woche von dem britischem Produkt Zigview S2 lass, kamen doch gleich wieder alter Erinnerungen auf `… das Prinzip hab’ ich doch so ähnlich schon irgendwo gesehen … Stimmt! Bei uns!`
Aber worum gehst es überhaupt. Zigview ist ein externer Sucher für Kameras. Eine genaue Demonstration kann man sehr gut hier sehen:
Im Gegensatz zu Kameras die bereits einen verstelltbaren/schwenkbaren Sucher bzw. Objektiv haben, sieht man hier sehr schön die Vorteile einer völlig getrennten Lösung: Fotografieren aus den schwierigsten Positionen (z.B. Froschperspektive oder Vogelperspektive) und trotzdem einen optimalen Bildausschnitt wählen können.
Nicht wie hier als Nachrüstset, sondern als völlig eigenständiges Kamerasystem haben wir ein ähnliches Prinzip schon fast vor 6 Jahren konzipiert.

Bei dieser Lösung sind wir von einem System ausgegangen, bei dem Sucher und Objektiv völlig voneinander getrennt sind, aber auch zusammengesteckt werden können. Genau genommen zwei kugelartige Körper, die somit gut in der Hand liegen und durch Abflachungen am Fuss trotzdem einen festen Stand haben. Das Objektivbild wird per Videosignal in Echtzeit auf die Suchereinheit übertragen.
Ein System das wirklich (fast) nur Vorteile bietet: Wie auch schon im Video angerissen, hat man (neben dem Fotografieren aus fast jeder Perspektive) damit weniger Verwackler, da Auslöser und Objektiv von einander getrennt sind, bei Gedränge/Menschenansammlungen kann mit ausgestrecktem Arm nun “ganz in Ruhe von unten” das Motiv ausgewählt werden oder bei gefährlichen Situationen kann man zumindest noch eine Armlänge Abstand halten oder bei Menschenfotografie ist nicht mehr die Kamera zwischen Fotograf und Model oder …
Ganz kurz auch etwas zu den Nachteilen. “Schwach auf der Brust” wird das System dann, wenn es darum geht etwas manuell einstellen zu wollen. Zoom und Schärfe muss digital über die Suchereinheit geregelt werden. Weiteres Manko: Die Objektive. Je größer und schwerer, desto schwieriger ist es natürlich diese mit nur einer Hand und im nicht zusammgesteckten Zustand ruhig halten zu können. Insofern würde man schon eine ganz spezielle Zielgruppe damit ansprechen.
Der Grund warum wir das Konzept aber zum damaligen Zeitpunkt nicht weiterverfolgt haben, war die Funkvideoübertragung. Diese Stand (rein rechnerisch) in keinem Verhältnis zur Akkulaufzeit. Aber vielleicht sollte man mal über eine Wiederbelebung nachdenken … Wir freuen uns auf Eure Kommentare.
Tags: , echtzeit, einfach, forschung, fotos, interface, MMI, schroeder-wendt, UID, Usability
Im täglichen Leben fällt es den meisten auf und vor allem schwer, dass es immer mehr Kenn- bzw. Passwörter für jegliche Sachen gibt. Eine einfache Möglichkeit ist es, ein Standardpasswort für jede Lage zu verwenden, eine andere sich seine sein Passwörter auzuschreiben. Nur einige wenige verfügen über Möglichkeiten der fehlerlosen geistigen Abspeicherung dutzender Passwörter.
Microsoft möchte diesem Schmierzettelsyndrom entgegentreten. Über Tintenkleckse sollen sich Benutzer ab sofort Passwörter bis zur Länge von 20 Zeichen merken können. Dabei soll einem Tintenklecks ein Passwort zugeordnet werden. Aus bis zu 10 Klecksen soll ein bis zu 20 Zeichen langes Wort generiert werden können. Dazu gibt man zu jedem Klecks den Anfangs- und Endbuchstaben des assoziierten Wortes ein.
Sollte dieses Forschungsprojekt erfolgreich sein, könnte sich Microsoft den Einsatz für z.B. Windows Live vorstellen.
Mit noch einem ganz schönen Schlafdefizit bin ich nun heute wieder zurück aus Singapur. Der Anlass: Unsere bis vor kurzem freie Mitarbeiterin, Jana Hesselbarth, hat einen der bedeutendsten Designpreise verliehen bekommen. Nämlich den Red Dot Award: design concept – “Best of the best”.

Red Dot Award Preisverleihung am Freitag in Singapur: v.l.n.r. Song Kee Hong (Design Director von Design Exchange, Singapore), Preisträgerin Jana Hesselbarth, Prof. Dr. Peter Zec (Geschäftsführer und Initiator des red dot design award), Ken Koo (Präsident des red dot design awards in Asien)
Unter den insgesamt 879 Einsendungen aus 47 Nationen, wurde 106-mal der Red Dot Award vergeben. Die Auszeichnung “Best of the Best” ging zudem an 18 besonders herausragende Konzepte. Darunter einmal an Janas “Lern DVD für Analphabeten!.

Die DVDs, die sie im Rahmen Ihrer Diplomarbeit in unserer Agentur erstellte, wurden zudem in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Analphabeten der Volkshochschule in Magdeburg entwickelt und schon evaluiert. Es ist also weit mehr als “nur ein Konzept”.
Warum aber überhaupt noch eine Lernmedium für Analphabeten? Man mag es kaum glauben, aber weltweit können 900 Millionen Menschen immer noch nicht richtig lesen und schreiben! In Deutschland sind es auch noch rund vier Millionen!
Leider ist derzeit auch kein einziges Medium erhältlich, welches es den Analphabeten ermöglicht, sich völlig selbständig ihrem Problem zu stellen. Die Hilfe Dritter ist stets notwendig. Damit einher geht die Scham für diese Schwäche öffentlich denunziert zu werden, so dass nur sehr wenige ein ?Outing? vollziehen und einen ersten Schritt um Hilfe zu bekommen wagen.
Genau an diesem Punkt setzt Janas entwickeltes Konzept an. Mittels mehrerer interaktiver Video-DVDs haben die Analphabeten nun die Möglichkeit, zunächst anonym, in der ihnen vertrauten Umgebung, völlig autodidaktisch den eigenen Schriftspracherwerb zu fördern. Damit wird der erste Grundstein für den Ausbruch aus der gesellschaftlichen Isolation gelegt.
Eine eigens für dieses Konzept initiierte deutschlandweite empirische Untersuchung, mit über 500 Teilnehmern, belegte zudem die Befürwortung dieses Lernmediums. Etwa 55% der befragten Analphabeten besitzen bereits einen DVD Player und würden diesen auch zum Lernen nutzen. Im Gegensatz zum PC und Internet, welches nur von etwa 20% der Befragten genutzt wird – dafür ist ja auch eine gewisse Literalität Vorbedingung. Eine Video-DVD ist somit das beste Medium vor Computer und Internet.

Drei konzipierten DVD-Sets, für jeweils unterschiedliche Lernstufen, mit je 2 interaktiven DVDs bieten eine völlig neue Lernsituation. Da die DVDs keinen PC benötigen, der in kaum einem Analphabeten-Haushalt zu finden ist, sondern lediglich einen einfachen DVD-Player voraussetzt, können die Betroffenen einfach durch Bedienen der DVD Fernbedienung und ohne erforderliche literale Vorkenntnisse ihren Schriftspracherwerb fördern.

Die interaktiven DVDs starten mit einem Einführungsfilm. Hier wird der Nutzer bereits in die Navigation involviert und lernt so spielerisch die Menüstruktur.
Über dieses Intro gelangt der Nutzer direkt zum animierten Hauptmenü. Anders als bei den meisten DVDs ist es hier möglich, in jeden anderen Bereich der interaktiven DVD zu wechseln oder durch Bestätigen der unteren Pfeiltaste jederzeit zum Hauptmenü zurückzukehren. Der Nutzer behält somit stets den Überblick über die Position auf der interaktiven DVD.

Die erste DVD des Sets gliedert sich inhaltlich in einen Lernbereich (Grundlagen), einen Informationsbereich (mit speziell aufbereiteten Daten von Hilfsorganisationen, Hotline-Nummern, etc.) und einem Anwendungsbereich. In diesem werden spielerisch Buchstaben, Laute, Silben und einfache Wörter erlernt. Im Gegensatz zu klassischen DVDs kann der Nutzer hier direkt mit den Inhalten interagieren. So gibt es beispielsweise Aufgaben, die Interaktionen zwischen Videoaufgaben und gedruckten Karten bieten oder den Nutzer gar zum Nachschreiben auf dem Bildschirm (mittels Spezialstift) auffordern.


Bereits während der Entwicklung fand eine formative Evaluation mit einer Gruppe von Analphabeten statt, die konstruktiv in den Gestaltungsprozess mit einbezogen wurde. Weiterhin konnten durch eine Kooperation mit Bildungsträgern die Erfahrungen aus den Kursen direkt in die Konzeptentwicklung mit einfließen. Alle Aufgaben, die für die interaktive DVD entwickelt wurden, können somit auch im Unterricht angewendet werden.
Also, wie ihr seht, ein Konzept das wirklich eine Auszeichnung verdient
Ich hoffe, ich kann in den nächsten Tagen noch einen Demofilm von Jana bekommen und hier online stellen.
Ein weiteres Highlight in Singapur war die DAT, aber dazu morgen mehr …
Mehr Infos zu Jana und deren Konzepte unter:
www.jana-hesselbarth.de
Tags: design, display, DVD, einfach, fernbedienung, forschung, GUI, interface, lesen, schreiben, schroeder-wendt, UID, visualisierung, wettbewerb
Bereits der gerade vorgestellte Tiguan verfügt über ein Touchscreen-Interface. Laut verschiedener Quellen sollen bis 2009 sogar alle Volkswagen (zumindest optional) über Touchscreens verfügen. Jetzt setzt VW allerdings noch eins drauf und präsentierte auf der LA Auto Show eine neue Version des Konzeptautos ?Space Up!?
Insgesamt gibt es in diesem zwei Displays. Ein 8? Display für den Fahrer, auf dem die ganz klassischen Daten, wie Geschwindigkeit, Reichweite etc. dargestellt werden und ein 7? Touchscreen in der Mittelkonsole.
Laut den Angaben von autoblog.com, soll die Oberfläche über Gestensteuerung und weitere Sensoren kontrolliert werden können.
Sehr löblich: Immer sichtbar sollen die Standardfunktion (Radiolautstärke, Klima etc.) in einer eigenen Menübar sein.
Im allgemeinen soll das Navigationskonzept auf einem rotierenden ?Hauptmenü-Karussell? beruhen. So bald man dort die gewünschte Funktion sieht, braucht man nur seine Hand in Richtung Display bewegen und durch die Erkennung des Annäherungssensors wird der Punkt ausgewählt.
Klingt spannend, wenn gleich ich auch beim dem Prinzip etwas skeptisch bin. Aber sobald ich einen Selbsttest gemacht habe, gibt es dann hier den Erfahrungsbericht
Update:
Dazu noch passend ein herrlicher Blogeintrag von Roland Hartwig über seine Erfahrungen, die er letzte Woche mit dem aktuellen Navi des Lexus GS 300 gemacht hat. Sehr lesenswert …
Tags: auto, display, GUI, HCI, interface, MMI, touchscreen, UID, usabiliy, visualisierung, VW
Sony Ericsson möchte einen Standard auf Basis der aktuellen Bluetoothtechnologie entwickeln, die das Übertragen von Daten (seien es Bilder, Musik, Videos, Visitenkarten) rapide vereinfachen soll. Dabei soll eine simple Handbewegung die Informationen auf das Handy des Gesprächspartners übertragen, welcher den Empfang nur noch bestätigen muss. Auch wenn heutige Möglichkeiten der universellen Datenübertragung als mächtig anmuten, ist die Handhabung alles anders als intuitiv. Nachdem eine Datei für den Versand gewählt wurde, muss über ein Menü der Übertragungskanal, das Zielhandy und meistens noch ein Passwort gewählt werden. Viele Schritte, welche in einem Gespräch schnell zum Abbruch eben diesen führen können.
Eine wichtige Frage ist die der Sicherheit. Sollte es möglich sein, Daten durch eine Handbewegung in Richtung eines anderen Handys zu “schubsen”, muss der Sender verifziert werden können. Hier bedient sich Sony Ericsson dem Übertragungsstandard Bluetooth, welcher durch sogenannte Hardwarecodes implentiert in NFC-Chips erweitert werden soll.
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,519286,00.html
Tags: Bluetooth, Handy, Sony Ericsson
Nachdem JavaScript nach seiner Einführung im Jahre 1995 mittlerweile in Version 1.7. ist, machen sich Mozilla als auch Microsoft Gedanken über den weiteren Weg mit dieser weiter verbreiteten Scriptsprache und kommen sich dabei eifrig in die Haare. Als Vorschlag wäre es schön, wenn der IE 7/8 zukünftig ECMAScript for XML und DOM 2 Unterstützung mitbringen würde.
Wobei es sinnfrei erscheint, einen neuen Standard einzuführen. Microsofts JScript konnt sich entgegen aller Hoffnungen nie durchsetzen. Daher wäre eine logische und konsequente Weiterführung des ECMAScript Standards nur sinnvoll (Stichwort: Ajax)
Quelle: MSDN Blog von Microsofts Internet Explorer-Entwickler Chris Wilson
Eine interessante Idee, der Forscher des Ishikawa Namiki Komuro Laboratory an der University of Tokyo, könnte insbesondere Blinden zukünftig eine große Hilfe sein.
Diese entwickeln gerade ein modulares, tragbares Gerät, das dem Nutzer taktile Informationen übermittelt, um sein räumliches Umfeld (auch ohne zu sehen) erfassen zu können.
Das System besteht aus so genannten ?optischen Haarmodulen?, deren Daten ein Vibrationsmodul direkt auf die darunter liegende Haut überträgt.
Die bisher sehr kleinflächigen Module sollen, so die Idee der Wissenschaftler, einmal ganze Körperregionen als quasi ?zweite Haut? bedecken.
Diese Funktionen wäre speziell für Sehbehinderte sehr hilfreich, um so Kollisionen zu vermeiden oder um gezielter zu bestimmen Gegenständen greifen zu können. Aber auch in gefährlichen Arbeitsumgebungen könnten so, durch eine optimalere Hinderniswahrnehmung, Schäden besser vermieden werden. Eine weitere Idee spielt mit dem Gedanken, die Außensensoren eines Autos mit den Hautstimulatoren zu verbinden. Gewissermaßen das taktile Interface für die Einparkhilfe
Die Zukunft nach dieser Zukunft, ist auch schon im Kopf der Japaner. Dann sollen die vielen Sensoren durch einen lenkbaren Laserstrahl ersetzt werden. Auch wäre ein ?All-in-One-Implantat? (genauer ein Micro Opto Electro Mechanical System, kurz MOEMS) denkbar, bei dem man künstliche Haare mit einem integrierten Chip eingepflanzt bekommt. Im Grunde nichts anderes als Schnurrbarthaare für Menschen …
Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter:
www.k2.t.u-tokyo.ac.jp/perception/HapticRadar/
Tags: analyse, Assistenzsystem, augmented_reality, barrierefreiheit, forschung, interface, MMI, Usability
Anfang Mai hatten wir erst die nächste Generation der Visualisierung in Navigationssystemen (Anzeige innerhalb einer 3D-Gebäude-Welt) von TeleAtlas vorgestellt. Die vielleicht darauf folgenden Form bzw. eine ergänzende Form könnte ein System sein, das derzeit von TomTom und Iwane entwickelt wird.
Dabei handelt es sich um eine Weganzeige im Realbild:


