Wirtschaftsjunioren Header
Veröffentlicht am 9. Februar 2017 von Cindy Waldinger

Das kleine 1×1 der Usability mit den Wirtschaftsjunioren Berlin

Was ist Usability? Wie und für was kann ich Usability Methoden in meinem Unternehmen anwenden? Welchen Nutzen haben meine Firma und meine Kunden? Kommen Ihnen diese Fragen auch bekannt vor?

Gemeinsam mit Mitgliedern der Wirtschaftsjunioren Berlin haben wird diese Fragen einen Nachmittag lang in einer unserer halbtägigen Usability-Schulungen genauer unter die Lupe genommen.

Die Wirtschaftsjunioren sind Unternehmer und Führungskräfte bis 40 Jahre, die sich ehrenamtlich in 215 Kreisen in Deutschland für Gesellschaft und die Themen der Wirtschaft engagieren.

Vom Finanzberater bis hin zur Sprachschulinhaberin – die Teilnehmer waren bunt gemischt. Das erklärte Ziel war jedoch immer ähnlich: wie kann das eigene Angebot für die Kunden noch besser und intuitiver gemacht werden?

Doch was bedeutet eigentlich intuitiv?

Besonders das Wort „intuitiv“ wird oft und gerne genutzt. Und nahezu jeder hat eine Vorstellung, was sich dahinter verbirgt, oder kennt zumindest Produkte aus dem eigenen Alltag, auf die diese Beschreibung eben nicht zutrifft.

Tatsächlich handelt es sich bei „intuitiv“ um ein bereits aus den 70er Jahren stammendes Modewort. In diesem Zusammenhang fallen dann auch Begriffe wie etwa „einfach“, „natürlich“ oder auch „benutzerfreundlich“. Spätestens da ist dann auch die Verwendung des Wortes „Usability“ (übrigens korrekt übersetzt nicht Benutzerfreundlichkeit, sondern Gebrauchstauglichkeit) nicht mehr fern.

Redet man wiederum von Usability, hat man es nicht etwa mit einer Modebezeichnung zu tun, nein, Usability wird über eine DIN-Norm (nämlich die DIN ISO 9241) definiert. Im ersten Teil unserer Schulung haben wir uns daher intensiv mit der Norm und der dahinter verborgenen Bedeutung auseinandergesetzt. Dies ist wichtig, um zu verstehen, was ein gebrauchstaugliches Produkt eigentlich ausmacht und wie man dieses erreichen kann. Denn Usability bedeutet nicht nur eine Vereinfachung von Produkten, sondern letztendlich eine Steigerung der Produktqualität. Was wiederum zu einer Umsatzsteigerung, etwa durch eine höhere Weiterempfehlung, und einer Kostensenkung, beispielsweise durch verringerte Supportkosten, führt.

Doch wie kann man eine höhere Usability erreichen?

Nachdem die Grundlagen vermittelt waren, haben wir im zweiten Teil einen Blick auf typische Produktentwicklungsprozesse in Unternehmen geworfen. Warum sind manche Produkte eigentlich so wie sie sind – besonders die Negativ-Beispiele – und wie kann man es selbst besser machen?

Die Antwort lautet aus Usability-Sicht ganz eindeutig: den Nutzer mit einbeziehen! Nur wenn man seine Anforderungen kennt, kann man auch entsprechend agieren und auf diese reagieren. Anhand von Beispielen aus unserem Projektalltag haben wir mit den Teilnehmern einmal genauer geschaut, wie ein solches Miteinbeziehen aussehen kann. Von der Feldstudie, dem Interview bis hin zum Usability-Test – es ist in jeder Projektphase möglich, mit entsprechenden Methoden für eine bessere Usability zu sorgen. Besonders praktisch: diese Methoden lassen sich einfach in bestehende Entwicklungsprozesse integrieren und ergänzen diesen.

Übung macht den Meister

Uns ist es besonders wichtig, dass diese Methoden nicht nur graue Theorie bleiben, sondern alle Teilnehmer nach unseren Schulungen in der Lage sind, erste Methoden auch für sich selbst anwenden zu können. Daher stand der dritte und letzte Teil ganz im Zeichen praktischer Übungen.

