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Eine interessante Idee, der Forscher des Ishikawa Namiki Komuro Laboratory an der University of Tokyo, könnte insbesondere Blinden zukünftig eine große Hilfe sein.
Diese entwickeln gerade ein modulares, tragbares Gerät, das dem Nutzer taktile Informationen übermittelt, um sein räumliches Umfeld (auch ohne zu sehen) erfassen zu können.
Das System besteht aus so genannten ?optischen Haarmodulen?, deren Daten ein Vibrationsmodul direkt auf die darunter liegende Haut überträgt.
Die bisher sehr kleinflächigen Module sollen, so die Idee der Wissenschaftler, einmal ganze Körperregionen als quasi ?zweite Haut? bedecken.
Diese Funktionen wäre speziell für Sehbehinderte sehr hilfreich, um so Kollisionen zu vermeiden oder um gezielter zu bestimmen Gegenständen greifen zu können. Aber auch in gefährlichen Arbeitsumgebungen könnten so, durch eine optimalere Hinderniswahrnehmung, Schäden besser vermieden werden. Eine weitere Idee spielt mit dem Gedanken, die Außensensoren eines Autos mit den Hautstimulatoren zu verbinden. Gewissermaßen das taktile Interface für die Einparkhilfe
Die Zukunft nach dieser Zukunft, ist auch schon im Kopf der Japaner. Dann sollen die vielen Sensoren durch einen lenkbaren Laserstrahl ersetzt werden. Auch wäre ein ?All-in-One-Implantat? (genauer ein Micro Opto Electro Mechanical System, kurz MOEMS) denkbar, bei dem man künstliche Haare mit einem integrierten Chip eingepflanzt bekommt. Im Grunde nichts anderes als Schnurrbarthaare für Menschen …
Mehr (leider nur englische) Infos zum Projekt unter:
www.k2.t.u-tokyo.ac.jp/perception/HapticRadar/
Tags: analyse, Assistenzsystem, augmented_reality, barrierefreiheit, forschung, interface, MMI, Usability
Wer schon immer Probleme hat sich die Effekte und Überblendungen beim Videoschnitt zu merken, dem sei der obige Clip empfohlen.
Eine sehr kreative und eindrucksvolle Umsetzung, die eigentlich als Musikclip für die Band zZz gedacht, jedoch mit ihrer visuellen Stärke fast schon die Musik in den Hintergrund treten lässt.
Mehr (leider nur englisches) zum Video unter: www.xelor.nl/xelor/…
Siehe dazu auch: Real-Life-Windows
Übrigens, mein persönliches Highlight: Die Fortschrittsanzeige – Diese wünsche ich mir ab jetzt so in jedem Programm
Tags: GUI, visualisierung
Echt toll, was da Stephen Spencer, Simon Oliver und Daniele Urania geschaffen haben. Diese haben nämlich den wunderbaren britischen Audi A5 TV-Spot …
… konsequent in eine ebenso wunderbare interaktive Seite umgesetzt:
Auf diese kann man mittels Tastatur und Maus selber zum Komponisten seines eigenen Spots werden und sich mit seinem virtuellen Pinsel auf eine beflügelnde Reise durch den dreidimensionalen Raum machen. Das am Ende kreierte ?3D-Kunstwerk? kann man dann als Bild abspeichern.
Wen der technische Hintergrund interessiert: Das ganze wurde natürlich (ihr ahnt es schon) wieder mit Papervision3D umgesetzt. Die Formen wurden in Maya modelliert. Mittels eines Phyton-Scripts wurden diese dann in eine XML-Datei exportiert. Das Echtzeit-Rendering der Zeichensteuerung ist ?handprogrammiert?.
Beim ?Bild speichern? werden übrigens alle 3D-Informationen in eine SVG-Datei konvertiert, die dann wiederum in PDF konvertiert werden kann.
Ich bin (sehr) beeindruckt …
Tags: 3D, adobe, animation, design, echtzeit, GUI, interface, internet, svg, UID, virtuell, visualisierung, webapplikation
Wir hatten ja nun schon öfters das Thema automatische Sensorsteuerung in mobilen Geräten, nun schlägt jedoch genau in diese Kerbe ein Artikel des MIT Journals Technology Review (TR).
In diesem wird der Hype um das iPhone (mit seinem diversen Sensoren) als Aufhänger genutzt, um ein Konzept des MIT Media Labs vorzustellen: ?Reality Mining?.
Schade, das dieses eigentlich rein wissenschaftliche Magazin so eine Hülle braucht, um ihre Ideen zu kommunizieren … Ok, kommen wir mal zur Kern der Sache:
?Reality Mining? ist im Grund nichts anderes, als das Sammeln von persönlichen Daten über diverse Sensoren und deren Analyse und Darstellung.