Voraussetzung dafür ist natürlich eine im Wagen oder Navigationssystem integrierte Kamera. Die erfassten Bilder werden zusammen mit dem GPS-Daten analysiert und die Richtungsanweisungen werden auf den Bildern überlagert dargestellt. Ein im Ansatz ähnliches System hatten wir letztes Jahr auch schon einmal von Siemens VDO vorgestellt (siehe Artikel ?pro.pilot?)
Im Gegensatz zum TeleAtlas-System würde hier der aufwändige Nachbau einer 3D-Welt entfallen. Jedoch gibt es im Vergleich auch einen großen Nachteil (mal abgesehen von den höheren Kosten durch Sensoren, Kamera und mehr notwendiger Rechenpower): Was macht man im Dunkeln? Dafür bräuchte man dann zusätzlich noch ein Infrarotkamera-System…
Weiterhin würde ich spekulieren, das man für die Erkennung des Pfeils im Realbild viel länger braucht, als innerhalb einer abstrahierten und vor allem reduzierten Karte. Sprich, man würde wahrscheinlich geneigt sein mittels des Videobilds im Display zu fahren. Hingegen benötigt der Fahrer bei den heutigen, ?normalen? Navis seine Konzentration für die Translation der abstrakten Kartenanweisungen in die Realwelt … Also ihr seht schon, das wäre mal ein schönes Thema für eine Forschungsarbeit …
Apropos Forschungsarbeit. Es gibt zum Thema ?Navigation mit mobilen Augmented Reality Systemen im Gelände? eine, die einen sehr schönen Überblick über die Verfahren und Techniken gibt, von Guido Staub von der Universität Karlsruhe. Hier als PDF-Download.
Zum Patent von TomTom geht?s hier:
http://v3.espacenet.com/textdoc?DB=EPODOC&IDX=WO2006132522&F=0
Zum System von IWANE hier:
www.iwane.com/newtechnology/navigator2.html
Tags: 3D, Assistenzsystem, augmented_reality, auto, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, UID, Usability, virtuell
Wir fühlen uns geehrt, mit unseren nicht mal zarten dreißig Jahren dürfen wir jetzt schon aus unserem Leben erzählen … Denn am 22. Juni wurden wir von unserem ehemaligen Fachbereich zu einer Podiumsdiskussion unter dem Motto ?From all Walks of Life? eingeladen.
In erster Linie geht es darum, das Alumni den ?jungen Hüpfern? im Hörsaal ein wenig von der ?Welt da draussen? erzählen. Das wirklich spannende Programm ist dazu in fünf ?Sessions? aufgeteilt:
Session 1 von 10.00 – 11.00 Uhr
Große Firma vs. Eigener Chef
Dipl. Des. Marcus Kühne Audi / Ingolstadt
vs.
Dipl. Des. Daniel Schmitt Dutyfarm / Berlin
Session 2__11.30 – 12.30 Uhr
Hiergeblieben vs. Weggegangen
Dipl. Des. Gordon Adler Transluszent / Magdeburg
vs.
Dipl. Des. Susanne Stage IDEO / San Francisco
Session 3__14.00 – 15.00 Uhr
Designer vs. Designerin
Dipl. Des Mike Höllerich + Dipl. Des. Bastian Müller Designkonzentrat / Köln
vs.
Dipl. Des. Ilka Schlesiger ART-KON-TOR / Jena
Session 4__15.30 – 16.30 Uhr
Atome vs. Bits+Bytes
Dipl. Des. Mathias Bertram Faktor M / Magdeburg
vs.
Dipl. Des. Reik Wendt + Dipl. Des. Matthias C. Schroeder SCHROEDER + WENDT / Magdeburg
Das ganz findet im Hörsaal 5 der Hochschule Magdeburg statt.
Ich denke, wenn noch Plätze frei sind, dann ist gegen die Anwesenheit von ein paar ?Nicht-Studenten? nichts einzuwenden.
In diesem Sinne, sieht man sich dann vielleicht nächsten Freitag …
Leider waren diese Woche (auf Grund einer Geschäftsreise) die Blog-Einträge ja etwas spärlicher gesät und so komme ich auch erst heute mit dem ?Thema der Woche?. Mittlerweile dürfte ja nun schon jeder von der WWDC und den dort vorgestellten Features vom neuen Apple Betriebssystem gehört haben?!
Trotzdem wollen wir hier noch mal mit dem obigen Video den umfassenden Überblick mit dem Schwerpunkt auf das grafische Interface geben. Den abgesehen von den technischen Möglichkeiten ist das wirklich ?traumhaft? geworden.
Die Bedienung ist noch intuitiver geworden. Ich muss mir noch weniger Gedanken machen, wie bzw. wo ich Daten ablege, welche Programme ich zum Öffnen benötige usw.
Am besten zeigt diese Einfachheit die neue Version von ?Mail?. (Im Video ab der vierten Minute). Wenn ich da sehe, wie einfach man damit Bilder in eMails einfügen und formatierten kann … und wenn ich das jetzt auch noch mit jedem anderem Betriebssystem vergleiche …
Somit ist nun endgültig für mich klar: Ich werd? im Oktober nicht nur mein Notebook wechseln, sondern auch mein OS! Auch wenn in dieser neuen Welt nicht alles perfekt sein wird:
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… für mich als Pazifist ist das heute natürlich ein besonders schwieriges Thema. Aber gute Interfaces und Usability sind in der Militärtechnik wirklich eine extrem wichtige Sache. Man stelle sich nur mal eine daraus bedingte Fehlbedienung bei einem Waffensystem vor. (Im übrigen gibt es eine Theorie, die genau das als Ursache für den Untergang der Kursk benennt.)
Auch hier ist für eine gute Bedienung wieder eine gute Metapher nötig bzw. eine Steuerung die man an einer anderen Stelle schon einmal gelernt hat. Genau das hat auch das amerikanische Militär erkannt und verwendet für die Bedienung ihres Kamera-Roboters ?SUGV? ein Eingabe-Interface das einigen etwas bekannt vorkommen dürfte:

Genau, es ist der Microsoft Xbox 360 Controller! Dies macht durchaus Sinn, sind doch die jungen GI?s oftmals mit diesem Interface am besten vertraut. Also anstatt eine Steuerung einzuführen, die ggf. mühsam neu erlernt werden muss, kann man die Steuerung viel einfacher adaptieren.

Die Übertragung von gewohnten Steuerungen, um somit den Schulungsaufwand zu minimiren, kennen viele auch schon bestens aus dem nicht militärischen Bereich, nämlich von Musiksoftware. Bei dieser sind die GUIs oft komplett von den analogen Mischpult-Reglern adaptiert worden.
Tags: eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, MMI, UID, Usability
Oftmals sind Computergames die Vorreiteter in Sachen Innovation. Dürfen sie doch experimentierfreudig sein und vom konventionellen Weg abweichen. So gibt es auch einen sehr interessantes Ansatz, der nur leider absolut uneffizient für eine normale QWERTY-Tastatur ist, im Spiel “Beyond Good & Evil”. (siehe obiges Video)
Aber denken wir mal ein wenig um die Ecke und an Wheel-Steuerungen, wie zum Beispiel beim iDrive, so könnte das vielleicht eine gute Metapher sein, um per Drehbewegungen durchs Alphabet zu navigieren. Wer da Erfahrungen und Meinung hat, bitte mal posten, würde mich mal interessieren …
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Das ist wirklich ein Element das wir zur Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit unserer Produkte wirklich sehr, sehr häufig einsetzen: Tooltipps.
Zur oft sind bestimmte Begriffe zwar für die meisten klar aber eben nicht für ALLE. Ebenso verhält es sich mit den hinterlegten Funktionen von Buttons. Hier hilft fast immer ein Tooltipp, den die Einsteiger nutzen können und die Profis nicht mehr benötigen.
Mal abgesehen davon, dass eine grafische Oberfläche immer so intuitiv gestaltet werden sollte, das sich beide Nutzergruppen zurecht finden …
Um jedoch das Aussehen der Tooltipps im Webbrowser anzupassen, ist entweder ein eigenes JavaScript nötig oder ein kleines Werkzeug mit dem sich diese einfach erstellen und anpassen lassen. Von letzteren hat der gute Sven, alias ?Dr. Web?, 24 super Tools zusammengetragen, die auf jeden Fall einen Klick wert sind:

Link: www.drweb.de/weblog/weblog/?p=847
Tags: GUI, interface, internet, UID, visualisierung, webapplikation
Es überrascht nicht wirklich, das Microsoft nun endlich mit einem (fast) marktreifen Produkt die Katze aus dem Sack lässt. Basteln doch die Redmonder schon über ein halbes Jahrzehnt an einem “Multi-Touchscreen-Tisch”. (wir berichteten)
Aber fangen wir vorne an. Gestern stellte Geschäftsführer Steve Ballmer persönlich, auf der Konferenz ?All Things Digital?, erstmals Microsofts neuste ?Revolution? vor: Den ?Surface Computer?. Dieser ist beim näheren hinsehen nichts anderes, als ein ?gewöhnlicher? TouchTable. Jedoch ist hier nicht mehr von einem Konzept die Rede, sondern unser Kalifornischer Freund will diesen tatsächlich Endes des Jahres auf den Markt bringen! Aber ihr könnte Eure Vorfreude wieder einstellen: Erstmal nur in den USA und für einen Preis um 10.000 Dollar!
Somit sind auch erstmal nur Unternehmen als Zielgruppe anvisiert. Microsoft-Manager Tom Gibbons denkt da in erster Linie an Hotels und Restaurants. So sagt dieser in einem Interview: ?Stellen sich vor, Sie sitzen mit Ihrem Freunden im Restaurant und Sie stellen jeweils Ihr Getränk auf den Tisch – und alle Arten von Information erscheinen rund um Ihr Glas, wie zum Beispiel Menüempfehlungen zu dem Wein. Dann, mit eine paar Fingerbewegungen, bestellen Sie Ihren Nachtisch und teilen die Rechnung.? … bleibt nur noch die Frage, ob ich je in ein Restaurant kommen, wo allein die Tische 10.000 Dollar gekostet haben.
Weiteren Anwendungsgebiete sollen beispielsweise Mobiltelefon-Geschäfte sein. Denn dank Bluetooth kann beim ablegen auf den Tisch einfach eine Verbindung zum Handy hergestellt werden und Daten visuelle(!) auf oder von dem Gerät übertragen werden. (siehe Videos) oder einfach nur zusätzlichen Informationen (Produktdaten, Videos usw.) zu dem Produkt angezeigt werden.
Computerspieleentwickler IGT soll wohl auch eine Partnerschaft mit Microsoft abgeschlossen habe, so das die ersten Spiele auch nicht mehr lange auf sich warten lasen dürften.
Kurz zu den teschnischen Daten. Realisert wird das Surface Computing System durch eine 30 Zoll Anzeige, hinter der fünf Kameras alle Gesten registrieren.
Insgesamt eine tolle Sache, nur leider noch zu teuer. Aber wie wir es ja vom Elektronikmarkt kennen, dies wird wohl nur eine Frage der Zeit. Aus Usability-Sicht kann ich diesem Konzept absolut nur zustimmen, kommen wir doch der intuitiven Mensch-Computer-Schnittstelle (ohne Maus und Tastatur) wieder etwas näher. Bestes Bespiel :das schieben der Fotos aufs Handy (siehe Videos)
Mehr (leider nur englische) Infos und Videos unter: www.microsoft.com/surface/
Oder auf der Presseseite von Microsoft: www.microsoft.com/presspass/presskits/surfacecomputing/
Tags: display, einfach, eingabesystem, flickr, GUI, HCI, interface, internet, jeff_han, Microsoft, MMI, touchscreen, UID, webapplikation
Die Revolution der Eingabegeräte geht weiter. Es wird spannend, Art.Lebedev Studio will doch nun tatsächlich gegen Ende des Jahres seine OLED-Tastatur wirklich auf den Markt bringen. Bereits letztes Jahr hat das Industrie- und Grafikdesign Unternehmen mit Sitz in Moskau und Kiew eine Zusatztastatur, den ?Optimus mini three? herausgebracht. Dieses 3-Tasten Eingabegerät wird per USB an den Rechner angeschlossen und die Tasten werden mittels der Windows-Software ?Optimus Configurator? festgelegt. Die Tastenflächen sind 32 x 32 mm groß, wobei die Fläche des OLED – Displays nur 20 x 20 mm beträgt. Die Auflösung liegt hier bei 96 x96 Pixeln pro Taste und es können bis zu 262.000 Farben dargestellt werden. Die Belegung kann sich jeder User selbst festlegen.

Die Marktreife des großen Bruders ?Optimus Maximus? stand jedoch bisher in den Sternen. Dafür war das Medienecho umso größer. Dann sollte der Prototyp zur Cebit da sein, dann wieder nicht … usw. usw. Nun soll die wohl teuerste Tastatur der Welt ab November/Dezember 2007 für “nur” 1530 Dollar ausgeliefert werden!
Ansich ist das Konzept auch wirklich klasse: Hinter jeder Taste befindet sich ein 10,1 x 10,1 mm großes, farbiges Mini – OLED ? Display, welches bei einem Darstellungsvermögen von 65.536 Farben, eine Auflösung von 48 x 48 Pixeln hat. Somit kann man wirklich jede Taste so belegen wir man es selbst möchte. Egal ob QWERTY, DVORAK, Windows, MAC oder vielleicht sogar mal ein eigenes Tastatur-Layout? – alles ist anpassbar.

Zusätzliche Features sind die Steuerung der Display-Helligkeit, ein SD-Kartenleser, Kensington ? Lock und die Software ?Optimus Configurator? mit der die Tastatur konfiguriert werden kann.

Wir bleiben weiter gespannt, ob’s den bei “Ende des Jahres” bleibt …
… falls jemand von euch zu den glücklichen Besitzern gehören wird, wir freuen uns über Euren Testbericht …
Vorbestellungen unter: www.artlebedev.com
Tags: auflösung, display, dvorak, einfach, eingabesystem, HCI, interface, qwerty, Usability, visualisierung
Der Dauerbrenner in unserer Agentur: Abermillionen von elektrischen Geräten, aber nur so wenige Steckdosen. Mittlerweile sind wir dazu übergegangen nur noch 12er(!!!) Steckdosenleisten zu kaufen.
Eine tolle Abhilfe für uns wäre dieses Konzept:

Das ?Continue Plug? System von Jing Zheng. Bei diesem ist der Stecker zugleich auch eine Buchse für den nächsten Stecker. Einzig bei der Stabilität habe ich bedenken, denn wenn 12 Stecker in die Horizontale wachsen …
Dies kann bei dem diesem Konzept von vornherein nicht passieren:

?E-Rope? nennt sich dieses und wurde unter anderem auch mit dem IDEA Award (genauer dem Industrial Design Excellence Awards) 2006 in Bronze ausgezeichnet.
Ebenfalls durch ein Anstecken von weiteren Modulen, kann so eine ?Stecker-Schlange? gebaut werden, die mit Gelenken noch jeweils bis zu 180 Grad gedreht werden kann. An der Seite können dann die Geräte eingestöpselt werden. Und jetzt das wirklich clevere: Für Geräte die sich im Standby befinden, kann das Modul um nur 90 Grad gedreht werden und schon fließt dafür kein unnötiger Saft mehr. Ein blauer LED-Ring zeigt zusätzlich den Status (Strom an oder aus) an.
Einfach, formschön und umweltfreundlich. Wir nehmen dann schon mal mindestens 30 Stück …
Tags: design, einfach, forschung, Usability, wettbewerb

Nichts weltbewegendes, aber eine schöne kleine Idee für das SMS-Interface von Mobiltelefonen und PDAs:
Samsungs vor kurzem veröffentlichtes Patent (Mobile communication terminal and method of the same for outputting short message) beschreibt dazu eine Methode, bei dem der SMS-Eingang wie ein Chatfenster dargestellt wird. Dazu wird zum einen das Photo des Senders angezeigt und auch die eigenen Nachrichten, die an diese Nummer gesendet wurden.
Einfach aber effektiv. So lässt sich der SMS-Dialog visuell wesentlich besser nachvollziehen.
Was ich mir als Ergänzung noch vorstellen könnte, wäre eine stimmungsmäßige Anpassung des Photos. Da SMS-Nachrichten meist ja doch ziemlich kurz sind und der Inhalt zudem recht einfach gestrickt, wäre eine Textanalyse im Vergleich relativ einfach möglich ? Insofern könnte man dementsprechend auch einen sich dynamisch ändernden Avatar verwenden …
Mal sehen, wann diese Idee zum Patent angemeldet wird
In diesem Sinne, WASA + sTn + bmdan
Tags: forschung, GUI, interface, mobiltelefon, PDA, samsung, UID, Usability, visualisierung

Im März hatten wir ja die Seite 300 Images From 1800 Sites vorgestellt, auf der in verschiedenen Rubriken die Buttons ?Mail?, ?Drucken?, ?Einkaufswagen? usw. verglichen werden. Heute nun, als Ergänzung, eine Seite die über 100 ?Add to Cart?-Buttons vergleicht. Und schon am obigen Bild wird klar, das dort die Gestaltungsarten seeeehr weit auseinander gehen.
Sehr schön ist auch die statistische Auswertung der gesammelten Schaltflächen. Dabei wird unter anderem der verwendete Text und die verwendeten Grafiken gegenüber gestellt und weiterhin eine (leider nur englische) Usability-Auswertung bezüglich der Gestaltung oder der Platzierung innerhalb der Seite vorgenommen.
… bei der ?schönen? Vielfalt ist mir doch gleich wieder ein alter Artikel vom Usability-Gott höchstpersönlich eingefallen. So beklagte unser Jakob Nielsen schon 1999 und erneut 2004 ?When Bad Design Elements Become the Standard? bzw. ?The Need for Web Design Standards?. In diesen beschreibt er, dass durch das stetige Abkupfern im Web rund 80 Prozent der Webseiten die gleichen Gestaltungsrichtlinien benutzen und man diese als defacto Standard ansehen kann. Somit hat sich der Webseitenbesucher daran gewöhnt und kann diese bedienen. Ob dies jedoch, aus Nutzersicht die besten Standards sind, ist in vielen/einigen Fällen zu bezweifeln …
Zu den Einkaufswagen: www.getelastic.com/add-to-cart-buttons/
Tags: design, GUI, interface, internet, jakob-nielsen, UID, Usability
Ja, schon wieder Microsoft! Und schon wieder ein Konzept zur Bedienung von kleinen Touchscreens. Hatten wir erst letzten Dienstag das Rückseiten-Interface von Apple vorgestellt, kommt heute wieder ein Konzept vom Konkurrenten Microsoft. Dieses stammt genauer gesagt aus der Feder von dem Deutschen Patrick Baudisch, der den meisten bestimmt ein Begriff ist. Ansonsten empfiehlt sich auf jeden Fall ein Blick auf seine Projektseite: www.patrickbaudisch.com
Das von ihm entwickelte Interface ?Shift? zeigt kleine Parallelen zu Microsoft?s ZenZui, welches wir schon März vorgestellt haben, geht aber noch einen großen Schritt weiter. Dieses löst nun das Problem, weswegen man bei fast jedem mobilen Touchscreen in PDAs und Co einen Stift/Stylus verwendet muss, um nicht mit den Fingern die eigentlichen Navigationspunkte zu verdecken. Dies tritt insbesondere auf, wenn man aus einer Karte einen kleinen Punkt auswählen möchte.
Mit Baudischs System wird durch längeres Drücken, der vom Finger verdeckte Bereich nun versetzt auf dem Display angezeigt und man kann eine sehr genaue Auswahl treffen. In einer erweiterten Version wird der verdeckte Bereich auch noch zusätzlich vergrößert, so dass man in kürzester Zeit, selbst mit dem dicksten Wurstfinger, sogar einzelne Pixel auswählen kann. Mehr im obigen Video.
Und mehr zu Projekt unter: www.patrickbaudisch.com/projects/shift/
In diesem Zusammenhang: Herzlichen Glückwunsch zum zu recht verdienten “BEST PAPER AWARD” bei der CHI 2007!
Tags: apple, CHI, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, Microsoft, PDA, touchscreen, Usability

