Veröffentlicht am 1. November 2016 von Susanne Speh

Usability Tests – Eine Anleitung zur Methodenauswahl

Eine hohe Usability und der Spaß an der Nutzung, also eine gute User Experience, sind Eigenschaften, die jeder gerne in seinem Produkt vereint sehen möchte. Um diese erfolgreich in ein Produkt zu integrieren, muss sich um einen ganz besonders bemüht werden: den Nutzer.
Wenn wir die Bedürfnisse, Wünsche und Ziele unserer zukünftigen Nutzer analysieren und in den Entwicklungsprozess einfließen lassen, können wir ein Produkt entwickeln, das intuitiv bedienbar ist und den Vorstellungen der Nutzer entspricht. Der Einsatz von Usability-Tests, bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung, verhindert Zusatzkosten, die durch nachträgliche Änderungen am Endprodukt entstehen können. Intuitiv benutzbare Produkte, die den Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden, minimieren zusätzliche finanzielle Aufwände wie z.B. Schulungskosten, oder auch Aufwendungen für Support.

Wie kommt man nun an diese wichtigen Informationen über den Nutzer?
Die Antwort: Mit Hilfe der richtigen Usability-Tests.

Beschäftigt man sich eingehender mit dem Thema Usability-Test, stellt man schnell fest, dass es eine große Menge an Methoden und möglichen Anwendungsbereichen gibt. Viele unserer Kunden beschäftigen dabei unter anderem folgende Fragen: Was bringt mir diese Methode? Wie viel Aufwand muss ich investieren? Was fange ich mit den Ergebnissen an?

Wir haben im folgenden Usability-Tests zusammengestellt, die Ihnen einen Überblick zum Vorgehen und dem damit verbunden Aufwand geben. Diese Aufstellung unterstützt Sie bei der Wahl des richtigen Tests.


Vorgehen: Auswahl des richtigen Tests

Bevor man sich konkret für eine Test-Methode entscheidet, sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Was möchte ich herausfinden?
  • Wie viel Zeit und Aufwand kann ich investieren?

Wir unterscheiden hierbei nach Tests, die schnell und vergleichsweise einfach durchzuführen sind und vordergründig dazu dienen sich einen Überblick über mögliche Probleme zu verschaffen (Schnell und günstig – Usability-Tests für den Einstieg) und solchen die einen tieferen Einblick ermöglichen um das Verhalten der Nutzer besser zu verstehen. Letztere sind daher mit einem höheren Aufwand verbunden (Deep dive – Usability Tests für umfangreiche Einblicke).

Der Einsatz von Usability-Tests bietet sich in verschiedenen Phasen des User Centered Design Prozesses an. Anhand dieses Prozesses möchten wir Ihnen geeignete Usability-Tests vorstellen.

User Centered Design Prozess

Phase: Verstehen

In der Phase des Verstehens geht es darum Kenntnisse über die angestrebte Nutzergruppe(n) zu gewinnen. Ziel ist, die mentalen Modelle der Nutzer sowie tägliche Aufgaben, Routinen, Bedürfnisse, Wünsche, Ziele aber auch Probleme und Hürden zu verstehen. Kenntnisse über diese Punkte geben Aufschluss darüber:

  • Wie die Nutzer Dinge tun
  • Warum die Nutzer Dinge tun
  • Wie die Nutzer Dinge verstehen
  • Was die Nutzer inhaltlich benötigen, sich wünschen
  • Was die Nutzer von einem Produkt erwarten
  • Welche Probleme die Nutzer mit dem Produkt haben, dass sie derzeit nutzen

Diese Phase des Verstehens ist essentieller Bestandteil des User Centered Design Prozesses, sie hat nachweislich den größten Nutzen im Rahmen eines Usability-Projektes. Die Nutzer verstehen heißt auch, ihre Sprache richtig verstehen und übersetzten können. Mehr dazu erfahren Sie in dem Artikel: Usability: In drei Schritten die Sprache der Nutzer lernen

Im Folgenden möchten wir Ihnen verschiedene Tests vorstellen, die sich in dieser Phase des User Centered Design Prozesses besonders gut anbieten.