Mittelpunkt der Systeme ist neben der Positionsbestimmung durch GPS (oder notfalls Mobilfunk-Zelle) die Auswertung des Bewegungssensors. MIT-Wissenschaftler Nathan Eagle sieht das Potential insbesondere in Verbindung mit sozialen Netzen.
Anhand der Daten des Bewegungssensors kann relativ einfach erkannt werden, ob der Besitzer gerade Fahrrad fährt, sitz oder eine Treppe rauf geht usw. In Verbindung mit weiteren Sensoren (Barometer, Thermometer, Licht, Mikrofon etc.) könnte so ein genaues Tätigkeitsprofil erstellt werden. (Im übrigen ist das System so konzipiert, das über das Mikrofon nicht die Wörter gespeichert werden, sondern nur die Art des Gesprochenen. Also, Taktabstand, Lautstärke, Stimmung, …).
Laut TR, haben Intel-Forscher mit einem solchen System Erstsemestler an der University of Washington ausgestattet und konnten so die Entwicklung der sozialen Netzwerke innerhalb des Semesters ?beobachten?. Am MIT wurden dazu auch diverse Anwendungen entwickelt (die man im Web testen kann), mit der solche gesammelten Daten visualisieren werden können (die Projektseite dazu hier). Ein Beispiel davon ist zum Beispiel die Darstellung, wer wann mit wem in verkehrt hat:
Anhand der Art der Bewegungsdaten kann im übrigen auch immer ein individuelles Tätigkeitsprofil für jeden Nutzer erstellt werden, so das System automatisch mit der Zeit lernt, welche Bewegung z.B. ?essen? bedeuten . So lässt sich dann, beispielsweise ein automatisches Tagebuch generieren:
Kling alles ein wenig beängstigend, nicht wahr? Ich seh? doch schon die Datenschützer die Klagen gegen solche Systeme tippen …
Aber es gibt auch überaus positiv Anwendungen. So könnte in der Altenpflege festgestellt werden ob der Patient regelmäßig ist oder ob dessen Status noch ?Ok? ist, was andernfalls eine Alarmierung auslösen würde.
Bleibt abzuwarten, was sich davon letztendlich durchsetzen wird und für was die iPhone-Sensoren wirklich eines Tages genutzt werden …
Im übrigen hatten wir im Dezember schon mal über ein ähnliches System vom MIT bereichtet, auf das ich gerne noch einmal hinweisen möchte: Real Time Rome
Der ganze (leider nur englische) Technology Review Artikel zum diesem Sensorik-Thema unter:
www.technologyreview.com/Infotech/18990/page1/
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, heat-map, interface, media-lab, MMI, mobiltelefon, software, spracherkennung, UID, visualisierung
Gestern habe ich mich mit unserer Mitarbeiterin Kristin (die übrigens nächste Woche ihren Master zu einem sehr spannenden Thema macht) über eine Adobe-Entwicklung unterhalten, die vielleicht für euch da draussen auch interessant sein könnte, insbesondere wenn man Software-Prototypen entwickelt …
Über Adobe AIR (vormals Apollo) hatten wir ja schon mehrfach berichtet (siehe hier). Nun berichtet Adobes Flash Technical Product Manager, Richard Galvan, das es in Kürze eine Extension für Flash CS3 geben wird, mit der man sein Projekt auch als Adobe AIR veröffentlichen kann:
Sprich, man hätte eine ?richtige?, plattformunabhängige Desktop-Applikation und könnte auch auf die Systemfunktionalitäten/Dateisystem/APIs zugreifen (was ja bei Prototypen zur Simulation ganz interessant ist ? Drag and Drop, Native Menüs, Fenster etc.). Und für uns Designer nicht ganz unwichtig, man könnte auf einfachste Weise seinen Applikationen einen Namen, ein Icon usw. zuweisen:
Veröffentlicht wird das ganze übrigens mit dem nächsten öffentlichen AIR-Release auf der Adobe Labs Seite.
Ich hoffe, das wir da mit unseren gerade laufenden ?Experimenten?, hier in Kürze mal ein paar eigene Applikationen vorstellen können …
Tags: adobe, desktop, flash, forschung, GUI, icon, interface, software, UID, webapplikation, windows
Bei dem derzeitigen Hype um Apple ist es nicht verwunderlich, dass selbst in deutschen Gazetten über jedes neues Patent von unserem innovativen Freunden berichtet wird. Da brauch ich ja gar nicht mehr viel tun …
Da aber sonst hier etwas wichtiges fehlen würden, insofern heute nur zwei Verweise auf zwei interessante Artikel zu den neuen Interface-Konzepten aus Cupertino.