Gerade noch vor zwei Wochen haben wir über Microsofts neues Interfaces-Konzept für mobile Geräte, ZenZui, geschrieben und schon ?dreht Apple den Spieß wieder um?. Denn mit dem am letzten Donnerstag veröffentlichten Patent, stellt unser kleiner Cupertinoer Erfinder ein Bedienprinzip vor, bei dem die Eingaben über die Geräterückseite erfolgen.
Genauer gesagt befindet sich auf der einen Seite das Display, auf der eine virtuelle und der Situation angepasste Tatstur abgebildet wird und auf der anderen Seite kann über eine berührungsempfindliche Fläche diese bedient werden.
Ausgangspunkt für diese Lösung waren die ?Problemzonen? des iPod. Dessen Display ist zum klein, um es als Touchscreen zu verwenden. Vergrößert man dieses zu stark, wird man dem Anspruch “einen kleinen MP3-Player zu bauen” nicht mehr gerecht. Insofern bleibt nur ein Mittelweg mit “mittelgroßer” Anzeige. Bei so einem, dann immer noch verhältnismäßig kleinen Touchscreen, werden dann jedoch viele Informationen durch die Finger verdeckt. Ergo: Die Finger ?einfach? hinter das Display legen.
Weiterer schöner Nebeneffekt: die Displays werden nicht mit Fettfingerabdrücken übersät.
Und was soll ich sagen, zu der gleichen Schlussfolgerung und einem ähnlichen Konzept sind wir auch schon vor vier Jahren gekommen. Unsere damalige PDA-Produktstudie ?symon? (siehe Bild) verfügte über ein halbtransparentes Display, auf dem ebenfalls eine, auf eine Hand optimierte und sich dynamisch anpassende Tastatur abgebildet wurde, welche man einfach über die Rückseite bedienen konnte.
Mehr (leider nur englische) Infos zu Apples Patent unter:
http://appft1.uspto.gov/…
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, interface, PDA, qwerty, schroeder-wendt, touchscreen, UID, Usability, virtuell, visualisierung
Jeder kennt das, man liegt gemütlich auf der Couch und hört ein wenig Musik. Man fängt an sich zu entspannen und möchte vielleicht ein wenig schlafen. Doch die Musik ist zu laut und die Fernbedienung liegt mal wieder nicht dort wo sie sein sollte. Aufstehen und zur Musikanlage gehen ist da dann wohl die letzte Lösung.
Eine Lösung bieten da die von Question Mark angekündigten Lautsprecher. Diese Boxen/Radio-Kombination kann mittels Gesten bedienen werden. Damit lässt sich die Lautstärke steuern. Zudem kann man per Geste die Sender des integrierten Radios wechseln. Das Gerät kann außerdem, für eine entspannte Atmosphäre, gedämpftes Licht verstrahlen und ggf. mit Batterien betrieben werden. Da muss nur noch der Sound stimmen …

In diesem Sinne, euch ein “entspanntes” Wochenende auf der Couch bei gedämpften Licht und leiser Musik
Tags: design, einfach, fernbedienung, Usability
Wir hätten ja nie gedacht, das das Thema “Toilette” mal hier in unseren Blog Einzug findet, aber schaut man insbesondere auf den japanischen Markt, ist dort schon manches WC komplexer als die meisten Fernbedienungen.
So zum Beispiel das der Firma Inax. Deren neues Toiletten-Ensemble (SATIS ASTEO WASHLET) verfügt über einen SD-Kartenleser und Lautsprecher, damit bei der Verrichtung der Dinge, eine angenehme akustische Atmosphäre geschaffen werden kann. Ein zusätzliches Highlight für alle die, die ständig vergessen den Deckel runterzumachen, ist die Automatisierung der Toilettendeckel. Bei Annäherung bzw. Entfernung klappt sich der Deckel von selbst auf und zu. Und damit auch ja nichts danebengeht, bietet er zudem auch eine Nachbeleuchtung.

Zum Foto:
(A)
Die Toilette verfügt über eine SD-Karte, die Musik von Bach, Chopin und Mendelsohn speichert. Ein Sensor aktiviert automatisch
die Musik sobald man auf der Toilette sitzt.
(B)
Auf Grund des Toiletten-Designs lässt es sich auch einfach reinigen.
(C)
Bei Annäherung bzw. Entfernung von der Toilette öffnet bzw. schließt sich der Deckel voll automatisch.
(D)
Das Toiletten-Ensemble beinhaltet auch eine Nachbeleuchtung.
Das Premiummodel gibt es im übrigen für umgerechnet 540 Euro unter: www.rakuten.co.jp/…
Wir “unwissenden Nicht-Asiaten” sind mit diesem Interface natürlich völlig überfordert. Die Icons sind diskret und Abstrakt gestaltet und man muss schon ein wenig Phantasie haben, was da alles “auf einen zu kommen kann”. Wie das aussieht, wenn man versucht ohne Bedienungsanleitung ein japanisches WC zu benutzen, zeigt sehr schönes dieses Video:
Und noch eine Sache, die in unsere Rubrik “die kleinen Dinge, die das Leben einfacher machen” fällt, gibt es Japan. Nämlich Wassersparen wird einem, mit dieser Kombination aus Waschbecken und Toilette, sehr einfach gemacht:

Es bleibt also abzuwarten, wann dieser Trend auch nach Europa “rüberschwappt”
PS. Doch noch etwas außer der Reihe. Es wäre zu schade es nicht zu zeigen. Im Rahmen unserer Recherche sind wir auf ein Trainingsvideo für Japanische Kinder gestossen, welches darüber belehrt Wann und Wie man zur Toilette geht. Wie das umgesetzt wurde, erratet ihr nie. Aber seht selbst ![]()
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, interface, MMI, UID, Usability
Vor einiger Zeit hatten wir ja schon einmal das Kooperationsprojekt von VW und Google Earth vorgestellt. Heute zieht nun die niederländische Firma Tele Atlas mit einem wohl schon marktreifen Produkt vorbei. Tele Atlas ist einer der weltweit führende Anbieter digitaler Straßenkarten und dynamischer Inhalte für Navigations- und standortbasierte Lösungen. Am 3. Mai hatte das Unternehmen, auf einer Partnerkonferenz auf Malta, ihre ersten 3D-detaillierten Stadtpläne angekündigt. Im Juli sollen ca. 50 digitale Stadtpläne mit 3D-Ansichten veröffentlicht und auf dem Markt gebracht werden. Neu ist dann die Ansicht im Innenstadtbereich einiger europäischer Großstädte wie z.B. London, Berlin und Rom. Weitere europäische, amerikanische und asiatische Städte sind für das nächste Jahr geplant.

Die Städte sollen dem Autofahrer plastisch dargeboten werden. Für diese Art der Darstellung wurden Gebäude und Sehenswürdigkeiten vollständig in 3D modelliert. Pro Stadt sind ca. 40 km² modelliert worden. Das echte Erscheinungsbild, die Texturen auf den Gebäuden stammen von der deutschen GTA Geoinformatik GmbH.
Somit wird Autofahrern und Fußgängern die Orientierung leichter gemacht. Die Bildschirmdarstellungen auf dem Navigationsgerät stimmen somit genauer mit dem überein, was der Benutzer wirklich sieht und kommen der Realität sehr nah.
Mehr infos über die GTA Geoinformatik GmbH unter:www.gta-geo.de/
Tags: 3D, Assistenzsystem, auto, forschung, interface, UID, Usability, virtuell, visualisierung
Heute mal wieder etwas aus dem Bereich: Dinge, die das Leben leichter machen. Jedoch mit dem leichtem Beigeschmack, “Wer alles kann, kann nichts richtig”. Genau so ist es auch mit den folgenden Multifunktionsgeräten.
Oliver Blackwell hat ein optimales Gerät für alle Hausfrauen und -männer designed. Die ?WashDrylron? ist ein all-in-one Gerät, das nicht nur waschen, sondern auch trocknen und bügeln in einem kann. Alle Vorgänge finden in separaten Fächern statt und jedes Kleidungsstück hängt auf einem Bügel um Falten zu vermeiden. Allerdings wird diese Maschine bei Veröffentlichung nicht gerade billig sein (um die 1.500 Dollar), da sollte man schon sehr reinlich sein, damit diese sich amortisiert.

Ein all-in-one Gerät für die Familie ist die Frühstücksmaschine. Diese beinhaltet einen Toaster, eine Kaffeemaschine eine Herdplatte und einen Ofen. Damit erleichtert sie erheblich die Zubereitung des Frühstücks.

Quataris (Hong Kong) will einen 19-Zoll LCD Fernseher herausbringen, welcher mit einer modifizierten SUSE Linux Version funktioniert. Der “QuaNext”, wie der Fernseher auch genannt wird, hat einen Intel Prozessor mit einem Speicher bis zu 2 GB und eine Festplatte von gigantischen 220GB und ein CD / DVD Laufwerk. Was besonders wichtig ist, ist die Auflösung von 1,440 x 990 Px. Damit ist dieses Gerät ein DVD-Player, Computer und Fernseher in einem.

Ein weiteres Highlight ist das Multimedia-Bett von Ruf-Bett International GmbH & Co KG. Das Ruf-Cinema sieht futuristisch aus und besitzt einen Projektor, ein Display und DVD-Player. Damit kann man jetzt im Pyjama ins Kino gehen.

Ein etwas verrücktes Gerät ist das teilbare Handy ?Me-Mo?. Dieses Handy besteht aus verschiedenen Teilen, wie Tastatur, Display, Telefon, MP3-Player, GPS und Kamera. Alle Teile können über Knöpfe abgetrennt werden.

Letztendlich stellt sich die also die Frage, will ich einen Spezialisten oder jemanden, der alles “ganz gut” kann? Ich würde ja viel mehr für einfach Schnittstellen plädieren! Bei denen ich, ähnlich wie beim letzten Telefon, das System einfach modular erweitern kann. Insbesondere bei Haushaltsgeräte wäre das mal eine Innovation. Man stelle man sich zum Beispiel eine Waschmaschine vor, die kompatibel mit dem Trockner ist usw.
Quelle: techeblog.com
Tags: auflösung, design, einfach, forschung, interface, mobiltelefon, UID

Wirklich ein sehr spannender Ansatz, den sich da Designstudent Chen Hung-Ming für eine Fernbedienung hat einfallen lassen.
Beispielsweise von Sony, kennen wahrscheinlich schon einige von euch ein ähnliches Prinzip: Eine Fernbedienung mit zwei Seiten. Die eine reduziert mit Programmwahl und Lautstärke (die von Oma so was von bevorzugt wird) und auf der anderen Seite Tasten für ALLE Funktionen. In einer Hülle konnte man diese je nach dem mit der Seite einsetzen, ob man es komplex oder einfach mag. Die Rückseite war somit auch vor versehentlichen Drücken geschützt.
Hung-Ming geht diese Sache noch cleverer an, in dem er nämlich eine Buch-Metapher wählt und man zwischen den unterschiedlichen Interfaces blättern kann. Besonders hilfreich sind zudem noch die Reiter an der Seite mit den man sofort die richtige Steuerung auswählen kann, denn in diesem Fall sind natürlich mehr als ?nur? zwei Seiten möglich.
Tolle Studie, würde ich sofort kaufen.
Mehr Infos auf der Seite von Chen Hung-Ming, die auch schon wegen seiner weiteren Designkonzepte auf jeden Fall einen Blick wert ist:
www.chen-karlsson.com
Tags: eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, Philips, sony, UID, Usability
Fast jeder kennt das. Als Workaholic oder Gamer verbringt man Stunden vor dem Rechner. Bis der Hunger kommt. Anstatt einer ausgiebigen Pause, holt man sich seinen Snack zum Arbeitsplatz und krümelt zumeist die ganze Tastatur voll. Solange, bis die Tastatur unappetitlich aussieht.
Philips hat jetzt die Lösung, die das Essen, Trinken und Rauchen über der Tastatur ermöglicht. Deren neue schnurlose Tastatur SPT5701 ist mit Abflusslöchern ausgestattet!
Ein weiteres Highlight dieser Tastatur ist ein integriertes 4-Wege-Scrollrad, welches die Navigation auch ohne zusätzliche Maus möglich macht. Die Akkulaufzeit der Tastatur soll ganze 7 Monate betragen.

Angeblich auch benutzerfreundlicher, aber in jedem Fall ein völlig neuer Schritt in Richtung Interaktion/Eingabe, geht dahingegen die orbiTouch Keyless Tastatur. Sie bietet Tastatur und Maus in Einem. Das Design macht es insbesondere auch Personen mit Hand- / Fingerverletzungen oder motorischen Problemen möglich, sie zu bedienen. Durch schieben der “Hauben” in bestimmte Richtungen wird das Schreiben der unterschiedlichen Buchstaben ermöglicht. Also, wenn ich zum Beispiel die linke Einheit auf eine der fünf Farbzonen schiebe, zum Beispiel auf den blauen Bereich und ich danach die rechte Einheit auf eine der Buchstabengruppen, die wiederum auch jeweils aus fünf farbigen Buchstaben bestehen schiebe, dann wird von dieser Gruppe der blaue Buchstabe geschrieben usw.
Die integrierte Maus, gibt zudem noch volle Maus- und Tastaturfähigkeit! Sehr löblich ist auch das Schreibtutorium, welches mitgeliefert wird. Es ermöglicht die schnelle Übung der Umgangsweise mit dem orbiTouch Keyless.
Ebenfalls eine neue Interaktionsform zur Texteingabe zeigt das tragbare Konzept von Sunman Kwon, welches an das Handgelenk gebunden ist. Somit kann man auch unterwegs schnell Eingaben tätigen. Die Buchstaben dazu auf die Innenflächen der Finger projiziert. Berührt man nun mit dem Finger der anderen Hand den entsprechenden Letter, wird dieser ausgewählt. Einziger Haken beim schönen Design: Es ist kaum genügend Platz um dem User ein visuelles Feedback zu geben.

Viele schöne Ideen, die das Leben wieder etwas leichter machen.
Mehr Infos unter:
www.golem.de
www.i5bala.blogspot.com/…
www.yankodesign.com/product…
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, Philips, qwerty, UID, Usability
Das nenne ich mal einen alternativen KOPFhörer! Das bisher nur als Prototyp verfügbare Headset ?Sound Leaf? vom Japanischen Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo zeigt eine neue Art Töne wahrzunehmen ? nämlich über die Knochen!
Das kabellose Headset brauch dazu nur an die Schädelknochen gehalten werden (also zum Beispiel wie im Video an die Stirn oder neben(!) dem Ohr) und schon wird der Ton über die Vibrationen zu den Hörnerven übertragen. Also ideal für Menschen mit Hörproblemen oder in lauten Umgebungen bzw. wo Schallschutz getragen werden muss.
Tolles Produkt und schöne einfache Umsetzung.
Mehr Infos auf der (leider nur englischen) Seite von NTT DoCoMo:
www.nttdocomo.com/features/diverse_needs/soundleaf.html
Tags: barrierefreiheit, einfach, forschung, interface, MMI, mobiltelefon, NTT-DoCoMo, UID, Usability
Heute mal wieder eine Fortsetzung unser losen Reihe ?Rückblick? …
Wenn der Nutzer nicht mit der Software klar kommt liegt das meistens an …? Genau ? Dem Interface! Anscheint hat diese Erkenntnis Microsoft schon 1995 und brachte für Windows 3.1 eine ?kinderleichte? Oberfläche mit dem Namen ?BOB? auf dem Markt.
Tja, nur leider hat BOB nicht, wie man meinen mag, zu zufriedenen Nutzern geführt, sondern zum Platz 7 der ?Schlechtesten jemals veröffentlichten Produkte? des PC World Magazine geschafft.
Dabei hatte BOB eine Menge Möglichkeiten. Es gab schon ein Adressbuch, Kalender, Finanzrechner, eine Textverarbeitung und einiges mehr.
Aber das Problem des Scheiterns lag zu gleich in der einfachen Oberfläche. Diese bestand aus einem illustriertem Haus (siehe Video) in dem alle Gegenstände auch mit der jeweiligen Funktion hinterlegt waren. Also der Kalender an der Wand mit dem digitalen Kalender, die Briefe auf dem Tisch mit dem Posteingang usw.
Weiterhin wurde jede Aktion von einem Assistenten begleitet. Wenn man zum Beispiel ein Textdokument anlegen wollte, wurde man jedes mal (! egal, wie oft man das vorher schon gemacht hatte) Schritt-für-Schritt mit einer Cartoonfigur durch den Prozess geführt. Ja, das war auch unter anderem die Geburtsstunde des nervigen Assistenz-Hundes, den man aus den späteren Windows-Produkten kennt (… und außerdem der Hüpfer (Office) und Peedy (Excel) und …).
Tja, und genau da sind wir schon beim Kern des Misserfolgs. (Es wurden gerade mal 30.000 Lizenzen verkauft ? Zum Vergleich das damalige Windows 95 ging innerhalb des ersten drei Monate etwa 45 Millionen mal über den Ladentisch). Der Nutzer konnte keine Evolution durchmachen. Egal wie viel er schon gelernt hatte, das Interface passte sich nicht an und behinderte somit ein effektiveres Arbeiten.
Im Gegensatz dazu ist eine komplizierte Oberfläche dann doch besser, denn auch wenn die Einarbeitungszeit mühsam ist, kein Spaß macht, man einen Lehrgang machen muss usw. so kann man nach dem Erlernen doch zügiger Aufgaben abarbeiten. ? Aber dies soll in keinem Fall eine Rechtfertigung für komplizierte Interaces sein ? mitnichten!
Der beste Weg ist immer noch eine intuitive Oberfläche, in der sich JEDER sofort zurecht findet und die den Nutzer durch ihre klare Struktur und ggf. durch abschaltbare(!) Assistenten an die Hand nimmt und durch das Programm geleitet. Aber wie man das erreicht und welche anderen Punkte man dabei noch beachten muss, ist ein schönes Thema für einer der nächsten Blogeinträge.
Eine sehr schöne komplette Übersicht von BOB mit vielen Bildern gibt es unter:
www.winhistory.de/more/bob/bob.htm
Dort kann man BOB auch runterladen und ausprobieren (läuft noch heute unter Windows!)
www.winhistory.de/downloads/downloads.htm
Übrigens, um hier mal ein wenig wie die BILD zu sein und zu tratschen: Zwischenzeitlich war Melinda French, die spätere Ehefrau von Bill Gates, Projektmanagerin bei der Entwicklung. Aber das lasse ich mal ganz unkommentiert
Tags: Assistenzsystem, desktop, einfach, GUI, HCI, interface, Microsoft, software, UID, Usability, windows