 

Schnell und günstig – Usability-Tests für den Einstieg

Tracking-Tools:

Mit Hilfe von Tracking-Tools kann das Verhalten der Nutzer auf einer Website verfolgt und dokumentiert werden. Mögliche bestehende Verständnisprobleme oder Hürden, die Nutzer dazu bringen eine Webseite zu verlassen oder einen Vorgang abzubrechen, werden identifiziert. Aufgearbeitet werden die Ergebnisse in Form von Heatmaps, die das getrackte Nutzerverhalten visualisieren.

Der Aufwand für das Tracking der Daten ist relativ gering, für die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse muss je nach Fragestellung etwas mehr Aufwand eingeplant werden.

Tracking ist eine gute Methode um grobe Fehler in der Bedienlogik einer Webseite zu identifizieren. Anpassungen auf Basis dieser Ergebnisse ermöglichen es Abbruchraten zu reduzieren und die Zahl der wiederkehrenden Nutzer zu erhöhen. Insgesamt ermöglichen schon kleine Optimierungen eine Steigerung der Conversion-Rate.

Tools: Mouseflow

Online-Fragebogen:

Ein Online-Fragebogen ist eine flexible und günstige Methode, eine repräsentative Menge an Probanden zu befragen. Möglich ist die Nutzung von standardisierten Fragebögen aber auch die Erarbeitung eines eigenen Fragebogens je nach individuellem Interesse.

Der Aufwand für die Nutzung von standardisierten Fragebögen ist relativ gering. Die Konzeption eines individuellen Fragebogens ist mit mehr Aufwand verbunden.

Online-Fragebögen bieten den Vorteil, dass sie zielgerichtet adressiert und punktgenau eingesetzt werden können. Im Vergleich zum Tracking dessen Ergebnisse erst interpretiert werden müssen, können Nutzer hier direkt zu Wünschen, Bedürfnissen und möglichen Problemen befragt werden. Mögliche Optimierungsmaßnahmen können so zielgerichteter definiert werden und haben so ein höheres Erfolgspotential.

Tools: z.B. LimeSurvey, SurveyMonkey

Deep dive – Usability Test für umfangreiche Einblicke

Vor-Ort-Beobachtung  

Eine Vor-Ort Beobachtung erlaubt tiefe Einblicke in das Nutzerverhalten, da Probanden während einer Nutzungssituation und in ihrer natürlichen Umgebung observiert werden. Der Beobachter hält sich dabei im Hintergrund, um die Situation so wenig wie möglich zu beeinflussen.

Der Aufwand für diese Methode schwankt von mittel bis hoch. Dies ist abhängig von Faktoren wie z.B. der Beobachtungsdauer und dem Aufwand für die Auswertung.

Die Vor-Ort-Beobachtung ermöglicht es, den Nutzer in seiner natürlichen Umgebung kennen zu lernen und zu verstehen. Es werden nicht nur mögliche auftretende Probleme während der Nutzung eines Produktes identifiziert, sondern noch viele weitere Zusatzinformationen wie z.B. Details zum Arbeitsumfeld erhoben.

Tools: Kamera / Videokamera

Nutzerinterviews

Während eines Nutzerinterviews wird ein Proband durch einen Interviewer mit Hilfe eines vorher definierten Fragebogens oder eines flexibleren Leitfadens befragt. Die Dokumentation kann entweder mit einem Aufnahmegerät oder einer Videokamera erfolgen, was die spätere Auswertung recht umfangreich gestaltet. Alternativ oder ergänzend werden die wichtigsten Aussagen der Probanden direkt in einem Dokument oder auf Post-its notiert.  Letztere können im Anschluss für die Ausarbeitung (z.B. mit einem Affinity Diagramm) genutzt werden.

Je nach Umfang des Fragebogens und der Dokumentationsmethode variiert der Aufwand von mittel bis hoch. Vor allem bei der Auswertung macht es einen großen Unterschied, ob das Material bereits protokolliert ist oder erst auf Basis der Audioaufnahmen protokolliert wird.

Nutzerinterviews bieten die Möglichkeit, Probanden nach den Motiven Ihres Handelns zu befragen. Diese Informationen sind besonders wertvoll und ermöglichen es, das Nutzerverhalten detailliert zu verstehen.

