Veröffentlicht am 20. Januar 2010 von Matthias C. Schroeder

Nachtrag: Und wie 3D die mobile Welt wird …

… und noch mal zwei Konzepte, die momentan völlig unabhängig voneinander entwickelt werden, die aber in Kombination sehr schön zeigen, wohin die Reise geht:

Zum einen entwickelt Ericsson Labs eine API und SDK für in 3D gerenderte Karten, speziell für mobile Geräte:

Zum anderen gibt es da noch die Firma earthmine, die auf den ersten Blick genau das tut was Googles Street View tut, aber sie haben es in 3D!!!

So, und wenn man jetzt noch mal an den letzten Blog-Eintrag denkt, ist ziemlich klar was in Kürze möglich wäre:

1. Echte 3D-Navigation
Also, ein echtes Wikitude und eine echte „Google Streetview“-Navigation über die Mustererkennung, ähnlich wie hier

2. Echtes AR-Tagging
Mit Junaio von Metaio gibt es ja bereits einen gutes iPhone-Beispiel wie wir unsere digitalen Spuren hinterlassen können und das digitale Abbild unserer Welt mit eigenen Informationen anreichern können:

Das Problem dabei: noch gibt es dafür keine echte Mustererkennung der Umgebung, sondern alle Daten werden mittels GPS und Kompass referenziert (also ungenau). Wenn man nun echte 3D-Daten verwenden würde, könnten man den Content wirklich direkt(!) auf/an der realen Welt verorten, wie zum Beispiel hier

3. Parallel Universum
Und noch mal viel weiter gedacht … Parallel zu realen Welt gibt es ja schon bereits eine digitale Parallelwelt, siehe Twinity. Wenn ich diese mit den georeferenzierten Daten zusammenbringe, könnte man über unseren mobilen Begleiter diese sichtbar machen. Ein mögliches Szenario:
Über mein Handy mit integriertem Projektor könnte man sich an einem beliebigen Ort treffen (einer in der Real-Welt, einer in dem virtuellen Abbild davon) und mit diesem interagieren … ein wenig so wie hier, in diesem schon etwas betagtem Video:

Begrenzt werden diesen Fantasien allerdings wie immer von den zwei großen Faktoren:
– die enorme mobile Rechenpower, die zu Verarbeitung der 3D-Bilddaten nötig ist (könnte man wahrscheinlich erstmal nur über Cloudcomputing lösen) und
– die dafür sehr begrenzte portable Energie