Unser amerikanisches aller Lieblings-Online-Auktionshaus eBay arbeitet gerade an einer Software, die es den Nutzer ermöglichen soll noch einfacher zu suchen und zu verkaufen. Das Programm aktualisiert sich fortwährend über eine Internetverbindung selbst, so das es in den entschiedenen letzten Sekunden nicht knapp wird. Sogar das komplette Gegenteil wird der Fall sein. Durch die Umsetzung mit Adobe’s Apollo Technologie (dazu weiter unten mehr) ist man nicht mehr auf die Darstellung im Browser (Rendering) und der damit verbundenen Rechenzeit abhängig, sondern kann nur einzelnen Teile der Oberfläche sich dynamisch aktualisieren lassen.
Dieser technische Unterschied wird auch ein zentraler Punkt beim Einstellen von Artikeln werden, denn das lästige “Vor und Zurück” gehört dann der Vergangenheit an. Auch kann man in Echtzeit eine Verbindung zu seiner Webcam aufbauen und ein Bild von dem Artikel schießen, welches dann automatisch übernommen wird. Also insgesamt ungeahnte Möglichkeiten.
Die bisher unter dem Namen “Project San Dimas” laufende Entwicklung, soll schon in einigen Wochen als Beta veröffentlicht werden. Über die Projektseite www.projectsandimas.com/ lann man sich dafür als Beta-Tester registrieren.
Den (leider nur englischen) Blog zum Projekt gibt es unter:
blogs.ebay.com/projectsandimas
Eine kleine öffentliche Vorstellung der Software konnte man bereits auf der DEMO 07 Konferenz sehen. Hier das Video:

So, und jetzt noch mal zu Adobe’s Apollo. Da das, so denke ich, die Internet- und Softwarewelt noch mal ordentlich beeinflussen wird, werden wir dazu demnächst mal einen Extrabeitrag machen, der schon erste Konzepte und Tendenzen vorstellt. Für alle die davon bisher nichts gehört haben sei gesagt: Apollo wurde von Adobe bisher nur als Alpha-Version vorgestellt, steckt also noch völlig in den Kinderschuhen. Trotzdem ist der “Ansturm” darauf schon sehr beachtlicht. Die plattformunabhängige Laufzeitumgebung ermöglicht es Entwicklern, vorhandene Technologien (wie HTML, JavaScript, Ajax, Flash, Flex) zu nutzen, um damit Internet- und Desktop-Applikationen in einem zu erstellen.

Einen interessanten (deutschen!) Artikel zu Adobe’s Appolo kann man bei Netzwelt finden:
www.netzwelt.de/news/75346-adobe-apollo-die-schnittstelle-zwischen.html
Tags: adobe, Ajax, desktop, ebay, einfach, flash, forschung, GUI, interface, internet, software, UID, web-2.0, webapplikation

Genau das habe ich mir schon lange gewünscht. Tagsüber brauche ich meinen dicken PDA wirklich und die Größe macht ja auch wirklich Sinn. Ich kann mir nicht vorstellen, auf einem noch kleinerem Gerät eMails zu tippern, etwas auf Webseiten zu suchen oder gar eine Navigationssoftware zu nutzen.
Aber abends beginnt dann das Dilemma. Auch beim Kino-, Restaurantbesuch usw. muss ich meine kleine Telefonzelle mitschleppend. Ätzend.
Für mich und alle denn es ähnlich geht ist Rettung in Sicht. Vor kurzem wurde von dem Kalifornier Jay G. Parikh ein Patent veröffentlich, das ein PDA mit einem aus dem Rückteil herausnehmbaren Handy beschreibt.
Der Service bleibt ? die Größe schrumpft. Das Mobilteil hat eine weitere Batterie die über das PDA-Schnittstelle mit aufgeladen wird (Finde ich im übrigen auch super, da ich den Fall schon öfters hatte: der PDA ist “leergespielt” und jetzt ist man nicht mal mehr erreichbar
) und das Telefonbuch hat die selben Einträge, wie über die PDA-Oberfläche – so wie es sein sollte.
Da freue ich mich doch schon auf das erste Serienmodell.
Zum (leider nur englischsprachigen) Patent geht es unter:
www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp?wo=2007005821
Tags: design, einfach, forschung, interface, mobiltelefon, PDA, UID, Usability

Und noch ein spannendes Interview von Microsofts DevSource. Diesmal mit Steve Krug. (Auf sein SEHR empfehlenswertes Buch, hatte ich ja schon mehrfach hingewiesen).
Er spricht unter anderem darüber wie man seine eigenen Usability Tests machen kann oder über die drei häufigsten Probleme die bei Usability Testing auftreten.
Es wirklich sehr sehenswert, da er seine Vorträge und Interviews mindestens genauso lustig und unterhaltsam führt, wie er sein Buch geschrieben hat.
Mehr Spaß unter: Steve Krug Interview (leider nur in englisch!)
Tags: einfach, interface, steve-krug, Usability
Auch Novint hat ein (fast 2kg schweres!) haptisches Eingabegerät entwickelt. Der sogenannte Falcon ist mit einer Größe von 23 x 23 x 23 cm wie ein kleiner Roboter. Mit seinen drei Armen ist er in allen drei Dimensionen bewegbar und ermöglicht somit eine neuartige Steuerung z.B. bei Computerspielen. Zudem ermöglicht er dem Benutzer Gewicht, Form, Beschaffenheit, Dynamik eines virtuellen Objektes oder einer virtuellen Umgebung realistisch zu erfahren. Die zusätzliche Force-Feedback Funktion (Kraft-Rückkopplung) lässt den Benutzer auch spüren was auf dem Bildschirm funktioniert. Computerspiele lassen sich so viel natürlicher und intuitiver steuern.

Die Funktionsweise ist schnell erklärt. Der Nutzer hält den Griff des Falcon in der Hand. Dieser lässt sich wie eine Maus nach links, rechts, vorwärts und rückwärts schieben. Zusätzlich sind hier die Bewegungen hoch und runter möglich. Der Griff kann je nach Spezifikation und Typ der Anwendung angepasst werden. Bei der Bewegung wird auf dem Bildschirm ein 3D – Positionszeiger angezeigt. Wenn dieser nun ein virtuelles Objekt berührt, erkennt der Computer die Bewegung und leitet das an die elektrischen Motoren des Eingabegerätes weiter. Dieses vermittelt dann dem Benutzer mittels Force ? Feedback die Berührung und somit ein realistisches Gefühl von dem Objekt. Es gibt drei elektrische Motoren, die mit den drei Armen des Gerätes verbunden sind. Diese Arme sind mit dem Griff verbunden. Bei jeder Aktualisierung der Zeigerposition erzeugen die Motoren eine Kraft-Rückkopplung.

Die Veröffentlichung des Falcon ist für Mitte 2007 geplant. Bis dahin kann man ihn für “nur” 189 Dollar vorbestellen. Danach soll er 239 Dollar kosten. Bei dem Preis lohnt sich der Kauf für den normalen Computerbenutzer wohl erstmal nicht. Vorläufig müssen diese dann bei der Maus bleiben. Wie der Name Falcon schon sagt, ist der Falcon als einer der kraftvollsten Raubvögel der Natur ein natürlicher Feind der Maus. So könnte er früher oder später die Maus bei Spielen gänzlich ersetzen. Absatz wird die neuartige Technik wohl zum Anfang nur bei 3D-Designer oder Grafikern finden.
Quellen:
www.novint.com/falcon
www.hangy.de/perm/technik…
Tags: 3D, einfach, eingabesystem, HCI, interface, UID, Usability, virtuell
Am letzten Donnerstag war es mal wieder soweit und ein neues Apple-Patent wurde veröffentlicht, welches die Usability des Apple Betriebssystems (Gerüchten zu Folge als neues Feature von Mac OS X 10.5 ? Leopard) wieder etwas erhöhen wird ? so darf man jedenfalls hoffen.
Bei der Neuentwicklung handelt es sich um eine Erweiterung für den Finder, der damit verschieden großen Icons in einem Fenster visualisieren kann.
Dies kann bei Programm-Icons zum Beispiel genutzt werden, damit diese zwischen den ganzen Dateien und Ordnern gleich “ins Auge springen”.
Oder bei Ordner-Icons könnte diese Funktion genutzt werden, um volle Ordner zu weniger gefüllten besser unterscheidbar zu machen. Wenn sich dann deren Inhalt ändert, würden sich dementsprechend dynamisch auch die Ordnergröße anpassen.
Und das noch am Rande: Diese Lösung stammt im übrigen aus der Feder von Arnaud Gourdol und Donald Lindsay. Letzterer dürften vielleicht schon einigen ein Begriff als Erfinder von Mac OS Exposé sein.
Zur (leider nur englischen) Patentbeschreibung: http://appft1.uspto.gov/…
Tags: apple, desktop, forschung, GUI, HCI, icon, interface, software, UID, Usability, visualisierung
Ende letzten Jahres stellte 3Dconnexion seinen “SpaceNavigator” vor. Grund genug für uns, diese alternative Computersteuerung, nun endlich auch mal etwas genau zu betrachten.
Gemeinsam mit der Maus in der einen Hand und den SpaceNavigator in der anderen Hand, kann sich insbesondere den Designern damit eine neue “Dimension” der 3D-Navigation eröffnen. Mit ihm ist es möglich, 3D-Modelle und Umgebungen nach Belieben zu bewegen, zoomen oder zu drehen. Und wer schon einmal nur mit Maus und Tastatur in einem größeren 3D-Raum navigiert hat, weiß wie viele “Mauskilometer” man dabei zurücklegen kann bzw. wie nervig zwischendurch der Moduswechsel (z.B. zwischen “drehen” und “bewegen”) sein kann. (Grüße auch an die Second-Life-Jünger unter euch
)
Der SpaceNavigator lohnt sich insofern für alle die, Architekten, Designer, Schüler, Studenten und andere, die einen Streifzug durch die 3D-Welt unternehmen möchten. Durch Drücken, Ziehen, Kippen oder Drehen der Controller-Kappe des SpaceNavigators, kann man so etwas natürlicher und intuitiver durch 3D-Anwendungen navigieren..
Technisch wird dies durch sechs optische Sensoren realisiert. Und wie bei den meisten Mäusen, gibt es noch zwei programmierbare Tasten. So kann auch der Moduswechsel natürlich bedeutend schneller erfolgen.
Der SpaceNavigator unterstützt über 100 aktuelle 3D-Anwendungen. Darunter Design- und Modellerstellungs-Programme wie AutoCAD, Autodesk Inventor oder Google SketchUp. Zum anderen “Digital Content Creation”-Programme wie Autodesk 3ds Max, Autodesk AliasStudio, Autodesk Maya und Visualisierungs-Tools wie Google Earth, Autodesk DWF Viewer und 3Dconnexion Picture Viewer.
Wie das in Google Earth genau ausschaut, kann man gut in diesem Video sehen:
Übrigens, es gibt auch noch einen “Konfigurationsassistent”. Dabei handelt es sich um ein interaktives Tool, das anhand von Animationen und Abbildungen, die Bedienung und Konfiguration der Controller?Kappe beschreibt. … da scheint man tatsächlich mal an den Nutzer gedacht zu haben.
Der Einstiegspreis geht bei der einfachen Version bei etwa 50 Euro los und bei der “Professional”-Ausgabe um die 100.
Weitere Produktinfos unter: www.3dconnexion.com/products/3a1d.php
Jeder kennt das Problem. Man sitzt draußen im herrlichen Sonnenschein und plötzlich klingelt das Handy. Eine SMS. Nur leider kann man auf dem Display auf Grund der Sonne gar nix erkennen. Also suchst du dir ein schattiges Plätzchen, kannst die Sonne gar nicht mehr genießen und versuchst die SMS zu entschlüsseln. Damit ist jetzt Schluss!

