Anfang des letzten Jahres hatte ich ja schon einmal für ergonomischere Küchen plädiert. Wenn man sich noch mal das Bild von dem damaligen Eintrag anschaut, weiß man auch gleich wieder warum.
Das es “mit Hilfe der modernen Technik” auch völlig anders und vor allem automatisch an den Nutzer anpassend geht, zeigt die Studie “SmartSink”. Also die richtig “pfiffige Spüle” ![]()
Das von den MIT-Studenten Leonardo Bonanni, Chia-Hsun Lee, Sam Sarcia und Jon Wetzel entwickelte Spülbecken verwendet dafür eine ganz normale Webcam, die über eine grobe Gesichtserkennung die Augenhöhe und somit Körpergröße ermitteln kann. Aus diesem Wert wird dann die optimale Arbeitshöhe berechnet und das Spülbecken justiert sich dann genau auf diese. (siehe Video) An dieser Stelle verweise ich auch gerne mal wieder auf einen “literarischen Klassiker”, der mir schon oft treue Dienste erwiesen hat: die “Kleine Ergonomische Datensammlung” – sollte in keinem Regal eines Gestalters fehlen.
Zurück zur Spüle: Diese besitzt nämlich neben der automatischen Körpergrößenanpassung noch weitere “Schmankeln”. So wird beispielsweise über eine weitere Kamera erkannt, ob es sich um Gemüse oder einen Topf in der Spüle handelt und somit auch automatisch gleich die richtige Wassertemperatur gewählt. Alles weitere dazu im Video …
Mehr Infos im (leider nur englischen) Abstract unter:
web.media.mit.edu/~jackylee/publication/lbr-477-bonanni.pdf
Tags: , barrierefreiheit, design, einfach, head-tracking, interface, MMI, UID, Usability










2 comments
Comments feed for this article
Januar 15th, 2008 at 12:18
Mimo
Maschinen die für mich voraus denken. Ich denke dass ist immer ein sehr schwieriges Gebiet. Mein Ansatz ist viel eher dass die Dinge so design sein sollen dass sie sehr einfach zu bedienen sind. Vielleicht habe ich Gemüse möchte es aber nur in den Sink als Ablage legen? Der Computer kann die spezielle Situation nicht einschätzen, weil er die Hintergründe nicht kennt. Viel besser wäre ein Sink bei dem man einfach nen Knopf drückt und der dann die Höhe einstellt.
Januar 18th, 2008 at 13:54
Matthias C. Schroeder
Das stimmt natürlich. Automatismen bringen immer eine gewisse Gefahr mit sich, da sie ja immer nur so gut sind wie ihr Programmierer. Aber das sie auch eine komfortable Erleichterung sind, sieht man am besten bei den sich automatisch auf den jeweiligen Fahrer einstellenden Autositzen.
Was meiner Meinung bei den ganzen “Ambient Intelligence Systemen” mehr berücksichtigt werden sollte, ist eine Kombinationen aus künstlichen neuronalen Netzen und individueller Nutzerinteraktion, so dass man ein System schafft, das sich durch “lernen” vorwährend besser an die Nutzerbedürfnisse anpasst.
Wäre vielleicht auch eine Idee für das Traffic Control Center Tokyo (siehe Eintrag von morgen)