Tools: Aufnahmegerät/ Videokamera/ Protokollant

Contextual Inquiry

Contextual Inquiry

Die Contextual Inquiry ist eine teilnehmende Beobachtung, bei der während der Nutzungssituation spontan Fragen durch den Beobachter gestellt werden können. Dieses sogenannte Meister-Lehrling-Prinzip bietet die Möglichkeit stattfindende Handlungen zu hinterfragen. Die Contextual Inquiry kann als Hybrid-Methode aus Beobachtung und Nutzerinterview verstanden werden. Der Aufwand für diese Methode ist dabei ähnlich wie bei der Vor-Ort-Beobachtung.

Die Contextual Inquiry ermöglicht es im Vergleich zur Vor-Ort-Beobachtung noch tiefer in die Welt des Nutzers einzutauchen. Der Beobachter hält sich nicht zurück, sondern stellt aktiv Fragen zur ablaufenden Handlung. Es geht um das extrahieren von Handlungsmotiven, Wünschen, Bedürfnissen und Problemen. Diese Daten ermöglichen es neue Ideen und Ansätze für die Neuentwicklung oder Verbesserung eines Produktes zu erkennen.

Tools: Kamera/ Videokamera/ Audioaufnahmegerät

Phase: Spezifizieren

Diese Phase des User Centered Design Prozesses dient der systematischen Aufarbeitung und Strukturierung der gesammelten Daten und Informationen, die Grundlage für die Konzeptentwicklung sind. Hierbei werden z.B. Personas erstellt und User Stories erarbeitet.

Personas

Personas

Personas sind fiktive Personen, die eine Nutzergruppe mit Ihren Eigenschaften, Einstellungen, Bedürfnissen und Problemen repräsentiert. Basis sind empirisch durch z.B. eine Contextual Inquiry oder Nutzerinterviews erhobene Daten. Personas ermöglichen es, sich in den Nutzer hinein zu versetzen und dessen Bedürfnisse und Ziele während der Produktentwicklung immer im Blick zu behalten.

Die Erstellung einer Persona ist mit einem mittleren Aufwand verbunden, da vor allem die vorherige Datenerhebung einen großen Part einnimmt.

Die Erarbeitung von Personas lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Sie beantworten die Frage, wer sind meine Nutzer? Sie repräsentieren den Nutzer mit all seinen Eigenschaften, Wünschen und Bedürfnissen und bilden so die konzeptionelle Grundlage einer Produktentwicklung bzw. -überarbeitung. Außerdem können Sie in vielen weiteren Bereichen eines Unternehmens wie z.B. der Marketing- und Presseabteilung sinnvoll eingesetzt werden.

User-Stories

User-Stories beschreiben detailliert und kleinteilig, welche Aufgaben Nutzer mit einem System ausführen. Diese Beschreibung wird aus Sicht einer Persona in Alltagssprache und möglichst kurz formuliert.

Die Erstellung von User Stories ermöglicht es Handlungsabläufe aus Nutzersicht detailliert zu beschreiben. Sie bilden die Grundlage einer späteren Bedienlogik. Durch die Ableitung aus den vorab erstellten Personas wird hier eine nutzerzentrierte Entwicklung sichergestellt.

Die Summe aller User-Stories beschreibt das Produkt mit allen Funktionalitäten.

Der Aufwand für die Erstellung von User-Stories ist abhängig vom Umfang des späteren Produktes.

Phasen: Gestalten und Evaluieren

Diese beiden Phasen laufen parallel zueinander ab. Innerhalb eines iterativen Prozesses können Designvorschläge durch Endanwender evaluiert und mögliche Optimierungsvorschläge direkt gestaltet und eingearbeitet werden.

Schnell und günstig – Usability-Tests für den Einstieg

5-Sekunden-Test

Dem Probanden wird hierbei z.B. die Startseite einer Webseite für nur 5 Sekunden gezeigt. Danach wird eine kurze Befragung durchgeführt in der Fragen zur Übersichtlichkeit oder zur Wahrnehmung von besonders wichtigen Elementen gestellt werden.

Ein 5-Sekunden Test ermöglicht es zu überprüfen, ob die Probanden wichtige Funktionen wie Suchfunktion und Inhalte auf der Startseite einer Website oder dem Dashboard einer Software auf einen Blick wahrnehmen und verstehen. Weiterhin können grundlegende Usabilityprobleme schnell identifiziert werden.

Dieser Test ist mit einem geringen Aufwand verbunden, da Onlinetools wie Usabilityhub.com den technischen Rahmen für den Test, die anschließende Befragung  und die Auswertung zur Verfügung stellen.

