Nach einer gefühlten Dekade konnte ich heute nun endlich das neue Buch vom “Meister der auf den Punkt gebrachten Bücher” in der Hand halten. In Steve Krugs neuem Buch beschreibt er auf nicht mal 160 Seiten zufälliger Weise genau das, was wir dieses Jahr als Vortrag für die webinale eingereicht haben: wie man mit vielen kleinen, qualitativen(!) Tests sein Produkt mehr “usable” machen kann.

Mit seinem lockeren und extrem reduzierten Schreibstill habe ich das Buch heute schon fast durchgelesen und kann es jedem nur empfehlen. Wunderbar pragmatisch, mit einfachen Anleitungen, Checklisten und genauen Vorgehensweisen zeigt er auf, wie wirklich jeder seine Webseite prozessbegleitend testen kann. Und in Krug’scher Philosophie will ich es auch gleich auf den Punkt bringen: kaufen! ;)

Buchtipp

Um die Welt wieder ein wenig einfacher zu machen, verlosen wir unter allen Kommentatoren dieses Beitrages, am 1. Februar um 23:59 ein Exemplar dieses tollen Buches!

UPDATE
Herzlichen Glückwunsch Guido!
Der Zufallsgenerator hat entschieden, aus 9 Kommentaren hat der Zufallsgenerator entschieden, das es der 3. Eintrag sein soll. Insofern herzlichen Glückwunsch an den Glücklichen, das Buch ist dann unterwegs.


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… und noch mal zwei Konzepte, die momentan völlig unabhängig voneinander entwickelt werden, die aber in Kombination sehr schön zeigen, wohin die Reise geht:

Zum einen entwickelt Ericsson Labs eine API und SDK für in 3D gerenderte Karten, speziell für mobile Geräte:

Zum anderen gibt es da noch die Firma earthmine, die auf den ersten Blick genau das tut was Googles Street View tut, aber sie haben es in 3D!!!

So, und wenn man jetzt noch mal an den letzten Blog-Eintrag denkt, ist ziemlich klar was in Kürze möglich wäre:

1. Echte 3D-Navigation
Also, ein echtes Wikitude und eine echte “Google Streetview”-Navigation über die Mustererkennung, ähnlich wie hier

2. Echtes AR-Tagging
Mit Junaio von Metaio gibt es ja bereits einen gutes iPhone-Beispiel wie wir unsere digitalen Spuren hinterlassen können und das digitale Abbild unserer Welt mit eigenen Informationen anreichern können:

Das Problem dabei: noch gibt es dafür keine echte Mustererkennung der Umgebung, sondern alle Daten werden mittels GPS und Kompass referenziert (also ungenau). Wenn man nun echte 3D-Daten verwenden würde, könnten man den Content wirklich direkt(!) auf/an der realen Welt verorten, wie zum Beispiel hier

3. Parallel Universum
Und noch mal viel weiter gedacht … Parallel zu realen Welt gibt es ja schon bereits eine digitale Parallelwelt, siehe Twinity. Wenn ich diese mit den georeferenzierten Daten zusammenbringe, könnte man über unseren mobilen Begleiter diese sichtbar machen. Ein mögliches Szenario:
Über mein Handy mit integriertem Projektor könnte man sich an einem beliebigen Ort treffen (einer in der Real-Welt, einer in dem virtuellen Abbild davon) und mit diesem interagieren … ein wenig so wie hier, in diesem schon etwas betagtem Video:

Begrenzt werden diesen Fantasien allerdings wie immer von den zwei großen Faktoren:
- die enorme mobile Rechenpower, die zu Verarbeitung der 3D-Bilddaten nötig ist (könnte man wahrscheinlich erstmal nur über Cloudcomputing lösen) und
- die dafür sehr begrenzte portable Energie


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Schaut man sich ein aktuelles Forschungsergebnis der Universität Tokio an, so scheint die berührungslose Bedienung von mobilen Geräten (jedenfalls auf diese Nähe) nicht wirklich sooo einen großen Vorteil zu bieten:

ABER was man auch sehr gut sehen kann, es wird auch die Annäherung erkannt. Somit wäre es möglich auch in die Tiefe zu navigieren.
Wenn man sich jetzt auch noch ein aktuelles Patent von Apple anschaut (hier zum Beispiel bei Gizmodo vorgestellt)

Apple 3D GUI Patent

welches eine dreidimensionale Oberfläche beschreibt, … und schaut man sich dann auch noch die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der drillenfreien 3D-Displays an, wie zum Beispiel gerade auf der CES vorgestellt,

dann ist klar wo hin die Reise geht.

PS. Wo wir schon beim Thema Interaktion mit dem Handy sind, hier noch (der Vollständigkeit halber) ein gerade sehr populäres Video vom CCC (Chaos Communication Congress), was sehr schön mal eine naturalistische Möglichkeit zeigt, mit unserem kleinem Begleiter zu interagieren … aber das nur mal am Rande ;)


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Man mag ja von dem Hype ums iPhone halten was man will, aber gerade gestern habe ich mich noch mit jemanden darüber unterhalten, was aus meiner Sicht der eigentliche Verdienst dieses Gerät ist: Mit seinen ‘zig Sensoren hat es “ganz nebenbei” die Tür für völlig neuartige Interaktionsdesign-Anwendungen im Massenmarkt geöffnet.