Ein paar intelligente Lösungen gibt es bereits. Handys wie das Sony Ericssons W810i oder das Nokias N70 verfügen schon über einen automatischen Lichtsensor. Bei dieser Technik handelt es sich jedoch um externe Bauteile, die seitlich des Displays eingesetzt werden. Sie sind nicht wie ein Sensor integriert und benötigen dadurch zusätzliche Technik.
Samsung hat da in Sachen Usability nachgelegt und auf dem Mobile Solution Forum in Taipeh ein neues Display präsentiert. Die Lösung des Problems ist ein 2,1 Zoll LC-Display mit einem integrierten Helligkeits-Lichtsensor. Dieser Sensor passt sich automatisch der Helligkeit der Umgebung an und steigert somit enorm die Lesbarkeit. Das Display hat eine Auflösung von 320×240 Pixeln. Der Sensor selbst, ist eine dünne Schicht im Display und ist gerade mal einen Millimeter groß. Die Signalspannung wird in Abhängigkeit vom Umgebungslicht ermittelt und im Display Driver IC verarbeitet. LEDs realisieren die Hintergrundbeleuchtung.
Das Display lässt sich sowohl bei Handys, bei PDAs und anderen mobilen Wieder-gabegeräten einsetzen. Zu der verbesserten Usability soll das Display einen um 20-30 Prozent niedrigeren Energieverbrauch haben als vergleichbare Anzeigegeräte.
In der zweiten Jahreshälfte 2007 soll das neue LCD in Produktion gehen. Fast zeitgleich mit dem neuen iPhone von Apple. Denn bereits im Januar 2007 hat Steve Jobs in San Francisco auf der Macworld 2007 das neue iPhone von Apple mit einer ähnlichen Funktion vorgestellt. Bedient wird dieses Handy fast ausschließlich über ein berührungsempfindliches Display, welches ebenfalls eine Auflösung von 320×240 Pixeln hat. Zusätzliche Sensoren erkennen automatisch in welchem Winkel das Handy gehalten wird und passen den Bildschirm daraufhin an. Ein weiteres Highlight dieser Nutzerführung ist ein Sensor, der die Entfernung des Handys zum Ohr misst und dementsprechend das Display an oder ausschaltet. Somit werden unbeabsichtigte Berührungen des Touchsrceens vermieden und zum anderen spart das Energie. Die Veröffentlichung des iPhones ist für Juni 2007 geplant.
Alles in allem ist das mal wieder eine nützliche Erfindung, bei der die Frage nach, ?Wer hat es erfunden?? für den Nutzer kaum noch eine Rolle spielt.
Weitere Information:
www.apple.com/iphone/
www.nokia.de/de….
www.sonyericsson.com/….
www.golem.de/….
www.pcwelt.de/news/handy_pda….
Tags: apple, display, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, MMI, mobiltelefon, nokia, samsung, sony, touchscreen, UID, Usability
Freitag scheint wohl zu meinem “Die kleinen Dinge des Alltags, die unser Leben ein wenig erleichtern”-Tag zu werden (Siehe letzte Woche).
Diesmal ist es wieder ein so einfache und naheliegende Sache, das man sich fragt, warum es das noch nicht massenweise gibt. Das Problem kennt jeder digital arbeitende. Wenn ich hier so unter meinem Schreibtisch schaue, dann sehe ich eine voll belegte 12er Steckdosenleiste mit sieben dicken Netzteilen, auf die ich mit einem Edding(!!!) das jeweils dazugehörige Gerät geschrieben habe. Dank des Masseneinkaufs in China steht ja neuerdings nicht mal mehr ein Markenname darauf. Einzige herausragende Ausnahme: Das Apple-Netzteil!
Die Edding-Beschriftung habe ich auch nur gemacht, weil ich einfach einmal zu oft den wichtigen Mini-Router lamgelegt habe. Oder bei den normalen Steckern unterm Tisch gelegen und am Kabel gezogen habe, damit mein Kompagnon mir oberhalb des Tisches sagen konnte, welchem Gerät ich gleich den Saft abdrehen werde.
Genau da setzt “ID Pilot” an. Das sind kleine Aufkleber mit Zeichnungen von einzelnen Geräten (Drucker, Ladestation, Telefon, Computer1, Computer 2, Monitor 1, Monitor 2 usw. usw.). Die jeweiligen biegsamen Vinyl-Aufkleber kann man direkt auf den Stecker kleben und das Rätselraten hat ein Ende.
Weitere Infos auf der (leider nur englischen) Produktseite:
www.idpilotlabels.com
Tags: apple, design, einfach, Usability, visualisierung
Und noch eine clevere Lösung zum Thema “Wie kriege ich so viele Tasten auf mein kleines Telefon”. Diesmal aus dem Hause Nokia.
Wir hatten ja gerade in letzter Zeit des öfteren Konzepte vorgestellt, die dafür interessante neue Lösungen zeigen. So zum Beispiel Nalu sowie das Samsung SCH-U740 und Ultra Smart F520.
Letzte Woche wurde nun ein Patent von Nokia veröffentlicht, das wiederum einen neuen Ansatz zeigt. Das Besondere: es gibt keine Doppelbelegung, da der Ziffernblock weiter eigenständig bleibt und “einfach” nur in Ausrichtung der Tastatur gedreht wird.
Abgesehen von dem ganzen Gedrehe und Geschiebe (wieder eine zusätzliche Bewegung mehr) finde ich das sehr gut gelöst.
Das ganze Patent gibt es übrigens (leider nur in englisch) zum nachlesen/sehen unter: http://appft1.uspto.gov/…
Tags: eingabesystem, GUI, HCI, interface, mobiltelefon, nokia, qwerty, samsung, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Alle PDA-Besitzer unter euch kennen das Problem nur all zu gut. So bald es darum geht durch größere Datenmengen zu navigieren, bricht man nicht nur fast den kleinen Stift, sondern selber ab. Gerade bei Windows Mobile ist die Verwandtschaft zum großen Desktop-Rechner-OS noch sehr zu spüren. Obwohl doch die Navigationsanforderungen und Eingabearten völlig unterschiedlich sind.
Das scheint man im Hause Microsoft nun auch langsam erkannt zu haben, denn von dem Microsoft Research nahe stehenden Unternehmen ZenZui wurde just diese Tage eine Applikation vorgestellt, mit dem man sehr wohl ganz einfach durch Daten navigieren kann.
“Stop Surfing. Start Zooming” so der Webespruch von ZenZui und das beschreibt das Prinzip schon sehr gut. Aber bevor ich im folgenden kompliziert versuche die Funktionsweise zu beschreiben ? ihr kennt das ja schon: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Insofern sei auf das obige Video verwiesen.
Vorrangig wurde dieses System zum parallelen Navigieren durch Websites geschaffen, die sich somit dynamisch nachladen können, aber es könnte ebenso universell für alle Daten verwendet werden. Ich könnte mir selbst eine komplette Betriebssystem-Oberfläche in dieser Art vorstellen, in der so (mit einem Daumen) zwischen allen Applikationen gewechselt werden kann.
Mehr Infos zum Produkt gibt es auf der (leider nur englischen) Webseite:
www.zenzui.com
Tags: desktop, display, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, Microsoft, MMI, mobiltelefon, touchscreen, UID, Usability, windows
Wie ihr ja vielleicht wisst, haben es mir ja die ganz kleinen Dinge des Alltags, die unser Leben ein wenig erleichtern angetan. (Siehe dazu auch “Cutting Scale“-Vorstellung)
Heute geht es um etwas, das wir uns alle schon mal gewünscht haben, welches technisch nicht sonderlich schwierig umzusetzen ist, aber das trotzdem weltweit eher die Seltenheit ist und von dem es in Deutschland gerade mal eine Handvoll gib. Die Rede ist von Ampeln, die die restliche Dauer der Rotphase (und im Idealfall auch Grünphase) in Sekunden anzeigen.
In Hamburg gab es dazu seit Ende 2005 eine Testphase, die sehr positiv verlaufen ist. Im Durchschnitt gab es rund 20 Prozent weniger “Rotläufer”. Seit September des letzten Jahres soll es in Hamburg angeblich auch eine solch Ampel für Autofahrer (Kreuzung Ballindamm / Alstertor) geben. Vielleicht kann das ja hier jemand bestätigen?!
Ich würde mir wirklich wünschen, dass diese Technik sich global (oder zumindestens erstmal deutschlandweit
durchsetzt.)
Weitere Informationen zum Pilotversuch in Hamburg unter:
http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/pressemeldungen/…
Tags: No Tags

Tja, gegen diesen Webblog sind wir echt noch “grün hinter den Ohren”. Bereits Mitte 2003 erblickte der “Usability Inside Blog” die Welt. Hinter den Beiträgen rund um das Thema Benutzerfreundlichkeit steht auch ein gcUPA‘ler, nämlich Marcus Völkel.
Dieser zeigt uns in seinem aktuellen Beitrag eine kleine Vorschau auf das am 27. April 07 erscheinende Morae 2.0 von TechSmith.
Für alle Neueinsteiger: TechSmith ist der weltweit führende Anbieter von Software zur Bildschirmaufzeichnung. Und deren Produkt Morae zeichnet nicht nur den Screen auf, sondern zusätzlich dazu noch eine Webcam, externes Audio, alle Maustasten, alle Tastatureingaben und und und … das ganze Netzwerk- und Internettauglich für Remote-Test usw. usw. Ein komplette Produkt-Beschreibung erhält man hier.
Und wie gesagt unter:
www.web-blog.net/comments/P216_0_1_0/
eine Ausblick auf die kommende Version.
Was ich am “Usability Inside Blog” leider ein wenig schade finde, verrät ein Blick aus Archiv: Leider hat die Blog-Frequenz seit 2004 rapide abgenommen. Aber trotzdem in jedem Fall einen Blick wert …
Tags: analyse, desktop, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, heat-map, interface, software, Usability

Fast jeder Webdesigner hat sich schon einmal an einem eMail-Icon versucht oder wenn er einen Online-Shop gestalten durfte, an einem Einkaufswagen. Wenn wundert es da, dass eine schier unüberschaubare Flut an Icons zum gleichen Thema existiert.
Die 300 Images From 1800 Sites hat es sich zu Aufgabe gemacht, wenigstens ein paar davon zusammenzutragen. In den Rubriken “Pfeile”, “Beiträge”, “Komentare”, “Mail”, “Gliederungspunkte”, “Drucken” und “Einkaufswagen” wird im Vergleich sehr schön deutlich, wo der Gestalter komplett versagt hat und was wirklich brauchbar ist.
Also, bei der nächsten Standard-Icon-Gestaltung mal einen inspirierenden Blick werfen auf:
www.intersmash.com/300images/
Tags: design, GUI, icon, interface, internet, UID, Usability, visualisierung, web-2.0, webapplikation
Video-Link: www.youtube.com
Letzte Woche hatte ich ja auf ein paar Handyneuvorstellung von der 3GSM hingewiesen. Da wir mit unserer Partneragentur gerade selber an einem Handy werkeln, ist der Martin die ganze Zeit auf Recherche und hat mich auf eine weitere Neuheit aufmerksam gemacht, die mir bisher völlig entgangen war. Aber noch ist es ja nicht zu spät.
Das besondere an dem Samsung Ultra Smart F520 ist die Schiebemöglichkeit in zwei Achsen. (siehe Video oben) Somit kann ich für den normalen Telefonbetrieb den kleinen Ziffernblock nutzen und für eMail, SMS und den ganzen Business-Kram die “große” QWERTY-Tastatur. Ohne aufwendige Drehmechanismen super gelöst, wie ich finde.
Wenn man wirklich etwas meckern möchte, dann höchsten über die durch den Mechanismus bedingte kleine Tastengröße. Aber als weiteren Pluspunkt habe ich zudem ja noch den 480 x 272 Pixel großen Touchscreen.
So, und wenn ich jetzt wieder an den Bericht von letzter Woche zurückdenke und an die Oberfläche vom Nokia N77 und das mit diesem Samsung vergleiche …

… einfach kommentarlos.
Weitere Bilder vom Samsung Ultra Smart F520 unter:
www.engadget.com/photos/samsungs-ultra-smart-f520…
Tags: design, eingabesystem, GUI, icon, interface, mobiltelefon, nokia, qwerty, samsung, touchscreen, UID, Usability
Genau genommen ist es die gleiche Geschichte wie beim iPhone. Unser kalifornischer Obstanbauer erkennt das Potential einer (nicht von Apple entwickelte) Technologie und integriert diese erstmalig in seine Massenprodukte. So geschehen beim Multitouch des iPhone und so in Kürze bei der Funktion “TimeMachine” des neuem Betriebssystems.
Wie das allerdings diesmal mit den Lizenzen ausschaut und wer da wo und vor allem sich Was abgeschaut hat, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.
Fakt ist aber, das unser schon gut bekannter Jun Rekimoto vom Sony?s Computer Science Laboratory bereits 1999 seine ersten Papers zum Thema ” Time-Machine Computing” veröffentlichte.
Wie auch bei Apple, war schon damals die Grundidee, seinen Rechner rückwärts durch die Zeit reisen zu lassen, so das alte Dokumente wieder auftauchen und bzw. veränderte Dateien oder gar der ganze Rechner sich wieder in seinem vorherigen Zustand zurückwandelt.
Bei Sony wurden die dazugehörigen Information simultan auf einer Seite dargestellt, wie man noch auf der Laborseite sehen kann:

Rekimoto ging sogar soweit, das man das äußere Umfeld (über eine integrierte Webcam) mit dem aktuellen Zeitstatus des Rechners verbinden konnte. So wäre zum Beispiel ein Szenario denkbar, das man an Hand von Bildern zurück durch die Zeit reist. Quasi: “Im Büro ging es doch noch …”
Weiteres dazu in den (leider nur englischen) Veröffentlichungen auf der Seite:
http://www.csl.sony.co.jp/person/rekimoto/tmc/
Leider ist mir bis heute kein Rechner und Software bekannt, der diese Funktion unterstützt. Wenn denn in Kürze Apples Leopard erscheint, können wir uns dann endlich auf diese sehr nützliche Funktion freuen. Natürlich viel schicker und in 3D
Mehr dazu im Demovideo auf der Apple-Seite:
Tags: 3D, apple, desktop, forschung, GUI, interface, jun_rekimoto, software, sony, UID, Usability

Jeder der schon einmal ein Software entwickelt hat, kennt das Problem nur zu gut: Gut Beta-Tester zu finden ist sehr schwierig.
Vor kurzem hatte ich ja schon eine Webseite für die Revision von Webseiten vorgestellt (HallwayTesting.com), heute nun ein Portal, das sich ganz der Evaluation von Software verschrieben hat.
Try (beta) hat es sich als Ziel gesetzt Softwareentwickler und zuverlässige Beta-Tester zusammenzuführen. Erstere können ihr Projekt ausschreiben und potentielle Nutzer können sich dann für den Betatest bewerben. Anders als bei HallwayTesting.com steht hier nicht nur einfach ein Forum zwischen den Entwickler und Tester, sondern eine gut organisierte Plattform mit allen nötigen Funktionen. So zum Beispiel eine Versionsverwaltung, ein Messageboard, automatische Benachrichtigungen, Statistiken uvm.
Ebenfalls ebenfehlenswert ist der Blog zur Seite, der sich (wie könnte es anders sein) mit Einträgen rund um das Thema Softwaretest beschäftigt.
Bleibt nur noch abzuwarten wann den die eigene Beta-Phase beendet ist.
Zur Seite: www.trybeta.com
Video-Link: www.youtube.com
Also eigentlich sind Steves kurze Haare gar nicht so schlecht … wenn man sich das obige Video so anschaut. Aber darum geht es nun wirklich nicht. Unser Blick sollte viel mehr auf den Bildschirm wandern, denn dort präsentiert uns der heutige CEO von Apple sein NeXTStep-Betriebssystem, das zur damaligen Zeit das wohl benutzerfreundlichste OS war.
Nur so viel am Rande, die Firma NeXT wurde 1986 von Steve Jobs gegründet, nachdem er bei Apple ausgebotet wurde. Das leider wenig erfolgreiche Unternehmen wurde 1996, mit der Rückkehr von Jobs zu Apple, aufgekauft.
Aber zurück zum Betriebssystem. Abgesehen von der fortschrittlichen Softwarearchitektur, beinhaltete NeXTStep viele Interfaces, die wir vom heutigen Apple Mac OS gewohnt sind. So zum Beispiel Mail, das Dock oder Kontextmenüs. Besonders herausragend finde ich die vielen intuitiven Drag-and-Drop-Möglichkeiten, die wirklich nach den Denkweisen der Nutzer erstellt wurden.
Und das alles über ein Jahr, bevor Microsoft seine Windows Version 3.1 veröffentlichte, die nicht annährend über diese Funktionen und Nutzerführung verfügte.
Im obigen Video kann man sehr gut die einzigartigen Möglichkeiten von NeXTStep bestaunen.
Mit der Integration von NeXT in den Apple-Konzern wurde auch die Entwicklung des Betriebssystems eingestellt bzw. bildete es die Basis für das Mac OS X.
Im übrigen hat Tim Berners-Lee am CERN unter NeXTStep den ersten Webbrowser und Webserver der Welt entwickelt.
Und weil Lästern so viel Spaß macht: Hier zum Vergleich noch mal das ein Jahr später erscheinende Windows 3.1:
Video-Link: www.youtube.com
Tags: 3D, apple, desktop, forschung, GUI, icon, interface, Microsoft, software, steve-jobs, UID, Usability, windows
Wir kommen einfach nicht weg vom Thema Mobiltelefon. Kein Wunder, ist es doch eines der Geräte mit dem höchsten Anspruch in punkto durchdachte Interface-Gestaltung.
Gestern hatte ich ja “Nalu” vorgestellt, ein Konzept, welches drei komplett unterschiedliche Eingabemöglichkeiten in einem Handy vereint. Dazu musste man mittels einer Doppelschanierlösung zwischen den einzelnen Funktionen und Interfaces “blättern”.
Kein Konzept, sondern ein “richtiges Mobiltelefon” bringt in Kürze Samsung auf dem Markt und versucht auch hier meheren Bediensituationen gerecht zu werden. Allerdings nicht durch einen Wechsel der Oberfläche, sondern durch eine Art “Zwitterlösung”. Samsungs SCH-U740 hat dafür eine Doppeltastatur geschaffen, die sich aus zwei Perspektiven bedienen lässt (siehe Bild oben).
In Vertikaler Halte- und Blickrichtung steht eine normaler Ziffernblock im Vordergrund und in horizontaler eine normale QWERTY-Tastatur. Analog dazu kann das Display in beide Achsen gedreht werden, so dass man einmal ein normales Clamshell-Handy hat oder alternativ ein “Micro-Notebook”.
Mehr Infos unter:
www.engadgetmobile.com/2007/01/19/samsung-u740-in-its-natural-habitat/
Tags: eingabesystem, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, qwerty, samsung, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Nalu setzt am kritischen Punkt fast jeden Mobiltelefons an, nämlich an der Größe und Art der Benutzerschnittstelle. Zum Telefonieren wird nur ein Ziffernblock benötig, zum SMS und eMail-Schreiben wiederum eine möglichst große Standardtatstatur und für den MediaPlayer dagegen ein Scrollrad. Kurzum, man braucht eine “eierlegende Wollmilchsau”.
Nalu versucht alle drei Interfaces anzubieten. Mittels eines Doppelschaniers kann das Telefon je nach benötigtet Funktion aufgeklappt werden. Weiteres dazu oben im Video.
Mehr Infos zum Projekt unter: droppingmadscience.blogspot.com
Tags: eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, qwerty, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Gerade gestern hatten wir ja das Thema 3D-Desktopoberflächen. Das dieses Szenario auch bald ein Thema für die Betriebssysteme auf Mobiltelefonen ist, zeigte NVIDIA sehr eindrücklich, auf der gerade zurückliegenden 3GSM.
Im obigen Video kann man da schon einen kleinen Eindruck gewinnen, was das in Zukunft für die Nutzer bedeutet. Ok, schicke Effekthascherei hin oder her – Fakt ist, das viele Sachen auch wirklich einen Mehrwert bieten. Im Video würde sich das am besten an der Fotoübersicht und die Vergrößerung einzelner Objekte begründen lassen. Das sollte man ähnlich bewerten, wie die Vergrößerungsfunktion beim Dock von Apples Mac, welche Anfangs auch oft nur als Effekthascherei belächelt wurde, jedoch auf den zweiten Blick sehr nützlich ist.
Die Bedeutung für uns Interfacler ist auch klar. Wir können uns aus dem Baukasten der immer größer werden grafischen Möglichkeiten scheinbar unbedarft “bedienen”. Und genau das sind wir schon beim eigentlichen springenden Punkt: Die Bedienung. Mobiltelefone werden immer ihre Größe behalten. Im Gegenteil, sie könnten ja schon heute wesentlich(!) kleiner gebaut werden. Allerdings haben wir es ja bisher noch nicht geschafft, auch unsere Hände analog dazu zu verkleinern. Insofern bleibt uns immer eine mindestens einzuhaltende physische Bedieninterface- und Haltegröße vordiktiert, in der wir diese ganzen neuen Funktionen handelbar machen müssen. Somit kann ein Fazit nur lauten: Trotz aller tollen technischen Möglichkeiten sollte, an erster Stelle der Überlegung immer der Nutzer stehen und sein Mehrwert durch eine einfachere Interaktion.
In Kürze gibt es dazu übrigens noch mal ein extra Posting “Größe vs. Bedienbarkeit”, dann mehr dazu.
Tags: 3D, eingabesystem, forschung, GUI, interface, mobiltelefon, UID, Usability

Wenn einige Unternehmen wüssten, was ihre Webseitenbesucher über ihren Firmenauftritt denken, dann würden wahrscheinlich viele Seiten sofort vom Netz genommen werden.
Wenn du wirklich wissen möchtest, wie Nutzer deine Webseite bewerten würden, dann sei dir
empfohlen. Hier kann man seine Internetadresse angeben und diese zur kritischen Begutachtung freigeben.
Die Nutzer sind nicht, wie beispielsweise bei www.hotornotdesigns.com (übrigens, schaut mal unter “hottest” auf Platz 16
<- Stand von heute), gebeten die Seite einfach nur auf ihre subjektive Schönheit zu beäugen, sondern nach Usability-Aspekten.
Schaut man sich die “Replys” an, scheint das auch tatsächlich zu funktionieren.
Auf jeden Fall ein sehr guter Ansatz, den ich für kleinere Seiten nur empfehlen kann!

