Veröffentlicht am 14. Juli 2017 von Bastian Ehl

Innovation im Mittelstand nachhaltig verankern

Die Vorteile Systemischer Beratung und Nutzerzentrierter Produktentwicklung

 

Waren in den vergangenen Jahren Digital- und UX-Agenturen primär mit der konkreten Umsetzung von Projekten beschäftigt, erweitert sich seit einiger Zeit das Tätigkeitsspektrum vor allem in Richtung Beratung und kontinuierliche konzeptionelle Betreuung auf strategischer Ebene.

Besonders im industriellen Umfeld sind Klein- und Mittelständische durch die Digitalisierung mit Herausforderungen konfrontiert, dass sie mit den vorhandenen Fähigkeiten im Unternehmen schlecht oder gar nicht begegnen können. Sowohl die notwendige technische Expertise, als auch die enorm gestiegene Komplexität digitaler Lösungen zwingt inbesondere den Mittelstand, sich schon in der Konzeption von neuen Produkten externe Hilfe von Agenturen zu holen.

Inhaltich stellt die Beratung in der Regel kein Problem dar, schließlich machen wir als UX-Dienstleister den ganzen Tag eben nichts anderes, als digitale Lösungen mit einer hohen User Experience zu gestalten. So ergibt alleine der Projektdurchsatz über Jahre hinweg ein Erfahrungslevel, dass ein Mittelständler in diesem Bereich nicht in der Lage sein wird, aufzubauen.

Neben der Beratung ändert sich aber auch die Art und Weise der Zusammenarbeit und wird sich der oft gewünschten und selten erreichten Partnerschaft auf Augenhöhe annähern, bzw. diese sogar erreichen. Auftraggeber sind aufgrund der neuen Auftragskonstellationen gezwungen frühzeitig und in großer Menge internes Know-How offenzulegen. Das bedarf einem sehr vertrauensvollen Verhältnis, das dann auch die Grundlage für die gemeinsame Projektarbeit bildet. Durch Beratung und vor allem strategische und nicht mehr wie früher eher produktbezogene Konzeptionsleistungen steigt man als Dienstleister zudem deutlich früher und nachhaltiger in Projekte ein.

Unterm Strich sicherlich eine Win-Win-Situation, da der Auftraggeber noch mehr vom Fachwissen “seiner” Agentur profitieren kann, während wir als UX-Dienstleister bessere und vor allem nachhaltigere Ergebnisse liefern können.

Das erfordert natürlich einen deutlichen Ausbau der eigenen methodischen Beratungskompetenz. Vor allem der Beratung im Wortsinn und nicht in Form der verklausierten Umschreibung für Vertriebsleistungen, wie Beratung in der Agenturwelt auch gerne gesehen wird.

Neben dem internen Aufbau von Kompetenzen haben wir uns noch einmal fachlich von Artop in Berlin im Bereich Systemische Beratung von Organisationen weiterbilden lassen. Die Art von Beratung kommt in Ihrem grundsätzlichen Aufbau unserem nutzerzentrierten Gestaltungsprozess (User Centered Design) sehr nah. Dadurch konnten wir schnell Anwendungsmöglichkeiten in eigenen Projekten identifizieren und beide Prozesse zu einer nahtlos verknüpften Gesamtleistung kombinieren.

Die Weiterbildung wurde im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, wobei die Abwicklung von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt übernommen wurde.

Wie Systemische Beratung Kleine und Mittelständische Unternehmen bei Innovationsvorhaben unterstützt

Der Vorteil der systemischen Beratung liegt in der aktiven Einbeziehung des Auftraggebers. Er kauft keine externe Expertenmeinung, wie sie klassisch Unternehmensberatungen liefern, sondern ist für das Ergebnis und die Qualität der Leistung mitverantwortlich.

Der Berater identifiziert mit dem Auftraggeber gemeinsam die Aufgabenfelder. Diese werden im Anschluss mit dem Auftraggeber und/oder fachlich passenden Mitarbeiter bearbeitet. Der Berater sorgt dabei für einen stringenten und kontinuierlichen Ablauf. Erarbeitete Teillösungen werden während des Beratungsprozesses bereits im Unternehmen auf ihre Tauglichkeit hin evaluiert und gegebenenfalls optimiert.

Der Vorteil ist, dass Lösungen entstehen, die auch den Praxistest im Unternehmen bestehen und direkt anwendbar sind.

Externe Experten sind nicht in der Lage, so Tief in das individuelle Ökosystem eines Unternehmens einzutauchen. So bleibt die Beratungsleistung auf die Beobachtungsgabe und das Wissen des Beraters beschränkt. Somit sind solche Lösungen schwerer zu implementieren und verbleiben oft im Vorschlagsstadium, weil die Akzeptanz im Unternehmen fehlt. Denn neben der Erabeitung einer Lösung ist die Akzeptanz eben dieser genauso wichtig.

Ähnlich dem User Centered Design Prozess verläuft eine systemische Beratung in Phasen, die einen Kreislauf bilden. Die letzte Phase ist für die Evaluation der Lösung vorgesehen. Wurden die Ziele nicht erreicht, können eine oder mehrere Phasen im Prozess zur Optimierung erneut durchlaufen werden.

Der Prozess der Systemischen Beratung. Beginnend mit der Beobachtung, werden im Anschluss das Problem, als auch der gewünschte Lösungszustand definiert. Die Lösung wird erarbeitet, in einer Pilotphase bereits vor Fertigstellung getestet und nach Fertigstellung in den Arbeitsablauf integriert. Abschließend wird der geänderte Prozess evaluiert. Sollte noch nicht die optimale Lösung erreicht sein, kann in eine der vorhergegangenen Phasen für eine Optimierung zurückgesprungen werden.

 

Mit der Verknüpfung dieser beiden Prozesse sind wir in der Lage, unsere Auftraggeber bereits frühzeitig im Bereich Change Management und Produktinnovation zu unterstützen (Systemische Beratung), um dann im Anschluss die Produktentwicklung zu übernehmen (User Centered Design).

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