Ein tolles Beispiel dafür ist das sich noch in der Entwicklung befindliche Projekt “Parrot AR.Drone”

Die Idee: Über eine WiF wird eine Verbindung zum einen Modelhubschrauber (genauer Quadcopter) hergestellt. In diesem ist eine kleine Kamera integriert, die eine Live-Bild direkt auf das iPhone-streamt und über die Bewegungssensoren lässt sich über Kipp-/Neigebewegungen der das Fluggerät steuern. Beziehungsweise lässt das Video erahnen, das es noch eine Touchscreen-Steuerung gibt, die direkt auf dem Kamera-Bild liegt.

Wie gesagt, Hype, Apple-Politik und Sinnhaftigkeit hin oder her – ich kenne jedenfalls kein verbreitetes Eingabegerät für die Hosentasche, mit dem eine solche Interaktion möglich wäre.

Mehr Infos zum Projekt unter: www.ardrone.org/parrot-ar-drone/en/


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Eine der größten Quellen für menschlichen Erfindergeist ist seine Bequemlichkeit. So gibt es aktuell wieder neue Entwicklungen für die Kontrolle unseres liebsten Lebensraums.

Zum einen hat das Media Interaction Lab der University of Applied Science in Oberösterreich eine Arbeit mit dem Namen CRISTAL (Control of Remotely Interfaced Systems using Touch-based Actions in Living spaces) vorgestellt. Diese bildet mittels Gestensteuerung eine Brücke zwischen allen Geräten im Wohnzimmer:

Das Thema „bloss nicht aufstehen“ bzw. Fernbedienung ist ja von je her eins DER Themen im Interaction Design. So wundert es nicht, dass nun ein „Universal Remote Control Framework“ geschaffen wurde, auf dem die Geräteanbieter und Fernbedienungshersteller aufsetzen können. Erster Unterstützter der Plattform: der amerikanische Dienst TiVo. Mit der iPhone-App “i.TV” (wie auch sonst) wurde somit eine wunderbare Brücke zwischen Programmzeitschrift und Fernbedienung Fernsehsteuerung geschaffen:

Mehr Infos unter: http://i.tv/

Siehe auch: www.schroeder-wendt.com/blog/index.php?s=fernbedienung


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Adobe hat heute die beiden Betas zu zwei kommenden Produkten in den Labs freigegeben. Zum einen handelt sich es sich um Flash Builder 4 (ehemals Flex Builder), welchen Adobe aufgrund von Vermarktungsgründen umbenannt hat. Nachzulesen sind die Gründe für diese Umbenennung bei Serge Jespers.

Die andere Software, Flash Catalyst soll die neue Schnittstelle zwischen Gestalter und Entwickler werden. Problematisch war es bisher immer, Entwürfe und Gestaltungen aus Programmen wie Photoshop, Illustrator und auch Fireworks so dem Entwickler zukommen zu lassen, das wenig Nacharbeit und evtl. auch leichte Anpassung bei Änderungen möglich waren.

Jeder, der schon einmal den typischen Arbeitsfluss zwischen Designern und Entwicklern erlebt hat, wird mir zustimmen, dass es dabei oft zu unvorteilhafter Mehrarbeit kommt.

Adobe hat zumindest für den Flash Builder 4 eine Lösung gefunden: Flash Catalyst. Entwürfe können mithilfe dieser Software direkt in Flash Builder 4 konformes MXML umgewandelt werden, es gibt weniger Nacharbeit für den Entwickler. Wer sich ein genaues Bild von der Leistung von Flash Catalyst machen möchte, dem sei dieses Video ans Herz gelegt.

Die Beta vom Flash Builder 4 kann zusätzlich zu bestehenden Flex Builder Umgebungen installiert werden, ohne dass diese betroffen sind und enthält das aktuelle Flex SDK 4. Der Flash Builder 4 kann auch länger als 30 Tage getestet werden.
Für Flash Catalyst können Seriennummer über die gesamte Betaphase generiert werden, so dass einem Einsatz für sechs Monate nichts im Wege steht.
Laut Aussage von Adobe ist es erlaubt, mit den Betas kommerzielle Produkte anzufertigen.

Flash Builder 4: http://labs.adobe.com/technologies/flashbuilder4/
Flash Catalyst: http://labs.adobe.com/technologies/flashcatalyst/


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Seit den ersten Stunden des Touchscreens wird an ihm rumgemäkelt, das er zwar einerseits quasi unendliche viele Buttons und Interaktionsformen anbieten kann, aber ihm doch jegliches haptisches Feedback fehlt.

Dies könnte nun bald ein Ende haben. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University (in Pittsburgh, Pennsylvania) haben dafür einen Lösungansatz gefunden.

