Es sieht ja noch sehr klobig aus, aber aller Anfang ist ja bekanntlich “schwer”. Auf jeden Fall ein interessantes Konzept, das Peter Semmelhack (der CEO von Bug Labs) letzte Woche vorstellte:

Bei der nicht ganz neuen Produktidee handelt es sich um ein Mobiltelefon, das man sich selber zusammenstellen kann. Ausgangsbasis ist die so genannte “BUGbase”, die im Grunde nichts anderes als ein kleiner Computer ist. Auf diese kann man dann verschiedene Module, wie zum Beispiel eine Kamera, ein GPS-Modul, einen Bewegungssensor oder (vielleicht ja mal gar nicht so unwichtig) einen LCD-Bildschirm bzw. Touchscreen stecken.
Die Vorteile für den Nutzer “liegen dabei natürlich auf der Hand”. Man zahlt nur für die Sachen die man braucht, kann jederzeit “aufrüsten” und jedes Teil sukzessive auf den aktuellen Stand der Technik bringen und wohl das Wichtigste: jeder hat genau das Telefon mit den Funktionen, die er auch wirklich nur benötigt.
Weiterhin gibt es auch noch einen schönen “Usability-Effekt”, den nicht nur ich schon seit Jahr und Tag predige: das Produkt kann sich mit dem Nutzer mitentwickeln! Denn auch wenn ich jetzt denke, das mir eine Kamera am Handy viel zu kompliziert ist – in zwei Jahren sehe ich die Sache vielleicht ganz anders, weil dann mein Vorwissen entsprechen gewachsen ist.
Man kann also gespannt bleiben, wann denn das Produkt im nächsten Jahr erhältlich ist, ob es noch eine kleinere Basis geben wird und wie das GUI und die Interaktion mit der Software aussehen wird.
Mehr (leider nur englische) Infos auf der Firmenseite:
www.buglabs.net/products
Tags: , design, display, einfach, forschung, Handy, interface, MMI, mobiltelefon, touchscreen, UID, Usability

2 comments
Dezember 19th, 2007 at 14:01
Andreas - News of the future
Mit einer Kamera ergeben sich auch neue Bedürfnisse wie z.B. grösserer Screen und evt. auch mehr Rechnerkapazität.
Nach 2 Jahren haben sich die Rechenleistungen und die Screen-Leistungen so stark verbessert, dass es wahrscheinlich billiger kommt, wenn man direkt ein neues Handy kauft, anstatt neue Rechnereinheit und Screeneinheit.
Diese Modularität ist aber insbesondere in Entwicklungsländern ein Thema, wo kaum Geld vorhanden ist, um sich ein ganz neues Model kaufen zu könnne, aber man trotzdem noch Up-to-date sein möchte, und sein Handy auch als Schmuckgegenstand benutzt.
Dezember 20th, 2007 at 00:15
Matthias C. Schroeder
… das wäre ja aber auch das Schöne, das der der es möchte auch einen Display über zwei Einheiten nehmen könnte …
… mit dem Kosten hast du natürlich völlig recht. Günstige wäre es alle mal. Aber es kommt dabei wirklich auf die Zielgruppe an. Brauchen diese dann die neue Rechnerleistung etc. oder wollen die einfach nun doch noch die GPS-Funktionalität haben?
Ein Studie von uns hat ergeben, das es für viele Nutzer in diesem Segment wirklich ein Argument ist, sich nicht mehr an neues Gerät, mit neuer Bedienung etc. gewöhnen zu müssen, sondern einfach eine neue Funktionalität “hinzugeschaltet” zu bekommen.
Letztendlich gibt es wiedermal nicht DAS Handy für DEN Benutzer, sondern je nach Nutzertyp eine zugeschnittene Lösung (oder halt nicht
)