Tools: Usabilityhub.com

Café-Test

Hierbei werden Probanden auf der Straße rekrutiert, um spontan einen Prototypen zu testen. Ziel ist es, schnell und mit wenig Aufwand Feedback zu bekommen. Zusätzlich können Nutzer im Umgang mit ihren Endgeräten beobachtet werden. Daraus lassen sich häufig weitere Rückschlüsse für die Ausarbeitung eines Konzeptes oder eines weiteren Prototypen ziehen. Dieser Test eignet sich vor allem für den mobilen Kontext und weniger für Prototypen einer Desktop-Anwendung oder Maschinensteuerung.

Der Aufwand bei dieser Methode ist recht gering, da keine Rekrutierungskosten oder Aufwände für Räumlichkeiten anfallen.

Die Anwendung dieses Tests bietet sich vor allem an, wenn man mit wenig Aufwand schnell Feedback zu grundlegenden Funktionalitäten einholen möchte.  

Tools: Aufnahmegerät

Cognitive Walkthrough

Bei dieser Inspektionsmethode nimmt der Usability-Experte mit Hilfe der vorher definierten Personas die Sicht eines Nutzers ein und durchläuft so die Handlungsabläufe einer konkret definierten Aufgabe.

Der Aufwand für diese Methode ist recht gering, da sie einfach und schnell durchzuführen ist. Vorteil des Cognitive Walkthrough ist zudem, dass hier mit den Augen der Nutzer auf das Produkt geschaut wird. Probleme wie z.B. logische Barrieren in der Bedienlogik oder die missverständliche Verwendung von Icons lassen sich schnell identifizieren.

Deep dive – Usability Test für umfangreiche Einblicke

Thinking Aloud

Bei einem Thinking Aloud Test hat der Proband die Aufgabe seine Handlungen und seine Gedanken während der Nutzung laut zu verbalisieren. Ein Protokollant erfasst diese Gedanken entweder in einem Dokument oder direkt auf Post-its. Die Nutzung eines Audioaufnahmegerätes und einer Videokamera ermöglichen eine detaillierte Auswertung. Der Umfang der eingesetzten Technik zur Dokumentation ist von der Größe des Tests bzw. vom Entwicklungsgrad des Produktes abhängig. Geeignete Tools für die Dokumentation sind z. B. Silverback. 

Der Aufwand für einen Thinking Aloud Test variiert abhängig von dessen zeitlichen Rahmen und der Art der Dokumentation ist gering bis mittel.

Der Thinking Aloud Test bietet die Möglichkeit recht einfach einen Einblick in das Nutzerverhalten zu bekommen. Durch das verbalisieren des Handlungsablaufes erhält man Einblicke in die Art und Weise wie die Nutzer denken und wo mögliche Probleme bestehen. Diese Informationen können für z.B. die Überarbeitung einer Navigationsstruktur genutzt werden.  

Tools: Audioaufnahmegerät/ Protokollant/ Videokamera/ Silverback 

A/B Test

Mit einem A/B-Test können zwei Varianten eines Systems miteinander verglichen werden. Eine Hälfte der Probanden bekommt Variante A zu sehen und die andere Hälfte Variante B. Die Nutzerreaktionen beider Versionen können so miteinander verglichen und die bessere Variante ausgewählt werden. Mit Nutzerreaktion ist eine bestimmte Handlung gemeint, wie z.B. Nutzer klickt auf Button „Registrierung“ oder Nutzer klickt auf „Unser Angebot des Tages“. Das Ausgangsmaterial dieser Methode kann analog sein, z.B. ein Papierprototyp, oder ein bereits funktionaler digitaler Prototyp.

Je nach Umfang des zu testenden Systems, sowie dessen Umsetzung variiert der Aufwand für diese Methode von mittel bis hoch.

 

Eye-Tracking

Beim Eye-Tracking werden Blickverläufe und Verweildauer auf einzelnen Elementen bei der Nutzung eines interaktiven Systems gemessen. Dies kann entweder mit einer speziellen Brille oder einem am PC fest installierten Eye-Trackers durchgeführt werden. Die gesammelten Daten werden aufgearbeitet und z.B. als Heatmaps ausgegeben.