1. Die ?Multi-Touch-Mouse?

Mehr Infos unter: www.winfuture.de/news,32778.html
2. Das ?Multi-Touch-Pad?

Mehr Infos unter: www.golem.de/0707/53379.html
Tags: apple, eingabesystem, forschung, HCI, interface, jeff_han, MMI, touchscreen, UID

… zwei Forscher von der University of Southampton haben, zusammen mit den Forschern von Ordance Survey?s Research Labs, eine Möglichkeit erschaffen, mit der sich jeder mit einem ?normalen Handy? und einer ?normalen Landkarte? sich ein eigenes kleines Navigationssystem “zusammenbasteln” kann.
Grundlage des so genannten ?Map Snapper?-Systems ist allerdings ein Handy mit integrierter Kamera und Internetverbindung. Mit diesem kann man einfach einen Ausschnitt einer normalen, gedruckten Landkarte knipsen, dieser wird dann an einen zentralen Server gesandt, analysiert und man erhält umgehend eine digitale Karte inklusiver aller bekannten Points of Interest zurück.
Somit kann man zum Beispiel sofort ein Hotel, Restaurant oder Veranstaltung in der Nähe finden. Hat man sogar GPS im Telefon integriert könnte einem nun sogar der Weg dorthin berechnet werden. Andernfalls wäre eine Navigation mittels Cambridge Position System (CPS), also über eine ungenaue Bestimmung innerhalb des Mobilfunknetzes denkbar oder wie ich es vor kurzem gelesen habe (finde leider die Quelle nicht mehr), durch ein manuelles Bestätigungssystem. Sprich, nach dem man die Anweisung ausgeführt hat (z.B. ?An der nächsten Kreuzung rechts abbiegen?) bestätigt man diese und erhält diese nächste angesagt/angezeigt …
Weitere (leider nur englischsprachige) Infos unter:
www.newscientisttech.com/article/dn10416-phone…
Tags: echtzeit, forschung, fotos, interface, internet, mobiltelefon, UID, Usability, visualisierung, webapplikation
Anfang Mai hatten wir erst die nächste Generation der Visualisierung in Navigationssystemen (Anzeige innerhalb einer 3D-Gebäude-Welt) von TeleAtlas vorgestellt. Die vielleicht darauf folgenden Form bzw. eine ergänzende Form könnte ein System sein, das derzeit von TomTom und Iwane entwickelt wird.
Dabei handelt es sich um eine Weganzeige im Realbild:


Voraussetzung dafür ist natürlich eine im Wagen oder Navigationssystem integrierte Kamera. Die erfassten Bilder werden zusammen mit dem GPS-Daten analysiert und die Richtungsanweisungen werden auf den Bildern überlagert dargestellt. Ein im Ansatz ähnliches System hatten wir letztes Jahr auch schon einmal von Siemens VDO vorgestellt (siehe Artikel ?pro.pilot?)
Im Gegensatz zum TeleAtlas-System würde hier der aufwändige Nachbau einer 3D-Welt entfallen. Jedoch gibt es im Vergleich auch einen großen Nachteil (mal abgesehen von den höheren Kosten durch Sensoren, Kamera und mehr notwendiger Rechenpower): Was macht man im Dunkeln? Dafür bräuchte man dann zusätzlich noch ein Infrarotkamera-System…
Weiterhin würde ich spekulieren, das man für die Erkennung des Pfeils im Realbild viel länger braucht, als innerhalb einer abstrahierten und vor allem reduzierten Karte. Sprich, man würde wahrscheinlich geneigt sein mittels des Videobilds im Display zu fahren. Hingegen benötigt der Fahrer bei den heutigen, ?normalen? Navis seine Konzentration für die Translation der abstrakten Kartenanweisungen in die Realwelt … Also ihr seht schon, das wäre mal ein schönes Thema für eine Forschungsarbeit …
Apropos Forschungsarbeit. Es gibt zum Thema ?Navigation mit mobilen Augmented Reality Systemen im Gelände? eine, die einen sehr schönen Überblick über die Verfahren und Techniken gibt, von Guido Staub von der Universität Karlsruhe. Hier als PDF-Download.
Zum Patent von TomTom geht?s hier:
http://v3.espacenet.com/textdoc?DB=EPODOC&IDX=WO2006132522&F=0
Zum System von IWANE hier:
www.iwane.com/newtechnology/navigator2.html
Tags: 3D, Assistenzsystem, augmented_reality, auto, forschung, GUI, HCI, interface, MMI, UID, Usability, virtuell