Wirtschaftsjunioren Closeup

Für diese Übungen haben wir unseren Teilnehmern ein Produkt mitgebracht, mit welchem wohl jeder schon einmal in seinem Alltag zu tun hatte: den Wecker.

Mithilfe verschiedener Modelle haben die Teilnehmer in kurzen Übungsblöcken zunächst die Methode der Expertenanalyse ausprobiert und eigene Nutzerinterviews geführt. Die gesammelten Erkenntnisse wurden daraufhin in einem App-Konzept verarbeitet – mittels eines Papierprototyps.

Der Einstieg ist geschafft – wie geht es nun weiter?

Dies war wohl eine der meist gestellten Fragen am Ende des Abends. Erklärtes Ziel unserer Schulung war es, einen ersten Einblick in die Welt der Usability zu geben. Dies war geschafft, doch Usability selbst ist natürlich ein weites Feld mit schier unendlichen Bereichen und Möglichkeiten. Um gezielt in die Tiefe gehen zu können, bieten wir daher aufbauend die passenden Vertiefungsschulungen an.

In einer Folgeschulung mit den Berliner Wirschaftsjunioren werden wir uns vertiefend mit den Möglichkeiten von Usability im Bereich von Websites beschäftigen. Ist doch besonders für Unternehmer die Optimierung des eigenen Webauftrittes von besonderem Interesse. Aber auch intensive Methodenschulungen sind auf unsere Grundlagenschulung aufbauend denkbar – ganz abhängig von den Wünschen und Bedürfnissen unserer Teilnehmer.

Können wir auch Sie mit einer Usability-Schulung unterstützen? Kontaktieren Sie uns, gerne schnüren wir das zu Ihnen passende Paket!

Small Usability Header
Veröffentlicht am 23. Januar 2017 von Cindy Waldinger

Small Usability für Startups: Ein Fallbeispiel

Nur eins von zehn Startups ist im Durchschnitt langfristig erfolgreich. Nach einer Studie von CBInsights ist unter den Top-10-Gründen für das Scheitern von Startups: Die Kunden wurden nicht berücksichtigt. Eine Ursache dafür sind oft die Faktoren Zeit und Kosten. Wie kann man den Kunden frühzeitig in ein Projekt einbeziehen ohne viel Zeit dadurch zu verlieren? Wie können Optimierungen im System vorgenommen werden ohne dadurch viel Zeit in der Entwicklung zu verlieren? Eine Antwort auf diese Fragen ist Small Usability. In einem gemeinsamen Projekt mit dem Magdeburger Startup Kilenda haben wir in zwei Wochen und fünf einfachen Phasen Optimierungen am Kilenda Onlineshop konzipiert, gestaltet und umgesetzt. Der Artikel beschreibt das Vorgehen und präsentiert Vorschläge für eine Methodenauswahl.

Weiterlesen …

Daten sammeln Headerbild
Veröffentlicht am 17. November 2016 von Nadine Kempe

Erst einmal sammeln … und dann? Wie Unternehmen die eigenen Daten richtig auswerten und nutzen

„Wenn die Firma wüsste, was die Firma weiß“ – diesen geflügelten Satz hört man immer wieder. Was steckt dahinter? Es geht dabei um die schwierige Aufgabe, Daten, die einmal erhoben sind, sinnvoll bereitzustellen und zu nutzen.

Weiterlesen …

Veröffentlicht am 1. November 2016 von Susanne Speh

Usability Tests – Eine Anleitung zur Methodenauswahl

Eine hohe Usability und der Spaß an der Nutzung, also eine gute User Experience, sind Eigenschaften, die jeder gerne in seinem Produkt vereint sehen möchte. Um diese erfolgreich in ein Produkt zu integrieren, muss sich um einen ganz besonders bemüht werden: den Nutzer.
Wenn wir die Bedürfnisse, Wünsche und Ziele unserer zukünftigen Nutzer analysieren und in den Entwicklungsprozess einfließen lassen, können wir ein Produkt entwickeln, das intuitiv bedienbar ist und den Vorstellungen der Nutzer entspricht. Der Einsatz von Usability-Tests, bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung, verhindert Zusatzkosten, die durch nachträgliche Änderungen am Endprodukt entstehen können. Intuitiv benutzbare Produkte, die den Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden, minimieren zusätzliche finanzielle Aufwände wie z.B. Schulungskosten, oder auch Aufwendungen für Support.
Weiterlesen …