Man hat mir ja tatsächlich schon nachgesagt, “ein Brett vor dem Kopf” zu haben, als ich allerdings vor kurzem in dieser Gastküche (siehe Bild) gekocht habe, musste ich meinen Kritikern Recht geben.
Das eine Küche voller ergonomischer Stolperfallen steck ist klar. Grundsätzlich gilt: Jede Küche sollte individuell, nach den Bedürfnissen der Benutzer erstellt werden. Dazu zählen insbesondere die Bauhöhen der Arbeitsplatte und die der Oberschränke. Sobald man etwas stärker als 10 Prozent von der Durchschnittsgröße abweicht, ist bei einer Küche “von der Stange” der Frust vorprogrammiert. Laut einer Studie der Technische Hochschule Darmstadt (im Auftrag der AMK – Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V., Mannheim), führt bereits eine, durch z.B. eine falsche Höhe der Arbeitsplatte verursachte, länger andauernde Rückenbeugung, von mehr als 20° (aus der Senkrechten nach vorn) zur einseitigen Bandscheibenbelastung und somit auf Dauer zu Rückenleiden.
Was sich glücklicherweise bereits durchsetzt, ist eine rückenschonende Einbauweise des Backofens und Kühlschranks in Augen-/Griffhöhe und falls der Stauraum nicht reicht, wenigstens ein Backofen mit Backwagen.
Was aber nach wie vor die größte Herausforderung in der Küche bleibt, ist der Dunstabzug. Ist er zu hoch, ist er fast wirkungslos, ist er zu niedrig versperrt er die Sicht oder wie im meinem Fall, ermöglicht das Kochen nur in gebückter Haltung.
Aber es gibt Lösungsansätze. So zum Beispiel schräge Dunstabzüge oder Muldenlüfter:


Bei diesen wird mit automatischen Verschlussklappen der Kochdunst direkt auf Kochtopf-Niveau abgezogen und über Filter ins Freie geführt. Die Premium-Variante: Um nicht auch die Luft neben dem Herd abzusaugen, kann mit dem sog. Coanda-Effekt, ein Zusatzgebläse den Dunst in Richtung Abzug lenken.
Eine sehr umfangreiche Arbeit zu Küchen (sogar mit Rezepten) gibt es von der Universität Stuttgart, vom Institut für Baustofflehre, Bauphysik, Technischen Ausbau und Entwerfen unter:
www.uni-stuttgart.de/ibbte/pages/downloads/reader/pdf/01_kuechen.pdff
Alles zum Thema Dunstabzüge findet man dort übrigens ab Seite 94
Tags: barrierefreiheit, design, einfach, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Wer die Vorfreude aus die “Spaces“-Funktion in Apples noch nicht veröffentlichten Betriebssystem nicht mehr aushält bzw. überhaupt auf einem PC mal (abgesehen von Vista) ein OS nutzen möchte, das die OpenGL-Möglichkeiten wirklich sinnvoll nutzt, dem sei das Interface “Metisse” empfohlen. Dieses wird es in Kürze als Erweiterung von Linux in GNOME’s Mandriva geben.
Die beiden Entwickler des Systems, wollten nach Angaben von Architosh damit verschiedene Techniken und Möglichkeiten des Human-Computer-Interfaces austesten.
Gleiches Spiel wie beim Mac: Auch wenn viele Funktionen auf den ersten Blick nur “Spielereien” sind, so sind doch einigen auf den zweiten Blick sehr hilfreich. Man denke nur an die Zoom-Funktion im Mac OS X Dock.
Persönlich finde ich es besonders nützlich, Fenster und Paletten auf eine beliebige Größe zoomen zu können.
Entwickelt wurde das ganze übrigens an der Pariser Universität von Olivier Chapuis und Nicolas Roussel.
Mehr Infos unter: www.mandriva.com
Tags: 3D, apple, desktop, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, software, UID, Usability, visualisierung, windows
Video-Link: www.youtube.com
Wer schon mal ein größeres Bild, Karte oder Internetseite auf seinem Handy oder PDA betrachtet hat, kennt dieses Problem nur zu gut. Über ständiges Klicken auf das Steuerkreuz/Pfeiltasten etc. oder umständliches Schieben der winzigen Scrollbalken mit dem Stift auf dem Touchscreen oder im Idealfall (allerdings auch nur im seltensten Fall) über direkte Steuerung mit dem Finger (wobei man ständig “Nachsetzen” muss) kann man mit viel Geduld die Informationen freilegen.
Bedeutend eleganter ist da eine Lösung, die ich bei YouTube gefunden habe: Hierbei wird das zu scrollende Bild über die integrierte Kamera mit dem realen Hintergrund verbunden. Bewegt man nun das Handy vor dem Hintergrund, bewegt sich synchron auch das Bild dazu. Zu kompliziert beschrieben? Im Video wird das in 10 Sekunden klar, was ich meine …
Leider ist über den Hersteller dieses Programms nichts in Erfahrung zu bringen gewesen. Sicher ist ist einzig, das diese Lösung aus Südkorea stammt. In wieweit jedoch der im Video zu sehende Mobiltelefonhersteller Anycall (die südkoreanische Marke von Samsung) dabei involviert ist, bleibt unbekannt. Vielleicht weißt da ja jemand mehr … ich freue mich jedenfalls auf eure Kommentare
Tags: echtzeit, einfach, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, software, UID, Usability

In unser Agentur kennen wir das nur zur gut: Entwicklung nach der Versuchs-und-Irrtums-Methode, oder etwas neudeutscher: nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Denn zu oft ist die rein analytische Produktentwicklung, die auf allen Kenntnissen aufbaut nicht ausreichend. Insbesondere bei der Entwicklung völlig neuartige Produkte. Effizienter ist da letztendlich oft die Herstellung eines oder mehrer Prototypen, die mit der Zielgruppe oder unter bestimmten Parametern evaluiert und weiterentwickelt werden können.
So geschehen ist das auch bei dem innovativen Eingabegerät der Wii (wie berichteten ja schon öfters). Neben wirklich komplett unterschiedlichen Gesamtkonzepten (siehe hier), wurden auch zur Form, Anordnung der Tasten und grundsätzlichen Eingabeart unterschiedlichen Varianten entwickelt. Wenn man diese so betrachtet, wären einige Prinzipien und Details viel zu Schade, das diese in einer Schublade verschwinden … vielleicht können wir uns ja bei einer den nächsten Versionen auf eine Wiederbelebung freuen. Auch in der Evolution gab es ja schon immer sich abzweigende Linien, die sich erfolgreich weiterentwickelten …
Tags: analyse, design, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, Nintendo, Usability, wii

Im August letzten Jahres hatte ich ja schon mal das Werkzeug Clickdensity für eine Art Usability Engineering “Light” vorgestellt. Mit dieser kostenpflichtigen Lösung ist es möglich, die Koordinaten eines jeden Clicks auf einer Webseite zu bestimmen und somit so genannte “Heat Maps” zu erstellen. Sprich, man kann mit diesem einfachen Tool im besten Fall schon einmal die neuralgischen Stellen einer Internetseite identifizieren – An welcher Stelle wird am meisten geklickt und wo überhaupt nicht.
Nun gibt es von dem französischen Anbieter “labsmedia” eine Open-Source-Lösung, die man auf dem eigenen Server/Webspace einrichten kann. Voraussetzung sind einzig PHP und die graphic library GD. Nach erfolgreicher Installation kann man zwischen verschiedenen Anzeigemöglichkeiten wählen. Unter anderem: einer Anzeige mit Kreuzen oder einer klassischen Heat Map, Anzeige von bestimmten Zeiträumen, gesondert nach Browsern, Bildschirmauflösungen usw.
Die Installationsdateien und eine Demo gibt es unter: www.labsmedia.com
Tags: analyse, heat-map, interface, internet, Usability, visualisierung, webapplikation
Video-Link: www.youtube.com
Ende November 2006 präsentierte Nokia auf seiner World Conference in Amsterdam spannende Filme, die uns einen Einblick in deren Vorstellung von zukünftigen Mobiltelefonen und deren Benutzung geben.
Insbesondere eine einfache Datenübertragung, Geotagging, Interaktion mit anderen Geräten und mehr multimediale Funktionen bzw. deren Zusammenführung stehen dabei im Mittelpunkt.
Ein weiterer Schwerpunkt: Einfachere Interfaces. Angefangen von intuitiverer Bedienung, über einfacheren Datenaustausch bis hin zur unkomplizierten Kollaboration. Aber wie immer: Ein Bild sagt mehr als Tausend Wort. Insofern, einfach die Videos anschauen uns inspirieren lassen.
Video-Link: www.youtube.com
Video-Link: www.youtube.com
Video-Link: www.youtube.com
Im übrigen gibt es auch mehrere (leider nur englische) Webcasts von der Konferenz unter:
www.nokia.com/A4273041 (am Seitenende bitte mit “I agree” bestätigen)
Besonders empfehlenswert der Vortrag “Technology Trends” von Tero Ojanper (Nokias Executive Vice President, Chief Technology Officer) – Direkteinstieg dazu hier
Tags: design, einfach, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, mobiltelefon, nokia, spracherkennung, UID, Usability, virtuell, visualisierung
Tja, heute mal wieder einen schönes Beispiel für “ganz hervorragende” Web-Usability. Dieses mal von “Deutschlands schönstem Fernsehen” (laut eigenen Angaben) – Premiere.
Vom “innovativen Service” und “Fernsehen der Zukunft” spricht der Münchener Konzern gerne, wenn es um sein Online-Videoangebot geht. Besucht man allerdings die entsprechende Seite http://vod.premiere.de stoßen wahrscheinlich mehr als 30 Prozent der Surfer auf folgende Meldung:

Was möchte “Deutschlands erster und größter Pay-TV-Sender” uns nur damit sagen? Vielleicht …
- Wenn wir schon nur Dateien mit Microsofts Digital Rights Management verwenden, können wir auch gleich die ganzen HTML-Inhalte für andere ausblenden
- Unsere Nutzer haben nur die Programme zu nutzen, die wir erlauben!
- Mac? – Nie gehört.
Ich weiß es einfach nicht. Vielleicht kann mir ja jemand die richtige Antwort posten.
Weltweit mag der Internet Explorer Marktanteil zwar bei etwa 85 Prozent liegen, aber in Deutschland sieht das noch etwas anders aus. Siehe Heise Meldung vom 24. Januar 2007
http://www.heise.de/newsticker/meldung/84195
Demnach surfen hier etwa 69 Prozent mit dem IE 6 und IE 7 (im Sommer sogar nur ca. 55 Prozent!) – der Rest alles “Firefox und andere alternative Browser”!
Schaut man sich die Zugriffszahlen auf heise.de selber an, fällt das Urteil noch erschreckender aus. Auf deren Seiten greifen gerade mal rund 28 Prozent mit einem Microsoft-Produkt zu!
Mich würde ja wirklich mal interessieren, wie hoch die täglichen Zugriffzahlen auf diese Seite sind http://image.one4.de/errors/err_browser.html

Nein, kein Scherz! Genau das musste ich gestern in dem sehr zu empfehlenden praegnanz.de-Blog lesen. Dieser verwies auf eine Veröffentlichung des britische Social Issues Research Centre (SIRC). Diese haben herausgefunden, dass immer mehr Websurfer am “Mouse-Rage-Syndrom” (MRS)leiden, und dass die Nebenwirkung sogar lebensgefährlich sein können.
Im weiteren heißt es: “Als Ursache für MRS haben die Wissenschaftler eindeutig ein schlechtes Webdesign sowie einen zu langsamen Internetzugang identifiziert. ?Langsam aufbauende Seiten, schwer zu navigierende Internet-Auftritte, Pop-ups, flackernde Flash-Animationen und Banner sowie der Topauslöser: ?Error 404, File not found!?”
Den ganzen Artikel gibt es unter:
www.computerzeitung.de/…
Bleibt nur noch abzuwarten, wann diese Studie in einem amerikanischen Schadensersatz-Prozess verwendet wird …
Tags: design, eingabesystem, GUI, HCI, interface, internet, UID, Usability

… und wieder ein schönes Beispiel für “besonders benutzerfreundliche” Bedienungsanleitungen. Diesmal die Anwendungs- und Sicherheitshinweise einer Schutzbrille.
Ich hatte ja im Juli schon mal meine Fossil-Bedienungsanleitung mit ca. 1 mm hohen Buchstaben vorgestellt. Diese Anleitung unterbietet diesen Wert aber nochmals und hat gerade mal etwa 0,8 mm hohe Versalien!
… aber es handelt sich ja “auch nur” um die Verwendungshinweise für einen Augenschutz.
An dieser Stelle übrigens mal ein guter Buchtipp über sehr schöne Anleitungen:
“Hier öffnen” von Paul Mijksenaar und Piet Westendorp
Tags: barrierefreiheit, bedienungsanleitung, lesen, Usability

Also, diese Seite dürfte ja nun wirklich fast jeder kennen. Aber was wäre unser schnuckliger Blog, wenn dieses außergewöhnliche Interface beim Benutzen der Suche fehlen würde?!? Darum ohne viel Kommentar: Ihr seit nur noch einen Click von der “Click-Freien-Zone” entfernt:
Tags: einfach, eingabesystem, flash, GUI, HCI, interface, internet, UID, Usability, web-2.0, webapplikation
Wo ist die Aspirin? Wie war noch mal mein Name? … nein, ich übertreibe natürlich maßlos.
Gestern war er nun, DER weltweite Tag, bei dem es nur um eins ging: Den zufriedenen Nutzer.
Ein paar Hundert Gäste kamen dazu ins Forum Gestaltung nach Magdeburg. Eine ausführlichere Auswertung gibt’s in Kürze, vorab schon mal ein paar Eindrücke:






Die Videos der Vorträge werden wir ebenfalls in Kürze online stellen.
Tags: World-Usability-Day
Wenn ihr das hier lest, ist er schon voll im Gange. Denn schon vor etwa neun Stunden ging es im schönen Neuseeland und Australien mit den ersten Veranstaltungen los. Aber keine Panik, ihr habt noch bis fast morgen früh (in Deutschland) Zeit, zumindest übers Internet, an einer der unzähligen Veranstaltungen teilzunehmen.
Erst dann gehen nämlich die letzten Veranstaltungen, an der amerikanischen Westküste zu Ende:
www.worldusabilityday.org/event/
Ich freue mich heute auf ein persönliches Treffen mit euch in Magdeburg, im Forum Gestaltung (www.forum-gestaltung.de)!
Nach dem gleich die Pressekonferenz los geht, sieht das weitere Tagesprogramm wie folgt aus:
15-17 Uhr
Workshop “Usability in 90 Minuten”
17-19 Uhr
2 x 2 Vorträge
19 Uhr
Vernissage und offizieller Ausstellungsrundgang
20 Uhr
Preisverleihung Fotowettbewerb – Prämierung der besten Arbeiten
21 Uhr
Exklusive Filmvorführung
Alle Details dazu gibt?s unter www.supernuetzlich.de
Also, in diesem Sinne bis gleich, auf ein interessantes Gespräch!
Tags: eye-tracking, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, software, UID, Usability, webapplikation, World-Usability-Day
Nach mehreren Monaten Vorbereitungszeit freuen wir uns hier alle auf den morgigen Internationalen Tag der Benutzerfreundlichkeit. Wie ihr auf den Bildern oben seht, war unsere Infomobil-Aktion am Freitag ein voller Erfolg.
Die gesammelten Geschichten (siehe Eintrag vom letzten Donnerstag) werden wir in Kürze ins Netz stellen.
Heute heißt es noch die letzten Sachen für die Foto- und Exponat-Ausstellung vorbereiten, die Hörsäle für die Vorträge einrichten und dann startet der Tag morgen um 9:15 Uhr mit einer Pressekonferenz im Forum Gestaltung (Brandenburger Str., Magdeburg) – Medienvertreter sind dazu noch herzlich eingeladen.
Unser gesamtes Programm findet ihr unter:
www.supernuetzlich.de
Das Programm aller weiteren Standorte in Deutschland gibt es unter:
www.worldusabilityday.de
Also, wer morgen diesen Tag nicht nutzt ist selber Schuld.
Tags: eye-tracking, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, software, UID, Usability, webapplikation, World-Usability-Day
Ok, dann mach ich mal die Sterotypen-Schublade wieder zu: Ich kenne mindestens genauso viel Frauen, die auch nicht gerne kochen, wie Männer. Da dieses Konzept allerdings von drei Männern des MIT stammt, lass ich das einfach mal so im Raum stehen …
Aber warum geht es überhaupt? Kurz gesagt: die gesamte Küche ist unser Assistent. In diesem
Video (avi | 39 MB)
wird das wunderbar deutlich, am Beispiel einer solch simplen Aufgabe wir “ein Ei kochen”. Nach dem ich meiner Küche gesagt habe, was ich kochen möchte (über virtuelle, projizierte Buttons kann ich ein Rezept auswählen) werde ich Schritt für Schritt durch die Küche geleitet. Sprich, ich bekomme die Anweisung und dann leuchtet beispielsweise die Schublade in der der Topf steht, der Herd sagt mir wann die Garzeit erreicht ist usw. (näheres im Video und vor allem auf der Webseite).
Besonders cool, pardon, nützlich finde ich mal wieder diese kleinen intelligenten Dinge. Also das der Wasserhahn entsprechend seiner Temperatur leuchtet oder das die Innenansicht des Kühlschranks außen projiziert wird.
Zur Website des Konzepts: http://web.media.mit.edu/~jackylee/kitchen.htm
PS. Und nicht vergessen:
Heute zum Allee Center (Ernst-Reuter-Allee 11) in Magdeburg kommen!
(Siehe Eintrag von gestern)
Tags: Assistenzsystem, augmented_reality, CHI, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, media-lab, mit, UID, Usability, visualisierung
Ihr habt richtig gelesen, wir wollen angemeckert werden! Aber nicht nur, wenn ihr Euren Fernseher hasst, sondern ganz egal welches Produkt.
Denn morgen stehen wir mit einem Infomobil für den World Usability Day (WUD) in Magdeburg und sammeln Eure Geschichten rund um benutzer(un)freundliche Produkte. Aber ebenso gerne hören wir natürlich auch positive Berichte!!!
Also schnappt euch einfach Eure Fernbedienung, Bedienungsanleitung, Prospekt oder das Produkt selber und kommt morgen zwischen 10 und 17 Uhr zum Infomobil vor dem Allee Center (Ernst-Reuter-Allee 11) in Magdeburg.
Unsere netten Studentinnen aus dem WUD-Team (mal sehen, wer da noch wirklich meckern kann) stehen da mit Notebook und Kamera bewaffnet und warten auf euch!
Die gesammelten Erlebnisse werden wir dann exklusiv auf dem WUD, am 14.11., präsentieren und unter www.supernuetzlich.de veröffentlichen. Im übrigen, gibt es für jeden publizierten Bericht auch einen kleinen Preis.
Na, dann bis morgen!
Tags: einfach, fotos, HCI, MMI, Usability, World-Usability-Day
Der World Usability Day wirft schon wieder seine Schatten voraus. Das letzte Wochenende habe ich damit verbracht, unseren Workshop “Usability in 90 Minuten – Software- und Webentwicklung” für den 14. November vorzubereiten.
Wie der Name schon sagt, richtet sich dieser an Softwareentwickler und vermittelt die Grundlagen des Usability Engineering. Dazu möchte ich selbige Berufsgruppe herzlich einladen!
Da wir dafür eine stark begrenzte(!) Teilnehmerzahl haben, ist eine Anmeldung nur über die Webseite www.supernuetzlich.de möglich. Hier geht?s direkt zum Anmeldeformular. Die Teilnahme ist kostenfrei und die Anmeldung ist bis Freitag, 10. November, 11 Uhr möglich.
Auf dem Programm des Workshops steht:
- Warum auf Benutzerfreundlichkeit achten?
- Wie funktioniert Usability Engineering?
- Die wichtigsten Usability-Testverfahren
- Praxisübungen:
+ Card Sorting
+ Paper Prototyping
Für weiteren Fragen stehe ich auch gern telefonisch zur Verfügung: 0391-6624490
Also, dann freuen wir uns auf euch am 14. November als Workshop-Teilnehmer oder in jedem Fall als Besucher des World Usability Days in Magdeburg!
Tags: GUI, interface, software, UID, Usability, virtuell, workshop, World-Usability-Day
Einige von werden die Seite vielleicht schon kennen, für alle anderen hoffe ich damit den Tag gerettet zu haben oder vielleicht sogar zu einem neuen Zeitvernichter verholfen zu haben. (Die anderen können ja Entschädigung heute diesen kleinen Film anschauen (ist im übrigen alles echt und ohne Tricks!)).
Auf jeden Fall, kann ich stolz behaupten: Mit dieser Seite haben sich endlich fast alle meine Wünsche (an eine Bildersuche!!) erfüllt. Bei retrievr ist es nämlich möglich, Bilder “vorzumalen” und das System sucht dann ähnlich aussehende Bilder in Flickr. Cool nich?!
Wie ihr oben ja sehen könnt hab ich (links) diese beiden absolut stillvollendeten Kirschen gemalt und zack – rechts seht ihr die Ergebnisse – es war tatsächlich ein ähnliches Bild dabei. (Ob nun zwei oder drei Kirschen, wir wollen da mal nicht so sein
Aber für alle die noch schlechter mit der Maus malen können als ich, was wohl kaum möglich ist, sei noch die Möglichkeit erwähnt, ein vorhandenes Bild hochzuladen, das dann mit der Datenbank verglichen wird.
Ich freu mich schon auf den Tag, wenn Apple und Google das in ihre Desktopsuche mit aufnehmen ![]()
Aber mal im Ernst, dies wäre wirklich sinnvoll. Denn den meisten geht es doch so, das Sie noch ein ungefähres geistiges Bild davon haben welches Photo sie suchen, sich aber nicht mehr an den Namen oder den genauen Ablageort bzw. Zeit erinnern können.
Wen die technischen Hintergründe der Funktionsweise interessieren, dem sei diese Seite empfohlen: http://grail.cs.washington.edu/projects/query/
Alle anderen Finden die Anwendung hier: labs.systemone.at/retrievr/
Hier übrigens noch mein dazu passender älterer Eintrag: Beeindruckende Bildersuche bei gettyimages
Tags: eingabesystem, flash, flickr, fotos, GUI, HCI, interface, internet, software, suche, UID, visualisierung, web-2.0, webapplikation
So es ist vollbracht. Das Programm für den WUD in Sachsen-Anhalt steht felsenfest, die Gewinner des Fotowettbewerbes sind ermittelt und wir haben eine super Unterstützung von sehr motivierten und zuverlässigen Studenten des Institute of Industrial Design Magdeburg bekommen. Also eine Reise nach Magdeburg würde sich wirklich lohnen!
Oben mal ein Bild aus den eingereichten Bildern des Fotowettbewerbs. Davon gibt es dann in einer Ausstellung am 14. November mehr. Aber nicht nur die Ausstellung ist ein Highlight, sondern wir haben auch ein hochkarätiges Vortragsprogramm zusammengestellt:
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Auch meine Wenigkeit wird dieses Jahr wieder aktiv am Programm teilnehmen, diesmal mit einem Workshop für Software- und Webentwickler. Aber dazu in Kürze noch mal mehr.
Weitere Programmpunkte ist einen Vernissage, die Preisverleihung für den Fotowettbewerb zum Thema “Abenteuer Benutzerfreundlichkeit” und eine exklusive Filmvorführung.
Also, ich würd’ mich sehr freuen, den ein oder anderen am 14. November in Magdeburg begrüßen zu dürfen!!!
Weitere Infos und alle Zeiten unter: www.supernuetzlich.de (dort gibt es übrigens auch einen Newsletter)
Tags: eye-tracking, forschung, GUI, HCI, interface, internet, MMI, software, UID, Usability, webapplikation, World-Usability-Day
Video-Link: www.youtube.com
Nicht nur jeder der “The Design Of Everyday Things” gelesen hat (Seite 10), weiß wie viele Gedanken man sich zu dem Interface und der Usability einer Tür machen sollte. Und wer schon einmal gegen eine geschlossen Tür gelaufen ist, weiß wirklich ganz genau wovon ich rede.
Deswegen heute mal zwei Tür-Optimierungen: Oben ein japanisches Konzept einer automatischen Tür, die sich nur partiell öffnet. Mal abgesehen davon, das man sich so eine Hundetür spart, ist natürlich auch der Wärmeverlust und auch der Transfer der Partikel, die sonst so in der Luft umherschwirren bedeuten geringer.
Zweite Optimierung ist eine Türklinke die den Status der Tür anzeigt:
Also rot für geschlossen oder grün für offen. Beziehungsweise noch andere Farben, des Bedeutung sich dann allerdings nicht mehr so intuitiv erschließen lässt. Wem das zu doof sein sollte, seine Tür an die Steckdose anzuschließen, dem sei die Batterie-Variante empfohlen
Klinkenlicht: www.brighthandle.com
Automatische Tür: www.e-taf.co.jp/…
Tja, da haben wir ihn den Kabelsalat! Apple übernimmt wohl in Zukunft die absolute Funkmacht im Wohnzimmer.
Ok, lassen wir die Polemik und werden wir mal sachlich. Fakt ist das Apple vor ein paar Tagen ein Patent auf eine Universelle Fernbedienung erhalten hat oder genauer gesagt auf “Apparatus and method to facilitate universal remote control”.
Gerüchten zu Folge, soll dies die Fernbedienung zum neuen iTV werden. In jeden Fall soll damit aber nicht nur Apples Gerät gesteuert werden können, sondern auch der Fernseher, der Videorekorder, der DVD-Player, die Musik-Anlage usw. usw. … Aber das war noch lange nicht alles. Ebenfalls inbegriffen ist die Steuerung von Programmen auf einem Computer. (Also, zum Beispiel iTunes).
Vom technischen Aufbau wird im Patent von einem Display und einem mechanischen Eingabesystem gesprochen. Die Kommunikation soll logischer Weise mittels Infrarot aber auch per allen erdenklichen kabellosen Protokollen erfolgen (also Bluetooth, WLAN etc.) Die Daten für die Anzeige sollen per XML oder HTTP übertragen werden. Und so weiter, und so weiter …
Ich könnte euch jetzt noch ewig mit Details aus dem Patent langweilen, aber ich denke auch so ist schon klar, was das wird: Ein Kampf um die Macht als Telecommander!
Gewinner wird aber in jedem Fall der Nutzer sein, so denke ich, denn wir wünschen uns doch alle schon lange EINE einfache Fernbedienung für alles …
Zum Patent: patft.uspto.gov/…
Tags: apple, eingabesystem, fernbedienung, forschung, HCI, interface, MMI, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Leider konnte ich es noch nicht selber testen, aber die Demovideos sind wirklich “unbelievable”. Demnach scheint dies nicht nur eins der einfachsten, visuell ansprechensten sondern auch noch vom Funktionsumfang beeindruckensten Online Organisationswerkzeugen zu sein, die es bald am Markt geben wird.
Der wahrscheinlich aus Pakistan stammende Programmierer hat es geschafft, eine sehr intuitiv bedienbare Oberfläche mit Funktionen, wie zum Beispiel einem zoombaren Kalender, Favoriten-, Bilder- und Dateiverwaltung, einem Kollaborationsmodul, einer Zeitzonenunterstützung, usw. usw. … zu vereinen. Und das ganze soll angeblich auch noch ohne Internetverbindung und Installation funktionieren. Da bin ich wirklich mal gespannt und werde euch berichten, sobald ich das System selber testen konnte …
Selbst zur Beta anmelden unter: www.iscrybe.com
Tags: echtzeit, flash, interface, software, Usability, web-2.0, webapplikation
Unter dem Namen “pro.pilot” hat Siemens VDO mal so ziemlich alles ins Auto gepackt was an Assistenzsystem nur möglich ist. Angefangen vom Spurwechselassistent, Abstandsregler, Nachtsichtsystem über Verkehrsschilderkennung bis hin zur automatische Einparkhilfe.
In einem anschaulichen Demonstrationsvideo wird gezeigt, wie all diese Systeme im Zusammenspiel funktionieren. Wirklich sehr sehenswert.
Laut eigenen Angaben will Siemens mit dieser ganzen Fülle von Systemen die immer ältere werdende Autofahrergemeinschaft unterstützten. Aber auch für die untere 60-jährigen sollen diese Systeme einen Mehrwert bieten. In diesem Zusammenhang ein sehr interessantes Zitat aus einer EU-Studie: “Wenn nur 0,6 Prozent der in der EU zugelassenen Autos Technik an Bord hätten, die ungewollte Spurwechsel verhindert, ließen sich 1.500 Unfälle vermeiden.”
Für uns Interfaceler ist dies ebenso interessant. Dadurch das mein Auto in Zukunft mehr kann, als mein jetziger PC, ich allerdings mich doch eigentlich aufs Fahren konzentrieren muss, erfordern die ganzen Systeme und Warnungen eine besonders einfache und intuitive Schnittstelle. Packen wir’s an
Weitere Infos unter: www.siemensvdo.de
Tags: Assistenzsystem, auto, display, eingabesystem, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, siemens, UID, Usability
Video-Link: www.youtube.com
Tja, wo sonst wenn nicht aus Berkeley, musste diese super Anwendung kommen. Ihr merkt schon, das wird ein ziemlich unkritischer Eintrag. Aber Vyew ist wirklich toll.
Mit dieser Online-Anwendung ist es möglich, ohne irgendeine Installation, plattformunabhängig, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten oder sogar seinen Desktop live zu übertragen.
Sicherlich gibt es einige vergleichbare Lösungen, aber Vyew ist kostenfrei. Zudem ist mir auch keine Lösung bekannt mit der man seinen Schreibtisch ohne vorher irgendeine clientseitige Softwareinstallation gemacht zu haben übertragen kann.
Eine schöne Vergleichsübersicht zwischen den einzelnen Applikationen liefert die Seite gleich mit:
www.vyew.com/content/?n=Main.ComparisonChart
Also, in jedem Fall mal ausprobieren. Zwar könnte auch noch viel verbessert werden, aber wir sprechen ja hier gerade mal über Version 2.0 …
Tags: desktop, flash, interface, internet, web-2.0, webapplikation
Video-Link: www.youtube.com
ACHTUNG! VOR DEM ABSPIELEN DES VIDEOS TON ABSTELLEN!
Könnte sonst zur Ohrenbluten führen …
Tja, da haben wir mal wieder eine. Microsoft hat es getan, Logitech hat es getan und noch so manch anderer auch. TypeMatrix ist wohl der aktuellste Versuch unsere liebe Computertastatur zu optimieren.
TypeMatrix setzt dabei nicht gleich (wie so viele andere) auf einen kompletten Verzicht des QWERTY-Layouts, sondern optimiert “nur” die gesamte Anordnung der Tasten. So sind beispielsweise viele Fingerwege bedeutend verkürzt worden und laut eigenen Angaben ist eine völlige ergonomische Überarbeitung gelungen, die “bei 90 Prozent der Nutzern Schmerzen beseitigt hat”. Also ich hab’ mal ein wenig rumgefragt, irgendwie kenn ich keinen der Schmerzen beim Tippen hat und ich bezweifle, das das mit dieser, der natürlichen Handgelenkwinkelstellung nicht angepassten Tastenanordnung möglich ist. Aber ich will ja nicht schon wieder rummeckern.
Auf jeden Fall ist eine gute Größenoptimierung gelungen, die diese Tastatur für einen Einsatz in Notebooks prädestiniert. Mich würde es in diesem Zusammenhang ja mal freuen, wenn sich die Hersteller überhaupt mal auf irgendeinen Standard einigen könnten. Kaum sitzt man mal an einem anderen mobilen Rechner, ist die Entfernen-Taste nicht dort wo sie hingehört. Die “Pos 1″- und “Ende”-Taste sucht man, als wenn man seine erste Stunde vor dem Rechner hätte usw. Aber Ok. Stopp. Aus. Keine Gemecker mehr heute, sondern euch nur noch ein erholsames Wochenende!
PS I. Im übrigen ist es auch möglich diese Tastatur im Dvorak-Tastaturlayout zu bekommen.
PS II. In diesem Zusammenhang übrigens auch sehr interessant: “combimouse” Bei dieser fungiert die eine Hälfte der Tastatur gleichzeitig als Maus:
Demovideo unter: www.combimouse.com/Videos.htm
Tags: dvorak, eingabesystem, HCI, interface, MMI, qwerty, UID, Usability
Es müssen ja nicht immer die großen (und teuren?) Softwarelösungen sein, mit dem die Daten von Usabilitytests erfasst werden können. Für einfache Anforderungen und kleine Studien bis 20 Teilnehmer, hilft das Excel-Programm “Dataloggger”. Mit diesem können auch alle wesentlichen Parameter erfasst werden. Angefangen von allen aufgabenrelevanten Eingaben bis hin zu Interviewfragen, Beobachtungen usw. Am Ende werden dann aussagekräftige Charts aus den gesammelten Werten generiert. Kurz und schmerzlos.
Einzig die Usability für das Tool selber ist sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man Excel nicht gerade zu seinen persönlichen Freunden zählt. Allerdings ist auch eine 27-seitige Dokumentation dabei, die in diesem Fall weiter hilft.
Fazit: Der einfache und schnelle Einstieg in die Test-Datenerfassung und -auswertung.
Kostenloser Download unter: www.userfocus.co.uk
Seit 2003 arbeiten nun schon die beiden Amerikaner Jess Giffin und Jim TerMeer an verschiedenen Designprojekten zusammen. Auf ihrer Webseite www.p32.com kann man davon eine Auswahl ganz breit gefächerter Ergebnisse bestaunen.
Für unseren kleinen Blog finde ich davon eins besonders erwähnenswert, nämlich das “Cutting Scale”-Konzept. Dieses gewann im übrigen dieses Jahr den dritten Platz bei DesignBoom’s Wettbewerb “Your Way to Coway” und wird laut eigener Webseite derzeit in Korea ausgestellt.
Bei dieser Studie handelt es sich um eine Schneidebrett mit eine integrierten Einheit zum Abwiegen von Portionen. Die Umsetzung soll in ein paar Jahren mittels Elektronischer Tinte für die Anzeige, einem Sensoren-Gitter für die Gewichtsmessung und einem Solarfeld für die Stromversorgung möglich sein.
Ich würde mir noch viel mehr solche intelligenten Objekte in meinen Umfeld wünschen, die ohne großes Lernen die ganz kleinen Dinge des Alltags erleichtern. In punkto Küche fällt mir da sofort ein System ein, das die leidige Frage beantwortet, Wann hast du noch mal die Milch aufgemacht?
Im übrigen, “Innovation Lab”, eine dänische Ideenfabrik, hat diesen Weg verstanden und wird “Cutting Scale” in seine Prototypen und Ausstellungen des “Haus der Zukunft” mit aufnehmen.
Mehr Infos unter: www.p32.com
Tags: einfach, forschung, interface, MMI, smartboards, UID, Usability, visualisierung
Video-Link: www.youtube.com
Es spannend zu sehen, wie viel doch schon in den Foren vorab über das liebe Windows Vista gemeckert und diskutiert wird. Na ja, ich werde mir dann im Frühjahr erstmal selber ein Bild davon machen – dann auf meinem Mac
Aber trotzdem mal wieder ein kleiner Ausblick auf das kommende Vista. Diesmal auf die Touchscreen-Funktionen. Einige Sachen sind auf den ersten Blick sehr gut umgesetzt, insbesondere die Funktionsweise der Mausmetapher.
Tags: display, eingabesystem, HCI, interface, MMI, touchscreen, Usability, windows
Auf der sehr empfehlenswerten Seite von Timo Arnall findet man einen sehr schönen Icon-Satz für die Interaction zwischen Mobiltelefonen mit RFID oder NFC. Davon haben wirklich eine ganze Menge die Qualität sich als Standard etablieren zu können bzw. sind schon auf dem besten Wege dazu. Auch wenn der Gestalter keinen Anspruch erhebt ein “definitives System” geschaffen zu haben.
Für Arnall stand in erster Linie die spannende Frage im Vordergrund “Wie kann man ein Objekt darstellen, das eine digitale Funktion, Information oder Geschichte außerhalb seines physischen Erscheinungsbildes hat?”. Ich bin mir sicher, ähnliche Fragestellung werden in Zukunft einer immer größere Bedeutung haben. Man denke da nur an solche Möglichkeiten, wie es das MouseField bietet.
Veröffentlicht wurden die Icons unter der “Creative Commons Attribution 2.5 License” und dürfen so unter bestimmten Bedingungen verwendet werden.
Mehr Infos, einen Download und Anwendungsbeispiele unter:
www.elasticspace.com
Tags: augmented_reality, icon, interface, mobiltelefon, NFC, RFID, Usability, visualisierung
In unserer losen Reihe mit Rückblicken auf “alte” Konzepte (obwohl man bei 2004 ja nicht wirklich von der weiten Vergangenheit sprechen kann), möchte ich heute kurz das Siemens PenPhone vorstellen.
Wie ich feststellen musst, ist dieses vielen doch eher unbekannt. Da ich 2004 gerade ein Mobiltelefon konzipierte, ist mir diese Cebit-Vorstellung natürlich noch in sehr guter Erinnerung. (Soweit ich weiss, wurde das Konzept sogar schon auf der Cebit 2002 inoffiziell vorgestellt)
Nicht nur die Form ist das besondere an diesem Gerät, sondern auch der fehlende Ziffernblock. Um einen Anruf zu tätigen, wird die Telefonnummer auf eine beliebige Unterlage geschrieben. Hat der Stift die Ziffern erkannt, startet man den Anruf. Auch kurze Textmeldungen können so direkt mit dem PenPhone verfasst werden. Alternativ lässt sich das Telefon über die eingebaute Spracherkennung bedienen.
Die Ziffernerkennung funktioniert quasi auf jeder beliebigen (glatten) Oberfläche. Sobald man mit der Spitze den Untergrund berührt, aktiviert sich die Funktion und eine winzige Infrarotkamera nimmt mehrere hundert Bilder pro Sekunde als Pixelmuster auf, um so die die geschrieben Zahlen oder Buchstaben zu erkennen.
Weitere Hintergrundinformationen und Spezifikationen gibt es hier: www.golem.de
Tja, und auch dieses Konzept endet traurig. Wie ja bekannt ist, wurde die Siemens mobile Ende 2005 durch BenQ übernommen, was die weitestgehende Einstellung der Entwicklung in Deutschland zu Folge hatte. Wieder mal sehr schade.
Ich bin allerdings fest davon überzeugt, das dieses Konzept eine Renaissance erleben wird, da es insbesondere für die SMS-Tip-Hasser eine sehr gute Alternative darstellt.
Tags: cebit, eingabesystem, forschung, HCI, interface, MMI, mobiltelefon, siemens, spracherkennung, UID, Usability
Link: www.youtube.com
Also ums vorweg zu sagen, die Zahl “300 Prozent” stammt vom Anbieter. Fakt ist aber, das das nicht ganz neue Prinzip des ZAP-Readers es ermöglicht Texte bedeutend(!) schneller zu lesen. Dieser nutzt die Tatsache, das einzelne Wörter wesentlich schneller “gescannt” werden können als ganze Text-Zeilen, da der Mensch Wörter nicht Buchstabe für Buchstabe ließt, sondern Wörter anhand ihrer Form wieder erkennt. Jeder der einen nur aus GROSSBUCHSTABEN BESTEHENDEN UND SOMIT NICHT MEHR ERKENNBAREN TEXT LESEN MUSSTE, weiß wovon ich rede …
Jedenfalls, mal abgesehen das diese Methode etwas Übung bedarf, weil es auch anstrengender ist, kann man es schaffen bis zu “300 words per minute” zu lesen. Diesen Text konnte ich übrigens innerhalb von 17 Sekunden lesen
Mehr unter: www.zapreader.com
Tags: lesen, visualisierung, web-2.0, webapplikation
Im Juli hatte ich ja schon mal zwei Konzepte vorgestellt, die Speicherbelegung visuell und direkt fühlbar kommunizieren. Nun bin ich auf ein Konzept gestoßen, das ähnlich, aber ganz ohne Strom und mittels intelligenter Materialen Temperatur darstellt. Da liegt es natürlich “auf der Hand”, dieses für einen Getränkebecher zu verwenden. Somit können Nutzer davor bewahrt werden, extrem heißen Kaffee zu probieren.
McDonalds wäre bestimmt ein potentieller Kunde dafür gewesen
Mehr zum Konzept unter: www.dynamictextures.com
Tags: forschung, interface, visualisierung

