Ich weiß noch genau, wie ich einmal den Kontrollraum einer DDR-Erdgasförderanlage besichtigen durfte – ein kleiner Saal mit einer etwa 20 Meter langen Wand voll mit Schaltern, Reglern und Anzeigeinstrumenten. Ein wenig vergleichbar mit dem Bild, das ich bei rausfahrer.de gefunden habe:

Wie ihr seht, ein Fest für einen Interface Designer
… Heute wird die selbige Anlage über eine handvoll Monitore gesteuert. Was aber immer noch eine genauso anspruchsvolle Gestaltungsaufgabe ist – man denke nur an das Thema Sicherheit.
Was es dann wohl erst für ein Gestaltungsanspruch ist, wenn allein “DER Monitor” des Kontrollzentrums schon etwa 20 Meter groß ist? Wie zu Beispiel hier:

So sieht es nämlich im Traffic Control Center Tokyo aus. Der Blog “Trends in Japan” berichtet nämlich gerade über einen Besuch in dem selbigen und zeigt anhand einiger schöner Fotos sehr gut, wie die 15.154 Verkehrssignale und davon etwa 7.000 Ampeln gesteuert werden. Also reinklicken lohnt sich:

www.kilian-nakamura.com/blog-english/index.php/inside-the-tokyo-traffic-control-center/
Tags: Assistenzsystem, desktop, display, echtzeit, interface, MMI, software, UID, Usability, visualisierung

2 comments
Januar 16th, 2008 at 09:23
Stefan (Stefans Blog)
Ist ja nicht zu fassen! Aber 15000 Signale wollen auch erstmal irgendwo untergebracht werden.
Ich frage mich, wie lange man in so einem Job arbeiten kann. Die Reitzüberflutung muss einen doch irgendwann umgbringen, oder?!
P.S.: Schade, dass man die Kommentare nicht per Email abbonieren kann. Das wäre eine coole Funktion hier. Liebe Grüße.
Januar 18th, 2008 at 14:02
Matthias C. Schroeder
Fieser Weise könnte man ja sagen, ein gutes Interface schafft es die Reizüberflutung zu verhindern und hebt nur die wirklich wichtigen Daten vor. … Bei 15.000 potentiellen gleichzeitigen Informationen nenne ich das allerdings schon “etwas anspruchsvoller” zu schaffen
Leider habe ich in meiner Recherche nicht rausbekommen, wer das System gestaltet hat. Falls das jemand weiß, bitte mal hier posten.
PS. Das mit den Kommentaren setze ich auf unsere Aufgabenliste …