Aufgebaut ist das System aus einer Acryl-Platte, in die möglichen Button-Formen ausgespart sind. Auf Seiten des Nutzer liegt darüber eine Latex-Schicht und auf der anderen Seite eine Kammer in die Luft gepumpt oder rausgesogen werden kann. Somit kann man dann Erhöhungen oder Vertiefungen schaffen. Das Bild wird per Rückprojektion auf den Latex projiziert. Mittels einer kleinen Kamera auf höhe des Miniprojektor ist auch die Aufnahme der Finger möglich, so das die ganze Einheit auch Multitouch-Funktionalitäten beherrscht.

Sicherlich noch ein sehr sperriges System für Anwendungen, wo die Bautiefe keine große Rolle spielt (z.B. Fahrkartenautomaten), aber einer guter erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Entwicklung von flexiblen Displays auch weiter so zügig vorangeht, so ist vielleicht in zehn Jahren dann auch das Rückprojektionsproblem gelöst und man könnte die Erhöhung auch durch Mini-Sifte (á la TouchTable) realisieren. Wir werden‘s erleben …

Mehr Infos unter www.technologyreview.com/computing/22550/


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Ach, was wäre die Welt schön, wenn jeder das machen könnte, was er am besten kann. Designer hören endlich auf schrecklichen Code zu schreiben und Programmierer lassen die Finger weg von der Gestaltung. Ok, noch ist das ein Wunschdenken, aber zumindest wurde seitens Microsoft mit dem Expression Studio der Grundstein dafür schon gelegt. Leider zeigt sich zwar in der Praxis, dass bis zur wirklichen Erfüllung dieses Traums noch ein langer Weg ist, aber das ist ein Thema für einen extra Blogeintrag.

Heute soll es um Adobe Catalyst gehen, welches quasi Adobes Antwort zu Expression ist. Auf dem gerade stattfindenden FITC Festival in Toronto, stellte dazu Adobes „Senior Principal Scientist“, Mark Anders, die Arbeitsweise und Möglichkeiten von Catalyst vor.

Innerhalb der Session baute Anders, in nur ca. 20 Minuten, eine laufende Applikation aus vorbereiteten Illustrator-Designs, ohne dabei eine einzige Zeile Code zu schreiben! Aber seht selbst:

Mehr Infos unter: labs.adobe.com/technologies/flashcatalyst/


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Nicht nur bei solchen serverbasierten Systemen, wie gestern vorgestellt, auch bei den Echtzeitsystemen hat sich in den letzten Zeit viel getan. So hat beispielsweise Entwickler Matt Herzog eine Gesichtserkennung für die Webcam in Flash implementiert:

Die Hintergründe und den SourceCode dazu kann man hier finden:
www.squidder.com/2009/02/26/realtime-face-detection-in-flash/

Einen ersten Test á la Johnny Lee hat damit schon Mrdoob programmiert, der hier zu sehen

und hier selbst zu testen ist:
http://mrdoob.com/lab/webcam/face_driven_3d/

Wie man sieht, noch ziemlich unzuverlässig, aber der Grundstein ist gelegt. Ich denke, nun ist es an uns Interaktionsdesignern das Potential der Technik zu erkennen und gekonnt anzuwenden.

Übrigens, seit kurzem gibt es von der schwedischen Softwarefirma TAT auch einen ähnlichen Prototyp für Mobiltelefone.

Eine schöne Unterstützung von GUI Metaphern, aber die „Killer-App“ lässt bei diesen ersten zarten Schritten natürlich noch auf sich warten.


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Meiner Meinung nach wird einer der großen Trends in den nächsten Jahren: Objekte vor die Webcam halten, diese werden dann erkannt und in eine virtuelle Umgebung integriert.
Wie das aussehen kann, war schon einmal gut hier in diesem Beitrag zu sehen – nämlich bei Sonys angekündigtem Spiel “EyePet”.

Wer den Erscheinungstermin nicht mehr abwarten kann, dem sei das Spiel Mightier empfohlen, das diese Technologie schon heute zeigt – und vor allem kostenfrei als Freeware. Einen kleinen Eindruck davon im folgenden Video:

Herunterladen kann man das Spiel unter folgender Adresse:

www.ratloop.com/?games/mightier

Auf den ersten Blick etwas einfacher, aber trotzdem nicht minder effektvoll ist die Technologie der japanischen Firma MotionProtrait. Diese haben sich darauf spezialisiert Fotos Leben einzuhauchen. Um mal einen Eindruck davon zu bekommen, habe ich für euch mal bei einer Webseite, die diese Technik einsetzt mitgefilmt. Und was bietet sich bei mir Glatzkopf nicht besser an, als die japanische Webseite von Schwarzkopf, auf der man Frisuren testen kann:

An der Bewegung sieht man toll, wie die Kopfform, Augen etc. erkannt werden und so animiert werden können. Wer das mal selber testen möchte, hier die URL: https://virtual-preview.com/LE/

Wer’s lieber in deutsch mag, dem sei die Seite von AXE Instinct empfohlen, wo euer Foto in ein Live Rock-Video integriert wird – inklusive Mimik-Änderung! Sehr beeindruckend:

kissmyaxe.de

Selber testen unter:

www.kissmyaxe.de


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