Veröffentlicht am 20. September 2016 von Cindy Waldinger

USABILITY: In drei Schritten die Sprache der Nutzer lernen

Sprachen verbinden. Eine gemeinsame Sprache baut Brücken, reißt Mauern ein und schafft Synergien. Analog lässt sich das Verhältnis von Unternehmen, Ihrem Produkt und Ihren Kunden beschreiben – hier heißt die vereinende Sprache „Usability“. Lernen Sie die Sprache Ihrer Kunden zu sprechen, lernen Sie „Usability“. Weiterlesen …

Veröffentlicht am 11. September 2016 von Susi Augustin

GAME OVER für Gamification

Nach dem großen Hype um Gamification in den letzten Jahren ist es heute ruhig um die Spielefizierung von Anwendungssoftware geworden. Von den großen Versprechen  damaliger Gamification-Advokaten, Software so motivierend und aufregend wie Videospiele zu gestalten, scheint heute nur noch wenig übrig geblieben zu sein.

Dabei ist die grundlegende Idee, die positiven Eigenschaften von Spielen auf ordinäre Software zu übertragen, auch heute noch erstrebenswert. Wir zeigen in diesem Blog-Beitrag, dass man mit Gameful- und Playful-Design-Methoden das erreichen kann, woran Gamification gescheitert ist. Weiterlesen …

Veröffentlicht am 22. August 2016 von Susanne Speh

Design- und Technologietrends 2016: Überblick über das erste Halbjahr

Was wird wieder in der Schublade verschwinden, was hat das Zeug zum Dauerbrenner? Die Hälfte des Jahres 2016 ist vorbei und wir haben in diesem Blog-Artikel einmal zusammengefasst, was uns dieses Jahr bereits an Trends und Technologien begegnet ist.

Weiterlesen …

Veröffentlicht am 12. Juli 2016 von David Paschke

Fragen beantworten, bevor sie gestellt werden – unsere Teilnahme an der DB Information UX:challenge

Im Rahmen der Digitalisierung von Bahnhöfen und Zügen war die Deutsche Bahn mittels der DB Information UX:challenge auf der Suche nach innovativen UX-Konzepten zur Informationsdarstellung für Kunden und Mitarbeiter. Aus unserer Sicht ist die sinnvolle Kombination verschiedenster Ausgabemedien die Service Design-Aufgabe der Zukunft.  Noch dazu ist unser Team selbst oft mit der Bahn unterwegs, weshalb ein Beitrag zur Vereinfachung der Informationssysteme der Deutschen Bahn eine Herzensangelegenheit für uns darstellt – wir mussten einfach an diesem Wettbewerb teilnehmen und uns austoben!

Weiterlesen …

Umcamp Europe 2016
Veröffentlicht am 30. Juni 2016 von Cindy Waldinger

UXcamp Europe 2016 – von UX, Bananen und einer sehr langen (User) Journey

Letztes Wochenende war es endlich wieder so weit: frei nach dem Motto „No Spectators, only participants“ wurde zum mittlerweile 7. Mal zum UXcamp Europe geladen. Für alle Glücklichen, die eines der heiß begehrten Tickets ergattern konnten hieß es daher – ab nach Berlin zum beliebtesten Barcamp des Jahres!

Weiterlesen …

Veröffentlicht am 7. Juni 2016 von Cindy Waldinger

Webinale 2016 – unser Rückblick

Vom 29. Mai bis zum 2. Juni fand in Berlin die webinale 2016 statt. Die webinale bezeichnet sich selbst als holistic web conference” und bietet branchenübergreifenden Wissenstransfer, Inspiration und Erfahrungsaustausch rund um die Themen Web, Design, Umsetzung und Marketing. Für uns hat die Teilnahme fast schon Tradition und so waren wir, wie bereits angekündigt, auch in diesem Jahr mit gleich zwei Talks vertreten. Den Besuch der einen oder anderen Session wollten wir uns natürlich ebenfalls nicht nehmen lassen.

Weiterlesen …

Ältere Artikel