Eine Alternative dazu ist die Eye-Tracking Simulation. Dabei untersucht ein Algorithmus einen gegebenen Screen und errechnet wie die Blickverläufe der Nutzer wären. Basis dieses Algorithmus bildet eine große Anzahl an bereits bestehenden Eye-Tracking Daten.

Um Optimierungen aus einem Eye-Tracking zuverlässig ableiten zu können, ist zudem eine Nachbefragung der Nutzer, z.B. mittels Interview notwendig.

Eye-Tracking ist eine recht aufwendige und kostenintensive Methode. Die Nutzung einer entsprechenden Software stellt hier eine kostengünstigere und weniger aufwendige Variante dar.

Die Ergebnisse des Eye-Trackings können genutzt werden um z.B. zu analysieren, ob die Nutzer wichtige Informationen schnell und einfach finden oder ob sie wichtige Informationen einfach übersehen.

Tools: Eye-Tracker, Eye-Tracking Simulationssoftware

Phase: Implementieren

Innerhalb dieser Phase werden die entstandenen intuitiven, den Bedürfnissen der Nutzer entsprechenden Lösungen technisch umgesetzt.

Hierbei bietet es sich an den Erfolg des entstandenen Produktes kontinuierlich zu überwachen um mögliche Verbesserungspotentiale schnell zu identifizieren. Dafür bieten sich beispielsweise folgende Usability-Tests an:

  • Tracking-Tools
  • A/B-Tests

Usability Testing und Wirtschaftlichkeit

Die Vorteile von Usability-Tests auch Budgetverantwortlichen näher zu bringen und verständlich zu machen, ist eine wichtige Aufgabe und gleichzeitig eine große Herausforderung. Nicht für jeden sind die Vorteile und Kostenersparnisse, die durch den gezielten Einsatz von Usability-Test erreicht werden können, auf den ersten Blick ersichtlich. Die Investition in ein Produkt, dass mit einer sehr guten Usability und User Experience überzeugt, lohnt sich immer.

Frühes und iteratives Testen über den gesamten Prozess der Produktentwicklung hinweg verringert den Entwicklungsaufwand für ein Produkt – über die gesamte Produktlebensdauer. Je später im Prozess getestet wird desto teurer wird es Änderungen vorzunehmen. Es lohnt sich also früh anzufangen und sich viel Geld für aufwendige Änderungen zu sparen.

Weiterhin erhöht eine sehr gute Usability und User Experience den Joy of Use eines Produktes und lässt dieses zwischen Konkurrenzprodukten herausstechen. Es entstehen Alleinstellungsmerkmale, die zu erhöhten Verkäufen und einer positiven Wahrnehmung der gesamten Marke führen.

Auch Kosten für Schulungen werden mit Hilfe eines intuitiv nutzbaren Produktes minimiert.

Langfristig refinanzieren sich so die entstandenen Kosten von Usability-Tests. Weiterhin bilden die Ergebnisse einen wertvollen Wissenspool, aus dem für weitere Entwicklungen des Produktes geschöpft werden kann.

Die Bedeutung von Usability ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Immer mehr Firmen wenden die Methoden und Tests für ihre Produkte an. Große Konzerne verfügen über eigene Abteilungen die sich nur mit diesem Thema beschäftigen.

Das bedeutet, die Anzahl nutzerzentrierter Produkte auf dem Markt steigt stetig und somit sind eine gute Usability und eine hohe User Experience bereits heute wirksame Qualitätsmerkmale, um sich vom Wettbewerb abzusetzen.

Fazit

In diesem Artikel haben wir Ihnen Tests für die verschiedenen Phasen des User Centered Design Prozesses vorgestellt und erläutert was man mit ihnen erreichen kann. Wir hoffen, Ihnen die Entscheidung welchen Test Sie in ihrem nächsten Projekt anwenden wollen damit zu erleichtern.

Egal ob ein kleines oder großes Projekt, entscheidend ist, dass getestet wird und zwar am besten bereits in den frühen Phasen der Entwicklung. Für Projekte, die kaum Budget für den Einsatz von Usability-Tests und iterative Testschleifen haben, heißt das Zauberwort: Small Usability Tests. Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten empfehlen wir Ihnen den Blogartikel „Usability in a (small) box – oder wie man mit kleinen Methoden viel erreichen kann”, der Ihnen Methoden an die Hand gibt, die auch bei kleinem Budget ihre Wirkung entfalten.

 

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