Also, wer’s jetzt noch meint, er hätte es nicht gewusst, der ist selber Schuld. Unter www.hcibib.org findet man eine der wohl umfangreichsten Sammlung von Publikationen zum Thema Human-Computer Interaction. Allein der Suchbergriff “Button” (diese Woche in der Agentur wieder heiß diskutiert) liefert schon allein 126 Ergebnisse.
Insofern auf jeden Fall ein Klick wert!
Mehr Spaß unter: www.hcibib.org
Link: www.youtube.com
Heute möchte ich unseren kleinen Blog mal für etwas “Basis-Arbeit” verwenden. Sprich mal kurz zeigen, was Eye Tracking ist.
Wenn es darum geht Bildschirmoberflächen zu analysieren, ist oftmals das Eye Tracking das beste Usability Testverfahren. Aber auch für die Wahrnehmung von Anzeigen in Zeitschriften oder für die Evaluation von Geräten und Innenräumen, beispielsweise bei der Ladeneinrichtungen, ist dieses Verfahren bestens geeignet.
Beim Eye Tracking werden nämlich alle Augenbewegungen aufgezeichnet. Das kann zum einen über eine Art Brille mit integrierter Kamera erfolgen oder bei Bildschirmen über berührungslose Techniken. Hierbei werden dann meisten eine oder mehre Infrarotlichtquellen am Display genutzt, deren Reflexion aufgezeichnet und ausgewertet wird.
Im obigen Beispiel sieht man, wie eine Personen eine Webseite betrachtet und durch diese navigiert. Somit kann man unter anderem messen, auf was der Blick der Testperson zuerst fällt, welche Objekte betrachtet werden und welche nicht, wie der Blickweg verläuft und wie lange wo hingeschaut wird.
Mit diesen Daten lassen sich sehr schön Menüpositionen optimieren oder auch die visuelle Präsenz von einzelnen Objekten nach hinten bzw. vorne verlagern.
Mehr Infos unter: www.eye-square.com
Tags: eye-tracking, forschung, Usability
Ja, auch in dieser Woche haben wir mal wieder einen kleinen Ausblick in die Zukunft. Keine neue Idee, aber ein neues Aussehen: Das Mobiltelefon ohne Tasten. Entwickelt wurde dieses Konzept von der kalifornischen Firma Synaptics und dem deutschen Designerstudio Pilotfish.
Der wirklich interessante Ansatz ist aber die dahinter stehende Philosophie. Diese geht nämlich nicht mehr von einer applikationsorientierten Benutzung aus, sondern rein nach den Aktivitäten.
Das heißt, ich starte nicht mehr die Telefon-, Musik- oder SMS-Funktion in einzelnen Fenstern oder Wechsel dazwischen, sondern alles läuft vereint und vernetzt parallel. Insofern orientiert sich die Software und Bedienung nicht an Funktionen, sondern an “tätigkeitsbasierenden Erfahrungen”.
Mehr Infos unter: www.synaptics.com/onyx/
Tags: display, forschung, interface, mobiltelefon, software, UID, Usability
Link: www.youtube.com
Sollten die Redmonder tatsächlich was aus der Vergangenheit gelernt haben? Gibt es jetzt etwa über der Tür ein Banner mit “Simplicity is the best”?? Und sollte das Anklicken des Word-Icon in Zukunft etwa kein leichtes Würgen mehr bei mir hervorrufen???
Wir werden sehen … Auf jeden Fall haben die Jungs das Interface komplett überarbeitet und, man höre und staune, reduziert und aufgeräumt. Ich konnte es selber noch nicht testen, aber es gibt einige Videos die die Funktionsweise des neuen “Ribbon”-Prinzips demonstrieren und die lassen hoffen …
Jensen Harris, Lead Program Manager im User Experience Team von Microsoft Office, hat dazu in seinen Blog, den ich im übrigen sehr empfehlen kann, auch einen interessanten Eintrag geschrieben.
Also abwarten und hoffen …
Zum Blog von: Jensen Harris
Tags: einfach, HCI, interface, software, UID, Usability, windows

Microsofts DevSource hat ein recht interessantes Interview mit unserem allwissenden Jakob Nielsen geführt. In diesem achtminütigen Interview spricht er darüber, wie man die Usability in Applikationen erhört, über die Bedeutung von Software Prototypen und über die Vor- bzw. Nachteile von PDF, Flash und lokalen Suchmaschinen. Aber am besten selber mal reinschauen unter:
Zum Interview: DevSource
Tags: jakob-nielsen, software, Usability
Link: www.youtube.com
Dieses kleine Webfundstück zeigt eine ungefähre Vorschau auf die Spracherkennung, die mit Windows Vista kommen wird. Erstaunlich ist insbesondere das Konzept zum Zeichnen bzw. für das Deuten auf eine ganz bestimmte Bildschirmposition, das ich so noch nirgends umgesetzt gesehen habe. Die Erkennungsrate ist erstaunlich gut, auch wenn das Video an manchen Stellen täuscht, da der Sprecher noch während der Berechnungszeit gesprochen hat. (Insofern macht wohl wieder das “Vista + Neuer Prozessor”-Bundle Sinn …)
Insbesondere für die Barrierefreiheit scheint die neue Windows-Version somit aber ein entschiedener Schritt zu sein.
Mehr Infos unter: Microsoft.com
Tags: barrierefreiheit, eingabesystem, HCI, interface, MMI, software, spracherkennung, Usability, windows

Unter www.clickdensity.com kann man, für einen vergleichsweise günstigen Einstiegspreis (erster Monat kostenlos, danach ab (umgerechnet etwa) 3,70 Euro), eine paar kleine “Usability Messwerte” bekommen.
Der angebotene Service registriert die Position von jedem Click auf einer Webseite und erstellt eine virtuelle “Heat Map”. Weitere Leistungen, sind laut Anbieter, unter anderem die Erstellung von User Tackings.
Mehr Infos unter: www.clickdensity.com

In diesem Monat widmet sich Jakob Nielsen, einer Frage, dir mir bei der Arbeit fast jede Woche begegnet. Insbesondere wenn ich mich mit Kunden über eine gewünschte, aber vollkommen sinnlose 800×600-Optimierung streiten muss. Jakob bringt es auf den Punkt: “Optimiere Webseiten für 1024×768, aber verwende ein anpassbares Layout für alle Auflösungen, von 800×600 bis 1280×1024″.
Ich geh da noch ein wenig weiter und bin der Meinung, das eine Optimierung bis zu einer Breite von mindestens 1400 Pixeln erfolgen sollte. Man denke nur an die ganzen Notebooks mit den Auflösungen, in diesem Größenbereich.
Mein Lieblingssatz in seiner “Alertbox” ist im übrigen: “…anyone who makes at least $50,000 per year ought to have at least 1600×1200 screen resolution”.
In diesem Sinne, freuen wir uns gemeinsam auf immer größer werdende Displays und ich strukturiere solange die Inhalte auf das Wesentliche
Der ganze Artikel unter: www.useit.com
Tags: auflösung, display, jakob-nielsen, Usability

Das uns die liebe Software manchmal den letzen Nerv raubt, das Mobiltelefon Zorn und Wut schürt und auch die Hardware ungeahnte Aggressionen verursacht ? davon können wir ja alle irgendwie ein Liedchen singen.
Das es auch anders geht, beweisen die Teilnehmer und Organisatoren des diesjährigen World Usability Days, (kurz WUD) dem ?Tag der Benutzerfreundlichkeit?.
?Making Life Easy!?- das Leben einfach machen, lautet das Motto des diesjährigen WUD, der am 14. November 2006 weltweit stattfindet.
Im Vorfeld des WUDs gibt es dazu einen Foto- und Videowettbewerb. Thema des Contests: ?Abenteuer Benutzerfreundlichkeit?.
Also die Digiknippse aus dem Schrank holen, Speicherkarte leer machen und auf den Auslöser drücken bis der Daumen blutet. Lustige, überraschende und kreative Bildausschnitte zum Thema ?Benutzerfreundlichkeit? sind gefragt. Die verzweifelte Oma am Fahrkartenautomat, der Papa der das Handy verflucht und die Schwester der die Verzweiflung am Computer ins Gesicht geschrieben steht…
Die Photos sollen auf unsere Online-Plattform unter www.supernuetzlich.de hochgeladen werden, damit unsere prominente Expertenrunde die Gewinner in der jeweiligen Kategorie ermitteln kann.
Neben jeder Menge Ehre, Ruhm, Anerkennung und Lesestoff wird es zur Belohnung benutzerfreundliche technische Geräte für den Hausgebrauch und auch für den mobilen Einsatz geben.
Wir freuen uns auf alle Einsendungen…
Weitere Infos unter: www.supernuetzlich.de
Tags: fotos, Usability, World-Usability-Day

Microsofts Entwickler-Teams der Live Labs haben einige Videos veröffentlicht, die einen Ausblick auf ein Projekt namens “Photosynth” erlauben. Dabei handelt es sich vorerst nur um eine Technologievorschau, die demonstrieren soll, wie man sich in Zukunft mit Hilfe von Fotos durch das Internet bewegen könnte.

Jeder der “Don’t make think” gelesen hat, findet hier einen nicht minder interessanten Vortrag von ihm und seinem Kollegen Lou Rosenfeld, gehalten in der “Library of Congress”, bereits im Mai 2004 – und trotzdem nicht ein bisschen unaktuell.
Zur Vortragsinhalt: Library of Congress
Zum Vortrag: RealVideo-Stream

Auf der Google Labs Seite gibt es ein neues Produkt, den “Accessible Search”. Diese Suche dient dazu, die Suchergebnisse nach deren ‘Grad der Barrierefreiheit’ für blinde und visuell beeinträchtigte Benutzer zu priorisieren.
Technisch wird dabei der HTML-Code nach bestimmten Merkmalen analysiert, die ausschlaggebend für eine barrierefreie Seite sind..
Zur Seite: labs.google.com/accessible
Tags: barrierefreiheit, google, suche




































